Henry Kissinger hat sich in einer am 2.2.2014 ausgestrahlten CNN-Fernsehsendung in aller Öffentlichkeit Gedanken darüber gemacht, wie das, was die USA in unmittelbarer Nachbarschaft zu Russland in der Ukraine anrichten, beim russischen Präsidenten Wladimir Putin ankommen muss, und spricht dabei über ein strategisches Ziel der USA, darüber, „was wir“ – die USA – „in Moskau tun möchten“: die Machtverhältnisse kippen – einen Umsturz inszenieren – einen so genannten Regime Change herbeiführen. Der US-Imperialismus kurz vor dem Scheitern? Nein! Der US-Imperialismus setzt seine Strategie ungebremst mit aller Brutalität um – in Sachen Ukraine unter essentieller Mitwirkung Deutschlands. Ziel: Russland und China.

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In der CNN-Sendung kommt es in einem Gespräch mit dem US-Strategen Henry Kissinger zu folgendem Wortwechsel:

CNN: Sie kennen Putin gut. Sie haben ihn häufiger getroffen als jeder andere Amerikaner. Glauben Sie, dass er beobachtet, was in der Ukraine passiert, und denkt, der Westen und die USA würden dies im Grunde als Schritt zur Umzingelung Russlands betreiben?
Kissinger: Ich glaube, dass er denkt, dass dies eine Generalprobe ist, für das, was wir in Moskau tun möchten. Und...
CNN: Regime Change (Umsturz)?
Kissinger: Eine Regime-Change-Angelegenheit. Und der Umstand, dass es in solch zeitlicher Nähe zu den [Olympischen Winter-]Spielen von Sotschi geschieht, wird in ihm noch mehr Verdacht erregen. Aber Putin glaubt, dass der Zerfall der Sowjetunion eine große historische Katastrophe war. Den größten Teil dieser Unabhängigkeit stellt ja offensichtlich die Ukraine mit 50 Millionen Einwohnern dar. Und das kann ihm [Putin] nicht gleichgültig sein.

Quellen : Video Ausschnitt von CNN und Transkript : http://edition.cnn.com/video/data/2.0/video/bestoftv/2014/02/01/exp-gps-kissinger-sot-putin.cnn.html



Transkript der am 2.2.2014 ausgestrahlten CNN-Sendung:
CNN.com - Transcripts