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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 472.122 Aufrufe

  1. #221
    Avatar von Sazan

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    die wirtschaftskrise treibt die menschen auf die straße.



  2. #222

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    Hier im Westen wird einiges nicht korrekt berichtet bzw. in den russischen und auch ukrainischen Medien gibt es anderes zu sehen:

    Die Rada (das Parlament) steht faktisch weiter unter den Kontrolle der Aufständischen (mehrheitlich verblieben sind wohl die Rechten) und die Mehrheit der Abgenordeten aus dem Osten und Süden sind gar nicht anwesend. Diejenigen welche Anwesend sind dürften wohl vermutlich nicht so ganz "frei" abstimmen wenn man beachtet, dass dort paramilitärische Gruppen das sagen haben.

    Die Polizei hält sich eigentlich mittlerweile raus aus dem Konflikt. Nach Kiew sind aber lokale Polizisten aus Lemberk und Termopil angereist um sich dort zu "solidarisieren" was aber kein Wunder ist, wenn man weißt wer dort auf kommunaler Ebene das sagen hat.

    Faktisch ist dort ein Putsch also im Ablauf.

    Dafür tagt wohl aktuell im Harkow quasi der "Gegenrat" bestehend aus den lokalen Vertreter der "russisch sprachigen" Gemeinden um abzuklären wie man sich nun verhält. Anwesend soll wohl Alexei Puschkow sein was nichts gutes heißt weil dies so quasi der Redelsführer der russischen Falken in der Duma ist. Janukowitsch soll man angeblich abgesägt haben.

    Auf der Krim überlegt man sich wohl sich "freiwillig" unter den Schutz Russland zu stellen.

    Ok...also Janukowitsch tritt nicht zurück und dürfte somit der Unterstützung Russlands quasi eine Gegenregierung in Harkow betreiben welche dann faktisch über Ost- und Südukraine herrschen wird. Also defacto Teilung.

    "Lustig" finde ich ja vor allem, was so für Meldungen ohne kritische Beleuchtung rausgehauen werden. "Polizei steht jetzt an Seite der Opposition" ist zu lesen und daß das Innenministerium Entsprechendes verkündet hätte. Nun ja, ist auch kein Wunder, wenn die "Opposition" das Regierungsviertel besetzt und vom Parlament einen der ihren als Innenminister einsetzen läßt. Typisches Vorgehen, um einem Putsch einen pseudolegalen Anstrich zu verpassen. So würde zumindst in anderen Fällen darüber berichtet werden. Nunja, angeblich soll es ja in 3 Monaten Wahlen geben, mal sehen, wie das so läuft.

    - - - Aktualisiert - - -

    Oberrabbiner: Juden sollen Kiew verlassenUkraines Oberrabbiner Moshe Reuven Azman hat inzwischen alle Juden aufgefordert, Kiew und wenn möglich auch das Land zu verlassen, berichtet die israelische Tageszeitung Haaretz. "Ich will das Schicksal nicht herausfordern. Es gibt zahlreiche Warnungen und Hinweise darauf, dass jüdische Institutionen attackiert werden sollen."
    Parlament setzt Janukowitsch ab - Ukraine - derStandard.at


    Fängt ja schonmal gut an....



    Die Wirtschaftliche Filetierung wird bereits geplant. IWF und EU Bankster warten schon auf den Hilfebefehl. Da wird dann Hand in Hand mit den Oligarchen ausgeplündert. Griechenland, Ungarn, Bulgarien und Rumänien lassen grüßen.


    Wirtschaft in der Ukraine: Staatsbankrott droht - SPIEGEL ONLINE

  3. #223
    Avatar von Damien

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    Präsident Janukowitsch lehnt Rücktritt ab: „Banditen terrorisieren Ukraine“



    Nach massiven Zugeständnissen an die Opposition lehnt der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch den Rücktritt ab. In einem am Samstag ausgestrahlten Fernseh-Interview sagte der Staatschef, er werde sein Volk „vor Banditen“ verteidigen.

    „Mit den Banditen, die heute das ganze Land und das ukrainische Volk terrorisieren, werde ich nichts unterschrieben“, sagte Janukowitsch, der sich nach Angaben seiner Beraterin in Charkow im Osten des Landes befindet. Er werde alles tun, um ein neues Blutvergießen zu verhindern und Menschen zu verteidigen, „die jetzt von Banditen verfolgt werden.“

    Der Präsident appellierte an die internationalen Vermittler, den Radikalen in der Ukraine Einhalt zu gebieten. Landesweit wurden ihm zufolge mehr als 200 Büros der regierenden Partei der Regionen verbrannt. „Das ist keine Opposition, sondern Banditen“, so der Staatschef. Laut ihm ist die Ukraine von Neonazismus bedroht: Die jüngsten Ereignisse würden an die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in den 1930er-Jahren in Deutschland erinnern.

    Nach tagelangen Straßenschlachten mit Dutzenden Toten in Kiew hatten sich Präsident Janukowitsch und Oppositionsführer am Freitag auf Schritte zur Krisenlösung geeinigt. Die Vereinbarung sieht unter anderem eine Verfassungsreform aber auch vorgezogene Präsidentschaftswahlen vor. Im Gegenzug sollen Demonstranten ihre Waffen abgeben und die von ihnen besetzten Gebäude räumen. Das Parlament beschloss überdies eine Amnestie für Demonstranten, die sich an den Ausschreitungen beteiligt hatten.

    Präsident Janukowitsch lehnt Rücktritt ab:

    - - - Aktualisiert - - -

    Ukraine: Julia Timoschenko offenbar aus Haft entlassen



    Die inhaftierte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist nach Angaben ihrer Partei Batkiwschtschyna aus dem Gefängnis entlassen worden.

    „Julia Timoschenko ist bereits auf freiem Fuß“, sagte der Batkiwschtschyna-Abgeordnete Sergej Sobolew am Samstag zu RIA Novosti. Die Details seien ihm nicht bekannt.
    Am Samstag hatte das ukrainische Parlament (Rada) eine Verordnung verabschiedet, die nach Angaben der Abgeordneten eine Freilassung der 53-Jährigen Ex-Regierungschefin ohne Zustimmung von Präsident Viktor Janukowitsch ermöglicht.

    Timoschenko war Ende 2011 zu sieben Jahren Haft wegen Amtsmissbrauchs bei der Unterzeichnung von Gasverträgen mit Russland verurteilt worden. Seit Mai 2012 wurde sie wegen ihres Bandscheibenleidens in einer Klinik in Charkow behandelt.

    http://de.ria.ru/politics/20140222/267891101.html

  4. #224
    Avatar von DZEKO

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    Tja Januz, bist halt kein Baba.

  5. #225
    Avatar von Yu-Rebell

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    Hey, hey, sag bitte nicht so etwas, hier herrscht absolute Demokratie und dementsprechend auch die unbegrenzte Pressefreiheit. Also pppsssttt!

    Danke für den Beitrag, Damien!

  6. #226
    Avatar von Damien

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    Lawrow telefoniert mit europäischen Vermittlern: Opposition in Ukraine hält Abmachungen nicht ein



    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Deutschland, Polen und Frankreich aufgefordert, ihren Einfluss auf die ukrainische Opposition auszuüben, damit den Radikalen in der Ukraine Einhalt geboten wird, teilt das russische Außenamt mit.

    „Der russische Minister hat Deutschland, Polen und Frankreich als die Länder, die das Abkommen vom 21. Februar aktiv durchgesetzt hatten, nachdrücklich aufgefordert, von ihrem Einfluss auf die Opposition Gebrauch zu machen, um das Abkommen unverzüglich auszuführen und den Randalierern Einhalt zu gebieten. Man muss damit aufhören, die internationale Völkergemeinschaft irrezuführen und so zu tun, als ob der heutige Maidan Interessen des ukrainischen Volkes vertrete“, heißt es in der Mitteilung des Außenministeriums zu den Ergebnissen von Telefongesprächen des russischen Ministers mit den Amtskollegen in Europa.

    Die Minister Frankreichs, Deutschlands und Polens haben zugegeben, dass die ukrainische Opposition einen Teil ihrer Verpflichtungen nicht eingehalten hatte, und versprochen, Maßnahmen zur Umsetzung der Vereinbarungen zu ergreifen, teilt das russische Außenministerium mit. „Frank-Walter Steinmeier, Radoslaw Sikorski und Laurent Fabius teilten die Besorgnis der russischen Seite, gaben zu, dass die Opposition ihren Teil der Verpflichtungen nicht eingehalten hat, und versprochen, dringend weitere Schritte zur Realisierung der erzielten Abmachungen zu unternehmen.

    Lawrow telefoniert mit europäischen Vermittlern: Opposition in Ukraine hält Abmachungen nicht ein | Politik | RIA Novosti

    - - - Aktualisiert - - -

    Die EU plant schon mit der neue Regierung
    Nach dem sie mit geholfen haben die alte zu stürzen.

    Berlin und London sichern neuer Regierung in Kiew Unterstützung zu



    Großbritannien und Deutschland wollen die neue Regierung in der Ukraine unter anderem auch finanziell unterstützen, teilte der britische Außenminister William Hague am Samstag mit.
    „William Hague hat am Samstag mit dem deutschen Außenminister Steinmeier vereinbart, die neue Regierung der Ukraine zu unterstützen und hinsichtlich des notwendigen Finanzpakets des Internationalen Währungsfonds Hilfe zu erweisen“, twitterte der britische Außenamtschef.

    Am Freitag hatten Janukowitsch und die Oppositionsführer ein Abkommen über die Regelung der Krise im Lande signiert. Das Dokument sieht vor, die Verfassung von 2004 wiederherzustellen, eine Regierung der Volkseinheit zu bilden und vorgezogene Präsidentenwahlen bis zum Jahrsende abzuhalten. Der Beschluss über die Unterzeichnung des Abkommens wurde bei Verhandlungen erzielt, an denen der Präsident, die Oppositionsführer sowie Vertreter der EU und Russlands teilnahmen.

    Das ukrainische Parlament nahm am Samstag einen Beschluss an, wonach die vorgezogenen Präsidentenwahlen am 25. Mai 2014 stattfinden sollen. In dem Beschuss, den der Parlamentschef Alexander Turtschinow verlas, wird betont, dass das Parlament vorgezogene Präsidentenwahlen anberaumen muss, weil sich Viktor Janukowitsch seiner Pflichten als Präsident entledigt hatte.

    http://de.ria.ru/politics/20140222/267892196.html

  7. #227

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    Und die EU Medien klopfen sich auf die Schulter wie toll man eine friedliche Lösung gefunden hat.

    Jeden der die Lage in der Ukraine beobachtet war klar, dass die Swoboda Schlägetruppe jetzt ihre große Chance im "ewigen ukrainischen Kampf gegen die jüdisch-russischen Besatzer der Ukraine" sehen und nicht so schnell mehr zu beruhigen sind. Die Geister die ich rief und so weiter. Anscheinend hat selbst die Partei Führung nicht mehr die "Kameradschaften" in Griff....dafür treten ja die "harmlosen demokratischen" Protestler richtig paramilitärisch auf.

    Interessant wird es jetzt was im Osten und Süden des Landes passiert. Einigen in der EU ist wohl nicht klar, dass man dort mit dem Feuer spielt. Sollte es Gewalttätigkeiten gegen die russisch sprachigen Ukrainer geben oder die Russen dort könnte der ganze Konflikt eine Eigendynamik entwickeln die Russland massiv in einen Bürgerkrieg reinziehen könnte und dann wird es absolut übel werden.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass z. B. die russischen Kosaken Verbände (die ja immer mehr Einfluss haben in der russischen Gesellschaft) "friedlich" einen solchen Treiben zusehen werden ausgerechnet wenn es um die Ukraine geht mit welcher ganz viel Geschichte der Kosaken verbunden wie auch die russischen Nationalisten und die russische orthodoxe Kirche. Es könnte sein, dass selbst in Russland die Lage absolut umhandelbar wird für Putin als Folge. Einige im Westen sollten nicht vergessen, dass auch die Proteste gegen Putin aus der rechtsextremen Ecke kamen zu großen Teilen. Natürlich kann sich die ganze Situation auch entspannen falls es wie immer bisher zu einen Ausgleich zwischen dem Osten und Westen der Ukraine kommt...aber diesmal gibt es viel Dynamik.

    Daneben haben nun die EU Medien festgestellt, dass die Ukraine defacto pleite ist. Also müssen ja nun "Rettungspakete" der EU geschnürt werden und ich bin mal gespannt wie man dies in der EU verkaufen möchte. Bisher hat Russland im Prinzip die Ukraine am leben erhalten. Sollte nun die schwere Industrie in der Ukraine untegehen aufgrund dessen, dass man nicht mehr "einfach" Handel mit Russland betreiben kann, keine Kredite mehr aus Russland kommen usw.

  8. #228
    Avatar von Vatrena

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    Wie wird Putin jetzt reagieren? Die Situation ist jetzt, wie ich finde, viel explosiver als zuvor....
    wie realistisch ist ein bürgerkrieg wirklich?

  9. #229
    Avatar von kewell

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    und nach dem Willen der Demonstranten kontrollieren bald Draghi und Goldman Sachs das Land

  10. #230
    Avatar von Damien

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    Zitat Zitat von kewell Beitrag anzeigen
    und nach dem Willen der Demonstranten kontrollieren bald Draghi und Goldman Sachs das Land
    Und Mc Donald's und Burgerking schaffen Arbeitspätze!

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