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Kommentar Rechtsruck in Europa

Erstellt von Marcin, 31.05.2014, 12:42 Uhr · 85 Antworten · 4.400 Aufrufe

  1. #51

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    Zitat Zitat von Kärntner Beitrag anzeigen
    Ok, nein, dann hat sich das erledigt. Dachte du stellst beide auf eine Stufe, indem du sie im Zusammenhang nanntest.
    mMn ist die FN, auch ohne Hintergrundwissen (man brauch sich ja nur deren Parteiprogramm durchlesen bzw deren Auftritte in der Öffentlichkeit ansehen um ein erstes Urteil zu fällen), auf alle Fälle radikaler einzustufen, als die AfD.
    Noch radikaler als die AfD?

    Woran machst du das fest? Kannst du das ein wenig beleuchten, bitte?!

  2. #52
    Avatar von Kärntner

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Noch radikaler als die AfD?

    Woran machst du das fest? Kannst du das ein wenig beleuchten, bitte?!
    Es reicht aus - auch ohne Hintergrundwissen - die Auftritte der FN auf Youtube anzusehen bzw deren Parteiprogramm durchzulesen. Ich kann mich nur wiederholen.

  3. #53

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    Zitat Zitat von Kärntner Beitrag anzeigen
    Es reicht aus - auch ohne Hintergrundwissen - die Auftritte der FN auf Youtube anzusehen bzw deren Parteiprogramm durchzulesen. Ich kann mich nur wiederholen.
    Ok, danke für deine Bemühungen.

  4. #54
    Avatar von Kärntner

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Ok, danke für deine Bemühungen.
    Dass du von mir mehr erwartet hättest, ist offensichtlich. Ich geb dir einfach einmal ein Beispiel.

    Während der Präsidentschaftswahlen 1995 forderte der Parteivorsitzende Jean-Marie Le Pen die Rückführung von drei Millionen Nicht-Europäern aus Frankreich
    Quelle: Wikipedia

    treffen solche Radikalen Maßnahmen auch auf die Ziele der AfD zu? Du, als jemand der sich intensiv mit dieser Partei auseinander setzt, könntest mir das ja beantworten. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber ich kann es mir kaum vorstellen.

  5. #55

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    Zitat Zitat von Kärntner Beitrag anzeigen
    Dass du von mir mehr erwartet hättest, ist offensichtlich. Ich geb dir einfach einmal ein Beispiel.

    Während der Präsidentschaftswahlen 1995 forderte der Parteivorsitzende Jean-Marie Le Pen die Rückführung von drei Millionen Nicht-Europäern aus Frankreich
    Quelle: Wikipedia

    treffen solche Radikalen Maßnahmen auch auf die Ziele der AfD zu? Du, als jemand der sich intensiv mit dieser Partei auseinander setzt, könntest mir das ja beantworten. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber ich kann es mir kaum vorstellen.
    Das ist ein sehr gutes Beispiel , es zeigt wie verrückt dieser Jean-Marie doch ist und was man von seiner Tochter noch so alles erwarten kann!

    Die AfD ist gerade dabei Schwerter und Messer zu schleifen. Die ersten rechtspopulistischen Querschläger wurden abgefeuert, doch dass große Kanonenschießen lässt noch ein wenig auf sich warten.
    Das hat wohl auch etwas damit zu tun, dass die Partei, wie schon erwähnt , innere Machtkämpfe auszutragen hat. Ideologische Zielsetzung bzw. Ausrichtung spielt bei diesen Kämpfen und Differenzen auch eine tragende
    Rolle. Da geht es einigen um die Wirkung nach aussen, viele von der AfD sind national-ökonomisch-konservativ, wollen sich aber nicht in die "Rechte Ecke" stellen (obwohl sie da schon lange stehen) , sie wollen den Schein
    aufrecht halten und ein ähnliches Bild abgeben, wie das von der CDU CSU und der FDP schon seit Jahrzehnten vorgelebt wird. Also kein NPD Image!
    In ihrer Politik und Ideologie sind sie aber extremer und in Bezug zur National-Ökonomie sehr viel radikaler als die Großkapitalisten von BDI also nicht wie typische Merkelianische CDU CSU Anhänger.

    - - - Aktualisiert - - -

    Ich kann dir aber auch schon ein paar Sprüche von der AfD raussuchen die sich gewaschen haben!

  6. #56
    Avatar von Kärntner

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Das ist ein sehr gutes Beispiel , es zeigt wie verrückt dieser Jean-Marie doch ist und was man von seiner Tochter noch so alles erwarten kann!

    Die AfD ist gerade dabei Schwerter und Messer zu schleifen. Die ersten rechtspopulistischen Querschläger wurden abgefeuert, doch dass große Kanonenschießen lässt noch ein wenig auf sich warten.
    Das hat wohl auch etwas damit zu tun, dass die Partei, wie schon erwähnt , innere Machtkämpfe auszutragen hat. Ideologische Zielsetzung bzw. Ausrichtung spielt bei diesen Kämpfen und Differenzen auch eine tragende
    Rolle. Da geht es einigen um die Wirkung nach aussen, viele von der AfD sind national-ökonomisch-konservativ, wollen sich aber nicht in die "Rechte Ecke" stellen (obwohl sie da schon lange stehen) , sie wollen den Schein
    aufrecht halten und ein ähnliches Bild abgeben, wie das von der CDU CSU und der FDP schon seit Jahrzehnten vorgelebt wird. Also kein NPD Image!
    In ihrer Politik und Ideologie sind sie aber extremer und in Bezug zur National-Ökonomie sehr viel radikaler als die Großkapitalisten von BDI also nicht wie typische Merkelianische CDU CSU Anhänger.

    - - - Aktualisiert - - -

    Ich kann dir aber auch schon ein paar Sprüche von der AfD raussuchen die sich gewaschen haben!
    Demnach sollte es sich in Zukunft herauskristalisieren welchen Weg die AfD gehen wird. Das ganze erinnert mich ja ein wenig an "unsere" Fpö die ebenfalls interne Machtkämpfe, die aber wahrscheinlich erst nach einem starken Wahlerfolg zum Vorschein kommen, auszurichten hat. Dort nämlich gibt es den Rechten Flügel rund um Deutschnationalisten und Burschenschaftler die die eigentlichen Fäden bei den Blauen ziehen. Leider wissen bzw unterschätzen viele Menschen diese Tatsache hierzulande und vertrauen blind auf eine Partei die eigentlich außen blau und innen braun ist.
    Mit einem Redegewandten und Volksnahen Politiker, der leicht verständliche Sprüche von sich gibt, lassen sich halt viele Menschen manipulieren.
    Zu kritisieren und zu fordern ist leicht. Selbst aber einen Lösungsansatz zu finden ist schwer und wird von der Fpö ignoriert. Keine Ahnung ob das auf die AfD auch zutrifft, würde mich aber nicht wundern, da die zwei gewisse Paralellen aufweisen.

  7. #57

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    Zitat Zitat von Kärntner Beitrag anzeigen
    Demnach sollte es sich in Zukunft herauskristalisieren welchen Weg die AfD gehen wird. Das ganze erinnert mich ja ein wenig an "unsere" Fpö die ebenfalls interne Machtkämpfe, die aber wahrscheinlich erst nach einem starken Wahlerfolg zum Vorschein kommen, auszurichten hat. Dort nämlich gibt es den Rechten Flügel rund um Deutschnationalisten und Burschenschaftler die die eigentlichen Fäden bei den Blauen ziehen. Leider wissen bzw unterschätzen viele Menschen diese Tatsache hierzulande und vertrauen blind auf eine Partei die eigentlich außen blau und innen braun ist.
    Mit einem Redegewandten und Volksnahen Politiker, der leicht verständliche Sprüche von sich gibt, lassen sich halt viele Menschen manipulieren.
    Zu kritisieren und zu fordern ist leicht. Selbst aber einen Lösungsansatz zu finden ist schwer und wird von der Fpö ignoriert. Keine Ahnung ob das auf die AfD auch zutrifft, würde mich aber nicht wundern, da die zwei gewisse Paralellen aufweisen.
    Ja, da liegst du richtig. Es gibt sicher Parallelen.
    Die AfD hat viele Mitglieder, die (zurück zu einer) eine mittelständische marktradikale Nationalökonomie anstreben, um von ihr, als Basis ausgehend, den Großkapitalisten in Deutschland die "Macht" entreissen zu wollen!
    Sie wollen auf den Thron und dazu sind ihnen alle Mittel recht. Wie gesagt, auch die Abschaffung bzw. die Aushöhlung der Demokratie. In einem kapitalistisch demokratischen Land , in einer gegenwärtigen Zeit wo in
    den europäischen westlichen Ländern die Menschen "Rechts" wählen, durchaus gefährlich, weil durchsetungsfähig und durchfürbar!

  8. #58
    Avatar von babyblue

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    Ein Artikel aus dem Tagesanzeiger vom 3.6.2014:

    Gipfeltreffen mit Putins fünfter Kolonne. In Wien berieten die Führer der russischen Eurasien-Bewegung mit westeuropäischen Rechtspopulisten, Aristokraten und Unternehmern über die Rettung Europas vor Liberalismus und Schwulenlobby.

    Vergangenen Samstag in Wien: Rund um das Rathaus feierten Zehntausende den Life Ball, das grösste Benefizfest zugunsten HIV-Infizierter und Aidskranker in Europa. Auf der Bühne sang Conchita Wurst, davor tanzten Schwule und Lesben in burlesken Kostümen im «Garten der Lüste», so das diesjährige Motto des Balls. Zur selben Zeit aber berieten nur wenige Meter entfernt, im Stadtpalais des Fürsten Liechtenstein, Nationalisten und christliche Fundamentalisten aus Russland und dem Westen, wie sie Europa vor Liberalismus und der «satanischen» Schwulenlobby retten und wie sie die alte, gottgegebene Ordnung wiederherstellen könnten. Die Versammlung fand unter strengster Geheimhaltung hinter verschlossenen Türen und zugezogenen Gardinen statt. Sie wurde jedoch dem TA von zwei voneinander unabhängigen Quellen bestätigt. (...)
    Gastgeber der Wiener Tagung waren der russische Oligarch Konstantin Malofeew und seine Stiftung Sankt Basilius der Grosse. Malofeew moderierte auch die Veranstaltung. Weitere Gäste aus Russland waren der Chefideologe der Eurasischen Bewegung, Alexander Dugin, sowie der bekannte nationalistische Maler Ilja Glasunow. Aus Frankreich kamen die Abgeordneten des Front National, Marion Maréchal-Le Pen (Enkelin des Parteigründers und Nichte von Marine Le Pen) sowie der Historiker Aymeric Chauprade. Aus Spanien reiste Prinz Sixtus Henri von Bourbon-Parma an, Anführer der katholisch-monarchistischen Carlisten-Bewegung, aus der Schweiz Serge de Pahlen, Direktor eines Genfer Finanzunternehmens und Ehemann der Fiat-Erbin Margherita Agnelli de Pahlen. Aus Österreich nahmen der Vorsitzende der rechtspopulistischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, sein Stellvertreter Johann Gudenus und der Wiener FPÖ-Politiker Johann Herzog teil, aus Bulgarien der Vorsitzende und Gründer der rechtsextremen Partei Ataka, Wolen Siderow. Weiter anwesend waren Rechtsextremisten aus Kroatien, Adelige aus Georgien und Russland sowie ein katholischer Priester.

    Stargast der Versammlung war Alexander Dugin, 56-jähriger Publizist aus Moskau, Mitbegründer der Nationalbolschewistischen Partei und Chefideologe der Eurasischen Bewegung. Dugin propagiert ein europäisch-asiatisches Bündnis unter Führung Russlands. Seine Ideen waren bei der Rede des russischen Präsidenten Putin nach der Annexion der Krim ebenso bemerkbar wie bei der Gründung der Eurasischen Union von Russland, Weissrussland und Kasachstan Ende Mai. In einer TV-Ansprache im April schlug Dugin vor, Europa auf friedlichem Weg zu einem russischen Protektorat zu machen und es damit vor Homoehen, Pussy Riot und vor sich selbst zu schützen: «Wir müssen Europa erobern und anschliessen.» Fest stehe, so Dugin weiter, «dass uns eine prorussische fünfte Kolonne in Europa unterstützt. Das sind europäische Intellektuelle, die ihre Identität stärken wollen.»

    Ob Dugin damals schon auf Teilnehmer des Wiener Treffen anspielte? Etwa den italienischen Historiker Roberto de Mattei, der Erdbeben und Tsunami in Japan zur Strafe Gottes und den Untergang des Römischen Reichs mit dessen Toleranz der Homosexualität erklärte? Oder den Bulgaren Siderow, dessen Partei sich als Bollwerk gegen den Vormarsch von Türken und Juden in Europa versteht? Die Führung der Freiheitlichen Partei Österreich konnte sich wohl kaum angesprochen gefühlt haben. Dennoch hat auch sie beste Kontakte nach Russland. Tagungsteilnehmer Johann Gudenus wurde 2012 von Putins Statthalter Ramsan Kadyrow in Grosny empfangen und meinte danach, dass niemand von Kadyrow verfolgt werde. Im März 2014 reiste Gudenus als Beobachter zum international nicht anerkannten Referendum auf die Krim. Auch dort sah er «keinen Druck oder Zwang». Fragen zum Treffen in Wien wollte Gudenus dem TA nicht beantworten: Das sei eine private Veranstaltung gewesen. (...)


    Gipfeltreffen mit Putins fünfter Kolonne - News Ausland: Europa - tagesanzeiger.ch



    Was ich besonders "interessant" finde, ist, wie sie es schaffen, sich "international" zu vernetzen. Dass eine FPÖ an einem "Gipfeltreffen" teilnimmt, wo es letztendlich um die Schaffung eines russischen Protektorats geht, das wäre vor nicht allzu langer Zeit geradezu undenkbar gewesen.

    Ich habe k.A. wie es euch geht, aber ich kann mir besonders gut vorstellen, wie diese Anmassung, uns vor uns selbst zu schützen, f r i e d l i c h ablaufen würde.

    Hobwbawn hat in Europa an die 40 (!) potentielle (vermeintlich) ethnische Konflikte geortet. Für das Kippen der neuen Liberalen Ordnung in die Barbarei scheint es gerade in Europa eine "gute" Basis zu geben. Wenn man dann auch noch bedenkt, wie die Überwachung der Bürger ständig zunimmt, dann würden diese nationalistisch motivierten Eliten/Barbaren auch noch auf die besten Bedingungen für das Errichten und Funktionieren eines totalitäreren Staates zurückgreifen können.

    Was ich mich immer wieder frage, ist, wie kann man unsere Verfassung(en) vor diesen "guten" Absichten der antidemokratischen Bewegungen schützen?

  9. #59
    Avatar von Themistokles

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    260
    Ein Algerier(Muslime) erklärt wieso die Franzosen die Partei von Mary Lepen unterschützen sollten



    Was meint ihr dazu?

  10. #60

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    04.05.2013
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    AFD ist leider nicht rechts, sondern ne wischi waschie Partei..

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