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Ergebnis 4.171 bis 4.180 von 9046

Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 471.442 Aufrufe

  1. #4171
    Jezersko
    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Das die Ukraine gegen die bewaffneten Seperatisten kämpft ist auch ihr gutes recht.
    Nur die art wie sie es machen. Mit schwerer Artillerie wahllos in Städte zu feuern. Und dabei bewust auch den tot von der Zivilbevölkerung in kauf zu nehmen.

    Damit stellt sich Kiew auf gleicher stelle mit den Bewaffneten Seperatisten.

    Nicht zu vergessen was in Odessa passiert ist.
    Was denkst du??? In einem Krieg gibt es kein "gentlemen-agreement"! Ein Krieg ist NIEMALS fair! Ein Krieg ist immer schmutzig! Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man mit Gewalt etwas erreichen will. Ob man sich Nationalist, Patriot, Separatist oder Terrorist nennt, macht dabei keinen Unterschied. Gewalt wirkt sich zu allererst auf den Schwächeren aus. Und das ist in der Regel die Zivilbevölkerung.

    Aber ich stelle fest, dass hier viel ahnungslose Kindergartenkinder herumheulen, welche schon Rambofilme gesehen haben, als sie gerade den Schnuller ausgespuckt haben. Vermutlich befinden sich auch viele solche ... unfertige Personen in den Reihen der "Separatisten". Geschossen ist schnell einmal und die Hemmschwelle zu Gewalt ist in wirtschaftlichen Krisengebieten generell niedrig. Da reicht das Resthirn oft nicht mehr, um nach zu denken, wie es nach den Feuergefechten weiter gehen soll.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von 2hands1blatt Beitrag anzeigen
    Das man die Wahlen am 25.5. torpedieren wollte glaube ich auch. Auch das RF nichts dagegen hatte und das sie ebenfalls hart gegen Separatisten vorgehen würden.

    "Es fing an mit Kundgebungen und Demonstrationen wie in Donetsk, Lugansk... Aber wenn das dann weiter geht, dass Leute sich bewaffnen, Verwaltungsgebäude erstürmen usw."

    So fing es aber auf dem Maidan auch an, bereits im November wurden Verwaltungsgebäude erstürmt. Damals durfte der ukrainische Staat nicht dagegen vorgehen.

    Und das meinte ich ursprünglich mit meiner Frage.

    Ich gehe auch davon aus, das im Osten die Bevölkerung zum großen Teil hinter den Separatisten und ihren Forderungen steht und das sie in den Wahlen am 25.5. sowieso keine Chance hatten, ihrem politischen Willen Ausdruck zu verleihen. Kann natürlich sein, dass ich mich da irre.

    - - - Aktualisiert - - -



    Also wenn Du den Separatisten schon die Legitimation für den bewaffneten Kampf absprichst, dann wird es schwierig, den AT-Einsatz zu verurteilen - außer punktuell (z.B. Odessa). Kann ja gut sein, die Artillerie schiesst auf Gebäude, von wo aus vorher Separatisten geschossen haben. So genau sind da die Berichte nicht. Ähnlich auch der Luftangriff am 2. Juni in Lugansk: schliesslich war das Gebäude von Bewaffneten besetzt. Da dann zum Zeitpunkt des Luftangriffs Zivilisten davor stehen, ist ein Kollateralschaden. Den will man immer vermeiden, klappt aber in keinem Krieg.
    Es ist in schmutzigen Kriegen (in denen sich nur zum Teil reguläre Streitkräfte gegenüberstehen) übliche Praxis, dass die Zivilbevölkerung als Schutzschild gleich mehrmals mißbraucht wird. Zuerst einmal um zivile Opfer bewußt in Kauf zu nehmen um diese dann der Welt vor zu führen. Danach als Argumentation für immer weitere Kämpfe. Zuletzt will man der Bevölkerung auch noch klar machen, dass man ganz in ihrer Nähe ist, um sie zu schützen. Perverser gehts eigentlich nicht mehr! Dann zeigt man noch die weinenden Mütter.... Kannst du überall auf der Welt beobachten. Terror eben.

  2. #4172
    Avatar von Damien

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    Zitat Zitat von 2hands1blatt Beitrag anzeigen
    Also wenn Du den Separatisten schon die Legitimation für den bewaffneten Kampf absprichst, dann wird es schwierig, den AT-Einsatz zu verurteilen - außer punktuell (z.B. Odessa). Kann ja gut sein, die Artillerie schiesst auf Gebäude, von wo aus vorher Separatisten geschossen haben. So genau sind da die Berichte nicht. Ähnlich auch der Luftangriff am 2. Juni in Lugansk: schliesslich war das Gebäude von Bewaffneten besetzt. Da dann zum Zeitpunkt des Luftangriffs Zivilisten davor stehen, ist ein Kollateralschaden. Den will man immer vermeiden, klappt aber in keinem Krieg.
    Ich spreche niemanden etwas ab. Aber ich ergreife auch für niemanden partei. Weder für Kiew noch für die Seperatisten.

    Es ist alles andere als ein geziehlter beschuss den die Ukrainische Armee da durchführt. Und wenn man Artillerie einsetzt um ein besetztes haus in einer Stadt zu treffen, bei einer streuung von 100m und mehr na ja ich weiß ja nicht.
    Was ihre genaue vorstellung von präzision ist...

    Auch der Angriff auf Lugansk war alles andere als mit Präzisionswaffen durchgeführt. Wenn man den die Seperatisten im Gebäude hätte treffen wollen.
    Dafür gibt es Waffen die nur das gebäude durchschlagen und dan innen ihre wirkung entfalten. Sie sind präziser als ein angriff mit kleinen Raketen.

  3. #4173
    Avatar von Allih der Große

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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Was denkst du??? In einem Krieg gibt es kein "gentlemen-agreement"! Ein Krieg ist NIEMALS fair! Ein Krieg ist immer schmutzig! Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man mit Gewalt etwas erreichen will. Ob man sich Nationalist, Patriot, Separatist oder Terrorist nennt, macht dabei keinen Unterschied. Gewalt wirkt sich zu allererst auf den Schwächeren aus. Und das ist in der Regel die Zivilbevölkerung.

    Aber ich stelle fest, dass hier viel ahnungslose Kindergartenkinder herumheulen, welche schon Rambofilme gesehen haben, als sie gerade den Schnuller ausgespuckt haben. Vermutlich befinden sich auch viele solche ... unfertige Personen in den Reihen der "Separatisten". Geschossen ist schnell einmal und die Hemmschwelle zu Gewalt ist in wirtschaftlichen Krisengebieten generell niedrig. Da reicht das Resthirn oft nicht mehr, um nach zu denken, wie es nach den Feuergefechten weiter gehen soll.
    Toll, super.
    Wenn dann vor allem Unbewaffnete ins Kreuzfeuer geraten - was solls?
    Nee jetzt mal im Ernst - warum legen die nicht gleich Bombenteppiche auf die zivile Infrastruktur und in Wohngebieten, oder greifen mit Biowaffen und Senfgas an? Mann, Mann, mann...

    "Da reicht das Resthirn oft nicht mehr, um nach zu denken, wie es nach den Feuergefechten weiter gehen soll."
    Dasselbe koennte man aber auch ueber die Faschos sagen. Die liefern den Russen ein ums andere Mal eine astreine Vorlage da tatsaechlich reinzugehen um "die eigene Minderheit zu schuetzen".

    Komm mir nicht mit "der Krieg ist dreckig". Man kann sehr wohl darauf verzichten Artillerie in STAEDTEN (dicht besiedelt, 99% nichtkombattanten) einzusetzen, v.a. wenn der Gegner aus schlecht bewaffneten "Separatisten" besteht. Dass sie es dennoch tun indiziert, dass die Separatisten wohl nicht importiert sind, sondern eher aus einer breiten Schicht im Volk rekrutieren.


    Die dicken Geschuetze sollen wohl die Bevoelkerung demoralisieren/veraengstigen und (die "wir sind zu allem bereit"-Haltung der Regierung zum Ausdruck bringen - Assads Senior laesst gruessen) und davon abhalten sich den Separatisten anzuschliessen.
    Wieso sonst jagt man Fliegen mit der Bazooka?

    So, jetzt muss ich mal fragen - WO hast du eigentlich gedient? Bei den Taliban? Bei zentralasiatischen Soeldnern? In Nord Korea?

  4. #4174
    Avatar von Damien

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Was denkst du??? In einem Krieg gibt es kein "gentlemen-agreement"! Ein Krieg ist NIEMALS fair! Ein Krieg ist immer schmutzig! Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man mit Gewalt etwas erreichen will. Ob man sich Nationalist, Patriot, Separatist oder Terrorist nennt, macht dabei keinen Unterschied. Gewalt wirkt sich zu allererst auf den Schwächeren aus. Und das ist in der Regel die Zivilbevölkerung.

    Aber ich stelle fest, dass hier viel ahnungslose Kindergartenkinder herumheulen, welche schon Rambofilme gesehen haben, als sie gerade den Schnuller ausgespuckt haben. Vermutlich befinden sich auch viele solche ... unfertige Personen in den Reihen der "Separatisten". Geschossen ist schnell einmal und die Hemmschwelle zu Gewalt ist in wirtschaftlichen Krisengebieten generell niedrig. Da reicht das Resthirn oft nicht mehr, um nach zu denken, wie es nach den Feuergefechten weiter gehen soll.
    Du brauchst mir nicht die regeln eines krieges zu erklären. Aber man kann durchaus Zivile Opfer vermeiden wenn man den möchte.

    Nur weil ein krieg nicht fair ist. Wirft man dann deshalb eine Atombombe über einer stadt ab die von hundert Seperatisten besetzt wurde?
    Oder setzt Cemiewaffen ein? Wird ja schon auch die Richtigen treffen. Ist ja auch nicht fair?
    Warum verurteile den der Westen den Chemie angriff in Syrien? War ja auch nicht fair?

    Oder beschießt eine Stadt mit Artillerie? Nur weil ein Krieg nicht fair ist?

    Und weil ein krieg nicht fair ist warum setzen wir dann nicht gleich Napalm ein.

    Es gibt gute gründe warum einige waffen geächtet sind.
    Mit deinem einen krieg ist ja nicht fair versuchst du das ganze noch schön zu reden.

    Ihr veruteilt nur dann etwas wann ihr wollt.

    Warum gab es wohl die ganze diskusion und ein untersuchungsverfahren nach einem von deutschland befohlenen
    angriff auf einen Benzin lastwagen mit 100 toten Zivilisten in Afganistan. Hätte man doch ja auch nicht untersuchen brauchen oder etwa doch?
    Deine meinung ist ja das ein Krieg nicht fair ist.

    du brauchst hier keinem zu erklären ob ein krieg schön ist oder nicht!

    Ja ein krieg ist nicht fair aber mann kann unötige Zivile Opfer vermeiden wenn man es den möchte!
    Du bist ja vom Militär wie du sagst das solte vielleicht auch in deinen kopf hinein gehen können.

  5. #4175
    Jezersko
    Zitat Zitat von Allih der Große Beitrag anzeigen
    Toll, super.
    Wenn dann vor allem Unbewaffnete ins Kreuzfeuer geraten - was solls?
    Nee jetzt mal im Ernst - warum legen die nicht gleich Bombenteppiche auf die zivile Infrastruktur und in Wohngebieten, oder greifen mit Biowaffen und Senfgas an? Mann, Mann, mann...

    "Da reicht das Resthirn oft nicht mehr, um nach zu denken, wie es nach den Feuergefechten weiter gehen soll."
    Dasselbe koennte man aber auch ueber die Faschos sagen. Die liefern den Russen ein ums andere Mal eine astreine Vorlage da tatsaechlich reinzugehen um "die eigene Minderheit zu schuetzen".

    Komm mir nicht mit "der Krieg ist dreckig". Man kann sehr wohl darauf verzichten Artillerie in STAEDTEN (dicht besiedelt, 99% nichtkombattanten) einzusetzen, v.a. wenn der Gegner aus schlecht bewaffneten "Separatisten" besteht. Dass sie es dennoch tun indiziert, dass die Separatisten wohl nicht importiert sind, sondern eher aus einer breiten Schicht im Volk rekrutieren.


    Die dicken Geschuetze sollen wohl die Bevoelkerung demoralisieren/veraengstigen und (die "wir sind zu allem bereit"-Haltung der Regierung zum Ausdruck bringen - Assads Senior laesst gruessen) und davon abhalten sich den Separatisten anzuschliessen.
    Wieso sonst jagt man Fliegen mit der Bazooka?

    So, jetzt muss ich mal fragen - WO hast du eigentlich gedient? Bei den Taliban? Bei zentralasiatischen Soeldnern? In Nord Korea?
    Dass sich Kämpfer unter die Zivilbevölkerung mischen ist nicht meine Idee. Sie machen es eben aus den angeführten Gründen.
    Wenn man irgendwelchen Medien trauen kann (in dem Fall ist es sogar egal, welche Seite), dann sind die "Separatisten" besser bewaffnet als die reguläre, ukrainische Armee. Es ist bekannt, dass diese sehr demotiviert und extrem schlecht ausgerüstet ist. Ich vermute, die schießen mit dem Letzten was sie haben. Artillerie setzt man üblicherweise anders ein. Ich nehme an, das wissen sie auch.

    Weder Taliban noch Nordkorea, sondern Österreich. Zu einer Zeit, als es noch ein adäquates Verteidigungsbudget inkl. einer klaren Verteidigungsdoktrin gab.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Du brauchst mir nicht die regeln eines krieges zu erklären. Aber man kann durchaus Zivile Opfer vermeiden wenn man den möchte.

    Nur weil ein krieg nicht fair ist. Wirft man dann deshalb eine Atombombe über einer stadt ab die von hundert Seperatisten besetzt wurde?
    Oder setzt Cemiewaffen ein? Wird ja schon auch die Richtigen treffen. Ist ja auch nicht fair?
    Warum verurteile den der Westen den Chemie angriff in Syrien? War ja auch nicht fair?

    Oder beschießt eine Stadt mit Artillerie? Nur weil ein Krieg nicht fair ist?

    Und weil ein krieg nicht fair ist warum setzen wir dann nicht gleich Napalm ein.

    Es gibt gute gründe warum einige waffen geächtet sind.
    Mit deinem einen krieg ist ja nicht fair versuchst du das ganze noch schön zu reden.

    Ihr veruteilt nur dann etwas wann ihr wollt.

    Warum gab es wohl die ganze diskusion und ein untersuchungsverfahren nach einem von deutschland befohlenen
    angriff auf einen Benzin lastwagen mit 100 toten Zivilisten in Afganistan. Hätte man doch ja auch nicht untersuchen brauchen oder etwa doch?
    Deine meinung ist ja das ein Krieg nicht fair ist.

    du brauchst hier keinem zu erklären ob ein krieg schön ist oder nicht!

    Ja ein krieg ist nicht fair aber mann kann unötige Zivile Opfer vermeiden wenn man es den möchte!
    Du bist ja vom Militär wie du sagst das solte vielleicht auch in deinen kopf hinein gehen können.
    Du kennst dich aus mit Krieg und Politik - warum hast du uns das bisher nicht verraten?

    Es ist beschämend ÜBERHAUPT zur Waffe greifen zu wollen. Ich WAR Berufssoldat. Meine ganze Ausbildung - sowohl passiv, als auch später dann aktiv als Ausbilder in verschiedenen Waffengattungen war AUSSCHLIESZLICH auf Verteidigung und Defensive ausgelegt. aber auch das Szenario eines Bürgerkrieges wurde nicht ignoriert. Dieser gehört zu den schwierigsten Situationen eines Soldaten. Im Falle von Wehrpflicht (deshalb bin ich auch ein unbedingter Verfechter dieser) ist der Einsatz der Armee gegen das eigene Volk aber politisch praktisch ausgeschlossen. Die Buben schießen nicht auf die eigenen Väter und Mütter!

  6. #4176
    Avatar von Allih der Große

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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Dass isch Kämpfer unter die Zivilbevölkerung mischen ist nicht meine Idee. Sie machen es eben aus den angeführten Gründen.
    Wenn man irgendwelchen Medien trauen kann (in dem Fall ist es sogar egal, welche Seite), dann sind die "Separatisten" besser bewaffnet als die reguläre, ukrainische Armee. Es ist bekannt, dass diese sehr demotiviert und extrem schlecht ausgerüstet ist. Ich vermute, die schießen mit dem Letzten was sie haben. Artillerie setzt man üblicherweise anders ein. Ich nehme an, das wissen sie auch.

    Weder Taliban noch Nordkorea, sondern Österreich. Zu einer Zeit, als es noch ein adäquates Verteidigungsbudget inkl. einer klaren Verteidigungsdoktrin gab.
    Dennoch... Mit Geschuetzen auf Irregulaere feuern? 3-4 erwischen - 40 Zivis Kollateralschaden und nochmal 200Leute obdachlos machen? Da koennen die die "Prorussen" genausogut gleich selber ausbilden...


    " sondern Österreich. Zu einer Zeit, als es noch ein adäquates Verteidigungsbudget inkl. einer klaren Verteidigungsdoktrin gab."
    1944???

  7. #4177

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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen


    Du kennst dich aus mit Krieg und Politik - warum hast du uns das bisher nicht verraten?

    Es ist beschämend ÜBERHAUPT zur Waffe greifen zu wollen. Ich WAR Berufssoldat. Meine ganze Ausbildung - sowohl passiv, als auch später dann aktiv als ausbilder in verschiedenen Waffengattungen war AUSSCHLIESZLICH auf Verteidigung und Defensive ausgelegt. aber auch das Szenario eines Bürgerkrieges wurde nicht ignoriert. Dieser gehört zu den schwierigsten Situationen eines Soldaten. Im Falle von Wehrpflicht (deshalb bin ich auch ein unbedingter Verfechter dieser) ist der Einsatz der Armee gegen das eigene Volk aber politisch praktisch ausgeschlossen. Die Buben schießen nicht auf die eigenen Väter und Mütter!

    Doch, das tun sie! Sie schießen auf Väter und Mütter und auf Kinder! Sie schießen auf die eigene Bevölkerung!

    Der allgemeine soziale Protest gegen die Regierung Janukowitsch wurde durchbrochen und instrumentalisiert,
    Faschisten setzten auf Gewalt, sie bestimmten die Führungsrolle, unterstützt durch bestimmte Oligarchen, die USA und die EU.
    Es kam zu einem Putsch. Die Verfassung wurde aufgelöst. Andere Präsidentschaftskandidaten wurden zusammengeschlagen und gefoltert und generell mundtot gemacht.
    Oppositionelle wurden ermordet, andere sind bei Mordanschlägen noch mit dem Leben davongekommen. Das hat alles nix mehr mit Frieden, Freiheit und Demokratie zu tun.
    Die wirklichen Seperatisten sind die Faschisten, die Kiever Junta! Von ihnen ging und geht die Gewalt aus! Wer das immer noch nicht begriffen hat, dem kann man auch nicht mehr helfen.
    Die Junta begeht Völkerrechtsbruch in dem sie die Bevölkerung im Osten mit Krieg und Terror überzieht. Gleichzeitig setzt die Junta den aussermilitärischen Faschisten ein Zeichen und gestattet ihnen Oppositionelle
    zu ermorden. In Mariupol vorgemacht, in Odessa vom Mobb organisiert und perfektioniert! Die "Köpfe" im Westen haben sich dafür offiziell bedankt! Für diesen Massenmord!

    Und du quatschst wirklich noch von einem "unfairen Krieg" oder "schmutzigen Krieg"

    Wäre es ganz normal bei friedlichen sozialen Protesten und Demonstrationen geblieben, die unter anderem die ganze Ukraine hätte umfassen können, da der Kontext gestimmt hat und die Forderungen auch vom Osten begrüßt wurden, dann müssten die Menschen im Osten sich jetzt nicht vor den Faschisten, sprich , der Junta verteidigen! Das sie sich verteidigen müssen, dafür gibt es einfach mal unzählige Beweise! Das Morden hatte schon auf dem Maidan begonnen!

  8. #4178

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    Schweiz: Ukraine ist kein verfolgungssicherer Staat mehr

    Thema: Regelung der Krise in der Ukraine

    Lage in Odessa am 2. Mai (Archivbild)


    Der Schweizer Bundesrat hat am Freitag beschlossen, die Ukraine von der Liste der verfolgungssicheren Staaten zu streichen. Wegen der anhaltenden politischen Krise und der Sicherheitssituation in Teilen des Landes sind die Voraussetzungen dafür nicht mehr gegeben, teilte der Bundesrat am Freitag mit.
    Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, das gesamte Territorium der Ukraine nicht mehr als verfolgungssicheren Staat ("Safe Country") zu bezeichnen, teilte der Bundesrat auf seiner Internetseite mit
    Asylgesuche aus diesem Land werden infolgedessen wieder materiell geprüft. Der Beschluss basiert auf der Lagebeurteilung des Bundesamtes für Migration (BFM).
    Die Ukraine galt seit 2007 als verfolgungssicherer Staat. Staaten sollten als verfolgungssicher gelten, wenn sie politisch stabil sind, die Menschenrechte gewährleisten und die internationalen Konventionen im Asylbereich anwenden. Asylgesuchen von Personen, die aus einem "Safe Country" stammen, wird nicht stattgegeben , außer es gibt im Einzelfall Hinweise auf eine Verfolgung.

  9. #4179
    Jezersko
    Zitat Zitat von Allih der Große Beitrag anzeigen
    Dennoch... Mit Geschuetzen auf Irregulaere feuern? 3-4 erwischen - 40 Zivis Kollateralschaden und nochmal 200Leute obdachlos machen? Da koennen die die "Prorussen" genausogut gleich selber ausbilden...


    " sondern Österreich. Zu einer Zeit, als es noch ein adäquates Verteidigungsbudget inkl. einer klaren Verteidigungsdoktrin gab."
    1944???
    1985 - 1991. Also zu Zeiten des eisernen Vorhangs, dem Fall dessen, der Wiedervereinigung Deutschlands und Beginn des Jugoslawienkrieges (inkl. Einsatz an der Grenze). Jedenfalls in der Phase, wo das sog. Raumverteidigungskonzept ("Spanocchi-Doktrin") abgeschlossen wurde.

  10. #4180
    Avatar von Yu-Rebell

    Registriert seit
    28.07.2011
    Beiträge
    3.269
    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Yu-Rebell, wenn ich bestimmte Einstellungen an meinen Servern vornehme, kann ich ALLES sehen. Ich lebe ja nicht in Nord-Korea oder in einem Land, über das wir gelegentlich hier sprechen. Ich habe die digitalen Sicherheitsvorkehrungen bewusst selbst getroffen. In diesem Fall habe ich eine Ausnahme gemacht, und mir das Video angesehen. Ich hätte es mir ersparen können - ich kannte die Informationen schon Jahre vorher.

    Was wollen diese Jungs und Mädels von US-Army, Marines Corps und anderen Einheiten? Was haben sie erwartet? Ist es nicht genau das, was ich an verschiedenen Stellen schon mit "moralischem Schaden" an den Menschen angesprochen habe? Dachten die etwa, das läuft wie in Hollywood? Haben sie vergessen, daß sie das FREIWILLIG machen? Berufssoldaten werden ausschließlich dafür ausgebildet, um letztendlich (für Geld) zu töten. Söldner zu sein ist das dreckigste Geschäft, das man sich vorstellen kann! Im besten Fall meldet sich - so wie bei den Soldaten im Video - noch vor der totalen Verrohung so etwas wie ein Gewissen. Ich war selbst fünf Jahre Berufssoldat und habe eine excellente Ausbildung genossen (auch das habe ich an anderer Stelle schon erwähnt). Glaub´ mir - ich weiß, wovon ich rede! Einen "kleinen" Unterschied gab es dennoch: Ich war bei einem Heer mit Wehrpflicht und AUSSCHLIESZLICH DEFENSIVER Ausrichtung angestellt!

    Wie Du sicher weißt, bin ich nicht mehr der Jüngste und ich wage zu behaupten, dass ich schon ein wenig in der Welt herum gekommen bin. Die Welt ist klein, und unendlich groß zugleich. Innerhalb eines einzigen Tages können wir heute praktisch jeden Punkt der Erde erreichen. Gleichzeitig schaffen wir es Viele oft nur ein paar Mal im Jahr zu den Eltern oder Geschwistern, nur weil diese ein paar Kilometer entfernt oder in einem Pflegeheim wohnen. Die Nachbarn 2 Häuser weiter sind sowieso fremd wie von einem anderen Kontinent... Bedenkt DAS jemand?

    Wir palavern hier über einen Krieg, der in seiner Schmutzigkeit noch lange nicht die Spitze erreicht hat. Ein paar hundert Kilometer geht es weit ärger zu. Von Afrika ganz zu schweigen. Manche hier sind - wie beim Fußball - die "wahren Experten", jedenfalls die "besseren Trainer" und wissen genau wie es geht. Das ist der übliche Schwachsinn! Zu wissen, was falsch läuft, welche Fehler die Anderen machen, usw - das ist keine Kunst. Darin sind wir Alle Weltmeister. Aber einen Ausweg zu suchen und Lösungen zu finden, verhindert schon wieder unser Reptiliengehirn und urzeitliche Instinkte leiten uns eher zu noch mehr Gewalt. Aktuelles Beispiel: ISIS in Syrien und Irak. Die Ursache liegt in der Feindschaft zweier Glaubensrichtungen (ich möchte nicht einmal Religionen sagen) - und der Ruf nach der US-Army war schnell da. Kann die die Feindschaft unter den Sunniten und Schiiten beenden? Wohl kaum. Auch in 20 Jahren nicht. Die Lösung muss von INNEN kommen. Oder man will eben auch in den nächsten Generationen Verfeindung inkl. Mord, Folter, Verstümmelung, Vergewaltigung, Steinigung usw.

    Im Grunde sind wir wieder in der Ukraine angekommen. Die Lösung der dortigen Krise kann nur von Innen kommen, wenn sie von Dauer sein soll. Alle Begehrlichkeiten von Außen, tragen den Streit nur in die nächste Generation. Möglicherweise gibt es in 20 oder 30 Jahren junge Leute in der Ukraine, denen es wirtschaftlich gut geht. Das sind dann die Ersten, die in nationalistischer Art schreien: Man hat uns die Krim gestohlen! Man hat uns Lugansk gestohlen! Man hat uns Donezk gestohlen!... Das ist keine Lösung.

    Wenn man im Kremel schlau ist, dann wird man dies bedenken. Militärisch ist nichts zu fürchten, das ist klar. Aber wird man mit so latenten Krisenherden in der Peripherie glücklich werden? Was bringt die Krim außer Prestige? Jedenfalls hohe Kosten für die versprochenen Verbesserungen, sofern man sich in ein paar Jahren noch daran erinnern kann. Das Selbe in der Ostukraine. Ich bin überzeugt davon, dass Putin gar kein Interesse an den desolaten Industriestädten hat. Das Geld für die "soziale Sanierung" der Region will man sich sicher sparen.

    Wer soll nun in der Ostukraine für eine geordnete Verwaltung sorgen? Schwer bewaffnete "Separatisten" ohne wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Vision eher kaum. Es gibt ein Leben nach dem Krieg! Und es wird auch ein Leben nach Putin geben. Auch daran muß heute schon gedacht werden.

    PS: Ein Leser des von Dir empfohlenen Buches hat folgendes Fazit gezogen:
    Der Autor nutzt den Kampfbegriff "Soziale Gerechtigkeit" um staatliche Umverteilung zu erzwingen. Die Lösungsvorschläge kommen aus der kommunistischen Mottenkiste und sind reine Agitation. Wegen der Fleißarbeit ein Stern. Ansonsten kann das Buch links liegen gelassen werden. Hier Details (Ich will hier nicht seitenlange Texte einfach reinkopieren!)
    Dass du YouTube sehen kannst und dieses - warum auch immer - nur verweigerst habe ich mir schon gedacht...

    Ja, was wollen diese Jungs und Mädels von US-Army? Was wolltest Du als Du selbst Berufssoldat warst? Für Frieden sorgen, Deinem Land dienen, dieses verteidigen, für Menschenrechte sorgen und natürlich auch Geld verdienen, oder? Das wollten diese Jungs und Mädels auch. Niemand hat sie vorher aufgeklärt. Niemand hat ihnen gesagt, dass es in ihren Einsätzen nicht um Verteidigung der Menschenrechte geht, sondern nur um Verteidigung der Interessen von Wenigen die diese Welt kontrollieren. Man soll diesen Menschen Respekt zollen Jezersko, statt diese ins Lächerliche zu ziehen. Alleine für den Mut ihre Meinung und Erfahrungen mit uns zu teilen, auch auf die Gefahr hin deswegen verhaftet und als Landesverräter verurteilt zu werden.

    Gut, dass Du Irak erwähnst. Das ist nämlich ein sehr guter Stichpunkt. Woher kommt diese ISIS? Aus dem Nichts etwa? Diese wurde durch die USA unterstützt und hochgezüchtet. Auch Deutschland ist nicht unschuldig dabei, dass diese die modernsten Waffen besitzen. Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien und Katar haben enorm zugenommen und ausgerechnet diese sind bei der ISIS zu erkennen. Rechtfertigung der Regierung für diese in der Bevölkerung umstrittene Waffendeals: "Wir können auf diese nicht verzichten, denn das würde nämlich viele Arbeitsplätze kosten...". Wie war das mit dem Frieden, mit Menschenrechten nochmal?

    Es gibt, oder besser gesagt, es gab eine Lösung für all diese durch den/die Krieg/e gepeinigten Länder: Wir hätten diese in Ruhe lassen müssen und das von Anfang an! Wir hätten diesen nicht unsere Art des Lebens aufzwingen versuchen dürfen. Wir hätten (das Wort WIR ist dabei nicht ernst gemeint, ich meine damit diese Handvoll Psychopathen die unsere schöne Welt regieren) Zbs. von diesen ihr Öl das ihnen gehört offiziell kaufen müssen. Leben und leben lassen, lautet die Lösung. Einfacher geht es kaum, oder?

    Ich sehe in und mit Putin eine Chance die Welt zu verändern (ich weiß, dass das hohe Erwartungen sind) und ich hoffe, dass er uns/mir noch lange erhalten bleibt.

    P.S.: Du lässt sich von einem "Kritiker" beeinflussen, um ein Buch als nicht lesewert abzustempeln? Alles und jeden was/der diese wenigen Menschen angreift, stempeln diese "unabhängigen" Kritiker als Rechts oder Links ab. Rechts oder Links ist in der Köpfen der Bevölkerung als Böse fest verankert und diese Bezeichnungen werden oft (unzurecht) nur dazu gebraucht um die Menschen wie Dich und mich von der Idee selbst zu denken abzubringen. Bei mir haben diese keine Chance mehr. Bei dir...?

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