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Palästinakritik

Erstellt von Marcin, 03.06.2012, 16:09 Uhr · 79 Antworten · 4.669 Aufrufe

  1. #71
    Yunan
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Was mich bei diesem Thema stört ist die sofortige Polarisierung. Bist du "für" oder "gegen", "Freund" oder "Feind". Mich stört diese, pardon, sofortige reflexartige Antisemitismuskeule bei Kritik. Troy, ich verdamme Raketen und Selbstmordattentate- Welcher einigermaßen normal denkende Mensch wird das nicht tun? Ich kritisiere jedoch auch das schon teils kolonialmäßge Gehabe Israels. Die Israelis sollen sich keine Gedanken machen müssen über Raketen und Selbstmordattentate. Ebenso muss den Menschen in den palästinensischen Autonomiegebieten endlich ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden, eine menschenwürdige Behandlung erwiesen werden. Nein, ich sehe keine Seite allein schuld am Ausbruch und an der Eskalation und schon fast unentwirrbaren Verknotung des Konflikts. Aber Israel mit seinen politisch, wirtschaftlich und militärisch ungleich größeren Möglicheiten macht aus diesen und zwar im konstruktiven, für beide Seiten förderlichen Sinne viel zu wenig. Und das kritisiere ich, ja.
    Selbstmord-Attentate von Palästinensern in Israel sind nicht repräsentativ für die palästinensische Bevölkerung sondern gehen von einigen wenigen radikalen Gruppen aus.

    Im übrigen gibt es auch israelische Terrororganisationen, die vor und nach der Besiedlung Israels/Palästinas Menschen aufgrund ihrer Herkunft ermordet haben.

    Die Aktivitäten von Kach und von Kahane Chai gehen über reine Bedrohung und die Durchführung von Protesten jedoch hinaus. Baruch Goldstein, der 1994 beim Massaker von Hebron 29Palästinenser während des Gebets in der Moschee über Abrahams Grabhöhle tötete, stammt ebenfalls aus dem Einflussbereich der beiden Organisationen.
    Am 4. August 2005 erschoss der 19-jährige Eden Natan-Zada, Mitglied der Kach-Bewegung, in einem Bus in Schefar'am vier Araber und verletzte 22 weitere. Daraufhin wurde er von der aufgebrachten Menge gelyncht.
    Baruch Kappel Goldstein (hebräisch ‏ברוך גולדשטיין‎; * 9. Dezember 1956 in Brooklyn, New York; † 25. Februar 1994 in Hebron) war ein Offizier der israelischen Armee und Attentäter. Er verübte am 25. Februar 1994 in der zweitheiligsten Stätte des Judentums, dem Grab der Patriarchen in Hebron, einen Terroranschlag auf muslimische Palästinenser, bei dem 29 getötet und 150 verletzt wurden,[1] bevor er anschließend selbst getötet wurde.
    Kach und Kahane Chai

    Baruch Goldstein

    Sind diese Gruppen ebenfalls repräsentativ für Israel? Wenn ich der Logik einiger Vögel hier folge, dann schon.


    Israel sollte nicht nur für das Wohl der Palästinenser sorgen sondern hat auch die Pflicht, dass Selbstbestimmungsrecht der Völker durchzusetzen und die Palästinenser darüber entscheiden zu lassen, ob sie sich von Israel abspalten wollen. Dieses Recht ignoriert die israelische Regierung neben den unzähligen Menschenrechtsverstößen bei denen aus geheucheltem Mitleid des Westens über den Holocaust die Augen zudrückt. Es wird gerne vergessen, dass die Juden Europas nicht gerettet wurden weil ihnen niemand helfen wollte.

  2. #72
    Avatar von kiko

    Registriert seit
    28.07.2008
    Beiträge
    10.647
    1. Ist Gauck eine Witzfigur der von nichts eine Ahnung hat.
    2. Muss man sich mal fragen, warum ein Mensch sich selbst in die Luft sprengt. Wie verzweifelt muss ein Volk sein.

  3. #73
    Avatar von Karoliner

    Registriert seit
    16.07.2010
    Beiträge
    4.079
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Selbstmord-Attentate von Palästinensern in Israel sind nicht repräsentativ für die palästinensische Bevölkerung sondern gehen von einigen wenigen radikalen Gruppen aus.
    Absolut, und die, die sich dann in die Luft sprengen sind meistens sowieso ziemlich schlichte Gemüter
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Israel sollte nicht nur für das Wohl der Palästinenser sorgen sondern hat auch die Pflicht, dass Selbstbestimmungsrecht der Völker durchzusetzen und die Palästinenser darüber entscheiden zu lassen, ob sie sich von Israel abspalten wollen. Dieses Recht ignoriert die israelische Regierung neben den unzähligen Menschenrechtsverstößen bei denen aus geheucheltem Mitleid des Westens über den Holocaust die Augen zudrückt. Es wird gerne vergessen, dass die Juden Europas nicht gerettet wurden weil ihnen niemand helfen wollte.
    Die besetzten Gebiete sind kein Teil Israels insofern ist keine Abspaltung nötig. Sie sollten einfach den Siedlungsbau einstellen und einer palastinänsischen Selbstverwaltung den Mist überlassen. Es wird dann keinen Deut besser für die Menschen im Westjordanland, davon bin ich überzeugt, sie sind dann aber ihres eigenen Glückes Schmid. Das es zu einem Rückzug der israelischen Streitkräfte kommt, bevor es eine umfassende Friedenslösung unter Anerkennung Israels durch die arabischen Staaten kommt, halte ich für ausgeschlossen.

  4. #74

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    2.536
    Hier mal ein paar Zitate von Zionisten und über den Zionismus.

    Zionismus ist Rassimus - Antizionismus ist kein Antisemitismus

  5. #75
    Avatar von Styria

    Registriert seit
    26.06.2009
    Beiträge
    3.231
    Eine Frage an euch alle!?!

    Von 1949 bis 1967 war der Gazastreifen, die Westbank und Ostjerusalem entweder von Ägypten besetzt oder von Jordanien aneketiert. Warum wurden in diesen 18 Jahren kein eigener Palästinenserstaat ausgerufen? Weil die arabischen Brüder anderes im Sinn hatten/haben?

  6. #76

    Registriert seit
    21.04.2012
    Beiträge
    2.559
    Zitat Zitat von Styria Beitrag anzeigen
    Eine Frage an euch alle!?!

    Von 1949 bis 1967 war der Gazastreifen, die Westbank und Ostjerusalem entweder von Ägypten besetzt oder von Jordanien aneketiert. Warum wurden in diesen 18 Jahren kein eigener Palästinenserstaat ausgerufen? Weil die arabischen Brüder anderes im Sinn hatten/haben?
    Weil es damals noch keine Palästinenser gab, ritten noch aufm Panarabismus rum

  7. #77
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Die Hamas hat die Wahlen im gesamten palästinensischen Terroritorium gewonnen. Der Hauptgrund ist, weil die Fatah die Auslöschung aller Juden unter Arafat aus ihrem Programm gestrichen hat.

    Im Westjordanland werden Frauen, die ihre Kinder als Selbstmordattentäter in den Tod geschickt haben, wie Helden gefeiert.

    Der Haß ist einfach unermesslich, aber immer werden nur die Juden kritisiert. Egal was die Juden machen, die Palästinenser machen es auch und hundert fach schlimmer.

    Allein die Tatsache, dass die Vertreibung aller Juden aus allen arabischen Ländern bis heute ignoriert wird ist sowas von lächerlich.

    Es gibt Palästina-Kritik in Deutschland, aber viele Idioten und Faschos stürzen sich nur auf Israel, versuchen Israel die Schuld am Konflikt zu geben und stellen Israel als Opfer dar, auf der anderen Seite passiert sowas nicht.
    Das ist einfach nur eine Behauptung deinerseits. Manche behaupten, dass eher innenpolitische Gründe eine Rolle gespielt haben sollen- etwa die Korruption und Vetternwirtschaft innerhalb der Fatah und das Engagement der Hamas besonders bei den armen Bevölkerungsschichten (womit sich tatsächlich in den besetzten Gebieten eine Mehrheit aufstellen läßt, höhö).

    Auf der ganzen Welt ist es so, dass innenpolitische Interessen bei Wahlen eine größere Rolle spielen, als außenpolitische. Warum? Weil der Mensch so gestrickt ist, dass sein erster Blick darauf gerichtet ist, wie er seinen Alltag organisiert, und nicht, ob seine Regierung nach außen einen guten Eindruck macht. Heißt- erst materielle und medizinische Versorgung, dann die Überlegung, wenn man nun ausrotten soll und wen nicht. Ich verstehe nicht, warum das bei Palästinensern anders sein sollte. Meinst du die sind mittlerweile so an den medialen Aufruhr gewöhnt, dass sie Regierungen danach wählen, wieviel Eindruck sie nach außen schinden?

  8. #78
    Avatar von -Troy-

    Registriert seit
    21.05.2009
    Beiträge
    5.112
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Das ist einfach nur eine Behauptung deinerseits. Manche behaupten, dass eher innenpolitische Gründe eine Rolle gespielt haben sollen- etwa die Korruption und Vetternwirtschaft innerhalb der Fatah und das Engagement der Hamas besonders bei den armen Bevölkerungsschichten (womit sich tatsächlich in den besetzten Gebieten eine Mehrheit aufstellen läßt, höhö).

    Auf der ganzen Welt ist es so, dass innenpolitische Interessen bei Wahlen eine größere Rolle spielen, als außenpolitische. Warum? Weil der Mensch so gestrickt ist, dass sein erster Blick darauf gerichtet ist, wie er seinen Alltag organisiert, und nicht, ob seine Regierung nach außen einen guten Eindruck macht. Heißt- erst materielle und medizinische Versorgung, dann die Überlegung, wenn man nun ausrotten soll und wen nicht. Ich verstehe nicht, warum das bei Palästinensern anders sein sollte. Meinst du die sind mittlerweile so an den medialen Aufruhr gewöhnt, dass sie Regierungen danach wählen, wieviel Eindruck sie nach außen schinden?
    Die Dinge waren eher durchmischt.

    Die Hamas tritt einerseits als Hilfsorganisation auf und hat auf der anderen Seite der Fatah vorgeworfen nicht konsequent genug gegen Israel vorzugehen und Israel wäre schließlich die Ursache für alle Probleme der Palästinenser.
    In solchen Staaten, da kann man zwischen Innen- und Außenpolitik überhaupt nicht richtig unterscheiden, Wahlkampf ist reine Propagandaverbreitung.

    Die Ansichten und Meinungen der Palästinenser unterscheiden sich deutlich von den von Deutschen. Glaubst du, du könntest heute in Deutschland eine Mutter feiern, die 3 ihrer 4 Söhne als Selbstmordattentäter nach Israel geschickt hat und zur größten nationalen Heldin erklären?

    So zu tun als hätten diese Leute gerade bei politischen Wahlen gleiche Interessen wie Europäer ist völliger Quatsch. Die meisten von denen haben völlig andere Sorgen und der Hass ist bereits auf einem so hohen Niveau, dass es um nichts anderes mehr geht.

  9. #79
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Die Dinge waren eher durchmischt.

    Die Hamas tritt einerseits als Hilfsorganisation auf und hat auf der anderen Seite der Fatah vorgeworfen nicht konsequent genug gegen Israel vorzugehen und Israel wäre schließlich die Ursache für alle Probleme der Palästinenser.
    In solchen Staaten, da kann man zwischen Innen- und Außenpolitik überhaupt nicht richtig unterscheiden, Wahlkampf ist reine Propagandaverbreitung.

    Die Ansichten und Meinungen der Palästinenser unterscheiden sich deutlich von den von Deutschen. Glaubst du, du könntest heute in Deutschland eine Mutter feiern, die 3 ihrer 4 Söhne als Selbstmordattentäter nach Israel geschickt hat und zur größten nationalen Heldin erklären?

    So zu tun als hätten diese Leute gerade bei politischen Wahlen gleiche Interessen wie Europäer ist völliger Quatsch. Die meisten von denen haben völlig andere Sorgen und der Hass ist bereits auf einem so hohen Niveau, dass es um nichts anderes mehr geht.
    Das ist auch wieder eine Interpretation deinerseits. Die Hamas hat als Wohlfahrtsoregaisation eine lange Tradition und einen festen Status in der Bevölkerung - ohne den wäre wohl niemand auf die Vernichtungsretorik aufgesprungen. Wieso Hass auf hohem Niveau- Frustration über den Konflikt reicht völlig aus. Warum ist so so fern liegend, dass eine Partei nicht gewählt wurde, der eine Lösung des Konflikts eindeutig nicht gelungen war?

  10. #80
    Avatar von -Troy-

    Registriert seit
    21.05.2009
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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Das ist auch wieder eine Interpretation deinerseits. Die Hamas hat als Wohlfahrtsoregaisation eine lange Tradition und einen festen Status in der Bevölkerung - ohne den wäre wohl niemand auf die Vernichtungsretorik aufgesprungen. Wieso Hass auf hohem Niveau- Frustration über den Konflikt reicht völlig aus. Warum ist so so fern liegend, dass eine Partei nicht gewählt wurde, der eine Lösung des Konflikts eindeutig nicht gelungen war?
    Warum ist keine Partei gewählt worden, die einen friedlicheren Weg propagiert hat? Eine Partei, die vielleicht sogar vom gemeinsamen Zusammenleben mit den Israelis in einem Stadt eine Lösung angestrebt hätte oder einfach eine Partei, die die Bomben und Attentate verurteilt?

    Was glaubst du denn wieso nicht?

    Auf der Gegenseite verurteilst du sicher die Wahl des radikalen Netanjahu, dabei müsste sie ja durchaus nachvollziehbar sein, weil die Vorgängerpartei ja keine Lösung gebracht hat. Selbst die Wahl Hitlers oder eines Islamisten in Ägypten, Tunesien oder Lybien wäre ja offensichtlich vollkommen OK und kein Zeichen dafür, dass die Bevölkerungsmehrheit bereits radikale Züge angenommen hat.

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