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Nachrichten aus der Türkei

Erstellt von Amphion, 27.12.2013, 17:31 Uhr · 15.167 Antworten · 592.441 Aufrufe

  1. #2541
    Avatar von Heraclius

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    Zitat Zitat von Palaiologos XI Beitrag anzeigen
    Vielleicht solltest du oströmisches bzw. Byzantinische reich schreiben. Als Römisches wird allgemein das antike bis 330 bezeichnet.


    Den Anfang der römischen Expansion kann man beim Sieg Roms über die etruskische Stadt Veii 396 v.Chr. ansetzen. Diesem ging ein 10-jähriger Krieg voraus. Die Reichsteilung in West- und Oströmisches Reich erfolgte durch Kaiser Theodosius I. im Jahre 395 n.Chr. Das Ende der Westhälfte war 476 n.Chr, das Ende der Osthälfte hingegen 1453 n.Chr. Davon ausgehend, dass der Gedanke der Reichseinheit durch die Ostkaiser (zumindest formell) nie aufgegeben wurde, kann man mit Recht behaupten, dass das römische Reich im Ganzen 1849 Jahre bestanden hat.

    Heraclius

  2. #2542

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  3. #2543
    Avatar von Paokaras

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  4. #2544
    Avatar von Bacerll

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    Die Türkei verliert ihren Einfluss in Nahost

    Es ist noch gar nicht lange her, da produzierte sich die Türkei selbstbewusst als natürliche Führungsmacht im Nahen Osten. Nach den Verwerfungen des Arabischen Frühling begannen in der Region neue islamistische Regime emporzuschießen, die dem Land freundlich gesinnt gegenüber standen. Wann immer der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seinen Fuß auf arabische Erde setzte, wurde er von einer bewundernden Menschenmenge umringt.
    Doch mittlerweile ist der Einfluss, den die Türkei auf die Region ausübt, auf einen Tiefpunkt gesunken. Und zwar ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem die USA und ihre Verbündeten im Kampf gegen den Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat in Irak, Syrien und darüber hinaus am meisten auf die Hilfe der Regierung in Ankara angewiesen wären.
    Ehrgeizige politische Ziele, bei denen die Anziehungskraft des politischen Islam überschätzt und die Zählebigkeit der alten politischen Ordnung im Nahen Osten verkannt wurden, haben die Türkei in der Region weitestgehend zum Außenseiter gemacht. Mit der Ausnahme der irakischen Kurden steht mittlerweile kaum noch eine Regierung im Nahen Osten auf gutem Fuß mit Ankara.


    „Wir kamen von einer Politik, bei der wir null Probleme mit unseren Nachbarn hatten. Und jetzt haben wir mit fast allen Probleme“, urteilt Ümit Pamir, ein Diplomat im Ruhestand, der als türkischer Botschafter bei den Vereinten Nationen, der Nato und in Griechenland gedient hatte.
    Die Beziehungen der Türkei zu den regionalen Machtzentren Ägypten und Israel sind mittlerweile so zerrüttet, dass die Regierung in Ankara in keines der beiden Länder Botschafter entsendet hat. Dass die Türkei auf einem Regimewechsel in Syrien beharrt, hat die Beziehung des Landes zu Iran aufs Äußerste abgekühlt. Die von Schiiten geführte Regierung in Bagdad beobachtet argwöhnisch, wie weit die Türkei ihre Fühler ins irakische Kurdistan ausstreckt. Saudi-Arabien und andere Monarchien am Golf empören sich darüber, dass die Türkei den Vorstellungen gefolgt war, die die Muslimbruderschaft für die Region entworfen hatte. Und selbst der Querschläger Katar, der früher die außenpolitischen Ambitionen der Türkei überhaupt erst möglich gemacht hatte, ist inzwischen näher an den Rest der Golfstaaten herangerückt.
    Die Türkei wollte sich zu einer Führungsmacht entwickeln, die dem Nahen Osten den Weg zu Demokratie und Wohlstand weisen würde. Doch stattdessen hat sich das Land von den Problemen der Region überrollen lassen. Islamistische Kämpfer sind eingesickert, religiös motivierte Auseinandersetzungen greifen um sich, auf türkischen Straßen kommt es zu tödlicher Gewalt. Und Ankara scheint sich schwer damit zu tun, diese Schwierigkeiten zu bewältigen.
    Türkische Regierungsvertreter betonen immer wieder, sie hätten rund zwei Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen und sich diese Hilfe Milliarden kosten lassen. Die Massaker, die der syrische Staatspräsident Baschar al-Assad begangen habe, hätten zusammen mit der fehlenden Bereitschaft des Westens, gegen ihn vorzugehen, den Aufstieg der Terrormiliz IS angefacht und die Türkei dazu gezwungen, auf einen Regimewechsel in Damaskus zu drängen, argumentieren sie.
    Pleite im UN-Sicherheitsrat

    Erdogan hatte in einer riskanten Wette auf einen schnellen Niedergang des syrischen Machthabers gesetzt. Doch Assad hat sich als widerstandsfähig erweisen. Und nun sieht sich die Regierung in Ankara in eine Situation versetzt, in der sie nur noch eingeschränkte Handlungsoptionen hat. Die Türkei geht zudem immer öfter auf Konfrontationskurs mit der US-Regierung, die sich unterdessen auf das Schmieden einer Koalition zur Bekämpfung der IS-Terroristen verlegt hat. Dieses Vorhaben sieht unter anderem die Unterstützung kurdischer Fraktionen vor, denen die Türkei seit langem feindlich gegenübersteht.
    „Traditionell war die türkische Außenpolitik stets nicht-interventionistisch, zurückhaltend und am Status Quo orientiert. Dass nun die Politik eines Regimewechsels mit Blick auf einen ihrer Nachbarn verfolgt wurde - das war eine plötzliche Abweichung”, erklärt Sinan Ülgen, ein ehemaliger türkischer Diplomat, der jetzt als Gastwissenschaftler beim außenpolitischen Analysezentrum Carnegie Europe arbeitet und die Forschungsgruppe Edam in Istanbul leitet.
    Dass der regionale Einfluss der Türkei schrumpft, zeigte sich unter anderem darin, dass es dem Land in diesem Monat nicht gelungen war, einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu ergattern. War das Land im Jahr 2008 noch mit den Stimmen von 151 Ländern mit wehenden Fahnen in das Gremien eingezogen, wurde der zuvor so siegessichere türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu dieses Mal bitter enttäuscht. Die Türkei konnte sich lediglich 60 Stimmen sichern und wurde von Spanien übertrumpft – eine Niederlage, die zum Teil auf die Lobbyarbeit Ägyptens und Saudi-Arabiens zurückzuführen ist.
    Ein Umdenken der türkischen Regierung, was ihren regionalpolitischen Ansatz angeht, zeichnet sich bisher allerdings nicht ab. „Welche Art von Fehlern sollten wir denn jetzt plötzlich eingestehen? Der Fehler der Türkei ist es, eine Demokratie zu sein, wenn das ein Fehler ist. Der Fehler der Türkei ist es, dass sie für Menschrechte steht, wenn das ein Fehler ist”, sagt Yasin Aktay, der für auswärtige Beziehungen zuständige, stellvertretende Vorsitzende der türkischen Regierungspartei AKP. „Niemand kann die Türkei isolieren. Aber wir sind jetzt von nicht demokratischen Prozessen in der Region umzingelt. Und das macht die Region sehr gefährlich. Und zwar nicht nur für die Türkei.“
    Auf der Seite von Islamisten und Muslimbrüdern

    Doch der Einfluss der Türkei im Ausland hat auch deswegen Schaden genommen, weil die Demokratie, so wie das Land sie praktiziert, längst nicht mehr so attraktiv erscheint wie früher. Die gewaltsame Vertreibung der Demonstranten aus dem Istanbuler Gezi-Park im Jahr 2013, die Hinwendung zur Internetzensur und Erdogans Beharren, seine Verbündeten vor Korruptionsermittlungen abzuschirmen, haben allesamt dem Image der Türkei in der Region schwere Kratzer zugefügt.
    „Eine Zeit lang diente die Türkei als Art Modell, aber in den Jahren nach dem Arabischen Frühling ist dieses Image der Türkei vollständig zu Bruch gegangen“, stellt Abdulchalek Abdulla fest, ein Professor für Politikwissenschaften an der Universität der Vereinigten Arabischen Emirate. „Zunächst einmal hat sich die Türkei auf eine Seite geschlagen, auf die Seite von Islamisten und der Muslimbruderschaft. Zum zweiten agiert Erdogan wie eine Art Diktator, wenn er mit Gewalt gegen Freiheiten und Demonstranten vorgeht. Die Liberalen der arabischen Welt sehen in der Türkei kein Modell mehr.”
    Natürlich bildet die Türkei nach wie vor ein entscheidendes Machtzentrum. Dafür sorgen die moderne Wirtschaft, die zweitgrößte Armee der Nato und die strategische Position des Landes.
    „Sie sind einflussreich und bedeutend. Und was sie sagen, wird den Vereinigten Staaten immer wichtig sein“, meint Francis Ricciardone, der Vizepräsident des Atlantic Council in Washington, der bis vor wenigen Monaten als amerikanischer Botschafter in Ankara fungiert hatte. „Sie waren nicht die einzigen, die im Verlauf der Zeit falsche Vermutungen angestellt haben“, fügt er hinzu.
    Es käme ohnehin nur auf die Unterstützung der Völker im Nahen Osten und nicht auf den Rückhalt ihrer Regierungen an. Nur sie zähle wirklich, meinen türkische Offizielle. „Für die Türkei ist der Nahe Osten sehr wichtig. Und es ist gleichermaßen sehr wichtig, dass der Nahe Osten demokratisch wird. Unsere Hoffnung bleibt bestehen“, sagt Osman Can, ein hochrangiger Regierungsvertreter, der sich innerhalb der AKP mit Demokratiethemen befasst. „Wir können gute Beziehungen mit den Völkern, nicht den Regimen des Nahen Ostens aufbauen.“
    2009 gab es bereits Warnsignale

    Als sich die Türkei im Jahr 2009 anfänglich der Region öffnete, geschah dies auf sehr sinnvolle Weise, die überdies von der US-Regierung begrüßt wurde. Das Land schaffte die Visumspflicht für die Bürger der meisten Länder der Region ab und entwickelte sich damit zum Tourismus- und Einkaufszentrum des Nahen Ostens. Der Ansatz, völkerverbindende Bande zu knüpfen, zog sich durch alle Bereiche - ob es sich um Bauaufträge handelte, oder um die Begeisterung für türkische Seifenopern, die die gesamte Region ergriffen hatte. Als Architekt dieser Annäherung zeichnete Davutoglu verantwortlich, der damals das Amt des Außenministers versah.
    Doch einige türkische Beobachter machten bereits im Jahr 2009 das erste Warnsignal aus. Als der amtierende Staatspräsident Erdogan, damals noch in seiner Funktion als Ministerpräsident, vom Treffen des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos zurückkehrte, wurde er in der Heimat wie ein Held empfangen. In Davos hatte Erdogan den israelischen Präsidenten öffentlich beleidigt und damit eine politische Verlagerung in Gang gesetzt, die letztendlich die enge Zusammenarbeit beider Länder in Fragen der Sicherheit zum Erliegen brachte.
    „Auf Israel einzuschlagen, funktionierte politisch so gut, dass die Außenpolitik zu einem Mittel wurde, um politisches Kapital anzusammeln. Und jetzt sitzen sie deswegen in der Falle“, urteilt Soli Özel, ein türkischer Kolumnist, der internationale Beziehungen an der Kadir-Has-Universität lehrt.
    Mit dem Einsetzen des Niedergangs arabischer Regime im Jahr 2011 machte sich die Türkei zum lautstarken Verbündeten islamistischer Lager, die um die Macht konkurrierten. Die Parteinahme kam nicht von ungefähr. Schließlich war Erdogan selbst schon inhaftiert worden, weil er ein islamistisches Gedicht vorgetragen hatte. Und seine AKP hat sich lange schwer damit getan, die Vorrangstellung demokratischer Institutionen gegenüber den etablierten Militär- und Sicherheitskräften des Landes zu verankern.
    Trügerischer Glaube an Erfolg des politischen Islam

    Zunächst schien alles in die richtige Richtung zu laufen. Mohammed Mursi von der Muslimbruderschaft wurde 2012 zum ägyptischen Präsidenten gewählt. Die islamistische Ennahda-Partei hatte das Sagen in der neuen Regierung von Tunesien. Politiker unter der Führung der Bruderschaft legten in Jemen und Libyen zu. Am allerwichtigsten aber war, dass Rebellen, von denen viele Verbindungen zur Muslimbruderschaft unterhielten, kurz davor zu sein schienen, das syrische Regime zu stürzen. Es sah ganz danach aus, als würde der Nahe Osten sein Gesicht für immer verändern.
    Die Türkei ging fest davon aus, dass die damalige arabische Staatsordnung dem Untergang geweiht war. Die Regierung verlegte sich daher immer stärker auf die Politik, über die Köpfe der arabischen Staatsoberhäupter hinweg direkt zur „arabischen Straße“ zu sprechen.
    Dieser Glaube an die historische Zwangsläufigkeit des Aufstiegs des politischen Islam hat sich allerdings als trügerisch erwiesen. Nur ein Jahr nach Mursis Wahl gingen die Ägypter gegen seine Herrschaft auf die Straße, die Armee ergriff die Macht und schlug die Bruderschaft nieder.
    Dass die Türkei die Muslimbrüder leidenschaftlich unterstützt hatte und sich weigert, den neuen ägyptischen Machthaber, General Abdel Fattah Al Sisi, anzuerkennen, hat dazu geführt, dass Ankara fast überhaupt keinen Einfluss in dieser zentralen arabischen Nation mehr ausüben kann. Und in Tunesien hat die Ennahda in diesem Monat die Wahlen verloren.
    Die türkische Führung, so formuliert es Özel, „konnte das Kräftespiel des arabischen Staatensystems nicht entziffern“.

    - - - Aktualisiert - - -

    http://www.wsj.de/nachrichten/SB1191...48131514862018

  5. #2545
    Avatar von kewell

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    Sobald eine Nation irgendwie einen Aufschwung durchlebt und sich nicht an westliche Formen hält, wird Sie in den westlichen Medien vergewaltigt. Siehe Russland und Türkei

  6. #2546

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    TURKEY'S ÜLKER ACQUIRES BRITISH FOOD GIANT UNITED BISCUITS FOR £2BN

    [...]The acquisition of United Biscuits, the world's sixth-largest biscuits producer, made Yıldız Holding the third-largest biscuit producer in the world. It is also the largest international acquisition made by a Turkish firm. [...]

    Turkey's Ülker acquires British food giant United Biscuits for £2bn | Economy | Daily Sabah


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    Wenn ich in einem Türkei-Thread etwas poste, wen sehe ich als erstes?

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  7. #2547
    Avatar von Bacerll

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    Zitat Zitat von Almila Beitrag anzeigen
    TURKEY'S ÜLKER ACQUIRES BRITISH FOOD GIANT UNITED BISCUITS FOR £2BN


    Turkey's Ülker acquires British food giant United Biscuits for £2bn | Economy | Daily Sabah


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    Was ist daran so lustig?

  8. #2548

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    Zitat Zitat von Bacerll Beitrag anzeigen
    Was ist daran so lustig?
    Du läufst ihr wie ein kleiner Köter hinterher

  9. #2549

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    Zitat Zitat von Hamburg1711 Beitrag anzeigen
    Du läufst ihr wie ein kleiner Köter hinterher
    *den Türken

  10. #2550
    Avatar von Nikos

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    Zitat Zitat von Bacerll Beitrag anzeigen
    Was ist daran so lustig?
    Die hat sie nicht mehr alle. In jedem zweiten Beitrag von ihr geht es um uns Griechen.

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