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Nachrichten Russland

Erstellt von Lilith, 25.02.2013, 12:42 Uhr · 3.966 Antworten · 205.074 Aufrufe

  1. #2331
    Avatar von Josip Frank

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    6.982
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wichtig ist, das man es versucht. Und das war ein Zeichen. Und wenn du hier nichts weiter melden möchtest als zu provozieren, dann Threadban.

    Meinungsfreiheit auf russisch.

    ps. Threadban für Dich podrushka

  2. #2332
    Avatar von Grdelin

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    17.139
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wichtig ist, das man es versucht. Und das war ein Zeichen. Und wenn du hier nichts weiter melden möchtest als zu provozieren, dann Threadban.
    Bist Du grade etwas gereizt, oder was.

    Ein russischer Minister rechtfertigt die Vernichtung von Lebensmitteln damit dass wenn man das nicht täte, würde es anderenfalls zu Korruption und Amtsmissbrauch kommen.
    Für mich ist das ganz klar ein Offenbarungseid.

  3. #2333
    Avatar von babyblue

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    Beiträge
    3.103
    Zitat Zitat von Novi Auto Beitrag anzeigen
    "Wer Russland nur von außen betrachtet, kennt es nicht" Adelbert Reif im Gespräch mit Fritz Mierau

    (...)





    Die ganze Woche hab ich immer wieder an diesen Text (siehe S. 232) denken müssen Aber da ich so viel sinnlose Zeit in der Arbeit verbringen musste, komme ich erst jetzt dazu, darauf zu antworten. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...


    Zunächst mal ist es mir völlig unverständlich und ich bin wirklich fassungslos wie man einem Thema, einem Land sein ganzes Leben widmen kann, ohne jegliche Hingabe, ohne auch bloß ein einziges Mal einem Freund "verfallen" zu sein.

    Aristoteles hat einen Schüler, der sich in ihn nicht verliebt hatte, wieder nach Hause geschickt - so jemanden könne er nichts beibringen. Und sogar bei Plato spielte die Liebe, der Eros eine entscheidende Rolle auf dem Weg zur Wahrheit.

    Auch diese krude Dichotomie zwischen dem orthodoxen Osten und dem lateinischen Westen am Beispiel der Mönchserziehung, wo bereits im Vorhinein feststeht, was aus dieser lateinisch-westlichen Perspektive auf jeden Fall vorzuziehen sei, ist ein billiger rhetorischer Trick:

    a) Heiligkeit und Anathema, absoluter Gehorsam und drakonische Strafen bei Abweichungen/Verfehlungen versus
    b) Nachsicht (und Vergebung), verschiedene Wege gehen und die Vermeidung des Exzesses

    Wenn man es gegenüberstellt, dann fällt doch sofort auf, dass die Lateiner lediglich "positive" Eigenschaften aufweisen.

    Er tut auch so, als ob man sich aufgrund eines "Werturteils" zwischen der deutschen und russischen Kultur, Literatur etc. entscheiden müsste. In dieser Hierarchie steht selbstverständliche Goethe ganz oben. Ein "Sowohl-als-auch" kommt Mierau offenbar nicht einmal im Entferntesten in den Sinn. Um dieses (Pseudo-)Urteil auch noch zu untermauern, ist ihm nicht einmal ein Hinweis auf das angeblich über alles stehende Original zu blöd, so als ob Literaten, Philosophen und Künstler niemals an etwas über ihre Landesgrenzen hinaus angeknüpft (z.B. die Heideggerrrezeption in der französischen Philosophie von Sartre, über Levinas bis hin zu Foucault) und dabei ihr eigenes Ding entwickelt hätten. Hier in diesem Fall eine Steigerung, ein Exzess, mit welchem ein Lateiner selbstverständlich nichts am Hut haben kann.

    Und ausgerechnet Hannah Arendt hat er sich dafür ausgesucht, um den Russen bestimmte Eigenschaften zuzuschreiben. Jeder der sich auch nur ein bisschen mit ihr auseinandergesetzt hat, weiß, dass ihr genau das (sicher auch aus einer persönlichen Erfahrung heraus - sie musste damals flüchten) zutiefst zu wider war.

    Wie wenig man anhand von kulturellen Leistungen über ein Volk etwas sagen kann, ist doch gerade Deutschland das beste Beispiel. Der weltweite Schock, den die Bilder vom Holocaust auslösten, ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Deutschen zu dem damaligen Zeitpunkt schon lange als Volk der Dichter und der Philosophen galten. Deutschland war Hochkultur. Dass ausgerechnet sie zu solchen barbarischen Handlungen überhaupt fähig waren, war ein solcher Kontrast, dass es jenseits von jeder Vorstellungskraft lag, auch bloß ansatzweise eine Erklärung dafür zu finden.

    Genau daran hat sich Hannah Arendt ein Leben lang abgearbeitet. Aber eben gerade nicht, um den „Deutschen“ irgendwelche Eigenschaften anzudichten.


    (...)
    Reif: Worin unterscheidet sich das russische Denken vom westeuropäischen?

    Mierau: Mein Empfinden war immer, dass das geistige Russland gewaltsamer ist als die gesamte europäische Geistigkeit. Gewaltsamer etwa in dem Sinne, wie Hannah Arendt den Unterschied zwischen Macht und Gewalt formuliert hat, und nicht nur mächtiger. Die Art, wie sich selbst die von ihrer Moraltheorie her sanftesten Repräsentanten des geistigen Lebens Russlands äußern, ganz zu schweigen von denen, die wie Tolstoi und Dostojewski von härterer Struktur sind oder gar den Dichtern des 20. Jahrhunderts, Majakowski und Zwetajewa beispielsweise, offenbart ein unerhörtes Maß an Gewaltsamkeit. Als ein durch das Lateinische gegangener Mitteleuropäer ist es für mich immer ein Problem geblieben, wie dieser in der orthodoxen Tradition gewachsenen Gewaltsamkeit zu begegnen sei, vor allem, wie man sie in Westeuropa plausibel machen und in unsere Zusammenhänge hineindenken könne.

    (...)



    (...)
    Mierau: Ich meine nicht, dass das ein spezielles Problem der Aufnahme des östlichen Denkens im Westen ist. Wir verstehen auch das sogenannte "amerikanische Denken" nur auf unsere mitteleuropäische Weise.
    Fast scheint es, als ob er sich selbst die Antwort auf seine "Denke" geben würde (nicht nur an dieser Stelle), aber nur fast. Von Zizek habe ich gelernt, dass es niemals möglich ist, quasi objektiv über einen Gegenstand etc zu urteilen (z.B. als Analytiker über die Phänomenologen und umgekehrt), weil niemand in der Lage ist, auf die eigenen Schultern zu steigen und von dort aus einen 360-Rundum-Blick zu nehmen...es bleibt immer noch die eigene Perspektive. Sowohl seine Sicht auf die Russen als auch das „amerikanische Denken“ (etc.) wird wie in seinem Fall auf eine mitteleuropäische Weise erfolgen. Aber egal.

    Was aber wirklich weh tut, ist, wie er H.Arendt dazu missbraucht, um sein eigenes Ding („ein unerhörtes Maß an Gewaltsamkeit“ sogar noch bei den sanftesten Gemütern) anzubringen. Er versteckt sich unter ihrem Rock, um Kraft ihrer „Autorität“ seiner Aussage, seiner persönlichen Meinung, Gewicht zu verleihen.

    Hannah Arendt steht für etwas ganz anderes, für etwas, wozu Mierau offensichtlich sein ganzes Leben lang nie fähig war. Ihre beste Freundin (Young-Bruehl) sagte mal über sie, dass der „Eros der Freundschaft“ ihre größte Triebfeder gewesen sei. Und tatsächlich fand ich ihre extrem weite und tiefgehende Auffassung von Freundschaft am meisten beeindruckend. Das Infragestellen, Anzweifeln und sogar der Streit stellen keinen Widerspruch dar, sondern sind sogar eine ihrer Bedingungen: Die Würde einer Freundschaft erschließt sich eben nicht dadurch, dass man sich in allem einig ist, sondern vielmehr in einem kindlichen Vertrauen darauf, auch noch in der Uneinigkeit als ein "Gleicher" anerkannt und auch Ernst genommen zu werden.

    Es kommt darauf an, die Fähigkeit zu haben, die Perspektive des anderen annehmen zu können. Daro hat ein tolles Beispiel geliefert, als er sich trotz aller Ekelgefühle gegenüber den Serben vorgestellt hat, wie es jetzt sei, als ein Serbe in Kosovo zu leben.

    Die Freundschaft ist geradezu das Fundament der Menschlichkeit. Das Persönliche daran überträgt sie auch auf das Politische, indem sie die Person über alle Prinzipien stellt. Erst dadurch wird Menschlichkeit in die Politik eingeführt.

    Ein Eintrag aus ihrem Denktagebuch im Juni 1958 verdeutlich das ganz besonders:


    Gegen das Platonische: "Amicus Socrates, amicus Plato, sed magis aestimanda veritas" steht das Ciceronische: Lieber mit Plato unrecht haben als mit diesen Leuten die Wahrheit - dies ist das politische Prinzip, in dem es auf die Person ankommt.
    Frei übersetzt heißt das: Während die Platoniker für die Wahrheit alles bis hin zum Freund opfern würden, geht es bei Cicero um die konkrete Person und nicht um etwas Abstraktes, eine Idee. Plato als Person, Freund, seine Gegenwart und seine Gedanken, das alles ist viel schöner, und zwar sogar dann, wenn seine Gedanken von der Wahrheit abweichen. Auf die Freundschaft mit Plato kommt es an und nicht auf die Wahrheit.




    In diesem Sinne: Lieber mit Lilith ganz Sibirien zu Fuß durchwandern und dabei alle möglichen Risiken eingehen, als die vermeintliche Wahrheit über die Russen mit Mierau teilen.





    p.s. Sorry für die Überlänge.
    p.p.s. Vllt hätte das auch viel besser in den Literatursalon gepasst (?)

  4. #2334
    Avatar von Izdajnik

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    16.231
    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Die ganze Woche hab ich immer wieder an diesen Text (siehe S. 232) denken müssen Aber da ich so viel sinnlose Zeit in der Arbeit verbringen musste, komme ich erst jetzt dazu, darauf zu antworten. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...


    Zunächst mal ist es mir völlig unverständlich und ich bin wirklich fassungslos wie man einem Thema, einem Land sein ganzes Leben widmen kann, ohne jegliche Hingabe, ohne auch bloß ein einziges Mal einem Freund "verfallen" zu sein.

    Aristoteles hat einen Schüler, der sich in ihn nicht verliebt hatte, wieder nach Hause geschickt - so jemanden könne er nichts beibringen. Und sogar bei Plato spielte die Liebe, der Eros eine entscheidende Rolle auf dem Weg zur Wahrheit.

    Auch diese krude Dichotomie zwischen dem orthodoxen Osten und dem lateinischen Westen am Beispiel der Mönchserziehung, wo bereits im Vorhinein feststeht, was aus dieser lateinisch-westlichen Perspektive auf jeden Fall vorzuziehen sei, ist ein billiger rhetorischer Trick:

    a) Heiligkeit und Anathema, absoluter Gehorsam und drakonische Strafen bei Abweichungen/Verfehlungen versus
    b) Nachsicht (und Vergebung), verschiedene Wege gehen und die Vermeidung des Exzesses

    Wenn man es gegenüberstellt, dann fällt doch sofort auf, dass die Lateiner lediglich "positive" Eigenschaften aufweisen.

    Er tut auch so, als ob man sich aufgrund eines "Werturteils" zwischen der deutschen und russischen Kultur, Literatur etc. entscheiden müsste. In dieser Hierarchie steht selbstverständliche Goethe ganz oben. Ein "Sowohl-als-auch" kommt Mierau offenbar nicht einmal im Entferntesten in den Sinn. Um dieses (Pseudo-)Urteil auch noch zu untermauern, ist ihm nicht einmal ein Hinweis auf das angeblich über alles stehende Original zu blöd, so als ob Literaten, Philosophen und Künstler niemals an etwas über ihre Landesgrenzen hinaus angeknüpft (z.B. die Heideggerrrezeption in der französischen Philosophie von Sartre, über Levinas bis hin zu Foucault) und dabei ihr eigenes Ding entwickelt hätten. Hier in diesem Fall eine Steigerung, ein Exzess, mit welchem ein Lateiner selbstverständlich nichts am Hut haben kann.

    Und ausgerechnet Hannah Arendt hat er sich dafür ausgesucht, um den Russen bestimmte Eigenschaften zuzuschreiben. Jeder der sich auch nur ein bisschen mit ihr auseinandergesetzt hat, weiß, dass ihr genau das (sicher auch aus einer persönlichen Erfahrung heraus - sie musste damals flüchten) zutiefst zu wider war.

    Wie wenig man anhand von kulturellen Leistungen über ein Volk etwas sagen kann, ist doch gerade Deutschland das beste Beispiel. Der weltweite Schock, den die Bilder vom Holocaust auslösten, ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Deutschen zu dem damaligen Zeitpunkt schon lange als Volk der Dichter und der Philosophen galten. Deutschland war Hochkultur. Dass ausgerechnet sie zu solchen barbarischen Handlungen überhaupt fähig waren, war ein solcher Kontrast, dass es jenseits von jeder Vorstellungskraft lag, auch bloß ansatzweise eine Erklärung dafür zu finden.

    Genau daran hat sich Hannah Arendt ein Leben lang abgearbeitet. Aber eben gerade nicht, um den „Deutschen“ irgendwelche Eigenschaften anzudichten.








    Fast scheint es, als ob er sich selbst die Antwort auf seine "Denke" geben würde (nicht nur an dieser Stelle), aber nur fast. Von Zizek habe ich gelernt, dass es niemals möglich ist, quasi objektiv über einen Gegenstand etc zu urteilen (z.B. als Analytiker über die Phänomenologen und umgekehrt), weil niemand in der Lage ist, auf die eigenen Schultern zu steigen und von dort aus einen 360-Rundum-Blick zu nehmen...es bleibt immer noch die eigene Perspektive. Sowohl seine Sicht auf die Russen als auch das „amerikanische Denken“ (etc.) wird wie in seinem Fall auf eine mitteleuropäische Weise erfolgen. Aber egal.

    Was aber wirklich weh tut, ist, wie er H.Arendt dazu missbraucht, um sein eigenes Ding („ein unerhörtes Maß an Gewaltsamkeit“ sogar noch bei den sanftesten Gemütern) anzubringen. Er versteckt sich unter ihrem Rock, um Kraft ihrer „Autorität“ seiner Aussage, seiner persönlichen Meinung, Gewicht zu verleihen.

    Hannah Arendt steht für etwas ganz anderes, für etwas, wozu Mierau offensichtlich sein ganzes Leben lang nie fähig war. Ihre beste Freundin (Young-Bruehl) sagte mal über sie, dass der „Eros der Freundschaft“ ihre größte Triebfeder gewesen sei. Und tatsächlich fand ich ihre extrem weite und tiefgehende Auffassung von Freundschaft am meisten beeindruckend. Das Infragestellen, Anzweifeln und sogar der Streit stellen keinen Widerspruch dar, sondern sind sogar eine ihrer Bedingungen: Die Würde einer Freundschaft erschließt sich eben nicht dadurch, dass man sich in allem einig ist, sondern vielmehr in einem kindlichen Vertrauen darauf, auch noch in der Uneinigkeit als ein "Gleicher" anerkannt und auch Ernst genommen zu werden.

    Es kommt darauf an, die Fähigkeit zu haben, die Perspektive des anderen annehmen zu können. Daro hat ein tolles Beispiel geliefert, als er sich trotz aller Ekelgefühle gegenüber den Serben vorgestellt hat, wie es jetzt sei, als ein Serbe in Kosovo zu leben.

    Die Freundschaft ist geradezu das Fundament der Menschlichkeit. Das Persönliche daran überträgt sie auch auf das Politische, indem sie die Person über alle Prinzipien stellt. Erst dadurch wird Menschlichkeit in die Politik eingeführt.

    Ein Eintrag aus ihrem Denktagebuch im Juni 1958 verdeutlich das ganz besonders:



    Frei übersetzt heißt das: Während die Platoniker für die Wahrheit alles bis hin zum Freund opfern würden, geht es bei Cicero um die konkrete Person und nicht um etwas Abstraktes, eine Idee. Plato als Person, Freund, seine Gegenwart und seine Gedanken, das alles ist viel schöner, und zwar sogar dann, wenn seine Gedanken von der Wahrheit abweichen. Auf die Freundschaft mit Plato kommt es an und nicht auf die Wahrheit.




    In diesem Sinne: Lieber mit Lilith ganz Sibirien zu Fuß durchwandern und dabei alle möglichen Risiken eingehen, als die vermeintliche Wahrheit über die Russen mit Mierau teilen.





    p.s. Sorry für die Überlänge.
    p.p.s. Vllt hätte das auch viel besser in den Literatursalon gepasst (?)

    Jeder, der ein Gedicht von Puschkin, Jessenin oder Majakowski liest, und dann noch, wie ich, in erhaltenen Tondokumenten sehr früh die Stimmen der großen Dichter vom Anfang des 20. Jahrhunderts hört, wird von dem Gefühl bewegt: Es gibt nichts Vergleichbares. Da tönt etwas aus einem Raum, der nicht nur der Brustraum ist, sondern ein unermesslich weiter geografischer und geistiger Raum. Von dem Augenblick an, da mich dieses Gefühl ergriff, war es mir vor allem darum zu tun, Russland zu sehen, Russen in ihrer eigenen Umgebung zu erleben - wo auch immer in diesem Riesenreich. Denn wer Russland nur von außen betrachtet, kennt es nicht, mag er sich auch noch so leidenschaftlich mit seiner Literatur und Geschichte beschäftigen.
    Diesen Teil fand ich besonders interessant. Gedichte sind perfekt, um sich einen Eindruck über die tiefsten Empfindungen einer Kultur zu machen. Sie sind ja wie Musik und die ursprüngliche Musik spiegelt die Natur, die Leute, Gerüche, Geräusche, einfach alles. Wenn ich Gedichte von Ujevic lese, verstehe ich sie sehr genau, obwohl sie sehr alt sind. Er kommt aus meiner Gegend, das wird man kaum begreifen können, wenn man es nicht begreift Der Konflikt mit Gott, die Auflehnung gegen ihn und so weiter. Viele werden sagen, dass es ja ganz nett sei und eben viele andere dies auch so ausdrückten. Das stimmt aber einfach nicht. Besonders, wenn man eben diese alten Tonaufnahmen hören kann.

    Mich Russland vollkommen zu ergeben, habe ich mich immer gescheut. Ich bin genügend Deutscher und damit eben Mitteleuropäer, um eine gute Distanz wahren zu können gegenüber dem, was man in den Begriff "Mythos Russland" fassen könnte. Und zwar deshalb, weil es in meinem Leben nie eine Zeit gab, die von einer Ablehnung Deutschlands und deutscher Geistigkeit geprägt gewesen wäre. Auf eine solche Ablehnung trifft man gerade in meiner Generation sehr häufig und sie scheint mir in unserer Zeit der Vereinigung Europas wieder modisch zu sein. Ich aber werde mich immer zu Goethe bekennen: Sein Deutsch, etwa in "Dichtung und Wahrheit", gibt eine nicht zu übertreffende Höhe vor.
    So bedeutend die Literatur, die Poesie, der Geist Russlands auch sind, ich würde dennoch das Deutsche nicht aufgeben wollen. Das bezieht sich gleichermaßen auf die Moderne. So eruptiv sie sich in Russland mit Blok, Chlebnikow, Jessenin, Mandelstam, Majakowski, Achmatowa, Zwetajewa und unzähligen anderen Bahn brach, Deutschland steht dieser Entwicklung in keiner Weise nach, wenn wir an Benn, Brecht, George, Trakl oder Jünger denken. Die Größe der russischen Poesie vermochte ich gerade deshalb sehr früh so hoch einzuschätzen, weil ich mir des hohen Wertes der deutschen Poesie bewusst war. Und wenn ich auf Frankreich blicke: auf Verlaine, Mallarmé, Rimbaud, Baudelaire... Da konnte ich Russland nicht "verfallen", zumal ich weiß, in welch starkem Maße die Russen selbst diese Traditionen in sich aufgesogen haben. Ich erinnere nur an die geistige Begegnung von Pasternak und Zwetajewa mit Rilke. Es gehört zu den großen Leistungen der Russen, dass sie fremdes Neues aufnahmen und es in ihrem eigenen Schaffen umformten, erweiterten und steigerten.
    Göthe kann mich mal. Ich mag ich nicht, ich hasse alles von ihm, abgrundtief. Ich verstehe auch die Svabos nicht, mit ihrem Idealismus und der Romantik. Das war doch alles weit weg von Deutschland und öd und nur halb aggressiv, eher memmenhaft, wie so vieles von Hölderlin. Göthe war nach dem Krieg die Medizin, weil er das Deutsche verkörpern sollte und eben tot war, was als Deutsche scheinbar schon einmal eine gute Eigenschaft ist, wenn man sich auf ihn berufen möchte. Was die Kultur betrifft hast du schon recht. Von Dichter und Denker zu Richter und Henker. Aber war das wirklich so abwegig? Nach Nietzsche, Schopenhauer, Hölderlin und Fichte? Ich habe noch alte Exemplare von Fichte aus dem NSDAP-Verlag. Und dann ist da noch Herder mit seinem Nationen und Volk Gequatsche.

    Das Gewaltsame und das Orthodoxe, und dass worin du einen rhetorischen Trick siehst, finde ich eigentlich ziemlich treffend. Aber man merkt in dem Interview eben sehr deutlich die Distanz. Man könnte daraus auch einen gewissen Respekt ableiten und dem Svabo seine Distanz anrechnen. Ich finde es aber auch feige, gerade deswegen aber auch einleuchtend. Das Gewaltsame sehe ich vollkommen, nur empfinde ich es nicht als negativ. Dem Westen könnte man das Ungefähre gegenüberstellen. Russland, der Balkan, alle Slawen haben dieses Gewaltsame. Es gibt kein entweder oder. Es gibt diese lustigen "We love Russia"- Videos. In einem versucht ein Russe mit dem Kopf einen Stein zu zertrümmern, was irgendwie nicht so richtig klappt. Der gibt aber nicht auf, im Gegenteil, er probiert es immer heftiger und am Ende klappt es. Klar, nutzt das hier auch dazu, dass man sich darüber lustig macht. Ich bewundere das. Das hat doch etwas ehrliches und konsequentes. Ebenso wie die Gedichte von Puschkin oder die Bücher von Gogol und Dostoj. Ich denke dass er Mierau das meint, wenn er sagt, dass er sich nicht hingeben kann und will. Es gäbe nämlich kein zurück. Und wer im Ungefähren ist, der scheut sich eben. Deswegen bin ich auch der Meinung, dass es kein sowohl als auch gibt, nur ein entweder oder. Einen Unterschied gibt es, wenn man sich nicht entscheiden kann, die Russen wird man nicht verstehen und automatisch ist man wieder beim Westen.

    Ostkriche vs. Westkirche. Hier sehe ich es eigentlich genau so. Mierau entspricht eigentlich genau dem, was er sagt, wahrscheinlich ist es aber keine Absicht. Er beschreibt die Nachsicht in der Westkirche, bzw. zitiert diesen Dozenten oder Prof. aus Russland. Aber es sind nun einmal seine Worte und er wird wissen, dass es sehr wohl schon immer viele Exzesse und Orgien gab im Katholischen. Natürlich verschweigt er, dass genügend Mönche im Mittelalter abgeschlachtet und vergewaltigt worden sind von den Bischöfen oder Nonnen von der Obernonne. Nicht selten waren das perverse Schweine, nachgeborene, die keine Wahl hatte, als in den Dienst der Kirche zu gehen. Aber die katholische Kirche ist eben eine heuchlerische. Das will ich jetzt gar nicht mal all zu negativ sehen, denn es ist der Teil der Freiheit, den das Katholische hat. Auflehnung gegen Gott und gegen den Papst. Allein die Stellung des Papstes und somit die Erhaltung des Christenmythos aus der Zeit Jesu. Das freie Denken ist einer der Grundfeiler im katholischen Katechismus und wie ist das Außenbild? Die Wahrheit kann auch in der Lüge versteckt sein und dort ziemlich sicher verwahrt

    Komisch ist doch, dass ausgerechnet die serbisch-orthodoxe Kirche insbesondere in der Krajina immer wieder den freiheitlichen Geist ihren Glaubens allem Katholischem gegenübergestellt hat. Das Dogma beider Kirchen unterscheidet sich ja nicht sonderlich. Ebenso wenig die Machtgeilheit. Die Orthodoxie ist konsequent und gewaltsam, weil sie im Prinzip ehrlicher ist. Wen wunder es da, dass die orthodoxen Kirchen gerade den Bezug auf Aristoteles bei der katholischen Kirche ablehnen? Oder anders: Wen wundert es, dass die katholische Kirche sich auf Aristoteles bezieht? Da kommen die Katholiken mit Ratio und die Orthodoxen mit Mythos. Im Grunde gibt es aber wenig Unterschiede.

    Jetzt kommt natürlich mein Lieblingsteil. Die Kroaten

    Es ist ja kein Geheimnis, dass die Kroaten Slawen sind und trotzdem katholisch. Das ist natürlich eine interessante Mischung. Gerade was Ratio angeht. Vielleicht gibt es deswegen bei uns Kroaten die zweite Realitätsebene. Das eine sind die Fakten, das andere ist das, was wir daraus machen. Natürlich haben das andere auch, aber man darf nicht vergessen, dass die Kroaten das Glück hatten lange Zeit innerhalb moderne Strukturen zu leben, Stadtstaaten, früh gab es keine Leibeigenen und so weiter. Und dennoch, kaum schickt der Vatikan neue Priester, mauern sie ihre Kirchen zu. Ich sehe da durchaus eine merkwürdige Mischung aus beiden Welten. Einerseits sind sie extrem in der eigenen Wahrheit, andererseits sehr anpassungsfähig. Das durfte ich jetzt erleben, als ich durch sveti rok fuhr und danach quasi das echte Dalmatien begann, Steine, das Meer, unerträglich schön eigentlich. Und kaum waren wir durch, begann der Wahnsinn. Trotz Geschwindigkeitsbegrenzung und der vielen Kurven begannen alle wie bekloppt zu fahren, rechts und links zu überholen, völlig von der Rolle. Einige Deutsche, Franzosen und Italiener waren auch dabei, die blieben aber schön auf der rechten Spur. Vielleicht übertreibe und romantisiere auch ein bisschen

    Ein Letztes zum Gewaltsamen. Im Deutschen sagst du (Ich) (denke) und du hast Subjekt und Prädikat. Im Kroatischen (etc.) sagst du aber nur mislim (prasl. i stsl. mysliti (rus. mýslit', češ. mysliti) ≃ lit. mausti: čeznuti ← ie. *mowdh- (grč. mŷthos: priča, got. ga-maudjan: sjećati se)). Du hast also das Ich immer an die Handlung gebunden. Mierau ist Deutscher, aber schau dir seine Sprache an, er weicht kam aus. Keine Sätze mit "man" er bezieht ziemlich klar Stellung auf seine Person und all zu oft im Ungefähren versteckt zu bleiben. Wirkt er vielleicht deswegen so kalt?

    PS: Du siehst, ich habe keine Zweifel, dass du mit Šinjorina Lilith heil aus Sibirien zurück kommst.

    PPS: Bei dem ganzen oberflächlichen Sputnik und Käseverbrennungsquatsch, den man hier liest, finde ich es ganz gut auch einmal etwas anstrengenderes Thema einzuwerfen. Der Litaraturthread hat scheinbar auf viele Bescheidwisser eine abschreckende Wirkung und wir wollen doch, dass so bleibt

    PPPS: Die Überlänge sei dir spätestens jetzt verziehen.

  5. #2335
    Avatar von Damien

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    Sanktionen gegen EU-Lebensmittel: „Lieber an Bedürftige verteilen als vernichten“



    Russische KP-Abgeordnete haben am Donnerstag einen Gesetzentwurf in die Staatsduma (russisches Unterhaus) eingebracht, der eine Abgabe von eingeschmuggelten Lebensmitteln, die unter Embargo fallen, an besonders bedürftige Bevölkerungsgruppen vorsieht.

    Am 29. Juli hatte Präsident Wladimir Putin per Erlass angeordnet, ab dem 6. August jegliche Lebensmittel, die unter Umgehung des Verbots ins Land gelangen, an der Staatsgrenze zu vernichten. Diese Maßnahme betrifft Lebensmittel, Konsumwaren und Rohstoffe, die aus den Ländern importiert werden, die Sanktionen gegen Russland verhängt haben. Bisher wurden mehr als 500 Tonnen eingeschmuggelter Lebensmittel vernichtet.

    Die Parlamentarier schlugen zudem vor, die illegal eingeführten Lebensmittel als Hilfsgüter in Konfliktgebiete zu schicken.

    „Hunderte Tonnen von Lebensmitteln werden verbrannt und auf andere Weise vernichtet. Dies ist eine außerordentliche, überflüssige Maßnahme. Um die Erfüllung des Gesetzes über das Einfuhrverbot von Lebensmitteln, Konsumwaren und Rohstoffen nach Russland zu sichern, reicht es aus, sie zu beschlagnahmen“, heißt es in einer Erklärung zu dem Gesetzentwurf.

    Dabei solle laut dem Dokument minderwertige und lebensgefährliche Produktion vernichtet und entsorgt werden.

    Anfang August hatten mehr als 300.000 Russen ihre Unterschriften unter eine Petition gegen die Vernichtung von mit Einfuhrverbot belegten „Sanktionsprodukten“ gesetzt. Die Verfasser der Initiative fordern von der Staatsduma (Unterhaus), möglichst schnell ein Gesetz über die unentgeltliche Abgabe der zu vernichtenden Lebensmittel und Konsumwaren an besonders bedürftige Bevölkerungsgruppen zu verabschieden.

    Der Vorsitzende des Staatsduma-Ausschusses für Wirtschaftspolitik, Anatoli Aksakow, unterstützte diese Initiative, merkte dabei aber an, dass „das Ausmaß dieser Lieferungen sehr gering ist und es kein fühlbares Ergebnis geben wird“. In der Gesellschaftskammer äußerte man dagegen, dass es sogar gefährlich sein könnte, Sanktionsprodukte an besonders bedürftige Bevölkerungsgruppen zu verteilen.

    Sanktionen gegen EU-Lebensmittel: ?Lieber an Bedürftige verteilen als vernichten? / Sputnik Deutschland - Nachrichten, Meinung, Radio

    - - - Aktualisiert - - -

    Putin verspricht Irak Hilfe im Kampf gegen den Terror



    Russlands Präsident Wladimir Putin hat der irakischen Führung sein tiefempfundenes Beileid im Zusammenhang mit dem jüngsten Terroranschlag im Nordosten von Bagdad ausgesprochen. Wie der Kreml am Donnerstag mitteilte, bekräftigte Putin in einem Kondolenzschreiben auch die Bereitschaft, dem Iran im Kampf gegen den Terror zu helfen.

    Am Donnerstag waren bei einer Explosion einer Autobombe in der irakischen Hauptstadt rund 60 Menschen getötet und knapp 200 verletzt. Unter den Toten sind auch Kinder. Zum Anschlag bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Moskau verurteile dieses barbarische Verbrechen gegen friedliche Bürger. „Nehmen Sie bitte unser tiefempfundenes Beileid im Zusammenhang mit zahlreichen Menschenopfern entgegen“, schrieb Putin an Präsident Fuad Masum und Regierungschef Haider al-Abadi.

    http://de.sputniknews.com/panorama/2...303793741.html

    - - - Aktualisiert - - -

    Lawrow: Russland und Syriens Nationale Koalition wollen dem Terror Einhalt gebieten



    Russland und Vertreter der Nationalen Koalition der Oppositions- und Revolutionskräfte Syriens sind nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow daran interessiert, dem Terror Einhalt zu gebieten. „Wichtig ist, dieses Interesse in konkretes Handeln umzuwandeln“, sagte Lawrow am Donnerstag in Moskau dem Koalitionschef Chaled Chodscha.

    Alle seien daran interessiert, die Krise so schnell wie möglich auf der Basis des Genfer Abkommens zu beenden. „Jetzt kommt es darauf an, gut abgestimmte praktische Handlungen einzuleiten“, sagte der russische Chefdiplomat.

    Zuvor hatte Russland die Idee einer umfassenden internationalen Koalition zur Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterbreitet. Lawrow zufolge sieht der Vorschlag unter anderem eine enge Abstimmung zwischen den Kräften, die gegen den Terror in Syrien und dem Irak kämpfen.

    Koalitionschef Chodscha teilte nach Verhandlungen mit Lawrow mit, dass weitere Treffen syrischer Oppositioneller mit Vertretern der russischen Führung geplant sind. „Im Mittelpunkt der Gespräche werden Probleme der politischen Beilegung der Syrien-Krise stehen“, kündigte er an.

    http://de.sputniknews.com/politik/20...303793661.html

  6. #2336
    Avatar von Damien

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    Russische Justiz geht gegen einheimische radikale Nationalisten vor



    Die Moskauer Staatsanwaltschaft hat die Tätigkeit der ethnopolitischen Vereinigung „Die Russen“ ausgesetzt, über deren Verbot vor Gericht entschieden werden soll.

    Den Mitgliedern der Organisation „ist untersagt, staatliche und lokale Massenmedien zu nutzen, Versammlungen, Kundgebungen, Demonstrationen und Umzüge vorzubereiten und durchzuführen, Mahnwachen und sonstige Massenaktionen oder öffentliche Veranstaltungen zu organisieren sowie an Wahlen und Referenden teilzunehmen und Bankeinlagen für Ziele zu nutzen, die nicht mit der Erfüllung der gesetzlich festgelegten Verpflichtungen verbunden sind“, hieß es aus der hauptstädtischen Staatsanwaltschaft am Freitag.

    Laut offen liegenden Quellen gehören Mitglieder von zwei gerichtlich verbotenen Organisationen – der Bewegung gegen illegale Immigration (DPNI) und der Slawischen Union – der Vereinigung „Die Russen“ an.

    Führende Mitglieder der Bewegung „Die Russen“ wurden bereits mehrmals straf- und verwaltungsrechtlich zur Verantwortung gezogen.

    Laut früheren Berichten hat die Moskauer Staatsanwaltschaft gefordert, die ethnopolitische Vereinigung “Die Russen“ als extremistisch einzustufen.

    Russische Justiz geht gegen einheimische radikale Nationalisten vor / Sputnik Deutschland - Nachrichten, Meinung, Radio

  7. #2337

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    CIA-Veteran McGovern: US-Regierung hält Geheimdienst-Informationen zu MH17 zurück und westliche Medien schweigen dazu



    Ray McGovern war 27 Jahre als CIA-Analyst tätig und in dieser Zeit für die morgendliche präsidiale Berichterstattung im Weißen Haus zuständig. Zudem war er in den 1960er Jahren Chef der Abteilung Außenpolitik/Sowjetunion. Danach war er Deputy National Intelligence Officer für Westeuropa. Nach seiner Pensionierung hat er die Organisation „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS) mit aufgebaut. In einer aktuellen Analyse äußert sich der CIA-Veteran zum Fall der abgeschossenen MH-17, der mutmaßlichen Zurückhaltung von Informationen durch die US-Regierung und dem unkritischen Schweigen der westlichen Medien.
    CIA-Veteran McGovern: US-Regierung hält Geheimdienst-Informationen zu MH17 zurück und westliche Medien schweigen dazu | RT Deutsch

  8. #2338
    Avatar von Damien

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    Zitat Zitat von R25-300 Beitrag anzeigen
    CIA-Veteran McGovern: US-Regierung hält Geheimdienst-Informationen zu MH17 zurück und westliche Medien schweigen dazu

    Ray McGovern war 27 Jahre als CIA-Analyst tätig und in dieser Zeit für die morgendliche präsidiale Berichterstattung im Weißen Haus zuständig. Zudem war er in den 1960er Jahren Chef der Abteilung Außenpolitik/Sowjetunion. Danach war er Deputy National Intelligence Officer für Westeuropa. Nach seiner Pensionierung hat er die Organisation „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS) mit aufgebaut. In einer aktuellen Analyse äußert sich der CIA-Veteran zum Fall der abgeschossenen MH-17, der mutmaßlichen Zurückhaltung von Informationen durch die US-Regierung und dem unkritischen Schweigen der westlichen Medien.
    CIA-Veteran McGovern: US-Regierung hält Geheimdienst-Informationen zu MH17 zurück und westliche Medien schweigen dazu | RT Deutsch
    Die Westlichen medien werden sowieso alle von der NATO sprich Washington gesteuert.

    Keine einzige Westliche Zeitung swimmt gegen den Strom. Und hinterfragt das!
    Wie es eigentlich in einer Meinungsfreiheit und unabhängigen geprägten Medienlandschaft ganz normal und üblich wären.

    Genau das beweist eben das sie es nicht sind!
    Sie bekommen genau das dektiert was sie schreiben dürfen und sollen.

    Alle folgen einer Politischen Richtung.
    Andere meinungen werden unterdrückt.

    Der witz dabei ist das sie genau das so aber bei Russland anprangern.
    Obwohl sie genau so auch selbst sind.

    Sie versuchen eine schein unabhängigkeit und demokratie zu erzeugen.

    Die USA veröffentlichen keine lügen weil sie genau wissen das es Russland leicht wiederlegen könnte.
    Und sie veröffentlichen nicht die warheit weil sie genau wissen das diese nicht gut aussieht.

  9. #2339
    Avatar von Damien

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    Box-Star Roy Jones Jr. will russischen Pass – Putin verspricht Hilfe



    Präsident Wladimir Putin hat sich am Mittwoch auf der Krim mit dem bekannten US-Boxer Roy Jones Jr. getroffen. Der 46-jährige Ex-Weltmeister in vier Gewichtsklassen teilte bei dem Treffen mit, er möchte sich geschäftlich in Russland engagieren und würde sich über einen russischen Pass freuen. Putin versprach dem Amerikaner Einbürgerungshilfe.

    „Es ist mir sehr angenehm, Sie kennenzulernen. Ich mag Sport sehr, insbesondere Kampfsport, darunter auch Boxen“, sagte Putin zum Auftakt des Treffens. Seinerseits erzählte Jones, er wollte als Kind Judo betreiben, habe sich dann für Boxen entschieden. Putin, selber Judo-Meister, würdigte Jones erfolgreiche Boxkarriere und drückte die Hoffnung aus, dass der Amerikaner in Russland geschäftlich erfolgreich werde. „Gerade deshalb bin ich hier“, antwortete Jones. „Wenn ich einen russischen Pass hätte, wäre es mir leichter hier ein- und auszureisen“. Er möge Russland, „weil Menschen hier Sport mögen.“ Putin versprach Hilfe: „Wenn Sie einen bedeutenden Teil ihres Lebens mit Russland verbinden möchten, würden wir Ihre Bitte um die russische Staatsbürgerschaft gerne erfüllen.“

    Box-Star Roy Jones Jr. will russischen Pass ? Putin verspricht Hilfe / Sputnik Deutschland - Nachrichten, Meinung, Radio

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    Krim: Box-Star Roy Jones fordert die Klitschkos heraus



    Roy Jones jr. hat während seines Krim-Besuchs die ukrainischen Schwergewichts-Champions Vitali und Wladimir Klitschko zu einem Titelkampf herausgefordert. Damit reagierte der 46-jährige Ex-Weltmeister in vier Gewichtsklassen auf die Entscheidung der Kiewer Regierung, ihn auf die „Feindesliste“ zu setzen.

    Er sei bereit, gegen einen der Brüder in den Ring zu steigen, erklärte Jones, der unter Experten lange als bester Profiboxer überhaupt galt, nach Angaben der Zeitung BoxingScene. „Wenn die Klitschkos alle Probleme in einem Zwölf-Runden-Kampf erledigen wollen, dann wissen sie, wie sie mich finden.“ Er wäre bereit, "an jedem Ort außerhalb der Ukraine zu boxen, darunter auch auf der Krim". „Anderenfalls ist diese ganze Sache mit der schwarzen Liste nichts anderes als ein Versuch, meine Bemühungen um eine Normalisierung zwischen Ost und West zu politisieren.“

    Jones war am 19. August auf die Krim gekommen. In Jalta beantragte er die russische Staatsbürgerschaft. Davor hatte er Präsident Putin in Simferopol getroffen. Der Kremlchef hatte dem Boxer den russischen Pass in Aussicht gestellt. Daraufhin setzte das ukrainische Innenministerium die US-amerikanische Boxlegende wegen der „Verletzung der Grenze“ auf die Liste „Mirotworez“. Auf dieser Liste werden seit Januar 2015 „Feinde“ des ukrainischen Staates geführt. Auch die französischen Parlamentarier, die im Juli die Krim besucht haben, sind auf dieser Liste gelandet.

    Die Krim war im März vergangenen Jahren – nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine – wieder zu Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum dafür mehrheitlich gestimmt hatte. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte. Die neue ukrainische Regierung betrachtet die Krim noch immer als ihr Gebiet und verspricht, die Halbinsel zurückzuholen.

    http://de.sputniknews.com/sport/20150823/303953118.html

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  10. #2340

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    Kissinger entzaubert Obama: Putin wollte Freund des Westens sein



    Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger hat der US-Regierung von Barack Obama vorgeworfen, Russland in die Hände Chinas zu treiben. Wladimir Putin habe keine Kriegsabsichten gegen die Ukraine verfolgt. Durch die Unfähigkeit der EU und den Dilettantismus der USA sei aus einem Politiker, der eigentlich zum Westen gehören will, ein neuer russischer Zar geworden.
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