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Warum schaut die Welt beim IS zu???

Erstellt von Zurich, 04.02.2015, 16:26 Uhr · 72 Antworten · 3.697 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    65.415
    Zitat Zitat von Iron Beitrag anzeigen
    Frag doch mal die Weltpolizei die sich sonst überall, einmischt. Haha, ach ne die sind ja damit beschäftigt weitere IS Kämpfer auszubilden..
    selbstverständlich!

  2. #42
    koelner
    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    An sich bringt er weder neue Ideen noch ist dies eine Richtige:"Ich mach den Mund auf und tue etwas!"Aktion sondern viel mehr ich habe solidarität und teile mein Leid mit, versuche verzweifelt wie es nur irgendwie geht auf irgendwas aufmerksam zu machen was jeder aber schon weiß. Sehr überschaubar der Mann muss ich sagen, ist mir auch deutlich unsymphatisch.
    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Todenhöfer trifft viele Aussagen, leider nur ohne im Kontext zu denken. Er"übersieht" Dinge, die zu berücksichtigen sind. Es gab Verhandlungen mit Assad, was hats gebracht? Nichts.


    Na so darf man doch gar nicht rangehen. Diktator Assad vertritt seine eigenen Interessen. Natürlich geht man da nicht nach einer Verhandlungsrunde raus. Wie oft ist ein Kissinger zwischen Tel Aviv, Kairo und Washington hin- und hergeflogen, bis der Friedensvertrag in Camp David unterzeichnet wurde? Das ist Sisyphusarbeit.

    Die Denke: "pfft, wenn er nicht will, dann eben nicht" gehört nicht in die Politik eines aufgeklärten Staates. Ich liebe einen Karl Popper dafür. Demokratie ist harte Arbeit, auch in der Aussenpolitik. Auf jeden Fortschritt kommt irgendwo ein Rückschritt. Aber spätestens seit Auschwitz wissen wir, dass alles andere, ausser dieser Weg, zu gefährlich ist. Darum müssen wir diese Arbeit gerne tun und uns vor Rechthaberei hüten.

    Ich gehöre nicht zu denen, die "dem Westen" immer böse Absicht unterstellen. Im Fall Libyen z.B. gab es meiner Meinung nach sowohl Schachbrett-Politik. Als auch den Versuch, hoffentlich das richtiges zu tun, als man die Bomber schickte um eine Katastrophe beim Sturm auf Benghasi zu verhindern.

    Aber um auf den zentralen Punkt bei Todenhöfer zu kommen: diese westlichen Interventionen im Nahen Osten haben mehr Tod, Verzweiflung und Unsicherheit hinterlassen, als irgendjemand hier rechtfertigen kann. Das entschuldigt weder die Verbrechen Assads, noch seiner Gegner. Es rechtfertigt keinen islamistischen Terror. Aber es ist ein Fakt, der für sich alleine steht, und in unserer Wahrnehmung idR unter den Tisch fällt.

    "Warum tötest du Said?" war eine solche, andere Sichtweise für den Irak, den wir nur noch in Kurzmeldungen über Anschläge in Baghdad wahrgenommen haben. Millionen von Irakern die im Chaos leben, ein Jugend die im Krieg aufwachsen muss. Christen die das Land zu Hundertausenden verlassen müssen. Alle, die Angehörige durch amerikanische oder arabische Granatsplitter verloren haben. Das Land war früher eine Hölle für manche, keine Frage. Jetzt es ist eine Hölle für alle. Das ist ein viel zu hoher Preis, den die Menschen dort bezahlen für unsere nicht funktionierenden Versuche, etwas zu bewirken. Das muss in unser Bewusstsein rein!

  3. #43

    Registriert seit
    06.02.2011
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    2.974
    Weil er von der Welt erschaffen wurde.. Demnach, Keine Interesse !

  4. #44
    Avatar von Rafi

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    Beiträge
    13.307
    Zitat Zitat von koelner Beitrag anzeigen
    Na so darf man doch gar nicht rangehen. Diktator Assad vertritt seine eigenen Interessen. Natürlich geht man da nicht nach einer Verhandlungsrunde raus. Wie oft ist ein Kissinger zwischen Tel Aviv, Kairo und Washington hin- und hergeflogen, bis der Friedensvertrag in Camp David unterzeichnet wurde? Das ist Sisyphusarbeit.

    Die Denke: "pfft, wenn er nicht will, dann eben nicht" gehört nicht in die Politik eines aufgeklärten Staates. Ich liebe einen Karl Popper dafür. Demokratie ist harte Arbeit, auch in der Aussenpolitik. Auf jeden Fortschritt kommt irgendwo ein Rückschritt. Aber spätestens seit Auschwitz wissen wir, dass alles andere, ausser dieser Weg, zu gefährlich ist. Darum müssen wir diese Arbeit gerne tun und uns vor Rechthaberei hüten.

    Ich gehöre nicht zu denen, die "dem Westen" immer böse Absicht unterstellen. Im Fall Libyen z.B. gab es meiner Meinung nach sowohl Schachbrett-Politik. Als auch den Versuch, hoffentlich das richtiges zu tun, als man die Bomber schickte um eine Katastrophe beim Sturm auf Benghasi zu verhindern.

    Aber um auf den zentralen Punkt bei Todenhöfer zu kommen: diese westlichen Interventionen im Nahen Osten haben mehr Tod, Verzweiflung und Unsicherheit hinterlassen, als irgendjemand hier rechtfertigen kann. Das entschuldigt weder die Verbrechen Assads, noch seiner Gegner. Es rechtfertigt keinen islamistischen Terror. Aber es ist ein Fakt, der für sich alleine steht, und in unserer Wahrnehmung idR unter den Tisch fällt.

    "Warum tötest du Said?" war eine solche, andere Sichtweise für den Irak, den wir nur noch in Kurzmeldungen über Anschläge in Baghdad wahrgenommen haben. Millionen von Irakern die im Chaos leben, ein Jugend die im Krieg aufwachsen muss. Christen die das Land zu Hundertausenden verlassen müssen. Alle, die Angehörige durch amerikanische oder arabische Granatsplitter verloren haben. Das Land war früher eine Hölle für manche, keine Frage. Jetzt es ist eine Hölle für alle. Das ist ein viel zu hoher Preis, den die Menschen dort bezahlen für unsere nicht funktionierenden Versuche, etwas zu bewirken. Das muss in unser Bewusstsein rein!
    Das ist in meinem Bewusstsein, in dem der meisten Menschen auch. Aber wir leben nunmal in einer globalisierten Welt, in der der mittlere und nahe Osten auch mitspielt/mitspielen will. Man kann sich also nicht völlig raushalten.
    Todenhöfer ist voll auch dem Bush Trip, ich mag den Mann auch nicht, aber wer ist denn zuerst in den Irak eingefallen und liefert dem Irak heute Waffen?
    Und doch, er rechtfertigt islamistischen Terror, indem er auch der "das ist alles die Folge von..." Schienen fährt. Egal obs um Syrien, Irak, Gaza, geht. Menschenrechtsverletzungen von Regierungen in Iran, Saudiarabien, Pakistan, usw. kritisiert er nicht. Wem auch sollte er da die Schuld geben?

  5. #45
    onrbey
    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Menschenrechtsverletzungen von Regierungen in Iran, Saudiarabien, Pakistan, usw. kritisiert er nicht. Wem auch sollte er da die Schuld geben?
    Er wird hier ja auch nicht als der vollkommene Heilsbringer dargestellt. Er widmet sich einem Thema und bei diesem hat er nun mal Recht. Er kritisiert ja auch nicht Menschenrechtsverletzungen der israelischen Regierung wenn sie nicht gerade was mit dem Tod unschuldiger Zivilisten zu tun hat.

  6. #46
    Avatar von Rafi

    Registriert seit
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    Beiträge
    13.307
    Zitat Zitat von onrbey Beitrag anzeigen
    Er wird hier ja auch nicht als der vollkommene Heilsbringer dargestellt. Er widmet sich einem Thema und bei diesem hat er nun mal Recht. Er kritisiert ja auch nicht Menschenrechtsverletzungen der israelischen Regierung wenn sie nicht gerade was mit dem Tod unschuldiger Zivilisten zu tun hat.
    Wenn drei Jugendliche ermordet werden und aus Gaza Raketen abgeschossen werden, dann hat Israel einen Krieg angefangen. Geht's noch?
    Du scherzt! Der 50Tage Krieg wurde nicht von Israel angezettelt, die haben fast drei Wochen gewartet bis sie zurückgeschossen haben. Kein Wort dazu von Todenhöfer und seiner Reise nach Gaza, dafür gefakte Bilder, die er nach Kritik hat löschen lassen. In diesem Krieg gabs mitnichten nur unschuldige Zivilisten. Zu den andauernden Hamas-Attentaten mit reichlich Toten und Verletzten hat er nichts, aber auch gar nichts zu sagen. Israel hat trotzdem nicht mit Raketen nach Hamas Stile geantwortet. Aber das ist ja legitim und hat mit Menschenrechtsverletzungen nichts zu tun, genausowenig wie das hier. Dem liegt sowenig an Palästinas Einwohnern wie der Hamas selbst.



    Er teilt die Welt nach guddünken in gut und böse auf, das verkauft sich gut. Sein FB Aufrtitt ist eine einzige Werbeplattform. Jordanien hat nicht so lange gewartet, da gehts mit aller Härte gegen Terroristen!

  7. #47
    Avatar von SLO_CH86

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    28.07.2014
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    5.440
    Todenhöfer kann man nicht ernst nehmen.

  8. #48
    Avatar von Rafi

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    13.307

    Rache für ermordeten KampfpilotenJordanien fliegt Luftangriffe auf IS

    Wenn das "der Westen", "die USA" oder "Israel" machen würden, nachdem Bürger deren Länder von Islamisten getötet oder hingerichtet wurden, dann.... oh dann.

  9. #49
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
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    64.180
    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen

    Rache für ermordeten KampfpilotenJordanien fliegt Luftangriffe auf IS



    Wenn das "der Westen", "die USA" oder "Israel" machen würden, nachdem Bürger deren Länder von Islamisten getötet oder hingerichtet wurden, dann.... oh dann.
    Die können machen was sie wollen, ist immer falsch

  10. #50
    Avatar von Rafi

    Registriert seit
    03.12.2013
    Beiträge
    13.307
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Die können machen was sie wollen, ist immer falsch
    Und wenn sie nichts machen ist es auch falsch.

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