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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 470.857 Aufrufe

  1. #4201
    Jezersko
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Gut, dann haben wir das ja geklärt!


    Thema Waffenruhe; Poroschenko hat sein Wort gebrochen, bzw. die Vereinbarte Waffenruhe wurde im gleichen Atemzug gebrochen. Die "Seperatisten" sind seit eh und jeh in der Defensive. Der Osten und der Süden wird angegriffen, nicht umgekehrt!
    Eben. Von "Separatisten, gesteuert von Rußland. Langsam nähern wir uns ja.

  2. #4202
    Avatar von Lilith

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    19.293
    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Eben. Von "Separatisten, gesteuert von Rußland. Langsam nähern wir uns ja.
    Genau dazu hat sich etwa ein Mark Franchetti von der Sunday Times schon Mitte Juni im ukrainischen TV geäußert. Zu dem, was er dort erlebt und gesehen hat. Findest du auch hier gepostet, mit UT, die du ruhig annehmen kannst. Du willst wirklich nichts sehen oder hören oder auch lesen, was nicht in dein Bild passt. Oder?

  3. #4203
    Avatar von Damien

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    Moskau bezeichnet Sikorskis Kritik an USA als „politischen Realismus“



    Die jüngste Kritik des Außenministers Polens, Radoslaw Sikorski, an die Adresse der USA spricht vom „politischen Realismus“ des polnischen Politikers. Das teilte das russische Außenministerium am Montag auf seiner Internetseite mit.

    „Sikorskis Äußerungen zeugen davon, dass er den politischen Realismus nicht verloren hat. Und die Nutzung grober Ausdrücke an die Adresse der USA resultiert höchstwahrscheinlich aus beleidigenden und ebenfalls groben Äußerungen (von US-Vizeaußenministerin Victoria Nuland) zur Europäischen Union“, hieß es in der Mitteilung.

    Die Redaktion des polnischen Magazins „Wprost“ verfügt über Aufzeichnungen von Telefongesprächen mehrerer ranghoher Amtsträger und veröffentliche bislang einige Fragmente eines Telefonats Sikorskis. Sein Gesprächspartner wurde allerdings nicht genannt.

    Sikorski behauptete bei dem Gespräch, dass die Außenpolitik von Regierungschef Donald Tusk und Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak fehlerhaft und „das polnisch-amerikanische Bündnis nichts wert“ sei. „Das Bündnis mit den USA ist schädlich, weil es ein falsches Gefühl der Sicherheit vermittelt... Wir werden mit Deutschland und Russland auseinanderzanken, weil wir die Amerikaner unterstützen“, sagte Sikorski und benutzte dabei einen obszönen englischen Ausdruck.

    Moskau bezeichnet Sikorskis Kritik an USA als ?politischen Realismus? | Politik | RIA Novosti

  4. #4204

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    Mitschnitt der Diskussion mit Jörg Kronauer (konkret) und Jörn Schulz (Jungle World) vom 13.06.2014 im Golem.
    In Zusammenarbeit mit der Gruppe für den organisierten Widerspruch.
    Präsentiert von Jungle World und konkret.
    Der aktuelle Konflikt begann mit dem – in der bundesrepublikanischen Debatte heute weitgehend vergessenen – Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine. Hinter diesem relativ harmlos klingenden Technokratenbegriff steckte ein radikales Sparprogramm, das die verarmte Post-Sowjet-Ökonomie aus den Fängen Russlands reißen sollte. Der bis dato regierende autoritäre (Post-)Oligarch Viktor Janukowitsch wollte dieses letzte Ultimatum hinauszögern, um die gleichermaßen zu Russland und der EU bestehende ökonomische Abhängigkeit der Ukraine nicht einseitig zu Lasten Russlands (und damit der günstigen russischen Gaslieferungen) aufzulösen.
    Der Rest dürfte allseits bekannt sein: Der antiwestliche Kurs von Janukowitsch brachte eine heterogene Protestbewegung auf die Straße, die allein die Ablehnung des herrschenden Regimes vereinte. Neben EU-Anhängern und Demokraten waren vor allem die Faschisten des »rechten Sektors« tonangebend bei der Zuspitzung des Konflikts. Auf dem Maidan-Platz in Kiew und andernorts tobten Straßenschlachten, in deren Verlauf etliche Menschen starben. Janukowitsch musste fliehen und spülte die Protestbewegung an die Macht. Separatistische Truppen tauchten in der Folgezeit zunächst auf der Krim und später in der Ostukraine auf. Sie setzten das staatliche Gewaltmonopol aus Kiew weitgehend außer Kraft und bereiteten eine Ablösung der Regionen aus dem ukrainischen Nationalstaat vor. Seitdem flackern in der Ostukraine immer wieder militärische Auseinandersetzungen zwischen Regierungseinheiten und Separatisten auf.
    Die Rezeption der Ereignisse in der Ukraine ist in Deutschland von einer bemerkenswerten Einseitigkeit geprägt. So stellt die paramilitärische Formierung und die damit einhergehenden faschistische Parolen der Maidan-Proteste für die staatstragende deutsche Politik kein Problem dar: Im Gegensatz zu den hierzulande von der Polizei mit der ganzen Berechtigung demokratischer Staatsgewalt niedergeprügelten »linken Chaoten« (wie etwa in Hamburg am 21. Dezember 2013) erblickte die deutsche Politik in den dortigen Auseinandersetzungen ausschließlich »Freiheitskämpfer« und »Europa-Freunde« (Rebecca Harms, Bündnis90/Die Grünen). Auch die vorübergehende Regierungsbeteiligung der faschistischen Swoboda-Partei stieß auf keine nennenswerte Empörung. Wie irrlichternde Einseitigkeit anders herum funktioniert, bewies hingegen der Großteil der hiesigen antiimperialistischen Linken: die Reaktion Russlands auf die EU-Annäherung der Ukraine mit der Annektierung der Krim und Einflussnahme in der Ostukraine werte sie als »antifaschistische Aktion« gegen die »NATO-Kriegspropaganda«.
    Wie ist die erneute Frontstellung des kalten Krieges – der Westen mit den USA und der EU auf der einen, Russland auf der anderen Seite – zu bewerten? Sollte linke Kritik das außenpolitische Programm des »Hauptfeinds Deutschland« und der EU in den Fokus rücken? Oder müssten die Waffen der Kritik eher gegen das geopolitische Agieren Russlands und die prorussische Querfront von Teilen der Linkspartei über die Alternative für Deutschland bis hin zur extremen Rechten gezückt werden?
    Wie die Situation in der Ukraine einzuschätzen ist und wie sich eine Linke, die es ernst meint mit der »Assoziation der Freien und Gleichen«, hinsichtlich des Konflikts zu positionieren hätte, wollen wir auf einem der seltenen Gipfeltreffen mit Vertretern der beiden linken Publikumsblätter Jungle World und konkret diskutieren. Zu Gast sind der freie Journalist und konkret-Autor Jörg Kronauer, sowie dem Jungle World Redakteur Jörn Schulz.




    Klick

    https://soundcloud.com/golem-dieuntuchtigen/ukraine

  5. #4205

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Mitschnitt der Diskussion mit Jörg Kronauer (konkret) und Jörn Schulz (Jungle World) vom 13.06.2014 im Golem.
    In Zusammenarbeit mit der Gruppe für den organisierten Widerspruch.
    Präsentiert von Jungle World und konkret.
    Zumindest werden da mal Fragen aufgeworfen, die in den großen deutschen Medien gar nicht erst diskutiert werden.

  6. #4206
    Jezersko
    Zitat Zitat von 2hands1blatt Beitrag anzeigen
    Zumindest werden da mal Fragen aufgeworfen, die in den großen deutschen Medien gar nicht erst diskutiert werden.
    Ja, Fragen werden aufgeworfen, aber Antworten erst gar nicht gesucht.

  7. #4207

    Registriert seit
    09.05.2014
    Beiträge
    1.218

    Ca$h for TIPP-Lobbying

    Hier gibt es eine Chance für alle, die frustriert sind, dass die "Putinisten" für ihre Kommentare fett Kohle vom Kremel bekommen, sie selbst aber keinen Cent fürs Posten der werten eigenen Meinung:

    Handelsabkommen: US-Botschaft bietet 20.000 Dollar für positive TTIP-Projekte - Golem.de

    1. Pro-TIPP Blog eröffnen
    2. Projekt von US Botschaft abnicken lassen
    3. fett abkassieren!

    http://www.titanic-magazin.de/postka...kommens-20878/

  8. #4208

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    10.420
    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Ja, Fragen werden aufgeworfen, aber Antworten erst gar nicht gesucht.
    Hast du dir den Mitschnitt der Diskussion angehört?
    Da werden auch Antworten gegeben, zb. bezügl. der vor Jahren aufgeflammten sozialen Proteste und Streiks im Osten der Ukraine.
    Die Antwort darauf, was es mit dem Bandera-Kult auf sich hat und was mit den sozialen Protesten im Westen der Ukraine passierte und von was sie verdrängt wurden.
    Was es von 2004 bis 2014 für Entwicklungen in der Ukraine gab.
    und so weiter und so fort.

  9. #4209

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    28.10.2010
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    15.315
    Wann werden die Russen zum finalen Schlag ausholen?

  10. #4210
    Jezersko
    Zitat Zitat von hrhrhrvat Beitrag anzeigen
    Wann werden die Russen zum finalen Schlag ausholen?
    Soweit wird es nicht kommen:

    "...Vor seinem Abflug nach Wien habe der russische Präsident, einen Brief an die Vorsitzende des Rates der Föderation, Walentina Matwijenko, geschrieben, zitierte die Nachrichtenagentur Putins Sprecher Dimitri Peskow. Darin ersuchte er den Rat der Föderation "zum Zwecke der Normalisierung der Lage und der Regulierung der Situation in den östlichen Regionen der Ukraine und im Zusammenhang mit Dreiparteiengesprächen zu dieser Frage" die Erlaubnis vom 1. März 2014, russische Truppen auf dem Territorium der Ukraine einsetzen zu dürfen, wieder aufzuheben.
    Die Nachricht sorgte an der Börse in Moskau für Erleichterung: Der RTS-Index stieg um mehr als zwei Prozent zum Vortag. Seit dem Beginn der Ukraine-Krise wird ein Einmarsch russischer Soldaten ins Nachbarland befürchtet, wo pro-russische Separatisten sich gegen die Regierung erhoben haben. Zuletzt hatte es aber Zeichen der Entspannung gegeben. Nachdem der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am vergangenen Freitag eine einseitige Waffenruhe für eine Woche ausgerufen hatte, erklärten sich am Montag auch die prorussischen Separatisten im Osten des Landes bereit, ihrerseits bis zum Freitag die Waffenruhe einzuhalten..."
    http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/Putin-in-Wien-Entspannungszeichen-fuer-Ukraine;art385,1422332



    Österreichs Staats und Regierungsspitzen empfangen gerade jetzt Putin. Dies wird allerdings nicht von Allen gut geheißen:

    Trotz der Ukraine-Krise empfängt Österreich den russischen Präsidenten Putin heute zu einem offiziellen Besuch. Bei den EU-Partnern stösst dies auf Kritik.

    Nach dem Wahlkampfauftritt des türkischen Regierungschefs Erdogan in Wien steht mit dem Eintreffen des russischen Präsidenten Putin heute Nachmittag bereits der zweite umstrittene Besuch eines hochrangigen Politikers innert nur einer Woche an. Putin wird mit dem österreichischen Bundespräsidenten Fischer sowie mit Bundeskanzler Faymann und Aussenminister Kurz zusammentreffen. Am Abend wird er zudem einen Vortrag vor der Wirtschaftskammer halten und mit dem Schweizer Bundespräsidenten und gegenwärtigen OSZE-Vorsitzenden Didier Burkhalter Gespräche führen. Dieser befindet sich für eine OSZE-Veranstaltung in der österreichischen Hauptstadt.

    Es ist der erste bilaterale Besuch Putins in einem EU-Land seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim. In Österreich legt man zwar Wert darauf, dass es sich um einen Gegenbesuch handelt, für den Fischer die Einladung bereits vor drei Jahren in Moskau ausgesprochen hatte – damals noch an Präsident Medwedew. Dennoch wird in einigen europäischen Hauptstädten mit Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen, dass Wien Putin mitten in der Ukraine-Krise den roten Teppich ausrollt. Dezidiert äusserte sich gestern am EU-Aussenministertreffen in Luxemburg Schwedens Aussenminister Carl Bildt. Putin versuche damit, die EU zu spalten. Schweden würde den Präsidenten deshalb nicht empfangen. Es gebe auch eine schriftliche Übereinkunft der EU-Länder, in der derzeitigen Lage auf derartige Besuche zu verzichten. Grosse Skepsis herrscht auch in den osteuropäischen Ländern.
    Wien stellt sich dagegen auf den Standpunkt, das Treffen sei im Vorfeld mit der EU abgesprochen worden, und es habe auch andere Gespräche zwischen Putin und europäischen Staats- und Regierungschefs gegeben. Neben den notwendigen Sanktionen müsse man auch versuchen, Gesprächskanäle offen zu halten, sagte Aussenminister Kurz gestern in Luxemburg. Fischer sei zudem auch schon mit dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko zusammengetroffen. Fischer selbst betonte heute Morgen gegenüber dem ORF-Radio, der Besuch biete ihm die Chance, von Angesicht zu Angesicht für eine friedliche Beilegung der Krise zu werben. Laut Informationen der Zeitung «Die Presse» hat Wien immerhin dem Wunsch Moskaus, einen mehrtägigen Staatsbesuch zu orchestrieren, nicht entsprochen. Es handelt sich lediglich um einen sechsstündigen Arbeitsbesuch.
    http://www.nzz.ch/international/wien-rollt-putin-den-roten-teppich-aus-1.18329116

    Es ist vermutlich kein großes Geheimnis, wenn ich sage, dass ich Putin nicht mag. Es ist hier aber auch bekannt, dass ich Krieg verachte und es befürworte, wenn auch in extrem kritischen Situationen noch miteinander Geredet wird.


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