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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 471.177 Aufrufe

  1. #331
    Avatar von Arbeiter

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    Ukraine: USA organisierten den Staatsstreich



    - - - Aktualisiert - - -

    Entschlossene Weltpolitik

    Deutschland hat den Umsturz in der Ukraine massiv befördert und warnt nun vor einer Sezession des Landes – um die Schwarzmeerküste Rußlands Einflußsphäre zu entziehen

    Von Jörg Kronauer
    Die ukrainischen Oppositionspolitiker Witali Klitschko (l.) und Arseni Jazenjuk am 17. Februar bei Bundeskanzlerin ­Angela Merkel in Berlin – wenige Stunden später begann in Kiew der Sturm auf das Parlament
    Foto: REUTERS/Johannes Eisele/Pool

    So schnell kann’s gehen. Da hat man sich jahrelang von den deutschen Mainstreammedien eintrichtern lassen müssen, die inhaftierte ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko sei ein unschuldiger Engel, und kaum kommt sie aus der Haft frei, da hört man das Gegenteil. Kritiker würfen ihr »dubiose Geschäfte« vor und hielten sie für »opportunistisch und skrupellos«, hat das ZDF überraschend erfahren. Die Süddeutsche enthüllt, Timoschenko sei »als Teil einer dubiosen Wirtschafts- und Machtelite selbst belastet«. Die Welt hat gleich einen ganz schlimmen Verdacht: Timoschenko sei »wie Janukowitsch – nur hübscher und mit Zopf«. Nicht, daß man das alles nicht schon längst hätte wissen können, wenn man es denn wissen wollte. Warum aber wird auf einmal das Publikum der deutschen Mainstreammedien für würdig befunden, umfassend über die oligarchische Karriere der »Gasprinzessin« informiert zu werden?

    Der Machtkampf um die Ukraine ist, das pfeifen inzwischen die Spatzen von allen Dächern, nicht an letzter Stelle ein Testlauf für die neue deutsche Außenpolitik. Bundespräsident Joachim Gauck hat in seinen Reden zum Nationalfeiertag 2013 und zur Münchner Sicherheitskonferenz 2014 gefordert, Deutschland müsse »entschlossener« Weltpolitik betreiben, um den globalen »Ordnungsrahmen … zu erhalten und zu formen«. Ein Grundsatzpapier, das rund 50 Personen aus dem außenpolitischen Establishment – darunter mehrere Journalisten – nach einjähriger Arbeit im Oktober publizierten, fordert eine »Neuvermessung« der deutschen Weltpolitik. Viel ist in diesem Zusammenhang von den bevorstehenden Militäreinsätzen in afrikanischen Staaten die Rede. Die deutschen Aktivitäten in Kiew zeigen nun, daß die neue deutsche Außenpolitik auch eine nichtmilitärische Komponente hat. Der deutsche Außenminister setzt die Agenda in der Ukraine; Frank-Walter Steinmeier – und nicht die EU-Chefdiplomatin Lady Ashton! – vermittelt ein Abkommen zwischen Regierung und Opposition. Berlin gibt seinen Segen, als die Opposition tags drauf das Abkommen bricht und per Umsturz die Macht an sich reißt. Und was pfeifen die Spatzen? »Die Ukraine hat gezeigt, was deutsche Diplomatie erreichen kann, wenn sie selbstbewußt auftritt«, jubelt der Tagesspiegel. Und: »Endlich kann man sich vorstellen, was sich die Große Koalition unter einer ›aktiveren deutschen Rolle in der Welt‹ vorstellt.«

    Allerdings: »Wer deutschen Interessen in der Welt mehr Gewicht geben will, muß auch mehr riskieren«, warnt das Blatt. Eines der Risiken, mit denen die Berliner Ukraine-Politik spielt, ist die steigende Spannung zwischen dem an Rußland orientierten und dem antirussischen Teil des Landes. Manche malen eine drohende Spaltung der Ukraine an die Wand; auf der Krim ist bereits von einer Sezession die Rede. Die Bundesrepublik Deutschland, die Jugoslawien einst zum »Vielvölkerstaat« erklärte und – auf der Grundlage deutscher Ethnopolitik – seine Zerschlagung vorantrieb, will das Spaltungsszenario in der Ukraine nicht wiederholen. Die künftige ukrainische Regierung müsse auch auf den – russisch geprägten – Osten und Süden des Landes Rücksicht nehmen, teilte Kanzlerin Merkel am Montag mit. Ganz ähnlich hatte Berlin schon 2004 Stellung bezogen, als erstmals Spaltungsgerüchte aufkamen. Die Gründe liegen auf der Hand. Zum einen bekäme die EU mit der Westukraine nur die ökonomisch schwächste Region des Landes. Zum anderen würde die Schwarzmeerküste Teil der Einflußsphäre Rußlands. Daß genau dies nicht geschehen soll, konnte man schon 1997 in Zbigniew Brzezinskis »The Grand Chessboard« (deutscher Titel: »Die einzige Weltmacht«) nachlesen. Könne Moskau »die Herrschaft über die Ukraine« und damit den »Zugang zum Schwarzen Meer wiedergewinnen«, dann könne es wieder »ein mächtiges Reich« werden, schrieb der einflußreiche US-Außenpolitiker. In der Tat – mit Moskaus Einfluß auf die Küste steht und fällt nicht zuletzt die Möglichkeit für die russische Schwarzmeerflotte, sich im geostrategisch bedeutenden Schwarzen Meer gegen den Westen auf Dauer zu behaupten.

    Der Westen ist im Schwarzen Meer bislang vor allem in Form der NATO präsent: über die NATO-Anrainerstaaten Türkei, Bulgarien und Rumänien sowie vor allem über Militärmanöver, an denen immer wieder auch ukrainische Soldaten teilnehmen. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat sich während des aktuellen Konflikts durchaus zu Wort gemeldet. Nach dem Umsturz vom Samstag erklärte er, die NATO könne »bereit sein, ihre Beziehungen zur Ukraine zu intensivieren«. Nun hat Berlin erst 2008 den NATO-Beitritt der Ukraine blockiert. Auf einen Kurswechsel deutet nichts hin. Im Gegenteil: Kommentatoren wie Stefan Kornelius (Süddeutsche), der laut einer Studie des Leipziger Medienwissenschaftlers Uwe Krüger aufs engste mit dem außenpolitischen Establishment der BRD vernetzt ist, bestehen hartnäckig darauf, mit der Ukraine habe »die EU« – und nicht etwa die NATO – »ein gewaltiges Entwicklungsprojekt geerbt«. Das entspricht der deutschen Auffassung von der neuen transatlantischen Arbeitsteilung, wonach die USA ihren Schwenk nach Asien vollziehen und weite Teile des westlichen Interessengebiets – nicht nur in Afrika! – ihrem Juniorpartner EU anvertrauen, der nun seinerseits unter deutscher Führung durchaus eigenständige Herrschaftsgelüste entfaltet.

    Das wiederum bestätigen die geleakten Mitschnitte von Telefonaten der US-Diplomatin Victoria Nuland und der deutschen Diplomatin Helga Schmid. Sie zeigen: Die Deutsche besteht nicht nur darauf, die EU solle in der Ukraine eigenständig operieren. Es gibt darüber hinaus einen handfesten Streit um Personalien. Berlin will Witali Klitschko an die Macht bringen, die USA zogen – zumindest bis zum Wochenende – Arseni Jazenjuk vor. Als nun die nach wie vor mächtige und mit besten Kontakten nach Washington ausgestattete Julia Timoschenko aus der Versenkung geholt wurde, da war das aus Sicht Berlins ein klarer Rückschlag bei dem Versuch, mit Klitschko erstmals einen Machthaber mit ganz überwiegend deutschem Hintergrund in Kiew zu installieren. Daher der etwas unvermittelte Ärger über Timoschenko. Nicht umsonst hat Kanzlerin Merkel sich der Sache sofort angenommen, der erkrankten Politikerin diplomatisch gratuliert und sie zur Behandlung nach Berlin eingeladen. Daß Timoschenko in der Charité ausschließlich medizinisch verarztet wird, darf man getrost bezweifeln.
    http://www.jungewelt.de/2014/02-26/050.php

  2. #332
    Avatar von Damien

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    Hm vielleicht hat das etwas damit zu tun

    Pläne Kiews zum Einsatz von Armee in Sewastopol sickern durch (Zusammenfassung 22.55)



    Der ukrainische Generalstabschef Juri Iljin hat seinen geplanten Besuch in der Hafenstadt Sewastopol auf der Krim nach Angaben der ukrainischen Marine „bis auf weiteres“ verschoben.

    Als Grund nannte ein Angehöriger des Stabs der ukrainischen Marine, der anonym bleiben wollte, in einem Gespräch mit RIA Novosti am Dienstag, dass Pläne Kiews, die prorussischen Stimmungen in der Stadt mit Hilfe der Armee zu unterbinden, in Sewastopol bekannt geworden waren. Den Angaben zufolge sollte Iljin bei seiner Visite unter anderem das Zusammenwirken zwischen Armee und Ortsbehörden erörtern, nachdem rund 30 000 Stadtbewohner am 23. Februar einen Bürger Russlands zum Oberbürgermeister gewählt hatten. Am 24. März bestätigten Abgeordnete des Stadtrates den russischen Unternehmer Alexej Tschalyj im Amt des Vorsitzenden des Exekutivkomitees von Sewastopol.

    Die Stadtbevölkerung jubelt, Menschen tragen russische Flaggen und Bänder in den Farben der russischen Trikolore und rufen in Sprechchören „Tschalyj!“, „Russland!“. Einige ukrainische Politiker rufen bereits auf, Sewastopol zu bändigen, obwohl weder unter der Stadtbevölkerung noch im Magistrat von einer Abspaltung die Rede gewesen war.

    „Die neuen Behörden in Kiew sind über diese Stimmung derart erzürnt, dass sie bereit sind, die Armee gegen das eigene Volk einzusetzen. Aber das wird die Stadt nicht zur Ruhe bringen“, fuhr der Gesprächspartner fort. In Sewastopol gebe es viele Armeeangehörige im Ruhestand, während Kiew gegen sie unerfahrene Wehrpflichtige habe schicken wollen. „Es ist kaum möglich, die prorussischen Stimmungen in Sewastopol zu unterdrücken. Und der Einsatz der Armee in der Stadt wäre ein Verbrechen“, sagte der ukrainische Militär.

    Sewastopol mit rund 300 000 Einwohnern ist Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte. Der ursprünglich bis 2017 gültige Vertrag über den Verbleib der Flotte auf der Krim wurde von dem mittlerweile entmachteten Präsidenten Viktor Janukowitsch 2010 um 25 Jahre verlängert. Im Gegenzug erhielt Kiew einen Preisnachlass für russisches Gas.

    Pläne Kiews zum Einsatz von Armee in Sewastopol sickern durch (Zusammenfassung 22.55) | Sicherheit und Militär | RIA Novosti

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    Experte: Russland wird bei Bedrohung seiner Landsleute in der Ukraine nicht abseits stehen



    Russland wird nach Worten eines russischen Parlamentariers nicht tatenlos zusehen, wenn das Leben und die Gesundheit russischer Bürger in der Ukraine bedroht werden.

    „Ich denke, Sie seien sich darüber im Klaren, dass Russland in diesem Fall nicht abseits stehen wird“, sagte Leonid Sluzki, Vorsitzender des Duma-Ausschusses für die Angelegenheiten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Eurointegration und Beziehungen zu Landsleuten im Ausland, am Dienstag bei einem Treffen mit Vertretern kultureller, gesellschaftlicher und politischer Vereinigungen der Krim.

    Etwa 60 Prozent der Bevölkerung der ukrainischen Autonomie Krim sind Russen. Die Ukrainer machen rund 20 Prozent der Bevölkerung aus. Der Rest sind andere nationale Minderheiten wie Krimtataren oder Griechen. In Sewastopol liegt der Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte.

    Experte: Russland wird bei Bedrohung seiner Landsleute in der Ukraine nicht abseits stehen | Panorama | RIA Novosti

  3. #333
    Avatar von Albokings24

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    Putin hat die Truppe an der Ukrainischen Grenzregion in Alarmbereitschaft gesetzt.

    Vereinzellt ist es zu zusammenstössen von Russischen Militär und Ukrainischen Bewohnern gekommen.

    Umbruch in der Ukraine: Putin setzt auf Säbelrasseln - International - News - Schweizer Radio und Fernsehen

  4. #334
    Avatar von DerBossHier

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    Anonymous releases Klitschko e-mails showing treason:

    E-Mails von 07/2013


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    - - - Aktualisiert - - -

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    Faschismus ist wohl wieder im Trend. Die Radikalen sind auf dem Vormarsch.

  5. #335
    Avatar von Damien

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    Pro-russische Krim lehnt sich gegen Kiew auf



    „Einen russischen Bürgermeister für die russische Stadt!“, riefen die Demonstranten in Sewastopol auf der Halbinsel Krim.
    Das Problem ist nur, dass sich Sewastopol in der Ukraine befindet.

    Nachdem die Opposition, die großenteils aus ukrainischen Nationalisten besteht, die Macht im Land an sich gerissen hat, werden in den russischsprachigen südlichen und östlichen Regionen die Aufrufe zum Austritt aus der Ukraine zunehmend lauter.

    In Sewastopol reden die Einwohner nicht nur, sondern schreiten mittlerweile zur Tat. Am Montagabend versammelten sich Tausende Demonstranten vor dem Gebäude der Stadtverwaltung.
    Sie forderten die Einberufung einer Sondersitzung des Stadtrats, der den für seine engen Kontakte zu Moskau bekannten Unternehmer Alexej Tschaly zum Bürgermeister ernennen sollte.
    Einige Hitzköpfe verlangten die sofortige Erstürmung der Stadtverwaltung. Andere schwenkten mit russischen Flaggen und ignorierten den Hinweis, dass Tschaly russischer Staatsbürger ist und deshalb nicht zum Bürgermeister ernannt werden kann.

    Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Tschaly zum Leiter eines Koordinierungsrates gewählt wurde. Wenige Minuten später zeigte er sich am Fenster im zweiten Stockwerk der Stadtverwaltung.
    Der frühere Bürgermeister Wladimir Jazuba wollte die Situation schlichten und verkündete mit fast tränenerstickter Stimme seinen Rücktritt. Damit machte er den Weg frei zur Umsetzung der Losung „Ein russischer Bürgermeister für die russische Stadt!“

    Zu ähnlichen Aktionen kam es in den letzten Tagen auch in der gesamten Süd- und Ostukraine. Am lautesten war der Protest gegen die neue Regierung jedoch auf der Krim mit ihren zwei Millionen Einwohnern, der einzigen ukrainischen Region, in der ethnische Russen die Bevölkerungsmehrheit bilden. Die Wahl von Wladimir Tschaly, über die die Kreml-nahen Medien in Russland umfassend berichteten, ist beispiellos. In Sewastopol wurden Bürgermeister noch nie bei einem Volksentscheid gewählt, seitdem Kiew den städtischen Behörden dieses Recht 1992 entzogen hatte. Nach der „Wahl“ Tschalys forderten die Kundgebungsteilnehmer von den Sicherheitsbehörden Sewastopols, ihren Eid auf den neuen Bürgermeister abzulegen. Anschließend blockierten sie die Zufahrten in die Stadt.

    In der Stadt waren Gerüchte im Umlauf, dass bewaffnete Sondereinheiten aus der Westukraine auf dem Weg zur Krim sind, um die Proteste niederzuschlagen und die Kontrolle zu übernehmen.
    Der städtische Polizeichef Alexander Gontscharow versicherte den Demonstranten am Montag, dass alle vier nach Sewastopol führenden Autobahnen von bewaffneten Sicherheitskräften abgeriegelt worden seien.
    Einer der Demonstranten, der 26-jährige Matrose Fjodor, äußerte die Hoffnung, dass Moskau eingreift. „Wenn es zu Repressalien gegen die Russen auf der Krim kommt, dann sollte Russland reagieren“, betonte er.
    Alexandra, die ihren Nachnamen nicht nennen wollte, forderte den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sofortigen Schritten auf: „Putin und die Schwarzmeerflotte sollten zu uns kommen. Wir haben keine Angst vor einem Blutvergießen.“

    Die Krim hat eine lange gemeinsame Geschichte mit Russland. Die Halbinsel war bis 1954 ein Bestandteil Russlands. Damals schenkte Staatschef Nikita Chruschtschow die Krim der südlichen Sowjetrepublik.
    Anfang 2010, als Viktor Janukowitsch zum ukrainischen Präsidenten gewählt wurde, wurde der Pachtvertrag für den russischen Marinestützpunktes in Sewastopol bis 2042 verlängert. Dadurch wurden die ohnehin engen wirtschaftlichen Beziehungen dieser Region mit Moskau zusätzlich gefestigt.

    Die separatistischen Stimmungen auf der Krim nahmen nach dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 zu. Seitdem wird vermutet, dass diese Stimmungen vom Kreml verdeckt gefördert werden.
    Am Sonntag kam es zu großen pro-russischen Demonstrationen auf der Krim. Allein in Sewastopol nahmen schätzungsweise mehr als 10 000 Menschen daran teil, wesentlich mehr als an einer spontanen Kundgebung einen Tag später. Die Redner beschimpften die neue Regierung in Kiew als „faschistisch“ und riefen zum Austritt aus der Ukraine auf.

    Die Teilnehmer der Protestaktion schwenkten wie Fußballfans mit russischen weiß-blau-roten Staatsfahnen und skandierten „Russland! Russland!“. Sie unterstützten die Aufrufe zur Bildung von Bürgerwehren und zur Weigerung, Steuern an die Zentralbehörden in Kiew zu zahlen.

    Die von Moskau angeblich geplante Ausstellung von Pässen für ethnische Russen sorgte für heftige Kritik in Kiew. Die Kritiker warfen dem Kreml vor, sich die russischsprachigen Gebiete einverleiben zu wollen.
    Obwohl der russische Präsident Wladimir Putin seit Dienstag keine öffentlichen Stellungnahmen zur Situation in der Ukraine abgab, sprach das russische Außenamt ohne Umschweife davon, dass die neue ukrainische Regierung ihre Macht „mit diktatorischen und manchmal terroristischen Methoden“ festigen wolle.

    Die Befürchtungen wachsen, dass die südlichen Separatisten Russland dazu verleiten könnten, die Krim der Ukraine gewaltsam zu entziehen. Manche Experten halten auch folgendes Szenario für möglich: Der Konflikt auf der Halbinsel könnte eingefroren werden, so dass sie komplett von Moskau abhängen würde, wie es bereits in Georgien der Fall war, als es die Kontrolle über seine Teilrepubliken Abchasien und Südossetien verloren hat.
    „Es ist durchaus vorstellbar, dass auf der Krim ein Volksentscheid organisiert wird, so dass die Halbinsel einen Sonderstatus im Staatsgebilde der Ukraine bekommt“, so Mascha Lipman vom Moskauer Carnegie-Center. „Der nächste logische Schritt wäre dann der Austritt aus der Ukraine.“

    Aber nicht alle Krim-Einwohner sind dafür. Die mehr als 250 000 auf der Krim lebenden Tataren unterstützen die neue Regierung in Kiew. Dadurch werden die Spannungen in diesem multi-ethnischen Gebiet noch größer.
    Wie die neue Regierung in Kiew vorgehen wird, ist bislang unklar. Interimspräsident Alexander Turtschinow räumte am Dienstag ein, dass der Separatismus „eine ernsthafte Gefahr“ sei, und versicherte, dass er mit den Sicherheitsbehörden nach Auswegen aus dieser brenzligen Lage suchen werde. Vertreter der nationalistischen Partei Swoboda (Freiheit), die die entscheidende Rolle bei dem Machtwechsel gespielt hatte, verkündeten am Montag, dass Russland zusätzliche Marinekräfte in Richtung Krim entsendet hätte. Das sorgte für einen weiteren Proteststurm.

    Der Berater des ukrainischen Interimsinnenministers, Viktor Neganow, sagte in einem Interview mit RIA Novosti, dass Tschalys Handlungen in Sewastopol nichts als ein „lokaler Machtsturz“ seien. „Falls er weiterhin auf diesem Posten bleibt, dann droht ihm eine Freiheitsstrafe wegen Landesverrat“, warnte er.

    Die Teilnehmer der pro-russischen Protestaktion in Sewastopol hielten Banner mit der Aufschrift „Nein zu ukrainischen Nazis!“

    Pro-russische Krim lehnt sich gegen Kiew auf | Meinungen | RIA Novosti

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    Demonstranten in Kharkov verbranten Europäische Flagge



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  6. #336
    Avatar von Arbeiter

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    Stoff fürs Hirn,

    an jeden der sich fragt "Was hat Russland mit Ukraine zu tun?" so sehe sich folgendes Video an:



    Hier noch ein Paar Fakten und Zahlen zur Geopolitik des Landes



    Hier noch ein kleiner Ausrutscher bei der ARD, Zitat: "Faschisten"



    Ein gut analysieren Video wie die USA die Demonstranten in der Ukraine unterstützen:



    2 weiter interessante Videos:





    Und (überraschung) ein Pro-Russischer Artikel im Spiegel:

    Ukrainische Halbinsel: 20 Dinge, die Sie über die Krim wissen sollten

    Von Stephan Orth
    Weiße Nobeldatschen, riesige Partystrände: Die Halbinsel Krim ist eines der interessantesten Reiseziele Osteuropas. Nach der Flucht von Ex-Präsident Janukowitsch wird die Region zum Zankapfel zwischen der Ukraine und Russland. Wegen der Schwarzmeerflotte - und des touristischen Potentials.


    REUTERS

    Auf die Krim soll sich der gestürzte ukrainische Staatspräsident Wiktor Janukowitsch am Wochenende zeitweise zurückgezogen haben. Wohin auch sonst? Die Krim ist ein Urlaubsparadies mit langer Geschichte, doch viel wichtiger: Nirgendwo ist die Ukraine so russisch wie auf der Krim. Hier stehen besonders viele Menschen auf der Seite von Janukowitsch, nur zehn Prozent sprechen überhaupt Ukrainisch.

    Zuerst soll der Ex-PräsidentZuflucht in einem Erholungsheim gesucht haben, dann in einer Privatresidenz im malerischen Balaklawa. Damit knüpft er an alte Traditionen an. Die Krim war schon seit dem 19. Jahrhundert als Rückzugsort für die Reichen bekannt, bevor sie in Sowjetzeiten zum Massenurlaubsziel wurde. Jetzt könnte die autonome Republik eine entscheidende Rolle in dem Konflikt zwischen der Ukraine und Russland spielen. Der Kreml wird wohl kaum zulassen, dass ukrainische Nationalisten auch hier die Macht übernehmen. In der Küstenstadt Sewastopol ist die Schwarzmeerflotte stationiert, Tausende russische Soldaten leben in dem Ort.Während russische und ukrainische Urlauber im Sommer in Scharen auf die Halbinsel strömen, ist die Zahl deutscher Touristen noch überschaubar. Hierzulande fällt vielen beim Namen der Region hauptsächlich Krimsekt ein, deshalb helfen wir ein bisschen nach - mit 20 Fakten über die Krim, die zusammen ein charakteristisches Bild der nun umkämpften Region ergeben:
    REUTERS


    1. Die Halbinsel liegt um den 45. Breitengrad, etwa auf der Höhe von Südfrankreich. Entsprechend mediterran ist das Klima. Einstiger Spitzname: Rotes Nizza.

    2. Schon die Zaren ließen es sich hier gutgehen: Bis heute erinnern edle Sanatorien und Kurhäuser an die mächtigen Besucher von einst.

    3. Im August fällt regelmäßig eine exzesswütige Partymeute ein: Das Festival Republik Kazantip ist ein mehrwöchiger Rausch im Takt der Elektro-DJs.

    4. In der Sowjetzeit waren die Urlauberzahlen erheblich höher als heute. Jetzt sollen große Tourismusprojekte die Nachfrage steigern. Zum Beispiel einer der größten Freizeitkomplexe Europas, den OligarchRoman Abramowitsch hier bis 2017 für hundert Millionen Euro errichten will.

    5. Ein Billig-Reiseziel ist die Krim nicht. 120 Euro für ein Doppelzimmer sind selbst in der Nebensaison keine Seltenheit - das ist mehr als ein Drittel des durchschnittlichen Monatseinkommens in der Ukraine. Viele russische Touristen fahren inzwischen gleich nach Ägypten, Griechenland oder in die Türkei, weil eine solche Reise nicht deutlich teurer und der Service besser ist.

    6. Anton Tschechow, Maxim Gorkij, Alexander Puschkin, Marina Zwetajewa, Wladimir Majakowskij: Die Namen der Kreativen, die im angenehmen Schwarzmeerklima ihre Werke verfassten, lesen sich wie ein Who's who der russischen Literatur.

    7. In einer Liste der 20 unbedingt empfehlenswerten Sehenswürdigkeiten für 2013 erreichte die Krim im Magazin "National Geographic Traveler" denersten Platz.

    8. Der Liwadia-Zarenpalast ist heute ein Museum. Ein Pflichtbesuch für geschichtsbewusste Besucher: Nikolaus II. und Familie genossen hier ihre letzten Sommer vor der Oktoberrevolution. Im Februar 1945 trafen sich am gleichen Ort Churchill, Roosevelt und Stalin zur Konferenz von Jalta, um Europa unter sich aufzuteilen.

    9. Der längste Hochleitungsbus der Erde verkehrt zwischen Jalta, Aluschta und Simferopol. Die Strecke ist 86,5 Kilometer lang.

    10. Ein russisches Sprichwort lautet: "Gott schuf die Krim und Sotschi, der Teufel Skoworodino und Mogotschi" - die letzteren beiden sind winzige Ortschaften weitab der Großstädte, die für kühle Winter berüchtigt sind.

    Getty Images



    11. Der Kurort Jalta gilt als Ballermann des Ostens. Mit Schießbuden, Karaokezelten und rostigen Fahrgeschäften werden hier die Urlauber bespaßt.12. Erst 1987 wurde die zwei Kilometer lange Marmorhöhle auf dem Taschtyr-Dag-Plateau entdeckt. Heute gilt sie mit ihren glitzernden Kristallen und Tropfsteinen als eine der spektakulärsten Höhlen der Welt.

    13. Die Krim verfügt jetzt über ein eigenes Parlament, ein eigenes Wappen und eine Flagge.

    14. Vom Yachthafen in Balaklawa verkehren Fähren zu Stränden, die Namen wie "Silber" und "Gold" tragen.

    15. Auf der Krim fanden Skythen, Kimmerer, Griechen, Römer, Slawen, Tartaren und Türken eine Heimat. Heute leben hier mehr als 80 Nationalitäten und Völker zusammen.

    16. Ein berühmtes Foto aus den siebziger Jahren, das Leonid Breschnew und Willy Brandt in einem Boot zeigt, entstand auf der Krim.

    17. Die Sowjetunion "schenkte" die Krim 1954 der Ukraine, dem Heimatland des damaligen Regierungschefs Chruschtschow.

    18. In der Festungsstadt Sewastopol ist die Schwarzmeerflotte eine Art Touristenattraktion. Ein Kriegsschiff liegt hier neben dem nächsten.

    19. Die Herkunft des Namens Krim ist nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass er entweder vom mongolisch-tatarischen "kerim" ("Festung") oder vom krimtatarischen "qrm" ("Felsen") abgeleitet wurde.

    20. Und zuletzt derKrimsekt: Der Schaumwein wurde tatsächlich ursprünglich auf der namensgebenden Halbinsel hergestellt, inzwischen wird er aber auch in zahlreichen anderen ukrainischen Städten produziert.
    Janukowitsch und die Krim: Fakten zur Halbinsel der Ukraine - SPIEGEL ONLINE

    Eine Interessante Gesprächsrunde:



    Hier noch ein Paar interessante Artikel:

    Kampf um die Krim

    Ukraine: Demonstrationen für und gegen Annäherung an Rußland

    Nach dem Putsch in der Ukraine ist es auf der Halbinsel Krim zu Auseinandersetzungen zwischen Befürworten und Gegnern des Staatsstreichs gekommen. Mehrere tausend Tataren demonstrierten vor dem Regionalparlament in Simferopol gegen eine befürchtete Abspaltung der Autonomen Republik Krim. Sie schwenkten blaugelbe Landesflaggen und riefen: »Die Ukraine ist nicht Rußland.« Bei einer Gegendemonstration forderten rund 5000 Menschen, viele davon in Kosakentracht, eine engere Anbindung an die Russische Föderation. Die Mehrheit der Einwohner auf der Halbinsel ist russischer Abstammung. Zudem ist in Sewastopol auf Grundlage eines Pachtvertrages die russische Schwarzmeerflotte stationiert. Moskau ordnete angesichts der Lage den Schutz der dort stationierten Schiffe vor Übergriffen an.

    Zudem läßt die russische Regierung die Gefechtsbereitschaft der Armee im Grenzgebiet überprüfen. Dazu seien Truppenteile in Alarmbereitschaft versetzt worden, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch. Die Anordnung stehe aber nicht im Zusammenhang mit dem Machtwechsel im Nachbarland. Der Westen, der an dem Staatsstreich in Kiew maßgeblich beteiligt war, lehnte prompt »ausländische Einmischung« in der Ukraine ab. NATO-Sprecher warnten davor, »die Unabhängigkeit der Ukraine zu mißachten«.


    In Kiew ernannte sich De-facto-Präsident Olexander Turtschinow selbst per Dekret zum neuen Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Allerdings hat es bislang sowohl aus Sicht der EU-Regierungen als auch Rußlands keinen legalen Machtwechsel gegeben. Zum einen hat der bisherige Staatschef Wiktor Janukowitsch noch nicht formell seinen Rücktritt erklärt, zum anderen fehlt auch die Unterschrift des Präsidenten unter die vereinbarte Rückkehr zur alten ukrainischen Verfassung. Wo sich der mit Haftbefehl gesuchte Janukowitsch aufhält, war auch am Mittwoch unklar. (dpa/AFP/Reuters/jW)
    27.02.2014: Kampf um die Krim (Tageszeitung junge Welt)

    Schachernde Brandstifter

    Regierungsbildung in Kiew bahnt sich an. Faschisten verwüsteten Wohnung des KP-Vorsitzenden Symonenko. Unruhe auf der Krim

    Von Reinhard Lauterbach
    Krimtataren und Faschisten am Mittwoch beim gemeinsamen Aufmarsch nahe dem Parlament in Simferopol
    Foto: EPA/ARTUR SHVARTS/dpa-Bildfunk

    In der Ukraine kommt die Regierungsbildung offenbar voran. Nach Informationen, die am Mittwoch bekannt wurden, ist der Maidan-Führer Arseni Jazenjuk als neuer Ministerpräsident vorgesehen. Er gehört der »Vaterland«-Partei von Julia Timoschenko an, die mit Olexander Tur­tschinow auch den Parlamentspräsidenten und amtierenden Staatschef stellt. Als Außenminister ist den Angaben zufolge Boris Tarasjuk vorgesehen, ein ehemaliger enger Mitarbeiter von Altpräsident Wiktor Juschtschenko. Er hatte dieses Amt schon 1998–2000 und 2005/2006 inne. Tarasjuk ist Anhänger einer Annäherung der Ukraine an die »euroatlantischen Strukturen«. Verteidigungsminister wird möglicherweise Andrij Parubyj, ein »Vaterland«-Politiker, der zuletzt als Kommandant des Maidan und damit auch Befehlshaber der »Selbstverteidigung« bekannt geworden war. Zwei oder drei Kabinettsposten sind für die faschistische »Freiheit«-Partei vorgesehen, mehrere Ministerien mit sozialpolitischem Profil sollen offenbar an Vertreter des »Euromaidan« gehen.

    Ob die Aktivisten auch Staatssekretärsposten in den klassischen Ministerien erhalten, ist offenbar noch nicht klar. Sie hatten dies mit der Begründung verlangt, nur so Korruptionsfällen nachgehen zu können, die etablierten Politiker zweifeln aber halblaut an der Professionalität der Aktivisten. Gegen den beabsichtigten Durchmarsch der Freiheitspartei regt sich allerdings auch Widerstand: Studenten besetzten in Kiew das Gebäude des Bildungsministeriums, um gegen die Ambitionen der »Freiheit«-Politikerin Irina Farion auf das Ressort zu protestieren. Farion gilt als nationalistische Hardlinerin. Sie hat gefordert, sogar das Abspielen russischer Popmusik in öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbieten. Unterdessen hat der Oligarch Rinat Achmetow eine Loyalitätserklärung gegenüber der neuen Staatsmacht abgegeben. In einer Mitteilung seiner Unternehmensgruppe SKM heißt es, man strebe eine neue Ukrainean, in der das Eigentum und der freie Wettbewerb gesichert seien und in der transparent regiert werde. Achmetow galt als Chef des »Donezker Clans« und wesentlicher Finanzier von Expräsident Janukowitsch.

    Im Schatten dieses Intrigrantenstadels schreiten die Faschisten vom »Rechten Block« zur Tat. In der Nacht zum Dienstag wurden die Wohnungen des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei, Petro Symonenko, und des ehemaligen Leiters der Präsidialverwaltung Janukowitschs, Andrij Kljujew, verwüstet und angezündet. Kljujew wurde verprügelt und kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der »Rechte Block« kündigte an, seine Aktivitäten mindestens bis zu den Präsidentschaftswahlen am 25. Mai fortzusetzen. Er mißtraut den etablierten Politikern und verdächtigt sie, lediglich eine Oligarchenclique gegen eine andere auszutauschen und die »Revolution« zu verraten.

    Auf der Krim wachsen derweilen die Spannungen. Schon seit Tagen haben in der Hafenstadt Sewastopol russische Bewohner gegen den Kiewer Machtwechsel demonstriert und gefordert, die Halbinsel wieder wie vor 1954 an Rußland anzuschließen. Nach Kiewer Muster wurden Selbstverteidigungseinheiten gebildet, und an den zwei Ausfallstraßen der Stadt wurden Spanische Reiter als Straßensperren vorbereitet. Am Mittwoch kam es in Simferopol, der Hauptstadt der Autonomen Republik Krim, zu konkurrierenden Demonstrationen von Gegnern und Anhängern des Kiewer Machtwechsels. Während das Parlament plante, eine Debatte über den künftigen Status der Krim zu führen und etliche tausend prorussische Demonstranten dies unterstützten, versammelten sich hinter einer Polizeiabsperrung mehrere tausend Krimtataren. Sie riefen Parolen zur Unterstützung der Kiewer Übergangsregierung und kündigten Widerstand gegen eine eventuelle Loslösung der Krim von der Ukraine an.


    In Rußland forderten Parlamentsabgeordnete, die Bedingungen zu erleichtern, unter denen Bewohner der Krim und anderer ukrainischer Regionen die russische Staatsbürgerschaft erhalten können. Rußland testet offenbar einstweilen, wie tragfähig die prorussischen Bewegungen sind. Die bisherigen Erfahrungen sind aus Moskauer Sicht wenig ermutigend. Ein Versuch, direkt nach dem Kiewer Putsch einen Gegenkongreß der russischsprachigen Gebiete in Charkiw zu veranstalten, ist am Wochenende im Sande verlaufen.
    27.02.2014: Schachernde Brandstifter (Tageszeitung junge Welt)

    »Demokratie durch Protest ermordet«

    Paul Craig Roberts, ehemaliger Chefredakteur des Wall Street Journal, dann Staatssekretär im US-Finanzministerium unter Präsident Ronald Reagan, schrieb am 24. Februar in einem Beitrag auf der Webseite www.globalresearch.ca zur Ukraine:

    (…) Die einzige organisierte und bewaffnete Kraft stellt derzeit der ultranationalistische »Rechte Block« aus der westlichen Ukraine dar. Die Anführer dieser Gruppe sprechen in einer Art und Weise, die zeigt, daß sie jetzt die Macht haben. Einer von ihnen, Alexander Musutschko, hat geschworen, solange »Juden und Russen zu bekämpfen, bis ich tot bin«. Zugleich erklärte Musutschko, (…) daß es jetzt »wieder Disziplin und Ordnung gibt«, sonst werde »der Rechte Block die Bastarde auf der Stelle erschießen«. Die Bastarde sind alle jene Demonstranten, die es wagen sollten, gegen den »Rechten Block« zu protestieren. Auch erklärte Musutschko: »Der nächste Präsident der Ukraine wird vom ›Rechten Block‹ gestellt werden.« Derweil unterstrich ein weiterer »Rechter Block«-Anführer, Dimitri Jarosch: »Der Rechte Block wird seine Waffen nicht niederlegen.« Auch forderte er ein Verbot der Partei von Präsident Janukowitsch.

    Die Wurzeln des »Rechten Blocks« gehen zurück auf die Ukrainer, die für Adolf Hitler gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben. Es war der »Rechte Block«, der bewaffnete Kämpfer in die Proteste einführte und das Blatt in Kiew wendete, weg von den friedlichen Protesten jener, die einen Beitritt zu EU wollten, und hin zu gewalttätigen Angriffen auf die Polizei mit dem Ziel, die demokratisch gewählte Regierung zu stürzen. Ganz sicher hat der »Rechte Block« nicht die Regierung der Ukraine gestürzt, um die Macht anschließend in die Hände der von Washington und der EU bezahlten »Opposition« zu legen. (…) Auch ist es unwahrscheinlich, daß der »Rechte Block« die Ukraine in die EU führen wird.

    Im Westen herrscht die Tendenz, den »Rechten Block« als unbedeutende Randgruppe kleinzureden. Aber der »Rechte Block« hat nicht nur den vom Westen unterstützten gemäßigten Führern die Kontrolle über die Proteste entrissen, sondern er hatte auch genug öffentlich Unterstützung, um das nationale Denkmal für die Soldaten der Roten Armee, die bei der Befreiung der Ukraine von Nazideutschland gefallen sind, zu zerstören.


    Für Rußland ist die Ukraine viel wichtiger, als sie es für die USA oder für die EU ist. Wenn die Situation in der Ukraine außer Kontrolle gerät und Rechtsextremisten die Macht übernehmen, dann ist eine russische Intervention sicher. (...) Die ultranationalistische Bedrohung (des Weltfriedens, jW) ist ein Resultat von Washington Dummheit und der Inkompetenz naiver und leichtgläubiger Kiewer Demonstranten. Nachdem sich Washington in die inneren Angelegenheiten der Ukraine eingemischt und die Kontrolle verloren hat, ist die Idiotin Susan Rice, Obamas neokonservative Nationale Sicherheitsberaterin, hingegangen und hat Rußland ein Ultimatum gestellt, sich nicht in der Ukraine einzumischen. Wo findet Obama eigentlich Schwachsinnige wie Susan Rice und Victoria Nuland? Beiden gehören in eine Anstalt für geistig Behinderte, nicht in die Regierung einer Supermacht, wo ihre Ignoranz und Arroganz den Dritten Weltkrieg auslösen kann.
    27.02.2014: »Demokratie durch Protest ermordet« (Tageszeitung junge Welt)

  7. #337
    Avatar von DerBossHier

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    "Sewastopol steht auf gegen Faschismus! 50.000 Bewohner singen "Steh auf, riesiges Land!"

    "Севастополь встал против фашизма! 50 000 горожан поют 'Вставай, страна огромная!'"




    Die Conter-Revolution in der Ukraine beginnt:

    "Der Sieg von Sewastopol! 24 Februar. Der neue Bürgermeister. Die Verwaltung und den Stadtrat mit russischen Flaggen."

    "Победа Севастополя! 24 февраля. Новый мэр. Над администрацией и горсоветом российские флаги"...

  8. #338
    Avatar von Damien

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    Krim: Protestler hissen Russlands Flagge über dem Parlament



    Die Teilnehmer einer Kundgebung am Dienstagabend in Simferopol, Verwaltungszentrum der Krim, haben die russische Fahne über dem Gebäude des Obersten Rates der Autonomie gehisst, meldet die Nachrichtenagentur UNN.
    Die russische Trikolore weht über dem Haupteingang, während auf dem Dach weiterhin die Flaggen der Ukraine und der Krim geblieben sind.

    Die Protestteilnehmer betrachten den Machtwechsel in Kiew als gesetzwidrig und fordern ein Referendum über den Status der Krim, heißt es in einer Meldung der Nachrichtenagentur UNIAN.



    © RIA Novosti. Vasily Batanov
    Teilnehmer der Aktion „Volkswille“ in Sewastopol



    Krim: Protestler hissen Russlands Flagge über dem Parlament | Politik | RIA Novosti

    - - - Aktualisiert - - -

    Sewastopol lehnt Befehl aus Kiew ab: Spezialeinheit Berkut wird nicht aufgelöst



    Entgegen dem Befehl aus Kiew löst Sewastopol, die mit mehr als 300.000 Einwohnern größte Stadt der ukrainischen Halbinsel Krim, seine Spezialeinheit Berkut nicht auf.

    Der neue ukrainische Innenminister Arsen Awakow hatte am Dienstag die Auflösung der Spezialeinheit angeordnet, die bei blutigen Straßenschlachten in Kiew bewaffneten Demonstranten gegenübergestanden hatte. Awakow, eine der Führungspersonen bei den Protesten, war nach der Entmachtung von Präsident Viktor Janukowitsch am 21. Februar von der Obersten Rada (Parlament) zum interimistischen Innenminister ernannt worden.

    Die Sewastopoler Berkut sei weiterhin im Bestand der Stadtmiliz und werde finanziert, sagte der neue Bürgermeister von Sewastopol, Anatoli Tschalyj, am Mittwoch nach Angaben der Zeitung „Sewastopolskaja gaseta“. Ihm zufolge lehnt die Schwarzmeerstadt den Befehl des interimistischen Innenministers ab. Wie Tschalyj weiter mitteilte, sind an der Einfahrt in die Stadt Kontrollposten aufgestellt worden. Vertreter der neuen Kiewer Führung dürften nur mit Zustimmung der Stadtleitung nach Sewastopol.

    Nachdem die Opposition am Wochenende die Macht in Kiew übernommen hatte, wählten Zehntausende Stadtbewohner von Sewastopol am 23. Februar einen russischen Unternehmer zum Bürgermeister. Am 24. Februar bestätigte auch der Stadtrat den Russen Alexej Tschalyj im Amt. Daraufhin machten Gerüchte die Runde, dass die neue Führung in Kiew die prorussischen Stimmungen in Sewastopol mit der Armee unterdrücken wolle. Seit 1992 wurden die Verwaltungschefs von Sewastopol von Kiew ernannt.

    Die ursprünglich russische Halbinsel Krim war in der Regierungszeit von Nikita Chruschtschow 1954 symbolisch an die Ukraine übergeben worden. Sewastopol ist Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte. Der abgesetzte Präsident Janukowitsch hatte einer längeren Präsenz der Flotte auf der Krim zugestimmt. Im Gegenzug erhielt Kiew einen Preisnachlass für russisches Gas.

    http://de.ria.ru/politics/20140226/267925232.html

  9. #339

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    Gewalt zwischen Russen und Tataren auf der Krim

    26.02.2014 · Auf der Krim ist es zu Zusammenstößen zwischen Anhängern der neuen ukrainischen Führung und pro-russischen Demonstranten gekommen. Viele fürchten ein Abspalten der Halbinsel von der Ukraine.



    Der Streit über den Verbleib der Autonomen Republik Krim in der Ukraine ist am Mittwoch in der Hauptstadt Simferopol in blutigen Ausschreitungen eskaliert. Bei Zusammenstößen zwischen Krimtataren und Russen vor dem Parlamentsgebäude ist vermutlich ein Mann getötet worden, mehrere weitere wurden verletzt. Mehrere tausend Demonstranten beider Seiten standen sich im Innenhof des achteckigen Parlamentsgebäudes gegenüber, stürmten aufeinander zu und entrissen sich gegenseitig Flaggen. Bei den Tumulten flogen Feuerwerkskörper und Steine. Mindestens 5000 proukrainische Krimtataren, die meisten von ihnen Männer im mittleren Alter, hatten sich im Laufe des Vormittags versammelt, um für die Einheit der Ukraine zu demonstrieren. Für den Nachmittag war eine Sitzung des Parlaments geplant, auf der Medienberichten zufolge über den Verbleib der Autonomen Republik in der Ukraine entschieden werden sollte. Die Demonstration unter ukrainischen und tatarischen Flaggen verlief zunächst friedlich.

    Am Nachmittag strömten jedoch mehrere tausend Angehörige der russischen Bevölkerungsmehrheit auf der Krim vor dem Parlament zusammen, bis sich Tataren und Russen nur durch eine Reihe von Polizisten getrennt gegenüberstanden. Die Stimmung heizte sich zunehmend auf, als beide Seiten sich gegenseitig mit den Losungen „Wir sind die Ukraine“ und „Wir sind Russland“ zu übertönen versuchten. Die russischen Demonstranten forderten lautstark ein Referendum über die weitere Zugehörigkeit zur Ukraine. Auf Nachfrage teilten viele der aufgebrachten Männer und Frauen jedoch mit, dass es ihnen nicht unbedingt um einen Anschluss an Moskau gehe, sondern um die Unabhängigkeit von Kiew.


    Auf Seiten der Krimtataren war auch der Ruf „Ruhm der Ukraine, Ruhm den Helden“ zu hören, mit dem die auf dem Kiewer Majdan durch Schüsse getöteten Demonstranten geehrt werden sollten. Die russischen Demonstranten entgegneten den Ruf „Berkut!“. So heißt die Sondereinheit der Miliz, die vermutlich auf die Demonstranten in Kiew geschossen hat. Der ukrainische Interimsinnenminister Arsen Awakow hat die „Berkut“ inzwischen aufgelöst. In Sewastopol, der russisch dominierten größten Stadt auf der Krim, weigert sich allerdings der am Wochenende von Demonstranten gewählte „Bürgermeister“ Aleksej Tschalyj, die Einheit aufzulösen. Er kündigte an, den „Berkut“-Männern weiterhin ihre Gehälter zahlen zu wollen. Sie sollten an den Kontrollstellen auf den Straßen nach Sewastopol Dienst tun.

    Der Präsident der Nationalversammlung der Krimtataren, Rifat Tschubarow, hatte am Mittwoch nach eigenen Angaben noch versucht, den Präsidenten des Krim-Parlaments in Simferopol, Wladimir Konstantinow, dazu zu bewegen, die umstrittene Parlamentssitzung zu verschieben. Dieser hatte jedoch darauf beharrt, die Sitzung durchzuführen. Wegen der Tumulte vor dem Gebäude fiel die Versammlung der Abgeordneten letztlich aus. Konstantinow war vergangene Woche nach Moskau gereist, um russische Unterstützung für die auf der Halbinsel Krim lebenden Russen zu erbitten. Am Mittwoch dieser Woche waren zwei Abgeordnete der Moskauer Duma zum ersten Mal seit Beginn der Proteste in der Ukraine zu Gesprächen mit russischen Politikern nach Simferopol gereist. Örtliche Medien berichteten anschließend von einem konkreten Angebot Moskaus, den Krimrussen russische Pässe auszustellen. Dies wurde offiziell allerdings nicht bestätigt.


    Parlamentspräsident Konstantinow hatte nach seinem Besuch in Moskau unverhohlen von der Möglichkeit der Abspaltung der Krim von der Ukraine gesprochen. In einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Interfax sagte er, es sei möglich, dass das Land auseinanderfalle. Als Reaktion auf die seiner Ansicht nach nicht legitime Interimsregierung in Kiew kündigte er die „Aufkündigung der Entscheidung von 1954“ an. Damals hatte der aus der Ukraine stammende sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow die Halbinsel an die Ukraine übertragen. In einer am Mittwoch auf der Internetseite des Parlaments der Republik Krim veröffentlichten Presseerklärung ruderte Konstantinow allerdings deutlich zurück. Die von einigen Medien verbreitete Information, das Parlament werde über eine so radikale Lösung wie die Abspaltung von der Ukraine abstimmen, sei falsch, heißt es in dem Schreiben. Es handele sich um eine Provokation, die gezielt die Legitimität des Parlaments beschädigen solle.


    Die Russen, die auf der Halbinsel Krim mit rund 58 Prozent die Bevölkerungsmehrheit stellen, erkennen die von den Oppositionsparteien in Kiew eingesetzte Übergangsregierung nicht an. Die Krimtataren, die etwa zwölf Prozent der Bevölkerung stellen, haben zu den Moskauer Machthabern ein traditionell schlechtes Verhältnis. Die gesamte Volksgruppe war am Ende des Zweiten Weltkriegs nach Zentralasien deportiert worden; erst seit Ende der achtziger Jahre durften die Tataren in ihre Heimat zurückkehren.

    Den Zorn der Russen hat das Parlament in Kiew in dieser Woche besonders durch die Entscheidung auf sich gezogen, der russischen Sprache ihren offiziellen Status abzuerkennen. Der Vorsitzende der nationalistischen Oppositionspartei „Swoboda“, Oleg Tjahnybok, einer der Kiewer Oppositionsführer, hatte am Dienstag jedoch versucht, mit einem Auftritt in einem Fernsehsender der Krim die Gemüter zu beruhigen. Jeder dürfe in der Sprache sprechen, die er sprechen wolle, sagte Tjahnybok. „Niemals wird jemand in der Ukraine Vertreter von nationalen Minderheiten verfolgen.“

    Ukraine: Gewalt zwischen Russen und Tataren auf der Krim - Ausland - FAZ


    - - - Aktualisiert - - -

    Ukraine: Bewaffnete besetzen Regierungsgebäude auf der Krim

  10. #340

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    Die ursprünglich russische Halbinsel Krim war in der Regierungszeit von Nikita Chruschtschow 1954 symbolisch an die Ukraine übergeben worden.
    Irgendwie erinnert das einen an das Verhalten des "großen" Tito, der Serbien in diversen Teilrepubliken zerstückelte,
    aber von einer ebengleichen Zerstückelung Kroatiens und Sloweniens die Finger ließ.

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