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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 472.496 Aufrufe

  1. #3341
    Avatar von Vasile

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    Alle Medien, egal ob aus Russland oder dem Westen berichten darüber dass die Ukraine die Krim von Russland bekommen hat. Keiner sagt aber dass auch Russland 30 Jahre vorher etwas von der Ukraine bekommen hat, nämlich Shakhty und Taganrog (siehe Karte).

  2. #3342
    Avatar von Arbeiter

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    Zitat Zitat von Vasile Beitrag anzeigen
    Alle Medien, egal ob aus Russland oder dem Westen berichten darüber dass die Ukraine die Krim von Russland bekommen hat. Keiner sagt aber dass auch Russland 30 Jahre vorher etwas von der Ukraine bekommen hat, nämlich Shakhty und Taganrog (siehe Karte).
    Und jetzt?

  3. #3343
    Jezersko
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    2.1.1 Nationalismus


    Der Nationalismus findet seinen Ausdruck im Nationalstaat, der auf der Einheit von Volk, Territorium und Staat beruht. Das Volk ist dabei eine Menge von Menschen, die Sprache und Kultur, Kunst und Literatur gemeinsam haben. Die Wurzel des Wortes Nation liegt im lateinischen Wort nasci, geboren werden und der Perfekt-Form davon natus/a/um esse, geboren sein. Der Nationalstaat soll also die Erweiterung einer Gemeinschaft der von einer Mutter geborenen Kinder sein. Das Geborensein von einer Mutter ist zweifellos ein natürliches Band zwischen Menschen (sofern die Kategorie des Natürlichen überhaupt sinnvoll auf zwischenmenschliche Beziehungen angewendet werden kann) und so soll auch der Nationalstaat eine gleichsam "natürliche" Verfassung darstellen.1 Unglücklicherweise ist aber die Einheit von Volk (also Sprache), Territorium und Staat2 immer eine Illusion gewesen, und das sogar im Falle Frankreichs, das Arendt die Nation par excellence nennt. In jedem Staat werden unterschiedliche Dialekte oder sogar ganz verschiedene Sprachen gesprochen, jeder Staat birgt in sich Minderheiten fremder Nationen und jede Nation hat eigene Minderheiten in fremden Staaten. Arendt zeigt, daß diese Widersprüche in der Praxis nicht zu lösen sind und erklärt deshalb die nationalstaatliche Verfassung für gescheitert. Die einzig denkbare Lösung des Minderheitenproblems besteht in Assimilation oder physischer Vernichtung. Und obwohl die Vernunft in dieser Lage gebietet, Abstriche am Konzept des Nationalstaates zu machen, ist es leider eine historische Tatsache, daß der andere Weg, der der Vernichtung, erprobt worden ist.

    Und das ist was gerade passiert! Die Faschisten wollen die Ost- und Süd-Ukrainer (alle russisch sprechenden) vernichten!
    - - Aktualisiert - - -

    Sogar die Gasprinzessin rief wiederholt dazu auf, Ost-Ukrainer zu töten, zu vernichten!
    Hast mal wieder was zum Kopieren gefunden... Aber gibs zu: Das verstehst du doch alles selbst nicht. http://sammelpunkt.philo.at:8080/249...ication_detail

    Zur Autorin deines auszugsweise zitierten Textes: Hannah Arendt, wurde 1906 (!) in Königsberg (Preußen) geboren und starb vor 39 Jahren in den USA. Sie war Jüdin. Da sie zu Beginn des 3. Reiches im Widerstand arbeitete, flüchtete sie nach Frankreich, später in die USA, die nach eigener Aussage zu ihrer zweiten Heimat wurde. Vermutlich hatte sie extrem gute Gründe, nicht nach Russland zu fliehen, obwohl das damals ja nur einen "Katzensprung" entfernt war.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Arbeiter Beitrag anzeigen
    Und jetzt?
    Ukraine

    Die Ukraine (sowjetisch: Urukarini) ist ein Land im Ostblock, das eigentlich schon immer ganz im Schatten Russlands verschwand bzw. im Westen nie so richtig als eigenständiges Land wahrgenommen wurde.
    Die Einwohner der Ukraine bezeichnen ihr Land als das Zentrum Europas, während die Bewohner Westeuropas, die von der Existenz des Landes wissen, es eher als die Atommülldeponie von Europa kennen.

    Die Ukraine hat in der Geschichte viel gelitten, und zwar unter Russland und unter Stalin. Nur Hitler hat es nicht nachhaltig geschafft, sie zu erobern. Mit einer kurzen Pause von 15 Jahren gehörte die Ukraine stets zum sowjetischen Riesenreich. 1991 aufgrund einer Unachtsamkeit Zar Gorbatschows durch die allgemeine Lockerung sowjetischer Verhältnisse abgespalten, konnte das Land nach dem 1. Russischen Gaskrieg Anfang 2006 wieder einverleibt werden.

    2004 musste sich die Ukraine entschieden, ob sie der Arschkricher vom Westen oder von Russland wird. Die Leute entschieden sich zunächst für Janukowytsch (Russland), bei der nachgeholten Wahl für Juschtschenko (Westen), 2006 (demokratisch), 2007 (so bisschen demokratisch) und 2010 (undemokratisch) erneut Janukowytsch (Russland). 2014 wurde Janukowytsch gestürzt und somit sieht der Stand derzeit (2014) so aus: Russland 4:2 EU.

    Das gefiel Russland ganz und gar nicht und besetzte einfach mal aus Lust und Laune die Krim. Das hat den Russen so viel Spaß gemacht, dass sie gleich noch in Donezk und Charkiw pro-russiche Seperatisten finanzierten, um so auf "friedliche" Weise die Ostukraine zu annektieren…
    (Source)

  4. #3344
    Avatar von Lilith

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    Zur Autorin deines auszugsweise zitierten Textes: Hannah Arendt, wurde 1906 (!) in Königsberg (Preußen) geboren und starb vor 39 Jahren in den USA. Sie war Jüdin. Da sie zu Beginn des 3. Reiches im Widerstand arbeitete, flüchtete sie nach Frankreich, später in die USA, die nach eigener Aussage zu ihrer zweiten Heimat wurde. Vermutlich hatte sie extrem gute Gründe, nicht nach Russland zu fliehen, obwohl das damals ja nur einen "Katzensprung" entfernt war.
    Er hat eine große poltische Denkerin und Philosophin des 20. Jh, zitiert um darzustellen, was aus seiner Sicht heute passiert. Wo verdammt noch mal ist das Problem?

    In dem Konflikt treffen gerade zwei Welten IN der Ukraine aufeinander, wo überall fragwürdige "Milizen", kriminelle Banden und Marodeure das Heft in die Hand genommen haben. Auf beiden Seiten! Es lohnt sich, auch die kritischen Analysen der "Freitag" zu lesen. Hier gepostet. Vielleicht kannst du mir ja mal erklären, warum Vertreter jener selbsternannten Republiken etc. nicht zum Runden Tisch geladen wurden. Wo jeder weiß, dass nur mit ihnen v.a. die Wahlen und auch die Zukunft des Landes gestaltet werden können. Hat man etwa doch kein Interesse seitens der doch ach so demokratisch legitimierten Regierung Jazenjuk? Soll die Ukraine doch mal damit anfangen, was ihr auch von mehreren Seiten empfohlen wurde, nämlich einen ernsthaften innerukrainischen Dialog.

  5. #3345
    Avatar von Arbeiter

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    "Unabhängige Menschenrechtsbeobachter" mit Schlagseite

    Thomas Pany 17.05.2014

    Berichte der UN- und OSZE-Beobachter: wenig hilfreich zur Klärung der Situation in der Ukraine

    Wird eine Situation von Gewalt beherrscht, von Auseinandersetzungen, in denen Machtinstinkt, die Lust am Kampf, Durchsetzungsvermögen, Propaganda und überhaupt der Sinn für Kriegslisten zählen und Behutsamkeit als Schwäche gilt, die zur Seite stehen muss, dann ist die Stunde für seltsame Kämpfer-Heroen gekommen, die im Licht einer auf einmal so großen öffentlichen Aufmerksamkeit eine zuvor nicht gekannte Wichtigkeit bekommen. Wie zum Beispiel der "Volksbürgermeister" von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow. Er verkündete nun laut RT, dass ukrainische Truppen schwere Verluste im Osten der Ukraine erlitten hätten. Im Zweitraum zwischen dem 2. und dem 12. Mai seien 650 Personen getötet oder verwundet worden.

    Einzelheiten verrät RT nicht. Wieviele genau getötet wurden, ob die Getöteten oder Verwundeten allesamt Soldaten waren oder ob sich darunter auch zivile Personen befanden, von wem sie getötet oder verwundet wurden, unter welchen Umständen dies passierte, das alles erfährt man nicht. Das Selbstverständnis der "Selbstverteidigungskräfte" im Osten der Ukraine legt die Lesart nahe, dass sämtliche Gewaltakte aus einer defensiven Haltung resultieren. Die Aggression kommt demnach vor allem aus Kiew, von einer Regierung ohne jede Legitimität, die von rechten, zu jeder Gewalt bereiten Kräften getragen wird.

    Dezidierte Parteigänger und Berichterstattung

    Wer Berichte über die Ukraine liest - vorausgesetzt, man nimmt die Positionen von beiden Seiten, die der Regierung in Kiew und die ihrer Gegner, zur Kenntnis - kennt diese Perspektive. Legt man normale Kriterien an, so wird man der Aussage von Ponomarjow gegenüber skeptisch sein, er neigt zu Übertreibungen; der vor einigen Wochen in Slawjansk festgenommenebritische Journalist Graham W. Phillips (vgl. Kriegsgefangene oder "ungebetene Gäste"?) schildert[1] ihn als jemanden, der von kritischer Berichterstattung nicht viel hält, aber viel von scharfen Freund/Feind-Unterteilungen. Er ist ein dezidierter Parteigänger, der Kritiker einsperren lässt und dem Gewalt nicht fremd ist.

    Von Graham W. Phillips, der für RT arbeitet und in Slawjansk als Reporter unterwegs ist, ist zu erfahren, dass die Stadt Slowjansk die ganze gestrige Nacht über unter Granatenbeschuss stand. In westlichen Berichten sucht man vergeblich nach genaueren Nachrichten darüber.

    Das ist das Problem, dem der Leser ausgeliefert ist, wenn er mit dem Schlagabtausch auf höherer diplomatischer Höhe konfrontiert ist. Wenn etwa Moskau Kiew zur sofortigen Einstellung von Kämpfen im Osten der Ukraine auffordert. Nur Propaganda? Nur der trickreiche Versuch, die Schuld der anderen Seite zuzuweisen? Immerhin, die EU droht erneut mit Sanktionen gegen Russland, falls die russische Regierung nicht dazu imstande ist, die "pro-russischen Kräfte" im Osten der Ukraine in Schranken zu halten. Für die EU ist Putin bekanntlich die Schlüsselfigur, die solches bewerkstelligen könnte.

    "Alarmierende Verschlechterung der Menschenrechtssituation im Osten der Ukraine"

    Die gleiche Forderung - nur, dass Russland nicht erwähnt wird - kommt auch von der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCHR), Navi Pillay: Sie appellierte gestern an die "Personen, die Einfluss auf die bewaffneten Gruppen haben, die für die meiste Gewalt im Osten der Ukraine verantwortlich sind, dass sie ihr Möglichstes tun, um diese Männer, die darauf bedacht zu sein scheinen, das Land auseinander zu reißen, in Schranken zu halten".

    Anlass für ihre Forderung ist der Bericht, erstellt von einem 34-köpfigen UN-Monitoring Team. Darin ist von einer "alarmierenden Verschlechterung" der Menschenrechtssituation im Osten der Ukraine die Rede. Aufgeführt werden gezielte Tötungen, Folter, Prügel, Entführungen, Einschüchterungen, und Fälle von sexuellen Belästigungen auf, die "meist von Gruppen begangen wurden, die gegen die Kiewer Regierung opponieren".

    Auch der OSCE-Bericht vom 12. Mai wirft Gruppen aus dem Osten der Ukraine, die gegen die Kiewer Regierung agieren, Menschenrechstverletzungen vor.

    Sie werden in beiden Berichten mit einiger Genauigkeit aufgelistet. Wer allerdings von beiden Berichten - die Genauigkeit und Sorgfalt für sich in Anspruch nehmen, die aufzählen, dass sie hundertfach Interviews geführt haben, Dokumente eingesehen, mit allen möglichen Personen, vom Augenzeugen bis zum Amtmann, gesprochen haben - Aufklärung erwartet, um solchen Bühnen-Aussagen wie von Ponomarjow zu entgehen, der wird enttäuscht. Weil sich von Anfang bis zum Ende ein elementarer Webfehler zeigt: Es wird aus Kiewer Sicht berichtet.

    Das fängt an damit, dass man Aussagen der Kiewer Generalstaatsanwaltschaft, geleitet vom Sowboda-Mann Machnitski, ohne jeden Blick auf dessen Position im Konflikt, unrelativiert als neutrale Quelle behandelt und setzt sich fort mit einer Betrachtung der Ereignisse in Odessa, die von der gleichen Wahrnehmungsbeschränkung gekennzeichnet sind: Aktionen von Mitgliedern des rechten Sektors (vgl. Gab es Drahtzieher der Tragödie von Odessa?) finden so gut wie keine Beachtung.

    Aus dieser Schieflage nun zu schließen, dass die Menschenrechtsverletzungen, die die Berichten den Anti-Kiew-"Selbstverteidigungsgruppen" vorwerfen, bloße Erfindung sind, ist aller Wahrscheinlichkeit nach falsch. Wichtig wäre es aber gewesen, dies auf einer soliden Grundlage zu zeigen. Mit solchen Berichten verspielen die UN- und die OSZE-Beobachter viel Kredit, bei ohnehin schwindenden Reserven. Das ist sehr ärgerlich für alle, die sich von keiner Streitpartei vereinnahmen lassen wollen.

    "Unabhängige Menschenrechtsbeobachter" mit Schlagseite | Telepolis

  6. #3346
    Avatar von Damien

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    6.953
    Joke Video

    Die in der Ukraine kämpfenden Pro-Russen in Slawjansk
    zeigen ihre neue geheimwaffe.



    Am anfang sagt er: Das ist sie also, die einzigartige mächtige waffe mit der wir jetzt die feinde präzise beschießen werden.

    0.30 So genau ausgerichtet.

    zu sehen ist der Funkturm der Fernsehstation die von den Ukrainischen Soldaten gehalten wird.

    0.48 ein Ukrainisches Feuerzeug das Gas ist alle!

  7. #3347
    Jezersko
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Er hat eine große poltische Denkerin und Philosophin des 20. Jh, zitiert um darzustellen, was aus seiner Sicht heute passiert. Wo verdammt noch mal ist das Problem?

    In dem Konflikt treffen gerade zwei Welten IN der Ukraine aufeinander, wo überall fragwürdige "Milizen", kriminelle Banden und Marodeure das Heft in die Hand genommen haben. Auf beiden Seiten! Es lohnt sich, auch die kritischen Analysen der "Freitag" zu lesen. Hier gepostet. Vielleicht kannst du mir ja mal erklären, warum Vertreter jener selbsternannten Republiken etc. nicht zum Runden Tisch geladen wurden. Wo jeder weiß, dass nur mit ihnen v.a. die Wahlen und auch die Zukunft des Landes gestaltet werden können. Hat man etwa doch kein Interesse seitens der doch ach so demokratisch legitimierten Regierung Jazenjuk? Soll die Ukraine doch mal damit anfangen, was ihr auch von mehreren Seiten empfohlen wurde, nämlich einen ernsthaften innerukrainischen Dialog.
    1. Weil es eben SELBSTERNANNTE "Republiken" sind,
    2. Wer sagt, dass NUR mit diesen "Vertretern" der selbsternannten Republiken die Zukunft gestaltet werden kann?
    3. Wer sagt, dass die Übergangs-"Regierung" Jazenjuk demokratisch legitimiert wurde? (Ich jedenfalls diese "RegierungW immer auf die gleiche ebene mit der Konfliktpartei in der Osthälfte des Landes gestellt. Kannst Du jedes Posting nachlesen!)
    4. "Innerukrainischer" Dialog klingt gut. Also OHNE "Westen" und OHNE Russen. Bleibt die Frage: WER soll denn da noch reden?

  8. #3348
    Avatar von Damien

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    Ukraine: Nationalgarde soll zehn Soldaten wegen Fluchtversuchs erschossen haben



    Die Kiew-treue Nationalgarde soll bei ihrem „Sonder-Einsatz“ in der Ost-Ukraine zehn Soldaten der regulären Armee erschossen haben, weil diese angeblich auf die Seite der Volksmilizen überwechseln wollten. Dies erfuhr RIA Novosti von der Bürgerwehr der umkämpften Stadt Slawjansk.

    „Zehn Menschen wollten zu uns überwechseln, aber die Kommandeure aus der ukrainischen Garde haben sie erschossen“, teilte Stella Choroschewa, Sprecherin des Volksbürgermeisters von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, RIA Novosti am Telefon mit.
    In der Nacht zum Sonntag hatten Ortsbewohner und Aktivisten von schweren Gefechten im Raum Slawjansk berichtet. Das Verteidigungsministerium in Kiew informierte, dass Stellungen und Kontrollposten der Regierungstruppen nahe Slawjansk in der Nacht angegriffen worden seien. Zwei Angehörige der Nationalgarde und zwei Soldaten seien verletzt worden. Die Attacken seien abgewehrt worden.

    Die Nationalgarde war aus loyalen Soldaten und Freiwilligen aufgestellt worden, nachdem die Opposition im Februar den Staatschef Viktor Janukowitsch für abgesetzt erklärt hatte. Obwohl die von der Verfassung vorgeschriebene 75-Prozent-Mehrheit im Parlament nicht erreicht wurde, stellten Oppositionsparteien eine Übergangsregierung, die von den westlichen Staaten anerkannt wurde.

    Dagegen haben die von russischsprachigen Einwohnern dominierten Gebiete im Osten und Süden der Ukraine die neue, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt. In Donezk, Charkow, Lugansk und anderen Städten demonstrierten tausende Menschen für ein Referendum und eine Föderalisierung der Ukraine. Regimegegner besetzten Verwaltungsgebäude, bauten Barrikaden und riefen „Volksrepubliken“ aus. Daraufhin startete die Regierung in Kiew in den Protestregionen eine „Anti-Terror-Operation“ unter Einsatz von Panzern und Heeresfliegern. Auf beiden Seiten gibt es zahlreiche Tote und Verletzte.

    Ukraine: Nationalgarde soll zehn Soldaten wegen Fluchtversuchs erschossen haben | Politik | RIA Novosti

  9. #3349

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    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Ukraine: Nationalgarde soll zehn Soldaten wegen Fluchtversuchs erschossen haben



    Die Kiew-treue Nationalgarde soll bei ihrem „Sonder-Einsatz“ in der Ost-Ukraine zehn Soldaten der regulären Armee erschossen haben, weil diese angeblich auf die Seite der Volksmilizen überwechseln wollten. Dies erfuhr RIA Novosti von der Bürgerwehr der umkämpften Stadt Slawjansk.

    „Zehn Menschen wollten zu uns überwechseln, aber die Kommandeure aus der ukrainischen Garde haben sie erschossen“, teilte Stella Choroschewa, Sprecherin des Volksbürgermeisters von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, RIA Novosti am Telefon mit.
    In der Nacht zum Sonntag hatten Ortsbewohner und Aktivisten von schweren Gefechten im Raum Slawjansk berichtet. Das Verteidigungsministerium in Kiew informierte, dass Stellungen und Kontrollposten der Regierungstruppen nahe Slawjansk in der Nacht angegriffen worden seien. Zwei Angehörige der Nationalgarde und zwei Soldaten seien verletzt worden. Die Attacken seien abgewehrt worden.

    Die Nationalgarde war aus loyalen Soldaten und Freiwilligen aufgestellt worden, nachdem die Opposition im Februar den Staatschef Viktor Janukowitsch für abgesetzt erklärt hatte. Obwohl die von der Verfassung vorgeschriebene 75-Prozent-Mehrheit im Parlament nicht erreicht wurde, stellten Oppositionsparteien eine Übergangsregierung, die von den westlichen Staaten anerkannt wurde.

    Dagegen haben die von russischsprachigen Einwohnern dominierten Gebiete im Osten und Süden der Ukraine die neue, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt. In Donezk, Charkow, Lugansk und anderen Städten demonstrierten tausende Menschen für ein Referendum und eine Föderalisierung der Ukraine. Regimegegner besetzten Verwaltungsgebäude, bauten Barrikaden und riefen „Volksrepubliken“ aus. Daraufhin startete die Regierung in Kiew in den Protestregionen eine „Anti-Terror-Operation“ unter Einsatz von Panzern und Heeresfliegern. Auf beiden Seiten gibt es zahlreiche Tote und Verletzte.

    Ukraine: Nationalgarde soll zehn Soldaten wegen Fluchtversuchs erschossen haben | Politik | RIA Novosti
    Interssant ist es ein Nationagardist auf dem Foto? Sein MG ist ein "Degtjarew" aus dem 2WK. Bürgerwehr benutzt auch Waffen aus dem 2WK zB PPSch und Panzerbüchse PTRS kal. 14.5mm



  10. #3350
    Avatar von Arbeiter

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