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NSA-Whistleblower: Edward Snowden bekommt Alternativen Nobelpreis

Erstellt von DerBossHier, 24.09.2014, 23:55 Uhr · 8 Antworten · 601 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DerBossHier

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    NSA-Whistleblower: Edward Snowden bekommt Alternativen Nobelpreis

    Große Ehre für den bekanntesten Whistleblower der Welt: Weil er mit "Mut und Kompetenz" die Überwachung des US-Geheimdienstes NSA aufgedeckt hat, bekommt Edward Snowden den Alternativen Nobelpreis - gemeinsam mit "Guardian"-Herausgeber Alan Rusbridger.



    Stockholm - Der Whistleblower Edward Snowden wird gemeinsam mit dem Herausgeber der englischen Tageszeitung "Guardian", Alan Rusbridger, mit dem Ehrentitel des Alternativen Nobelpreises ausgezeichnet. Das gab das Komitee in Stockholm am Mittwoch bekannt.


    Snowden habe die Auszeichnung verdient, "weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmaß staatlicher Überwachung enthüllt hat, die grundlegende demokratische Prozesse und verfassungsmäßige Rechte verletzt", hieß es in der Stellungnahme der Jury. Der ehemalige Agent hatte mit seinen Enthüllungen im Sommer 2013 die Überwachungsmethoden des US-Geheimdienstes NSA öffentlich gemacht und eine globale Debatte ausgelöst. Das FBI sucht Snowden seitdem per Haftbefehl. Der 31-Jährige hält sich momentan in Moskau auf, Russland hat ihm Asyl gewährt.


    Alternativer Nobelpreis wird seit 1980 verliehen



    Snowden hatte sich mit dem Material an den "Guardian" gewandt, Herausgeber Rusbridger setzte daraufhin ein Team von Reportern um Glenn Greenwald auf die Geschichte an. Zudem wurden Technologie-Experten, Anwälte und Sicherheitsberater hinzugezogen. Der "Guardian" habe sich "verantwortlichem Journalismus im öffentlichen Interesse verschrieben und gegen große Widerstände illegales Handeln von Unternehmen und Staaten enthüllt", schrieb das Komitee.
    Der Alternative Nobelpreis, eigentlich "Right Livelihood Award" genannt, wird seit 1980 verliehen. Er hat keine Verbindung zum traditionellen Nobelpreis. Bislang wurden 153 Personen oder Organisationen aus 64 Ländern ausgezeichnet, die "Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit finden und erfolgreich umsetzen" - gegen alle Widerstände.


    Feste Kategorien gibt es beim Alternativen Nobelpreis nicht, die bisherigen Preisträger setzten sich unter anderem für Menschenrechte, Frieden, Umweltschutz, verantwortungsvollen Ressourcenumgang oder alternative Technologien ein. Das Preisgeld beträgt in diesem Jahr 1,5 Millionen Schwedische Kronen (162.000 Euro), es wird von privaten Spendern finanziert. Der Ehrenpreis, den Snowden bekommen hat, ist jedoch nicht dotiert
    . Auch drei Menschenrechtler ausgezeichnet



    Snowden ist auch für den traditionellen Nobelpreis nominiert. In diesem Jahr gab es 120 Kandidaten aus 53 Ländern. Außer an Snowden und Rusbridger wurden noch drei weitere Alternative Nobelpreise vergeben: Menschenrechtsanwältin Asma Jahangir aus Pakistan, Basil Fernando mit der Asian Human Rights Commission sowie Umweltaktivist Bill McKibben aus den USA, der die Organisation 350.org mitgegründet hat, wurden ausgezeichnet.
    Mit den Preisen will das Komitee aufzeigen, dass "die illegale Massenüberwachung normaler Bürger, die Verletzung von Menschen- und Bürgerrechten, gewaltsame Manifestationen eines religiösen Fundamentalismus und die Schwächung der lebenserhaltenden Systeme unseres Planeten" bereits Gegenwart sind, sagt Geschäftsführer Ole von Uexküll: "Wenn wir diesen Entwicklungen nicht Einhalt gebieten, dann könnten sie sich gegenseitig verstärken und die Grundlagen unserer Gesellschaft zerstören."

    Snowden erhält Alternativen Nobelpreis - SPIEGEL ONLINE

  2. #2
    Avatar von BlackJack

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    Na toll ... derjenige, der am meisten riskiert hat und am dringendsten Mittel benötigt geht penunzentechnisch leer aus. Dreckspreis, den würde ich an sener Stelle nicht annehmen.

  3. #3
    Avatar von SLO_CH86

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  4. #4
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Na toll ... derjenige, der am meisten riskiert hat und am dringendsten Mittel benötigt geht penunzentechnisch leer aus. Dreckspreis, den würde ich an sener Stelle nicht annehmen.
    Ich bin mir sicher, dass Putin persönlich sich dafür einsetzen wird, dass es ihm an nichts mangelt.

  5. #5
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Ich bin mir sicher, dass Putin persönlich sich dafür einsetzen wird, dass es ihm an nichts mangelt.
    Mag sein aber er ist dann von seiner Gunst abhängig, und Snowden ist noch jung und Putin wird nicht ewig Oberboss bleiben

  6. #6
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Mag sein aber er ist dann von seiner Gunst abhängig, und Snowden ist noch jung und Putin wird nicht ewig Oberboss bleiben
    Ich wollte damit eigentlich was anderes sagen. Snowden möchte ein großer Held der Bürgerrechte und der Demokratie sein. Aber jetzt versteckt er sich hinter einer Regierung, die zu den stärksten anti-demokratischen Kräften auf dem Globus gehören. Wie passt das denn bitte zusammen? Er ist bestenfalls ein Feigling, und schlechtestenfalls ein russischer Doppelagent.

  7. #7
    Avatar von Yu-Rebell

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Ich wollte damit eigentlich was anderes sagen. Snowden möchte ein großer Held der Bürgerrechte und der Demokratie sein. Aber jetzt versteckt er sich hinter einer Regierung, die zu den stärksten anti-demokratischen Kräften auf dem Globus gehören. Wie passt das denn bitte zusammen? Er ist bestenfalls ein Feigling, und schlechtestenfalls ein russischer Doppelagent.
    Woher hast Du deinen Bild der russischen Regierung her? Lass mich raten, aus den Medien. Über 80% der russischen Bevölkerung stehen hinter Putin. Weil sie unterdrückt werden etwa?

    Snowden hat sich für Russland entschieden, weil sich Russland als einziges Land getraut hat ihn aufzunehmen. Deutschland traut sich nicht einmal diesen Freiheitskämpfer auf eigenem Boden zu vernehmen. Wie passt das, mit der Demokratie und Bürgerrechten zusammen?

  8. #8
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Ich wollte damit eigentlich was anderes sagen. Snowden möchte ein großer Held der Bürgerrechte und der Demokratie sein. Aber jetzt versteckt er sich hinter einer Regierung, die zu den stärksten anti-demokratischen Kräften auf dem Globus gehören. Wie passt das denn bitte zusammen? Er ist bestenfalls ein Feigling, und schlechtestenfalls ein russischer Doppelagent.
    ja, hätte mir denken könne, dass so ein Bullshit von dir noch nach kommt keinen Bock auf den Scheiß weiter einzugehen

  9. #9
    Mal
    Avatar von Mal

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    Die vergessene Whistleblowerin Chelsea Manning

    Ihr Selbstmordversuch und ihre verschärften Haftbedingungen wurden in Deutschland kaum wahrgenommen

    In der letzten Woche wurde in manchen Medien kurz vermeldet, dass die Fraktionen der Linken und der Grünen einen neuen Anlauf nehmen, um den US-Whistleblower Snowden doch noch die Möglichkeit zu geben, in Deutschland vor dem NSA-Untersuchungsausschuss aussagen zu können.

    In einem Brief an den Bundesgerichtshof fordern beide Fraktionen, dass die Blockade der Bundesregierung gegen eine Vernehmung von Snowden in Deutschland beendet werden soll. Allerdings dürfte das Ansinnen, Snowden nach Deutschland zu bringen, genau so wenig Chancen auf Verwirklichung haben wie bisher. Die mit antiamerikanischem Furor geführte Debatte über die NSA hat in Deutschland merklich an Bedeutung verloren. Im Zuge der internationalen Terrorgefahr betonen Politiker und Geheimdienstexperten wieder die Gemeinsamkeit der unterschiedlichen Dienste. Die

    Zudem dürfte es sich Snowden zweimal überlegen, ob er nach Deutschland reist, wo nicht ausgeschlossen werden kann, dass er in die USA ausgeliefert wird. Zudem haben Medien und Politiker in Deutschland Snowden mehrmals beschuldigt, mit dem russischen Geheimdienst zu kooperieren. Das könnte sogar in Deutschland juristische Folgerungen haben. Das Schicksal der Whistleblowerin Chelsea Manning deutet die Gefahr an, die Snowden droht, sollte er an die USA ausgeliefert werden.

    Selbstmordversuch bestätigt

    Die Gerüchte, wonach Manning im Militärgefängnis von Fort Leavenworth einen Selbstmordversuch unternommen hat, bestätigen sich laut der Anwälte von Manning. Ihnen zufolge hat ihre Mandantin in den Morgenstunden des 6. Juli einen Suizidversuch unternommen. Auf ihrer Twitterseite hinterließ Manning die Botschaft: "Ich bin okay. Ich bin froh, am Leben zu sein. Vielen Dank für Eure Liebe. Ich komme da durch."

    Auf der Internetseite der Kampagne für Mannings Freilassung wird der Selbstmordversuch mit den erschwerten Haftbedingungen von Manning in Verbindung gebracht. Erschwerend kommt hinzu, dass der Transgender Manning die 25jährige Haftstrafe wegen Spionage und Verrat in einem Militärgefängnis für Männer verbüßen muss. Chelsea Manning hatte wichtige Dokumente und Videos an die Plattform Wikileaks geschickt, die Kriegsverbrechen von US-Militärs während ihres Engagements im Irak dokumentieren.

    Nach Suizidversuch verschärfte Repression im Gefängnis

    Nach ihrem Suizidversuch versuchen Solidaritätsgruppen mit einer Petition gegen die erschwerten Haftbedingungen vorzugehen. Die US-Behörden versuchen hingegen, die Haftbedingungen gegen Manning noch zu erschweren.

    Manning droht eine erneute Anklage. Vorgeworfen werden ihr bedrohendes Verhalten, der Besitz verbotener Gegenstände und der Widerstand gegen Gefängnispersonal. Kommt es zu einer Verurteilung, befürchten US-Menschenrechtsorganisationen unbefristete Einzelhaft, Wiedereinstufung auf die höchste Sicherheitsstufe sowie neun zusätzliche Haftjahre ohne die Möglichkeit der Haftaussetzung.

    Der Chaos Computer Club, dessen Ehrenmitglied Mannings ist fordert eine Begnadigung von Mannings und kritisiert ihre Haftbedingungen. In der Erklärung heißt es:

    Die unmenschlichen Haftbedingungen haben Chelsea Manning an den Rand des Selbstmords getrieben. Als Strafe für ihren Versuch sollen diese nun noch verschärft werden. Mannings Haftbedingungen wurden schon 2012 vom UN-Berichterstatter als Folter kritisiert. Wir fordern den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama auf, Manning zu begnadigen und so den grausamen Bedingungen ein Ende zu bereiten. Das wäre endlich das langersehnte Zeichen für Whistleblower, auf das viele hoffen.
    Die Erklärungen von Netzpolitik und dem CCC sind eine der wenigen Stimmen, die in Deutschland Solidarität mit Mannings fordern. Der Suizidversuch wurde kaum wahrgenommen. Der deutschsprachige Wikileaks-Eintrag zu Manning wurde seit längerem nicht mehr aktualisiert.

    Das harte Vorgehen der US-Behörden gegen die Whistleblowerin demonstriert, dass Menschen, die es wagen, Kriegsverbrechen bekannt zu machen, mit den Folgen bis zur Vernichtung rechnen müssen- Dass sich die deutschen Repressionsorgane nicht anders verhalten würden, ist klar. In Zeiten, in denen der Krieg wieder häufiger als Möglichkeit der Politik isn Spiel gebracht wird, gehören harte Sanktionen gegen Menschen, die die Folgen des Krieges nicht einfach als Kollateralschaden hinnehmen wollen, zum Politikgeschäft.

    Eine internationale Plattform für die Freiheit von Manning wäre dringend notwendig. Das Desinteresse in weiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit zeigt einmal mehr, der Hype um Snowden galt und gilt weniger der Informationsfreiheit und der Solidarität mit den Whistleblowern, er war vielmehr darauf ausgerichtet, moralisch Punkte im Kampf zwischen Deutschland und den USA zu machen.

    http://m.heise.de/tp/artikel/49/49295/1.html

    Manning kann einem einfach nur Leid tun. Ohne Worte

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