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Schottische Unabhängigkeit

Erstellt von Vukovarac, 20.01.2012, 11:10 Uhr · 343 Antworten · 14.071 Aufrufe

  1. #111

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Tja mein Freund, der Film ist das eine, und die Realität eine andere, leider. Die Schotten haben ihre Staatlichkeit und Souveränität vor ca. 300 Jahren verloren. Vorher hatten sie ihr eigenes Land, uns sogar koloniale "Projekte". Ich denke auch der Mythos vom "freiheitsliebenden" Schotten dürfte sich erledigt haben, auch wenn knapp die Hälfte dies befürwortet hätte.

    Die Mehrheit der heutigen Schotten, wenn man sich die Wahlergebnisse ansieht, sind nicht bereit für eine Unabhängigkeit und Eigenverantwortung. Die Völker im Osten Europas werden immer stets vom Westen "ausgelacht", aber fast alle kleine Völker im (Süd-)Osten Europas waren immer für ihre eigene Unabhängigkeit - sie waren mutiger, entschlossener, egal mit welchen Mitteln. Das Wahlergebnis in Schottland ist ein Zeichen der mentalen Abhängigkeit, da man jemanden braucht der über sie herrscht.
    Ja ich weiß! Deshlab wählte ich eher ein trauriges Bild von William Wallace

  2. #112
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Ich würde nicht sagen, dass sie jemanden brauchen, der über sie herrscht. Die Unionisten hatten einfach schlicht unionistische Gründe. Es ist ein unionistischer Patriotismus a la "Gemeinsam sind wir gross und stark".
    Einen grossen Anteil an diesem Ergebnis (war schon vor den Wahlen klar, schon vor paar Monaten) sind die schottischen Rentner. Die Jungen sind mehrheitlich für ein unabhängiges Schottland, während Schottlands Million Rentner (grosse Lobby) für einen Verbleib sind.

    Da gibt es kein "gemeinsam" und die Hierarchie in Grossbritannien ist klar geregelt. Die Schotten dürfen zwar ihre Hymne spielen, ihre Filme abspielen lassen, aber die Politik, die Wirtschaft und das grosse Business wird einzig und allein in Westminster entschieden. Die hatten einfach Angst und waren nicht entschlossen für einen solchen Schritt.

    Logisch wäre der Weg in der Periode der Transition alles andere als einfach, aber man muss eben über seinen Schatten springen. Andere Völker haben diese Möglichkeit nicht, ohne Blutvergiessen ihre Souveränität zu bekommen.

  3. #113

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    15.315
    Also die Schotten haben sehr viel Sympathie verloren. Freiwillig mit diesen bescheuerten Engländern in einer Union leben zu wollen, das geht mir nicht in mein Spatzenhirn.

    Schade.

  4. #114
    Mudi
    Somit bleibt die Begründung (dicke Eier) für das Tragen ihrer Röcke weiterhin nur ein Gerücht...

  5. #115
    Avatar von Ilios

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    817
    "Was bedeutet die Entscheidung? Ein Überblick:


    Für Schottland: Die schottische Regionalregierung wird mehr Autonomie erhalten. Die genauen Details sollen in den kommenden Monaten verhandelt und noch vor der Unterhauswahl im Mai 2015 beschlossen werden. Es geht vor allem um das Recht, einen größeren Teil der eigenen Steuereinnahmen zu behalten und selbst zu verteilen. Sollte das britische Finanzministerium diesem Machtverzicht tatsächlich zustimmen, könnten sich die Schotten künftig weitgehend selbst regieren.

    Für Großbritannien: Die neue Autonomie der Schotten wird die Föderalisierung des Königreichs vorantreiben - und den Verteilungskampf zwischen den Landesteilen verschärfen. Mit Entsetzen haben viele Engländer mit angesehen, wie Cameron den Schotten weitreichende Versprechen gemacht hat, damit sie bleiben. Nun stellen sie ebenfalls Forderungen - etwa ein eigenes Regionalparlament für England. Bislang haben nur Schottland, Wales und Nordirland Gremien dieser Art. Alle englischen Belange werden vom nationalen Parlament, dem Unterhaus in Westminster, entschieden. Das heißt, Abgeordnete aus Schottland dürfen über das englische Bildungssystem mitbestimmen, aber nicht umgekehrt. Die Debatte über die grundlegende Verfassung des Königreichs ist eröffnet.

    Für Alex Sa lmond: Obwohl seine Yes-Kampagne bei der Wahl unterlag, ist der Chef der schottischen Nationalisten der Sieger des Tages. Er hat die britische Regierung dazu gebracht, weitere Kompetenzen nach Edinburgh abzugeben. Sein politisches Talent wird zähneknirschend auch in London anerkannt. Der Chef der Regionalregierung kann sich nun als Versöhner der gespaltenen Bevölkerung präsentieren. Ab heute gebe es kein Ja- und kein Nein-Lager mehr, sagt er, man werde gemeinsam als Nation nach vorn schauen.

    Für David Cameron: Er geht nicht als Premierminister in die Geschichte ein, der den Zerfall des Vereinigten Königreichs zu verantworten hat. Diese Blamage ist Cameron erspart geblieben. Doch ist er der Verlierer des Tages. Er muss sich fragen lassen, wieso es überhaupt soweit kommen konnte. Auch werden die Tories gegen die Last-Minute-Versprechen an die Schotten rebellieren. Acht Monate vor der Unterhauswahl werden sie es jedoch nicht wagen, ihren Anführer auszuwechseln.

    Für die EU:
    Nach dieser nervenaufreibenden Erfahrung hat so mancher Brite erstmal genug von Referenda. Jeder, der nun auch noch ein Referendum über die britische EU-Mitgliedschaft abhalten wolle, habe sie nicht mehr alle, zitiert die "Financial Times" einen müden Vertreter der schottischen Nein-Kampagne. Cameron hat versprochen, die Briten 2017 über den EU-Austritt abstimmen zu lassen. Könnte er diesen Schwur nun noch einmal überdenken? Unwahrscheinlich. Das würde seine Partei ihm nicht durchgehen lassen. Wenn der Tory wiedergewählt wird, steht in wenigen Jahren das nächste Drama ins Haus."

    Schottland: Schotten stimmen in Referendum gegen Unabhängigkeit - SPIEGEL ONLINE

  6. #116
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Ilios Beitrag anzeigen

    Für David Cameron: Er geht nicht als Premierminister in die Geschichte ein, der den Zerfall des Vereinigten Königreichs zu verantworten hat. Diese Blamage ist Cameron erspart geblieben. Doch ist er der Verlierer des Tages. Er muss sich fragen lassen, wieso es überhaupt soweit kommen konnte. Auch werden die Tories gegen die Last-Minute-Versprechen an die Schotten rebellieren. Acht Monate vor der Unterhauswahl werden sie es jedoch nicht wagen, ihren Anführer auszuwechseln.
    Ich denke nicht das er als Verlierer dasteht. Die Idee dass das Westminster Parlament in ein eigenes, englisches Regionalparlament umgewandelt wird, wird er genau auf dieser politischen Plattform die nächsten Wahlen gewinnen. Das politische London ist und war ein Meister der Täuschung, und das mit Erfolg.

  7. #117
    Avatar von DZEKO

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Tja mein Freund, der Film ist das eine, und die Realität eine andere, leider. Die Schotten haben ihre Staatlichkeit und Souveränität vor ca. 300 Jahren verloren. Vorher hatten sie ihr eigenes Land, uns sogar koloniale "Projekte". Ich denke auch der Mythos vom "freiheitsliebenden" Schotten dürfte sich erledigt haben, auch wenn knapp die Hälfte dies befürwortet hätte.

    Die Mehrheit der heutigen Schotten, wenn man sich die Wahlergebnisse ansieht, sind nicht bereit für eine Unabhängigkeit und Eigenverantwortung. Die Völker im Osten Europas werden immer stets vom Westen "ausgelacht", aber fast alle kleine Völker im (Süd-)Osten Europas waren immer für ihre eigene Unabhängigkeit - sie waren mutiger, entschlossener, egal mit welchen Mitteln. Das Wahlergebnis in Schottland ist ein Zeichen der mentalen Abhängigkeit, da man jemanden braucht der über sie herrscht.
    Ahwas. Deswegen herrschten und herrschen nur Diktatoren dort.^^

  8. #118
    Jezersko
    Zitat Zitat von hrhrhrvat Beitrag anzeigen
    Also die Schotten haben sehr viel Sympathie verloren. Freiwillig mit diesen bescheuerten Engländern in einer Union leben zu wollen, das geht mir nicht in mein Spatzenhirn.

    Schade.
    Wie gut kennst Du die "bescheuerten" Engländer??? Auch so gut wie die US-Amerikaner?

  9. #119
    Avatar von kewell

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  10. #120
    Avatar von VardarSkopje

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    Allein schon wegen deren Akzent würde ich mich abspalten wollen.

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