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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 471.094 Aufrufe

  1. #1151
    Avatar von Arbeiter

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    Zitat Zitat von Shelby Beitrag anzeigen
    Ostukraine: Die Ukraine ist weniger russisch als gedacht | ZEIT ONLINE

    Jetzt dürften einige Stimme Russlands Leser enttäuscht sein. :
    Man lese sich einmal nur die Kommentare unter diesen lächerlichen Artikel durch...

  2. #1152
    Avatar von Damien

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    6.948
    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Putin startet Gaskrieg mit dem Westen – oder nicht?




    Mit reißerischen Überschriften begleiteten die Medien in Europa den Brief des russischen Präsidenten an 18 Regierungschefs europäischer Abnehmer russischen Gases.
    Putin hat die Reaktion der USA auf seinen Brief an europäische Staats- und Regierungschefs als “merkwürdig” bezeichnet. „Es ist unanständig, fremde Briefe zu lesen“, sagte Putin eher scherzhaft am Freitag in einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates.

    „Der Brief wurde nicht an Washington geschrieben, sondern an die Verbraucher von (russischem) Gas in Europa. Alle wissen bereits, dass unsere amerikanischen Freunde (Gespräche) abhören. Aber heimliches Belauern ist ganz unanständig“, so Putin weiter.
    Außenminister Sergej Lawrow teilte in der Sitzung mit, dass ein Sprecher des US-Außenministeriums nach der Brieflektüre gesagt hatte, Russland sollte das Gasgeschäft mit der Ukraine nicht politisieren und die Gaspreise nach marktwirtschaftlichem Prinzip festlegen. Dies sei eine Gas-Erpressung, hieß es in Washington.

    Washington forderte die europäischen Staaten auf umgehend weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen.
    Da nun viel über den Brief berichtet wurde teilweise nur Zitate aus dem Zusammenhang gerissen wurden, veröffentlicht russland.RU den kompletten Brief, obwohl man ja Briefe anderer Leute nicht lesen sollte.


    Brief des russischen Präsidenten an 18 Regierungschefs europäischer Länder

    Die Wirtschaft der Ukraine ist in den vergangenen Monaten zusammengebrochen. Ihre Industrie und die Baubranche sind ebenfalls abgestürzt. Das Haushaltsdefizit steigt. Die Situation ihrer Währung wird immer beklagenswerter. Die negative Währungsbilanz wird von einer Kapitalflucht aus dem Land begleitet. Der Niedergang der ukrainischen Wirtschaft führt zu Rückgang der Produktion und damit verbunden zu Arbeitslosigkeit.

    Russland und die EU-Länder sind die Haupthandelspartner der Ukraine. Von dieser Tatsache ausgehend kamen wir auf dem Russland-EU-Gipfel überein, unter Beteiligung der Ukraine Beratungen im Interesse der Ukraine und unserer Länder zum Thema ukrainische Wirtschaft abzuhalten. Jedoch sind alle Versuche Russlands, mit substantiellen Verhandlungen zu beginnen, erfolglos gescheitert.

    Statt der Beratungen hörten wir die Aufforderungen, den Preis für Erdgas, der angeblich politischer Natur sei, zu senken. Man bekommt den Eindruck, dass die europäischen Partner Russland für die Folgen der ukrainischen Wirtschaftskrise verantwortlich machen wollen.
    Schon ab dem ersten Tag der ukrainischen Unabhängigkeit hat Russland die Stabilität der ukrainischen Wirtschaft durch die Versorgung mit Erdgas zu ermäßigten Preisen unterstützt. Im Januar 2009 wurde mit der damaligen Premierministerin Julia Timoschenko ein Kauf/Verkaufsvertrag zur Versorgung mit Erdgas für die Periode 2009 bis 2019 unterzeichnet. Dieser Vertrag hat Fragen bezüglich der Übergabe und Zahlung geregelt und es hat auch Garantien für einen ungestörten Transit durch das Territorium der Ukraine gegeben. Russland hat den Vertrag gemäß Buchstaben und Geist des Dokumentes erfüllt. Nebenbei bemerkt war der damalige ukrainische Minister für Brennstoff und Energie Juri Prodan, der heute einen ähnlichen Posten in der Kiewer Regierung einnimmt.

    Die Gesamtmenge des in die Ukraine gelieferten Erdgases, wurde in diesem Vertrag für 2009-2014 (das erste Quartal) auf 147.2 Milliarden Kubikmeter festgesetzt. Hier würde ich gern betonen, dass der vertragliche Preis seit damals NICHT verändert wurde. Und die Ukraine hat bis August 2013 regelmäßig das Erdgas gemäß diesem Preis bezahlt.

    Die Tatsache jedoch, dass Russland nach Unterzeichnung dieses Vertrags der Ukraine eine ganze Reihe von beispiellosen Vorzügen und Preisnachlässen auf dem Preis von Erdgas gewährt hat, ist eine ganz andere Sache. Das gilt für den Preisnachlass der Charkower 2010-Abmachung, der als Vorauszahlung für zukünftige Mietenzahlungen für die Anwesenheit der [russischen] Schwarzmeerflotte nach 2017 gegeben wurde. Das bezieht sich auch auf die Preisnachlässe für von den chemischen Gesellschaften der Ukraine gekauftes Erdgas. Das betrifft auch den Preisnachlass gewährt im Dezember 2013 für die Dauer von drei Monaten wegen der kritischen Situation der ukrainischen Wirtschaft. Seit 2009 beläuft sich die Gesamtsumme dieser Preisnachlässe auf 17 Milliarden US-Dollar. Dazu sollten wir weitere 18.4 Milliarden US-Dollar hinzufügen, die von der ukrainischen Seite als Geldstrafe für die nicht eingehaltene vertragliche Mindestabnahmemenge zu bezahlen war.

    Auf diese Weise hat Russland während der letzten vier Jahre die Wirtschaft der Ukraine mit 35,4 Milliarden US-Dollar subventioniert. Außerdem hat Russland der Ukraine im Dezember 2013 ein Darlehen von 3 Milliarden US-Dollar gewährt. Diese sehr bedeutende Summe wurde zur Aufrechterhaltung der Stabilität und Kreditfähigkeit der ukrainischen Wirtschaft und zum Erhalt von Arbeitsplätzen geleistet. Kein anderes Land außer Russland hat solche Unterstützung zur Verfügung gestellt.

    Wie steht’s mit den europäischen Partnern? Anstatt der Ukraine echte Unterstützung anzubieten, gibt es Absichtserklärungen. Es gibt nur Versprechungen, denen keine Taten folgen. Die EU benutzt die Wirtschaft der Ukraine als Quelle von unverarbeiteten Lebensmitteln, Metall- und Mineralbodenschätzen, und zur gleichen Zeit als Markt, um seine hoch verarbeiteten Konfektionswaren (Maschinentechnik und Chemikalien) zu verkaufen, und schafft dadurch ein Defizit in der Leistungsbilanz der Ukraine, das sich auf mehr als 10 Milliarden US-Dollar beläuft. Das sind fast zwei Drittel des gesamten Defizits der Ukraine von 2013.

    Weitgehend ist die Krise der ukrainischen Wirtschaft durch den unausgeglichenen Handel mit den EU-Mitgliedstaaten beschleunigt worden und hat in der Folge einen starken negativen Einfluss auf die Möglichkeit der Ukraine, seine vertraglichen Verpflichtungen, von Russland geliefertes Gas zu bezahlen, zu erfüllen, gehabt. Gazprom will nichts als das, was im 2009-Vertrag festgesetzt ist, noch plant es, irgendwelche zusätzlichen Bedingungen zu stellen. Das betrifft auch den vertraglichen Preis für Erdgas, der in strenger Übereinstimmung mit der vereinbarten Formel berechnet wird. Jedoch kann Russland nicht und sollte es nicht die Last der Unterstützung der ukrainischen Wirtschaft allein tragen, indem es die Wirtschaft der Ukraine durch Preisnachlässe unterstützt, und damit in Wirklichkeit mit diesen Subventionen das Defizit der Ukraine in seinem Handel mit den EU-Mitgliedstaaten ausgleicht.

    Die Schulden von NAK Naftogaz für geliefertes Gas sind in diesem Jahr monatlich gewachsen. Im November-Dezember 2013 belief sich sich diese Schuld auf 1.451,5 Milliarden US-Dollar; im Februar 2014 vergrößerte sie sich durch weiter 260.3 Millionen und im März um weitere 526.1 Millionen US-Dollar. Hier würde ich gern Ihre Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, dass im März noch ein Rabatt wirksam war, d. h., 268.5 US-Dollar pro 1,000 Kubikmeter Gas. Und sogar zu diesem Preis hat die Ukraine keinen einzigen Dollar bezahlt.
    Unter diesen Bedingungen, in Übereinstimmung mit den Artikeln 5.15, 5.8 und 5.3 des Vertrags, ist Gazprom gezwungen, auf Vorauszahlung umzuschalten, und im Falle der weiteren Nichteinhaltung der Zahlungsbedingungen, teilweise oder völlig die Belieferung einzustellen. Mit anderen Worten, es wird nur das Erdgas in die Ukraine geliefert, das einen Monat vor der Lieferung bezahlt wurde.

    Zweifellos ist das die äußerste Maßnahme. Wir begreifen völlig, dass das die Gefahr vergrößert, dass Erdgas, das durch das Territorium der Ukraine geleitet und zu europäischen Verbrauchern geht abgezweigt wird. Wir begreifen auch, dass es für die Ukraine schwierig sein wird, sich mit genügend Gasreserven für die Herbst- und Winterperiode zu versorgen. Um gesicherten Transit zu gewährleisten, wird es in naher Zukunft notwendig sein, 11,5 Milliarden Kubikmeter Gas zu liefern, das in die unterirdischen Lager der Ukraine gepumpt wird, was ungefähr 5 Milliarden US-Dollar kosten wird.

    Die Tatsache jedoch, dass sich unsere europäischen Partner von den gemeinsamen Anstrengungen, die ukrainische Krise zu lösen, einseitig zurückgezogen haben, und sogar keine Beratungen mit der russischen Seite führen wollen, lässt Russland keine Alternative.
    Es kann nur einen Ausweg aus der entstandenen Situation geben. Wir glauben, dass es lebenswichtig ist, ohne Verzögerung Beratungen auf der Ebene der Ministern der Volkswirtschaft, Finanzen und Energie abzuhalten, um gemeinsame Handlungen auszuarbeiten, die die Wirtschaft der Ukraine stabilisieren und die Übergabe und den Transit von russischem Erdgas in Übereinstimmung mit den Richtlinien und im Vertrag abgesetzten Bedingungen zu sichern. Wir dürfen jetzt keine Zeit verlieren, konkrete Schritte zu koordinieren. Es ist zu diesem Ende, dass wir an unsere europäischen Partner appellieren. Wir appellieren an unsere europäischen Partner.

    Fraglos ist Russland bereit, an der Anstrengung teilzunehmen, die Wirtschaft der Ukraine zu stabilisieren und wieder herzustellen. Jedoch, nicht auf einseitige Weise, sondern zu gleichen Bedingungen wie unsere europäische Partner. Es ist auch notwendig, die Investitionen, Beiträge und Ausgaben in Betracht zu ziehen, die Russland allein über eine lange Zeit im Unterstützen der Ukraine geschultert hat. Wie wir es sehen, würde nur solch eine Annäherung fair und ausgewogen sein, und nur solch eine Annäherung kann zum Erfolg führen.

    Ende des Briefes

    Gazprom kann die Ukraine nicht sanieren

    Auf einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates in Moskau erklärte Putin noch einmal nachdrücklich, dass Russland die gegenüber europäischen Partnern übernommenen Verpflichtungen zur Gasversorgung garantiert. „Moskau hat nicht die Absicht, den Gashahn für die Ukraine zuzudrehen, sieht sich aber gezwungen, von Kiew Vorauskasse zu verlangen“.

    „Den seit 2009 gültigen Gasversorgungsvertrag mit der Ukraine hat niemand außer Kraft gesetzt. Laut Vertrag ist Gazprom berechtigt, von der Ukraine eine Anzahlung für künftige Gaslieferungen zu fordern. Und die russische Regierung hat das bereits empfohlen“, fuhr der Präsident fort. Das bedeute, dass die Ukraine im nächsten Monat Gas nur in der Menge erhalte, in der die ukrainische Seite dafür im Voraus für den nächsten Monat zahlen werde.

    „Dieses Recht resultiert aus dem Gasvertrag. Ich bitte die Regierung und Gazprom, unsere Partner in Europa von diesen Vertragsbestimmungen in Kenntnis zu setzen.“

    Ferner gab Putin zu bedenken, dass Gazprom eine Aktiengesellschaft ist, an der knapp die Hälfte der Anteile von Privatunternehmen oder Privatpersonen gehalten werde, darunter auch von ausländischen. „Selbst ein solches Unternehmen wie Gazprom ist nicht in der Lage, die gesamte Last der Subventionierung der ukrainischen Wirtschaft zu tragen… Das ist unmöglich. Darüber sollten sich alle klar werden… Das Problem liegt nicht an uns. Das Problem ist die Gewährleistung des (Gas-)Transits durch die Ukraine“, sagte der russische Präsident.

    Putin startet Gaskrieg mit dem Westen ? oder nicht? | russland.RU
    ...

  3. #1153
    Avatar von Toruko-jin

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    Du hast in deinem Leben noch kein eigenes Geld verdienent, oder? Merkt man. Abgesehen davon dass es nur ein Beispiel war. Und einem Land wie Frankreich mit immer höheren Arbeitslosenzahlen und immer weniger "Ausweichmöglichkeiten" durchaus trifft.
    Habe ich wohl und tue ich immernoch

    Mein Gott, dann fallen eben paar Tausend Arbeitsplätze weg. Volkswirtschaftlich ist es nicht mal erwähnenswert. Macht also kein Drama draus. Soll man jetzt tatenlos zuschauen wie die russischen Soldaten in Polen einmarschieren, nur weil ein paar Tausend Arbeitsplätze wegfallen?

    Abgesehen davon, sind die strukturellen Voraussetzungen zwischen Iran und Russland auch etwas anders.
    Ich sehe durchaus Parallelen. Sowie der Iran ist Russland auch auf Investitionen angewiesen, ein Großteil des BIPs setzt sich aus Ressourcenexport zusammen. Es sind also die selben Schwächen, etwas unterschiedlicher Graduierungen.

    Dass weitere Sanktionen Russland hart treffen werden steht außer Frage. Und das wollen die Amis (wie auch viele Hater hier) in jedem Fall, denn sie sind die einzigen, die dabei nicht verlieren werden.
    Ich sehe das ein wenig anders. Eines muss euch klar sein. Aktionen rufen immer Gegenreaktionen auf, die USA können Europa nicht nicht sagen, was Europa zu tun und zu lassen hat. Europa reagiert geschlossen im eigenen Ermessen. Diese Leute sind ja nicht blöd, um nicht zu wissen, welche Ziele der Kreml weiterverfolgt.

    Wenn also Verlustangst in Russland vorherrschend ist, was ich durchaus nachvollziehen kann, dann muss Russland die Souveränität der Ukraine anerkennen. Natürlich hat Russland das Recht, nein, vielmehr die Pflicht, seine Minderheiten zu schützen, keine Frage aber das beinhaltet nicht die gewaltsame Annektion eines souveränen Staates. Wenn die Ukraine sich der EU nähern will, ist das ihr gutes Recht.

    Am Russlandexport hängen auch in Deutschland nicht "nur" hunderte Arbeitsplätze, sondern tausende.
    Oh, noch ein Weltuntergangsszenario

    Und btw. es gibt langfristige Lieferverträge. Die sind auch von den deutschen und sonstigen "Partnern" einzuhalten. Ansonsten dürften sich v.a. die Anwälte freuen.
    Mehr als verklagen können sie ja nicht. Wenn nicht bezahl wird, wird halt nicht bezahlt. "Pacta sunt servanda" wird in Ausnahmesituationen außer Kraft gesetzt :P

  4. #1154
    Avatar von Arbeiter

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    Guter Artikel, welches zeigt das die Angliederung der Krim an Russland nicht Völkerrechtswidrig war: Die Krim und das Völkerrecht: Kühle Ironie der Geschichte - Debatten - FAZ

  5. #1155
    Avatar von kewell

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    Die neue Seidenstraße



    Im Konflikt um die Krim drohen die USA und die EU mit wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen gegen Russland. Der russische Präsident Wladimir W. Putin reagiert unbeeindruckt. Was der Westen vergisst: Russland hat das geostrategische Potenzial, um dieses alte Spiel um Macht entscheidend beeinflussen zu könnenVon Mustafa Esmer | 12.04.2014



    Share the post "Die neue Seidenstraße"

    (dtz) Der Schweizer Ökonom, Peter König hat über 20 Jahre für die Weltbank in Südamerika, im Nahen Osten und in Afrika im Wassersektor gearbeitet. Der Wirtschaftsexperte veröffentlichte, vor wenigen Tagen, eine lesenswerte Analyse zu Russlands aktueller Außenpolitik, auf der kritischen Nachrichtenseite Information Clearing House.
    Europa braucht Russland

    Einer der Berater von Präsident Putin, Sergey Glazyev, hatte der Nachrichtenagentur Ria Novosti mitgeteilt, Russland wird den US-Dollar als Reservewährung aufgeben, wenn die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen die Russische Föderation verhängen.

    Als Energieproduzent exportiere Russland jährlich Öl und Gas im Wert von circa einer Trillion Dollar. Deutschland beispielweise importiere 40% des Erdgases aus Russland. Die existierenden Alternativen aus Turkmenistan und Aserbaidschan, als Erdgasanbieter, nutze Deutschland nicht und sei im starken Maße abhängig von den Lieferungen aus Russland.

    König verweist darauf, dass im Falle einer Unterstützung Putins durch Brasilien, Iran und China, die Ölpreisbindung aus dem Gleichgewicht geraten und der us-amerikanischen Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen werde, besonders auf dem eurasischen Markt.

    Projekt „Neue Seidenstraße“

    Er betont die Bestrebungen Chinas, die alte Seidenstraße wiederbeleben zu wollen. Bei seinem Besuch in Berlin habe der amtierende Staatspräsident der Volksrepublik China, Xi Jinping, betont, dass China, über Zentralasien und Russland mit Deutschland verbunden sein will. Die neue Seidenstraße wolle China als alternative Route nutzen, um den europäischen Markt besser bedienen zu können.

    Sollte Russland auf den Dollar als Zahlungsmittel verzichten, könne das zu einer Neuregulierung und damit zu einer neuen Ära für die Wirtschaftsbeziehungen, in weiten Teilen der Welt, führen.


    Putin gratulierte Erdoğan als Erster


    Putin hat die Zeichen der Zeit erkannt und kennt die Gefahren für die russische Wirtschaft, wenn die USA und die EU ihre Drohungen wahr machen. Um negativen Auswirkungen entgegenzuwirken wird Russland zeitnah neue regionale Bündnispartner suchen. Putin war der erste ausländische Staatsmann, der dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, zum klaren Sieg bei den Kommunalwahlen am 30.03.2014 gratuliert hat.


    Die geostrategische Rolle des NATO-Mitglieds Türkei durch ihr Einflusspotenzial auf die Nachbarregionen macht die Türkei, mit einem starken Premier Erdoğan, zum derzeit wichtigsten Partner für Putin.
    Die neue Seidenstraße | DEUTSCH TÜRKISCHE ZEITUNG


  6. #1156
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von kewell Beitrag anzeigen
    Die neue Seidenstraße



    Im Konflikt um die Krim drohen die USA und die EU mit wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen gegen Russland. Der russische Präsident Wladimir W. Putin reagiert unbeeindruckt. Was der Westen vergisst: Russland hat das geostrategische Potenzial, um dieses alte Spiel um Macht entscheidend beeinflussen zu könnenVon Mustafa Esmer | 12.04.2014



    Share the post "Die neue Seidenstraße"

    (dtz) Der Schweizer Ökonom, Peter König hat über 20 Jahre für die Weltbank in Südamerika, im Nahen Osten und in Afrika im Wassersektor gearbeitet. Der Wirtschaftsexperte veröffentlichte, vor wenigen Tagen, eine lesenswerte Analyse zu Russlands aktueller Außenpolitik, auf der kritischen Nachrichtenseite Information Clearing House.
    Europa braucht Russland

    Einer der Berater von Präsident Putin, Sergey Glazyev, hatte der Nachrichtenagentur Ria Novosti mitgeteilt, Russland wird den US-Dollar als Reservewährung aufgeben, wenn die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen die Russische Föderation verhängen.

    Als Energieproduzent exportiere Russland jährlich Öl und Gas im Wert von circa einer Trillion Dollar. Deutschland beispielweise importiere 40% des Erdgases aus Russland. Die existierenden Alternativen aus Turkmenistan und Aserbaidschan, als Erdgasanbieter, nutze Deutschland nicht und sei im starken Maße abhängig von den Lieferungen aus Russland.

    König verweist darauf, dass im Falle einer Unterstützung Putins durch Brasilien, Iran und China, die Ölpreisbindung aus dem Gleichgewicht geraten und der us-amerikanischen Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen werde, besonders auf dem eurasischen Markt.

    Projekt „Neue Seidenstraße“

    Er betont die Bestrebungen Chinas, die alte Seidenstraße wiederbeleben zu wollen. Bei seinem Besuch in Berlin habe der amtierende Staatspräsident der Volksrepublik China, Xi Jinping, betont, dass China, über Zentralasien und Russland mit Deutschland verbunden sein will. Die neue Seidenstraße wolle China als alternative Route nutzen, um den europäischen Markt besser bedienen zu können.

    Sollte Russland auf den Dollar als Zahlungsmittel verzichten, könne das zu einer Neuregulierung und damit zu einer neuen Ära für die Wirtschaftsbeziehungen, in weiten Teilen der Welt, führen.


    Putin gratulierte Erdoğan als Erster


    Putin hat die Zeichen der Zeit erkannt und kennt die Gefahren für die russische Wirtschaft, wenn die USA und die EU ihre Drohungen wahr machen. Um negativen Auswirkungen entgegenzuwirken wird Russland zeitnah neue regionale Bündnispartner suchen. Putin war der erste ausländische Staatsmann, der dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, zum klaren Sieg bei den Kommunalwahlen am 30.03.2014 gratuliert hat.


    Die geostrategische Rolle des NATO-Mitglieds Türkei durch ihr Einflusspotenzial auf die Nachbarregionen macht die Türkei, mit einem starken Premier Erdoğan, zum derzeit wichtigsten Partner für Putin.
    Die neue Seidenstraße | DEUTSCH TÜRKISCHE ZEITUNG

    körler ve sağırlar birbirlerini ağırlar.

  7. #1157

  8. #1158
    Avatar von Toruko-jin

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    Rusya'dan vatandaþlarýna: Almanya ve Türkiye'ye gitmeyin - Hürriyet Avrupa

    Dıe Empfehlung des russischen Außenministeriums für russische Bürger: "meidet unter anderem die Türkei und Deutschland."

    Ich habe mir danach noch einmal die momentanen Touristenzahlen angeschaut, die bis jetzt in der Türkei angekommen sind. Kurzgefasst, es wird ein Besucherrekord aus Russland erwartet und nicht nur aus Russland.

    In Antalya gehen sie mir ohnehin auf den Peiler, ich fände es nicht verkehrt, wenn sie ein anderes Land mit ihrer Präsenz beehren, zumindest die, die an den Stränden Unruhe stiften.

  9. #1159
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Habe ich wohl und tue ich immernoch

    Mein Gott, dann fallen eben paar Tausend Arbeitsplätze weg. Volkswirtschaftlich ist es nicht mal erwähnenswert. Macht also kein Drama draus. Soll man jetzt tatenlos zuschauen wie die russischen Soldaten in Polen einmarschieren, nur weil ein paar Tausend Arbeitsplätze wegfallen?



    Ich sehe durchaus Parallelen. Sowie der Iran ist Russland auch auf Investitionen angewiesen, ein Großteil des BIPs setzt sich aus Ressourcenexport zusammen. Es sind also die selben Schwächen, etwas unterschiedlicher Graduierungen.



    Ich sehe das ein wenig anders. Eines muss euch klar sein. Aktionen rufen immer Gegenreaktionen auf, die USA können Europa nicht nicht sagen, was Europa zu tun und zu lassen hat. Europa reagiert geschlossen im eigenen Ermessen. Diese Leute sind ja nicht blöd, um nicht zu wissen, welche Ziele der Kreml weiterverfolgt.

    Wenn also Verlustangst in Russland vorherrschend ist, was ich durchaus nachvollziehen kann, dann muss Russland die Souveränität der Ukraine anerkennen. Natürlich hat Russland das Recht, nein, vielmehr die Pflicht, seine Minderheiten zu schützen, keine Frage aber das beinhaltet nicht die gewaltsame Annektion eines souveränen Staates. Wenn die Ukraine sich der EU nähern will, ist das ihr gutes Recht.



    Oh, noch ein Weltuntergangsszenario



    Mehr als verklagen können sie ja nicht. Wenn nicht bezahl wird, wird halt nicht bezahlt. "Pacta sunt servanda" wird in Ausnahmesituationen außer Kraft gesetzt :P
    Nach Berlin, mein "Teuerster", nach Berlin, wollen ja nicht gleich untertreiben.

    Was Verlustangst betrifft, ach weißt, irgendwie noch alles im Grünen Bereich.

    Und bezahlen werden sie müssen. Und o wow, jetzt ist er noch Jurist. Was für ein Alleskönner und -wisser

    P.S. Ich könnte aus seriösen Print/Onlinemedien mal ein paar Daten aus den letzten Wochen bringen. Positive wie negative. Aber, dummerweise kannst du großer Russlandexperte ja kein Russisch. Schade...

  10. #1160
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Rusya'dan vatandaþlarýna: Almanya ve Türkiye'ye gitmeyin - Hürriyet Avrupa

    Dıe Empfehlung des russischen Außenministeriums für russische Bürger: "meidet unter anderem die Türkei und Deutschland."

    Ich habe mir danach noch einmal die momentanen Touristenzahlen angeschaut, die bis jetzt in der Türkei angekommen sind. Kurzgefasst, es wird ein Besucherrekord aus Russland erwartet und nicht nur aus Russland.

    In Antalya gehen sie mir ohnehin auf den Peiler, ich fände es nicht verkehrt, wenn sie ein anderes Land mit ihrer Präsenz beehren, zumindest die, die an den Stränden Unruhe stiften.
    Und mir diese schmierigen mittelalterlichen "Geschäftsleute" aus der Türkei, die man in russischen und ukrainischen Städten gehäuft antreffen kann und die der Meinung sind, jedes Mädel schmierig eindeutig zweideutig anquatschen zu dürfen.

    Sollen unsere ruhig lieber nach Griechenland etc.

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