Beslan-Tragödie und Yukos-Zerschlagung nicht direkt erwähnt

Putins Blick zurück auf das vergangene Jahr fällt trotz Beslan und Yukos positiv aus. Moskau - Der russische Präsident Wladimir Putin hat in seiner Neujahrsansprache eine positive Bilanz des vergangenen Jahres gezogen. Auf die Geiseltragödie in Beslan vom September ging Putin nur indirekt ein: "Das vergangene Jahr ist auch gekennzeichnet von für das russische Volk dramatischen Ereignissen. Und sogar heute, in der Silvesternacht, sollten wir uns daran erinnern", sagte der Präsident.

Auch die Zerschlagung des Ölkonzerns Yukos sprach Putin in seiner traditionellen Ansprache, die am Silvesterabend kurz vor Mitternacht vom russischen Fernsehen übertragen wurde, nicht an. Er sagte lediglich, dass im vergangenen Jahr das wirtschaftliche Potenzial Russlands gewachsen sei.

"Wir haben wichtige Schritte unternommen, damit die Effektivität der Staatsmacht verbessert wird und die Staatsmacht sich gegenüber der Gesellschaft öffnet und Verantwortung übernimmt", sagte Putin. Für das neue Jahr wünschte er allen Russen Glück, Frieden, Güte und Liebe.

In Moskau feierten Zehntausende von Menschen bei ungewöhnlich warmen Temperaturen von zwei Grad über Null Silvester im Zentrum der Stadt. Die Hauptfeier fand auf dem Roten Platz begleitet von Böllerschüssen und riesigen Feuerwerken statt. (APA/dpa)



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