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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 26.10.2004, 13:16 Uhr · 3.644 Antworten · 179.577 Aufrufe

  1. #151
    jugo-jebe-dugo
    13.01.2005


    Gaza: Auto von israelischem Helikopter beschossen
    Militär vermutete Bombe in geparktem Fahrzeug
    Gaza - Die israelische Armee hat am Donnerstag im Gaza-Streifen von einem Helikopter aus ein geparktes Auto beschossen, in dem sie eine Bombe vermutete.

    "Die Explosion war bedeutend stärker, als wenn sie nur von dem Geschoss herrühren würde, was darauf hinweist, dass Sprengstoff darin war", sagte ein Militärsprecher. Zeugen berichteten, dass in dem über Nacht auf offenem Gelände abgestellten Wagen niemand gesessen sei. (APA/Reuters)

  2. #152
    jugo-jebe-dugo
    13.01.2005


    Hamas lehnt Waffenstillstands-Verhandlungen ab
    Terrororganisation will Waffen nicht abgeben
    Gaza/Ramallah - Die radikale palästinensische Hamas-Bewegung tritt gegen Verhandlungen über eine Waffenruhe mit Israel ein. Der neu gewählte palästinensische Präsident Mahmud Abbas (Abu Mazen) habe mit seinem Wahlsieg keinen Auftrag für Waffenruheverhandlungen erhalten, teilte Mahmud al Sahar, ein führender Hamas-Vertreter, am Donnerstag auf einer Internetseite seiner Organisation mit. "Wir werden fordern, dass Abu Mazen das palästinensische Volk vor israelischen Angriffen schützt", erklärte er. Zugleich schloss der Hamas-Vertreter eine Übergabe der Waffen seiner Organisation an die palästinensische Führung aus.

    In Ramallah ist unterdessen die palästinensische Regierung unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Ahmed Korei (Abu Ala) zu ihrer letzten Sitzung vor ihrer erwarteten Demission zusammengetreten. Das seit November 2003 amtierende Kabinett wird am kommenden Samstag Präsident Abbas nach dessen Vereidigung und Amtseinführung das Rücktrittsgesuch übergeben. Abbas hat bereits angekündigt, dass er Korei mit der Bildung der neuen Regierung beauftragen werde. Für den Posten des Innenministers hatte Korei General Nasser Yussef vorgeschlagen. (APA/dpa)

  3. #153
    jugo-jebe-dugo
    13.01.2005


    Sharon wird von unbemannten Flugzeugen bewacht
    Geheimdienst setzt offenbar Drohnen zur Abwehr jüdischer Extremisten ein
    Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon wird einem Medienbericht zufolge bei seinen Reisen durchs Land von unbemannten Flugzeugen überwacht, um ihn vor Anschlägen jüdischer Extremisten zu schützen. Der Sender Kanal 2 berichtete am Donnerstag, der Inlandsgeheimdienst Shin Bet nehme die Drohungen gegen Sharon ernst und habe die Sicherheitsvorkehrungen für den Regierungschef verschärft. Sharons Pläne für einen Abzug aus dem Gazastreifen und vier jüdischen Siedlungen im Westjordanland haben viele Siedler und Extremisten aufgebracht.

    Israel befasst sich seit über 20 Jahren mit der Entwicklung unbemannter Flugzeuge und gilt als eines der führenden Länder weltweit in der Technik der so genannten Drohnen. Es nutzte diese Maschinen des öfteren, um militante Palästinenser aufzuspüren. Nach Berichten von Palästinensern im Gazastreifen feuern die israelischen Streitkräfte sogar Raketen von Drohnen ab. (APA/AP)

  4. #154
    jugo-jebe-dugo
    14.01.2005



    Palästinenser-Minister erwartet Bruch zwischen Israel und Abbas
    Neuer Präsident will den Kurs von Arafat beibehalten
    Link
    Haaretz: "IDF: Abbas could do more against militants"
    Kairo - Der palästinensische Außenminister Nabil Shaath hat einen baldigen Bruch im Verhältnis zwischen Israel und dem neuen Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas vorausgesagt. Israel werde sich gegen Abbas mit dem Argument wenden, dieser verfolge die gleiche Politik wie sein verstorbener Amtsvorgänger Yasser Arafat, sagte Shaath am Donnerstag bei einem Treffen arabischer Außenminister in Kairo. "Die israelische Regierung wird nach ein paar Wochen ihr Missfallen an Präsident Abu Mazen (Abbas) äußern, wie sie es bereits mit Präsident Arafat getan hat. Sie wird sagen, er sei kein Partner mehr, weil er der Linie Arafats folge", sagte der Minister.


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    Partnersuche auf derStandard.at/ ZuZweit
    bezahlte EinschaltungDer israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hatte Abbas nach dessen Wahlsieg am Sonntag zur Zusammenarbeit aufgerufen. Der neue Palästinenser-Präsident lehnt die Gewalt ab und gilt als Hoffnungsträger, um den Friedensprozess in er Region wieder zu beleben. Allerdings irritierte er Israel, als er während des Wahlkampfes vom "zionistischen Feind" sprach, nachdem sieben junge Palästinenser beim Erdbeeren pflücken von einem israelischen Panzer getötet worden waren. Differenzen zwischen ihm und Israel bestehen zudem in der Frage der Behandlung extremistischer Gruppen wie der Hamas. (APA/Reuters)

  5. #155
    jugo-jebe-dugo
    14.01.2005


    Polizist in Israel wegen Palästinenser-Misshandlung verurteilt
    14 Monate Gefängnis
    Jerusalem - Ein Gericht in Jerusalem hat am Donnerstag einen israelischen Grenzpolizisten wegen der Misshandlung eines inhaftierten Palästinensers zu einer 14-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Dem Mann wurde zur Last gelegt, zwei Palästinenser aufgegriffen, sie in ein verlassenes Gebäude geschleppt, geschlagen und einen von ihnen zum Trinken seines Urins gezwungen zu haben.

    Der verurteilte Offizier und zwei weitere Grenzschützer hätten in einen Eimer uriniert. Dann habe der Offizier versucht, dem Palästinenser unter vorgehaltener Waffe den Inhalt des Eimers einzuflößen. Später habe er die Dokumente des Palästinensers in die Pfütze aus Urin geworfen und den Mann gezwungen, sie mit den Zähnen herauszuholen. Seit Beginn des Palästinenser-Aufstands vor mehr als vier Jahren hatte es eine Reihe von Misshandlungsfällen von Seiten des israelischen Grenzschützes gegeben. (APA/Reuters)

  6. #156
    jugo-jebe-dugo
    14.01.2005


    Wahlkommission: Kein Stimmrecht für Bürger Israels
    In 14 Länder können Exil-Iraker ihre Stimme abgeben - Kommissionssprecher Ajar: "Keine Diskriminierung"
    Link
    "Haaretz"

    Bagdad - Die Unabhängige Wahlkommission im Irak (IEC) hat am Freitag Aussagen einer Vertreterin der Internationalen Organisation für Migration (IOM) dementiert, denen zufolge aus dem Irak stammende Israelis an den geplanten allgemeinen Wahlen am 30. Jänner teilnehmen könnten. "Diese Person ist nicht ermächtigt, Aussagen zu treffen, die in die Zuständigkeit der Unabhängigen Wahlkommission fallen", erklärte Kommissionssprecher Farid Ajar in Bagdad.

    Die israelische Tageszeitung "Haaretz" hatte in ihrer Donnerstag-Ausgabe eine IOM-Vertreterin zitiert, nach deren Darstellung Israelis, die früher irakische Staatsbürger waren, ein Wahlrecht hätten. Wie andere im Ausland lebende ehemalige Iraker könnten diese ihre Stimme in einem von 14 Ländern abgeben, in denen die IOM die Abwicklung der Wahl für die Auslandsiraker organisiert. Israel selbst ist nicht unter diesen 14 Ländern, wohl aber das Nachbarland Jordanien.

    Kommissionssprecher Ajar widersprach dieser Ansicht ganz entschieden. "Israelische Staatsbürger können nicht an der Wahl teilnehmen, weil sie sich bei der Stimmabgabe mit israelischen Dokumenten ausweisen müssten." Diese würden aber von der irakischen Wahlkommission nicht anerkannt, weil der Irak keine diplomatischen Beziehungen mit Israel hat. Nach der Gründung des Staates Israel 1948 hatten 130.000 Juden den Irak verlassen oder wurden vertrieben. Ajar betonte jedoch, dass die Auffassung der Wahlkommission keine rassische oder religiöse Diskriminierung beinhalte. "Dies gilt genauso für aus dem Irak stammende Christen oder Muslime, wenn sie heute Staatsbürger Israels sind." (APA/dpa)

  7. #157
    jugo-jebe-dugo
    14.01.2005


    Israel fühlt sich durch iranische Raketen bedroht
    Experten: Iran ist in der Region auf dem Gebiet der Raketenentwicklung am weitesten
    Wien - Israel fühlt sich durch das Raketenprogramm des Iran bedroht. In einer Sitzung des Außen- und Sicherheitsausschusses der Knesset berichteten Vertreter der israelischen Luftfahrtindustrie, dass die massiven Investitionen des Iran in die Entwicklung von Raketen für Israel eine erhebliche Bedrohung darstellen könne, heißt es in einer von der israelischen Botschaft in Wien am Freitag verbreiteten Presseaussendung unter Berufung auf die Zeitung "Haaretz" . Den Angaben zufolge hat der Iran dementiert, dass er eine Rakete mit einer Reichweite bis nach Großbritannien entwickle.


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    bezahlte EinschaltungDie "Shihab 4" Raketen, an deren Entwicklung der Iran arbeite und mit denen er bereits erfolgreiche Versuche durchgeführt habe, könne eine "erhebliche Bedrohung für Israel und die im Irak stationierten US-Streitkräfte darstellen", sagte Uzi Rubin, Experte für Raketentechnologie bei der israelischen Luftfahrtsindustrie am Donnerstag in der Ausschusssitzung der Knesset zum Thema "Bedrohung Israels durch iranische Raketen."

    Selbständige Entwicklungsfähigkeit

    Rubin und auch Yair Ramati von der Luftfahrtsindustrie wiesen darauf hin, dass der Iran auf dem Gebiet der Raketenentwicklung in der Region am weitesten fortgeschritten sei. Ihren Ausführungen zufolge dauert das iranische Raketenprogramm bereits 30 Jahre. Die im letzten Jahrzehnt getätigten Investitionen, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch hinsichtlich der Personalressourcen, auf dem Gebiet des Flüssigstoff- und Feststoffantriebs sowie der Steuerungssysteme seien "beeindruckend".

    Die Experten betonten, dass man bei den Iranern eine anhaltende technologische Entwicklung und Aneignung einer selbständigen Entwicklungsfähigkeit feststellen könne. Dies geschehe mit der Absicht, die Abhängigkeit von ausländischen Spezialisten zu verringern.

    Die Raketenspezialisten schilderten den Ausschussmitgliedern die Verteilung der Raketen in der Nahost-Region: Demzufolge besitzt die pro-iranische libanesische Hizbollah-Organisation die "Fajr 3"-Rakete mit einer Reichweite von 40 Kilometern und die "Fajr 5"-Rakete mit einer Reichweite von 70 Kilometern. Die Spezialisten wiesen darauf hin, dass der Iran gegenwärtig an der Entwicklung einer neuen Rakete mit dem Namen "Fatah 110" arbeite. Die Reichweite dieser taktischen Rakete betrage 250 Kilometer.

    Der Iran und Syrien besitzen laut den israelischen auch alte Raketen vom Typ "Scud B" und "Scud C", deren Reichweiten sich zwischen 300 bis 500 Kilometer liegt. Die in iranischen Händen befindliche Shihab 3-Rakete hat eine Reichweite von 1500 Kilometern.

    Die Vertreter des Luftfahrtsministeriums wiesen darauf hin, dass der Iran die Entwicklung einer neuen Rakete mit einer Reichweite von 4000 Kilometern dementiere. Ihren Ausführungen zufolge kann eine solche Rakete Großbritannien erreichen. Darüber hinaus entwickle der Iran weitere Produkte wie Artillerieraketen sowie Zukunftsprojekte wie Trägerraketen für Satelliten. (APA)

  8. #158
    jugo-jebe-dugo
    14.01.2005


    Dahlan: "Das Gemeinsame mit Hamas ist größer als das Trennende"
    Ex-Sicherheitschef im Gaza-Streifen: Palästinensische Opposition sollte nicht auf Gewalt setzen
    Link
    Haaretz: "IDF: Abbas could do more against militants"
    Gaza/Kairo - Der ehemalige palästinensische Sicherheitsminister und Ex-Sicherheitschef im Gaza-Streifen, Mohammed Dahlan (43), hat die radikalen Islamisten-Gruppen aufgefordert, ihre Ziele innerhalb des palästinensischen Lagers nicht länger mit Gewalt durchzusetzen. "Jetzt ist es Zeit für die palästinensische Autorität, sich vom Machtmonopol zu verabschieden, und die Opposition sollte ihrerseits aufhören, der palästinensischen Führung und dem Volk ihre eigene Logik mit Gewalt aufzuzwingen", sagte Dahlan in einem am Freitag veröffentlichten Interview der arabischen Zeitung "al-Hayat".


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    bezahlte EinschaltungDer PLO-Vorsitzende und neu gewählte palästinensische Präsident Mahmud Abbas und seine Mitstreiter führten einen intensiven Dialog mit der (außerhalb der PLO stehenden) Terrororganisation Hamas und anderen militanten Fraktionen, um ein gemeinsames Programm zu finden. "Die Gemeinsamkeiten zwischen uns und ihnen sind größer als das, was uns trennt", betonte Dahlan, der sich zuletzt dafür ausgesprochen hatte, dass Abbas geringere Machtbefugnisse haben sollte als dessen verstorbener Vorgänger Yasser Arafat. Die Hamas tritt gegen Verhandlungen über eine Waffenruhe mit Israel ein. Abbas habe mit seinem Wahlsieg keinen Auftrag für Waffenruheverhandlungen erhalten, teilte Mahmud al-Sahar, ein führender Hamas-Vertreter, am Donnerstag auf einer Internetseite seiner Organisation mit. (APA/dpa)

  9. #159
    jugo-jebe-dugo
    14.01.2005



    Rückschlag für Friedensbemühungen
    Neun Tote bei Anschlag an Grenzübergang - Terrorgruppen bekennen sich und drohen mit weiterer Gewalt- Tausende Palästinenser feiern Tat

    Ein Verletzter wird nach dem Anschlag bei einem Grenzübergang zwischen Israel und dem Gazastreifen abtrasportiert.Link
    Haaretz: "Death toll in attack on Gaza-Israel crossing rises to six"

    Haaretz: "Israel closing all Gaza crossings in wake of terror attack"

    Jerusalem/Ramallah/Gaza - Wenige Tage nach der mit großen Friedenshoffnungen verbundenen palästinensischen Präsidentenwahl haben drei Extremisten bei einem Anschlag auf den Karni-Grenzübergang zwischen Israel und dem Gaza-Streifen sechs Israelis getötet. Nach dem Anschlag hat Israel sämtliche Grenzübergänge geschlossen. Neben der radikalen Hamas-Bewegung bekannten sich auch die Fatah-Elementen zusammengesetzten Al-Aksa-Märtyrerbrigaden und die "Volkswiderstandskomitees" zu dem Attentat.

    Hamas: "Botschaft an den israelischen Feind"


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    Haus
    Umzug: Neues OnlineService von Wien Energie
    bezahlte EinschaltungHamas-Sprecher Sami Abu Zuhri bezeichnete den Angriff als "Botschaft an den israelischen Feind, aber definitiv nicht an Abu Mazen", wie der PLO-Vorsitzende und neu gewählte palästinensische Präsident Mahmud Abbas auch genannt wird, der am morgigen Samstag in Ramallah vereidigt werden soll. Erst am Donnerstag hatte der Hamas-Führer im Westjordanland, Scheich Hassan Yussef, gesagt, seine Bewegung sei im Begriff, die Strategie der Gewalt zu überdenken und mit Abbas zu verhandeln. Auf den Karni-Anschlag angesprochen, sagte Yussef am Freitag, die Hamas sei in ihrem Handeln frei, solange es keine Übereinkunft gebe.

    Die palästinensische Führung hat Israel nach dem blutigen Anschlag zu einem beiderseitigen Ende der Gewalt aufgerufen. "Eine Waffenruhe ist der Weg zu einem Ende der Gewalt und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch", sagte Präsidentenberater Nabil Abu Rudeina in Ramallah. "Israel sollte seine militärischen Angriffe einstellen (...) und sich aus palästinensischen Städten zurückziehen", fügte er hinzu. Damit die palästinensische Führung durchgreifen könne, müsse die israelische Armee die von ihr okkupierten Zonen räumen.

    Tausende Palästinenser feiern Anschlag

    Tausende Palästinenser haben am Freitag den Bombenanschlag auf einen israelischen Grenzposten gefeiert, bei dem in der vergangenen Nacht sechs Israelis ums Leben gekommen waren. Der Anschlag am Grenzübergang Karni zwischen dem Gaza-Streifen und Israel, zu dem sich mehrere Extremistengruppen bekannt haben, gilt als vorerst größte Herausforderung für den Friedenskurs des neuen Präsidenten Mahmud Abbas. Viele der Teilnehmer der als "Siegesmarsch" bezeichneten Kundgebung in Jabalia im Gaza-Streifen trugen grüne islamische Fahnen mit sich.

    Extremisten drohen Israel mit weiteren Angriffen

    Zu der Demonstration hatten militante Gruppen aufgerufen, die Abbas zu einem Ende der Gewalt gegen Israel aufgerufen hatte. Israel signalisierte, mit Bedacht auf die Vorfälle zu reagieren, um eine Schwächung von Abbas zu vermeiden. Sechs israelische Zivilisten seien bei der Explosion sowie einem Angriff von Extremisten am Grenzposten Karni getötet worden, teilte das israelische Militär mit. Die Armee habe dann mindestens drei Angreifer erschossen.

    Israel: "Zeit für Abbas"

    Die neue israelische Justizministerin Zipi Livneh erklärte am Freitag, die Position des neuen palästinensischen Präsidenten müsse gestärkt werden. Israel werde Abbas noch etwas Zeit einräumen, die Extremisten zu stoppen, sagte die Likud-Politikerin im Armeeradio. Der palästinensische Sicherheitschef General Abdelrazzek Majaida teilte mit, zur Bekämpfung der Kriminalität sei eine neue Eliteeinheit gebildet worden. Sie umfasse 750 Beamte, deren Aufgabe die Verfolgung und Entwaffnung von Straftätern sei. Die Einheit sei aber nicht dafür zuständig, gegen Extremisten vorzugehen, die in Anschläge auf Israel verwickelt seien.

    Die Attentäter brachten am Donnerstag gegen 23.00 Uhr (22.00 MEZ) am Tor einer Sicherheitsmauer des Grenzübergangs Karni eine bis zu 100 Kilogramm schwere Bombe zur Explosion, wie es von Seiten der Streitkräfte und im israelischen Armeeradio hieß. Durch das Loch, das die Detonation in die Mauer riss, stürmten nach Militärangaben drei Bewaffnete auf die andere Seite und feuerten auf die Israelis, bis sie selbst erschossen wurden. Unter den sechs israelischen Opfern waren zwei Lastwagenfahrer.

    Über den Grenzübergang Karni wird der Transport von landwirtschaftlichen Produkten und anderen Gütern abgewickelt. Israel sperrte als Reaktion auf den Anschlag auch den Grenzübergang Erez, der in der Regel von Diplomaten und Journalisten sowie von Palästinensern genutzt wird, die in Israel arbeiten. Bereits seit Dezember ist ein dritter wichtiger Übergang in der Nähe von Rafah im Süden des Gaza-Streifens an der Grenze zu Ägypten geschlossen.

    Raketen

    Noch in der Nacht feuerten israelische Kampfhubschrauber drei Raketen auf ein Haus im zentralen Gaza-Streifen ab, das laut Militär vom Islamischen Jihad benutzt wurde. Ein Mensch wurde dabei leicht verletzt. Erst Stunden zuvor hatte der Hamas-Führer im Westjordanland, Scheich Hassan Yousef, gesagt, die Gruppe sei dabei, die Strategie der Gewalt zu überdenken.

    Über den Übergang Karni wird ein großer Teil des Warenverkehrs zwischen Israel und dem Gaza-Streifen abgewickelt. Für die Versorgung der Menschen im Gaza-Streifen ist er lebenswichtig. Verkehrsminister Meir Sheetrit gab nach dem Anschlag bekannt, der Posten werde bis auf weiteres geschlossen. "Wir können nicht zulassen, dass unsere Mitarbeiter an diesem Übergang getötet werden, welcher der palästinensischen Bevölkerung nutzen soll", erklärte Sheetrit. (APA/AP/Reuters/dpa)

  10. #160
    jugo-jebe-dugo
    15.01.2005


    Israel will Ägypten Kontaktstopp zu Abbas erläutern
    Diplomaten nach Kairo entsandt
    Jerusalem - Die israelische Regierung will Ägypten ihre Entscheidung erläutern, die Kontakte zur palästinensischen Führung unter dem neuen Präsidenten Mahmud Abbas wegen des jüngsten Terroranschlags vorerst auszusetzen. Wie der israelische Rundfunk am Samstag meldete, sollen zwei hohe Mitarbeiter des Außenministeriums in das Nachbarland reisen. Dort sollen sie den ägyptischen Geheimdienstchef General Omar Suleiman und Außenminister Ahmed Abul Gheit treffen.

    Nach dem Willen Israels soll Ägypten die palästinensische Führungsspitze dazu drängen, militante Palästinenser zu verfolgen, statt eine Waffenruhe mit ihnen zu vereinbaren, wie es Abbas anstrebt. Der ägyptische Geheimdienstchef spielte eine Schlüsselrolle bei mehreren Versuchen der palästinensischen Führung, die radikalen Organisationen zu einer Waffenruhe gegenüber Israel zu bewegen. Israel will, dass Ägypten nach dem geplanten Rückzug der israelischen Armee Kontrollfunktionen im Gaza-Streifen übernimmt, was die Regierung in Kairo aber abgelehnt hat.

    Vor der Entscheidung zur Aussetzung der Kontakte hatte der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon geplant gehabt, sich in den nächsten Wochen mit Abbas zu treffen. Dieser soll noch am Samstag als neuer palästinensischer Präsident vereidigt und in sein Amt eingeführt werden. (APA/dpa)

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