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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 471.778 Aufrufe

  1. #3671

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    1.218
    Nur mal zum Vergleich, wie unsere Medien noch 1999 schrieben. Damals hielt "Die Zeit" den Kosovo-Krieg für einen Bruch des Völkerrechts:

    "Der Bruch des Völkerrechts, der Verzicht auf ein UN-Mandat, die Verhältnismäßigkeit, die Unklarheit der militärischen Zielauswahl, das Fehlen eines klaren politischen Zieles,.."

    Auch von einem "europäischen Einigungskrieg" ist im Artikel die Rede.

    Deutschland am Ende des Krieges | ZEIT ONLINE

    Heute, wo die Transatlantiker am Ruder sind, will man davon nichts mehr wissen. Russland unter Putin soll international isoliert werden für etwas, dass die EU, handelte es sich um ihre eigenen Interessen, genauso handhabt.

  2. #3672
    Avatar von Vasile

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    4.031
    Zitat Zitat von Arbeiter Beitrag anzeigen
    Für Holodomor waren weder Russland, noch die damalige Russische SSR als auch das Russische Volk verantwortlich:

    Holodomor ? Wikipedia

    Bislang warst du der aller Erste und der Einzige den ich hier im Balkanforum erlebt habe, der (indirekt) die Russen für Stalins Größenwahn verantwortlich macht, dabei starben doch selber unter seiner Terrorherrschaft Millionen von Russen und anderer Nationalitäten - er selber hat auch niemals im Namen des Russischen Volkes gehandelt.

    Übrigens, Stalin selber war unter dem Sinne von Lenin's Bolschewiki keiner (ein Grund weshalb Lenin in seinem Testament vor ihm gewarnt hat).
    Ich machen die RUssen nicht für Stalins Größenwahn verantwortlich. Es geht nur darum dass die Russen während der Sowjetzeit das "Herrenvolk" war, während dei anderen Völker quasi "Untermenschen" waren. Möge wahr sein dass ausnahmsweise die Georgier während Stalin verwöhnt wurden, aber das war eine Ausnahme. Die Russen waren die Profiteure der Sowjetherrschaft. Die Russen wurden in allen Sowjetrepubliken vertreut um dort Spitzenposzen zu bekommen, wä#hrend die Einheimischen wie Menschen zweiter Klasse behandelt wurden und schlechte Aufstiegschanchen hatten im Gegensatz zu den Russen. Die Einheimischen mussten die Sprache der Russen lernen, die Russen waren niemals bereit die Sprache der Einheimischen zu lernen. Dafür waren sie wahrscheinlich zu ignorant und arrogant (oder vieleicht sogar zu dumm? Oder beides, denn Arroganz ist eine Form von Dummheit). Die Russen wurden überall kolonisiert udn galten als Garantie der Loyalität gegenüber der Sowjetmacht. Das war im allen Sowjetrepubliken so, und nachdem Sowjetunion zusammengebrochen ist waren die Russen diejenigen die in allen ehem. Sowjetrepubliken das Verschinden der Sowjetunion bedauert haben und politischen Krisen verursacht haben, egal ob wir hier von Estland, Lettland, Moldau (Transnsitrien), Ukraine (Ostukraine, Krim), Kasachstan (Norden) etc reden. Die Russen vermissen noch heute die Stellung als Herrenmenschen der Sowjetunion. Sie bedauern diesen Staat in dem sie praktisch das Staatsvolk waren, denn für die war die Sowjetunion ein russischer Staat. Und die Tatsache dass es viele Einheimische in den ehemaligen Sowjetrepubliken heuzutage russophon sind hat eben mit der Russifizierungspolitk aus der Sowjetzeit zu tun, denn die Sowjetunion hat eine Russifizierung betrieben, keine Kasachstanisierung, keine Lettisierung, keine Moldawiesierung. Es war Russifizierung und das zeigt schon die Stellung der russischen Nation in der Sowjetunion. Während der Sowjetzeit ist in alles Sowjetrepubliken der Anteil an Russen stark angestiegen währen die Zahl der Einheimischen geschrumpft ist. Ebenso die Expansion der russischen Sprache gegenüber der anderen.
    Und ein weiters Beispiel: die Region Kaliningrad (Königsberg), die früher Deutschland gehört hat, wurde 1945 der Russischen Sowjetrepublik zugeschlagen obwohl sioe keine Grenze zu Russland hatte. Die frühere Bevölkerung (hauptsächlich Deutsche, aber auch eine litausche Minderheit) wurde vertreiben und hier wurden Russen kolonisiert. Wieso hat man eigentlich diese Region nicht Litauen zugeschlagen? Kulturell und historisch wäre Litauen tausendmal geeigenter gewesen wie Russland. Oder sogat Polen. Russland hatte mit Ostpreußen nichts am Hut. Rein gar nichts.
    Erzähl mir bitte keine Märchen über eine vermeintliche "Opferrolle" der Russen in der Sowjetunion. Und wieso wurden die Wolgadeutschen und Schwarzmeerdeutschen nach Kasachstan und Sibirien deportiert? Wieso wurden ihre Häuser den faulen Russen geschenkt? Was hatten die Wolgadeutschen mit dem Dritten Reich zu tun gehabt? Und warum geschah das auch den Krimtataren nur weil ein Teil davon (ein Teil, ja? Nicht alle!!!) mit den Nazis kollaboriert haben? Inwiefern haben sich die Russen die Häuser verdient die früher den Deutschen und den Tataren gehört haben? Bestand ihr Verdienst allein an der Tatsache dass sie Russen waren?
    Und im Holomodor waren die Russen die größten Profiteure, denn sie haben Brot gegessen wofür sie nicht gearbeitet haben. Dafür wurden Millionen von Ukrainer ausgehungert, denn ihenn wurde das Brot genommen wofür sie gearbeitet haben!!! Und nachdem Millionen von Ukrainer verhungert waren, durften Millionen von Russen auch noch ihre Besitztümer geschenkt bekommen, denn unmittelbar nach dem Holomodor wurden Millionen von Russen in der Ukraine kolonisiert.
    Klar war die Sowjetunion eine Diktatur und zweifellos waren auch Russen unter den poltische verfolgten Ofpern. Das verändert aber kein Bisschen die Position die die Russen als Nation in der Sowjetunion hatten. Auch in Hitlerdeutschland hat es deutsche Opfern gegeben, es waren politisch verfolgte Opfer (Angehörige oppositioneller Parteien, Behinderte, Schwule, Kregsverweigerer, Kritiker des Regimes etc), das ändert aber nicht die Position der Deutschen als Nation gegenüber der Juden, Polen, Tschechen und anderer Nationen wo es auch Kollaborateure mit den Nazis gegeben hat, jedoch als Nation unterdrückt wurden.
    Und genau diese sowjetisch-nostalgische Herrenmenschhaltung der russischen homo-sovieticus aus den ehemaligen Sowjetrepubliken finde ich absolut kotzig. Diese verachtende Haltung gegenüber den Staaten in denen sie heute leben. Diese Gleichgültigkeit gegeüber dem Kontext in dem sie in diesen Regionen angekommen sind (als Kolonisten eines verbrechenischen und unterdrückenden Regimes) und gegenüber dem Staat der sie akzeptiert und die tausendmal besser behadelt, als die Sowjetunion die Einheimischen behandelt hat. Die Russen sollten dankbar sein dass sie nicht so behandelt werden wie die Sowjetunion die Einheimischen behandelt haben.
    Die Russen die der Sowjetunion hinterhertrauern und bis heute nicht gelernt haben die Staaten zu respektieren in denen sie leben sind genauso schlimm wie die übelsten Nazis. Sie haben nichts aus der Geschichte gelernt. Und auch wenn die Sowjetunion im Gegensatz zu Nazi-Deutschland den Krieg gewonnen hat (ein Kreg an dessen Ausbruch die Sowjetunion genauso schuldig war wie Nazi-Deutschland, ihr Verbündeter aus den ersten beiden Kriegsjahren), macht diese Tatsache die Sowjetunion kein Bisschen besser. Der Unterschied besteht nur darin dass leider nur wenige Russen, im Gegensatz zu den Deuschen (ausgenommen Nazis) sich über die Schuld der Sowjetunion überhaupt bewusst sind.

  3. #3673

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    Die NATO/Westen/EU/USA sind Schuld. Das liegt daran, dass sie Schuld sind.
    Hatte ich schon erwähnt, dass die NATO/Westen/EU/USASchuld sind? Nein? Also nochmal: die NATO/Westen/EU/USA sind Schuld.

    Und wo wir schonmal dabei sind: Durch den gestrigen Regen (an dem die NATO/Westen/EU/USA ebenfalls Schuld sind), ist meine Fahrradkette etwas angerostet. Ich erwarte, dass Rasmussen/Merkel/Obama/Ban Ki-Moon mir den Schaden, an dem sie schließlich Schuld ist, ersetzt, und das sie anfangen, etwas gegen diesen Regen zu tun, sonst muss ich sie und die NATO/Westen/EU/USA, die Schuld sind, leider sanktionieren (verbiete 3 - 4 hochrangigen westlichen Funktionären Sonn- und Feiertags von 11:35 Uhr - 12:15 Uhr meine Wohnung durch den Vorgarten zu betreten).

    Das haben sie dann davon.

    Selber Schuld.

  4. #3674
    Avatar von Vasile

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    Meinung 27.05.14
    Präsidentenwahl


    Die Ukrainer, geeint und erwachsen

    Das Votum der Menschen fiel klarer aus als erwartet. Eindrücke von der Wahl in Kiew zeigen: Aus einer apolitischen postsowjetischen Masse ist eine Gemeinschaft selbstbewusster Bürger geworden. Von Inga Pylypchuk


    Foto: REUTERS In Demut zur Wahl: Ukraines Premier Arsenij Jatseniuk (ganz links) wartet wie alle anderen darauf, seine Stimme abgeben zu können

    Als mein Flugzeug bereits zur Landung in Kiew angesetzt hatte, brach plötzlich ein Gewitter los. Die Blitze zuckten in furchterregend kurzen Abständen auf, lautes Donnern dröhnte am Himmel. Eine Sitznachbarin staunte über dieses Naturspektakel mit weit geöffneten Augen. "So oft kann es doch gar nicht blitzen. Sind das vielleicht Bombenexplosionen?", fragte sie sich.
    Alle lachten, und in diesem Lachen war auch eine Spur Galgenhumor zu spüren. Denn im Luftraum über der Ukraine schienen dieser Tage selbst solche brutalen Szenarien möglich. Kriegerisches Vokabular hat einen neuen, erschreckenden Realitätsbezug in der Alltagskommunikation bekommen. Das Flugzeug wurde schwer durchgeschüttelt. Nach vierzig Minuten konnten wir endlich landen. Doch die Turbulenzen waren damit nicht vorbei.
    An jeder Ecke, bei jeder Fernsehsendung und Pressekonferenz, in den Bussen und in den Taxis, in den Büros und in den Klubs waren die Ukrainer vor der Wahl damit beschäftigt, ihr Land, das auseinanderzufallen drohte, zusammenzuhalten. Und damit auch all den Ängsten zu widerstehen – vor dem Krieg, vor Blutvergießen, vor dem Tod, ja, vielleicht auch vor Bombenexplosionen. Das war eine schwere tagtägliche psychologische Arbeit.

    Sind dafür Menschen gestorben?


    Die Angst hat die Ukrainer aber auch geeint. Das haben sie mit dem Wahlergebnis deutlich gezeigt. Mit rund 55 Prozent Zustimmung für Petro Poroschenko, die ihm einen Sieg bereits im ersten Wahlgang bescheren, haben die Ukrainer eine pragmatische, ausgewogene Entscheidung getroffen. Sie haben gezeigt, dass sie ein klares Ziel vor Augen haben: die Gewalt im Osten des Landes so schnell wie möglich zu stoppen. Das trauen sie nur einem starken, handlungsfähigen Politiker wie Poroschenko zu.
    Diese Entscheidung war ein Kompromiss, der den Ukrainern nicht leichtgefallen ist. Ich sah meine Freunde und Bekannte wochenlang zweifeln: Verraten wir nicht den Maidan, wenn wir einen Oligarchen zum Präsidenten wählen? Haben wir dafür viele Monate bei eiserner Kälte auf den verschiedenen Maidanen des Landes verbracht? Was bleibt von den Forderungen des Volkes nach absolut neuen Gesichtern in der Politik, nach neuen Regeln? Wo ist die Garantie dafür, dass ausgerechnet dieser Kandidat, der bereits die verschiedensten politischen Lager repräsentierte, nun die hohen Erwartungen des ukrainischen Volkes erfüllen kann?
    Und die wohl heikelste Frage: Was würden die Männer, die in den grausamen Februartagen ihr Leben für die neue Ukraine opferten, dazu sagen? Ich sah Menschen diskutieren und streiten, ich stritt und diskutierte mit. Petro Poroschenkos Sieg ist eine Wahl, die aus der Not der Stunde getroffen wurde, sie ist aber keinesfalls eine Niederlage der Revolution. Die Maidan-Bewegung hat bereits die Zivilgesellschaft und die Medien gestärkt, auch in der Politik wird sie noch Früchte tragen. Es braucht nur Zeit. Am Sonntag wollte und musste die Ukraine aus den Kandidaten wählen, die zur Wahl standen.

    Keine Spur von nationalem Kitsch


    Doch der Geist des Maidans ist nicht verflogen. Und der Tag der Wahlen selbst war der beste Beweis dafür. Die Ukrainer strömten in die Wahllokale wie noch nie zuvor, wie die Statistiken belegen. Ich selbst stand zwei Stunden in der Schlange und konnte es kaum glauben, wie erwachsen wir als Volk geworden sind, wie entschlossen wir in großer Hitze stehen bleiben, um unsere vier Kreuze auf den Wahlscheinen zu machen – für den Präsidenten, für den Bürgermeister von Kiew und zweimal für die neue Stadtverwaltung nach einem gemischten System – also für eine Partei und für einen bestimmten Kandidaten.
    Die Frauen trugen moderne leichte Kleider mit folkloristischen Motiven und Kränze – und diese ganze Symbolik enthielt keine Spur von nationalem Kitsch, vielmehr war sie ein Zeichen der Einheit in diesen schweren Zeiten, ein Plädoyer dafür, die Wahl als ein Fest zu feiern. Denn sie ist ein vorübergehender Sieg über das verlogene Regime von Viktor Janukowitsch.
    Und auch ein Sieg über die Politik Wladimir Putins, die ständig behauptet, die Ukraine sei nur ein Vorhof Russlands und habe keine eigene Identität und somit kein Recht auf Selbstbestimmung. Vielleicht war es auch ein kleiner Sieg über die Korruption – einige sagten, finanziell lohne es sich nicht mehr, bei den Wahlen zu arbeiten, denn man könne nicht mehr wie früher mit Bestechungsgeldern rechnen.
    Auch alte Menschen wollten nicht zu Hause abstimmen, was sie eigentlich gekonnt hätten – mit Rollatoren und ukrainischen Fahnen kamen sie, um an der Feier der Wahl teilzunehmen. Wir alle haben uns aus einer apolitischen postsowjetischen Masse zu einer Gemeinschaft von Bürgern gewandelt. Bürger eines Landes, die über ihre Zukunft nachdenken, die nach einer gemeinsamen Lösung suchen.

    Mein Kandidat hat nicht gewonnen


    Es ist bedauerlich, dass so wenige Wahllokale im Osten geöffnet werden konnten. Aber auch dort gab es Menschen, die sich trotz Todesangst in die Wahllokale trauten. All die Propaganda, all dieser Hass, der die Menschen in Ost und West daran hindert, sich in die Augen zu schauen, schienen an diesem Tag, zumindest in einigen Städten der Ukraine, überwunden zu sein.
    Und als am Abend das russische Fernsehen mithilfe eines durchsichtigen Tricks den Eindruck zu erwecken versuchte, bei den Wahlen in der Ukraine werde Dmytro Jarosch von der nationalistischen Partei Rechter Sektor gewinnen, während in Wirklichkeit Petro Poroschenko alle Hochrechnungen deutlich anführte, konnte man über diese dreiste Lüge nur noch lachen.
    Auch ich habe an diesem Tag meine Stimme abgegeben. Mein Kandidat hat die Wahl nicht gewonnen, aber ich bin mit der Entscheidung der Mehrheit zufrieden. Am meisten stolz macht mich aber die Tatsache, dass, unabhängig davon, wer Präsident wird, die Ukrainer viel wacher, viel bewusster, viel entschiedener geworden sind. Viel europäischer, könnte man auch sagen.
    Man kann nur hoffen, dass sie künftig nicht mehr alles mit sich machen lassen. Sie wissen nun, was es heißt, die Initiative zu ergreifen und für eigene Rechte zu kämpfen. Es ist ein schönes Gefühl, ein Teil dieses zu sich selbst findenden Volkes zu sein. Gerade in diesen turbulenten Zeiten.


    "Welt"-Autorin Inga Pylypchuk wurde in Kiew geboren, wuchs dort auf und lebt seit sechs Jahren in Berlin.

    Präsidentenwahl : Die Ukrainer, geeint und erwachsen - Nachrichten Debatte - Kommentare - DIE WELT

    - - - Aktualisiert - - -

    __________________________________________________ __________________________________________

    Mythos Neurussland




    Putin erzählt von der der Heimholung Neurusslands, jenen ehemals russischen Gebieten im heutigen Osten der Ukraine. Doch was ist Neurussland? Die Gebiete um Charkiw, Donezk, Luhansk, bis an das Schwarze Meer! Das sagt jeder eifrige Verehrer Putins. Ach ist das so? Was Putin als Neurussland bezeichnet, hat nicht umsonst den Namenszusatz Neu. Der alte Name ist Dyke Pole, wildes Feld. Ein Gebiet das sich einst von Odessa über die Krim bis nach Rostow erstreckte und vom Osten bis Norden die heutige Grenze der Ukraine um gute 50 bis 200 Kilometer überragte. Bei Kursk und Sumy verlief die Grenze des Gebietes dann südlich von Kyiv nach Tscherkassy und im Westen am Fluss Dnister wieder nach Odessa. Es sind Gebiete der ukrainischen Steppe die durch Ausweitung des Zarenreiches erobert wurden. Gehalten durch einige wenige Garnisonsstädte lebte die ukrainische Bevölkerung bis 1920 weitgehend ungestört. Erst durch den bolschewistischen Terror und Stalins Hungersnot wurde das Gebiet von Ukrainern befreit und mit Menschen aus der ganzen Sowjetunion, vornehmlich aber mit Russen besiedelt. Eine ethnografische Karte aus Frankreich von 1918 zeigt eindrucksvoll, wie weit sich die Siedlungsgebiete der Ukraine damals in den Osten erstreckten.
    Ebenfalls auf der Karte zu sehen ist, dass Ukrainer und Tataren trotz jahrhundertelanger Fremdherrschaft die Mehrheit auf der Krim darstellten. Erst durch die bolschewistische Revolution, Vertreibung der Krimtataren 1944 und militärische Nutzung kippte das Verhältnis im Laufe der Jahrzehnte. Putins Reden von russischer Geschichte auf diesem Boden ist also nur ein propagandistisches Mittel seine wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen beim eigenen Volk mit einer völkischen Idee beliebter zu machen. Und das leider mit Erfolg. Sollte Putin also weiterhin die russische Bevölkerung im Osten der Ukraine zu Separation und Gewalt anstacheln, so ist eine Kettenreaktion nicht auszuschließen. Putin will uneingeschränkten Zugang zum Schwarzen Meer, doch wenn die Situation weiter eskaliert verliert er nicht nur die Krim wieder. Die noch existente ukrainische Bevölkerung im Südwesten Russlands könnte zu den selben Mitteln greifen, wie die Russen in der Ukraine. Rostow und das Einzugsgebiet des Kuban um Krasnodar wären dann aus russischer Sicht in Gefahr. Dort leben mehrheitlich ukrainischstämmige Russen und Kosaken, welche für einen wirtschaftlichen Aufschwung bereit wären, die Grenzen neu zu ziehen. Putins völkische Idee könnte also nach hinten losgehen, weil er nicht bedacht hat, dass diese auch in Russland greifen könnte. Und das, obwohl es im Kaukasus seit Jahrzehnten knallt.

    http://www.thebavaroukrainian.com/20...s-neurussland/

  5. #3675

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    Slawjansk - Schule (Nr.13) bei Luftangriff getroffen.
    Das ukrainische Militär macht nun nicht einmal mehr vor Schulen Halt. Nachdem es heute früh bereits ganz in der Nähe der Schule Nr.10 einschlug, wurde die Schule Nr.13 dann leider direkt getroffen. Schüler und die Bewohner aus der Nachbarschaft wurden evakuiert und in Bunkern versteckt!
    Den Schülern ist (soweit ich das überschauen konnte) nichts passiert! Ein Frau, die gerade in der Nähe der Schule war, überlebte den Angriff leider nicht!

    - - - Aktualisiert - - -




    Published on May 29, 2014
    Am 29.5.14 war der ukrainische Premier Jarzenjuk Redner bei der Überreichung des Aachener Karlspreises.

    Das Video zeigt die Demonstration gegen Jarzenjuk. Die Menschen werfen ihm vor, Faschisten in seiner Regierung zu tolerieren und mit seiner vom Westen unterstützen Politik die Eskalation in der Ukraine anzuheizen.

    Unter den Demonstranten waren Russen, auch Ukrainer und sehr viele Deutsche.

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    New York

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    London

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    Zitat Zitat von Vasile Beitrag anzeigen
    Ich machen die RUssen nicht für Stalins Größenwahn verantwortlich. Es geht nur darum dass die Russen während der Sowjetzeit das "Herrenvolk" war, während dei anderen Völker quasi "Untermenschen" waren. Möge wahr sein dass ausnahmsweise die Georgier während Stalin verwöhnt wurden, aber das war eine Ausnahme. Die Russen waren die Profiteure der Sowjetherrschaft. Die Russen wurden in allen Sowjetrepubliken vertreut um dort Spitzenposzen zu bekommen, wä#hrend die Einheimischen wie Menschen zweiter Klasse behandelt wurden und schlechte Aufstiegschanchen hatten im Gegensatz zu den Russen. Die Einheimischen mussten die Sprache der Russen lernen, die Russen waren niemals bereit die Sprache der Einheimischen zu lernen. Dafür waren sie wahrscheinlich zu ignorant und arrogant (oder vieleicht sogar zu dumm? Oder beides, denn Arroganz ist eine Form von Dummheit). Die Russen wurden überall kolonisiert udn galten als Garantie der Loyalität gegenüber der Sowjetmacht. Das war im allen Sowjetrepubliken so, und nachdem Sowjetunion zusammengebrochen ist waren die Russen diejenigen die in allen ehem. Sowjetrepubliken das Verschinden der Sowjetunion bedauert haben und politischen Krisen verursacht haben, egal ob wir hier von Estland, Lettland, Moldau (Transnsitrien), Ukraine (Ostukraine, Krim), Kasachstan (Norden) etc reden. Die Russen vermissen noch heute die Stellung als Herrenmenschen der Sowjetunion. Sie bedauern diesen Staat in dem sie praktisch das Staatsvolk waren, denn für die war die Sowjetunion ein russischer Staat. Und die Tatsache dass es viele Einheimische in den ehemaligen Sowjetrepubliken heuzutage russophon sind hat eben mit der Russifizierungspolitk aus der Sowjetzeit zu tun, denn die Sowjetunion hat eine Russifizierung betrieben, keine Kasachstanisierung, keine Lettisierung, keine Moldawiesierung. Es war Russifizierung und das zeigt schon die Stellung der russischen Nation in der Sowjetunion. Während der Sowjetzeit ist in alles Sowjetrepubliken der Anteil an Russen stark angestiegen währen die Zahl der Einheimischen geschrumpft ist. Ebenso die Expansion der russischen Sprache gegenüber der anderen.
    Und ein weiters Beispiel: die Region Kaliningrad (Königsberg), die früher Deutschland gehört hat, wurde 1945 der Russischen Sowjetrepublik zugeschlagen obwohl sioe keine Grenze zu Russland hatte. Die frühere Bevölkerung (hauptsächlich Deutsche, aber auch eine litausche Minderheit) wurde vertreiben und hier wurden Russen kolonisiert. Wieso hat man eigentlich diese Region nicht Litauen zugeschlagen? Kulturell und historisch wäre Litauen tausendmal geeigenter gewesen wie Russland. Oder sogat Polen. Russland hatte mit Ostpreußen nichts am Hut. Rein gar nichts.
    Erzähl mir bitte keine Märchen über eine vermeintliche "Opferrolle" der Russen in der Sowjetunion. Und wieso wurden die Wolgadeutschen und Schwarzmeerdeutschen nach Kasachstan und Sibirien deportiert? Wieso wurden ihre Häuser den faulen Russen geschenkt? Was hatten die Wolgadeutschen mit dem Dritten Reich zu tun gehabt? Und warum geschah das auch den Krimtataren nur weil ein Teil davon (ein Teil, ja? Nicht alle!!!) mit den Nazis kollaboriert haben? Inwiefern haben sich die Russen die Häuser verdient die früher den Deutschen und den Tataren gehört haben? Bestand ihr Verdienst allein an der Tatsache dass sie Russen waren?
    Und im Holomodor waren die Russen die größten Profiteure, denn sie haben Brot gegessen wofür sie nicht gearbeitet haben. Dafür wurden Millionen von Ukrainer ausgehungert, denn ihenn wurde das Brot genommen wofür sie gearbeitet haben!!! Und nachdem Millionen von Ukrainer verhungert waren, durften Millionen von Russen auch noch ihre Besitztümer geschenkt bekommen, denn unmittelbar nach dem Holomodor wurden Millionen von Russen in der Ukraine kolonisiert.
    Klar war die Sowjetunion eine Diktatur und zweifellos waren auch Russen unter den poltische verfolgten Ofpern. Das verändert aber kein Bisschen die Position die die Russen als Nation in der Sowjetunion hatten. Auch in Hitlerdeutschland hat es deutsche Opfern gegeben, es waren politisch verfolgte Opfer (Angehörige oppositioneller Parteien, Behinderte, Schwule, Kregsverweigerer, Kritiker des Regimes etc), das ändert aber nicht die Position der Deutschen als Nation gegenüber der Juden, Polen, Tschechen und anderer Nationen wo es auch Kollaborateure mit den Nazis gegeben hat, jedoch als Nation unterdrückt wurden.
    Und genau diese sowjetisch-nostalgische Herrenmenschhaltung der russischen homo-sovieticus aus den ehemaligen Sowjetrepubliken finde ich absolut kotzig. Diese verachtende Haltung gegenüber den Staaten in denen sie heute leben. Diese Gleichgültigkeit gegeüber dem Kontext in dem sie in diesen Regionen angekommen sind (als Kolonisten eines verbrechenischen und unterdrückenden Regimes) und gegenüber dem Staat der sie akzeptiert und die tausendmal besser behadelt, als die Sowjetunion die Einheimischen behandelt hat. Die Russen sollten dankbar sein dass sie nicht so behandelt werden wie die Sowjetunion die Einheimischen behandelt haben.
    Die Russen die der Sowjetunion hinterhertrauern und bis heute nicht gelernt haben die Staaten zu respektieren in denen sie leben sind genauso schlimm wie die übelsten Nazis. Sie haben nichts aus der Geschichte gelernt. Und auch wenn die Sowjetunion im Gegensatz zu Nazi-Deutschland den Krieg gewonnen hat (ein Kreg an dessen Ausbruch die Sowjetunion genauso schuldig war wie Nazi-Deutschland, ihr Verbündeter aus den ersten beiden Kriegsjahren), macht diese Tatsache die Sowjetunion kein Bisschen besser. Der Unterschied besteht nur darin dass leider nur wenige Russen, im Gegensatz zu den Deuschen (ausgenommen Nazis) sich über die Schuld der Sowjetunion überhaupt bewusst sind.


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    Athen

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  6. #3676

  7. #3677
    Avatar von blacksea

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    Der Typ hinter "Medien Lügen" Plakat, Karl Marx.

  8. #3678

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  9. #3679

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    Beeindruckend diese Massen an Demonstranten gegen den bösen Westen

    Zu jeder Demo gegen Atomkraft kommen zehnmal so viel, selbst für den Erhalt irgendwelcher Bäume.

  10. #3680

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    Zitat Zitat von Charlie Brown Beitrag anzeigen
    Beeindruckend diese Massen an Demonstranten gegen den bösen Westen

    Zu jeder Demo gegen Atomkraft kommen zehnmal so viel, selbst für den Erhalt irgendwelcher Bäume.
    Dein Post spricht für sich, muss man nicht mehr kommentieren!
    Einfach nur erbärmlich!

    Du suggerierst damit auch, dass du eine Meinungs-Masse brauchst, in der du dich suhlen kannst, da du nicht selber denken kannst
    und einfach ein kleiner Mitläufer bleibst.

    Das Ding is ja, es sind aus verschiedenen Ländern ein paar Bilder, Impressionen. Wieviele Leute dort sind oder sich in den nächsten Wochen noch beteiligen werden wird sich noch herausstellen.
    Es wird sicherlich noch mehr Menschen geben, die sich an Protesten, Demos und Kundgebungen beteiligen werden.
    Aber mach dich nur lustig darüber, das zeigt wie beschränkt du bist.

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