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Medwedew droht „Missgeburten“ nach Anschlag mit Tod

Erstellt von specialForces, 09.09.2010, 19:35 Uhr · 139 Antworten · 7.263 Aufrufe

  1. #131
    Leo
    Avatar von Leo

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    Zitat Zitat von Johnny Beitrag anzeigen
    Und hinzufügen ist noch, dass Juden Amerika kontrollieren. Also demzufolge: Juden beherrschen die ganze Welt, die älteste Verschwörungstheorie die es gibt. Sogar Hitler brachte das mal.

    trotzdem."die juden" haben gehörigen einfluss in der USA

  2. #132
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Bosanski Vojnik Beitrag anzeigen
    Die Russen sind selber schuld, das die Tschetschen Anschläge in Russland machen. Wenn du wüsstest, was die alles in Tschetschenien gemacht haben. Frauen vergewaltigt, Dörfer (wo angeblich Terroristen sind, eigentlich keine wahren) mit flugzeugen bombardiert, statt spezialeinheiten zu schicken, und diese Leute verhaften zu lassen. Das ist typisch russische, alles mit gewalt zu lösen. Und das ist auch typisch für Putin (ich will ihn nicht beleidigen, weil ich keine verwarnung haben will) die gleich zu beleidigen und sofort mit Gewalt drohen (die er gleich am nächsten Tag anwendet) und tschetschenische Dörfer zu bombardieren. Statt zu reden und vielleicht eine Unabhängigkeit oder wenigstens eine Autonomie zu versprechen, denken die Russen, das sie alles mit Gewalt lösen. Die brauchen sich dann nicht zu wundern, wenn Anschläge dann passieren.

    (In der zukunft (die zeit werden wir vielleicht nicht miterleben) wird Russland zerfallen, denn die leben dort bloß von den Rohstoffen, die Regierung ist zwar "reich", viele leben aber knapp oder sogar unter der Armutsgrenze)
    Vielleicht wecke ich jetzt schlafende Hunde, aber auf manche Beiträge würde ich doch gern noch antworten.

    Dafür dass die Russen doch alles mit Gewalt machen oder nur das verstehen, haben sie ihr Imperium aber ziemlich unblutig zerfallen lassen. Im Gegensatz dazu wie blutig bisher noch jedes andere Imperium zerfallen ist. Und das ist auch den von dir so gescholtenen Russen zu verdanken. Ich denke, es könnte auch viel Blut geflossen sein in den 90ern, sehr sehr viel Blut. Und nein, weder die Tschetschenen als Volk sind Missgeburten noch die „Russen“. Erst recht kein achtzehn Monate altes übrigens sehr wahrscheinlich ossetisches Kleinkind! Um Tschetschenien geht es schon lange nicht mehr. Auf dem tschetschenischen Territorium haben die Wahabiten zur Zeit ohnehin verloren. Sondern allgemein um einen nordkaukasischen islamischen Gottesstaat.

    Nach den Friedenverhandlungen 1996 hatte Tschetschenien so viel Autonomie bekommen wie mehr gar nicht geht. Und sie wären auf dem besten Weg zur Unabhängigkeit gewesen. Nur haben sich die politischen Kasten bzw. Clans zerstritten. Maschadow etwa hat sich mit seinen Vorstellungen nicht durchsetzen können. Denn Bassajew mit seinen Wahabitenkollegen aus Saudi-Arabien etc. meinte, er muss unbedingt die Scharia in Tschetschenien einführen und den Dschihad auch ins benachbarte Dagestan usw. bringen. Das ist leider nicht ganz außer Acht zu lassen wenn es um den Beginn des Zweiten Tschetschenienkrieges geht. Auch wenn die Rolle Putins und das Drama um die eingestürzten Wohnhäuser in Moskau mehr als zwiespältig sind. Übrigens ist Tschetschenien eine autonome Republik in der Russischen Föderation, ebenso wie Tatarstan z.B.

  3. #133
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Ähhhh- ja. Es gibt auch Zeugen, die aussagten, daß die Terroristen genug Zeit gehabt hätte, die Sprengsätze zu zünden- es war also mitnichten Verdienst der Spezialeinheiten, daß niemand durch die Terroristen starb- dafür umso mehr durch das eingeleitete Gas, weil die Krankenhäuser nicht darauf vorbereitet worden waren, weil ja das Gas ach so geheim war. Merkwürdigerweise gibt es bei beiden Geiselnahmen auch kritische Stimmen von den Angehörigen der Entführungsopfer- oder auch Proteste, wie in Beslan.

    Die Morde z.B. an Anna Politkowskaja der Tschetschenien-Maffia anzuhängen ist schon- extrem dreist, aber egal.

    Was mich wirklich fasziniert, ist, wie man so extrem propagandageschädigt sein kann, wie du.

    Und zu den Folterungen- daß ist einfach krank, was du von dir gibst. Es wiederspricht seriösen Berichten und Augenzeugenaussagen.
    Guten Morgen, meine Liebe!

    Bei den Geiselbefreiungen sowohl im Musicaltheater "Nordost" ebenso und viel mehr vielleicht noch in der Schule in Beslan sind sehr viele Dinge falsch, um nicht zu sagen skandalös gelaufen. Das stimmt. Und darüber musste und muss man auch sprechen. Aber es wäre und ist auch für jeden anderen schwierig, ein Gebäude mit über 1000 Geiseln, einer unbekannten Zahl offensichtlich schwerst bewaffneter Geiselnehmer zu befreien. Aber was hätte dir u.U. vorgeschwebt? Verhandlungen mit solchen wie Bassajew und Konsorten und den Geiseln wird nichts passieren? Das war aus meiner Sicht leidersehr unrealistisch. Laut einigen Augenzeugenberichten aus Beslan wurde wohl schon am ersten Tag mit der Tötung von Geiseln begonnen. Außerdem hätten sie die Annahme von Nahrungsmitteln, v.a. auch Wasser für die Geiseln, darunter so viele Kinder, auch Kleinkinder! verweigert. Überhaupt. Wenn man Krankenhäuser, Schulen etc. überfallt und Forderungen stellt, von denen man sehr sicher weiß, dass darauf nicht eingegangen wird: Es ging dann meines Erachtens nie um etwas anderes als um Tod, Leid, Terror, Angst usw.

    Was die Ermordung Anna Politkowskajas betrifft. Ich durfte diese wunderbare Frau einmal persönlich erleben und ihr Tod ist mir sehr nahe gegangen. Allerdings ist durchaus eine tschetschenische Spur möglich und nicht unrealistisch. Sie hatte z.B. seit 2005, als Ramzan Kadyrow das Zepter dort in die Hand bekam, diesen immer wieder scharf kritisiert und über seine Politik der "harten Hand", um es mal gelinde auszudrücken, berichtet. Was ich sagen will, sie hat sich so einige Feinde geschaffen und das hat sie furchtbarerweise das Leben gekostet. Um einen Auftragsmord hat es sich natürlich gehandelt, aber es muss nicht "der Kreml" gewesen sein.

  4. #134
    Avatar von Lilith

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    Wie gesagt. Um Tschetschenien allein geht es gar nicht mehr (primär). Es soll ein nordkaukasisches Emirat errichtet werden nach wahabitischer Prägung. Wo, wie Ataman auch schon schrieb, auch die Bevölkerung sehr unter Druck gesetzt wird. Neben historischen Ressentiments und „Rechnungen“ zwischen Osseten und Tschetschenen etwa passen die Osseten als wenn ich es richtig sehe größtes christliches nordkaukasisches Volk auch eigentlich nicht hinein. Vielleicht auch deswegen nicht der erste Anschlag in Wladikawkas (Nordossetien), der bevölkerungsreichsten Stadt, überhaupt dem Zentrum des Nordkaukasus. Auch Beslan (ebenfalls Nordossetien) als trauriger Höhepunkt bislang usw. Die Rede ist u.a. davon, dass es vielleicht eine Art Racheaktion für eine Spezialoperation im März in Inguschetien gewesen ist, wo anscheinend Said Burjatskij, geboren als Aleksandr Tichomirow (ein sehr russischer Name, geboren ist er wohl in Burjatien) getötet wurde. Rache an unschuldigen, wohl meist ossetischen Zivilisten, von denen definitiv so viele wie möglich erfasst werden sollten? Hm..

    Und so: Was in Tschetschenien auf russischer Seite an Kriegsverbrechen begangen wurde, es ist einfach nur furchtbar. Leider widerfährt den Menschen da offenbar auch nur teilweise juristische Gerechtigkeit. Das Leid kann man leider nicht mehr ungeschehen machen. Aber wenn ich hier bei einigen den Tenor lese, so nach dem Motto, die haben cces doch verdient, haben ja genug Tschetschenen auf dem Gewissen… Ohne Worte. Diese Menschen sind bestimmt nicht besser als russische Verbrecher. Und bestimmt keine „Freiheitskämpfer“! Nach Tschetschenien ist in den vergangenen Jahren aber immerhin sehr viel Geld, viel mehr als in die allermeisten anderen Regionen geflossen für den Wiederaufbau usw. Sicher wurde auch leider viel abgezweigt. Aber in Grosny und Gudermes etwa ist da trotzdem wirklich viel passiert.

  5. #135
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Guten Morgen, meine Liebe!

    Bei den Geiselbefreiungen sowohl im Musicaltheater "Nordost" ebenso und viel mehr vielleicht noch in der Schule in Beslan sind sehr viele Dinge falsch, um nicht zu sagen skandalös gelaufen. Das stimmt. Und darüber musste und muss man auch sprechen. Aber es wäre und ist auch für jeden anderen schwierig, ein Gebäude mit über 1000 Geiseln, einer unbekannten Zahl offensichtlich schwerst bewaffneter Geiselnehmer zu befreien. Aber was hätte dir u.U. vorgeschwebt? Verhandlungen mit solchen wie Bassajew und Konsorten und den Geiseln wird nichts passieren? Das war aus meiner Sicht leidersehr unrealistisch. Laut einigen Augenzeugenberichten aus Beslan wurde wohl schon am ersten Tag mit der Tötung von Geiseln begonnen. Außerdem hätten sie die Annahme von Nahrungsmitteln, v.a. auch Wasser für die Geiseln, darunter so viele Kinder, auch Kleinkinder! verweigert. Überhaupt. Wenn man Krankenhäuser, Schulen etc. überfallt und Forderungen stellt, von denen man sehr sicher weiß, dass darauf nicht eingegangen wird: Es ging dann meines Erachtens nie um etwas anderes als um Tod, Leid, Terror, Angst usw.

    Was die Ermordung Anna Politkowskajas betrifft. Ich durfte diese wunderbare Frau einmal persönlich erleben und ihr Tod ist mir sehr nahe gegangen. Allerdings ist durchaus eine tschetschenische Spur möglich und nicht unrealistisch. Sie hatte z.B. seit 2005, als Ramzan Kadyrow das Zepter dort in die Hand bekam, diesen immer wieder scharf kritisiert und über seine Politik der "harten Hand", um es mal gelinde auszudrücken, berichtet. Was ich sagen will, sie hat sich so einige Feinde geschaffen und das hat sie furchtbarerweise das Leben gekostet. Um einen Auftragsmord hat es sich natürlich gehandelt, aber es muss nicht "der Kreml" gewesen sein.
    Danke dir für deinen Gruß- ich wünsche dir auch einen schönen Tag

    Ein Problem bei der Stürmung des Musicals war, daß Krankenhäuser nicht verständigt worden sind. Man hat keine Transporte in ausreichender Zahl vorbereitet, keine Gegenmittel- nichts. Das hätte logistisch möglich sein können. Zumindest in einer Stadt, in der ganze Straßenzüge regelmäßig gesperrt werden, um mittelrangigen Personen eine problemlose Heimfahrt ins Wochenende zu ermöglichen. Ich denke, daß ist der Hauptvorwurf, den sich die Befreier machen lassen müssen- das Überleben der Geiseln NACH der Stürmung scheint nicht Gegenstand irgendwelcher verantwortungsvollen Überlegungen gewesen zu sein.

    Was die Schule in Beslan ebenso betrifft wie das Musical- ich bin fern davon, die Geiselnehmer irgendwie in Schutz zu nehmen- selbst, wenn nicht mit der Tötung von Geiseln begonnen worden wäre- was sind das für Menschen, die kleine Kinder dieser unmenschlichen Angst und diesen Belastungen aussetzen ...

    Es gibt nichts, was das rechtfertigt.

    zu diesem Zeitpunkt gab es in Grosny eine Demonstration für die Befreiung der Geiseln, und die Demonstranten taten recht daran.

    Allerdings wurden- soweit ich weiß- auch hier Fahrlässigkeiten begangen, und sind nicht ausreichende untersucht worden (wie den Einsturz eines Teils des Schulgebäudes, der- soweit ich weiß- durch Beschuß von außen verursacht wurde). Oder die Betreuung der Eltern.

    Was mich wütend macht, ist, daß bei mir der Eindruck entsteht, bei den Auflösungen der Geiselnahmen ging es- von oben- letztendlich auch um die politische Machtdemonstration und weniger um die Opfer.

    Was Kadyrow betrifft- ich kann mir nicht vorstellen, daß das was er tut, nicht mit Billigung des Kremls geschieht. Es gibt ja genug Berichte über die Behinderungen der Justiz in diesem und ähnlich gelegenen Fällen.

    Zur Situation in Tschetschenien-

    Ersteinmal bin ich schockiert, welche Flexibilität viele User hier bei der Beurteilung des Bestrebens einzelner Völker um Unabhängigkeit an den Tag legen. Bei Befürwortern ebenso wie bei Kritikern. Man sollte meinen, daß es Befreungskampfsvölker und Terroristenvölker gibt, und nicht einfach legitime Ansprüche, historische Gegebenheiten, traumata und Mythen. Das gilt natürlich nicht für dich, aber es ist etwas, daß mich wütend macht.

    Ich habe nicht genug Einblick in die tschetschenische Situation, um eine wirkliche Analys durch zuführen, für mich sieht es so aus:

    anscheinend sind die Tschetschenen als Volk "schwierig"- und scheinen eine Art Clanstruktur zu haben, die es erschwert, von "den" Tschetschenen zu sprechen, oder auch einen zuverlässigen Verhandlungspartner zu finden (abgesehen davon, daß der infrage kommende Personenkreis durch FSB Aktivitäten ziemlich eingeschränkt ist). Der Kampf wird zu einem großen Teil mit Mitteln geführt, die, um es sanft zu sagen, es schwer machen, Sympathien zu empfinden. Für mich ist es wahrshceinlich, daß sich dies Strukturen durch die jahrhundertealten Konflikte in der Regoion vertieft haben, wir haben ja ähnliche Entwicklungen bei vielen Völkern, die in Regionen mit permanenten Konflikten leben, besonders im Kaukasus. Auf der anderen Seite hat die russische Armee all ihre altbekannten strukturellen Probleme, die es Wehrdienstleistenden nicht leicht machen- wenn es noch zu Geiselnahmen etc kommt, wird es schwer, Genfer konventionen als Maßstab anzulegen.

    Hinzu kommt das Trauma durch die Deportationen- wieder zum Thema Kaukasus, ich denke, daß ähnlche Traumata bei vielen Konflikten eine große Rolle für die Grausamkeit der ausgefochtenen Konflikte darstellt (Armenien-Asserbaidschan z.B.). Auf der anderen Seite geht es um die Sicherheit der benachbarten Völker, daß Problem der Warlords, die unter den Unmengen von Flüchtlingen bequem ihre Strukturen etablieren konnten, die Existenz der in der Region lebenden Russen, und mittlerweile die Drohung eines Scharia-Staates, und die Ausweitung des Konflikts bis nach Moskau (woran meiner Meinung nach beide Seiten beteiligt waren).

    Es ist eigentlich unvorstellbar, Tschetschenien in diesem Zustand sich selbst zu überlassen. Auf der anderen Seite ist es auch der Putinschen Politik zu verdanken, daß tschetschenische Normalbürger mit Universitätsdiplomen in kaukasischen Waldgebieten herumlaufen, oder sich durch die Flüchtlingslager benachbarter Staaten hungern, und dadurch auch für einen Aufbau nach demokratischen Gesichtspunkten nicht zur Verfügung stehen.

    Kurz- ich halte von Putin nichts, und ich halte von seiner Politik nichts. Da er lange an der Macht ist, wird es auch schwierig sein, die von ihm etablierten Strukturen wieder zu beschneiden.Ich bedauere, daß das russische Volk bis jetzt nicht zu etwas besserem bereit war- aber wahrscheinlich sind das viele Völker nicht, nur der Schaden, den die Politiker anrichten, ist geringer. Und letztendlich ist Europa ja auch auf einem intensiven Kuschelkurs mit ihm zu sein- letztendlich wäre es also ein gutes Stück Heuchelei, allein den Russen die aktuelle Entwicklung vorzuwerfen, denn für sie sind die Fragen der Bewältigung des Alltags verständlicherweise erstrangig.

  6. #136
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wie gesagt. Um Tschetschenien allein geht es gar nicht mehr (primär). Es soll ein nordkaukasisches Emirat errichtet werden nach wahabitischer Prägung. Wo, wie Ataman auch schon schrieb, auch die Bevölkerung sehr unter Druck gesetzt wird. Neben historischen Ressentiments und „Rechnungen“ zwischen Osseten und Tschetschenen etwa passen die Osseten als wenn ich es richtig sehe größtes christliches nordkaukasisches Volk auch eigentlich nicht hinein. Vielleicht auch deswegen nicht der erste Anschlag in Wladikawkas (Nordossetien), der bevölkerungsreichsten Stadt, überhaupt dem Zentrum des Nordkaukasus. Auch Beslan (ebenfalls Nordossetien) als trauriger Höhepunkt bislang usw. Die Rede ist u.a. davon, dass es vielleicht eine Art Racheaktion für eine Spezialoperation im März in Inguschetien gewesen ist, wo anscheinend Said Burjatskij, geboren als Aleksandr Tichomirow (ein sehr russischer Name, geboren ist er wohl in Burjatien) getötet wurde. Rache an unschuldigen, wohl meist ossetischen Zivilisten, von denen definitiv so viele wie möglich erfasst werden sollten? Hm..

    Und so: Was in Tschetschenien auf russischer Seite an Kriegsverbrechen begangen wurde, es ist einfach nur furchtbar. Leider widerfährt den Menschen da offenbar auch nur teilweise juristische Gerechtigkeit. Das Leid kann man leider nicht mehr ungeschehen machen. Aber wenn ich hier bei einigen den Tenor lese, so nach dem Motto, die haben cces doch verdient, haben ja genug Tschetschenen auf dem Gewissen… Ohne Worte. Diese Menschen sind bestimmt nicht besser als russische Verbrecher. Und bestimmt keine „Freiheitskämpfer“! Nach Tschetschenien ist in den vergangenen Jahren aber immerhin sehr viel Geld, viel mehr als in die allermeisten anderen Regionen geflossen für den Wiederaufbau usw. Sicher wurde auch leider viel abgezweigt. Aber in Grosny und Gudermes etwa ist da trotzdem wirklich viel passiert.
    Ja, ich habe davon gelesen. Anscheinend ist die Situation in Inguschetien sehr schwierig,ich habe den human rights watch Berichgt gelesen, weiß aber nicht, inwiefern er noch aktuell ist. Anscheinend war die Situation so, daß in Inguschetien zwischenzeitlich ebensoviele tschetschenische Flüchtlinge wie Einheimische lebten. Eine Situation, die für alle Beteiligten unerträglich ist. Außerdem ist die Flüchtlingspolitik der benachbarten länder den Tschetschenen gegenüber meistens völlig rücksichtslos. Auf der anderen Seite haben tschetschenische Warlords die Situation ausgenutzt, um Kämpfer "einzuschmuggeln" und ein Rückzugsgebiet zu schaffen- ein ähnliches Problem wie in der pakistanischen Grenzregion zu Afghanistan.

    übrigens würde ich mich über Informationen zu Anna Politkowskaja sehr freuen- bis jetzt habe ich mich gescheut, ihr Buch zu lesen (wegen der Fotos :-( irgendwie wollte ich solche Bilder nicht im Bücherschrank haben) wahrscheinlich sollte ich es langsam tun...

  7. #137

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    Zitat Zitat von specialForces Beitrag anzeigen
    Die "islamistischen Tschtetschenen" sind größtenteils Söldner aus Afghanistan und anderen "Staaten" von CIA & Mossad angeheuert um Russland über die Südrepubliken zu destabilisieren. Die Deppen in Washington konnten aber nicht wissen das mit Putin ein fähiger Mann und Patriot die Führung übernimmt und mit dem Dreck aufräumt.
    "Dreck aufräumt" Also irgendwie versagen die Russen in Tschetschenia am laufender Band. Ich bin selber Christ, aber das ist Tatsache und verschließ nie meine Augen vor der Wahrheit.

  8. #138

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wie gesagt. Um Tschetschenien allein geht es gar nicht mehr (primär). Es soll ein nordkaukasisches Emirat errichtet werden nach wahabitischer Prägung. Wo, wie Ataman auch schon schrieb, auch die Bevölkerung sehr unter Druck gesetzt wird. Neben historischen Ressentiments und „Rechnungen“ zwischen Osseten und Tschetschenen etwa passen die Osseten als wenn ich es richtig sehe größtes christliches nordkaukasisches Volk auch eigentlich nicht hinein. Vielleicht auch deswegen nicht der erste Anschlag in Wladikawkas (Nordossetien), der bevölkerungsreichsten Stadt, überhaupt dem Zentrum des Nordkaukasus. Auch Beslan (ebenfalls Nordossetien) als trauriger Höhepunkt bislang usw. Die Rede ist u.a. davon, dass es vielleicht eine Art Racheaktion für eine Spezialoperation im März in Inguschetien gewesen ist, wo anscheinend Said Burjatskij, geboren als Aleksandr Tichomirow (ein sehr russischer Name, geboren ist er wohl in Burjatien) getötet wurde. Rache an unschuldigen, wohl meist ossetischen Zivilisten, von denen definitiv so viele wie möglich erfasst werden sollten? Hm..

    Und so: Was in Tschetschenien auf russischer Seite an Kriegsverbrechen begangen wurde, es ist einfach nur furchtbar. Leider widerfährt den Menschen da offenbar auch nur teilweise juristische Gerechtigkeit. Das Leid kann man leider nicht mehr ungeschehen machen. Aber wenn ich hier bei einigen den Tenor lese, so nach dem Motto, die haben cces doch verdient, haben ja genug Tschetschenen auf dem Gewissen… Ohne Worte. Diese Menschen sind bestimmt nicht besser als russische Verbrecher. Und bestimmt keine „Freiheitskämpfer“! Nach Tschetschenien ist in den vergangenen Jahren aber immerhin sehr viel Geld, viel mehr als in die allermeisten anderen Regionen geflossen für den Wiederaufbau usw. Sicher wurde auch leider viel abgezweigt. Aber in Grosny und Gudermes etwa ist da trotzdem wirklich viel passiert.
    Russland versucht noch immer die Überreste ihrer Sovjet Politik fortzusetzen. Man kann keine Völker kontrollieren indem in ihr Land einmarschiert und mit Gewalt irgendwas durchsetzen will. Das macht niemand mit.

  9. #139

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    24.09.2010
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    232
    Mit Gewalt einmarschiert? Na ja, wenn der größteil Tschetscheniens selbst gegen die Terroristen ist, würde ich das jetzt nicht "gewaltsam einmarschieren" nennen. Außerdem: Wäre Tschetschenien unabhängig, würden die Amis kommen und ihre Militärbasen aufstellen, dann hätte Russland sie ja direkt vor ihrer Nase!

  10. #140
    Ferdydurke
    ich habe einen aktuellen Bericht über Tschetschenien gefunden-die Situation der Frauen scheint unter Kadyrow schlechter zu werden.

    Kadyrows Männer mißhandeln und bedrohen Frauen, die sich "unislamisch" kleiden.

    Chechnya: Choked by Headscarves | Human Rights Watch

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