BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 26

Serbien: Während der Bombardierung Landsleute sterben lassen. Ärzte nichts zu tun etc

Erstellt von Cobra, 28.03.2013, 00:37 Uhr · 25 Antworten · 1.431 Aufrufe

  1. #11

    Registriert seit
    04.08.2010
    Beiträge
    3.777
    Menschenverachtendes System! - Wir Serben können uns nur glücklich schätzen los von unserem Diktator zu sein.

  2. #12
    Esseker
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Das war ja das paradoxe. Man hat mit extrem vielen schwer verletzten gerechnet, gekommen sind allerdings keine. Währenddessen starben andere Menschen die man hätte retten können. wie geht man damit um?
    Der gute Mann praktiziert heute übrigens in D in einer Notaufnahme
    Würde ja verstehen, wenn man die Ärzte alle an dem Tag in den Dienst noch beruft und sich dann so aufteilt, aber nichts machen zu dürfen und zu warten... krank..

  3. #13

    Registriert seit
    22.11.2012
    Beiträge
    6.697
    Mal abgesehen von seinen Pflichten als Arzt, wie kann er das als Mensch mit seinem Gewissen vereinbaren nichts zu tun während Menschen am sterben sind, obwohl er alle Mittel hat etwas dagegen zu tun? Sollen halt alle Ärzte in Bereitschaft stehen, falls eine Welle an Schwerverletzten ankommt.

  4. #14
    Ado

    Registriert seit
    01.03.2009
    Beiträge
    8.973
    mhm sehr vornehme runde, welchen wein durften die herren denn munden lassen?

    B2T:

    Was wäre passiert, wenn man sich geweigert hätte?

  5. #15
    Avatar von Kampfposter

    Registriert seit
    20.11.2011
    Beiträge
    3.820
    Als ob das nur im Krieg so wär, zu YU Zeiten war es je nach Ort absolut normal Ärzte zu schmieren das man überhaupt noch kurz vor knapp auf den OP kommt.

  6. #16
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    64.188
    Zitat Zitat von Ado Beitrag anzeigen
    mhm sehr vornehme runde, welchen wein durften die herren denn munden lassen?

    B2T:

    Was wäre passiert, wenn man sich geweigert hätte?
    Weißwein....Literweise

    Was passiert wäre? Keine Ahnung....darauf wollte es wohl niemand ankommen lassen

  7. #17
    Avatar von Lido

    Registriert seit
    23.07.2008
    Beiträge
    3.058
    Ich glaube der Befehl war wegen der knappen Rationierung von nötigen Medikamenten und Anästhetika für operative Eingriffe. Ich war kurz nach den Bombardierungen in Serbien, und hab mich beim Spielen als Kind dermaßen verletzt, dass ich ins Krankenhaus musste, um die tiefe Fleischwunde zu nähen, und die hatten tatsächlich kein Anästhetikum zur Verfügung um mir die traumatischen Schmerzen beim Nähen zu ersparen, oder sparten diese für ernstere Verletzungen auf.
    Die Lage in den Krankenhäusern ist ohnehin spärlich in Serbien, aber zu der Zeit damals war das noch krasser.
    Also ich kann mir nur so das Handeln des Arztes erklären.

  8. #18
    Avatar von Baba Jula

    Registriert seit
    30.12.2009
    Beiträge
    5.127
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    War gerade beim Abendessen mit ein paar Ex- Yugos. Darunter einige die hier einige ex-YU Clubs besitzen. Ehemalige Offiziere und einige Ärzte die zu Zeiten der NATO Bombardierung in Beograd als Ärzte tätig waren.

    Nach literweise Wein kam irgendwann das Thema Krieg, mit logischerweise verschiedenen Meinungen, aber alles im Rahmen.
    Dann erzählte ein Mann um die 50 das er Chirurg in Beograd zu Zeiten der Bombardierung war. Er sprach davon das man sozusagen Dauerdienst hatte. Man wartete durchgehend auf Bombentreffer die viele schwerverletzte zur Folge hätten. Gleichzteitig hatte man Befehl von ganz oben, Krankeiten wie z.B. Krebs etc. wo operative Eingriffe nötig wären, nicht zu operieren. Er sprach auch davon das viele Menschen verstarben die nicht operiert wurden weil man das operieren verboten hat, da eben auf Schwerverletzte gewartet wurde.

    Paradoxer Weise, so sagte er, gab es extrem selten schwerverletzte, so das man tatenlos rumstand und wartete, während Patienten die OP´s brauchten, keine bekamen. Er sagte, entweder gab es nichts zu tun, oder die von den Angriffen betreffenden Personen wurden getötet da die Angriffe sehr Präzise waren.

    Ich konnte mir nicht vorstellen das man einfach Leute sterben lässt um andere zu retten, da aber die meisten unter Alkoholeinfluß waren, wollte ich seine aussage jetzt auch nicht negativ kommentieren.
    Wäre aber schon krass wenn dem tatsächlich so gewesen ist
    Werden jetzt Saufgeschichten zum Thema ))

    Kann diese Story nicht bestätigen. Ich kenne einige Leute die in Belgrader Krankenhäuser
    arbeiten. Die Luftangriffe auf Belgrad fanden in der Nacht statt und während des Luftalarms
    war man selbstverständlich für Notoperationen in Bereitschaft. Tagsüber wurde normal
    weitergeabeitet. Auf Grund der Lage gab es Einschränkungen in der medizinischen Versorgung, aber einen Befehl,
    der lebenserhaltende (Krebs-)Operationen untersagte gab es nicht.

    ...und die Solidarität unter den Menschen war damals sehr gross, so das ein solcher "Skandal"
    mit Sicherheit aufgefallen wäre.

    Pozdrav
    Baba

  9. #19

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    War gerade beim Abendessen mit ein paar Ex- Yugos. Darunter einige die hier einige ex-YU Clubs besitzen. Ehemalige Offiziere und einige Ärzte die zu Zeiten der NATO Bombardierung in Beograd als Ärzte tätig waren.

    Nach literweise Wein kam irgendwann das Thema Krieg, mit logischerweise verschiedenen Meinungen, aber alles im Rahmen.
    Dann erzählte ein Mann um die 50 das er Chirurg in Beograd zu Zeiten der Bombardierung war. Er sprach davon das man sozusagen Dauerdienst hatte. Man wartete durchgehend auf Bombentreffer die viele schwerverletzte zur Folge hätten. Gleichzteitig hatte man Befehl von ganz oben, Krankeiten wie z.B. Krebs etc. wo operative Eingriffe nötig wären, nicht zu operieren. Er sprach auch davon das viele Menschen verstarben die nicht operiert wurden weil man das operieren verboten hat, da eben auf Schwerverletzte gewartet wurde.

    Paradoxer Weise, so sagte er, gab es extrem selten schwerverletzte, so das man tatenlos rumstand und wartete, während Patienten die OP´s brauchten, keine bekamen. Er sagte, entweder gab es nichts zu tun, oder die von den Angriffen betreffenden Personen wurden getötet da die Angriffe sehr Präzise waren.

    Ich konnte mir nicht vorstellen das man einfach Leute sterben lässt um andere zu retten, da aber die meisten unter Alkoholeinfluß waren, wollte ich seine aussage jetzt auch nicht negativ kommentieren.
    Wäre aber schon krass wenn dem tatsächlich so gewesen ist
    das muss bestimmt ein Arzt sein verglichen mit dem Profil "Dragan Dadic"
    der Krieg hat fast 3 Monate gedauert, ist natürlich klar dass jemand im fortgeschrittenen Stadium auch innerhalb einiger Wochen sterben kann. Aber wenn jemand innerhalb eines Monats an unmittelbaren Folgen einer nicht erfolgter Operation stirbt, kann man davon ausgehen dass es ungewiss war ob es überhaupt eine OP-Indikation bei dem Patienten gestellt wurde/werden sollte? Sprich, auch in Österreich/Deutschland sterben Krebskranke und sicher nicht wegen Mangelnder Behandlung.

  10. #20
    Avatar von Vukovarac

    Registriert seit
    10.06.2011
    Beiträge
    11.949
    ...typisch....

Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 602
    Letzter Beitrag: 21.11.2013, 18:40
  2. Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 26.05.2012, 16:47
  3. 24. März, Serbien gedenkt den Opfern der NATO - Bombardierung
    Von Singidun im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 56
    Letzter Beitrag: 25.03.2011, 01:20
  4. Antworten: 34
    Letzter Beitrag: 06.04.2009, 06:40
  5. In Serbien hat sich nichts geändert
    Von Lucky Luke im Forum Kosovo
    Antworten: 103
    Letzter Beitrag: 02.03.2009, 00:45