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Das kleine ABC des globalen Putinismus

Erstellt von Holzmichl, 12.05.2015, 21:55 Uhr · 98 Antworten · 3.949 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Cobra

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    Alles Schall und Rauch? :facpalm: Wird ja immer besser hier

  2. #42
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Als ob irgendjemand zwischen Putin und Land und Leuten unterscheiden wird. Natürlich geht es um Russland. Aber egal. Abgesehen davon steht tatsächlich ein guter Teil der Russen hinter ihm. Ein großer Teil der Russen glaubt nicht mehr an den Westen, an "Demokratie" und jene "westlichen Werte", die sich westliche Außenpolitik auf die Fahne geschrieben haben. Die Gründe liegen in wesentlich mehr als einfachen Erklärungen, dass der imperialistische Russe seine postimperialen Komplexe immer noch nicht überwunden hat. Und das Allererschreckendste ist, was man seit gut einem Jahr wirklich merklich beobachten kann. Dass selbst viele grundsätzlich dem System Putin gegenüber kritisch eingestellte Menschen davon "befallen" sind. Die, die man als liberal-städtische Intelligenz bezeichnen wird. Ebenso in der Diaspora. Also gerade Menschen, die besser wie kaum sonst Russen "den Westen" kennen, erleben. Und die man eigentlich noch nicht mal als Putins 5. Kolonnen, Trolle usw. verdächtigen müsste. In ihnen sollte und kann man v.a. auch jene sehen, die am leichtesten z.B. ihren Verwandten, Freunden usw. den "Westen" nahe bringen können. Du wirst verhältnismäßig wenige Russen finden, die ihn, seine "Bilanz" völlig schwarz sehen, das gilt selbst für ihm weniger nah Stehende. Und wie gesagt, die Gründe sind komplexer als typische einfache Erklärungsmuster s.o. Und da könnte man durchaus auch deinen Eingangsartikel etwas auseinander nehmen. Keine Lust allerdings gerade dazu.

    Im übrigen hier ein ganz interessanter Artikel. Der Autor lebt schon lange in den USA.

    Warum Putin beliebt ist, nicht aber seine Politik | Russia Beyond the Headlines
    Nimm es ruhig auseinander.

    Ich habe unter deinem Link auch etwas Nettes gefunden.

    Ivan Butschkowitsch, der kroatische Programmierer, musste sich anfangs daran gewöhnen, dass er in Russland häufig SMS von seiner Bank erhält. „In Kroatien bekommt man maximal eine SMS pro Tag, in der die Bank den aktuellen Kontostand mitteilt", erzählt er. „Moskauer Banken informieren ihre Kunden über jede Transaktion per SMS", so seine Erfahrung. Manche Ausländer in Russland stört das, sie gehen dann zu ihrer Bank und bitten darum, die SMS-Benachrichtigungen einzustellen. Butschkowitsch hingegen sieht die Vorteile: „So weiß man immer, wie viel Geld man noch hat.

  3. #43
    Avatar von papodidi

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    Nicht ernst nehmen: Wer gegen Putin ist, muss zwanglsläufig Feind des russischen Volks und seiner Kultur sein! Das ist einer der Gründe, weshalb ich mich aus dem BF zurück ziehe, hab keinen Bock mehr auf "Sputnik-News", zumal als - unwidersprochener - "verkappter Nazi"! Und dieser Vorwurf von Leuten, deren Hauptmedium regelmäßig Intervies mit Marie Le Pen veröffentlicht, und deren staatskontrollierten Banken dieser Faschistin einen Millionen-Kredit gewährt haben!!!

    In dem ABC fehlt noch das Stichwort "Stalin"! Ich stelle mir mal vor, dass einem Massenmörder wie Hitler in D jetzt Gedenktafeln/Denkmäler errichtet werden würden, welch Aufschrei in der gesamten Welt würde das hervor rufen!?!?
    Aber Stalin-Denkmäler in RUS sind wohl durchaus normal...

    Dovidjenia, dogledanje, sdrasrwutje...

  4. #44
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Nicht ernst nehmen: Wer gegen Putin ist, muss zwanglsläufig Feind des russischen Volks und seiner Kultur sein! Das ist einer der Gründe, weshalb ich mich aus dem BF zurück ziehe, hab keinen Bock mehr auf "Sputnik-News", zumal als - unwidersprochener - "verkappter Nazi"! Und dieser Vorwurf von Leuten, deren Hauptmedium regelmäßig Intervies mit Marie Le Pen veröffentlicht, und deren staatskontrollierten Banken dieser Faschistin einen Millionen-Kredit gewährt haben!!!

    In dem ABC fehlt noch das Stichwort "Stalin"! Ich stelle mir mal vor, dass einem Massenmörder wie Hitler in D jetzt Gedenktafeln/Denkmäler errichtet werden würden, welch Aufschrei in der gesamten Welt würde das hervor rufen!?!?
    Aber Stalin-Denkmäler in RUS sind wohl durchaus normal...

    Dovidjenia, dogledanje, sdrasrwutje...
    Lass dich von der Hetze der Sputniks doch nicht verjagen

  5. #45
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von AutoKaputt Beitrag anzeigen
    Lass dich von der Hetze der Sputniks doch nicht verjagen
    Ich bin mal in dieses Forum mit der naiven Hoffnung gekommen, dass hier so etwas wie ein Ausgleich vergangenes Geschehens möglich sein würde, das Gegenteil ist der Falll: religiöse, ethnische und politische Differenzen nehmen immer mehr Raum ein, und zwar in einer Form, die keine Möglichkeit einer vernünftigen Diskussion mehr zulassen...

    Deshalb an Dich und einige Andere: Viel Glück!!!

  6. #46
    Avatar von Krosovar

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    Grade der Westen tritt doch die "Souveränität" anderer Staaten mit Füßen ...
    Und das regelmässig

  7. #47
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen
    Grade der Westen tritt doch die "Souveränität" anderer Staaten mit Füßen ...
    Und das regelmässig
    Wo kommst du her?

    - - - Aktualisiert - - -


  8. #48
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    In dem ABC fehlt noch das Stichwort "Stalin"! Ich stelle mir mal vor, dass einem Massenmörder wie Hitler in D jetzt Gedenktafeln/Denkmäler errichtet werden würden, welch Aufschrei in der gesamten Welt würde das hervor rufen!?!?
    Aber Stalin-Denkmäler in RUS sind wohl durchaus normal...
    Du übertreibst mal wieder. In der Beurteilung der Stalin-Zeit herrscht keineswegs Einigkeit, das solltest du wissen. Die einen verteidigen den Stalinismus aus ideologischen Gründen, anderen haben von der stalinistischen Politik profitiert. Die russischen Nationalisten beispielsweise sind Befürworter und Gegner Stalins zugleich. Da sie den Marxismus-Leninismus verschmähen, standen sie zunächst auch Stalin ablehnend gegenüber. Unter Stalin war die Sowjetunion zu einer Supermacht geworden, worauf viele russische Nationalisten überaus stolz waren und aus ihrem nationalistischem Blickwinkel gesehen, ging es letztlich nur darum.

    Was waren Stalins grösste Erfolge? Vor allem natürlich, dass Land unter seiner Herrschaft erheblich expandierte und an Einfluss gewann. Ferner wird ihm zugute gehalten, dass er eine grosse, mächtige, Moderne Industrie (obwohl sie hinter dem Westen deutlich hinter her hinkte) aufbaute und die Landwirtschaft effektiver gestaltete. Unter seiner Führung seien die nationalsozialistischen Invasoren besiegt worden (obwohl seine Strategie zu Beginn des zweiten Weltkrieges katastrophal gewesen ist und alle Warnungen ignorierte. Je weniger er sich bei den Generälen eingemischt hat, desto grösser war die Erfolgschance).

    Aber insgesamt kann man Sagen, dass im Lauf der Zeit die Bedeutung des "Stalin-Problems" von Generation zu Generation nachlassen wird. Schon heute ist die Frage für die Jüngeren nur noch von geringem Interesse und für ihre Nachkommen so viel von politischer Dringlichkeit wie der Krieg gegen Napoleon.

  9. #49
    Avatar von Holzmichl

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    Unter Putinanhängern ist man sich weitestgehend einig. Generell wird Stalin immer positiver beurteilt. Was du aufzählst stimmt. Aber auf die Rechnung dafür haben mehrere Millionen Menschen tragen müssen, die wegen Hungernöten usw. starben. Von den politischen Morden einmal abgesehen.

    Es wird heute vor allem der Vergleich zu Putin gesucht. Starker Mann für Russland!

  10. #50
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von AutoKaputt Beitrag anzeigen
    Unter Putinanhängern ist man sich weitestgehend einig. Generell wird Stalin immer positiver beurteilt. Was du aufzählst stimmt. Aber auf die Rechnung dafür haben mehrere Millionen Menschen tragen müssen, die wegen Hungernöten usw. starben. Von den politischen Morden einmal abgesehen.

    Es wird heute vor allem der Vergleich zu Putin gesucht. Starker Mann für Russland!
    Ich finde es auch blöd wenn man seine vielen Säuberungen unter dem Teppich kehrt und stattdessen bedauert, dass er nicht vorsichtig genug gewesen sei, seine Ermordung zu verhindern, denn mit mehr Vorsicht wäre er in der Lage gewesen, die grossen Reformen zu verwirklichen, die er im Sinn gehabt hat. Ähnliche Parallelen und Nostalgie Gefühle sieht man auch bei den älteren Tito-Anhängern. Die sprechen ja auch nicht von Goli Otok oder über die mehr als vierzigjährige Mordserie der UDBA.

    Wieso ist der Putin-Kult grösser als der von Breschnew oder Chruschtow? Vielleicht weil er jünger wirkt und sich so viel geschmeidiger bewegt als seine unmittelbaren Nachfolger. Offenbar brauchte das Land einen solchen Mann, ich weiss es nicht.

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