Eine Gruppe nordkoreanischer Schweißer arbeitet laut einem Zeitungsbericht auf einer Danziger Werft - unter Bedingungen, die an Sklavenarbeit erinnern. Die Männer seien zwölf bis 16 Stunden täglich im Einsatz, auch an Sonn- und Feiertagen, berichtete die Zeitung "Gazeta Wyborcza" am Freitag.

Die sechs Asiaten sind demnach im Rahmen eines "Dienstleistungsexports" als Vertreter eines staatlichen nordkoreanischen Unternehmens auf der Danziger Werft.

In den vergangenen fünf Jahren wurden laut dem Blatt 75 Nordkoreaner auf der Werft beschäftigt. Sie hätten nach Angaben von Nachbarn keine Kontakte zu Anwohnern und würden von einem kommunistischen Parteifunktionär regelmäßig aufgesucht.

Wie die Zeitung weiter berichtete, protestieren die Koreaner nicht gegen die Arbeitsbedingungen. Ihren Angehörigen drohe in der Heimat die Einweisung ins Arbeitslager, sollten die Arbeiter von der Werft fliehen.

Die Danziger Werft gilt als Symbol des Freiheitskampfes der polnischen Arbeiter. Die polnische Gewerkschaft Solidarnoœæ hatte dort unter Führung von Lech Walesa ihren Widerstand gegen das kommunistische Regime begonnen.

(N24.de, Netzeitung)