Bei einem Bombenanschlag auf schiitische Muslime in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind nach Angaben des Innenministeriums mindestens 18 Menschen getötet worden. Mindestens 32 Gläubige wurden verletzt, als am Freitag bei einer religiösen Veranstaltung mit Hunderten Teilnehmern ein Sprengsatz an einem Sufi-Schrein detonierte.
Zusammenstöße von Sunniten und Schiiten
Die pakistanische Regierung verurteilte die Tat, zu der sich zunächst niemand bekannte. In Pakistan kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen radikalen Sunniten und Angehörigen der schiitischen Minderheit.



Viele Gläubige versammelt
Nach unbestätigten Medienberichten handelte es sich um einen Selbstmordanschlag. Zunächst war von einer fern gezündeten Bombe die Rede gewesen. Der Bari-Imam-Schrein liegt nahe der Residenz des Ministerpräsidenten und des Diplomaten-Viertels. Anlässlich des Todestages des Sufi-Gelehrten Bari Imam versammeln sich jedes Jahr zahlreiche Gläubige an dem Schrein.

Zuvor Sicherheitsmängel kritisiert
Die diesjährige fünftägige Versammlung sollte am Freitag enden. Die pakistanische Zeitung "Daily Times" hatte vor kurzem mangelnde Sicherheitsvorkehrungen in der Gegend um den Schrein kritisiert.