Prodi und Putin beraten in Bari über Gasversorgung, Kosovo und Atomstreit mit Iran


Wirtschaftliche Zusammenarbeit und internationale Krisen haben den italienisch-russischen Gipfel in Bari bestimmt. Italiens Ministerpräsident Romano Prodi empfing Russlands Präsidenten Vladimir Putin in der süditalienischen Hafenstadt, nachdem der Kreml-Chef zuvor in Rom mit Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano sowie mit Papst Benedikt XVI. zusammengetroffen war.

An den Gesprächen in Bari nahmen außerdem sieben italienische und fünf russische Minister teil. Wesentliches Thema war auch die Gasversorgung. Italien hängt von russischen Erdgas- und Erdölimporten ab und ist nach Deutschland Moskaus zweitwichtigster Handelspartner in Europa.

Laut Prodis Büro stand auch die Zukunft der serbischen Provinz Kosovo sowie das iranische Atomprogramm auf der Tagesordnung. Nicht jedoch die Menschenrechtssituation in Russland, was in Bari rund 150 Demonstranten auf den Plan rief, die mit Slogans wie "Hände weg von Tschetschenien" und "Gegen alle Zaren und alle Kriege" protestierten. Putin reist von Italien weiter nach Griechenland.


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