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Ergebnis 1.431 bis 1.440 von 1566

Sammelthread und Infothread Krieg im Irak

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 26.10.2004, 12:57 Uhr · 1.565 Antworten · 37.633 Aufrufe

  1. #1431
    Avatar von Lepoto

    Registriert seit
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    Re: Ankara diskutiert offen den Einmarsch in den Irak

    Zitat Zitat von hahar
    iran,türkei und syrien sllten sich noch nicht einmischen!
    die amis sollen auch noch ein bisshen bluten, denn wenn ihr euch jetzt eimischt, wird eine pro amerikanische irak-regierung entstehen. dank den reserven die der irak hat, wird die usa ihre weltmachtspolitik um jahrzente verlängern. dass heist noch mehr "krieg gegen den terror"
    na wenn die aktuelle irakische "regierung" kein us-instrument ist, was dann?

  2. #1432
    hahar

    Re: Ankara diskutiert offen den Einmarsch in den Irak

    Zitat Zitat von Lepoto
    Zitat Zitat von hahar
    iran,türkei und syrien sllten sich noch nicht einmischen!
    die amis sollen auch noch ein bisshen bluten, denn wenn ihr euch jetzt eimischt, wird eine pro amerikanische irak-regierung entstehen. dank den reserven die der irak hat, wird die usa ihre weltmachtspolitik um jahrzente verlängern. dass heist noch mehr "krieg gegen den terror"
    na wenn die aktuelle irakische "regierung" kein us-instrument ist, was dann?

    das ist mir auch klar, aber momentan herscht im irak anarchie! die regierung kontroliert nur einige städte( vorallem die öl-pipelines)!
    aber stell dir mal vor die us irakische regierung würde jetzt schon das ganze land kontrolieren! :!: :!: wenn das der fall wäre,dann würde ich sagen: halt die welt an, isch steig aus :!:

  3. #1433
    Avatar von albaner

    Registriert seit
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    3.862
    noch ein abschuss


    Bagdad: Fünf Tote bei Hubschrauberabsturz
    Maschine gehörte der US-Sicherheitsfirma Blackwater - Offenbar Abschuss durch Aufständische

    Bagdad - Ein Hubschrauber einer privaten US-Sicherheitsfirma ist am Dienstag in Bagdad über einem umkämpften sunnitischen Stadtteil abgestürzt. Fünf US-Amerikaner kamen dabei ums Leben. Nach irakischen Angaben wurde der Hubschrauber über dem Stadtteil Fadhil von einem Maschinengewehrschützen abgeschossen. Die US-Streitkräfte widersprachen aber diesen Angaben. Erst am Samstag war ein US-Militärhubschrauber abgeschossen worden. Dabei wurden zwölf US-Soldaten getötet.


    Der Hubschrauber gehörte der Sicherheitsfirma Blackwater. Diese bestätigte den Tod von fünf Mitarbeitern. Die genaue Absturzursache war nach US-Angaben noch nicht bekannt. Laut "New York Times" war der Hubschrauber unter Beschuss geraten und habe sich dann bei einem Landeversuch in Stromleitungen verfangen. Mindestens vier der getöteten Männer hätten Wunden von Kopfschüssen. Sie seien offenbar am Boden erschossen worden. Auch irakische Augenzeugen berichteten, der Helikopter sei abgeschossen worden. Zu dem Abschuss bekannten sich die extremistischen sunnitischen Gruppen "Islamische Armee" und "Ansar-al-Sunna-Armee".

    derstandart.at

    nur mal so nebenbei , diese 5 getöteten werden nicht in der statistik der toten us soldaten gezählt , es werden nur us soldaten gezählt die ums leben kommen aber keine leute die private sicherheitsfirmen angehören ( söldner ). in der statistk erscheinen auch nicht die 5000 Mexikaner, die in US-Uniformen kämpfen und denen bei Überleben des Einsatzes die Greencard, also die Aufenthaltsbewilligung, winkt. Auch nicht in der Statistik erscheinen die rund 10000 Ukrainer, die in US-Uniformen kämpfen.

    http://www.balkanforum.at/modules.ph...wtopic&t=15537

  4. #1434
    Avatar von Lepoto

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    15.02.2005
    Beiträge
    1.266

    Re: Ankara diskutiert offen den Einmarsch in den Irak

    Zitat Zitat von hahar
    Zitat Zitat von Lepoto
    Zitat Zitat von hahar
    iran,türkei und syrien sllten sich noch nicht einmischen!
    die amis sollen auch noch ein bisshen bluten, denn wenn ihr euch jetzt eimischt, wird eine pro amerikanische irak-regierung entstehen. dank den reserven die der irak hat, wird die usa ihre weltmachtspolitik um jahrzente verlängern. dass heist noch mehr "krieg gegen den terror"
    na wenn die aktuelle irakische "regierung" kein us-instrument ist, was dann?

    das ist mir auch klar, aber momentan herscht im irak anarchie! die regierung kontroliert nur einige städte( vorallem die öl-pipelines)!
    aber stell dir mal vor die us irakische regierung würde jetzt schon das ganze land kontrolieren! :!: :!: wenn das der fall wäre,dann würde ich sagen: halt die welt an, isch steig aus :!:
    das wird sie nicht. ist auch gar nicht im interesse der amis und uk

    von deren seite her ist es doch perfekt.
    sie kontrollieren das öl, verdienen zusätzlich geld indem sie alle seiten mit waffen beliefern, holen bauernopfer (wie die türken vielleicht bald) und erhalten den "bösen" terrorismus am leben um gründe zu haben für jegliche künftige entscheidungen.......natürlich nur zur verteidigung der "zivilisation"....

    je schwächer eine marionetten regierung ist, desto besser (profitabler) - logisch, oder?

  5. #1435
    Crane

    Bush ermächtigt Militär zur Tötung iranischer Agenten imIrak

    Die Regierung in Washington hat die im Irak stationierten amerikanischen Streitkräfte ermächtigt, iranische Agenten, die radikale Milizen im Irak unterstützen, gefangenzunehmen oder zu töten. Das Weiße Haus bestätigte am Freitag einen Bericht der „Washington Post“, wonach sich der Erlass des Präsidenten vor allem gegen die Tätigkeit der als „Al-Quds-Einheit“ bezeichneten Kampfgruppe der iranischen Republikanische Garden richte, die nach Überzeugung westlicher Geheimdienste direkt vom religiösen Oberhaupt Chamenei kontrolliert wird.


    Die Einheit soll radikale schiitischen Milizen im Irak wie auch die schiitische Hamas in den Palästinensergebieten und die ebenfalls schiitische Hizbullah im Libanon unterstützen. Nach den bisher gültigen Richtlinien durften die amerikanischen Streitkräfte die Iraner nur vorübergehend festnehmen und musste sie nach einer biometrischen Erfassung ihrer Identität wieder freilassen. Mehrere Dutzend mutmaßlicher iranischer Agenten seien bislang so zeitweise festgesetzt worden, berichtete die „Washington Post“.


    „Die Iraner reagieren nur, wenn sie unter Druck sind“


    Der Entscheidung des Weißen Hauses zur abermals aggressiveren Konfrontation mit Teheran war unter anderem die Aussage von CIA-Direktor Michael Hayden vor Ausschüssen des Senats vorausgegangen, wonach das Ausmaß der Unterstützung aus Iran für die schiitischen Milizen im Irak „ziemlich erstaunlich“ sei. Die amerikanischen Streitkräfte machen Iran für die Lieferung von Material und Technologie zur Herstellung von selbstgebauten Bomben an radikale Schiiten im Irak verantwortlich; die meisten amerikanischen Soldaten im Irak fallen bei Anschlägen mit selbstgebauten Bomben.


    CIA-Direktor Hayden soll Präsident Bush vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen der Iraner wie Geiselnahmen und Tötungen von amerikanischen Soldaten und Zivilisten gewarnt haben. Außenministerin Rice soll bei den internen Beratungen der Regierung die härtere Gangart gegen Iran zwar grundsätzlich befürwortet, zugleich aber die Einsetzung eines Sonderbeauftragten zur Überwachung der neuen Taktik verlangt und erreicht haben. So soll verhindert werden, dass aus der verschärften Konfrontation ein nicht mehr zu kontrollierender Konflikt erwächst.


    Die Befürworter der Strategie hoffen nach Angaben des Blattes, dass verstärkter Druck auf Teheran im Irak auch die iranische Haltung im Nuklearstreit mit der Staatengemeinschaft beeinflussen werde. „Die Iraner reagieren auf die Staatengemeinschaft nur, wenn sie unter Druck sind, nicht aber, wenn sie sich stark fühlen“, zitiert die „Washington Post“ einen Regierungsmitarbeiter.


    Iran plant Satellitenstart


    Unterdessen berichtete die Fachzeitschrift „Aviation Week and Space Technology“, Iran plane, mittels einer umgebauten Langstreckenrakete des Typs „Schahab 3“ einen Satelliten in eine erdnahe Umlaufbahn zu bringen. Von dem Vorhaben erhoffe sich das Regime auch Aufschlüsse darüber, ob aus der Rakete mit einer Reichweite von bisher 1600 Kilometern eine Interkontinentalrakete mit einer Reichweite von bis zu fast 4000 Kilometern entwickelt werden kann. Der Vorsitzende des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik, Alaeddin Borudscherdi, habe vor Koranschülern in Qom kürzlich über den bevorstehenden Satellitenstart gesprochen, schreibt die Zeitschrift.


    Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) forderte Iran auf, das am Montag von Teheran verhängte Arbeitsverbot gegen 38 internationale Inspekteure der IAEA aufzuheben. Teheran hatte trotz der Aussperrung der 38 Inspekteure aus westlichen Staaten, welche die Sanktionsresolution des UN-Sicherheitsrates gegen Iran unterstützt hatten, seinen Willen zur Zusammenarbeit mit der IAEA bekräftigt. IAEA-Generaldirektor Mohammed El Baradei sagte beim Weltwirtschaftsforum in Davos, Iran sei noch fünf Jahre bis zehn Jahre von der Herstellung einer Atomwaffe entfernt: „Wir haben keine Einrichtung gesehen, in welcher eine Atomwaffe hergestellt werden könnte.“

  6. #1436
    Crane
    Naja, die Amis wollen die Tuerken ganz sicher im Land haben. Damit wuerden sie doch nur die Kontrolle ueber den Norden verlieren und es gaebe weitere Massaker, die das ganze Land weiter destabilisieren wuerden.
    Was die Amis jetzt wollen, ist dass langsam Ruhe einkehrt. Diese Schwachsinnige Spekulaition, dass den Irakern Waffen verkauft werden ist voelliger Bloedsinn.
    Der Aufbau der Oelfoerderung liegt auch weit hinter den eigentlichen Plaenen zurueck. Im Moment und seit Ausbruch des Krieges ist der Irakkrieg ein reines "Verlustgeschaeft" gewesen.

    Viele von euch wuenschen den Amerikern die Pest an den Hals, aber mal im Ernst. Wenn die Amerikaner jetzt den Irak verlassen wuerden, dann wuerden doch alle seine Nachbarstaaten ueber dieses Land herfallen. Die Tuerkei will die Kurden massakrieren und verhindern, dass ihnen die grossen Oelfelder in Kirkuk in die Haende fallen. Der Iran unterschuetzt schon lange die Schiiten im Land, damit sie sich gegen die Amerikaner und vorallendingen gegen die Sunniten wehren. Und Saudi Arabien will seine Minderheit, die Sunniten, vor den Schiiten "schuetzen".
    Ich halte die Aufstockung der amerikanischen Truppen fuer die richtige Entscheidung um endlich die Kontrolle ueber dieses Land zu erhalten.

  7. #1437
    Avatar von Lepoto

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    1.266
    Zitat Zitat von Hellenic
    Naja, die Amis wollen die Tuerken ganz sicher im Land haben. Damit wuerden sie doch nur die Kontrolle ueber den Norden verlieren und es gaebe weitere Massaker, die das ganze Land weiter destabilisieren wuerden.
    Was die Amis jetzt wollen, ist dass langsam Ruhe einkehrt. Diese Schwachsinnige Spekulaition, dass den Irakern Waffen verkauft werden ist voelliger Bloedsinn.
    Der Aufbau der Oelfoerderung liegt auch weit hinter den eigentlichen Plaenen zurueck. Im Moment und seit Ausbruch des Krieges ist der Irakkrieg ein reines "Verlustgeschaeft" gewesen.

    Viele von euch wuenschen den Amerikern die Pest an den Hals, aber mal im Ernst. Wenn die Amerikaner jetzt den Irak verlassen wuerden, dann wuerden doch alle seine Nachbarstaaten ueber dieses Land herfallen. Die Tuerkei will die Kurden massakrieren und verhindern, dass ihnen die grossen Oelfelder in Kirkuk in die Haende fallen. Der Iran unterschuetzt schon lange die Schiiten im Land, damit sie sich gegen die Amerikaner und vorallendingen gegen die Sunniten wehren. Und Saudi Arabien will seine Minderheit, die Sunniten, vor den Schiiten "schuetzen".
    Ich halte die Aufstockung der amerikanischen Truppen fuer die richtige Entscheidung um endlich die Kontrolle ueber dieses Land zu erhalten.
    Bushs grösste Wahlspender waren, comapnies im öl- und waffenbusiness.
    z.b. haben israel und die usa damals den krieg zwischen iran und irak angezettelt, damit israel von den beiden seine "ruhe" hatte und sie sich gegenseitig schwächen. und natürlich haben sie beide seiten mit waffen beliefert. das ist kein einzelfall. zwei fliegen mit einer klappe geschlagen so zu sagen.

    die usa kontrolliert die marionetten regierung. sie bildet das irakische militär aus. und jetzt sollen sie zuschauen wie andere (wer denn?) irakis mit waffen beliefert?
    naivität kennt kaum grenzen....

  8. #1438
    Lance Uppercut
    Zitat Zitat von Hellenic
    Naja, die Amis wollen die Tuerken ganz sicher im Land haben. Damit wuerden sie doch nur die Kontrolle ueber den Norden verlieren und es gaebe weitere Massaker, die das ganze Land weiter destabilisieren wuerden.
    Was die Amis jetzt wollen, ist dass langsam Ruhe einkehrt. Diese Schwachsinnige Spekulaition, dass den Irakern Waffen verkauft werden ist voelliger Bloedsinn.
    Der Aufbau der Oelfoerderung liegt auch weit hinter den eigentlichen Plaenen zurueck. Im Moment und seit Ausbruch des Krieges ist der Irakkrieg ein reines "Verlustgeschaeft" gewesen.

    Viele von euch wuenschen den Amerikern die Pest an den Hals, aber mal im Ernst. Wenn die Amerikaner jetzt den Irak verlassen wuerden, dann wuerden doch alle seine Nachbarstaaten ueber dieses Land herfallen. Die Tuerkei will die Kurden massakrieren und verhindern, dass ihnen die grossen Oelfelder in Kirkuk in die Haende fallen. Der Iran unterschuetzt schon lange die Schiiten im Land, damit sie sich gegen die Amerikaner und vorallendingen gegen die Sunniten wehren. Und Saudi Arabien will seine Minderheit, die Sunniten, vor den Schiiten "schuetzen".
    Ich halte die Aufstockung der amerikanischen Truppen fuer die richtige Entscheidung um endlich die Kontrolle ueber dieses Land zu erhalten.
    endlich mal einer, der nicht auf die "amis sind von grundauf böse- schiene" fährt.
    wenn die USA sich jetzt zurückziehen fängt der blutige tango im irak erst recht an. deswegen kann ich eig. mrs. clinton auch nicht verstehen, dass sie einen truppenabzug noch während der ära bush'...
    sie haben mit dem blödsinn angefangen, jetzt sollen sie es auch zu ende bringen!

  9. #1439
    Avatar von Lepoto

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    Zitat Zitat von rex_croatorum
    Zitat Zitat von Hellenic
    Naja, die Amis wollen die Tuerken ganz sicher im Land haben. Damit wuerden sie doch nur die Kontrolle ueber den Norden verlieren und es gaebe weitere Massaker, die das ganze Land weiter destabilisieren wuerden.
    Was die Amis jetzt wollen, ist dass langsam Ruhe einkehrt. Diese Schwachsinnige Spekulaition, dass den Irakern Waffen verkauft werden ist voelliger Bloedsinn.
    Der Aufbau der Oelfoerderung liegt auch weit hinter den eigentlichen Plaenen zurueck. Im Moment und seit Ausbruch des Krieges ist der Irakkrieg ein reines "Verlustgeschaeft" gewesen.

    Viele von euch wuenschen den Amerikern die Pest an den Hals, aber mal im Ernst. Wenn die Amerikaner jetzt den Irak verlassen wuerden, dann wuerden doch alle seine Nachbarstaaten ueber dieses Land herfallen. Die Tuerkei will die Kurden massakrieren und verhindern, dass ihnen die grossen Oelfelder in Kirkuk in die Haende fallen. Der Iran unterschuetzt schon lange die Schiiten im Land, damit sie sich gegen die Amerikaner und vorallendingen gegen die Sunniten wehren. Und Saudi Arabien will seine Minderheit, die Sunniten, vor den Schiiten "schuetzen".
    Ich halte die Aufstockung der amerikanischen Truppen fuer die richtige Entscheidung um endlich die Kontrolle ueber dieses Land zu erhalten.
    endlich mal einer, der nicht auf die "amis sind von grundauf böse- schiene" fährt.
    wenn die USA sich jetzt zurückziehen fängt der blutige tango im irak erst recht an. deswegen kann ich eig. mrs. clinton auch nicht verstehen, dass sie einen truppenabzug noch während der ära bush'...
    sie haben mit dem blödsinn angefangen, jetzt sollen sie es auch zu ende bringen!
    vor ca. 3 monaten hat sie noch noch gesagt, die usa müsse im irak bleiben...

    aber hier noch ein wort zu doch nicht so ganz bösen amis aus dem spiegel. vielleicht hilft dir und anderen das, ein klein wenig zu verstehen worum es den freidliebenden leuten geht.....

    Reibach für die Rüstungs-Riesen
    Von Anselm Waldermann

    Im Irak sterben täglich Zivilisten und Soldaten - doch für manche ist der "Krieg gegen den Terror" ein Milliardengeschäft: Die amerikanischen Rüstungskonzerne haben ihre Aktienkurse zum Teil verdreifacht. Nun wollen auch die Europäer am Big Business mitverdienen.

    ANZEIGE
    Hamburg - Wenn US-Rüstungsfirmen ihre Bilanzen vorlegen, haben die Aktionäre regelmäßig Grund zur Freude. In der vergangenen Woche war es bei Lockheed Martin wieder einmal so weit: Allein im vierten Quartal 2006 steigerte das Unternehmen seinen Gewinn um 28 Prozent auf 729 Millionen Dollar. Ähnlich gut geht es dem Armeelieferanten Northrop: Das Unternehmen meldete ein Plus von 37 Prozent auf 453 Millionen Dollar. Gestern schließlich hat der Flugzeugbauer Boeing seine Zahlen präsentiert. In der Militärsparte kommt der Konzern auf einen Quartalsgewinn von einer Milliarde Dollar - zehn Prozent mehr als im Vorjahr.


    AFP
    F-16-Kampfflugzeug: Der Hersteller Lockheed Martin hat seinen Gewinn im vierten Quartal um 28 Prozent gesteigert
    Der Erfolg der Konzerne kommt nicht von ungefähr: Aus dem Verteidigungsministerium in Washington erhalten sie immer neue Aufträge. Allein im vergangenen Jahr belief sich der Militäretat der USA auf 420 Milliarden Dollar - eine Summe, die fast ausschließlich Firmen im eigenen Land zugute kommt. Vor allem der "Krieg gegen den Terror" trieb die Ausgaben des Pentagon in die Höhe: In den letzten fünf Jahren stiegen sie um 41 Prozent. "Für die Unternehmen ist der Krieg im Irak und in Afghanistan ein gutes Geschäft", sagt ein Analyst einer deutschen Bank, der nicht namentlich genannt werden möchte.

    Besonders deutlich zeigt sich das in den Börsenkursen der Unternehmen. So legte die Aktie von Lockheed Martin - bekannt für seine F-16-Kampfflugzeuge - in den vergangenen drei Jahren um 140 Prozent zu. Beim Konkurrenten Raytheon betrug das Plus 120 Prozent, bei General Dynamics sogar 200 Prozent.

    Auch kleinere Rüstungsunternehmen legten deutlich zu: So stieg der Amex Defense Index, der sämtliche Firmen der Rüstungsbranche zusammenfasst, seit 2003 um 210 Prozent. Der New Yorker Aktienindex Dow Jones dagegen stieg im gleichen Zeitraum nur um 70 Prozent.

    Nach den Kongresswahlen im vergangenen Herbst erlitt die Rüstungsbranche zwar einen leichten Schock - als der Sieg der Demokraten bekannt wurde, sackten die Aktienkurse ab. Kurze Zeit später erholten sie sich aber wieder: Offensichtlich erwarten die Finanzmärkte kein Ende des Rüstungsbooms. Die Verteidigungsausgaben würden auch weiterhin um mehr als zehn Prozent im Jahr wachsen, schreiben die Analysten der Citigroup in einem Bericht über die Rüstungsbranche.

    Bisher profitieren von dem Boom vor allem amerikanische Unternehmen. Nur zwei Prozent ihrer Waffen beziehen die USA aus dem Ausland - zum Großteil vom Verbündeten Großbritannien. Der Grund ist die alte Doktrin des Pentagon, wonach militärisch sensible Bereiche in amerikanischer Hand bleiben müssen. Um an mehr Aufträge heran zu kommen, wollte Mike Turner, der Chef des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems, sogar schon den Firmensitz von England in die USA verlegen. "Wir wollen ein transatlantischer Rüstungskonzern werden."


    SPIEGEL ONLINE
    Die größten Konzerne: Rüstungsfirmen wachsen schneller als der Gesamtmarkt
    Vielleicht aber wird das gar nicht nötig. Denn langsam bröckelt die Abwehrfront der Amerikaner. Um ihre Militärausgaben wenigstens einigermaßen in den Griff zu bekommen, setzen sie verstärkt auf Wettbewerb: Je mehr Unternehmen um einen Auftrag buhlen, desto tiefer lässt sich der Preis drücken.

    Mit der Zeit gewinnen deshalb auch ausländische Hersteller an Boden. So hat die französische Thales-Gruppe ihren Umsatz in den USA seit 2002 um fast 25 Prozent gesteigert. Ähnliche Hoffnungen macht man sich beim Airbus-Mutterkonzern EADS: Co-Chef Tom Enders will den Umsatz seiner Militärsparte in Großbritannien und den USA von derzeit 7,7 Milliarden Euro auf zehn Milliarden Euro erhöhen.

    Einen ersten Erfolg konnte Enders schon verbuchen: Die EADS-Tochter Eurocopter wird der amerikanischen Armee in den kommenden Jahren mehr als 320 Transport-Hubschrauber verkaufen. Das Geschäft hat einen Wert von zwei Milliarden Dollar - und soll als Türöffner für weitere Aufträge dienen.

    Auch sonst könnte sich der Lieferantenstamm des Pentagon erweitern: Erstmals bietet eine sogenannte Heuschrecke für einen milliardenschweren Auftrag des Verteidigungsministeriums. Presseberichten zufolge will das Unternehmen IAP Worldwide Services, eine Tochter des Hedgefonds Cerberus, die Truppen im Irak mit Essen beliefern. Für Unterkunft und Logistik will das Unternehmen ebenfalls sorgen.

    Besonders pikant: Der Vorsitzende von Cerberus ist der frühere US-Finanzminister John Snow. Zuvor hatten sich die Streitkräfte von dem früheren Auftragnehmer, Halliburton, getrennt: Das Unternehmen, für das Vize-Präsident Dick Cheney früher tätig war, soll im Irak und in Afghanistan mehrere hundert Millionen Dollar verschwendet haben.

    Auch die Konkurrenz zu China treibt die Rüstungsausgaben

    Dass sich an den amerikanischen Militärausgaben grundsätzlich etwas ändert, erwartet indes kaum jemand. Höchstens innerhalb des Militäretats könnte es unter dem Einfluss der Demokraten im Kongress leichte Verschiebungen geben: mehr Geld für die Ausrüstung der Soldaten vor Ort, weniger Geld für Megaprojekte wie den geplanten Raketenabwehrschild. Insgesamt aber rechnen die Unternehmen wegen der weltweiten Konflikte auch für 2007 mit kräftigen Zuwächsen. Die Bank of America sieht das ähnlich. Ein schnelles Ende der internationalen Einsätze sei "nicht zu erwarten".

    Und selbst wenn der Irak-Krieg eines Tages zu Ende gehen sollte: Der Rüstungsboom wäre damit noch lange nicht vorbei. "Dazu ist das allgemeine Unsicherheitsgefühl in den USA viel zu groß", sagt Rüstungsexperte Niklas Schörnig von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. "Für die USA geht es darum, als hegemoniale Macht zu bestehen."

    Gegen wen sich diese Strategie richtet, ist neuerdings kein Geheimnis mehr. In seinem alle vier Jahre erscheinenden Verteidigungsbericht benannte das Pentagon den "größten militärischen Wettbewerber" der USA offen beim Namen: die Volksrepublik China. Nach dem Ende des Kalten Kriegs könnte das Wettrüsten also von Neuem beginnen. Die Konzerne freuen sich schon heute.

  10. #1440
    Avatar von Lepoto

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    Zitat Zitat von rex_croatorum
    Zitat Zitat von Hellenic
    Naja, die Amis wollen die Tuerken ganz sicher im Land haben. Damit wuerden sie doch nur die Kontrolle ueber den Norden verlieren und es gaebe weitere Massaker, die das ganze Land weiter destabilisieren wuerden.
    Was die Amis jetzt wollen, ist dass langsam Ruhe einkehrt. Diese Schwachsinnige Spekulaition, dass den Irakern Waffen verkauft werden ist voelliger Bloedsinn.
    Der Aufbau der Oelfoerderung liegt auch weit hinter den eigentlichen Plaenen zurueck. Im Moment und seit Ausbruch des Krieges ist der Irakkrieg ein reines "Verlustgeschaeft" gewesen.

    Viele von euch wuenschen den Amerikern die Pest an den Hals, aber mal im Ernst. Wenn die Amerikaner jetzt den Irak verlassen wuerden, dann wuerden doch alle seine Nachbarstaaten ueber dieses Land herfallen. Die Tuerkei will die Kurden massakrieren und verhindern, dass ihnen die grossen Oelfelder in Kirkuk in die Haende fallen. Der Iran unterschuetzt schon lange die Schiiten im Land, damit sie sich gegen die Amerikaner und vorallendingen gegen die Sunniten wehren. Und Saudi Arabien will seine Minderheit, die Sunniten, vor den Schiiten "schuetzen".
    Ich halte die Aufstockung der amerikanischen Truppen fuer die richtige Entscheidung um endlich die Kontrolle ueber dieses Land zu erhalten.
    endlich mal einer, der nicht auf die "amis sind von grundauf böse- schiene" fährt.
    wenn die USA sich jetzt zurückziehen fängt der blutige tango im irak erst recht an. deswegen kann ich eig. mrs. clinton auch nicht verstehen, dass sie einen truppenabzug noch während der ära bush'...
    sie haben mit dem blödsinn angefangen, jetzt sollen sie es auch zu ende bringen!
    vor ca. 3 monaten hat sie noch noch gesagt, die usa müsse im irak bleiben...

    aber hier noch ein wort zu doch nicht so ganz bösen amis aus dem spiegel. vielleicht hilft dir und anderen das, ein klein wenig zu verstehen worum es den friedliebenden leuten geht.....

    Reibach für die Rüstungs-Riesen
    Von Anselm Waldermann

    Im Irak sterben täglich Zivilisten und Soldaten - doch für manche ist der "Krieg gegen den Terror" ein Milliardengeschäft: Die amerikanischen Rüstungskonzerne haben ihre Aktienkurse zum Teil verdreifacht. Nun wollen auch die Europäer am Big Business mitverdienen.

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    Hamburg - Wenn US-Rüstungsfirmen ihre Bilanzen vorlegen, haben die Aktionäre regelmäßig Grund zur Freude. In der vergangenen Woche war es bei Lockheed Martin wieder einmal so weit: Allein im vierten Quartal 2006 steigerte das Unternehmen seinen Gewinn um 28 Prozent auf 729 Millionen Dollar. Ähnlich gut geht es dem Armeelieferanten Northrop: Das Unternehmen meldete ein Plus von 37 Prozent auf 453 Millionen Dollar. Gestern schließlich hat der Flugzeugbauer Boeing seine Zahlen präsentiert. In der Militärsparte kommt der Konzern auf einen Quartalsgewinn von einer Milliarde Dollar - zehn Prozent mehr als im Vorjahr.


    AFP
    F-16-Kampfflugzeug: Der Hersteller Lockheed Martin hat seinen Gewinn im vierten Quartal um 28 Prozent gesteigert
    Der Erfolg der Konzerne kommt nicht von ungefähr: Aus dem Verteidigungsministerium in Washington erhalten sie immer neue Aufträge. Allein im vergangenen Jahr belief sich der Militäretat der USA auf 420 Milliarden Dollar - eine Summe, die fast ausschließlich Firmen im eigenen Land zugute kommt. Vor allem der "Krieg gegen den Terror" trieb die Ausgaben des Pentagon in die Höhe: In den letzten fünf Jahren stiegen sie um 41 Prozent. "Für die Unternehmen ist der Krieg im Irak und in Afghanistan ein gutes Geschäft", sagt ein Analyst einer deutschen Bank, der nicht namentlich genannt werden möchte.

    Besonders deutlich zeigt sich das in den Börsenkursen der Unternehmen. So legte die Aktie von Lockheed Martin - bekannt für seine F-16-Kampfflugzeuge - in den vergangenen drei Jahren um 140 Prozent zu. Beim Konkurrenten Raytheon betrug das Plus 120 Prozent, bei General Dynamics sogar 200 Prozent.

    Auch kleinere Rüstungsunternehmen legten deutlich zu: So stieg der Amex Defense Index, der sämtliche Firmen der Rüstungsbranche zusammenfasst, seit 2003 um 210 Prozent. Der New Yorker Aktienindex Dow Jones dagegen stieg im gleichen Zeitraum nur um 70 Prozent.

    Nach den Kongresswahlen im vergangenen Herbst erlitt die Rüstungsbranche zwar einen leichten Schock - als der Sieg der Demokraten bekannt wurde, sackten die Aktienkurse ab. Kurze Zeit später erholten sie sich aber wieder: Offensichtlich erwarten die Finanzmärkte kein Ende des Rüstungsbooms. Die Verteidigungsausgaben würden auch weiterhin um mehr als zehn Prozent im Jahr wachsen, schreiben die Analysten der Citigroup in einem Bericht über die Rüstungsbranche.

    Bisher profitieren von dem Boom vor allem amerikanische Unternehmen. Nur zwei Prozent ihrer Waffen beziehen die USA aus dem Ausland - zum Großteil vom Verbündeten Großbritannien. Der Grund ist die alte Doktrin des Pentagon, wonach militärisch sensible Bereiche in amerikanischer Hand bleiben müssen. Um an mehr Aufträge heran zu kommen, wollte Mike Turner, der Chef des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems, sogar schon den Firmensitz von England in die USA verlegen. "Wir wollen ein transatlantischer Rüstungskonzern werden."


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    Die größten Konzerne: Rüstungsfirmen wachsen schneller als der Gesamtmarkt
    Vielleicht aber wird das gar nicht nötig. Denn langsam bröckelt die Abwehrfront der Amerikaner. Um ihre Militärausgaben wenigstens einigermaßen in den Griff zu bekommen, setzen sie verstärkt auf Wettbewerb: Je mehr Unternehmen um einen Auftrag buhlen, desto tiefer lässt sich der Preis drücken.

    Mit der Zeit gewinnen deshalb auch ausländische Hersteller an Boden. So hat die französische Thales-Gruppe ihren Umsatz in den USA seit 2002 um fast 25 Prozent gesteigert. Ähnliche Hoffnungen macht man sich beim Airbus-Mutterkonzern EADS: Co-Chef Tom Enders will den Umsatz seiner Militärsparte in Großbritannien und den USA von derzeit 7,7 Milliarden Euro auf zehn Milliarden Euro erhöhen.

    Einen ersten Erfolg konnte Enders schon verbuchen: Die EADS-Tochter Eurocopter wird der amerikanischen Armee in den kommenden Jahren mehr als 320 Transport-Hubschrauber verkaufen. Das Geschäft hat einen Wert von zwei Milliarden Dollar - und soll als Türöffner für weitere Aufträge dienen.

    Auch sonst könnte sich der Lieferantenstamm des Pentagon erweitern: Erstmals bietet eine sogenannte Heuschrecke für einen milliardenschweren Auftrag des Verteidigungsministeriums. Presseberichten zufolge will das Unternehmen IAP Worldwide Services, eine Tochter des Hedgefonds Cerberus, die Truppen im Irak mit Essen beliefern. Für Unterkunft und Logistik will das Unternehmen ebenfalls sorgen.

    Besonders pikant: Der Vorsitzende von Cerberus ist der frühere US-Finanzminister John Snow. Zuvor hatten sich die Streitkräfte von dem früheren Auftragnehmer, Halliburton, getrennt: Das Unternehmen, für das Vize-Präsident Dick Cheney früher tätig war, soll im Irak und in Afghanistan mehrere hundert Millionen Dollar verschwendet haben.

    Auch die Konkurrenz zu China treibt die Rüstungsausgaben

    Dass sich an den amerikanischen Militärausgaben grundsätzlich etwas ändert, erwartet indes kaum jemand. Höchstens innerhalb des Militäretats könnte es unter dem Einfluss der Demokraten im Kongress leichte Verschiebungen geben: mehr Geld für die Ausrüstung der Soldaten vor Ort, weniger Geld für Megaprojekte wie den geplanten Raketenabwehrschild. Insgesamt aber rechnen die Unternehmen wegen der weltweiten Konflikte auch für 2007 mit kräftigen Zuwächsen. Die Bank of America sieht das ähnlich. Ein schnelles Ende der internationalen Einsätze sei "nicht zu erwarten".

    Und selbst wenn der Irak-Krieg eines Tages zu Ende gehen sollte: Der Rüstungsboom wäre damit noch lange nicht vorbei. "Dazu ist das allgemeine Unsicherheitsgefühl in den USA viel zu groß", sagt Rüstungsexperte Niklas Schörnig von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. "Für die USA geht es darum, als hegemoniale Macht zu bestehen."

    Gegen wen sich diese Strategie richtet, ist neuerdings kein Geheimnis mehr. In seinem alle vier Jahre erscheinenden Verteidigungsbericht benannte das Pentagon den "größten militärischen Wettbewerber" der USA offen beim Namen: die Volksrepublik China. Nach dem Ende des Kalten Kriegs könnte das Wettrüsten also von Neuem beginnen. Die Konzerne freuen sich schon heute.

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