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Putin: "Jeder hat das Recht, seine Meinung kundzutun"

Erstellt von Mastakilla, 11.12.2011, 16:29 Uhr · 88 Antworten · 5.125 Aufrufe

  1. #81
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Gut, dann verstehst du das ganze hin und her, das mit Falschmeldungen durchsetzt ist, als eine Art Entgegenstellen und Flagge zeigen ggü. Russlands Regierung. Mit dieser Version habe ich kein Problem. Wenn es ganz offen darum geht, den Russen eins reinzudrücken um es ihnen nicht recht und einfach zu machen, finde ich es ok. Nur: Das wird nie offen zugegeben. Man gaukelt den Leuten zu Hause die reinste Demokratie und Demokratietreue vor während die Realität eine andere ist. Um von den eigentlichen Problemen abzulenken, zeigt man dann mit dem Finger auf die Russen, die Chinesen und den Iran. Ich bin jemand, der sich nicht viel aus Verpackung macht, wenn er Inhalt nicht stimmt und ich benenne diesen falschen Inhalt beim Namen. Für mich ist die einfache Botschafts hinter solchen Spielchen: Seht euch die Betrüger und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an, seht sie euch so oft und so lange an bis ihr vergesst, dass die Zustände in unserer ach so zivilisierten Hemisphäre nur weniger besser sind und wenn, dann auch nur temporär.

    Es ist völlig in Ordnung, sich über tatsächliches Unrecht zu erkundigen und zu bilden, dass in Ländern wie Russland geschieht. Es ist auch in Ordnung, dieses Unrecht zu kritisieren. Es ist aber nicht in Ordnung, dabei die eigenen Zustände außen vorzulassen und eine einseitige Sichtweise zu entwickeln.
    Wenn so etwas geschieht, dann tendiere ich generell dazu, so über die Verbrechen dieser Staaten hinwegzusehen wie "ihr" es mit den hiesigen Zuständen tut.
    Wieso sollen mich irgendwelche russischen Wahlmanipulationen mehr interessieren, wenn in Deutschland eine Demokratie herrscht, die über die Köpfe der Menschen hinweggeht und im Grunde nur eine Nutzenmaximierung der Reichen ist?
    Wieso sollten mich ermordete russische Journalisten mehr interessieren, wenn 80-90% der deutschen Medien in der Hand eines einzigen Verlages sind, der beste Verbindungen zu Politik und Wirtschaft pflegt?
    Wieso sollen mich Menschenrechtsverletzungen in Russland mehr interessieren, wenn die USA in Guantanamo, Polen, Rumänien, Ägypten usw. usf. Foltergefängnisse unterhalten?

    Es ist mit Sicherheit nicht falsch, über die taten der russischen Regierung unterrichtet zu sein. Es ist aber falsch, über die Taten der eigenen Regierungen hinwegzusehen, gerade wenn diese so ein heuchlerisches Grinsen dabei aufsetzen während die Russen wenigstens keinen Hehl aus ihrer Absicht machen.

    Die USA haben diverse Diktatoren 50 Jahre lang gestützt oder zumindest geduldet. Womit ist also ihr Recht zur Einmischung begründet, wenn sie genau diese Regime unterstützt haben, die nichts anderes getan haben als das, was die Russen heute tun?
    Das was du machst, ist absurd. Denn erstens bedeutet Rußland kritisieren (genauer gesagt: Putin kristisieren) noch nicht, dass man Kissinger-Fan ist (bin ich übrigens nicht). Außerdem unterstellst du uns irgendwelche Kalter-Krieg-Loyalitäten, die hier überhaupt nicht relevant sind. Kein Mensch außer dir und Masterkiller argumentiert mit einem Rußland-USA-Vergleich. Du setzt hier eigenartige moralische Vergleiche a la vor der eigenen Tür kehren ein, wenn jemand mit ermordeten Journalisten sympatisiert? Schießt du da nicht übers Ziel hinaus?

  2. #82
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Das was du machst, ist absurd. Denn erstens bedeutet Rußland kritisieren (genauer gesagt: Putin kristisieren) noch nicht, dass man Kissinger-Fan ist (bin ich übrigens nicht). Außerdem unterstellst du uns irgendwelche Kalter-Krieg-Loyalitäten, die hier überhaupt nicht relevant sind. Kein Mensch außer dir und Masterkiller argumentiert mit einem Rußland-USA-Vergleich. Du setzt hier eigenartige moralische Vergleiche a la vor der eigenen Tür kehren ein, wenn jemand mit ermordeten Journalisten sympatisiert? Schießt du da nicht übers Ziel hinaus?
    Wobei bitte nicht falsch verstehen. Die Ermordungen von Journalisten, auch Zusammenschlagen usw. ist ein großes Problem. Ich bin nicht betriebsblind, aber man schreibt sehr schnell "Putin-oder Kreml-Gegner" ermordet. Das ist zu einfach. Als der Litvinenko ermordert wurde, kam gleich in der Nacht "It was the Kremlin. Als Anna Politkowskaja erschossen wurde, hat man es durchaus ganz schnell in Verbindung zu Putin, "dem Kreml" gebracht. Die Grüchte und Verdächtigungen blieben und bleiben im Raum, ohne dass man auch nur abgewartet hat, was die Untersuchungen und ggf. Prozesse bringen. Wenn man den russischen nicht traut, gut. Aber man hat im Fall Litvinenko ja noch nicht einmal die Untersuchungen von Scotland Yard etwa abgewartet.

    Ermordungen oder auch körperliche Bedrohungen von Jounalisten sind und bleiben leider eiin Mittel, sich missliebiger, unbequemer Menschen zu entledigen. Aber nicht zwangsläufig muss es etwas mit "dem Kreml" zu tun haben. Was vorwerfbar ist, war und ist die Frage des Umgangs damit. Würde es wirklich nicht korrumpierte, unabhängige Ermittlungsbehörden und v.a. Gerichte geben, wäre ein ernsthafter Kampf dagegen um einiges leichter. Aber daran besteht scheinbar kein großes Interesse, leider.

  3. #83

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    Putin: "Jeder hat das Recht, seine Meinung kundzutun"
    keiner hat das recht, wahlen zu manipulieren herr Putin..

  4. #84
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wobei bitte nicht falsch verstehen. Die Ermordungen von Journalisten, auch Zusammenschlagen usw. ist ein großes Problem. Ich bin nicht betriebsblind, aber man schreibt sehr schnell "Putin-oder Kreml-Gegner" ermordet. Das ist zu einfach. Als der Litvinenko ermordert wurde, kam gleich in der Nacht "It was the Kremlin. Als Anna Politkowskaja erschossen wurde, hat man es durchaus ganz schnell in Verbindung zu Putin, "dem Kreml" gebracht. Die Grüchte und Verdächtigungen blieben und bleiben im Raum, ohne dass man auch nur abgewartet hat, was die Untersuchungen und ggf. Prozesse bringen. Wenn man den russischen nicht traut, gut. Aber man hat im Fall Litvinenko ja noch nicht einmal die Untersuchungen von Scotland Yard etwa abgewartet.

    Ermordungen oder auch körperliche Bedrohungen von Jounalisten sind und bleiben leider eiin Mittel, sich missliebiger, unbequemer Menschen zu entledigen. Aber nicht zwangsläufig muss es etwas mit "dem Kreml" zu tun haben. Was vorwerfbar ist, war und ist die Frage des Umgangs damit. Würde es wirklich nicht korrumpierte, unabhängige Ermittlungsbehörden und v.a. Gerichte geben, wäre ein ernsthafter Kampf dagegen um einiges leichter. Aber daran besteht scheinbar kein großes Interesse, leider.
    Es muss in der Tat nicht immer die oberste Regierungsspitze sein. Es kann sich um irgendwelche Lokal- oder Regionalfürsten handeln, um gewöhnliche Kriminelle, um Neonazis usw. Gerade bei den Lokal- oder Regionalfürsten muss man sich jedoch fragen, ob man nicht doch zumindest von einem "System Putin" sprechen kann. Ein System, das zwar persönliche Loyalität einfordert, ansonsten aber untergeordnete Instanzen unbehelligt der Korruption und dem Terror gegenüber kritischen Stimmen nachgehen lässt...

  5. #85
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Es muss in der Tat nicht immer die oberste Regierungsspitze sein. Es kann sich um irgendwelche Lokal- oder Regionalfürsten handeln, um gewöhnliche Kriminelle, um Neonazis usw. Gerade bei den Lokal- oder Regionalfürsten muss man sich jedoch fragen, ob man nicht doch zumindest von einem "System Putin" sprechen kann. Ein System, das zwar persönliche Loyalität einfordert, ansonsten aber untergeordnete Instanzen unbehelligt der Korruption und dem Terror gegenüber kritischen Stimmen nachgehen lässt...
    Stimmt leider und darauf hatte ich in meinem allerletzten Satz auch hinaus gewollt

  6. #86
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wobei bitte nicht falsch verstehen. Die Ermordungen von Journalisten, auch Zusammenschlagen usw. ist ein großes Problem. Ich bin nicht betriebsblind, aber man schreibt sehr schnell "Putin-oder Kreml-Gegner" ermordet. Das ist zu einfach. Als der Litvinenko ermordert wurde, kam gleich in der Nacht "It was the Kremlin. Als Anna Politkowskaja erschossen wurde, hat man es durchaus ganz schnell in Verbindung zu Putin, "dem Kreml" gebracht. Die Grüchte und Verdächtigungen blieben und bleiben im Raum, ohne dass man auch nur abgewartet hat, was die Untersuchungen und ggf. Prozesse bringen. Wenn man den russischen nicht traut, gut. Aber man hat im Fall Litvinenko ja noch nicht einmal die Untersuchungen von Scotland Yard etwa abgewartet.

    Ermordungen oder auch körperliche Bedrohungen von Jounalisten sind und bleiben leider eiin Mittel, sich missliebiger, unbequemer Menschen zu entledigen. Aber nicht zwangsläufig muss es etwas mit "dem Kreml" zu tun haben. Was vorwerfbar ist, war und ist die Frage des Umgangs damit. Würde es wirklich nicht korrumpierte, unabhängige Ermittlungsbehörden und v.a. Gerichte geben, wäre ein ernsthafter Kampf dagegen um einiges leichter. Aber daran besteht scheinbar kein großes Interesse, leider.
    Ja, über die gerichte in Rußland könnte man auch viel schreiben... Ich gebe zu, ich habe um des Effekts willen vereinfacht

  7. #87
    Avatar von made in china

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    273
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Das hat Putin in ähnlicher Form tatsächlich auch gesagt, was seine Selbstüberschätzung und seine herablassende Meinung zum Volk mehr als bekundet. Mir klappt bei so etwas nur die Kinnlade runter.
    du willst putin doch nicht etwa die nötige intelligenz und das kennen des eigenen landes und volkes absprechen, derer es bedarf, um eine solche aussage völlig zu legitimieren..

    Ebenso bedienst du seine Rhethorik, was dann angebliche Wahlsiege Zhirinovskis betrifft. Und bei niemandem den ich kenne heißt es Zhirinovski hier Zhirinovksi da. Diese Erfahrung kann ich nicht bestätigen.
    du kennst die "falschen" leute (bzw. die "richtigen"). sind aber in der minderheit.
    Und wie Ferdy auch schon schrieb. Wenn du alles, was irgendwie eine "Mitte" neben dir abdecken könnte, im Grunde "ausschaltest", braucht man sich nicht über mangelnde Alternativen zu wundern innerhalb eines gemäßigten politischen Spektrums.
    ich gehe vom ist-zustand aus. und der erfordert mmn putin als präsident. die parteien und oppositionellen wurden ja schon seit jahr(zehnt)en ausgeschaltet. dass das ideal ist, habe ich nie behauptet, nein, habe mich sogar explizit davon distanziert.
    ihr geht vom soll- bzw war-zustand aus. aber in dieser situation ist putin der deckel auf der kochenden brühe.

  8. #88
    Avatar von Lilith

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    19.295
    Hallo!
    Zitat Zitat von made in china Beitrag anzeigen
    du willst putin doch nicht etwa die nötige intelligenz und das kennen des eigenen landes und volkes absprechen, derer es bedarf, um eine solche aussage völlig zu legitimieren..
    Nein, Intelligenz habe ich ihm nie abgesprochen. Aber ich gehöre auch zu seinem (Wahl)volk und niemand hat das Recht, mich oder sonst jemanden in arroganter Weise zu bevormunden und für mich als erwachsenen Menschen zu entscheiden, was ich als das Richtige zu sehen habe. Dieses Recht haben noch nicht einmal mir nahe stehende Menschen, die mich kennen:nein1:
    du kennst die "falschen" leute (bzw. die "richtigen"). sind aber in der minderheit.
    Und woher nimmst du die Erkenntnis, wie die Mehrheit von 140 Millionen und mehr Menschen denkt? Worüber sie reden usw.?

    ich gehe vom ist-zustand aus. und der erfordert mmn putin als präsident. die parteien und oppositionellen wurden ja schon seit jahr(zehnt)en ausgeschaltet. dass das ideal ist, habe ich nie behauptet, nein, habe mich sogar explizit davon distanziert.
    ihr geht vom soll- bzw war-zustand aus. aber in dieser situation ist putin der deckel auf der kochenden brühe.
    Ich glaube wir werden ohnehin auf keinen grünen Zweig kommen. Die Dumawahlen sind gelaufen und wie sie sind. Es ist gut, dass sie aber mitbekommen, dass die Menschen nicht mehr völlig kritiklos alles hinnehmen. Die nächsten Präsidentschaftswahlen wird er auch gewinnen, ich bin sicher. Von daher wird sich ohnehin nicht viel ändern.

    P.S. Hast du die Fragestunde gesehen. Ich habe sie mir gestern nacht vollständig reingezogen. Alle anderen sind schuld, eh bezahlt. Die eigenen aber natürlich nicht, Und an einem selbst liegt natürlich nichts

  9. #89
    Avatar von made in china

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    07.11.2011
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    273
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Nein, Intelligenz habe ich ihm nie abgesprochen. Aber ich gehöre auch zu seinem (Wahl)volk und niemand hat das Recht, mich oder sonst jemanden in arroganter Weise zu bevormunden und für mich als erwachsenen Menschen zu entscheiden, was ich als das Richtige zu sehen habe. Dieses Recht haben noch nicht einmal mir nahe stehende Menschen, die mich kennen:nein1:

    Und woher nimmst du die Erkenntnis, wie die Mehrheit von 140 Millionen und mehr Menschen denkt? Worüber sie reden usw.?
    guten abend!
    wie es der zufall so will, habe ich am wochenende einen artikel gelesen, welcher meine erfahrungen bestätigt.
    darin wurde eine studie zitiert, die besagt, dass 68% der russen die "ordnung" [den geordneten alltag, in dem man nicht viel selbst denken und kämpfen muss und kein viel-parteien-chaos hat] der freiheit und demokratie vorziehen, bzw., um der formulierung der frage möglichst nahzukommen, letztere für diese ordnung "opfern" würden.
    leider ist der artikel online nur gegen bezahlung einsehbar, werde dir aber der vollständigkeit halber trotzdem den link posten: Russia's New Guard - TIME

    Ich glaube wir werden ohnehin auf keinen grünen Zweig kommen. Die Dumawahlen sind gelaufen und wie sie sind. Es ist gut, dass sie aber mitbekommen, dass die Menschen nicht mehr völlig kritiklos alles hinnehmen. Die nächsten Präsidentschaftswahlen wird er auch gewinnen, ich bin sicher. Von daher wird sich ohnehin nicht viel ändern.


    P.S. Hast du die Fragestunde gesehen. Ich habe sie mir gestern nacht vollständig reingezogen. Alle anderen sind schuld, eh bezahlt. Die eigenen aber natürlich nicht, Und an einem selbst liegt natürlich nichts
    teilweise. hat mich etwas enttäuscht, um ehrlich zu sein. ich dachte, das "die amerikaner sind immer und an allem schuld" hätte sich langsam in die unteren schichten verzogen.
    vor allem, weil er zuvor abgestritten hatte, dass überhaupt etwas "schiefgelaufen" ist, es dann mit der schuldzuweisung indirekt doch zugab, nur um danach wieder alles zu bestreiten. sich selbst derart bloßzustellen ist seiner eigtl. nicht würdig.

    und ich habe gehört, jetzt sollen die profis ran. "tschetschenische ordnungskräfte/sicherheitskräfte von kadirov sind die letzte hoffnung [für putin & er]"

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