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Nachrichten aus der Türkei

Erstellt von Amphion, 27.12.2013, 17:31 Uhr · 15.040 Antworten · 586.259 Aufrufe

  1. #1311

    Registriert seit
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    Geht sterben, ihr Versager. http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-962696.html

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von DerBossHier Beitrag anzeigen
    Mein türkischer Freund übrigens stolzer AKP Wähler distanziert sich mit der Zeit von Erdogan aber er sagt : " wir haben leider keine Alternative, alle anderen Politiker sind schlimmer"
    Der CHP Chef ist laut ihm mit einer Krankenkasse pleite gegangen. Laut meinem Freund hat dann Erdogan gesagt: " Wenn er nicht mal eine Krankenkasse führen kann wie soll er ein ganzes Land führen "

    Naja Türkei und freie Meinungsäußerung ist so eine Sache. Wenn man schon China hinter sich lässt. Ich frage mich warum die AKP so was überhaupt nötig hat.



    Bin gespannt ob die Nato auch wirklich die Tonbandaufnahmen untersucht.
    Mein bosniakischer Freund, übrigens richtiger Bosniake im Gegensatz zu dir, unterstützt Erdogan.

  2. #1312

  3. #1313

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    Das wollte eigentlich ich posten.

  4. #1314

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    1.589
    Zitat Zitat von Crytek Beitrag anzeigen
    Das wollte eigentlich ich posten.
    wieso bist du immer nur fuer ein paar stunden gesperrt?

  5. #1315
    Avatar von TuAF

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  6. #1316

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    Zitat Zitat von IceCold53 Beitrag anzeigen
    wieso bist du immer nur fuer ein paar stunden gesperrt?
    Was meinst du?

  7. #1317

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    Türkische Kommunalwahlen ? oder: Die verschlungenen Wege der Wählerstimmen | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN

    Türkische Kommunalwahlen – oder: Die verschlungenen Wege der Wählerstimmen



    Am 30. März fanden die Kommunalwahlen in der Türkei statt, nicht unbedingt das Ereignis in den Schlagzeilen der meisten westlichen Medien.

    Allerdings sollte man nicht vergessen, dass gerade wegen der Krim- und Ukraine – Krise die Türkei als NATO-Partner und Hüterin des Zuganges zum Schwarzen Meer (Dardanellen und Bosporus) in der heutigen Weltpolitik eine wichtige Rolle spielt! Aus diesen Gründen würde man sich in Europa sicherlich eine politisch stabile und verlässliche Türkei wünschen, aber leider sieht die Realität gegenwärtig anders aus.

    Was sich nach dem 30. März bei der Stimmenauszählung in den einzelnen Städten und Wahlkreisen ergeben hat, ist eine Mischung aus Chaos und organisiertem Wahlstimmendiebstahl – alles andere als ein Märchen aus „Tausendundeiner Nacht“! Derzeit sind so viele Einsprüche bei den Wahlkommissionen anhängig, dass es wohl noch Wochen dauern wird, bis ein endgültiges Wahlergebnis feststeht.

    Mich hat gewundert, dass das vorläufige Wahlergebnis, nach dem die Erdogan-Partei AKP einen glorreichen Sieg errungen haben soll, in vielen Medien kommentarlos hingenommen und veröffentlicht wurde – nach den Unruhen im letzten Jahr und dem brutalen Vorgehen der Polizei auch gegen friedliche Demonstranten klingt es doch unlogisch, dass das Volk mehrheitlich hinter denen steht, die diesen diktatorischen Druck ausgeübt haben; dazu kommen noch alle Proteste gegen die willkürliche Schließung sozialer Medien, die ganzen Vorwürfe wegen Bestechungen, die willkürliche Unterdrückung von allem und jedem, der es wagte, gegen Erdogan den Mund aufzumachen!

    Noch unbegreiflicher wird das Wahlergebnis, wenn man weiß, dass am Montag, 17. März das Ergebnis einer von der AKP (!) in Auftrag gegebener Meinungsumfrage wie folgt aussah:

    CHP 33,3 %, AKP 29,7 %, MHP 21,3 % – um nur die drei größten Parteien zu erwähnen. In den zwei Wochen danach hat sich also die gesamte Wählerschaft komplett verändert? Das kann ja nicht mit rechten Dingen zugehen!

    Genau so war es ja dann auch: die ersten Einsprüche bei den Wahlkommissionen aufgrund der aufgetauchten Beweise brachten eine Wahlmanipulation ungeahnten Ausmaßes nach und nach ans Licht:

    Stimmzettel verschwanden oder wurden gefälscht, Falschzählungen waren an der Tagesordnung, infolge mutwilliger Zahlendreher wurden z.B. aus 1.200 Stimmen plötzlich 2.100, in Wahlkreisen tauchten wesentlich mehr Stimmen auf als Wahlberechtigte verzeichnet waren, während der Auszählung fiel in 41 Wahlkreisen der Strom aus (weil angeblich eine Katze in das Trafohaus eingedrungen war – gleichzeitig an 41 Stellen und in Wahlkreisen, die z.T. hunderte von Kilometern auseinander liegen – und noch vieles mehr in allen denkbaren und undenkbaren Variationen!

    Sogar PC’s wurden gehackt und in der Nacht vor der Wahl Häuser mit Stimmberechtigten in die Listen eingefügt, die es gar nicht gibt!


    Rauf C. Tuksavul denkt an eine Übersiedlung in die Türkei. (Foto: Rauf C. Tuksavul )

    Die Einsprüche, die gegenwärtig nach und nach abgearbeitet werden, zeigen Erfolg – merkwürdigerweise immer zu Ungunsten der AKP: von der AKP bereits (wenn auch knapp) gewonnene Wahlkreise wurden nur wegen ungültiger Stimmen gewonnen, ganze Stadtteile von Istanbul und Ankara, bei denen die AKP siegreich erschien, wurden wegen ungültiger Stimmen wieder verloren, am 03.März wurde bei der „Hohen Wahlkommission“ als oberste Wahlbehörde ein Antrag auf komplette Annulierung der Wahl in Ankara gestellt!

    ALLE bisher aufgedeckten Verstöße gehen klar auf das Konto der Erdogan-Partei AKP bzw. waren von dieser gesteuert – das ist schon keine Wahlmanipulation mehr, sondern klares Verbrechertum! Man schätzt heute, dass die AKP sich auf diese ungesetzliche Weise ca. 10 % – 12 % aller Stimmen erschlichen hat, es wird noch lange dauern, bis alles aufgedeckt ist und diese Folgen (entweder durch Neuzählungen oder Neuwahlen) behoben sein werden.

    In der Türkei mehren sich auch die Stimmen, die davon ausgehen, dass der Ablauf dieser Kommunalwahlen nach den Vorgängen vom 17.12.2013 der zweite Mosaikstein zur Eliminierung der AKP und damit auch der Erdogan-Regierung ist.

    Dazu kommen immer neue Verfehlungen der AKP-Mitglieder: gestern wurden Reporter und Anhänger der CHP in Marmaris (von der CHP gewonnen) von AKP-Leuten überfallen und geprügelt, der dortige Polizeichef stand dabei und schaute zu; in einem Wahlkreis in der Südost-Türkei, der von der dortigen kurdischen Partei gewonnen wurde, wollten die Beamten nach der Wahl das Regierungsgebäude betreten, dies war aber über Nacht komplett ausgeräumt und z.T. verwüstet worden; Überfälle auf CHP-Beamten, die ihre Wahlkreise z.T. erst nach den Ein- und Widersprüchen gewonnen hatten, sind immer noch an der Tagesordnung!

    Derzeit sind sogar Gespräche zwischen der CHP und der MHP im Gange, wonach es möglicherweise zu einer Vereinigung dieser zwei Parteien kommen kann, das würde durchaus Sinn machen, da diese zwei Parteien mehr Stimmen auf sich vereinen als sogar die nachweislich manipulierten 44 % der AKP!

    Wenn es den Politikern der gemäßigten Parteien (CHP und MHP) gelingt, dem türkischen Volk auf eine behutsame Art und ohne die ethischen, moralischen und religiösen Gefühle des Volkes zu verletzen, die kriminellen Machenschaften der AKP-Regierung und deren Nachteile deutlich zu machen, ist es durchaus nicht abwegig, dass die Stimmung schnell sich ändern kann.

    Viele Menschen in der Türkei beginnen sich jetzt schon zu fragen, warum alles teurer und das Leben immer schwieriger wird – Erdogan hatte doch etwas ganz anderes versprochen?! Wenn es sich dann noch herausstellt – und das ist nur noch eine Frage der Zeit – dass der hochgelobte Regierungschef seine Macht in den letzten Jahren dazu missbraucht hat, um zusammen mit seiner ganzen Familie und den oberen Parteimitgliedern Milliarden aus dem Land zu schaffen…..

    Die Anhänger der religiös orientierten Partei AKP sollten auch einmal im heiligen Koran nachlesen. Diebstahl zählt im Islam zu einer der schwersten Sünden, egal in welcher Form, was sich in der Türkei abspielt, kann jedoch nur als Diebstahl bezeichnet werden, begangen von denen, die an der Macht sind und somit dazu alle Gelegenheiten ausnutzen!

    Der Türkei stehen noch sehr bewegte Zeiten bevor, nicht nur wegen der Überraschungen bis zur offiziellen Bekanntgabe des Wahlergebnisses, das mit Sicherheit andere Zahlen als am vergangenen Montag aufweisen wird, sondern auch, weil bereits jetzt die Köpfe der DISK (Devrimci Isci Sendikalari Konfederasyonu – Konföderation der revolutionären Arbeitergewerkschaften) dazu aufgerufen haben, dass sich am 1. Mai auf allen Plätzen in allen Städten der Türkei die Massen zu einer landesweiten gemeinsamen Kundgebung versammeln sollen; ich wette, dann ist die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern auch nicht weit weg!

    Leider ist es eine Tatsache, dass Erdogan dabei ist, sich einen Polizeistaat zu basteln, wenn er damit langfristig Erfolg haben wird und nicht demnächst gestoppt wird, geht die Türkei mit einem Schritt 200 Jahre zurück in die Zeiten finsterster Diktatur – das muss mit allen Mitteln im Sinne der dort lebenden Menschen verhindert werden!

    Rauf C. Tuksavul, Diplom-Ingenieur aus Hessen, ist 63 Jahre alt und lebt seit Jahrzehnten in Deutschland. Sein Vater ist der deutsch-türkische Buchautor Muammer Tuksavul, der in Deutschland mit seinem Buch „Eine bittere Freundschaft. Erinnerungen eines türkischen Jahrhundertzeugen.“ bekannt geworden ist.

  8. #1318

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    1.589
    Deutschland benutzt die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei um die türkische Politik zu beeinflussen und die Wirtschaft der Türkei unter Kontrolle zu halten. Ließt euch den Bericht komplett durch.

    Überflüssige Beitritts-Verhandlungen: Türkei und EU passen nicht zusammen

    Ein schizophrenes Verhältnis: Premierminister Erdoğan hat keine Lust auf die EU und die EU hat keine Lust auf die Türkei. Doch die EU-Beitrittsverhandlungen werden weitergeführt. Nur eine Volksabstimmung über den Beitritt kann Klarheit schaffen.

    Es wird immer deutlicher, dass die aktuellen EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei überflüssig sind. Auf der türkischen Seite ist ein schwindendes Interesse an der EU vorhanden.

    Die EU-Länder wiederum nutzen die Verhandlungen lediglich dafür, um der Türkei politische und wirtschaftliche Konzessionen abzuverlangen. Oftmals fühlen sich die Türken von Brüssel erpresst und gegängelt.

    Der New York Times-Journalist Alan Cowell erkennt eine Entfremdung zwischen der Türkei und der EU. In einem Artikel schreibt er, dass die Beitrittsverhandlungen in zweierlei Hinsicht fragwürdig seien. Zum einen erkennt er bei Premierminister Erdoğan ein Desinteresse. Doch zum anderen ist die EU scheinbar nicht bereit, ein Land wie die Türkei aufzunehmen. Der größte Türkei-Gegner ist in diesem Zusammenhang Deutschland.

    Am Samstag hat die CDU ihr EU-Wahlprogramm beschlossen. In dem Wahlprogramm heißt es:

    „Eine Vollmitgliedschaft der Türkei lehnen wir aber ab, weil sie die Voraussetzung für einen EU-Beitritt nicht erfüllt. Angesichts der Größe des Landes und seiner Wirtschaftsstruktur wäre zudem die Europäische Union überfordert.“

    Doch paradoxerweise sind die Christdemokraten gegen einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Die deutsche Bundesregierung will also keinen EU-Beitritt der Türken. Doch die Verhandlungen möchte sie weiterführen.

    Tatsächlich wäre die EU durch einen Beitritt der Türkei überfordert. Umso wichtiger ist es, dass in Bezug auf die Türkei eine europaweite Volksabstimmung stattfindet. Die EU hat in puncto EU-Beitritt der Türkei die Möglichkeit, ihren oftmals beschworenen demokratischen Charakter unter Beweis zu stellen.

    Die europäischen Völker sollen darüber entscheiden, ob die Beitrittsverhandlungen weitergeführt werden sollen oder nicht. Die Türkei ist weder Rumänien noch Bulgarien. Das Land ist politisch und wirtschaftlich weitaus stärker und hat eine Einwohnerzahl von 75 Millionen Menschen.

    Bei einem EU-Beitritt des Landes würden die Türken die zweitmeisten Abgeordneten im EU-Parlament stellen. Zudem würden im Zuge der Binnenmigration Millionen von Menschen aus dem Südosten des Landes in den EU-Raum einwandern. Das müsste im Rahmen der EU-Freizügigkeit ohnehin irgendwann stattfinden.

    Hinzu kommt, dass das Zusammenleben von Deutsch-Türken und Deutschen in der Mitte Europas immer unmöglicher wird. Die Wahrung des sozialen Friedens ist schon heute eine große Aufgabe für beide Ethnien. Die Anti-Islam-Debatte ist noch nicht beendet. Auch Ehen zwischen Deutschen und Türken sind im Regelfall zum Scheitern verurteilt.

    Brüssel darf keine Angst vor seinen eigenen Bürgern haben.

    Eine Volksabstimmung über den EU-Beitritt der Türkei ist berechtigt und legitim.

    Andernfalls könnte die EU ihre Daseinsberechtigung verlieren.

    Überflüssige Beitritts-Verhandlungen: Türkei und EU passen nicht zusammen | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Kanno Beitrag anzeigen
    Türkische Kommunalwahlen ? oder: Die verschlungenen Wege der Wählerstimmen | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN

    Türkische Kommunalwahlen – oder: Die verschlungenen Wege der Wählerstimmen



    Am 30. März fanden die Kommunalwahlen in der Türkei statt, nicht unbedingt das Ereignis in den Schlagzeilen der meisten westlichen Medien.

    Allerdings sollte man nicht vergessen, dass gerade wegen der Krim- und Ukraine – Krise die Türkei als NATO-Partner und Hüterin des Zuganges zum Schwarzen Meer (Dardanellen und Bosporus) in der heutigen Weltpolitik eine wichtige Rolle spielt! Aus diesen Gründen würde man sich in Europa sicherlich eine politisch stabile und verlässliche Türkei wünschen, aber leider sieht die Realität gegenwärtig anders aus.

    Was sich nach dem 30. März bei der Stimmenauszählung in den einzelnen Städten und Wahlkreisen ergeben hat, ist eine Mischung aus Chaos und organisiertem Wahlstimmendiebstahl – alles andere als ein Märchen aus „Tausendundeiner Nacht“! Derzeit sind so viele Einsprüche bei den Wahlkommissionen anhängig, dass es wohl noch Wochen dauern wird, bis ein endgültiges Wahlergebnis feststeht.

    Mich hat gewundert, dass das vorläufige Wahlergebnis, nach dem die Erdogan-Partei AKP einen glorreichen Sieg errungen haben soll, in vielen Medien kommentarlos hingenommen und veröffentlicht wurde – nach den Unruhen im letzten Jahr und dem brutalen Vorgehen der Polizei auch gegen friedliche Demonstranten klingt es doch unlogisch, dass das Volk mehrheitlich hinter denen steht, die diesen diktatorischen Druck ausgeübt haben; dazu kommen noch alle Proteste gegen die willkürliche Schließung sozialer Medien, die ganzen Vorwürfe wegen Bestechungen, die willkürliche Unterdrückung von allem und jedem, der es wagte, gegen Erdogan den Mund aufzumachen!

    Noch unbegreiflicher wird das Wahlergebnis, wenn man weiß, dass am Montag, 17. März das Ergebnis einer von der AKP (!) in Auftrag gegebener Meinungsumfrage wie folgt aussah:

    CHP 33,3 %, AKP 29,7 %, MHP 21,3 % – um nur die drei größten Parteien zu erwähnen. In den zwei Wochen danach hat sich also die gesamte Wählerschaft komplett verändert? Das kann ja nicht mit rechten Dingen zugehen!

    Genau so war es ja dann auch: die ersten Einsprüche bei den Wahlkommissionen aufgrund der aufgetauchten Beweise brachten eine Wahlmanipulation ungeahnten Ausmaßes nach und nach ans Licht:

    Stimmzettel verschwanden oder wurden gefälscht, Falschzählungen waren an der Tagesordnung, infolge mutwilliger Zahlendreher wurden z.B. aus 1.200 Stimmen plötzlich 2.100, in Wahlkreisen tauchten wesentlich mehr Stimmen auf als Wahlberechtigte verzeichnet waren, während der Auszählung fiel in 41 Wahlkreisen der Strom aus (weil angeblich eine Katze in das Trafohaus eingedrungen war – gleichzeitig an 41 Stellen und in Wahlkreisen, die z.T. hunderte von Kilometern auseinander liegen – und noch vieles mehr in allen denkbaren und undenkbaren Variationen!

    Sogar PC’s wurden gehackt und in der Nacht vor der Wahl Häuser mit Stimmberechtigten in die Listen eingefügt, die es gar nicht gibt!


    Rauf C. Tuksavul denkt an eine Übersiedlung in die Türkei. (Foto: Rauf C. Tuksavul )

    Die Einsprüche, die gegenwärtig nach und nach abgearbeitet werden, zeigen Erfolg – merkwürdigerweise immer zu Ungunsten der AKP: von der AKP bereits (wenn auch knapp) gewonnene Wahlkreise wurden nur wegen ungültiger Stimmen gewonnen, ganze Stadtteile von Istanbul und Ankara, bei denen die AKP siegreich erschien, wurden wegen ungültiger Stimmen wieder verloren, am 03.März wurde bei der „Hohen Wahlkommission“ als oberste Wahlbehörde ein Antrag auf komplette Annulierung der Wahl in Ankara gestellt!

    ALLE bisher aufgedeckten Verstöße gehen klar auf das Konto der Erdogan-Partei AKP bzw. waren von dieser gesteuert – das ist schon keine Wahlmanipulation mehr, sondern klares Verbrechertum! Man schätzt heute, dass die AKP sich auf diese ungesetzliche Weise ca. 10 % – 12 % aller Stimmen erschlichen hat, es wird noch lange dauern, bis alles aufgedeckt ist und diese Folgen (entweder durch Neuzählungen oder Neuwahlen) behoben sein werden.

    In der Türkei mehren sich auch die Stimmen, die davon ausgehen, dass der Ablauf dieser Kommunalwahlen nach den Vorgängen vom 17.12.2013 der zweite Mosaikstein zur Eliminierung der AKP und damit auch der Erdogan-Regierung ist.

    Dazu kommen immer neue Verfehlungen der AKP-Mitglieder: gestern wurden Reporter und Anhänger der CHP in Marmaris (von der CHP gewonnen) von AKP-Leuten überfallen und geprügelt, der dortige Polizeichef stand dabei und schaute zu; in einem Wahlkreis in der Südost-Türkei, der von der dortigen kurdischen Partei gewonnen wurde, wollten die Beamten nach der Wahl das Regierungsgebäude betreten, dies war aber über Nacht komplett ausgeräumt und z.T. verwüstet worden; Überfälle auf CHP-Beamten, die ihre Wahlkreise z.T. erst nach den Ein- und Widersprüchen gewonnen hatten, sind immer noch an der Tagesordnung!

    Derzeit sind sogar Gespräche zwischen der CHP und der MHP im Gange, wonach es möglicherweise zu einer Vereinigung dieser zwei Parteien kommen kann, das würde durchaus Sinn machen, da diese zwei Parteien mehr Stimmen auf sich vereinen als sogar die nachweislich manipulierten 44 % der AKP!

    Wenn es den Politikern der gemäßigten Parteien (CHP und MHP) gelingt, dem türkischen Volk auf eine behutsame Art und ohne die ethischen, moralischen und religiösen Gefühle des Volkes zu verletzen, die kriminellen Machenschaften der AKP-Regierung und deren Nachteile deutlich zu machen, ist es durchaus nicht abwegig, dass die Stimmung schnell sich ändern kann.

    Viele Menschen in der Türkei beginnen sich jetzt schon zu fragen, warum alles teurer und das Leben immer schwieriger wird – Erdogan hatte doch etwas ganz anderes versprochen?! Wenn es sich dann noch herausstellt – und das ist nur noch eine Frage der Zeit – dass der hochgelobte Regierungschef seine Macht in den letzten Jahren dazu missbraucht hat, um zusammen mit seiner ganzen Familie und den oberen Parteimitgliedern Milliarden aus dem Land zu schaffen…..

    Die Anhänger der religiös orientierten Partei AKP sollten auch einmal im heiligen Koran nachlesen. Diebstahl zählt im Islam zu einer der schwersten Sünden, egal in welcher Form, was sich in der Türkei abspielt, kann jedoch nur als Diebstahl bezeichnet werden, begangen von denen, die an der Macht sind und somit dazu alle Gelegenheiten ausnutzen!

    Der Türkei stehen noch sehr bewegte Zeiten bevor, nicht nur wegen der Überraschungen bis zur offiziellen Bekanntgabe des Wahlergebnisses, das mit Sicherheit andere Zahlen als am vergangenen Montag aufweisen wird, sondern auch, weil bereits jetzt die Köpfe der DISK (Devrimci Isci Sendikalari Konfederasyonu – Konföderation der revolutionären Arbeitergewerkschaften) dazu aufgerufen haben, dass sich am 1. Mai auf allen Plätzen in allen Städten der Türkei die Massen zu einer landesweiten gemeinsamen Kundgebung versammeln sollen; ich wette, dann ist die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern auch nicht weit weg!

    Leider ist es eine Tatsache, dass Erdogan dabei ist, sich einen Polizeistaat zu basteln, wenn er damit langfristig Erfolg haben wird und nicht demnächst gestoppt wird, geht die Türkei mit einem Schritt 200 Jahre zurück in die Zeiten finsterster Diktatur – das muss mit allen Mitteln im Sinne der dort lebenden Menschen verhindert werden!

    Rauf C. Tuksavul, Diplom-Ingenieur aus Hessen, ist 63 Jahre alt und lebt seit Jahrzehnten in Deutschland. Sein Vater ist der deutsch-türkische Buchautor Muammer Tuksavul, der in Deutschland mit seinem Buch „Eine bittere Freundschaft. Erinnerungen eines türkischen Jahrhundertzeugen.“ bekannt geworden ist.
    heftige sache..

  9. #1319

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    Nach der Krise in der Ukraine werden sie die Türkei an den Eiern packen und nie wieder loslassen. Ansonsten schauen wir uns im Osten um ich erwarte von der EU Militärische Geschenke was wir auch als Tribut an ihre Türkischen Herrscher bezeichnen können.

  10. #1320
    Avatar von Tigerfish

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    Militärische Geschenke? Das meißte wäre nur überholungsbedürftige Secondhand Ware. Nee lieber nicht. Aber den Blick gen Osten sollte die Türkei auf alle Fälle halten

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