BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.

Umfrageergebnis anzeigen: Auf wessen Seite seid ihr (eher)???

Teilnehmer
133. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Auf Seite der Israelis!!!

    21 15,79%
  • Eher auf Seite der Israelis

    17 12,78%
  • Bin ganz neutral

    20 15,04%
  • Eher auf Seite der Palästinenser

    19 14,29%
  • Auf Seite der Palästinenser!!!

    56 42,11%
Seite 31 von 365 ErsteErste ... 212728293031323334354181131 ... LetzteLetzte
Ergebnis 301 bis 310 von 3645

Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 26.10.2004, 13:16 Uhr · 3.644 Antworten · 179.327 Aufrufe

  1. #301
    jugo-jebe-dugo
    10.02.2005

    Trotz Waffenruhe weiter Gewalt
    Mehrere Tote - Granaten auf jüdische Siedlung abgefeuert
    Jerusalem - Trotz der am Dienstag zwischen Israelis und Palästinenser vereinbarten Waffenruhe ist es seitdem zu mehreren Zwischenfällen gekommen. Wie der israelische Rundfunk Donnerstag früh berichtete, wurden etwa 25 Mörsergranaten auf eine jüdische Siedlung im Gazastreifen abgefeuert. Dabei sei jedoch niemand verletzt worden. Die israelische Armee habe in Richtung der Angreifer geschossen. Auch ein Vorposten des israelischen Armee sei unter Feuer genommen worden.

    Am frühen Donnerstagmorgen nahmen israelische Soldaten nach weiteren Angaben zwei palästinensische Extremisten fest. Die Männer hätten die Soldaten zu einer in der Nähe deponierten Sprengladung geführt.

    Palästinenser getötet

    Im Gazastreifen war am Mittwoch ein Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden. Der Mann habe zu einer Gruppe von vier Palästinenser gehört, die sich dem Siedlungsblock Gush Katif genähert hätten.

    Sprengsatz vorzeitig explodiert

    Zuvor war bei der Explosion eines Sprengsatzes im Gazastreifen am Mittwoch erstmals seit Vereinbarung der Waffenruhe wieder ein Palästinenser getötet worden. Nach palästinensischen Angaben kam das 31 Jahre Mitglied des bewaffneten Hamas-Arms Issedin el Kassam bei der versehentlichen Zündung einer Bombe ums Leben, die er am Straßenrand deponieren wollte. Der Sprengsatz habe offenbar einer israelischen Patrouille gegolten. Der Vorfall ereignete sich nahe des Kissufim-Übergangs nach Israel. (APA/dpa)

  2. #302
    jugo-jebe-dugo
    10.02.2005

    Militante Palästinenser töten in Gefängnis in Gaza drei Häftlinge
    Getötete sollen Kollaborateure mit Israel sein
    Gaza - Zahlreiche bewaffnete Palästinenser sind am Donnerstag in der Stadt Gaza in ein Gefängnis eingedrungen und haben dort drei Häftlinge erschossen. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete, zwei weitere Häftlinge und vier Polizisten seien verletzt worden. Die Angreifer konnten entkommen.

    Palästinensische Augenzeugen berichteten, die Angreifer seien Mitglieder von Extremistengruppen im Gazastreifen und die Getöteten Kollaborateure mit Israel. Hintergrund der Tat sei jedoch vermutlich Blutrache für Angehörige, die von den Häftlingen getötet worden waren. Der israelische Rundfunk meldete, der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz sei zutiefst beunruhigt über den Vorfall. Es handele sich um eine Herausforderung an den palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas, der sofort reagieren müsse. (APA/dpa)

  3. #303
    jugo-jebe-dugo
    10.02.2005

    Israel sagt Sicherheitsgespräche nach neuer Gewalt vorerst ab
    Hochrangige Palästinenser-Vertreter: "Treffen vertagt" - Radikale Palästinenser lehnen den Waffenstillstand ab

    Nach neuerlichen Toten ließ Premier Ariel Sharon die laufenden Sicherheitsgespräche vertagen. Ramallah - Nach neuer Gewalt im Gaza-Streifen hat Israel palästinensischen Angaben zufolge Sicherheitsgespräche mit den Palästinensern abgesagt. "Unser heutiges Treffen mit den Israelis ist vertagt worden. Die Israelis haben darum gebeten, es wegen des Granatenbeschusses heute Morgen im Gaza-Streifen abzusagen", sagte ein hochrangiger Palästinenser-Vertreter am Donnerstag.

    Die Gespräche waren nach dem Gipfeltreffen von Israels Ministerpräsident Ariel Sharon und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas am Dienstag angesetzt worden. Sharon und Abbas hatten eine Waffenruhe vereinbart und damit Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des Friedensprozesses geweckt.

    Radikale Palästinenser lehnen den Waffenstillstand ab. Die Extremisten-Gruppe Hamas hatte am Donnerstagmorgen zwei Stunden lang Mörsergranaten und Raketen auf israelische Siedlungen und Armeeposten im Gaza-Streifen sowie israelische Städte im Grenzgebiet abgefeuert. (APA/Reuters)

  4. #304
    jugo-jebe-dugo
    10.02.2005

    Sharon kündigt Freilassung von Häftlingen "mit Blut an den Händen" an
    Israels Premier gegen Referendum zum Gaza-Abzug - Neuen Chef des Inlands-Geheimdienstes Shin Bet ernannt
    Link
    Haaretz
    Sharon tells Haaretz: I may release prisoners with 'blood on their hands'

    Tel Aviv - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat erstmals die Freilassung palästinensischer Häftlinge angekündigt, die Israelis getötet haben. In einem Interview der israelischen Zeitung "Haaretz" (Donnerstagausgabe) sagte Sharon, er habe dies dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas auf dem Nahost-Gipfel im ägyptischen Sharm al Sheikh zugesagt. Häftlinge mit "Blut an den Händen" sollten dann auf freien Fuß gesetzt werden, wenn der Abzug aus dem Gazastreifen ruhig verlaufe. Zugleich bekräftigte Sharon, es werde keine Volksabstimmung über den Gaza-Abzug geben.


    Mehr zum Thema
    Zeitung
    4 Wochen STANDARD Abo kostenlos testen

    Sicherheit
    Windows vs. Linux: Erhöhung der IT-Security
    bezahlte EinschaltungenSharon betonte, die Freilassung seit langer Zeit inhaftierter Palästinenser, die Israelis getötet haben, sei für die andere Seite von entscheidender Bedeutung. "Sie sagen ganz offen: 'Wir haben diese Leute (damals) zu den Aktionen geschickt, und wir reisen frei in Hotels in aller Welt, und sie unterstützen ihn (Abbas) heute'", sagte Sharon. "Er (Abbas) sagte mir, dies sei ganz einfach eine entscheidende Frage." Die Palästinenser fordern die Freilassung aller etwa 8000 Häftlinge, während Israel bisher nur etwa 900 innerhalb von drei Monaten auf freien Fuß setzen will.

    Kein Referendum zum Gaza-Abzug

    Ungeachtet wachsenden Drucks auch innerhalb seiner eigenen Likud-Partei bekräftigte Sharon, er sei nicht zu einem Referendum über den Gaza-Abzug bereit. Seine Gegner wollten mit einer Volksbefragung nur Zeit gewinnen, um den Abzug zu vereiteln, betonte Sharon.

    Sharon hat Yuval Diskin (49) zum neuen Chef des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet ernannt. Israelische Medien berichteten am Donnerstag, Diskin werde das Amt Anfang Mai von seinem Vorgänger Avi Dichter übernehmen, der die Organisation fünf Jahre geleitet hatte. Diskin, der bereits von 2000 bis 2003 stellvertretender Leiter des Shin Bet war, gilt als ambitioniert und charismatisch. Israelische Medien beschreiben den 49-Jährigen als "Philosophen, der auch zu kämpfen weiß". Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der zu einseitig nur auf Israels Sicherheit konzentriert gewesen sei, zeichne ihn eine weltoffene und weitsichtige Denkweise aus. (APA/dpa)

  5. #305
    jugo-jebe-dugo
    10.02.2005

    Abbas entläßt mehrere Kommandanten im Gazastreifen
    Strafmaßnahmen gegen Offiziere nach Beschuss israelischer Siedlungen
    Ramallah/Jerusalem - Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat am Donnerstag mehrere ranghohe Kommandanten der Sicherheitskräfte im Gazastreifen entlassen. Es handle sich um Strafmaßnahmen gegen Offiziere, die ihrer Pflicht nicht nachgekommen seien, teilte Kabinettsminister Hassan Abu Libdeh mit. Unter den Beamten sei auch der Polizeichef im Gazastreifen, Saeb al Ajes, teilten palästinensische Beamte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Nachrichtenagentur AP berichtete mit Berufung auf Sicherheitskreise, dass Brigadegeneral Abdel Razek Majaidi, der Chef für öffentliche Sicherheit, sowie zwei weitere ranghohe Offiziere betroffen seien.


    Mehr zum Thema
    Sicherheit
    Windows vs. Linux: Erhöhung der IT-Security
    bezahlte EinschaltungTrotz der am Dienstag verkündeten Waffenruhe hatten Extremisten der Hamas-Bewegung am Donnerstag im Gazastreifen mehr als 30 Raketen und Granaten auf jüdische Siedlungen abgefeuert. Verletzt wurde niemand. Abbas hatte den Sicherheitskräften daraufhin die strenge Anweisung erteilt, jede Verletzung des Waffenstillstands zu verhindern. Der neue palästinensische Präsident ist darüber hinaus mit einer Umorganisation der Sicherheitskräfte befasst. Im Januar schickte er mehr als 1.000 Offiziere in den Ruhestand. Am Freitag will Abbas in den Gazastreifen reisen, um die Extremistengruppen zur Einhaltung der Waffenruhe zu bewegen. (APA/AP)

  6. #306
    jugo-jebe-dugo
    15.02.2005

    In Beirut geht die Angst um
    Über die Hintergründe des Attentats an Expremier Rafik Hariri herrscht Rätselraten – und die Nervosität im Land ist groß

    Nach der Ermordung Hariris fürchtet die Regierung um die Stabilität des Landes.
    Beirut – Die Autobombe, die am Montag den libanesischen Expremier Rafik Hariri und weitere 14 Menschen getötet hat, wurde von einem Selbstmordattentäter gezündet: Dies sagte der libanesische Innenminister Suleiman Franjieh am Dienstag nach ersten Untersuchungen zum Hergang des Verbrechens. So weise etwa der Umstand, dass sich der Bombenkrater in der Mitte der Straße befinde, darauf hin, dass die Bombe in einem fahrenden und nicht in einem parkenden Auto gezündet worden sei. Über die Urheber und mögliche Hintermän 2. Spalte ner des Attentates gab es freilich am Dienstag noch keine handfesten Erkenntnisse.


    Mehr zum Thema
    Büro
    Dell Home and Home Office

    Internet
    SPRiT.ORG Domain & Webhosting Domainreg. ab € 9.90 /Jahr inkl.
    bezahlte EinschaltungenUmso größer ist die Nervosität. Nach der Ermordung Hariris fürchtet die Regierung um die Stabilität des Landes. Die Armee wurde nach einer Krisensitzung des Nationalen Sicherheitsrates unter Vorsitz von Staatspräsident Emile Lahoud in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

    Das öffentliche Leben kam am Dienstag zum Erliegen. Schulen, Geschäfte, Banken und Behörden blieben geschlossen, die Hauptstadt Beirut war wie ausgestorben. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Anhänger des getöteten Ex-Regierungschefs versammelten sich vor dem Krankenhaus in Beirut, in das Hariris Leichnam gebracht worden war, und skandierten antisyrische Parolen. Bereits unmittelbar nach dem Attentat hatten Demonstranten Steine auf das Büro der syrischen Baath-Partei in Beirut geworfen.

    Justizminister Adnan Addoum sagte, der Tathergang deute auf "ausländische Elemente" hin. Ein Verdächtiger wurde festgenommen, der nach CNN-Angaben möglicherweise Verbindungen zu Extremisten hat. Einzelheiten wurden keine bekannt.

    In einem Video, das der arabische TV-Sender Al-Jazeera ausstrahlte, bekannte sich eine unbekannte islamistische Organisation zu der Tat; die Authentizität der Erklärung wurde aber angezweifelt. In einer am Dienstag im Internet veröffentlichten Erklärung wies eine Gruppe namens "Al- Kaida für die Levante" eine Beteiligung an dem Bombenanschlag zurück. Die Gruppierung beschuldigte den libanesischen, syrischen oder israelischen Geheimdienst, für die Tat verantwortlich zu sein.

    Ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter verdächtigte indes Syrien, hinter dem Anschlag zu stecken. Entweder seien die syrischen Geheimdienste direkt verantwortlich, oder es steckten "terroristische Gruppen" dahinter, die "mit Damaskus verbunden sind", sagte der Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, am Dienstag in Jerusalem. Auch Israels Außenminister Silvan Shalom hatte Syrien der Drahtzieherschaft beschuldigt. (DER STANDARD, Printausgabe, 16.2.2005)

  7. #307
    jugo-jebe-dugo

    Sammelthread Israel - Libanon - Jordanien - Ägypten Konflikt

    US-Außenministerin wirft nach Hariri-Mord dem Land Unterstützung des Terrorismus vor

    Rice: "Das syrische Problem ist ein ernstes Problem" Washington - Nach der Ermordung des libanesischen Exministerpräsidenten Rafik Hariri wachsen die Spannungen zwischen den USA und Syrien. US-Außenministerin Condoleezza Rice warf dem Land die Unterstützung des Terrorismus und der Aufständischen im Irak vor. Die syrische Regierung befinde sich auf einem Weg, auf dem sich die Beziehungen verschlechterten. "Das syrische Problem ist ein ernstes Problem", sagte Rice am Dienstagabend in Washington. Zuvor hatten die USA bereits seine Botschafterin aus Damaskus abberufen.

    Rice unterließ es jedoch im Gegensatz zu Hariris Anhängern, Syrien direkt für das Attentat verantwortlich machen. Hariri war am Montag bei einem Bombenanschlag getötet worden - neben dem gemäßigten Oppositionspolitiker kamen 16 weitere Menschen ums Leben, etwa 120 verletzt wurden verletzt.

    Botschafter: "Bestimmte Gruppierungen" versuchten, Syrien zu schaden

    Der syrische Botschafter in Washington wies eine Verwicklung in den Anschlag auf Hariri zurück. "Syrien hat keinen Vorteil von dem, was passiert ist", sagte Botschafter Imad Mustapha dem Fernsehsender CNN. "Bestimmte Gruppierungen" versuchten, Syrien zu schaden. Das deutet auf einen heimtückischen Plan hin, der nicht mit dem Mordanschlag auf Hariri ende, sondern auch noch versuche, "mit dem Finger auf Syrien zu zeigen".

    Der Abberufung der amerikanischen Botschafterin in Damaskus wollte er nicht überbewerten. Er wisse allerdings nicht, welche Pläne seine Regierung mit ihm habe, sagte Mustapha. (APA/AP)

    www.derstandard.at

  8. #308
    jugo-jebe-dugo

    Iran und Syrien wollen gemeinsame Front gegen USA bilden

    Vize-Präsident Aref sagt Damaskus Unterstützung zu
    Teheran - Der Iran und Syrien haben am Mittwoch erklärt, sich in Zukunft gemeinsam den Bedrohungen zu stellen, die sie vor sich sehen. Die USA hatten in den vergangenen Wochen den Druck auf beide Staaten erhöht.

    "Wir sind bereit, Syrien in allen Punkten gegen Bedrohungen zu helfen", sagte Irans Vize-Präsident Mohammed Resa Aref nach einem Gespräch mit Syriens Ministerpräsident Nadschi al-Otari. Dieser sagte: "Dieses Treffen, das zu einer sensiblen Zeit stattfindet, ist wichtig, besonders weil Syrien und der Iran vor mehreren Herausforderungen stehen und es notwendig ist, eine gemeinsame Front zu bilden."

    Die US-Regierung wirft dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben und Syrien, Terroristen zu unterstützen. Beide Staaten haben die Vorwürfe zurückgewiesen. (Reuters)

    www.derstandard.at

  9. #309
    jugo-jebe-dugo
    16.02.2005

    Israel plant neue Siedlung im Westjordanland
    Für Siedler, die den Gaza-Streifen geräumt haben - Palästinenser protestieren, USA nicht erfreut
    Jerusalem - Israel plant den Bau einer neuen Siedlung im palästinensischen Westjordanland, die auch Siedler aus dem Gaza-Streifen aufnehmen könnte. Die Palästinenser-Regierung protestierte umgehend gegen das Vorhaben. In US-Kreisen hieß es, der Plan sei nicht hilfreich.

    Die neue Siedlung Gwaot sei als Erweiterung des größten Siedlungsblocks Gusch Ezion geplant, sagte Wohnungsbau-Minister Isaac Herzog am Dienstag. Dabei stehe es auch jedem Gaza-Siedler frei, nach der für dieses Jahr geplanten Räumung des Gebiets dorthin zu ziehen. "Er hätte jedes Recht dazu", sagte Herzog der Nachrichtenagentur Reuters.

    Widerspruch zur Roadmap

    Gusch Ezion liegt etwa 20 Kilometer südlich von Jerusalem und hat um die 15.000 Bewohner. Der "Road Map" genannte und von den USA unterstützte Friedensplan für den Nahen Osten sieht unter anderem einen Baustopp für alle israelischen Siedlungen im Westjordanland vor. Dort leben 230.000 Siedler. Israel behält sich jedoch Erweiterungen bestehender Siedlungen durch Wachstum vor.

    Die Palästinenser sehen jeden weiteren Siedlungsbau im Westjordanland als israelischen Versuch, mehr Land für sich zu vereinnahmen, zumal US-Präsident George W. Bush erklärt hat, Israel werde bei einer endgültigen Lösung des Nahost-Konflikts vermutlich einige Gebiete im Westjordanland behalten.

    Negative Reaktionen

    Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Kurei sagte Reuters vor einer Sitzung seines Kabinetts, der Gwaot-Plan belaste die Friedensbemühungen. In US-Kreisen hieß es: "Wir sind über den Bau von neuen oder zusätzlichen Siedlungen im Westjordanland besorgt, da die Road Map ein Ende jeder Siedlungs-Aktivität vorsieht. Wir werden dies prüfen." Die rund 8500 Siedler aus dem Gaza-Streifen sollen neue Wohnungen und Häuser angeboten bekommen. Über den Plan soll das Kabinett am Sonntag abstimmen. (Reuters)

  10. #310
    jugo-jebe-dugo
    16.02.2005

    Israel: "Erdbeben" an der Militärspitze
    Generalstabschef muss überraschend abtreten - Yaalon wird noch vor Gaza-Abzug ersetzt
    Tel Aviv - Der israelische Generalstabschef Moshe Yaalon muss sein Amt im Sommer aufgeben. Verteidigungsminister Shaul Mofaz, der Vorgänger Yaalons, habe gegen eine bisher übliche Praxis entschieden und die Amtszeit seines Nachfolgers nicht über Juli hinaus verlängert, berichtete der israelische Rundfunk am Mittwoch. Yaalon gilt als rechts stehend und hat durch entsprechende politische Äußerungen wiederholt Aufsehen erregt.

    General Yaalon (55) werde seinen Posten damit bereits nach drei Jahren und noch vor dem angekündigten Abzug aus dem Gaza-Streifen verlassen müssen. Die Entscheidung habe nach Aussage von Offizieren ein "Erdbeben" an der Armeespitze ausgelöst.

    Erst in der vergangenen Woche hatte Ministerpräsident Ariel Sharon Juval Diskin zum neuen Chef des Inlandsgeheimdienstes Shin Beth ernannt. Diskin soll das Amt Anfang Mai von Avi Dichter übernehmen, der die Organisation fünf Jahre geleitet hatte.

    Yaalon ist Israels 17. Generalstabschef. Zu seinen Vorgängern gehörten Yitzhak Rabin (1964-67), Chaim Bar-Lev (1968-72), Raphael Eytan (1978-83) und Ehud Barak (1991-94). Yaalon wurde 1950 in Kiryat Chaim in Nord-Israel geboren. Der Vater dreier Kinder, der seinen Militärdienst in einer Fallschirmjäger-Einheit leistete, kämpfte 1982 in der Eliteeinheit Sayeret Matkal im Libanon-Krieg. Nach Militärstudien in England wurde er 1990 Kommandant der israelischen Fallschirmjäger. Fünf Jahre später übernahm Yaalon die Leitung des Militärgeheimdienstes.

    Israels Armee entstand 1948 mit der israelischen Staatsgründung aus den verschiedenen jüdischen Untergrund-Einheiten, allen voran die "Hagana". Bis heute, nach fünf Nahost-Kriegen, ist die israelische Armee auf engste Weise mit der zivilen Gesellschaft verflochten. Auch für Frauen gilt der Militärdienst, eine Verweigerung der Wehrpflicht ist nicht möglich, streng religiöse Juden sind davon ausgenommen. (APA/dpa)

Ähnliche Themen

  1. Sammelthread Tschetschenien-Konflikt
    Von Memedo im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 117
    Letzter Beitrag: 09.10.2014, 18:35
  2. Nahost: Israel ist gegen den Sturz des Assad-Regimes
    Von tramvi im Forum Kriminalität und Militär
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 16.05.2012, 14:28
  3. NAHOST Konflikt Israel und Palästina Sammelthread
    Von jugo-jebe-dugo im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 756
    Letzter Beitrag: 25.07.2008, 15:05
  4. Sammelthread Israel - Libanon - Jordanien - Ägypten Konflikt
    Von jugo-jebe-dugo im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 576
    Letzter Beitrag: 15.04.2007, 20:46
  5. Sammelthread USA und Iran Konflikt
    Von jugo-jebe-dugo im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 420
    Letzter Beitrag: 15.04.2007, 15:46