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Putschversuch in der Türkei: TSK marschiert auf

Erstellt von Tatar, 15.07.2016, 22:34 Uhr · 3.009 Antworten · 96.165 Aufrufe

  1. #191
    Avatar von The Power

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    Zitat Zitat von kewell Beitrag anzeigen
    Es gibt eine Melde-Funktion, nutze diese, die ist dafür da!
    Nö, was hab ich davon?

  2. #192
    Avatar von Lubenica

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    "Ein faschistischer Terror begann in der Tuerkei. Nach dem gescheiterten Staatsstreich greifen die klerikalen Banditen in vielen türkischen Städten Lokale und Wohnviertel der politischen Gegner, der Linken, der Kurden, der religiösen Minderheiten sowie der syrischen Fluchtlingen an. In einigen Wohnvierteln sind die Selbstverteidigungsgruppen formiert und Barrikaden errichtet."

    Gegen jede Form der Diktatur – keine Solidarität mit Erdogan – Aufruf zur Unterstützung der emanzipatorischen Kräfte in der Türkei

    In der Nacht zum 16.07 kam es in der Türkei zu einem Putschversuch durch Teile des Militärs. Anders als bei den anderen Militärputschen der Vergangenheit, scheint der Putschversuch nicht von der Militärführung ausgegangen zu sein. In der Nacht wurde das Polizeihauptquartier, die Geheimdienstzentrale sowie das Parlament durch Militärflugzeuge beschossen, der Atatürk Flughafen war kurzfristig in den Händen der Putschisten ebenso wie der türkische Fernsehsender TRT, über den eine Erklärung verlesen wurde. In dieser hieß es, das Militär habe die Kontrolle über die Regierung übernommen und es werde übergangsweise ein Friedensrat eingerichtet. Auf vielen zentralen Plätzen fuhr Militär auf und eine landesweite Ausgangssperre wurde verhängt. Währenddessen rief Erdogan aus dem Ausland seine Anhänger_innen über eine Video-Botschaft und CNN-türk dazu auf, entgegen der Ausgangssperre auf die Straßen zu gehen. Tausende folgten seinen Aufrufen. Auch die Moscheen forderten im Namen Gottes und des Koran sich den Protesten anzuschließen. In Ankara kam es teils zu gewaltvollen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Militär, teils zu absurd anmutenden Diskussionsszenen. Die Menschenmengen schwenkten türkische Fahnen, Allahu Akbar-Rufe waren zu hören und an vielen Orten wurden die Soldaten umzingelt. Diese eröffneten nur an einigen Stellen das Feuer, an anderen Orten ergaben sie sich. Nach einigem Zögern verkündeten die meisten europäischen sowie die US-amerikanische Regierung die Unterstützung der „demokratisch gewählten“ Regierung Erdogans und verurteilten den Putsch. Gegen frühen Morgen erklärt Erdogan den Putsch für gescheitert. Bei seiner Ankunft am Flughafen in Istanbul wird er von einer Menschenmenge erwartet, die ihn mit Rufen wie: „Sag es und wir sterben, sag es und wir töten“ begrüßen. Erdogan benennt den Putschversuch als „Geschenk Gottes“ und kündigt „Vergeltung“, kompromissloses Vorgehen und „Säuberungen im Militär“ an. Über 1500 Soldaten werden verhaftet, einige öffentlich gelyncht und Bilder von gefolterten Soldaten wandern durchs Netz. Die AKP reicht einen Antrag zur Wiedereinführung der Todesstrafe ein und suspendiert 2745 Richter, Staatsanwälte sowie einige Mitglieder des Hohen Rates. Einer der beim Putsch beteiligten Soldaten erklärt, er habe keine Informationen gehabt, „es hieß, es gibt eine Übung“. Nach der ereignisreichen Nacht häufen sich die Fragen. Unklar ist ob es sich tatsächlich um einen Putschversuch aus einer Minderheit des Militärs gehandelt hat oder um eine Inszenierung seitens des Regimes. Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass die Regierung im Vorhinein von dem Putschplan wusste und daraufhin Erdogan in Sicherheit gebracht wurde. Unabhängig von dieser Frage lässt sich knappe 20 Stunden später feststellen: Nichts ist besser für einen Diktator als ein gescheiterter Putschversuch. Der in der letzten Zeit deutlich mehr in der Kritik stehende selbst ernannte Sultan Erdogan kann jetzt auf die volle Unterstützung weiter Teile der Bevölkerung zählen und seinen Kurs mit noch mehr Härte weiter führen. Auch in Bremen haben sich zwischen 250 und 400 Nationalist_innen und Faschist_innen in der Nacht am Bahnhof versammelt. Europaweit hat Erdogans verlängerter Arm, die UETD, für heute zu Großdemonstrationen aufgerufen. Die Türkei ist unter Erdogan zu einer offen faschistischen Diktatur mit islamistischer Ausrichtung geworden. Solidaritätsbekundungen mit Erdogan sind daher nicht nur fehl am Platz, sondern gefährlich. Für linke und oppositionelle Kräfte sieht es dagegen nach dieser Nacht noch düsterer aus. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Putschversuchs haben die HDP, KCK und türkische linke Gruppierungen klar verkündet, dass demokratische Kräfte sich auf keine der beiden Seiten stellen können. Ein Militärputsch hätte für sie keine positiven Konsequenzen gehabt. Jegliche Hoffnungen auf eine Veränderung der Situation durch einen Putsch seitens des Militärs müssen daher klar zurück gewiesen werden. Vor dem Hintergrund der Ereignisse der letzten Nacht, rufen wir dazu auf, die emanzipativen und linken Kräfte in der Türkei zu unterstützen. Gleichzeitig müssen wir uns geschlossen gegen die Mobilisierungen türkischer Nationalist_innen und Faschist_innen auch in der BRD stellen. Dazu ist es notwendig, dass die Zusammenarbeit zwischen linken alevitischen, armenischen, ezidischen, kurdischen, türkischen und deutschen Gruppen zu intensivieren. Quelle: Kurdistan Solidaritätskomittee Bremen

  3. #193
    Avatar von lotus

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    Ziemlich Übel.

  4. #194
    Avatar von Grizzly

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    4.298
    1933 brannte der Berliner Reichstag, angeblich von einem verkrachten Niederländer namens Marinus van der Lubbe angezündet, den die Nazis dafür ermordeten und dieses von ihnen zumindestens mitverantwortete Verbrechen als Vorwand nutzten, ihre Diktatur zu errichten, mit den bekannten Folgen.

    Vorgestern gab es angeblich einen dilettantischen Putschversuch gegen den Massenmörder und (ähnlich wie in Deutschland 1933) nach einer mit massivsten Einschüchterungen "gewonnenen" Wahl mit diktatorischen Vollmachten regierenden Präsidenten. Mag ja sein, dass er davor Angst hatte, wie sein 1961 gehängter Vorgänger Menderes, der ähnliches vorhatte wie Erdogan und dafür vom Militär gestürzt wurde, zu enden. Mag auch sein, dass es beim Militär Männer gab, die nicht unverständlicherweise ähnliches vor hatten - manchmal geht's, siehe 20. Juli 1944, halt nicht anders.

    Tatsache ist, dass die Putschisten zum Losschlagen provoziert wurden zu einem ungünstigen Zeitpunkt, so dass der Erdogan-gelenkte Geheimdienst jederzeit alles im Griff hatte. Besonders infam, dass Erdogan dazu aufgerufen hatte, sich dem Militär unbewaffnet entgegen zu stellen, in ganz genauer Kenntnis, dass es dabei massenhaft Tote geben würde. Aber jemanden, der schon Hunderte Menschen, v.a. Kurden, auf dem Gewissen hat, kommt's auf an die dreihundert Opfer mehr oder weniger auch nicht mehr an.
    Regierungsangaben zufolge wurden mindestens 290 Menschen getötet, über 100 davon seien Putschisten.
    Rund 6000 Personen wurden verhaftet.
    Erdogan ist am Samstag in den frühen Morgenstunden von seinem Urlaub in Marmaris zurück nach Istanbul gekehrt, er kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Putschisten. Den gescheiterten Aufstand nannte er "Segen Gottes", weil er Gelegenheit zur "Säuberung" des Militärs gebe.
    Ausnahmezustand in der Türkei: Putsch-Versuch - KURIER.at
    Sollte sich dieser dreckige Verbrecher jemals wieder nach Europa verlaufen, gibt's hier nur einen Platz für ihn: Das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.

  5. #195
    Avatar von Ardian

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    wird auf dem Balkan das nächste große Feuer entfacht werden.
    Wenn jemand auf dem Balkan Kriege entfacht dann seid ihr das.

  6. #196
    Avatar von NovaKula

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    Zitat Zitat von Ardian Beitrag anzeigen
    Wenn jemand auf dem Balkan Kriege entfacht dann seid ihr das.

  7. #197
    Avatar von Ardian

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    Eine Gruppe von albanischen Studenten in Skopje haben sich friedlich vor dem Gebäude der Privatschule "Yahya Kemal" versammelt und aus Protest gegen den Putschversuch ihre Abschlusszeugnisse, die sie dort zuvor erworben haben zerrissen. Diese Privatschule wird von der Gülen-Bewegung betrieben.
    https://zeri.info/bota/99347/shkup-s...h-gylen-video/

  8. #198

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    Zitat Zitat von Grizzly Beitrag anzeigen
    1933 brannte der Berliner Reichstag, angeblich von einem verkrachten Niederländer namens Marinus van der Lubbe angezündet, den die Nazis dafür ermordeten und dieses von ihnen zumindestens mitverantwortete Verbrechen als Vorwand nutzten, ihre Diktatur zu errichten, mit den bekannten Folgen.

    Vorgestern gab es angeblich einen dilettantischen Putschversuch gegen den Massenmörder und (ähnlich wie in Deutschland 1933) nach einer mit massivsten Einschüchterungen "gewonnenen" Wahl mit diktatorischen Vollmachten regierenden Präsidenten. Mag ja sein, dass er davor Angst hatte, wie sein 1961 gehängter Vorgänger Menderes, der ähnliches vorhatte wie Erdogan und dafür vom Militär gestürzt wurde, zu enden. Mag auch sein, dass es beim Militär Männer gab, die nicht unverständlicherweise ähnliches vor hatten - manchmal geht's, siehe 20. Juli 1944, halt nicht anders.

    Tatsache ist, dass die Putschisten zum Losschlagen provoziert wurden zu einem ungünstigen Zeitpunkt, so dass der Erdogan-gelenkte Geheimdienst jederzeit alles im Griff hatte. Besonders infam, dass Erdogan dazu aufgerufen hatte, sich dem Militär unbewaffnet entgegen zu stellen, in ganz genauer Kenntnis, dass es dabei massenhaft Tote geben würde. Aber jemanden, der schon Hunderte Menschen, v.a. Kurden, auf dem Gewissen hat, kommt's auf an die dreihundert Opfer mehr oder weniger auch nicht mehr an.

    Ausnahmezustand in der Türkei: Putsch-Versuch - KURIER.at
    Sollte sich dieser dreckige Verbrecher jemals wieder nach Europa verlaufen, gibt's hier nur einen Platz für ihn: Das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.


    Almanlara bakin lan amk ne dio lan bu vitaminsizler

  9. #199
    Avatar von Barbaros

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    Zitat Zitat von Grizzly Beitrag anzeigen
    Sollte sich dieser dreckige Verbrecher jemals wieder nach Europa verlaufen, gibt's hier nur einen Platz für ihn: Das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.
    Ist das nicht der Ort wo euer Ex Präsident Slobodan Milosevic elendig verreckt ist und wo auch die Verbrecher Mladic und Karadzic sich derzeit aufhalten?
    Nein Erdogan gehört defenetiv nicht dorthin.
    Eher die Putschisten obwohl es ist noch viel Platz im Imrali Inselgefängnis wo auch dein Vorbild der inhafttiette PKK Führer seit 17 Jahren sitzt.

  10. #200
    Avatar von Amarok

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    Die Deutschen sind wirklich grund dämlich in allen belangen. Werden von ihren Medien tag täglich verarscht, jetzt macht man auch noch eine Hitler-Analogie darauß

    Wobei es hat in Deutschland auch nicht lange gedauert und man hat anstatt über das eigentliche Ereigniss zu sprechen von Inszenierung und den Möglichkeiten nach einem erfolgreichen Putsch sprach. Ganz vergessen das Volk, dass sich in ihrer Gesamtheit gegen den Putschversuch stellt wird als Bauern tituliert die es verdient haben von Soldaten erschossen zu werden

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