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Russland startet Krieg gegen den IS

Erstellt von Zurich, 01.09.2015, 14:48 Uhr · 10.304 Antworten · 399.970 Aufrufe

  1. #6671
    Avatar von TuAF

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    Zitat Zitat von Albanian_King Beitrag anzeigen
    Wieso lässt die Türkei eigentlich nicht mehrere Rebellen Gruppierungen rund um die Grenze bis nach Jarabulus nach Syrien durch. Somit würde man mehrere Fronten gegen die ISIS eröffnen und die Offensive rund um Dudyan wäre viel effektiver und sie würden viel schneller vorstoßen. Jordanien hat es ja vorgemacht, an der grenze Zwischen Jordanien und Syrien gibt es (fast) keine Daesh mehr.
    theoretisch koennte die turkei das so machen..aber alle rebellen gruppen waren/sind an der front und an den kaempfen beteiligt,welche gruppe haette man von der front abziehen sollen?

    prioritaet fuer die turkei hat azaz,die kurden wollten azaz ja angreifen und somit waere die direkte grenze zwischen turkei und rebellen gekappt worden ,das ware katastrophal gewesen,man haette die rebellen dann nicht mehr direkt mit waffen/nahrungsmittel beliefern koennen..

    darum hat die turkische artillerie auch die ypg/pkk kurden aus diesen bereich davon gejagt..

    da jetzt azaz mit weiteren truppen verstaerkt wurde und die russischen luftangriffe minimal wurden und dazu noch ein waffenstillstand herrscht,kann man sich mehr um die daesh kummern...

    wie man sieht lauft im norden von aleppo schon eine offensive gegen die daesh


  2. #6672

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    Naja man hat ja gesehen, dass man keine IS als Propagandainstrument braucht.. Es reicht dann schon wieder zu sagen "Al-nusra" , "islamistische Organisationen" und schon hat man den gleichen Effekt wie als ob man bezichtigt wird den IS zu unterstützen..

    Die Türkei hilft nun der Fsa im Norden viel massiver als wie vor Wochen.. So wie ich das sehe hat man in Ankara erkannt, dass die Ypg Daesh rund um Manbij besiegen wird und mit großer Wahrscheinlichkeit von dort aus nach Westen vorstoßen will, bis die YPG seine Kurden-Karte (von Hasakah bis Afrin) erreicht hat und das will die Türkei natürlich verhindern und setzt nun auf eine Erstärkung der FSA.. Wird dann interessant sein anzusehen, welche Interessen sich zwischen der Türkei und der USA schneiden und wo man aneinander vorbeiredet, wenn es so weit kommen wird

  3. #6673
    Avatar von Albanian_King

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    Zitat Zitat von Bloody Beitrag anzeigen
    Naja man hat ja gesehen, dass man keine IS als Propagandainstrument braucht.. Es reicht dann schon wieder zu sagen "Al-nusra" , "islamistische Organisationen" und schon hat man den gleichen Effekt wie als ob man bezichtigt wird den IS zu unterstützen..

    Die Türkei hilft nun der Fsa im Norden viel massiver als wie vor Wochen.. So wie ich das sehe hat man in Ankara erkannt, dass die Ypg Daesh rund um Manbij besiegen wird und mit großer Wahrscheinlichkeit von dort aus nach Westen vorstoßen will, bis die YPG seine Kurden-Karte (von Hasakah bis Afrin) erreicht hat und das will die Türkei natürlich verhindern und setzt nun auf eine Erstärkung der FSA.. Wird dann interessant sein anzusehen, welche Interessen sich zwischen der Türkei und der USA schneiden und wo man aneinander vorbeiredet, wenn es so weit kommen wird
    Ich glaube ja die Türkei hat die FSA immer schon unterstützt, die Kritiker haben da natürlich immer nur von Unterstützung der ISIS gesprochen, tatsächlich war es aber die der FSA. Seit dem die YPG sich mit Assads-Truppen Verbündet hat, wurde die Unterstützung einfach ganz offen gezeigt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von TuAF Beitrag anzeigen
    theoretisch koennte die turkei das so machen..aber alle rebellen gruppen waren/sind an der front und an den kaempfen beteiligt,welche gruppe haette man von der front abziehen sollen?

    prioritaet fuer die turkei hat azaz,die kurden wollten azaz ja angreifen und somit waere die direkte grenze zwischen turkei und rebellen gekappt worden ,das ware katastrophal gewesen,man haette die rebellen dann nicht mehr direkt mit waffen/nahrungsmittel beliefern koennen..

    darum hat die turkische artillerie auch die ypg/pkk kurden aus diesen bereich davon gejagt..

    da jetzt azaz mit weiteren truppen verstaerkt wurde und die russischen luftangriffe minimal wurden und dazu noch ein waffenstillstand herrscht,kann man sich mehr um die daesh kummern...

    wie man sieht lauft im norden von aleppo schon eine offensive gegen die daesh

    Man muss keine Truppen von den Fronten abziehen, es reicht wen man neue Aushebt.

    Ich würde mich ja mal ein bisschen aus dem Fenster lehnen und behaupten das die Türkei auch FSA Truppen ausbildet, genau wie es Jordanien macht, oder wie die Türkei die Peschmerga ausbildet. Diese neu ausgebildeten Truppen, könnte man dann für solche Offensiven einsetzen. Ich bin nicht beim Militär und bin dementsprechend auch kein Stratege, aber es wäre für mich persönlich halt eine gute Strategie. Die Militärs werden schon selbst eigene Strategien haben.

    btw: ich weiß das eine Offensive läuft, aber würde man mehrere kleine Offensiven von der grenze aus Starten, so währe die schon gestartete Offensive um weiten effektiver - da die Daesh dann Truppen abziehen müssten, oder aber die ganzen Versorgungsrouten dann verlieren würden.

  4. #6674

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    Zitat Zitat von Albanian_King Beitrag anzeigen
    Ich glaube ja die Türkei hat die FSA immer schon unterstützt, die Kritiker haben da natürlich immer nur von Unterstützung der ISIS gesprochen, tatsächlich war es aber die der FSA. Seit dem die YPG sich mit Assads-Truppen Verbündet hat, wurde die Unterstützung einfach ganz offen gezeigt.

    Natürlich hat die Türkei, ganz anders als die USA, die FSA immer unterstützt, jedoch sehe ich die Unterstützung jetzt am stärksten.. Du wirst es selber gesehen haben, mit was für neuen US-Waffen einige FSA Verbände equipped worden sind.. Waffen, die bis dato eigentlich nur die Kurden in größeren Mengen bekommen haben und nun bekommt die FSA diese auch.. Ebenso die türkischen Artillerieschläge machen viel aus.. Es ist ein Wettlauf um Gebiet in Nord-Aleppo zwischen FSA, YPG, Daesh.. Dabei wird Daesh wie ich sehe den kürzesten ziehen und von dort verschwinden müssen.. Die YPG steht nun bereits 10km vor Manbij und wie ich gelesen habe erwarten die Daesh eine Offensive gegen sie und ziehen dort Truppen zusammen.. die Türkei wird zusehen müssen, dass die FSA östlich zumindest bis zur Grenzstadt al Rai vorrückt.. Wichtig auch, dass sie endlich wieder Sawran einnehmen, denn die IS beschäftigt immer wieder die FSA und wenn Sawran wieder in den Händen der FSA ist, kann man sich auf die Ausdehnung Richtung Osten konzentrieren..

  5. #6675
    Avatar von Forte

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    Die Kritiker müssen da gar nichts machen, es klärt sich von selber

  6. #6676

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    Geschichtlich war Südost-Türkei nie ein Teil der Meder/Kurden?

  7. #6677
    Avatar von Balta

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    Zitat Zitat von lotus Beitrag anzeigen
    Meder




    Geschichtlich war Südost-Türkei nie ein Teil der Meder/Kurden?
    Die Kurden waren weder Meder noch Osmanen sie brüsten sich nur mit der Geschichte um auf etwas aufzubauen Kurden wurden schon während der Zeit der Byzantiner als Berg Banditen beschrieben und bekämpft.

  8. #6678
    Avatar von Ardian

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    44 Tote bei Luftangriffen auf syrische IS-Hochburg Al-Rakka

    15.03 Uhr: Bei heftigen Luftangriffen auf die nordsyrische IS-Hochburg Al-Rakka sind mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. 39 der Opfer seien Zivilisten, darunter fünf Kinder, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Demnach wurden auch fünf Polizisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Mindestens 40 Menschen seien verletzt worden.

    Der Leiter der Menschenrechtler, Rami Abdel Rahman, ging davon aus, dass russische Jets die Angriffe flogen. Er habe sicherere Erkenntnisse, dass keine Flugzeuge der US-geführten Koalition für die Luftschläge verantwortlich seien. Syriens Luftwaffe sei zu solch heftigen Angriffen nicht fähig. Am Freitag waren bei Luftangriffen auf Al-Rakka 16 Menschen ums Leben gekommen, darunter acht Kinder.

    Russland hatte zwar in dieser Woche den Großteil seiner Truppen aus Syrien abgezogen, fliegt aber zur Unterstützung des Regimes weiter Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland. Die vor drei Wochen begonnene Waffenruhe gilt nicht für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Al-Nusra-Front, syrischer Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

  9. #6679
    Avatar von babyblue

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    Hier mal zur Abwechslung eine fundierte Analyse über die Hintergründe für den Abzug der russischen Truppen und die potentiellen Folgen.



    "Zahltag für Assad"

    Moskaus Intervention in Syrien diente nicht nur der Rettung des Regimes

    Am Tag danach will niemand so recht glauben, dass, wie behauptet, der russische Teilabzug aus Syrien in Absprache mit Präsident Bashar al-Assad erfolgt: Wenn das so wäre, dann hätte es wohl eine gleichzeitige Bekanntgabe in Moskau und Damaskus gegeben. Man braucht keinen Bruch zwischen Russland und Syrien herbeizufantasieren, aber mit der Reduktion seiner militärischen Rolle setzt Moskau allen – zuletzt immer öfter geäußerten – Träumen Assads ein Ende, dass er für seine militärische Errettung keinen politischen Preis zahlen müssen wird.


    Wladimir Putin verwandelt die Frontgrenzen in Syrien in politische Grenzen und macht damit die syrische Opposition zu einem Verhandlungspartner, den Assad ernst nehmen muss. Damit ermöglicht er auch den USA, ihrerseits mehr Druck auf ihre eigenen Verbündeten auszuüben, deren "Njet" zu allem ja bisher ebenso laut war wie das des Regimes.

    Saudi-Arabien, das sich soeben durch Jeffrey Goldbergs Barack-Obama-Feature in The Atlantic in die Ecke der "Trittbrettfahrer" gestellt sieht – während Putin darin zumindest persönlich besser als erwartet wegkommt -, kommt das Argument abhanden, dass die Waffenpause in Syrien ein russischer Trick sei, um Assad weitere militärische Gewinne zu verschaffen. Ähnliches gilt für die Türkei, der immer mehr dämmert, dass die USA und Russland in Syrien, bei allen fundamentalen Unterschieden, an einem Strang ziehen insofern, als sie eine politische Lösung wollen. -

    Warum tun sie das? Für Obama wäre eine Befriedung Syriens das Ende einer Geschichte, die den US-Präsidenten – auch das entnimmt man The Atlantic – persönlich belastet: das vielkritisierte Ausbleiben der US-Intervention gegen Assad im Sommer 2013. Und Putins allgemeine politische Beweggründe und Machtprojektionen einmal beiseitegelassen: Für den russischen Präsidenten bedeutet der nahende Abgang Obamas die Gefahr, die Chance zu verpassen, aus dem syrischen Sumpf wieder herauszukommen: Wer weiß, wie das Verhältnis zur nächsten US-Regierung aussieht und welche Folgen das hat? Nicht nur für die USA, auch für Russland ist die Gefahr eines "zweiten Afghanistan" in Syrien stets präsent. Ein zu langes Engagement in Syrien wäre in Russland auch keineswegs populär. Und nach der Bekanntgabe des Teilabzugs stieg erst einmal sofort der Rubel.

    Putin will die Früchte seiner Syrien-Intervention ernten – und Assad stellt fest, was er schon früher gewusst haben könnte: dass es dabei nicht nur um ihn geht. Putin, der seinen Plan einer geeinten Front gegen den "Islamischen Staat" nicht aufgibt, ist nicht bereit, für Assad seine Beziehungen zu den Golfarabern ins Bodenlose zu verschlechtern. Zuletzt wurde zwischen Riad und Moskau ja auch an der Stabilisierung des Ölpreises gearbeitet.

    In Saudi-Arabien wird es Genugtuung hervorrufen, dass die in Teheran geäußerte Freude über den russischen Rückzug vielleicht nicht gar so hell ist: Denn die Frage könnte auch an alle anderen äußeren Akteure – eben auch an den Iran und die schiitischen Milizen, inklusive der libanesischen Hisbollah – gestellt werden, ob es nicht Zeit ist, einen Schritt aus Syrien heraus zu machen. Und wenn sich die Iraner weigern, könnte dies das jüngste Tauwetter zwischen der Türkei und dem Iran beenden, wogegen weder Russland (wegen der Türkei) noch Saudi-Arabien (wegen des Iran) etwas hätte."

    Zahltag für Assad - Gudrun Harrer - derStandard.at ? Meinung

  10. #6680
    Avatar von mujaga

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    fundierte analyse interessant,..

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