Widerruf abgelehnt

Ein Versuch des in den USA wegen der Terroranschläge vom 11. September 2001 zu lebenslanger Haft verurteilten Zacarias Moussaoui, sein Geständnis noch zu widerrufen, ist gescheitert. Ein Bezirksgericht in Alexandria (US-Bundesstaat Virginia) lehnte einen entsprechenden Antrag Moussaouis am Montagabend (Ortszeit) ab. Der französische Staatsbürger marokkanischer Abstammung wollte damit eine Wiederaufnahme seines Verfahrens erreichen.

Bezirksrichterin Leonie Brinkema begründete ihre Entscheidung mit dem geltenden Bundesrecht, nach dem ein Geständnis nicht mehr widerrufen werden kann, wenn bereits ein Urteil gesprochen wurde. Moussaoui war am Donnerstag vergangener Woche zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Er habe gesehen, dass er in den USA ein faires Verfahren bekommen könne und wolle in einem neuen Prozess seine Unschuld beweisen, hieß es in dem Antrag Moussaouis. Bei seinem Schuldeingeständnis vom 22. April 2005 habe er ein völlig falsches Bild vom Rechtssystem in den USA gehabt. Außerdem sei er völlig überrascht gewesen, dass ihn die Jury nicht zum Tode verurteilt habe.

Sein Geständnis sei reine Erfindung gewesen, heißt es in dem Antrag Moussaouis weiter. Er könne beweisen, dass er keine Kenntnis von den Anschlägen hatte und kein Flugzeug entführen wollte. Während des Prozesses hatte der 37-jährige behauptet, er habe ein Flugzeug entführen und in das Weiße Haus steuern sollen.

Moussaoui begründet seine plötzliche Wende damit, dass ihn die Einzelhaft feindlich gegenüber jedermann gemacht und er deshalb extreme Positionen bei seinem Kampf gegen das System vertreten habe. Außerdem habe er seinen Pflichtverteidigern nicht vertraut.

Moussaoui war 2001 drei Wochen vor den Anschlägen in Minnesota festgenommen worden. Er hatte dort in einer Flugschule trainiert und den Argwohn seiner Lehrer geweckt. Weil Moussaoui nach eigenen Angaben wusste, dass El Kaida Flugzeuge entführen und in Gebäude lenken wollte, machte die Staatsanwaltschaft ihn für die Anschläge mitverantwortlich. Wenn er dieses Wissen bei den Verhören nach seiner Festnahme preisgegeben hätte, hätten die Anschläge verhindert werden können, argumentierte die Anklage.



http://www.n-tv.de/665403.html




ich denke mal das er wirklich keinen plan davon hatte nur seinen hass gegenüber amerika geschoben hat und so auch gegen den staat rebellierte so das er auch den tod in kauf nahm....