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Ergebnis 561 bis 570 von 3645

Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 26.10.2004, 13:16 Uhr · 3.644 Antworten · 179.325 Aufrufe

  1. #561
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
    14.07.2004
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    11.988
    Zitat Zitat von Lara_TR
    tja ihr sagt doch immer so schön wir sind europäer und das zeigt wie idiotisch ihr seit. besonders die antisemiten unter euch!!!

    Euer Jesus ist sogar Jude und ihr hasst juden...ein glück das isreal einen starken verbündeten hat.
    Man muss genau unterscheiden! Die Mehrheit ist in Europa gegen die Israelische Politik und das ist auch die Mehrheit der Juden in Wirklichkeit.


    Genauso kann man nicht wegen Moslemischen Extremisten alle Moslems in einen Topf werfen. Und es gibt bekanntlich auch extreme Katholische Sekten, wie Opus Dei use.., welche genauso zu verurteilen sind.

  2. #562

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    20.10.2005
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    1.031
    ja terrorismus ist überall scheisse...bush ist christ
    und der größte terrorist!!!! was er mit den irakern macht ist unmenschlich. oder diese folterungen in abu ghreib...diese welt ist echt kein bisschen gerecht!!!mörder kommen davon und die bevölkerungen leiden darunter!!! aber isreal und palestina können nicht so schnell frieden schließen, leider...wunder mich eh wieso meine regierung so verbündet mit isreal ist...

    aber ich muss euch serben ja nichts sagen ihr hasst ja selber die amis...und nato...ist zwar offtopic aber es haben auch türkische flugzeuge teilgenommen, ich suchs mal später raus...

  3. #563

    Registriert seit
    16.10.2004
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    1.476
    So ist es, Lupo.

  4. #564

    Ariel Sharon nach Hirnblutung im Künstlichen Koma

    04. Januar 2006

    Scharon nach Hirnblutung im künstlichen Koma

    Der herzkranke israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat erneut einen Schlaganfall erlitten. Scharon sei wegen plötzlichen Unwohlseins ins Krankenhaus eingeliefert worden, gab sein Büro bekannt. Ein Arzt der behandelnden Hadassah-Klinik in Jerusalem stufte den Schlaganfall als "bedeutsam" ein. Nach Angaben der Ärzte wurde er in ein künstliches Koma versetzt. Er habe schwere Hirnblutungen und werde künstlich beatmet, berichteten israelische Medien unter Berufung auf die Ärzte. Die Regierungsgewalt ging auf Scharons Stellvertreter Ehud Olmert über.

    Scharon war am frühen Abend in die Universitätsklinik gebracht worden. Zuvor befand sich der 77-jährige Ex-General auf seiner Farm in der Negev-Wüste. Er habe sich dort mit seinen Ärzten auf eine geplante Herzbehandlung vorbereitet, als er einen Druck in der Brust verspürte, hieß es.

    Beim Eintreffen im Krankenhaus sei Scharon bei vollem Bewusstsein und ansprechbar gewesen, berichtete das israelische Fernsehen. Er habe während der Fahrt mit einem Krankenwagen in die Klinik sogar noch telefoniert. Scharons Söhne Gilad and Omri sind den Angaben zufolge bei ihm. Ein Krankenhausarzt sagte dem israelischen Fernsehen, dass Scharon inzwischen in einen OP gebracht wurde, um das Blut aus dem Gehirn abzusaugen.

    Der 77-jährige Scharon musste bereits am 18. Dezember nach einem leichten Schlaganfall stationär behandelt werden. Er wurde bereits zwei Tage nach dem Schlaganfall aus dem Krankenhaus entlassen. Seine Ärzte versicherten damals, dass er keine bleibenden Schäden davongetragen habe. Bei den Untersuchungen wurde jedoch ein angeborener Herzfehler entdeckt.
    Geplante Herz-OP
    Scharon wollte sich an diesem Donnerstag am Herzen operieren lassen. Die Ärzte wollten mit einem Katheter ein kleines Loch am Herzen schließen, das sie als Ursache des Schlaganfalls im Dezember ausgemacht hatten. Seit dem ersten Schlaganfall erhielt der Ministerpräsident blutverdünnende Medikamente, die das Entstehen eines weiteren Blutgerinnsels verhindern sollten. Außerdem nahm er seinen Ärzten zufolge mehrere Kilogramm ab.

    Scharon ist seit 2001 israelischer Präsident. Er will im März bei vorgezogenen Parlamentswahlen an der Spitze seiner neuen Partei Kadima antreten. Nach einem monatelangen Streit um den israelischen Abzug aus dem Gazastreifen hatte Scharon den regierenden Likud-Block verlassen. Umfragen zufolge kann Scharon mit einem Wahlsieg rechnen.

    (N24.de, Netzeitung)

    05. Januar 2006


    Scharons "letzte Schlacht"
    Carsten Hoffmann

    Das plötzliche Ausscheiden des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon aus dem politischen Leben bedeutet für Israel das Ende einer Ära. Nach einer dramatischen Nacht, in der viele seiner Landsleute schockiert die Nachrichten aus dem Hospital verfolgten, sprachen Ärzte am Donnerstag von geringen Aussichten auf eine vollständige Genesung des 77-jährigen. Auch Vertraute aus den Reihen von Scharons neuer Partei Kadima stellen sich darauf sein, dass er nicht mehr Regierungschef sein kann.

    «Selbst wenn der Ministerpräsident, wie durch ein Wunder, unversehrt zurückkehrt, wird sich seine politische Situation geändert haben», kommentiert die israelische Tageszeitung «Jedioth Achronot». Sie schreibt von einer «letzten Schlacht» Scharons, die die politische Situation im Land umkrempele.

    ---------------

    Scharon 2005 in Gaza: Vom Unwählbaren zum Unverzichtbaren (dpa)


    Vom Unwählbaren zum Unverzichtbaren

    «Die Kadima-Partei, die gestern registriert (ins Parteienverzeichnis eingetragen) wurde, wurde als Ein-Mann-Partei aus der Taufe gehoben. Scharon war der Anführer und die Botschaft.» Selbst bei einer Besserung seines Gesundheitszustandes würde Scharon die Wähler erst überzeugen müssen, dass seine Partei das Land auch ohne ihn führen könnte.

    Etwa ein Drittel der Wähler in Israel wäre bisher nach Umfragen bereit gewesen, Scharon und seiner Partei ihre Stimme zu geben. Der Ex-General und Politiker, dem oftmals Methoden eines Bulldozers nachgesagt wurden, hat in den Augen vieler Israelis den Wandel zum Staatsmann vollzogen.

    Der einst als «unwählbar» bezeichnete Scharon, hat sich ihnen unverzichtbar gemacht. Er hat den Israelis ein politisches Programm vorgelegt, das den Abzug aus einigen Palästinensergebieten damit verknüpfte, Teile des besetzten Westjordanlandes «für immer» zu beanspruchen und mit einer Sperranlage abzutrennen.



    Palästinenser verfolgen die Nachrichten: Machtvakuum befürchtet (dpa)


    Palästinener fürchten Machtvakuum

    Deswegen gilt Scharon den Palästinensern auch nach dem Abzug aus dem Gazastreifen nicht als Mann, der zu einem friedlichen und gerechten Ausgleich im Nahost-Konflikt bereit gewesen wäre. Scharons Bedeutung liege aber darin, dass er getroffene Vereinbarungen in Israel habe durchsetzen können, sagen Palästinenservertreter. Scharons Ausscheiden aus dem Führungsamt könne in Israel zu einem Machtvakuum auf Kosten der Palästinenser führen, warnte deren Chefunterhändler Sajeb Erekat.

    Die Lage in den Palästinensergebieten könne sich zunächst verschlechtern, meint der palästinensische Kommentator Hani Masri in Ramallah. Langfristig werde Scharons Abwesenheit besser für die Palästinenser sein, weil er starke internationale Unterstützung für seine Politik gehabt habe, meint Masri. «Scharon konnte ohne Kritik und Widerspruch tun und lassen, was er wollte. Für die Zukunft der Palästinenser war dies eine ernste Gefahr. Scharon war dabei, einen palästinensischen Ministaat zu schaffen. Er hat den Friedensprozess gestoppt. Die Themen Jerusalem und palästinensische Flüchtlinge wollte er von der politischen Landkarte wischen», erklärt Masri.



    Scherze über strotzende Gesundheit trotz Leibesfülle (dpa)


    Vor Herzoperation zurückgeschreckt

    Doch ein politisches Durchstarten Scharons, wie er es nach der für Ende März geplanten Parlamentswahl beabsichtigt hatte, schien am Donnerstag unwahrscheinlich. Auch wenn Scharon die kommenden Tage überlebe, werde er für lange Zeit im Krankenhaus bleiben müssen, erklärten Ärzte. Fachleute diskutieren, ob ein Mittel zur Blutverdünnung, das Scharon seit seinem leichten Schlaganfall Mitte Dezember bekomme hatte, zu der schweren Gehirnblutung beigetragen habe.

    Scharon selber habe vor einer für Donnerstag geplanten Herzoperation zurückgeschreckt, berichten israelische Medien. Der 77-Jährige, der keinem Konflikt aus dem Weg ging, habe die Behandlung gescheut. Einen bitteren Schlagabtausch habe er stets dem Gang zum Zahnarzt vorgezogen. Über seine strotzende Gesundheit habe Scharon Scherze gemacht. Nun habe er den Stuhl des Ministerpräsidenten verlassen, ohne einen Nachfolger aufgebaut zu haben. (N24.de, dpa)


    ------------------

    05. Januar 2006


    Comeback der Hardliner?
    Von Steven Gutkin

    Der schwere Schlaganfall des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon wird vermutlich auch verheerende Auswirkungen auf den Friedensprozess im Nahen Osten haben.

    Knapp drei Monate vor der israelischen Parlamentswahl könnten in Israel die Hardliner um den populistischen Exministerpräsidenten Benjamin Netanjahu neuen Auftrieb bekommen. Und obwohl Scharon bei den Palästinensern keineswegs beliebt ist, so hat er doch durch den
    Abzug aus dem Gazastreifen seine generelle Bereitschaft zu einem Kompromiss gezeigt.


    Zukunft der Kadima ohne Scharon offen

    Erst im November hatte Scharon den konservativen Likud-Block verlassen, um eine moderate Partei der Mitte zu Gründen. Kadima galt als aussichtsreichste Partei bei der für den 28. März geplanten Wahl. Doch die Partei ist vor allem eine Ein-Mann-Schau Scharons, und ohne ihn wäre ihre Zukunft völlig ungewiss. Doch Ärzte beurteilten die Aussicht auf eine vollständige Genesung Scharons nach dem Schlaganfall und den starken Hirnblutungen als äußerst schlecht.

    In den vergangenen Monaten haben viele Israelis ihre Hoffnungen in Scharon gesetzt. In ihren Augen ist der einst eisenharte Kommandeur und Verteidigungsminister der einzige Politiker, der die endgültigen Grenzen ihres Staates festlegen kann.

    Jahrzehntelang war Scharon der eifrigste Verfechter der Siedlungspolitik, doch im September setzte er gegen massiven innenpolitischen Widerstand den Abzug aus dem Gazastreifen durch. Als erster israelischer Regierungschef trat er damit Land an die Palästinenser ab, das diese für einen künftigen Staat beanspruchen.


    Stellvertreter Olmert fehlt das Profil

    Scharons Wandlung vom Falken zum Pragmatiker - zusammen mit dem Tod des langjährigen palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat vor 14 Monaten - hat dem Friedensprozess nach fünf Jahren Intifada wieder Schwung verliehen.

    Für den März war ein Sieg Scharons über den als friedensunfähig geltenden Netanjahu und gegen den neuen Chef der Arbeitspartei, Amir Perez, erwartet worden. Beiden war nicht zugetraut worden, eine neue Koalition schmieden zu können. Das könnte sich jetzt ändern.

    Scharons Stellvertreter, Vizeministerpräsident Ehud Olmert, hat zwar die Amtsgeschäfte übergangsweise übernommen. Er ist als langjähriger Vertrauter und gelegentlich als Sprachrohr Scharons sehr bekannt. Allerdings ist sein politisches Profil bislang zu flach, als dass ihm zugetraut würde, sich leicht gegen Netanjahu oder Perez durchsetzen zu können.


    Comeback von Schimon Peres?

    Nachdem der Friedensnobelpreisträger Schimon Peres den Machtkampf in der Arbeitspartei gegen Perez verloren hat, schloss er sich Scharons Kadima an. Ob er in der neuen Partei die Führung übernehmen könnte, ist fraglich. Zwar war er drei Mal für jeweils kurze Zeit Ministerpräsident. Doch nicht ein Mal konnte der 82-Jährige bislang eine Wahl gewinnen.

    Gleichwohl hat er seine Ambitionen bis heute nicht fallen gelassen. Als Scharon am
    Mittwochabend seinen Schlaganfall erlitt, hatte er die Liste der Kadima-Kandidaten noch nicht fertig gestellt.


    Der israelischen Politik droht Chaos

    Trotz der ausufernden Gewalt im Gazastreifen drei Wochen vor der palästinensischen Parlamentswahl gab sich Scharon zuletzt zuversichtlich, im Jahr 2006 Fortschritte im Friedensprozess zu erzielen. Damit war allerdings erst nach der israelischen Wahl im März zu rechnen.

    Sein Ausfall als Ministerpräsident könnte die israelische Politik ins Chaos stürzen. Gleichzeitig würde sich das Beziehungsgeflecht zwischen Palästinensern, Israelis, aber auch den USA neu zusammensetzen. Trotz der Aufgabe israelischer Siedlungen im Gazastreifen und im Westjordanland sehen die meisten Palästinenser in Scharon einen Feind, der brutale Militärkampagnen gegen ihr Volk geführt hat.


    Unterstützung der Bush-Regierung

    Mit US-Präsident George W. Bush verbindet Scharon dagegen eine persönliche Freundschaft. Bush empfing den Gast aus Israel häufig im Weißen Haus, und er lobte dessen Entscheidung, den Gazastreifen aufzugeben, als mutigen Schritt zum Frieden. Und Bush unterstützt Scharon in dessen Forderung an die palästinensische Autonomiebehörde, entschiedener die radikalen Gruppierungen zu bekämpfen. (AP)

    ----------------

    Gute Besserung Herr Ministerpräsident

  5. #565

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    11.11.2005
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    2.766
    Ich glaube der macht es nicht mehr lange.

  6. #566

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    9.182
    Schlimmer schlag für die Israelische Politik.

  7. #567
    jugo-jebe-dugo
    Sharon bleibt bis zu 72 Stunden im künstlichen Tiefschlaf
    Neurochirurg: "Gute Nachrichten" - Klinikchef: Wiederaufnahme der Arbeit sehr unwahrscheinlich - Vizepremier Ehud Olmert übernahm Amtsgeschäfte

    Israelis warten vor dem Hospital auf Neuigkeiten über den Zustand ihres Premiers. Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon wird nach seinem Gehirnschlag nach derzeitigem Stand wohl nicht mehr seine Arbeit aufnehmen können. Das erklärte der Direktor der Hadassah-Klinik in Jerusalem, Shlomo Mor-Yosef, Donnerstag Abend gegenüber Journalisten. Gehirn und Herz des schwer kranken Ministerpräsidenten arbeiten einem Bericht des israelischen Fernsehens zufolge nach wie vor.


    Narkose soll Gehirn bei Erholung helfen

    Sharon wird noch bis zu 72 Stunden künstlich beatmet und im künstlichen Tiefschlaf bleiben, erklärte Klinikchef Mor-Yosef. Damit solle der Druck in seinem Schädel gesenkt werden. Die Narkose solle dem Gehirn nach einem Schlaganfall helfen, "sich von einem schweren Trauma zu erholen".


    Keine falsche Dosis Blutverdünnungsmittel

    Mor-Yosef teilte weiter mit, dass Sharons Pupillen auf Reize reagieren. Er verteidigte die ärztliche Entscheidung, den 77-Jährigen nach einem ersten Schlaganfall am 18. Dezember mit Blutverdünnungsmitteln zu behandeln. Einige Experten hatten erklärt, diese Mittel hätten zur Schwere der Hirnblutung bei Sharon beigetragen. Mor-Yosef erklärte, der Ministerpräsident habe die richtige Dosis dieser Mittel erhalten.


    Erste positive Hinweise auf Gesundheitszustand

    Ein Neurochirurg von einem anderen israelischen Krankenhaus, Dr. Sejev Feldman, sagte: "Ich denke, das sind gute Nachrichten." Es seien die ersten positiven Hinweise auf den Zustand des 77-Jährigen.


    Kein "vegetativer Zustand"

    Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon befindet sich nach Angaben des israelischen Fernsehens nicht in einem "vegetativen Zustand". Gehirn und Herz von Sharon arbeiten einem Bericht des israelischen Fernsehens zufolge nach wie vor. Der Sender "Channel Two" berief sich am Donnerstag auf einen Mitarbeiter des Jerusalemer Hadassah-Krankenhauses. Am Nachmittag bezeichneten Ärzte seinen Zustand als kritisch, aber stabil. Als vegetativer Zustand wird eine Situation bezeichnet, in der die Hirn- bzw. auch die Kreislauffunktionen eines Patienten ausgefallen sind, und dieser nur mehr künstlich am Leben gehalten wird.


    Zeitung titelte: "Das letzte Gefecht"

    Fast zur Gewissheit verdichtete sich im Laufe des Tages das Gefühl, dass eine Ära zu Ende geht, der Schlaganfall Sharon aus dem politischen Leben gerissen hat. Sharons Stellvertreter Ehud Olmert übernahm die Regierungsgeschäfte, während sich Israel auf das Ende einer Ära einstellte: "Das letzte Gefecht" lautete die Schlagzeile der Zeitung "Yediot Ahronot". Laut Nachrichtenagentur AP soll das nächste ärztliche Bulletin Freitag Früh um 6.00 Uhr veröffentlicht werden.


    Aufruf zum Gebet

    Rabbiner riefen zu Gebeten für Sharon in den Synagogen auf. Im gesamten Nahen Osten machte sich Ungewissheit breit; der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas versicherte aber, die Parlamentswahl in Gazastreifen und Westjordanland solle wie geplant am 25. Jänner stattfinden. Der israelische Aktienmarkt brach um bis zu 6,2 Prozent ein.


    Man rechnet nicht mehr mit Rückkehr Sharons ins Amt

    Aus Sharon nahe stehenden Kreisen verlautete, man rechne nicht mehr mit der Rückkehr des Ministerpräsidenten an die Spitze der Regierung. "Es ist ziemlich klar, dass wir Sharon nicht mehr im Amt des Ministerpräsidenten wiedersehen werden", sagte ein Kabinettsmitglied.

    Sharons Söhne Omri und Gilad besuchten den Vater am Krankenbett. Ein enger Freund der Familie, Rabbiner David Grossman, sagte über die Söhne: "Man sieht keine Tränen. Man sieht Hoffnung, Gefasstheit und Tapferkeit." Auf Bitten der Familie beteten zwei Rabbiner am Krankenbett Sharons in der Intensivstation.


    Bei Einlieferung bewusstlos

    Sharon, der bereits vor eineinhalb Wochen einen leichten Schlaganfall erlitten hatte, war Mittwoch am späten Abend in die Klinik gebracht worden. Nach Angaben der Ärzte war er zu diesem Zeitpunkt bereits bewusstlos. Regierungsberater Raanan Gissin warnte die Nachbarn Israels und radikale palästinensische Gruppen: "Wer auch immer diese Situation auszunutzen versucht, muss wissen, dass die israelischen Sicherheits- und Streitkräfte für jede Herausforderung gewappnet sind".


    Mitten im Wahlkampf

    Die dramatische Verschlechterung seines Gesundheitszustands ereilte den Regierungschef mitten im Wahlkampf, sein Ausscheiden aus dem Amt könnte die Lage im Nahen Osten weiter destabilisieren. Sharon hatte erst vor wenigen Wochen den Likud-Block verlassen und die in ihren Absichtserklärungen zum Friedensprozess mit den Palästinensern bereite neue Partei Kadima (Vorwärts) gegründet. Am 28. März wollte Sharon bei der vorgezogenen Parlamentswahl als Spitzenkandidat antreten.

    Der neue Vorsitzende der Arbeiterpartei, Amir Peretz, ordnete eine Pause im Wahlkampf seiner Partei an. Peretz bot dem Interims-Premier Olmert jede möglich Hilfe an. Auch der neue Likud-Vorsitzende Ex-Premier Benjamin Netanyahu sagte, er bete für Sharons Genesung. Netanyahu setzte eine Entscheidung über das Ausscheiden der Likud-Minister aus der Regierung aus.

    derstandard.at

  8. #568

    Registriert seit
    04.06.2005
    Beiträge
    7.678
    Ich verabscheue Sharon, jedoch will ich ihm nicht den Tod wünschen, wurde so erzogen. :wink:

  9. #569
    Feuerengel
    Zitat Zitat von Tauli
    Ich verabscheue Sharon, jedoch will ich ihm nicht den Tod wünschen, wurde so erzogen. :wink:
    Genau wie bei mir. Obwohl er gefeiert hat als Jassir Arafat (R.I.P.)
    gestorben ist und viel Terror begangen hat wünsche ich ihn auch nicht
    den Tod. Möge er wieder gesund und munter -aufstehen können. Was sehr schwierig sein wird.

  10. #570

    Registriert seit
    11.11.2005
    Beiträge
    2.766
    Das wird sehr schwer für die Israelis ohne Sharon. Bin gespannt wie es dann weiter geht.

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