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Ergebnis 341 bis 350 von 3645

Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 26.10.2004, 13:16 Uhr · 3.644 Antworten · 179.215 Aufrufe

  1. #341
    jugo-jebe-dugo
    25.02.2005

    Palästinenserpolizei stoppt Waffenschmuggel aus Ägypten
    Zwölf unterirdische Gänge im Gazastreifen zerstört
    Tel Aviv - Die palästinensische Polizei unterbindet den Schmuggel von Waffen aus Ägypten in den Gazastreifen. In den vergangenen Wochen hätten Sicherheitskräfte zwölf unterirdische Gänge von Schmugglern im südlichen Grenzgebiet des Gazastreifens abgeriegelt, berichtete die israelische Tageszeitung "Haaretz" am Freitag unter Berufung auf die Armee.

    Israelische Militärvertreter erklärten, sie seien zufrieden mit dem Vorgehen der palästinensischen Polizeikräfte. Unterdessen töteten israelische Soldaten einen Palästinenser, der vom Süden des Gazastreifens aus nach Israel eindringen wollte.

    Den Einsatz gegen die Schmuggler hat der neue Palästinenserpräsident Mahmud Abbas angeordnet. Er erfüllt damit eine israelische Bedingungen dafür, dass palästinensische Kräfte auch die Kontrolle über das Grenzgebiet zu Ägypten übernehmen können. Palästinenser und Israelis haben eine Waffenruhe vereinbart. (APA/dpa)

  2. #342
    jugo-jebe-dugo
    25.02.2005

    Israelische Behörde weist Bericht über Ausbau von Siedlungen zurück
    Vorliegende Pläne seien nie endgültig gebilligt worden
    Jerusalem - Eine israelische Regierungsbehörde hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach es bereits beschlossene Pläne für den Bau von mehr als 6.300 Wohneinheiten in Siedlungen im Westjordanland gebe. Pläne zu einem massiven Ausbau von Wohneinheiten im Westjordanland seien nie endgültig gebilligt worden, sagte ein Sprecher der zuständigen israelischen Regierungsbehörde. Es handle sich um einen Entwurf aus dem Jahr 2003.


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    Büro
    Dell Home and Home Office
    bezahlte EinschaltungDie Tageszeitung "Yediot Aharonot" hatte unter Berufung auf Projektunterlagen berichtet, die Behörde habe für 2005 im Westjordanland eine Erweiterung um mehr als 6.300 Wohneinheiten vorgeschlagen. Verteidigungsminister Shaul Mofaz habe zudem bereits Grünes Licht gegeben, für die neuen Wohnungsbauprojekte zu werben. Mofaz Büro teilte mit, es sei die Baugenehmigung für eine "begrenzte Zahl von Wohneinheiten" in Siedlungen erteilt worden. Eine Zahl nannte er jedoch nicht. (APA/Reuters)

  3. #343
    jugo-jebe-dugo
    25.02.2005

    Russland erwägt Wiederaufnahme der Waffenlieferungen an Palästinenser
    Nach Angaben von Außenminister Lawrow liegen entsprchende Anfragen der Palästinenser vor
    Moskau - Russland erwägt nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow die Wiederaufnahme von Waffenlieferungen an die Palästinensische Autonomiebehörde. Wie der Minister mitteilte, liegen entsprechende Anfragen der Palästinenser vor. So seien sie unter anderem an der Lieferung von Schützenpanzern interessiert. Diese Wünsche würden geprüft, zitierte die russische Nachrichtenagentur ITAR-Tass Lawrow.

    Der Minister deutete an, dass Moskau der Wiederaufnahme der Waffenlieferungen positiv gegenüber stehe. Die neue palästinensische Führung habe ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, dass sie die Lage in den Autonomiegebieten unter Kontrolle bringen könne, sagte Lawrow. (APA/AP)

  4. #344
    jugo-jebe-dugo
    25.02.2005

    Israelische Armee will Gaza-Streifen zur Sperrzone machen
    Laut einem Fernsehbericht bereits in den kommenden Tagen

    Durch die Sperre soll verhindert werden, dass Extremisten, die gegen den Abzug seien, in den Gaza-Streifen eindringen. Jerusalem - Lange vor dem Rückzug aus dem Gebiet will die israelische Armee einem Fernsehbericht zufolge den Gaza-Streifen bereits in den kommenden Tagen zur militärischen Sperrzone erklären. Auf diese Weise solle verhindert werden, dass Extremisten, die gegen den Abzug seien, in den Gaza-Streifen eindringen, berichtete das öffentliche israelische Fernsehen am Freitag.

    Nach bisherigen Planungen hätte die Armee das Gebiet erst Anfang Juni gesperrt. Der Gaza-Rückzug soll dem Kabinettsbeschluss vom 20. Februar zufolge vor Ende Juli beginnen. Die Evakuierung aller jüdischen Siedlungen im Gaza-Streifen betrifft rund 8.000 Menschen. Die Siedler, die gegen den Abzugsplan von Regierungschef Ariel Sharon sind, wollen den Gaza-Rückzug auch mit Gewalt verhindern. (APA/AFP)

  5. #345
    jugo-jebe-dugo
    26.02.2005


    Wir sind die Brücke
    Avi Farchan ist Sharons letzter Siedler-Freund in Gaza. Eine Geschichte der Heimatfindung

    "Hier ist mein Zuhause," steht auf Avi Farchans T-Shirt. Der israelische Siedler ging aus Protest gegen die Räumung seines Hauses sieben Tage lang zu Fuß nach JerusalemVon Igal Avidan
    Avi Farchan glaubt an Anker. Und an die israelische Flagge. Zwei robuste, rostige Anker schmücken seine Villa, der eine im Vorgarten zu Füßen des Myrtenbusches, der andere im Hausgarten zwischen den kleinen Zwergorangen-Bäumen.


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    bezahlte Einschaltungen"Ich bin ein Seemann", sagt der 58-Jährige. "Aber ich mag es auch, hier verankert zu bleiben", lächelt er. Wir sitzen auf der Terrasse, blicken aufs Meer hinunter, trinken Tee. Nur die Rufe des Muezzins in der allgemeinen Stille erinnern, dass sich südlich dieser kleinen, blühenden Oase die Stadt Gaza erstreckt.

    "Ich möchte nicht von diesem Ort gerissen werden", sagt der energische Mann mit den ergrauten Locken. Aber wie lange er noch in seinem zweistöckigen Domizil zwischen der Wüste und dem Mittelmeer fest verankert bleibt, bestimmt allein Premierminister Ariel Sharon. Und mit ihm hat Farchan bisher keine allzu gute Erfahrung gemacht.

    Im Sechs-Tage-Krieg von 1967 kämpfte Farchan als Kompaniechef auf dem Sinai. Gleich danach bekundete er sein Interesse, auf der von Ägypten eroberten Halbinsel zu wohnen. "Hier entstand das jüdische Volk", erläutert er. "Und hier hatte ich Freunde im Krieg verloren." Deshalb verfolgte er Zeitungsanzeigen, in denen nach "Pionieren in den 70er-Jahren" gesucht wurde.

    Weil er kein Bauer war, blieb für ihn nur die Kleinstadt Jamit offen, die er 1975 zu seinem Zuhause machte und wo er sechs glückliche Jahre verbrachte. Seine eindrucksvollste Erinnerung aber hat er an den letzten Tag in Jamit, das infolge des Friedensvertrags mit Ägypten evakuiert und zerstört wurde: "Als dutzende Soldaten kamen, um uns zu evakuieren, standen sie vor meinen drei kleinen Töchtern und brachten es nicht über sich, den Vorgarten zu betreten."

    Die Stadt war bereits verwüstet, alle Aktivisten der Siedlerbewegung mit Gewalt geräumt, nur die letzten fünf Familien harrten noch aus. "Meine ,Kampfmittel' waren die grüne Wiese im Garten und die Bilder an den Wänden des Wohnzimmers, genau wie hier." Ob das perfekt eingerichtete Haus und der Garten diesmal, anders als 1982, den israelischen Rückzug vereiteln können?

    Damals musste der Oberbefehlshaber die Soldaten erst anschreien, bevor sie unter Tränen Farchans Haushalt räumten - auch die rostigen Anker. Aus Protest beschloss er, nach Jerusalem zu marschieren, in der Hand die blau-weiße Fahne. Nach einigen Schritten fand er im Sand einen glatten Stein, den er nun hochhält. Der sieht wie ein bärtige Moses aus.

    "Darauf ist aber auch die Landkarte des Erez-Israel gezeichnet", zeigt er mit dem Finger. Was bedeutete für ihn in jenem Moment dieser Stein? "Moses mit der Bibel in der Hand, Sinai, das Land Israel. Ich bin seit zwölf Jahren traditionell und sah darin ein gewisses Zeichen."

    Mit dem Stein und der Fahne pilgerten Farchan, seine Frau und die zwölfjährige Tochter Michal zu Fuß nach Jerusalem - sieben Tage lang. Auf dem Weg drohte er in Interviews, für die "jüdischen Vertriebenen" vor dem Grenzübergang Erez ein Flüchtlingslager zu gründen. Plötzlich erschien ein Gesandter von Verteidigungsminister Sharon mit einem Angebot: Der letzte Siedler im Sinai solle der erste im Gazastreifen werden. Noch in derselben Woche war er dort. "Auf den ersten Blick wusste ich: Hier wird gebaut, weil die Topografie an Jamit erinnerte."

    An Sinai erinnert auch der Dorfname "Elei Sinai", auf Hebräisch "In Richtung Sinai". Drei Mal lehnte ihn die Namenskommission als "zu politisch" ab, bis Farchan sie überzeugte, dass an dieser Stelle die antike Straße über den Sinai nach Ägypten führte. Die Geschichte siegte über die Politik. Seit der Räumung führt Farchan mit der Fahne eine jährliche Pilgerfahrt bis zur Grenze mit Ägypten, um auf die Reste Jamits zu blicken.

    8200 Siedler leben im Gazastreifen unter 1,3 Millionen Palästinensern und beanspruchen 40 Prozent des Gebietes und massiven Militärschutz. Um ihre Sicherheit zu gewährleisten, fällte die Armee tausende Bäume, sprengte viele Häuser von Palästinensern, deren Bewegungsfreiheit erheblich eingeschränkt wurde.

    Aber die 90 bürgerlichen Familien in der Siedlung Elei Sinai fühlen sich nicht als Besatzer und betonen, dass sie direkt an der israelischen Grenze wohnen, auf ehemaligem Niemandsland. Die Bewohner bestimmen über die Aufnahme neuer Familien. Die meisten hier sind säkular, manche sogar Linke, die an den Frieden glauben - aber nicht auf ihre Kosten, versteht sich. Sie suchten lediglich Lebensqualität mit Meeresblick zu günstigen Preisen, mit netten Nachbarn und zehn Autominuten entfernt von der Stadt Ashkelon, wo viele arbeiten.

    Bis vor drei Jahren, als palästinensische Terroristen in die Siedlung eindrangen und zwei Bewohner erschossen, stand kein Zaun auf dem Weg nach Gaza. Palästinenser kamen oft zu Besuch und begegneten zahlreichen Israelis, die das berühmte Fischlokal besuchten. Die Siedler gingen in Gaza einkaufen. "Hier herrschte Frieden", sagt Farchan. Trotz seiner rechtsgerichteten Ansichten gründete der in Libyen Geborene und Arabisch Sprechende ein Fischfangunternehmen gemeinsam mit einem Partner aus Gaza.

    In seinem florierenden Restaurant, "Die Perle des Meeres" trafen sich oft israelische und palästinensische Unterhändler. "Ich glaubte nicht an die Oslo-Verträge, hoffte aber, dass ich mich irre, und plante sogar zusammen mit einem Palästinenser ein Touristendorf." So sehr fühlten sich die Siedler als ein Teil Israels, dass sie gegen die Errichtung eines Zauns entlang der Grenze von 1967 protestierten - vergeblich.

    Die friedliche Ruhe täuschte, als die Intifada im September 2000 ausbrach. Farchan führt zu einem Denkmal für das Pärchen, das vor drei Jahren in der Siedlung erschossen wurde. Nach dem Anschlag wurden die drei nördlichen Siedlungen auch zu den palästinensischen Gebieten im Süden eingezäunt, sodass die Bewohner nun in einer Enklave leben.

    "Unser Ort steht nicht zum Verkauf", verkündet ein Plakat am elektrischen Tor, das man nur durch Eingabe einer Geheimzahl öffnen kann. Das kleine Dorf wirkt menschenleer an diesem Freitagmittag. Wir fahren an gepflegten Privathäusern mit Vorgärten vorbei. Trotz verstärkter Sicherheit wurden vor drei Monaten auf der Zufahrtsstraße zwei weitere Israelis ermordet.

    Farchan, der ein T-Shirt mit der Aufschrift "Hier ist mein Zuhause" trägt, blickt von seiner Terrasse auf das vier Kilometer entfernte, größte Kraftwerk Israels, wo er arbeitet. Er warnt davor, dass, "wenn wir gehen, von hier Kassam-Raketen abgeschossen werden. Die Katastrophe ist vorprogrammiert." Dass die Palästinenser im Gaza dadurch auch im Dunklen säßen, ist für ihn kein Argument.

    Farchan versucht nun, seinen Vertrauten Sharon umzustimmen, "nicht anzugreifen wäre falsch." Bei ihren Begegnungen beobachtet er, dass Sharon Empathie für ihn empfindet und ihn nicht wieder vertreiben will. "Er hat bereits seinen Fehler bereut, die Siedlungen im Sinai zu räumen, jetzt hat er keine Zeit für neue Fehler."

    Unermüdlich lädt er auch linksgerichtete Politiker zu sich ein, diese Woche sprach er mit dem Staatspräsidenten und warnte zwei Likud-Abgeordnete, dass die Räumung nach dem Sinai-Modell zu einem Rückzug zu den Grenzen von 1967 führen würde.

    In seiner Verzweiflung versucht Farchan nun öffentlich die Europäer und die Amerikaner für seinen Plan zu gewinnen. Er ist bereit, einen palästinensischen Personalausweis zu akzeptieren, wenn er an den Wahlen in Israel teilnehmen kann und der Terror endgültig besiegt ist. "Ich bin bereit, nach dem Rückzug der israelischen Armee zu bleiben, genau wie Juden in Amerika oder in Frankreich leben." Gleichzeitig sollten die 1,2 Millionen israelischen Araber Bürger Palästinas werden. "Wenn das nicht möglich sein kann", wird er laut, "dann sind sie alle Terroristen!"

    Um das israelische Parlament umzustimmen, setzte Farchan noch einmal seine Wunderwaffe ein: die Fahne. Diesmal schaffte er den Fußmarsch nach Jerusalem in nur drei Tagen. Aber die Politiker honorierten seine sportliche Leistung nicht und stimmten für Sharons Rückzugsplan. Alle Bestimmungen des israelischen Parlaments und der Regierung beeindrucken Farchan nicht.

    EEr will in seinem Haus bleiben und als Jude unter palästinensischer Hoheit leben. In einer Sitzung des Rechtsausschusses des Parlaments im Februar sagte er: "Ich werde für meine Sicherheit selbst sorgen und befreie den Staat von jeglicher Verantwortung." Elei Sinai ist durch einen elektronischen Zaun getrennt vom Autonomiegebiet: "Außerdem können wir die Brücke zum Frieden mit den Palästinenser werden, mit denen wir friedlich zusammenleben." Auch in einem Brief an den britischen Premier Tony Blair vor der Londoner Konferenz am 1. März wiederholte Farchan seine Forderung. Im israelischen Parlament begegnete er auch Premier Sharon, der ihm die Hand gab und sagte: "Ich befürchte, du wirst noch palästinensischer Parlamentsabgeordneter." 20 Familien seiner Siedlung sind inzwischen bereit, ins israelische Dorf Bat Hadar umzuziehen.

    Nach Angriffen gegen Juden musste Farchan als Dreijähriger mit seiner Familie Hals über Kopf Libyen verlassen. Dass er wieder seine Heimat verlassen müsste und von seinem Mentor Sharon wieder betrogen würde, will er noch nicht wahrhaben. "Wir versuchen zu leben, als sei alles normal", sagt er. "Es ist aber nicht normal." Der sechsjährige Sohn der Nachbarn äußerte jetzt den Wunsch, dass, im Fall einer Evakuierung, die Palästinenser das Haus bekommen, die es damals gebaut hatten. "Sie haben es eher verdient als deren korrupte Politiker." (DER STANDARD, ALBUM, 26./27.2.2005)

  6. #346
    jugo-jebe-dugo
    26.02.2005

    Dämpfer für Friedensprozess
    Fünf Tote und fünfzig Verletzte bei Selbstmordanschlag auf Nachtclub in Tel Aviv - Spekulationen über Urheber

    In einem Strandclub von Tel Aviv hat sich am späten Freitagabend ein Selbstmordattentäter neben einer Menschenschlange in die Luft gesprengt.Link
    Haaretz

    Tel Aviv - Bei einem Selbstmordanschlag auf Besucher eines Nachtclubs in Tel Aviv sind neben dem Täter mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Rund 50 weitere wurden verletzt, viele davon schwer. Vor dem Nachtclub nahe der Strandpromenade von Tel Aviv zündete der Täter eine 30-Kilogramm-Bombe - inmitten einer Gruppe von 20 bis 30 jungen Leuten, die auf Einlass warteten.


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    Wissen
    Windows vs. Linux: Fakten, Studien & Analysen
    bezahlte EinschaltungDie Wucht der Detonation zerstörte die Vorderfront des Nachtclubs "Stage". Auch gingen die Fenster mehrerer Restaurants in der Nachbarschaft zu Bruch.

    Aufmerksamkeit

    Wie der Polizeichef von Tel Aviv, David Tsur, mitteilte, wurden Sicherheitskräfte auf den Selbstmordattentäter aufmerksam und verwehrten ihm den Eintritt. So sei eine noch größere Tragödie verhindert worden, sagte Tsur.

    Militante Palästinenser distanzieren sich

    Nach einem Selbstmordanschlag in Tel Aviv haben palästinensische Sicherheitskräfte und Vertreter militanter Gruppen die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah für den Bruch des Waffenstillstands mit Israel verantwortlich gemacht. Zwei Kommandanten der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden im Westjordanland berichteten am Samstag, ein Hisbollah-Führer namens Kais Obeid habe sie angerufen und erklärt, der Anschlag mit fünf Toten und mehr als fünfzig Verletzten sei in seinem Auftrag verübt worden.

    "Hetzkampagne"

    Die Hisbollah hat unterdessen jede Verantwortung bestritten. Die Anschuldigungen passten zu der "Hetzkampagne", die Israel gegen die Hisbollah führe, erklärte die Organisation in Beirut. Die israelische Regierung hatte zuvor eine Beteiligung der vom Iran gesteuerten Hisbollah nicht ausgeschlossen.

    "Die Medien der Hisbollah haben als erste über den Anschlag berichtet", sagte Regierungssprecher Avi Pazner am Samstag in Jerusalem. Alle Spuren würden aufmerksam verfolgt. "Wir wollen aber in diesem Stadium noch keine Schlussfolgerungen ziehen", fügte er hinzu.

    Abbas verurteilt Attentat

    Die palästinensische Führung unter Präsident Mahmud Abbas verurteilte das Attentat scharf und kündigte ein unnachgiebiges Vorgehen gegen die Täter an. Er glaube, eine "dritte Partei", stecke hinter dem "Sabotageakt", sagte Abbas vor einer Krisensitzung am Samstag in Ramallah. Die palästinensische Regierung werde nicht untätig bleiben.

    Nach Angaben der beiden Al-Aksa-Kommandanten aus Ramallah und aus dem Flüchtlingslager Balata verlangte der Hisbollah-Funktionär Obeid, dass sie die Verantwortung für den Anschlag übernähmen.

    Distanzierungen

    Anders als bei früheren Anschlägen distanzierten sich die aus radikalen Fatah-Elementen zusammengesetzten Al-Aksa-Brigaden aber ausdrücklich von der Bluttat, ebenso wie die Hamas und der "Islamische Heilige Krieg". "Sollte sich herausstellen, dass ein einzelnes Mitglied der Brigaden diesen Anschlag verübt hat, so muss jeder wissen, dass er allein gehandelt hat, und dass die Al-Aksa-Brigaden sich nicht mit ihm identifizieren", sagte der Sprecher der Gruppe, Abu Mahmud.

    Täter identifiziert

    Aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete, es werde noch untersucht, ob lokale Vertreter der Al-Aksa-Brigaden den aus der Umgebung der Stadt Tulkarem stammenden Selbstmordattentäter rekrutierten. Israelische Sicherheitskräfte hatten den Täter bereits wenige Stunden nach dem Splitterbomben-Anschlag auf den Nachtclub "Stage" an der Strandpromenade von Tel Aviv identifiziert.

    Es handelt sich um den 21-jährigen Studenten Abdullah Badran aus dem Dorf Deir al-Ghusun, wie aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete. Zwei seiner Brüder und vier weitere Bewohner von Deir al Ghusun wurden von israelischen Soldaten festgenommen, darunter der Imam des Dorfes.

    Die israelischen Streitkräften ordneten ein Ausgehverbot für die Bevölkerung des Orts an. Wenig später gab der palästinensische Innenminister Nasser Yussef die Festnahme von zwei weiteren Verdächtigen bekannt. (APA/AP)

  7. #347
    jugo-jebe-dugo
    01.02.2005


    Nahost-Quartett pocht auf Aufklärung des Anschlags in Tel Aviv
    Keine "einseitigen Aktionen" von Abbas - Shalom: Israel plant keine Vergeltung gegen Syrien
    London - Das Nahost-Quartett hat die Palästinenser-Regierung am Dienstag aufgefordert, umgehend für die Ergreifung der Drahtzieher des jüngsten Anschlags von Tel Aviv zu sorgen. Bei dem Attentat am Freitag in der israelischen Hafenstadt riss der Selbstmord-Attentäter fünf Israelis mit in den Tod. Das Quartett aus den Vereinten Nationen, der Europäischen Union, den USA und Russland verurteilte den Anschlag am Rande der Londoner Nahostkonferenz "auf das Schärfste". Zugleich wurden beide Konfliktparteien aufgerufen, sich an den Nahost-Friedensfahrplan zu halten.


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    Lösung
    Professionelle Lösungen bei EUnet
    bezahlte EinschaltungKeine Partei dürfe mit "einseitigen Aktionen" einer endgültigen Lösung des Konflikts vorgreifen, heißt es in der Erklärung. Das Quartett hob zugleich "die Notwendigkeit hervor, dass die Palästinenserregierung durch zusätzliche und durchgreifende Aktionen solche Terrorakte verhindert". Vertreter der Palästinenser-Regierung äußerten sich über die Erklärung, die zu unkritisch gegenüber Israel sei. "Wir hatten gehofft, dass sie klar zu Israel Stellung beziehen, denn seit dem Gipfel von Sharm al-Sheikh und der Waffenruhe-Erklärung wurden viele Palästinenser getötet", hieß es in Palästinenser-Kreisen. Israel war an der Londoner Konferenz nicht vertreten.

    Israel will indes keine Vergeltung wegen des Anschlags von Tel Aviv gegen Syrien üben. "Wir planen keine Angriffe", sagte der israelische Außenminister Silvan Schalom am Dienstag in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Israel werde jedoch alles tun, um künftig derartige Attentate zu verhindern. Israel hatte Damaskus bezichtigt, hinter dem Anschlag auf eine Diskothek mit fünf Toten zu stehen.

    Der israelische Militärgeheimdienst informierte am Montag ausländische Botschafter über die Rolle Syriens bei dem Attentat, bei dem ein Selbstmordattentäter am Freitagabend vier Menschen mit in den Tod gerissen und mehr als 50 weitere Menschen verletzt hatte. Zu der Tat bekannte sich die Organisation Islamischer Jihad, die laut israelischen Angaben noch immer ihren Sitz in Damaskus hat. Damaskus wies die Vorwürfe zurück. (APA/Reuters)

  8. #348
    jugo-jebe-dugo
    02.03.2005

    Explosion in Tel Aviv - Kein Anschlag
    Sanitäter berichten von "kriminelle Tat" militanter Palästinenser mit einem Verletzten
    Tel Aviv - In der israelischen Mittelmeermetropole Tel Aviv hat sich am Dienstagabend eine Explosion ereignet. Krankenwagen waren zum Ort des Geschehens unterwegs, berichteten Augenzeugen. Sanitäter sagten, es habe sich dabei offenbar um eine kriminelle Tat gehandelt, die jedoch nicht von militanten Palästinensern ausgeführt worden sei. Die Explosion habe sich bei einem Eisstand ereignet. Eine Person sei verletzt worden.

    Nähere Details waren zunächst nicht bekannt. Bei einem Selbstmordanschlag in der Stadt hatte am Freitag ein Palästinenser fünf Israelis mit in den Tod gerissen. (APA/AP/Reuters)

  9. #349
    jugo-jebe-dugo
    02.03.2005

    Abbas trifft in Brüssel mit EU-Spitzenvertretern zusammen
    Reformen in Palästinensergebieten im Mittelpunkt der Gespräche mit Barroso, Borrell und Solana
    Interview mit Tony Blair am Rande der Nahostkonferenz
    Guardian
    Brüssel - Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas trifft am Mittwoch in Brüssel mit Spitzenvertretern der Europäischen Union zusammen. Neben Gesprächen mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Josep Borrell, sind auch Treffen mit EU-Außenkommissar Javier Solana und Belgiens Ministerpräsidenten Guy Verhofstadt geplant.

    Im Mittelpunkt der Gespräche dürften die Reformen in den Palästinensergebieten, die Sicherheitslage und Wirtschaftshilfen für die Palästinenser stehen. Abbas reist aus London an, wo er am Dienstag an einer internationalen Konferenz zum Stand der Palästinenserreformen teilnahm.(APA)

  10. #350
    jugo-jebe-dugo
    02.03.2005

    Pressestimmen: "Ein erster Schritt zum Frieden?"
    "Klima des Optimismus festigen"
    Internationale Rückenstärkung für Abbas


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    Erfolg
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    Konflikt
    Konfliktmanagement leicht gemacht.
    bezahlte EinschaltungenZürich/Madrid/London - Die vom britischen Premierminister Tony Blair initiierte Londoner Konferenz zur Stärkung der palästinensischen Institutionen, an der Israel am Dienstag nicht teilgenommen hat, wird am Mittwoch von zahlreichen Blättern kommentiert:

    Neue Zürcher Zeitung


    "Ein Großteil des Giftes in den internationalen Beziehungen, erläuterte Blair, finde seinen Ursprung im Nahen Osten. Grundlage für das weitere Vorgehen sei das Ziel eines friedlichen Zusammenlebens zweier Staaten. Um lebensfähig zu sein, müsse ein palästinensischer Staat allerdings nicht bloß über ein zusammenhängendes Territorium verfügen, sondern auch über glaubwürdige und tragfähige Institutionen. (...) Die Anwesenheit von UNO-Generalsekretär (Kofi) Annan, der amerikanischen Außenministerin (Condoleezaa) Rice, des außenpolitischen Beauftragten der EU (Javier) Solana sowie zahlreicher europäischer und arabischer Außenminister strafte jene Lügen, die von dieser Konferenz nur schöne Worte erwartet hatten. Das 'Quartett', die Garanten des nahöstlichen Friedensplanes, begrüßte die jüngsten Entwicklungen als überfällige Rückkehr zur Roadmap. Rice warnte Israel vor einseitigen Schritten, die einer definitiven Friedensregelung vorgreifen könnten."

    "ABC" (Madrid):

    "Das Treffen in London endete trotz der Abwesenheit Israels mit einem Erfolg. Man einigte sich zwar nur auf einen Minimalkompromiss, aber dies wird das Klima des Optimismus im Nahen Osten festigen. Die Konferenz legte die Koordinaten für die Schaffung eines palästinensischen Staates fest. Großen Anteil am Erfolg des Treffens hatte Präsident Mahmud Abbas. Er zeigte, dass er mit der Versöhnung im Nahen Osten ernst meint. Nun ist Israel an der Reihe, seinerseits guten Willen zu beweisen."

    Daily Mirror


    "Bei den Gesprächen in London ist nicht viel herausgekommen, aber das ist kein Grund, pessimistisch zu sein. Schon die Tatsache, dass sie überhaupt stattfanden, ist im härtesten Konflikt der Welt ein Schritt in die richtige Richtung. Die Israelis nahmen zwar nicht teil, doch sie sollten sich durch das, was da vor sich ging, ermutigt fühlen - besonders weil auch die US-Außenministerin teilnahm. Bis zum Frieden ist es noch ein langer, langer Weg. Aber im Rückblick wird man den gestrigen Tag vielleicht einmal als den ersten Schritt auf diesem langen Weg sehen."

    "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ):

    "Abbas hatte zum Auftakt erwähnt, vor dieser Eröffnung habe es viele Formeln und Ideen gegeben, was dieses Treffen alles 'nicht sein soll'. (...) Nicht einmal der Begriff 'Konferenz' durfte vorkommen, noch viel weniger 'Nahost' oder gar 'Frieden'. Dem hatte Israel sich widersetzt. Dennoch ist das Londoner 'Treffen' schon weit besser gelungen als ein ähnlicher Versuch Blairs 2003. Damals hatte Israel der palästinensischen Delegation die Ausreise verweigert...". (APA/dpa)

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