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Ergebnis 181 bis 190 von 3645

Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 26.10.2004, 13:16 Uhr · 3.644 Antworten · 179.542 Aufrufe

  1. #181
    jugo-jebe-dugo
    16.01.2005


    Sharon gibt Armee freie Hand
    Amtseinführung des neuen Palästinenser-Präsidenten Abbas stand am Wochenende im Zeichen neu aufgeflammter Gewalt

    Israels Premier Sharon kündigte Härte gegenüber radikalen Palästinensern an.Von Ben Segenreich
    aus Tel Aviv
    Zum Feiern und Gratulieren war trotz der "historischen Stunde" niemand so richtig aufgelegt. Mitten in einer ausgewachsenen Krise legte Mahmud Abbas im Mukataa-Gebäude in Ramallah am Samstag seinen Amtseid ab - die Erwartungen, dass seine Wahl zum Palästinenserchef einen neuen Dialog mit den Israelis einleiten könnte, waren nach wenigen Tagen schon wieder verflogen, und die Machtbasis des als pragmatisch geltenden Politikers schien nicht wirklich tragfähig zu sein.


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    Partner
    Partnersuche auf derStandard.at/ ZuZweit
    bezahlte EinschaltungHatte Israel am Tag zuvor als Reaktion auf einen blutigen Anschlag auf ein Grenzterminal alle Kontakte mit der Autonomiebehörde suspendiert und von Abbas ultimativ Handlungen gegen die Terrorgruppen gefordert, so stellte die Hamas-Führung klar, dass sie auf keinen Fall für einen Waffenstillstand zu haben sei.

    Raketenangriffe

    Zugleich brodelte am Wochenende die Gewalt im Gazastreifen wie in den schlechtesten Zeiten wieder hoch. Bei Einsätzen israelischer Bodentruppen in einem Randbezirk von Gaza-Stadt und im Süden wurden insgesamt acht Palästinenser getötet, während Kampfhubschrauber versuchten, am Nordrand des Gazastreifens Raketenwerfer der Hamas auszuschalten. Trotzdem landeten wieder Kassam-Raketen und Mörsergranaten in jüdischen Siedlungen im Gazastreifen und in israelischen Grenzorten. Ein 17-jähriges Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt, als es sich schützend vor seinen zehnjährigen Bruder stellte, und einem siebenjährigen Buben wurde die Hand abgetrennt.

    Dabei hatte Abbas in seiner Antrittsrede die von ihm bekannten milden Töne angeschlagen. "Wir verurteilen diese Aktionen, ob sie von den israelischen Besatzungstruppen kommen oder als Reaktionen einiger palästinensischer Gruppen", sagte Abbas. "Unsere Hand ist einem israelischen Partner entgegengestreckt, um Frieden zu schließen."

    Komplizen im Apparat

    Doch nach israelischen Vermutungen hatten die drei Angreifer, die Donnerstagnacht sechs Zivilisten am Grenzübergang Karni erschossen, Komplizen im palästinensischen Polizeiapparat, und Premierminister Ariel Sharon sagte vor seinem Ministerrat, dass "die Palästinenser keinen Finger rühren". Deshalb habe er die Armee angewiesen, "die Aktivitäten zum Stopp des Terrors zu intensivieren, und ich betone: ohne Beschränkungen".

    Abbas wollte seinerseits in den nächsten Tagen in den Gazastreifen fahren, um, wie im Wahlkampf angekündigt, mit den radikalen Gruppen - Hamas und Islamischer Djihad - Gespräche aufzunehmen. Doch angesichts der Kommentare islamistischer Funktionäre schien die Mission von vornherein sinnlos: "Wir sind in einer Position, die es uns nicht erlaubt, einen Waffenstillstand zu akzeptieren", sagte Mussa Abu Marsuk vom Hamas-Politbüro in Syriens Hauptstadt Damaskus. (DER STANDARD, Printausgabe, 17.1.2005)

  2. #182
    jugo-jebe-dugo
    17.01.2005

    Israel: Zwei Mitglieder des "Islamischen Jihad" getötet
    Militante Palästinenser beschossen jüdische Siedlung
    Gaza-Stadt - Die israelische Armee hat am Montag nach Angaben der militanten Palästinenser-Gruppe Islamischer Jihad zwei Extremisten erschossen. Die beiden Jihad-Mitglieder hätten Autos jüdischer Siedler auf der Straße zur Siedlung Gusch Katif im Gaza-Streifen beschossen, teilte die Gruppe mit. Die israelische Armee bestätigte, auf die beiden Angreifer geschossen und einen von ihnen getroffen zu haben.

    Die Gewalt im Gaza-Streifen ist trotz des Appells des neuen Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas zur Beendigung der Anschläge weiter eskaliert. Nachdem am Donnerstag bei einem palästinensischen Anschlag auf einen Grenzposten im Gaza-Streifen sechs israelische Zivilisten getötet worden waren, hatte Israel alle Kontakte zur palästinensischen Regierung eingefroren. Abbas müsse "gegen den Terrorismus vorgehen" und den Beschuss durch Kassam-Raketen und Mörsergranaten zu stoppen versuchen, sagte ein ranghoher israelischer Beamter am Montag. (Reuters/APA)

  3. #183
    jugo-jebe-dugo
    17.01.2005


    Israelische Luftwaffe bombardiert Stellungen im Südlibanon
    Reaktion auf Sprenung von Armee-Planierraupe durch Hisbollah
    Raschaja - Die israelische Armee hat am Montag erneut Stellungen im Süden Libanons angegriffen. Die israelische Luftwaffe bombardierte nach Angaben der libanesischen Polizei einen Hügel in der Nähe der umstrittenen Shebaa-Farmen, nachdem der bewaffnete Arm der schiitischen Hisbollah nach eigenen Angaben eine israelische Planierraupe in der Region in die Luft gesprengt hatte. Auch israelische Artillerie kam zum Einsatz, wie der der Hisbollah gehörende Fernsehsender El Manar berichtete. Etwa 30 Geschosse seien in der Nähe der Dörfer Kfar Shuba, Rashaja el Fachar, Kfar Hamam und Halta eingeschlagen, teilte die libanesische Polizei mit.

    Nach Angaben von El Manar zerstörten Kämpfer des "Islamischen Widerstands" den Armee-Bulldozer mit Sprengstoff. Mehrere israelische Krankenwagen eilten demnach zu dem Ort des Anschlags. Unklar blieb, ob es bei den Kämpfen Opfer gab. Bei einem Grenzgefecht zwischen Israel und der Hisbollah war am 9. Jänner in der Region ein französischer UN-Offizier getötet worden. Israel hatte die von Libanon beanspruchten Shebaa-Farmen im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt. (APA)

  4. #184
    jugo-jebe-dugo
    17.01.2005

    Abbas verfügt Einbindung von radikalen Al-Aksa-Brigaden in Sicherheitsdienste
    Palästinenserpräsident ordnet Stopp aller Attacken gegen Israel an - Hamas gegen Einstellung der Feindseligkeiten
    Stichwort
    "Militante Palästinensergruppen

    Ramallah/Gaza/Jerusalem - Der neue palästinensische Präsident Mahmud Abbas (Abu Mazen) hat die Sicherheitsdienste angewiesen, alle antiisraelischen Angriffe zu unterbinden. Zugleich ordnete er die Eingliederung der radikalen "Al-Aksa-Märtyrerbrigaden" in die Sicherheitskräfte an. Die radikale Hamas-Bewegung hat unterdessen am Montag den jüngsten Aufruf der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) zur Einstellung der Gewalt zurückgewiesen. Der PLO-Appell richte sich gegen "die Interessen des palästinensischen Volkes", erklärte Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri in Gaza. "Solche Aufrufe dienen dem zionistischen Feind", fügte er hinzu.

    Abbas fasste seinen Beschluss nach Beratungen in Ramallah, an denen auch Ministerpräsident Ahmed Korei, Innenminister Hakam Balawi sowie die Verantwortlichen sämtlicher Sicherheitsdienste teilnahmen. Wie Kommunikationsminister Asam Ahmed anschließend mitteilte, soll die Fatah-Splittergruppe Al-Aksa-Brigaden "vollständig" in die Sicherheitskräfte eingebunden werden. Nach offiziellen palästinensischen Angaben aus Gaza wird der neue Präsident am Abend zu Gesprächen mit radikalen Oppositionsgruppen im Gaza-Streifen erwartet.

    Der Präsident des Palästinensischen Nationalrates, Selim Zaanoun, sagte am Montag, es gebe Bemühungen, Repräsentanten der radikalen Gruppen Hamas und "Islamischer Heiliger Krieg" (Jihad Islami) in das PLO-Exekutivkomitee aufzunehmen. Politische Beobachter sehen dies als weiteren Versuch der neuen palästinensischen Führung, die Gewalt zu verringern und die radikalen Kräfte unter Kontrolle zu bringen.

    Die Al-Aksa-Brigaden setzen sich aus fanatischen Elementen der Fatah-Bewegung von Abbas zusammen und haben sich zuletzt zusammen mit der Hamas und den militanten "Volkswiderstandskomitees" zu dem antiisraelischen Anschlag auf den Übergang Karni zwischen Israel und dem Gaza-Streifen vom Donnerstag bekannt, bei dem sechs Israelis getötet wurden. Die Brigaden bestehen aus zahlreichen kleinen "Kampfeinheiten", was eine Kontrolle durch zentrale Führungsinstanzen bisher unmöglich machte.

    Die israelische Regierung will dem neuen palästinensischen Präsidenten keine "Gnadenfrist" für die Entwaffnung militanter Gruppen einräumen. Abbas müsse "gegen den Terrorismus vorgehen" und den Beschuss durch Kassam-Raketen und Mörsergranaten zu stoppen versuchen, sagte ein ranghoher israelischer Beamter am Montag in Jerusalem.

    Israel sollte nach Ansicht des ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak bei seiner Forderung nach einem Stopp der palästinensischen Gewalt "realistisch" bleiben und Friedensverhandlungen anstreben. "Ich hoffe, der israelische Ministerpräsident (Ariel Sharon) hat Verständnis für die Position und das Leiden der Palästinenser", sagte Mubarak am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Kairo. Israel könne nicht erwarten, dass die Gewalt "per Knopfdruck" beendet werde. (APA/dpa)

  5. #185
    jugo-jebe-dugo
    17.01.2005


    Abbas will Terrogruppe Al-Aksa-Brigaden in Sicherheitsdienste einbinden
    Palästinenserpräsident ordnet massive Verstärkung der Grenzposten zwischen Gaza-Streifen und Israel an
    Ramallah/Jerusalem - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat am Montag eine massive Verstärkung der palästinensischen Sicherheitskräfte zwischen dem Gazastreifen und Israel angeordnet. Damit sollen gegen Israel gerichtete Angriffe verhindert werden, wie ranghohe Vertreter der Sicherheitsdienste nach einem Treffen des Nationalen Sicherheitsrats in Ramallah sagten. Vor allem die Grenzposten sollen besser geschützt werden.

    Die neuen Schutzmaßnahmen sind noch der konkreteste Punkt einer Reihe von Entscheidungen, die Abbas als Reaktion auf den Anschlag auf den Grenzposten Karni am vergangenen Donnerstag ankündigen ließ. Bei dem Anschlag waren sechs Israelis und die drei palästinensischen Angreifer getötet worden. Der israelische Premierminister Ariel Sharon hatte daraufhin alle Kontakte zur palästinensischen Führung abgebrochen und Abbas vorgeworfen, zur Verhinderung von Anschlägen "keinen Finger zu rühren".

    Untersuchung beginnt

    Der Nationale Sicherheitsrat der Palästinenser beauftragte zudem Innenminister Hakam Balawi mit einer Untersuchung des Karni-Anschlags. Die israelische Regierung wirft den Palästinensern vor, dass Teile ihres Sicherheitsapparats von der Vorbereitung des Angriffs gewusst haben müssen. Der palästinensische Kommunikationsminister Azam Ahmed kündigte schließlich an, dass die radikalen Al-Aksa-Brigaden - offenbar zur Disziplinierung - in die regulären Sicherheitsdienste eingebunden würden. Die Brigaden, die für zahlreiche Selbstmordattentate in Israel seit 2002 verantwortlich gemacht werden und auf einer Liste von Terrororganisationen der EU stehen, sollten "beschützt und vollständig aufgenommen werden", formulierte der Kommunikationsminister.

    Der Präsident des palästinensischen Nationalrates, Selim Zaanoun, sagte, es gebe auch Bemühungen, Vertreter der radikalen Gruppen Hamas und Islamischer Djihad in das Exekutivkomitee der PLO aufzunehmen. Abbas empfing indes in Ramallah als erste israelische Politiker seit seiner Wahl den Chef der oppositionellen Yahad-Partei und Initiator des alternativen "Genfer Friedensplans", Yossi Beilin, sowie Amram Mitzna von der nunmehr mitregierenden Ar- beiterpartei. (AFP, red/DER STANDARD, Printausgabe, 18.1.2005)

  6. #186
    jugo-jebe-dugo
    18.01.2005


    Abbas will Al-Aksa-Brigaden in Sicherheitsdienste einbinden
    Palästinenserpräsident ordnet massive Verstärkung der Grenzposten zwischen Gaza-Streifen und Israel an
    Ramallah/Jerusalem - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat am Montag eine massive Verstärkung der palästinensischen Sicherheitskräfte zwischen dem Gazastreifen und Israel angeordnet. Damit sollen gegen Israel gerichtete Angriffe verhindert werden, wie ranghohe Vertreter der Sicherheitsdienste nach einem Treffen des Nationalen Sicherheitsrats in Ramallah sagten. Vor allem die Grenzposten sollen besser geschützt werden.

    Die neuen Schutzmaßnahmen sind noch der konkreteste Punkt einer Reihe von Entscheidungen, die Abbas als Reaktion auf den Anschlag auf den Grenzposten Karni am vergangenen Donnerstag ankündigen ließ. Bei dem Anschlag waren sechs Israelis und die drei palästinensischen Angreifer getötet worden. Der israelische Premierminister Ariel Sharon hatte daraufhin alle Kontakte zur palästinensischen Führung abgebrochen und Abbas vorgeworfen, zur Verhinderung von Anschlägen "keinen Finger zu rühren".

    Untersuchung beginnt

    Der Nationale Sicherheitsrat der Palästinenser beauftragte zudem Innenminister Hakam Balawi mit einer Untersuchung des Karni-Anschlags. Die israelische Regierung wirft den Palästinensern vor, dass Teile ihres Sicherheitsapparats von der Vorbereitung des Angriffs gewusst haben müssen. Der palästinensische Kommunikationsminister Azam Ahmed kündigte schließlich an, dass die radikalen Al-Aksa-Brigaden - offenbar zur Disziplinierung - in die regulären Sicherheitsdienste eingebunden würden. Die Brigaden, die für zahlreiche Selbstmordattentate in Israel seit 2002 verantwortlich gemacht werden und auf einer Liste von Terrororganisationen der EU stehen, sollten "beschützt und vollständig aufgenommen werden", formulierte der Kommunikationsminister.

    Der Präsident des palästinensischen Nationalrates, Selim Zaanoun, sagte, es gebe auch Bemühungen, Vertreter der radikalen Gruppen Hamas und Islamischer Djihad in das Exekutivkomitee der PLO aufzunehmen. Abbas empfing indes in Ramallah als erste israelische Politiker seit seiner Wahl den Chef der oppositionellen Yahad-Partei und Initiator des alternativen "Genfer Friedensplans", Yossi Beilin, sowie Amram Mitzna von der nunmehr mitregierenden Ar- beiterpartei. (AFP, red/DER STANDARD, Printausgabe, 18.1.2005)

  7. #187
    jugo-jebe-dugo
    18.01.2005


    Abbas trifft militante Gruppen im Gaza-Streifen
    Aufruf zur Beendigung des bewaffneten Kampfes - Israel will Palästinenser-Führung "Gnadenfrist" gewähren
    Gaza-Stadt - Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas reist am Dienstag zu Gesprächen mit militanten Gruppen in den Gaza-Streifen. Ziel seiner Initiative ist es, die radikalen Kräfte von seinem Aufruf zur Beendigung des bewaffneten Kampfes gegen Israel zu überzeugen. Israel fordert eine Zerschlagung der Gruppen und hat nach einem neuen Anschlag in der vergangenen Woche alle Kontakte zur Palästinenser-Führung abgebrochen.

    Bei den auf drei Tage ausgelegten Gesprächen im Gaza-Streifen steht der neu gewählte Palästinenser-Präsident vor einer ersten großen Prüfung seiner Durchsetzungsfähigkeit. "Ich habe das Mandat des Volkes für mein Programm und ich werde es nutzen", sagte Abbas vor Journalisten. Während seines Wahlkampfes hatte er angekündigt, Recht und Ordnung wiederherzustellen und Israel zu Friedensgesprächen zu bewegen.

    "Gnadenfrist"

    Einem israelischen Fernsehbericht zufolge ist Israel bereit, Abbas für ein Einschreiten gegen die Raketenangriffe zwei bis drei Wochen Zeit zu geben und während dieser Gnadenfrist auf größere Militäreinsätze im Gaza-Streifen zu verzichten. Sollten die Angriffe danach anhalten, werde die Armee in einem Großeinsatz so genannte Sicherheitszonen in dem Gebiet durchsetzen, sagte der Armeekorrespondent des Senders, der enge Kontakte zu Militärvertretern unterhält. (APA/Reuters)

  8. #188
    jugo-jebe-dugo
    18.01.2005


    Umfrage: Palästinenser-Mehrheit für Zwei-Staaten-Lösung
    Ergebnisse zeigen Wandel in der öffentlichen Meinung nach Tod von Arafat
    Tel Aviv - Eine Mehrheit von 54 Prozent der Palästinenser unterstützt laut einer neuen Meinungsumfrage eine Zwei-Staaten-Lösung für Nahost. Ein palästinensischer Staat soll nach ihrer Ansicht in den Grenzen von 1967 und ohne eine massive Rückkehr von Flüchtlingen entstehen, wie die palästinensisch-israelische Umfrage ergab. Diese Ergebnisse zeigen einen Wandel in der öffentlichen Meinung seit dem Tod von Palästinenserpräsident Yasser Arafat am 11. November vergangenen Jahres. Vor einem Jahr hatten sich nur 39 Prozent der Palästinenser für eine friedliche Einigung mit Israel ausgesprochen.


    Mehr zum Thema
    Zeitung
    4 Wochen STANDARD Abo kostenlos testen
    bezahlte EinschaltungDie israelische Zeitung "Haaretz" und die palästinensische Zeitung "Al Kuds" veröffentlichten am Dienstag die Ergebnisse der Umfrage, die das Zentrum für Palästinensische Politik und Forschung in Ramallah und die Hebräische Universität in Jerusalem gemeinsam in Auftrag gegeben haben. Eine Parallelumfrage in Israel unter jüdischen und arabischen Wählern ergab, dass 64 Prozent für eine dauerhafte Friedensregelung sind. Im vergangenen Jahr waren es noch 47 Prozent gewesen.
    Gebietsaustausch

    63 Prozent der Palästinenser unterstützten die Einrichtung eines palästinensischen Staates im Westjordanland und Gazastreifen mit Ausnahme der großen jüdischen Siedlungsblöcke, die Israel angeschlossen werden sollten. Die restlichen Siedlungen müssten von Israel geräumt werden. Die annektierten Gebiete dürften nicht mehr als drei Prozent des Westjordanlands ausmachen, Israel müsse einen Gebietsaustausch in gleicher Größe im Bereich des Gazastreifen unternehmen. In Israel waren 55 Prozent für eine solche Lösung.

    Jerusalem

    In der Jerusalem-Frage waren beide Seiten weniger kompromissbereit. 44 Prozent der Palästinenser und 39 Prozent der Israelis waren für eine Einigung auf Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten mit Ost-Jerusalem für die Palästinenser und West-Jerusalem für Israel sowie palästinensischer Souveränität auf dem Tempelberg und israelischer Hoheit in den jüdischen Stadtteilen.

    Flüchtlinge

    In der Flüchtlingsfrage zeigte die Umfrage einen Wandel in den Ansichten. 46 Prozent der Palästinenser - 21 Prozent mehr als vor einem Jahr - waren dafür, die Flüchtlinge zwischen einem Verbleib an ihren neuen Wohnorten, einer Rückkehr in den palästinensischen Staat, einer Einwanderung nach Europa oder in andere Länder wählen zu lassen. Eine beschränkte Zahl von Palästinensern sollte nach ihrer Meinung nach Israel zurückkehren können. 44 Prozent der befragten Israelis waren für eine solche Lösung. (APA/dpa)

  9. #189
    jugo-jebe-dugo
    18.01.2005


    Abbas vor Gesprächen mit militanten Gruppen zuversichtlich
    Auch vor Gesprächen des Palästinenserpräsidenten mit Extremisten neue Angriffe
    Gaza-Stadt - Ungeachtet der Appelle zur Gewaltlosigkeit von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas haben militante Palästinenser auch am Dienstag mehrere Raketen auf jüdische Siedlungen im Gaza-Streifen abgefeuert. Siedler berichteten, es habe ein Dutzend Einschläge gegeben, es sei jedoch niemand verletzt worden.

    Islamischer Djihad lehnt Ende der Angriffe ab

    "Aufrufe zum Stopp unseres Widerstands gegen den zionistischen Feind sind für uns nicht bindend", hieß es in einer Erklärung der Gruppe Islamischer Djihad. Israel fordert eine Zerschlagung von Gruppen wie des Djihad und hatte nach einem neuen Anschlag in der vergangenen Woche alle Kontakte zur Palästinenser-Führung abgebrochen.

    Abbas vor Gesprächen mit militanten Gruppen zuversichtlich

    Der palästinensische Präsident Abbas zeigte sich vor seinen Gesprächen mit mit militanten Präsidentensergruppierungen im Gaza-Streifen zuversichtlich. "Ich gehe nach Gaza in der Hoffnung, eine Einigung über eine Waffenruhe zu erzielen", sagte Abbas am Dienstag in Ramallah. Zugleich forderte er Israel auf, die Militäreinsätze im Westjordanland und im Gazastreifen einzustellen. An dem Treffen in Gaza-Stadt wollten die Hamas, der Islamische Djihad und die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden teilnehmen.

    Abbas sagte, er habe gute Beziehungen zu Mitgliedern dieser Gruppen, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhten. Er verwies auf die vorübergehende Waffenruhe, die er er im Jahr 2003 als palästinensischer Ministerpräsident ausgehandelt hatte. Israel rief er auf, ihm bei seinen Bemühungen um ein Ende der Gewalt zu helfen. "Es sollte alle militärischen Angriffe auf das palästinensische Volk einstellen, Vorstöße, Morde und den Bau der Mauer beenden, Gefangene freilassen und einen gegenseitigen Waffenstillstand akzeptieren."

    EU drängt Israel zum Stillhalten

    Auch die EU drängte Israel zum Stillhalten, um ein Ende der Gewalt zu ermöglichen. Der luxemburgische Außenminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Jean Asselborn sagte vor seiner Abreise in die Region: "Israel muss der neuen palästinensischen Führung mehr Zeit geben. Ich werde sie drängen, den Palästinensern eine Chance zu geben". An den PLO-Chef gerichtet sagte Asselborn: "Er muss die notwendigen Maßnahmen einleiten, um die Gewalt im Gazastreifen zu stoppen".

    Hamas-Sprecher Mushir al Masri erklärte, seine Organisation sei nicht zu einer Waffenruhe bereit, "solange das palästinensische Volk Ziel von blutigen Massakern, brutalem Terrorismus und täglichen Morden ist". Ähnlich äußerte sich ein Sprecher der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden im Westjordanland: Die Gruppe unterstütze Abbas, werde aber ihre Anschläge nur einstellen, wenn sich die israelischen Truppen auf die Positionen vor Beginn der Intifada im September 2000 zurückzögen.

    Weiterhin Angriffe

    Am Montag hatte Abbas seinen Sicherheitskräften befohlen, Anschläge auf Israelis zu verhindern. Israelische Tageszeitungen berichteten, er habe hunderte Polizisten in den nördlichen Gazastreifen entsandt. Dessen ungeachtet feuerten Extremisten am Dienstag vier Mörsergranaten und eine Kassam-Rakete auf die jüdische Siedlung Kfar Darom im Gazastreifen. Niemand wurde verletzt. Die israelischen Streitkräfte erwiderten den Angriff mit Maschinengewehrfeuer und verletzten einen 15-jährigen Palästinenser schwer.

    "Gnadenfrist"

    Einem israelischen Fernsehbericht zufolge ist Israel bereit, Abbas für ein Einschreiten gegen die Raketenangriffe zwei bis drei Wochen Zeit zu geben und während dieser Gnadenfrist auf größere Militäreinsätze im Gaza-Streifen zu verzichten. Sollten die Angriffe danach anhalten, werde die Armee in einem Großeinsatz so genannte Sicherheitszonen in dem Gebiet durchsetzen, sagte der Armeekorrespondent des Senders, der enge Kontakte zu Militärvertretern unterhält. (APA/Reuters/AP/red)

  10. #190
    jugo-jebe-dugo
    18.01.2005


    Al-Aksa-Märtyrerbrigaden wollen Anschläge aussetzen
    Präsident Abbas verhandelt mit militanten Gruppen
    Gaza/Jerusalem - Als Geste gegenüber dem neuen palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas hat ein Führer der palästinensischen Terrororganisation Al-Aksa-Märtyrerbrigaden am Dienstag einen Stopp der Anschläge in Israel angekündigt. Abbas traf zuvor zu Gesprächen mit den militanten Gruppen im Gazastreifen ein.

    Trotz seiner Bemühungen um eine Waffenruhe setzen Extremisten ihre Anschläge gegen Israel fort. Kurz nach Abbas' Ankunft in Gaza sprengte sich am Dienstag ein Selbstmordattentäter nahe eines Grenzübergangs im südlichen Gazastreifen in die Luft.

    Dabei wurden sechs Israelis und ein palästinensischer Passant verletzt, wie palästinensische Rettungskräfte mitteilten. Die Detonation ereignete sich in der Nähe der Straße vom Grenzübergang Kissufim zum Siedlungsblock Gush Katif. In einer SMS an die Nachrichtenagentur AP bekannte sich die Organisation Hamas zu dem Anschlag. Abbas berief umgehend eine Sitzung ranghoher Sicherheitsbeamter in Gaza ein.

    "Ich gehe nach Gaza in der Hoffnung, eine Einigung über eine Waffenruhe zu erzielen", hatte Abbas vor der Abreise in den Gazastreifen in Ramallah gesagt. An dem Treffen wollten die Hamas, der Islamische Dschihad und die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden teilnehmen. Abbas sagte, er habe gute Beziehungen zu Mitgliedern dieser Gruppen, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhten. Er verwies auf die vorübergehende Waffenruhe, die er er im Jahr 2003 als palästinensischer Ministerpräsident ausgehandelt hatte.

    Israel rief er auf, ihm bei seinen Bemühungen um ein Ende der Gewalt zu helfen. "Es sollte alle militärischen Angriffe auf das palästinensische Volk einstellen, Vorstöße, Morde und den Bau der Mauer beenden, Gefangene freilassen und einen gegenseitigen Waffenstillstand akzeptieren."

    Hamas-Sprecher Mushir al Mazri erklärte, seine Organisation sei nicht zu einer Waffenruhe bereit, "solange das palästinensische Volk Ziel von blutigen Massakern, brutalem Terrorismus und täglichen Morden ist". Sacharija Subeidi, der Führer der Brigaden im Westjordanland, nannte die angekündigte Einstellung der Anschläge in Israel eine Geste gegenüber Abbas.

    Die EU drängte Israel zum Stillhalten. Der luxemburgische Außenminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Jean Asselborn sagte vor seiner Abreise in die Region: "Israel muss der neuen palästinensischen Führung mehr Zeit geben. Ich werde sie drängen, den Palästinensern eine Chance zu geben." An Abbas gerichtet, sagte Asselborn: "Er muss die notwendigen Maßnahmen einleiten, um die Gewalt im Gazastreifen zu stoppen." (APA/AP)

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