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Nachrichten aus der Türkei

Erstellt von Amphion, 27.12.2013, 17:31 Uhr · 15.073 Antworten · 588.550 Aufrufe

  1. #12661
    Avatar von Amarok

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    Zitat Zitat von Iron Beitrag anzeigen
    Ein türkischer Admiral, der auf einem Nato Stützpunkt in den USA stationiert ist, hat nach der Aufforderung in die Türkei zu reisen, um sich den Vorwürfen der Spionage zu stellen, Asyl in den USA beantragt. Erzähl mir noch jemand, dass die Amis nicht in den Putschversuch involviert waren.

    Des weiteren hat ein Aussteiger der Gülen-Bewegung bekanntgegeben, dass Gülen schon seit Jahrzehnten den Plan des Putsches ausgearbeitet hat. Er gab auch an, dass, wenn der Putsch gelungen wäre, über 1.000.000 (Mio) Putschgegner hingerichtet werden sollten. Er stieg während der Geziproteste aus der Bewegung aus.
    So eine Türkei wünscht sich Rafi zum Geburtstag, damit sie wieder ruhig schlafen kann.
    Davon abgesehen, die Bilanz des Putsches 1980 und seine Auswirkungen. Man beschwert sich in Europa über die derzeitigen Ereignisse in der Türkei aber im Falle eines erfolgreichen Putsches hätten die Putschisten die selben Maßnahmen mit weit aus schlimmeren Folgen vorgenommen. Das betrifft vor allem auch die restlichen Partein.

    Man lese hier:
    • Das Parlament wurde aufgelöst.
    • Alle politischen Parteien wurden verboten und deren Vermögen beschlagnahmt.
    • 650.000 Personen wurden festgenommen.
    • 1.683.000 Personen wurden polizeilich registriert.
    • In 210.000 Prozessen wurden 230.000 Personen vor Gericht gestellt.
    • Für 7.000 Personen wurde die Todesstrafe gefordert.
    • 517 Personen wurden zum Tode verurteilt.
    • 50 Personen wurden erhängt (18 linksorientierte und 8 rechtsorientierte politische Gefangene, sowie 23 Straftäter und 1 Asala-Anhänger).
    • 71.000 Personen wurden wegen Meinungsdelikten vor Gericht gestellt.
    • 98.404 Personen wurden als „Anhänger illegaler Organisationen“ vor Gericht gestellt.
    • 388.000 Personen wurde ein Reisepass verweigert.
    • 30.000 Personen wurden entlassen, weil sie „verdächtig“ seien.
    • 14.000 Personen wurden aus der Staatsbürgerschaft entlassen.
    • 30.000 Personen flohen ins Ausland.
    • 300 Personen wurden durch unbekannte Täter ermordet.
    • 171 Personen starben unter Folter.
    • 937 Filme wurden verboten.
    • 23.677 Vereine wurden geschlossen.
    • 3.854 Lehrer und Lehrerinnen, 120 Universitätsdozenten und 47 Richter wurden entlassen.
    • Die Veröffentlichung der Zeitungen wurde insgesamt 300 Tage verhindert.
    • 13 große Zeitungen wurden 303 mal vor Gericht gestellt.
    • 39 Zeitungen und Zeitschriften wurden verbrannt.
    • 133.607 Bücher wurden verbrannt.
    • 299 Personen starben im Gefängnis.
    • 14 Personen starben beim Todesfasten.
    • 160 Personen starben unter verdächtigen Umständen.
    • 95 Personen wurden bei einem Schusswechsel erschossen.
    • 73 Personen starben aus natürlichen Gründen in Polizeihaft.
    • 43 Personen begingen Selbstmord in Polizeihaft.
    Niemand beschäftigt sich damit...

  2. #12662
    Avatar von Zeus

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    Zitat Zitat von Iron Beitrag anzeigen
    Ein türkischer Admiral, der auf einem Nato Stützpunkt in den USA stationiert ist, hat nach der Aufforderung in die Türkei zu reisen, um sich den Vorwürfen der Spionage zu stellen, Asyl in den USA beantragt. Erzähl mir noch jemand, dass die Amis nicht in den Putschversuch involviert waren.
    So, jetzt schalte ich meinen Sarkasmus mal aus und frage ernsthaft: Was hätten die Vereinigten Staaten von Amerika von einem Putsch?

    So eine Türkei wünscht sich Rafi zum Geburtstag, damit sie wieder ruhig schlafen kann.
    So, Sarkasmus wieder an: Was hätte Rafi von einer geputschten Türkei?

  3. #12663
    Avatar von Amarok

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    Was hätten die Vereinigten Staaten von Amerika von einem Putsch?
    Geopolitik was sonst.

    1980:
    Die These, dass der Putsch von der NATO und den USA unterstützt wurde, stützt sich auf drei Argumente: Im Rahmen der OECD leisteten verschiedene NATO-Länder in den 70er und 80er Jahren eine umfangreiche Militär- und Wirtschaftshilfe an die Türkei. Zwischen 1979 und 1982 brachten die OECD-Länder vier Milliarden Dollar an Wirtschaftshilfe auf.[24] Daneben erhielt die Türkei vor und nach dem Militärputsch umfangreiche Militärhilfen.[25] Ende 1981 wurde ein türkisch-amerikanischer Verteidigungsrat gegründet, mit dem die USA die Stationierung der Spezialeinheit schnelle Eingreiftruppe (Rapid Deployment Force = RDF) besonders in Ostanatolien forcieren wollte. Vor allem aber stützt sich die These auf die Art, wie dem US-Präsidenten Jimmy Carter die Botschaft des Putsches überbracht wurde. In seinem Buch 12 Eylül – Saat 4 (12. September, 4 Uhr) beschreibt Mehmet Ali Birand, dass Paul Henze als Berater des Nationalen Sicherheitsrats in den USA dem Präsidenten Carter die Nachricht von dem Putsch mit den Worten „unsere Jungs (in Ankara) haben es gemacht“ (our boys did it) überbrachte.[26]
    By the way diese "Millitärhilfen" waren Rüstungsverträge damit wir der NATO ihren Schrott den sie nicht mehr verwenden abkaufen. Das war keine Hilfe. Wir haben bis heute noch über 1000 M60 und M113 Panzerfahrzeuge die kein Mensch braucht.

  4. #12664
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    So, jetzt schalte ich meinen Sarkasmus mal aus und frage ernsthaft: Was hätten die Vereinigten Staaten von Amerika von einem Putsch?



    ....

    Interessante Frage....dennoch braucht man nur ein Geschichtsbuch aufschlagen um zu vermuten, dass eine Einmischung der USA nicht mal so abwegig ist.....


    , denn alles was nicht ziemlich USA konform ist, ist ein Dorn für die USA.


    Das umkonforme ist vielleicht in dem letzten Jahr zu suchen.....



    Z.B. was hatte die USA von einem Putsch gegen Saddam damals?

  5. #12665
    Avatar von Zeus

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    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    Geopolitik was sonst.
    Klar, aber... hat man diese nicht auch schon mit Militärstützpunkten, über die die Türkei sonst auch immer so froh ist, weil man seine gute Beziehung zur mächtigen USA ja wieder einmal beweist?

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    Interessante Frage....dennoch braucht man nur ein Geschichtsbuch aufschlagen um zu vermuten, dass eine Einmischung der USA nicht mal so abwegig ist.....


    , denn alles was nicht ziemlich USA konform ist, ist ein Dorn für die USA.


    Das umkonforme ist vielleicht in dem letzten Jahr zu suchen.....



    Z.B. was hatte die USA von einem Putsch gegen Saddam damals?
    Das typischste Argument evaaar.

  6. #12666
    Avatar von Yu-Rebell

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    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    Geopolitik was sonst.

    1980:


    By the way diese "Millitärhilfen" waren Rüstungsverträge damit wir der NATO ihren Schrott den sie nicht mehr verwenden abkaufen. Das war keine Hilfe. Wir haben bis heute noch über 1000 M60 und M113 Panzerfahrzeuge die kein Mensch braucht.
    Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass die USA diesmal ihre Finger im Spiel hatten, dafür war dieser zu schlecht organisiert. Die die das gemacht haben hatten nur ein Ziel, Erdogan zu eliminieren und die dadurch entstandene Ohnmacht in der Bevölkerung nutzen um die Macht zu übernehmen.

  7. #12667
    Avatar von Iron

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    Zitat Zitat von Methica Beitrag anzeigen
    Aber klar doch...

    1. Wenn ich sehe, was einem blüht in der Türkei, ob man sich was zu schulden kommen lassen hat oder nicht, würde ich auch Asyl beantragen. Man ist ja seines Lebens nicht mehr sicher und ist Willkür, Gefängnis und sogar der Todesstrafe ausgesetzt (wenn sie wieder eingeführt wird).

    2. Dass jetzt die Gülen-Begeung verteufelt wird und Erdogan mit so einem "Insider" sagt, die sei ja noch viel schlimmer als er es jetzt ist und den Leuten Angst machen will, liegt doch auf der Hand.

    Wo ich dir zustimme ist, dass die USA bescheid wusste.
    Wenn man nichts zu verbergen hat, beantragt man auch keinen Asyl. Es gibt zahlreiche Generäle, dir sich gestellt haben und wieder ihren alten Aufgaben nachgehen dürfen. Die haben auch kein Asylantrag gestellt, da sie auch nichts zu verbergen hatten.

  8. #12668
    Avatar von Zeus

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    Zitat Zitat von Iron Beitrag anzeigen
    Wenn man nichts zu verbergen hat, beantragt man auch keinen Asyl. Es gibt zahlreiche Generäle, dir sich gestellt haben und wieder ihren alten Aufgaben nachgehen dürfen. Die haben auch kein Asylantrag gestellt, da sie auch nichts zu verbergen hatten.
    Ich kann mir vorstellen, dass die ganzen Lehrer, die nicht mehr ihre Tätigkeit als Lehrer ausüben dürfen, beziehungsweise sogar festgenommen wurden, ganz viel zu verbergen hatten...

  9. #12669
    Avatar von Iron

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    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Ich kann mir vorstellen, dass die ganzen Lehrer, die nicht mehr ihre Tätigkeit als Lehrer ausüben dürfen, beziehungsweise sogar festgenommen wurden, ganz viel zu verbergen hatten...
    Es sind ja auch keine staatlichen Lehrer, sondern Lehrer der Gülenschulen. Natürlich können die informationen verbergen, die für den Staat überlebenswichtig sind. Welcher Staat würde da nicht zugreifen?

  10. #12670
    Avatar von Amarok

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    Klar, aber... hat man diese nicht auch schon mit Militärstützpunkten, über die die Türkei sonst auch immer so froh ist, weil man seine gute Beziehung zur mächtigen USA ja wieder einmal beweist?
    Erdogan hatte sich Monate darüber gestreubt den Millitärstütztpunkt wo neben bei 90 Atombomben stationiert sind für die Amerikaner zu eröffnen, dies betraf auch allgemein die NATO. Monate hinweg machte der Westen daraufhin Politik und übte Druck aus, Amerika selbst schickte mehrere Millitärische Berater in die Türkei. Erst dann nach Monaten des zögerns öffnete er die Basis.

    Es ist kein Geheimnis, dass die Regierung in Washington für den Putsch 1980 verantwortlich war. Es wird darüber spekuliert ob sie auch für frühere die Verantwortung trug. Immer wenn eine Person die (islamisch Konservativ) war oder den Weg in die Selbstbestimmung suchte in diesem Land, wurde er umgehend geputscht. Das Politische Feld der Türkei hat sich nach dem Putsch dann komplett zugunsten der Verbündeten gewandt. Was bedeut, dass man hohe Kredite entgegen nahm und in Rüstungsverträge verwickelt wurde. Projekte wurden liegen gelassen, die Ministerpräsidenten Ciller hat sich nach dutzenden Korruptionsvorwürfen nach Amerika später abgesetzt.

    Wem das nicht reicht, dennoch nach eindeutigen beweisen schützt die CIA Fetullah Gülen. Mittlerweile spricht man davon, dass sie ihn aus Pennsylvania wo anders hingebracht hätten aus Schutz. Auch er wird von den Amerikanern dazu benutzt um in der Türkei Politik zu betreiben. Mit Erdogan hatte er damals sein Opfer gefunden. Dieser geistige Ziegenbock hat es jedoch zu spät bemerkt. Die Bewegung an sich ist jedoch dennoch gefährlich. Ihre Anhänger bezeichnen sich mittlerweile als Soldaten. Der berühmte NBA-Star Enes Kanter, der sich nun Enes Gülen nennt bezeichnete in einen offenen Brief seine Brüder und Schwester als Soldaten.

    Es geht den Amerikanern nicht die Türkei Stabilität zu gewährleisten. Sondern ähnliches was auch in Ägypten derzeit abgeht. Man setzt einen gewählten Präsidenten der eine Anti-Amerikanische Politik betreibt ab und installiert dafür einen Millitär, der später Wahlen einleitet aber davor das Land nochmal ordentlich durch IWF-Kredite und Rüstungsverträge in den Ruin treibt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Yu-Rebell Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass die USA diesmal ihre Finger im Spiel hatten, dafür war dieser zu schlecht organisiert. Die die das gemacht haben hatten nur ein Ziel, Erdogan zu eliminieren und die dadurch entstandene Ohnmacht in der Bevölkerung nutzen um die Macht zu übernehmen.
    Der Putsch wurde vorgezogen, weil Erdogan gewarnt wurde. Deswegen hat er am Ende auch nicht geklappt. Hätte die Bewegung länger Zeit gehabt zur Vorbereitung hätte sie wahrscheinlich geklappt. Denn sie standen kurz davor um 03:00 Morgens dachte ich wirklich es wäre vorbei, vor allem als sie die TRT-Zentrale besetzt hielten.

    Im grunde hatten sie schon gewonnen, sie haben nicht damit gerechnet. Das die Bevölkerung darauf einfach keinen Bock mehr hat. Zudem 1/3 ihrer Soldaten Jünglinge waren die lediglich Befehle befolgt hatten. So schlecht organisiert war der Putsch nicht. Man hat in Ankara entdeckt, dass sie sogar Kasirga sprich Raketensysteme an einer Tankstelle deponiert hatten um Städte anzugreifen sollte der Staat nicht kapitulieren.

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