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Nachrichten Russland

Erstellt von Lilith, 25.02.2013, 12:42 Uhr · 8.999 Antworten · 502.676 Aufrufe

  1. #5041
    Avatar von Jure Gagaric

    Registriert seit
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    29.958
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    EIN Land kann den ganzen Westen dämonisieren? Wie ich schon schrieb. Bei den Russen sieht alles so plump und hilflos aus, weil sie gar nicht die westlichen Möglichkeiten haben. Dass umgekehrt eine Hetz-, Diffamierungs- und Dämonisierungskampagne läuft, die auch schon richtig paranoide Züge angenommen hat, stört nicht? Wie soll man sich sonst dagegen zur Wehr setzen?

    Ich bringe nur noch russischsprachige Artikel. Das wird wohl Russen gestattet sein, über und aus Russland aus russischen Medien zu berichten. Bild dir deine Meinung und auch über SPON und Konsorten erfährst die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.
    Ich habe länger über die Behauptung von Jimmyl nachgedacht, über den Unterschied der östlichen und westlichen Berichterstattung. Im Osten das Positive im Westen das Negative. Sein größter Denkfehler ist wohl zu vergessen, dass der Westen von Selbstkritik lebt und das eben auf alle überstülpt. Jetzt geht mir dieser Gedanke extrem auf die Nerven, weil ich an Gogol, Solzhenitsyn, Platonow oder weiter dann Kundera und viele mehr denken musste und was es für eine dreiste Lüge ist, dass es eben üblich (also kulturell) ist das Positive in den Vordergrund zu stellen. Wo ist der Unterschied zwischen der Politik in autokratischen Systemen, wo Kritik nicht erlaubt ist. Ich wüsste nicht, wo irgendwo im Ostblock die Leute viel von der Politik halten, das alles wird über die Lügen der sog. starken Männer gehalten, wie es eben schon immer war und die jetzt um ihre Macht kämpfen. In die Politik und Entscheidungsprozesse haben die Leute überhaupt kein Vertrauen, daher auch nicht in einen Journalismus, der anstrengend ist, wenn er Probleme anspricht. Diese ganze Romatnisieren des Ostens und auch von YU ist einfach nur widerwärtig, weil es immer wieder ignoriert, dass die Leute keine Wahl hatten und genau das heute das Mittel der mächtigen ist: Putin, Orban, Erdogan, Vucic, alle sind alternativlos, das kleinere Übel etc. genau diese Taktik gab es auch im US Wahlkampf. Dass genau jene die Alternativen ersticken, spielt dann keine Rolle mehr.

    Zu deinem Vorwurf: Ich habe nicht geschrieben, dass ein Land irgendwen dämonisiert, sondern, dass die Politik das tut, ein Land tut einfach gar nichts, auch wenn es das größte auf diesem Planeten ist. Meine Meinung über Sputnik habe ich schon öfter geschrieben. Für mich ist es absolut unverständlich, warum Sputnik als Gegenangriff gewertet wird für die russischen Interessen. Sputnik kann die russischen Interessen nicht vertreten, sondern höchstens die einer kleinen Clique namens Regierung und zwei Dutzend Oligarchen, die im Prinzip alles im Griff haben. Und ich verstehe auch die Frage nicht, wie sich "die Russen" denn wehren sollen gegen den Westen. Als Russe würde ich mir erst mal die Frage stellen, wie man sich gegen die Arschgesichter wehrt, die am ersten Demonstrationstag so viele Leute verhaften, dass keiner mehr den Mut für Tag 2 hat, angeblich wurde jeder zehnte verhaftet. Jeder der mal auf einer Demo mit Verhaftungen war, weiß, was das für ein Spektakel gewesen sein muss und wie man sich da in die Hosen scheißt. Was hat Sputnik dazu berichtet?

    Wie gesagt, Sputnik vertritt keine russischen Interessen, sondern ein Weltbild/Feindbild, das im Interesse der Regierungs-Clique und den Oligarchen ist.

    Hier ein Beispiel für Dämonisierung
    Zitat Zitat von R25-300 Beitrag anzeigen
    die EU wurde heute in Frankreich gerettet, jetzt kann es wieder weiter gehen wie bisher

    Das ist jetzt ein Ami, aber vergleichst du das Bild mit den Sputnikdingern und schaust, wer hier sowas postet, weißt du, dass das längst ein globales Ding geworden ist. Das ist der neue kalte Krieg und der Kreml führt ihn gerade sehr intelligent, weil noch gar keiner eine Antwort darauf hat. Dadurch wächst vielleicht der Einfluss im Osten und bei den europäischen Rechten, aber mehr Freiheiten für Russen sind sicher nicht geplant. Allein schon diese Lachnummer mit Political Correctness und der Verlogenheit in Brüssel, bzw. Korruption, sowas wird dann von Orban und Konsorten erzählt, ausgerechnet aus den Ländern, wo Korruption am weit verbreitetsten ist, wo Soros böse ist aber die Konrad Adenauer Stiftung oder andere Vereine willkommen. Die wahren Russenhasser sitzen ganz woanders... Im Übrigens dachte ich immer, dass sich das West/Ost ding irgendwann von allein erledigt, aber natürlich wird jetzt zurückgerudert, weil man nicht einfach alles überstülpen konnte, was sich woanders langsam entwickelt hat. Aber trotzdem zeigen viele junge Leute den Mut gegen den Müll auf die Barrikaden zu gehen, siehe Rumänien, Serbien, Ungarn, Polen und auch in Russland.

  2. #5042
    Gast829627
    ante weiss genau was der "kleine mann" denkt und will .......

  3. #5043
    Avatar von berliner

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    Zitat Zitat von Holzmichl Beitrag anzeigen
    In die Politik und Entscheidungsprozesse haben die Leute überhaupt kein Vertrauen, daher auch nicht in einen Journalismus, der anstrengend ist, wenn er Probleme anspricht.
    Wobei nach der Grafik aus Liliths Link 56% der russischen Studenten auch ihren eigenen Journalisten nicht glauben:
    orstysarty.jpg


    Diese ganze Romatnisieren des Ostens und auch von YU ist einfach nur widerwärtig, weil es immer wieder ignoriert, dass die Leute keine Wahl hatten und genau das heute das Mittel der mächtigen ist: Putin, Orban, Erdogan, Vucic, alle sind alternativlos, das kleinere Übel etc. genau diese Taktik gab es auch im US Wahlkampf. Dass genau jene die Alternativen ersticken, spielt dann keine Rolle mehr.
    Jep. Und wie gut das funktioniert sieht man zum Beispiel an einem Teil unserer Türkei-Fraktion hier: wenn man Erdogan kritisiert kommt regelmäßig als Antwort: "ihr habt keine Ahnung von der Türkei, es gibt nämlich keine Alternative zu Erdogan!". Wobei: es ist vielleicht wirklich nicht Erdogans Schuld, dass die anderen Parteien keine charismatischen Leute an die Spitze setzen.

  4. #5044

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    13 Tote und 140 Verletzte nach Unwetter in Moskau




    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von berliner Beitrag anzeigen
    Wobei nach der Grafik aus Liliths Link 56% der russischen Studenten auch ihren eigenen Journalisten nicht glauben
    warum sollen sie auch, aber du glaubst wohl das die Presse hier frei ist, ja ne


    Zitat Zitat von berliner Beitrag anzeigen
    Jep. Und wie gut das funktioniert sieht man zum Beispiel an einem Teil unserer Türkei-Fraktion hier: wenn man Erdogan kritisiert kommt regelmäßig als Antwort: "ihr habt keine Ahnung von der Türkei, es gibt nämlich keine Alternative zu Erdogan!". Wobei: es ist vielleicht wirklich nicht Erdogans Schuld, dass die anderen Parteien keine charismatischen Leute an die Spitze setzen.
    wie gut das es in Deutschland eine Alternative zu Merkel gibt nicht war

  5. #5045
    Avatar von papodidi

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    [QUOTE=R25-300;4760739]13 Tote und 140 Verletzte nach Unwetter in Moskau



    ...
    [QUOTE]

    Schlimm, ganz schlimm!!! Und unsere "Leader/Lider" können sich nicht einigen, etwas dagegen zu tun. Ich bin zwar noch hinreichend frisch, aber trotzdem ein alter Mann. Wenn ihr Jungen es nicht schafft, etwas dagegen zu tun, dann ist es wohl zu Ende mit unserem Planeten. Da hilft denn auch kein Twitter, Facebook oder sonst ein Scheiss weiter...

  6. #5046
    Avatar von Jimmyl

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    Zitat Zitat von Holzmichl Beitrag anzeigen
    Ich habe länger über die Behauptung von Jimmyl nachgedacht, über den Unterschied der östlichen und westlichen Berichterstattung. Im Osten das Positive im Westen das Negative. Sein größter Denkfehler ist wohl zu vergessen, dass der Westen von Selbstkritik lebtund das eben auf alle überstülpt.
    Auf die Medien-Berichte resp.Kurzbeiträgetrifft das auf jeden Fall zu. In der Literatur sieht die Sache hingegen anders aus, die positive oder negative Stimmung ist mehr Zeit- resp. Epochenabhängig. Regionale Unterschiede sind zwar auch vorhanden, aber wesentlich kleiner (z.B. Britische Literatur positiver/humorvoller geschrieben als Deutsche Literatur, wobei beim Letzteren bis auf die Werke Anfangs 20. Jhd., wo wirklich depressive Stimmung herrschte, sonst noch relativ ok waren).
    Und ich würde eher von westlicher Selbst-Ironie sprechen (z.B.Franzosen), sie ziehen gerne vieles ins Lächerliche(Karikaturen, Filmen,...), bei sich selbst und auch eben bei anderen Ländern/Kulturen, und das oft auch bei ernsteren Themen, was gerade in weniger ironie-affinen Ländernfür Unmut sorgt.

    Jetzt geht mir dieser Gedanke extrem auf die Nerven, weil ich an Gogol,Solzhenitsyn, Platonow oder weiter dann Kundera und viele mehr denken musste und was es für eine dreiste Lüge ist, dass es eben üblich(also kulturell) ist das Positive in den Vordergrund zu stellen.
    Ich persönlich empfinde russische Literatur auch nicht als besonders positive Stimmung erzeugend, sind oft eher depressiv gestimmt mit Themen wie(sinnlose) Gewalt, Zynismus, Wahnsinn, Selbstzweifel, Masochismus,Sadismus etc. (Die zeitliche Grundstimmung, das kalte/raue Klima etc.spielte auch da eine wichtige Rolle), die Krimi-Reihe mit der berühmten Romanfigur Rasputin in der Doppelrolle als Kommissar und Serienmörder kann als gutes Beispiel dazu dienen.
    Warum das aber in den russ. Medien anders ist, hat meiner Meinung nach wohl eher mit "Höflichkeit"gegenüber den anderen zu tun und eben mit Selbst-Motivierung. Allfällige Kritik (bspw. ggü. Partnerländer) wird subtiler formuliert um nicht zu aufdringlich zu wirken,mehr in der Art "xxx-Handlung des yyy-Landes ist aus unserer Sicht besorgniserregend" anstatt "dies und jenes machen sie falsch, es sollte besser so oder so gemacht werden". Die eher positive Medien-Berichte und eher vorsichtig formulierte Kritik liegt weniger einer grundsätzlich positiven Grundstimmung Russlands zu Grunde sondern hat v.a. was mit Strategie/Diplomatie zu tun. Handeln wohl auch eher nach dem Prinzip"Katastrophen kommen oft aus dem zu losen Mundwerk".

    Wo ist der Unterschied zwischen der Politik in autokratischen Systemen, wo Kritik nicht erlaubt ist.
    Gegenaufrichtiger, wahrheitsgetreuer Kritik gibt es wie gesagt nichts einzuwenden, besser ehrlicher Kritik als unehrliche Lobgesängen. Doch neben Aufrichtigkeit hängt die Kritik-Akteptanz auch von derer Ausmass/Intensität ab. Wenn das Gleiche immer wiederholt wird (ohne konkret umsetzbare Lösungsvorschläge), an unangemessenen Stellen noch unötige Ironie gestreut, kann das dem Gegenüber auf die Nerven gehen oder die Aufrichtigkeit des Kritikers in Frage stellen, selbst wenn die Kritik grösstenteils der Wahrheit entspricht (Ein anderes Problem westlicher Medien ist es, die äusseren Symptome zwar richtig zu erkennen & zu kritisieren, aber falsche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen aufgrund von fehlerhafter Ursachenanalyse, wie bspw. bei Themen wie Menschenrechtsdefizite in Nicht-westlichen Staaten). Du kannst also alles und jeden kritisieren, ob das aber vom Kritik-Empfänger(oder Gegenkritik-Empfänger) akzeptiert wird ist eine andere Frage, denn eine erfolgreiche Kritik-Kommunikation erfordert meistens "Zugeständnisse" auf beiden Seiten.

  7. #5047

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    Was auf dem Bild noch fehlt ist der Uncle Sam der dem EU-Schiff kräftig in die Segel bläst Die ami's brauchen weder eine starke EU noch einen starken Euro. Die Britten haben das sinkende Schiff bereits verlassen, sie waren schon immer ein guter Indikator wenn etwas faul ist.
    Merkel sagte gestern das „Europa muss Schicksal in eigene Hand nehmen“ , G7-Debakel: Merkel zählt nicht mehr auf die USA, also die EU muss selbst schauen wie sie alleine klar kommt. Die Frage ist jetzt nur wie lange es die EU und den Euro noch geben wird




    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Schlimm, ganz schlimm!!! Und unsere "Leader/Lider" können sich nicht einigen, etwas dagegen zu tun. Ich bin zwar noch hinreichend frisch, aber trotzdem ein alter Mann. Wenn ihr Jungen es nicht schafft, etwas dagegen zu tun, dann ist es wohl zu Ende mit unserem Planeten. Da hilft denn auch kein Twitter, Facebook oder sonst ein Scheiss weiter...
    das muss nicht unbedingt mit dem CO2 Ausstoß zu tun haben was die Politiker und die freie Presse uns weis machen wollen, 1904 gab es in Moskau auch einen ähnlichen Sturm mit 9 Toten. Zur Zeit der Mongoleninvasion vor 800 J. war der Aralsee trocken auf dem heutigen Meeresgrund standen Siedlungen Russische Wissenschaftler haben übrigens schon immer diese "Theorie" der Klimaerwärmung mit Skepsis betrachtet und gesagt das sie nur mit dem Sonnenaktivität zu tun hat mehr nicht

  8. #5048

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    Putin erklärte heute das Russland bereit ist die Flugabwehrraketen von Typ C-400 an die Türkei zu verkaufen auch was die Produktion C-400 in der Türkei angeht hängt das nur von der türkischen Seite ab


    https://lenta.ru/news/2017/06/01/s400/




    - Hi!
    - Hallo Wlad!


  9. #5049

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    sehr interessante interview mit Armageddonowitsch

    http://worldcrisis.ru/crisis/2689604/?COMEFROM=SUBSCR

  10. #5050
    Avatar von Jure Gagaric

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    Zitat Zitat von Jimmyl Beitrag anzeigen
    Auf die Medien-Berichte resp.Kurzbeiträgetrifft das auf jeden Fall zu. In der Literatur sieht die Sache hingegen anders aus, die positive oder negative Stimmung ist mehr Zeit- resp. Epochenabhängig. Regionale Unterschiede sind zwar auch vorhanden, aber wesentlich kleiner (z.B. Britische Literatur positiver/humorvoller geschrieben als Deutsche Literatur, wobei beim Letzteren bis auf die Werke Anfangs 20. Jhd., wo wirklich depressive Stimmung herrschte, sonst noch relativ ok waren).
    Und ich würde eher von westlicher Selbst-Ironie sprechen (z.B.Franzosen), sie ziehen gerne vieles ins Lächerliche(Karikaturen, Filmen,...), bei sich selbst und auch eben bei anderen Ländern/Kulturen, und das oft auch bei ernsteren Themen, was gerade in weniger ironie-affinen Ländernfür Unmut sorgt.


    Ich persönlich empfinde russische Literatur auch nicht als besonders positive Stimmung erzeugend, sind oft eher depressiv gestimmt mit Themen wie(sinnlose) Gewalt, Zynismus, Wahnsinn, Selbstzweifel, Masochismus,Sadismus etc. (Die zeitliche Grundstimmung, das kalte/raue Klima etc.spielte auch da eine wichtige Rolle), die Krimi-Reihe mit der berühmten Romanfigur Rasputin in der Doppelrolle als Kommissar und Serienmörder kann als gutes Beispiel dazu dienen.
    Warum das aber in den russ. Medien anders ist, hat meiner Meinung nach wohl eher mit "Höflichkeit"gegenüber den anderen zu tun und eben mit Selbst-Motivierung. Allfällige Kritik (bspw. ggü. Partnerländer) wird subtiler formuliert um nicht zu aufdringlich zu wirken,mehr in der Art "xxx-Handlung des yyy-Landes ist aus unserer Sicht besorgniserregend" anstatt "dies und jenes machen sie falsch, es sollte besser so oder so gemacht werden". Die eher positive Medien-Berichte und eher vorsichtig formulierte Kritik liegt weniger einer grundsätzlich positiven Grundstimmung Russlands zu Grunde sondern hat v.a. was mit Strategie/Diplomatie zu tun. Handeln wohl auch eher nach dem Prinzip"Katastrophen kommen oft aus dem zu losen Mundwerk".


    Gegenaufrichtiger, wahrheitsgetreuer Kritik gibt es wie gesagt nichts einzuwenden, besser ehrlicher Kritik als unehrliche Lobgesängen. Doch neben Aufrichtigkeit hängt die Kritik-Akteptanz auch von derer Ausmass/Intensität ab. Wenn das Gleiche immer wiederholt wird (ohne konkret umsetzbare Lösungsvorschläge), an unangemessenen Stellen noch unötige Ironie gestreut, kann das dem Gegenüber auf die Nerven gehen oder die Aufrichtigkeit des Kritikers in Frage stellen, selbst wenn die Kritik grösstenteils der Wahrheit entspricht (Ein anderes Problem westlicher Medien ist es, die äusseren Symptome zwar richtig zu erkennen & zu kritisieren, aber falsche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen aufgrund von fehlerhafter Ursachenanalyse, wie bspw. bei Themen wie Menschenrechtsdefizite in Nicht-westlichen Staaten). Du kannst also alles und jeden kritisieren, ob das aber vom Kritik-Empfänger(oder Gegenkritik-Empfänger) akzeptiert wird ist eine andere Frage, denn eine erfolgreiche Kritik-Kommunikation erfordert meistens "Zugeständnisse" auf beiden Seiten.
    Tja, nur ist russische Literatur eben nicht düster, sondern teilweise sehr humorvoll und vor allem mit sehr viele Ironie aber eben auch mit Wahnsinn. Ach und natürlich Gogol und der Regen, das ist so ziemlich das häufigste, was man dazu liest Da kann ich dir also beim besten Willen nicht zustimmen. Abgesehen davon, dass du hier vermischst und Russland wie selbstverständlich dem Osten zuschreibst, dabei gibt es in Russland nicht diese Konsenskultur, wie bsplw. In Japan und auch gegenüber Kritik reagiert man anders. Die Kritikakzeptanz beachten, heißt oft eben auch einfach nicht zu kritisieren, ein großes Problem, das Europäer oft mit China haben. Würde ich so aber sicher nicht auf Russland übertragen. Vielleicht sollte man sich noch einmal die Propagandaplakate der Sowjetzeit vor Augen halten und in der westlichen Gesellschaft die kommunikative Bedeutung der Werbung. Im Westen ist nämlich klar, dass WErbung gelogen ist, man schaut sie, ignoriert sie, weiß aber immer, dass man manipuliert wird. Diese WErbung gab es zu Sowjetzeiten nicht, diese Entwicklung wurde also verpasst,, was nicht weiter tragisch ist und ohne Wertung. Trotzdem erinnert die Berichterstattung, die rein positiv ist eben auch an Werbung.

    Was immer noch nicht geklärt ist: Ist diese Neigung zum Positiven wirklich vorhanden und kulturell bedingt oder einfach nur ein Resultat autokratischer Systeme. In Kriegszeiten war es in den USA auch so und Nazideutschland war auch nicht bekannt für seine kritische Presse.

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    Zitat Zitat von R25-300 Beitrag anzeigen
    13 Tote und 140 Verletzte nach Unwetter in Moskau



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    warum sollen sie auch, aber du glaubst wohl das die Presse hier frei ist, ja ne




    wie gut das es in Deutschland eine Alternative zu Merkel gibt nicht war
    Merkels Alternative steht zur Wahl und die Presse ist um einiges freier, jedenfalls ist mir nicht bekannt, dass Journalisten als GEburtstagsgeschenk ermordet werden

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