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Kolumbien: ein Land zerbricht

Erstellt von Mal, 03.10.2016, 12:21 Uhr · 36 Antworten · 1.016 Aufrufe

  1. #1
    Mal
    Avatar von Mal

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    Kolumbien: ein Land zerbricht

    Kolumbien
    Referendum über Friedensvertrag mit Rebellen gescheitert




    Wie es mit dem Friedensprozess weitergehen soll, ist ungewiss. Die Kolumbianer haben das Abkommen mit der linken Farc-Guerilla abgelehnt. Das Nein ist ein harter Rückschlag für Präsident Santos und den Friedensprozess in dem südamerikanischen Land. Wie es weitergeht, steht in den Sternen.

    Bogotá - Völlig überraschend haben sich die Kolumbianer gegen das Friedensabkommen zwischen der Regierung und der linken Guerillaorganisation Farc ausgesprochen. Bei dem Referendum am Sonntag stimmten 50,21 Prozent gegen den Vertrag, wie die Wahlbehörde nach der Auszählung fast aller Stimmen mitteilte. 49,78 Prozent votierten für das Abkommen. Alle Umfragen waren zuvor von einer Bestätigung des Abkommens ausgegangen.

    Die Wahlbeteiligung lag bei 37,43 Prozent. Generell gehen in Kolumbien nicht viele Menschen zu Wahlen und Abstimmungen. Heftiger Regen und Sturmböen wegen des Hurrikans „Matthew“ über der Karibik dürften die Beteiligung am Sonntag weiter gedrückt haben.

    Die Gegner des Vertrags jubelten, als sich das Nein abzeichnete. Befürworter des Abkommen hingegen brachen in der Hauptstadt Bogotá in Tränen aus. Das äußerst knappe Ergebnis zeigte auch, wie tief gespalten die kolumbianische Gesellschaft nach über 50 Jahren des internen Konflikts ist.

    Auch regional gab es starke Unterschiede: Während sich die Menschen im Zentrum des Landes rund um die Hauptstadt Bogotá und die Wirtschaftsmetropole Medellín mehrheitlich gegen den Vertrag aussprachen, dominierten an der Karibik- und Pazifikküste die Befürworter des Abkommens.

    Regierung und Rebellen hatten Vertrag unterschrieben

    Wie es mit dem kolumbianischen Friedensprozess nun weitergeht, ist völlig unklar. Die Regierung und die Farc-Rebellen hatten den Vertrag nach knapp vierjährigen Verhandlungen am vergangenen Montag unterzeichnet. Er sollte den ältesten bewaffneten Konflikt Lateinamerikas mit mehr als 220 000 Toten und Millionen Vertriebenen beilegen.

    „Ich gebe nicht auf. Ich werde mich bis zum letzten Tag meiner Amtszeit um den Frieden bemühen“, sagte Präsident Juan Manuel Santos. Bereits am Sonntag werde er seine Unterhändler wieder an den Ort der Friedensgespräche in Kuba schicken. Auch mit den Gegnern des Abkommens wolle er Gespräche aufnehmen, sagte er.

    Die Farc zeigten sich von dem Abstimmungsergebnis enttäuscht. Eine Rückkehr zum bewaffneten Kampf schlossen die Rebellen zunächst allerdings aus. „Die Farc halten an ihrer Bereitschaft zum Frieden fest und unterstreichen ihren Willen, nur noch Worte als Waffen zum Aufbau der Zukunft zu nutzen“, sagte Farc-Kommandeur Rodrigo Londoño alias „Timochenko“.

    Ergebnis der Volksabstimmung ist bindend

    Für Präsident Santos ist das Ergebnis der Volksabstimmung bindend. Nach dem negativen Votum kann er das Abkommen nun zunächst nicht umsetzen. Es gibt Überlegungen, ob sich nun der Kongress den Friedensvertrag zu eigen machen und in Kraft setzten könnte. Gegen den ausdrücklichen Willen der Wähler dürfte das allerdings schwer zu vermitteln sein.

    Politisch ist die Ablehnung ein harter Rückschlag für Staatschef Santos. Er hatte den Friedensprozess mit den Farc in das Zentrum seiner Präsidentschaft gestellt und offensiv für das Abkommen geworben. Wegen der Friedensverhandlungen hatte er sich auch mit seinem Vorgänger und Ziehvater Álvaro Uribe überworfen.

    Der Vertrag sieht eine Landreform und neue Ansätze zur Bekämpfung des Drogenhandels vor. Die Farc wollten künftig mit politischen Mitteln für ihre Ziele eintreten. Die Rebellen sollten in den kommenden zwei Wahlperioden zehn Abgeordnetenmandate garantiert bekommen. Zudem wären selbst schwerste Verbrechen nur mit maximal acht Jahren Haft geahndet worden.

    Die Gegner des Abkommens hatten vor allem die relativ milden Strafen für die Guerilleros kritisiert. Trotz seines Triumphs zeigte sich Ex-Präsident Uribe, der für die Ablehnung des Vertrag geworben hatte, am Sonntag versöhnlich. „Alle wollen Frieden, keiner will Gewalt“, sagte er. Mit seiner rechten Partei Centro Democrático wolle er zu einem „nationalen Pakt für den Frieden“ beitragen.

    Kolumbien: Referendum über Friedensvertrag mit Rebellen gescheitert - Politik - Stuttgarter Nachrichten

  2. #2
    Avatar von Albokings24

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    4.845
    Sie wollen keinen Frieden und sie wollen keinen Krieg !!

    Was wollen sie ??

  3. #3

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    593
    Zitat Zitat von Albokings24 Beitrag anzeigen
    Sie wollen keinen Frieden und sie wollen keinen Krieg !!

    Was wollen sie ??
    Gerechtigkeit für die Opfer der FARC.

  4. #4
    Avatar von lotus

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    5.215
    Welche "Opfer der FARC"?

    - - - Aktualisiert - - -

    Wie es aussieht wollen die kämpfen.

  5. #5
    Avatar von Lorne Malvo

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    Die FARC ist in den letzten Jahren nur "friedlicher" geworden, weil das kolumbianische Militär durch amerikanische Hilfe inzwischen deutlich die Oberhand gewonnen hat. Unter Präsident Uribe, dessen eigener Vater durch den Terror der dreckigen Kommunisten umgekommen ist, wurde die FARC bedeutend aufgerieben. Man sollte diesen harten Kurs fortführen und der kommunistischen Seuche ganz den Gar ausmachen, statt sie durch die Gewährung von garantierten Mandaten auch noch zu institutionalisieren.

  6. #6

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    Zitat Zitat von lotus Beitrag anzeigen
    Welche "Opfer der FARC"?

    - - - Aktualisiert - - -

    Wie es aussieht wollen die kämpfen.
    Die FARC ist eine terroristische Organisation und hat erheblichen und sinnlosen Schaden am Land verursacht. Anstatt diese Seuche auszulöschen will man sie durch 10 Mandante im Parlament und auch durch milde Strafen auch für Kriegsverbrechen belohnen. Man sollte diese Brut auslöschen.

  7. #7
    Mal
    Avatar von Mal

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    Zitat Zitat von Francis Beitrag anzeigen
    Die FARC ist eine terroristische Organisation und hat erheblichen und sinnlosen Schaden am Land verursacht. Anstatt diese Seuche auszulöschen will man sie durch 10 Mandante im Parlament und auch durch milde Strafen auch für Kriegsverbrechen belohnen. Man sollte diese Brut auslöschen.
    Die Kompromisse aus Dayton waren auch nicht das Gelbe vom Ei. Aber solange auch nur ein unschuldiges Menschenleben damit gerettet worden ist, hat sich der Vertrag gelohnt. Ich hätte der kolumbianischen Bevölkerung nicht geraten sich gegen die Verhandlungen aus über vier Jahren zu stellen.

    Übrigens, die genauere Auswertung zeigt, dass die ländlichen, ärmlichen Gegenden, also alle Gegenden die den Krieg kennen, allesamt mit Ja votiert haben. Die wohlhabenderen Gegenden im Landesinneren um Bogota hingegen mit Nein. Das Resultat des Referendums mit 50:50 macht die Lage weit aus schlechter als sie bereits war

  8. #8
    Avatar von lotus

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    Zitat Zitat von Francis Beitrag anzeigen
    Die FARC ist eine terroristische Organisation und hat erheblichen und sinnlosen Schaden am Land verursacht. Anstatt diese Seuche auszulöschen will man sie durch 10 Mandante im Parlament und auch durch milde Strafen auch für Kriegsverbrechen belohnen. Man sollte diese Brut auslöschen.
    Das ist einfach gesagt wenn man nicht direkt beteiligt ist, aber Frieden ist mir lieber.

  9. #9
    Avatar von Lorne Malvo

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    Die ländliche Bevölkerung hat zu 90% für Ja gestimmt, weil die FARC dort noch relativ mächtig ist. Eine freie Wahl gab es dort nicht. Nicht vergessen, dass dieses Abkommen langfristig gesehen die letzte Überlebenschance der Kommunisten ist. Frieden ja, aber keinen, der die Kommunisten am Leben hält.

  10. #10
    Avatar von Legija

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    lächerlich wie knapp .....für die kroatischen hüpfburgen hier die das ausrotten der farc fordern als bestrafung für die morde während des krieges wie wärs wenn ihr euch ma an eure ustasa hakennasen packt......

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