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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 471.224 Aufrufe

  1. #4511
    Avatar von Damien

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    Ost-Ukraine: Milizen zerschlagen Militärkolonne – 30 Soldaten getötet



    D
    ie Milizen in der Ost-Ukraine haben am Freitag nach eigenen Angaben eine Fahrzeugkolonne der Regierungsarmee aus einem Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad beschossen und mindestens 30 Soldaten getötet. Das Innenministerium in Kiew bestätigte diese Opferzahl.

    „Nach unseren Angaben ist die 24. motorisierte Brigade aus Lwow unter Beschuss geraten. Die Kolonne ist zerschlagen. Die genaue Zahl der Toten ist nicht bekannt. Es könnte sich um zwei bis drei Dutzend handeln“, teilte ein Sprecher im Stab der Volkswehr RIA Novosti mit. Die Kolonne sei der russischen Grenze entlang gefahren, um die Stellungen der Milizen einzukesseln.

    Sorjan Schritjak, Berater des ukrainischen Innenministers Arsen Awakow, bestätigte, dass mindestens 30 Soldaten getötet worden seien. „Nach bisherigen Angaben gibt es 30 Tote. Ich halte es für möglich, dass die Opferzahl noch wächst“, sagte er dem ukrainischen TV-Sender „112 Ukraina“.

    Die Gefechte zwischen Armee und Milizen in der Ost-Ukraine dauern seit April an. Die nationalistisch geprägte Übergangsregierung, die im Zuge des Februar-Umsturzes die Macht in Kiew übernommen hatte, schickte Truppen in die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk, weil diese den Machtwechsel nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten setzte die Regierungsarmee Panzer, Kampfjet und Artillerie ein und konnte am vergangenen Samstag die Protesthochburg Slawjansk und das benachbarte Kramatorsk unter ihre Kontrolle bringen.

    Die Milizen zogen sich nach Donezk und Lugansk zurück. Der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats Michail Kowal kündigte an, dass die Armee die beiden Kohlenbergbau-Metropolen einkesseln und durch die Blockade zur Kapitulation zwingen werde. Am Sonntag hat der reichste Mann der Ukraine, Rinat Achmetow, der weite Teile der ostukrainischen Stahl- und Kohleindustrie kontrolliert, vor Bombenangriffen im Donbass gewarnt.

    Ost-Ukraine: Milizen zerschlagen Militärkolonne ? 30 Soldaten getötet | Sicherheit und Militär | RIA Novosti

    R.I.P




  2. #4512
    Avatar von Damien

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    EU-Ukraine-Assoziierung: Moskau will sich gegen Handelsrisiken versichern



    Russland besteht darauf, dass alle Problemfragen bezüglich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Kiew noch vor dem Inkrafttreten des Assoziierungsabkommens der Ukraine mit der EU geregelt werden, wie der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew am Freitag in Brüssel nach Verhandlungen mit dem ukrainischen Außenminister Pawel Klimkin sagte.

    „Wir bestehen darauf, dass das Abkommen über die Assoziierung der Ukraine mit der EU nicht in Kraft tritt, solange diese Risikobereiche nicht geklärt sind. Wie mir scheint, hat dieses Herangehen bei der Ukraine Verständnis gefunden“, so Uljukajew.
    Laut dem russischen Minister wurden während der Diskussion, die einen aufgeschlossenen Charakter hatte, viele sensible Fragen des beiderseitigen Handels berührt.

    Das EU-Assoziierungsabkommen der Ukraine, dessen Hauptteil der Vertrag über die Schaffung einer Freihandelszone ist, wurde am 27. Juni in Brüssel unterzeichnet. Russland hat wiederholt seine Beunruhigung darüber geäußert, dass dieser Vertrag einen unkontrollierten Zustrom zollfreier Waren auf den russischen Markt auslösen könnte, denn die meisten Warenarten aus der Ukraine würden innerhalb des Freihandelsraumes der GUS zollfrei nach Russland geliefert.

    EU-Ukraine-Assoziierung: Moskau will sich gegen Handelsrisiken versichern | Politik | RIA Novosti

    - - - Aktualisiert - - -

    Handelskommissar De Gucht räumt Risiken für
    Russland durch Kiews EU-Assoziierung ein




    Die EU-Kommission erkennt laut Handelskommissar Karel De Gucht an, dass das Assoziierungsabkommen zwischen Kiew und der Europäischen Union Risiken für die Wirtschaftsbeziehungen Russlands mit der Ukraine in sich birgt.

    „Die Liberalisierung des Handels im Rahmen des Assoziierungsabkommens modifiziert die Handels- und Investitionsbedingungen auf dem ukrainischen Markt“, sagte De Gucht am Freitag in Brüssel nach dreiseitigen Gesprächen mit Russlands Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew und dem ukrainischen Außenminister Pawel Klimkin. Die Umsetzung der neuen Handelsabkommen zwischen der EU und der Ukraine könne zu wirtschaftlichen Risiken zwischen Russland und der Ukraine führen.

    Bei ihren Gesprächen am Freitag einigten sich die Seiten darauf, dass Experten bis zum 1. September diese Risiken analysieren und zum nächsten dreiseitigen Ministertreffen am 12. September in Brüssel einen Bericht darüber erstatten, wie der russische Wirtschaftsminister Uljukajew mitteilte. Russland werde bis zum 20. Juli eine Liste potentieller Risiken für seine Wirtschaft vorlegen.

    Zuvor hatte Uljukajew geäußert, dass Russland aufgrund der Assoziierung der Ukraine mit der Europäischen Union den Handel mit dem Nachbarland vom Freihandels- auf das Meistbegünstigungsprinzip umstellen müsse, um seinen Markt vor einem unkontrollierten Zustrom zollfreier Waren zu schützen.

    http://de.ria.ru/politics/20140711/268988905.html

  3. #4513
    Jezersko
    Genau damit ist jetzt offensichtlich geworden, worum es Russland in Wirklichkeit geht und die ganze Zeit gegangen ist!

    Das Volk der Ukraine - und zwar das gesamte Volk (!!!) wurde dzu mißbraucht. Es wurde Unfriede gesät. Die Gesellschaft wurde gegenseitig aufgehetzt. Es wurden grobe Keile in die Gesellschaft getrieben.

    Und warum das Ganze?

    "Russland hat wiederholt seine Beunruhigung darüber geäußert, dass dieser Vertrag einen unkontrollierten Zustrom zollfreier Waren auf den russischen Markt auslösen könnte, denn die meisten Warenarten aus der Ukraine würden innerhalb des Freihandelsraumes der GUS zollfrei nach Russland geliefert"
    "Wir bestehen darauf, dass das Abkommen über die Assoziierung der Ukraine mit der EU nicht in Kraft tritt, solange diese Risikobereiche nicht geklärt sind."


    Es geht ganz banal um die Wirtschaft. Zwischen den Absichten "des Westens" und Russlands passt kein Blatt Papier! Da können ein paar Poster noch so feuchte Träume von Kommunismus und Arbeiterkampf haben...

  4. #4514
    Avatar von Damien

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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Genau damit ist jetzt offensichtlich geworden, worum es Russland in Wirklichkeit geht und die ganze Zeit gegangen ist!

    Das Volk der Ukraine - und zwar das gesamte Volk (!!!) wurde dzu mißbraucht. Es wurde Unfriede gesät. Die Gesellschaft wurde gegenseitig aufgehetzt. Es wurden grobe Keile in die Gesellschaft getrieben.

    Und warum das Ganze?

    "Russland hat wiederholt seine Beunruhigung darüber geäußert, dass dieser Vertrag einen unkontrollierten Zustrom zollfreier Waren auf den russischen Markt auslösen könnte, denn die meisten Warenarten aus der Ukraine würden innerhalb des Freihandelsraumes der GUS zollfrei nach Russland geliefert"
    "Wir bestehen darauf, dass das Abkommen über die Assoziierung der Ukraine mit der EU nicht in Kraft tritt, solange diese Risikobereiche nicht geklärt sind."


    Es geht ganz banal um die Wirtschaft. Zwischen den Absichten "des Westens" und Russlands passt kein Blatt Papier! Da können ein paar Poster noch so feuchte Träume von Kommunismus und Arbeiterkampf haben...
    Na herzlichen glückwunsch zu dieser erkenntnis.
    Darum ging es schon von anfang an. Und Russland hat den Assoziierungsvertrag auch schon von anfang an kritisiert. Und gesagt das man dagegen massnamen treffen würde. Solte er in kraft tretten.

    Aber nicht nur Russland ging es darum sondern vor allem auch der EU. Ging es darum.
    Das war auch der Grund warum die EU gewaltätige ausschreitungen und Demonstrationen auf dem Maidan unterstützte.
    Und dem alten Ukrainischen Präsiedenten unter druck setzte wenn er seine Polizeikräfte zu hart gegen diese Demonstrationen vorgähen lassen würde.

    Das war auch der Grund warum man Druck auf den alten Präsidenten aussübte er solle doch Demonstrationsgesätze zurück nehmen die man selber ja so aber auch selbst in Deutschland hat.
    z.b (Vermumungsverbot bei Demonstrationen) usw...

    Und um zu zeigen das die EU/USA diese Demonstrationen unterstützte. Und es dann selbst auch der letzte Gewaltätige Demonstrant begriff traffen dann natürlich auch noch Westliche und US Politiker auf dem Maidan ein.
    Und zeigeten ihre Solidarität mit den armen Bruttalen schlägertrupps der Maidaner Demonstranten. Damit sie ja nicht aufhören würden zu demonstrieren. Weil der Westen sie ja unterstützte.

    Und um diesen Assoezierungsvertrag ging es dann auch. Als die EU dann auch die absetzung des Alten Ukrainischen Präsidenten annerkannte.
    Der Undemokratisch und ohne eine merheit im Parlament dafür zu haben gestürtzt worden war.

    Der ja bekanntlich den Assoziierungsvertrag auf Eis legte weil dieser wie er dann merkte schädlich für sein land war.

    Und das dann das ganze Ukrainische Volk diesen Assoezierungsvertrag unterstützt haben soll. Oder dann auch das gesamte Ukrainische Volk die Demonstrationen auf dem Maidan unterstützt haben soll.
    Obwohl weite teile des Ostens den alten Ukrainischen Präsiedenten gewählt haben. Sind genau so wie du sagtest nur feuchte Träume.

    Und das war es dann auch was erst diesen Keil zwischen dem Ukrainischen Volk hinein Getrieben hat.

    Und um es noch weiter auszuführen. Verstärkten dann diesen keil noch. Das die neue Regierung als erste handlung dann gleich das Sprachengesetz absetzte.
    Das die Russische sprache als zweitsprache regelte.

    Aber man merkte es auch wie die Berkut Einheiten nach dem Sturz und ihrer sofortigen absetzung auf der Krim und anderen Regionen mit Blumen und menschenmengen begrüst wurden
    die diese Polizeikräfte wie helden feierten. Und schon da wurden die Demonstranten auf dem Maidan als Faschisten beschimpft. Und schon da machte sich dieser keil bemerkbar und spaltete die Bevölkerung immer mehr.

    Der alte Ukrainische Präsident flüchtete auch zuerst auf die Krim bevor er dann nach Russland flüchtete.

    Das war alles vor der Krim übernahme durch Russland. Und die anti maidan Demonstrationen gingen dann nicht nur auf der Krim sondern auch im Osten und Süden des Landes los.

  5. #4515

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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Genau damit ist jetzt offensichtlich geworden, worum es Russland in Wirklichkeit geht und die ganze Zeit gegangen ist!

    Das Volk der Ukraine - und zwar das gesamte Volk (!!!) wurde dzu mißbraucht. Es wurde Unfriede gesät. Die Gesellschaft wurde gegenseitig aufgehetzt. Es wurden grobe Keile in die Gesellschaft getrieben.

    Und warum das Ganze?

    "Russland hat wiederholt seine Beunruhigung darüber geäußert, dass dieser Vertrag einen unkontrollierten Zustrom zollfreier Waren auf den russischen Markt auslösen könnte, denn die meisten Warenarten aus der Ukraine würden innerhalb des Freihandelsraumes der GUS zollfrei nach Russland geliefert"
    "Wir bestehen darauf, dass das Abkommen über die Assoziierung der Ukraine mit der EU nicht in Kraft tritt, solange diese Risikobereiche nicht geklärt sind."


    Es geht ganz banal um die Wirtschaft. Zwischen den Absichten "des Westens" und Russlands passt kein Blatt Papier! Da können ein paar Poster noch so feuchte Träume von Kommunismus und Arbeiterkampf haben...


    Wortprotokoll der Rede Wladimir Putins im Deutschen Bundestag am 25.09.2001

    Wladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation:
    Wortprotokoll der Rede am 25. September 2001 vor dem Deutschen Bundestag
    (Simultanübersetzung)
    Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren!
    Ich bin aufrichtig dankbar für die Gelegenheit, hier im Bundestag zu Ihnen zu sprechen. Es ist das erste Mal in der Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen, dass ein russisches Staatsoberhaupt in diesem Hohen Hause auftritt. Diese Ehre, die mir heute zuteil geworden ist, bestätigt das Interesse Russlands und Deutschlands am gegenseitigen Dialog. Ich bin gerührt, dass ich über die deutsch-russischen Beziehungen sprechen kann, über die Entwicklung meines Landes sowie des vereinigten Europa und über die Probleme der internationalen Sicherheit - gerade hier in Berlin, in einer Stadt mit einem so komplizierten Schicksal.
    Diese Stadt ist in der jüngsten Geschichte der Menschheit mehrmals zum Zentrum der Konfrontation beinahe mit der ganzen Welt geworden. Selbst in der schlimmsten Zeit - noch nicht einmal in den schweren Jahren der Hitler-Tyrannei - ist es aber nicht gelungen, in dieser Stadt den Geist der Freiheit und des Humanismus, für den Lessing und Wilhelm von Humboldt den Grundstein gelegt haben, auszulöschen.
    In unserem Lande wird das Andenken an die antifaschistischen Helden sehr gepflegt. Russland hegte gegenüber Deutschland immer besondere Gefühle. Wir haben Ihr Land immer als ein bedeutendes Zentrum der europäi-schen und der Weltkultur behandelt, für deren Entwicklung auch Russland viel geleistet hat. Kultur hat nie Grenzen gekannt. Kultur war immer unser gemeinsames Gut und hat die Völker verbunden.
    Heute erlaube ich mir die Kühnheit, einen großen Teil meiner Ansprache in der Sprache von Goethe, Schiller und Kant, in der deutschen Sprache, zu halten.
    (Ende der Simultanübersetzung)
    (Beifall)
    Sehr geehrte Damen und Herren, soeben sprach ich von der Einheit der europäischen Kultur. Dennoch konnte auch diese Einheit den Ausbruch zweier schrecklicher Kriege auf diesem Kontinent im letzten Jahrhundert nicht verhindern. Sie verhinderte ebenfalls nicht die Errichtung der Berliner Mauer, die zum unheilvollen Symbol der tiefen Spaltung Europas wurde.
    Die Berliner Mauer existiert nicht mehr; sie ist vernichtet. Es wäre angebracht, sich heute daran zu erinnern, wie es dazu gekommen ist. Ich bin mir sicher, dass großartige Veränderungen in Europa, in der ehemaligen Sowjetunion und in der Welt ohne bestimmte Voraussetzungen nicht möglich gewesen wären. Ich denke dabei an die Ereignisse, die in Russland vor zehn Jahren stattgefunden haben.
    Diese Ereignisse sind wichtig, um zu begreifen, was bei uns vor sich gegangen ist und was man von Russland in der Zukunft erwarten kann. Die Ant-wort ist eigentlich einfach: Unter der Wirkung der Entwicklungsgesetze der Informationsgesellschaft konnte die totalitäre stalinistische Ideologie den Ideen der Demokratie und der Freiheit nicht mehr gerecht werden. Der Geist dieser Ideen ergriff die überwiegende Mehrheit der russischen Bürger. Gerade die politische Entscheidung des russischen Volkes ermöglichte es der ehemaligen Führung der UdSSR, diejenigen Beschlüsse zu fassen, die letzten Endes zum Abriss der Berliner Mauer geführt haben. Gerade diese Entscheidung erweiterte mehrfach die Grenzen des europäischen Humanismus, sodass wir behaupten können, dass niemand Russland jemals wieder in die Vergangenheit zurückführen kann.
    (Beifall)
    Was die europäische Integration betrifft, so unterstützen wir nicht einfach nur diese Prozesse, sondern sehen sie mit Hoffnung. Wir tun das als ein Volk, das gute Lehren aus dem Kalten Krieg und aus der verderblichen Okkupationsideologie gezogen hat. Aber hier - so vermute ich - wäre es angebracht, hinzuzufügen: Auch Europa hat keinen Gewinn aus dieser Spaltung gezogen. Ich bin der festen Meinung: In der heutigen sich schnell ändernden Welt, in der wahrhaft dramatische Wandlungen in Bezug auf die Demographie und ein ungewöhnlich großes Wirtschaftswachstum in einigen Weltregionen zu beobachten sind, ist auch Europa unmittelbar an der Weiterentwicklung des Verhältnisses zu Russland interessiert.
    (Beifall)
    Niemand bezweifelt den großen Wert der Beziehungen Europas zu den Vereinigten Staaten. Aber ich bin der Meinung, dass Europa seinen Ruf als mächtiger und selbstständiger Mittelpunkt der Weltpolitik langfristig nur festigen wird, wenn es seine eigenen Möglichkeiten mit den russischen menschlichen, territorialen und Naturressourcen sowie mit den Wirtschafts-, Kultur- und Verteidigungspotenzialen Russlands vereinigen wird.
    (Beifall)
    Die ersten Schritte in diese Richtung haben wir schon gemeinsam gemacht. Jetzt ist es an der Zeit, daran zu denken, was zu tun ist, damit das einheitliche und sichere Europa zum Vorboten einer einheitlichen und sicheren Welt wird.
    Sehr geehrte Damen und Herren, im Sicherheitsbereich haben wir in den letzten Jahren viel erreicht. Das Sicherheitssystem, welches wir in den vergangenen Jahrzehnten geschaffen haben, wurde verbessert. Eine der Errungenschaften des vergangenen Jahrzehnts war die beispiellos niedrige Konzentration von Streitkräften und Waffen in Mitteleuropa und in der baltischen Region. Russland ist ein freundlich gesinntes europäisches Land. Für unser Land, das ein Jahrhundert der Kriegskatastrophen durchgemacht hat, ist der stabile Frieden auf dem Kontinent das Hauptziel. Wie bekannt, haben wir den Vertrag über das allgemeine Verbot von Atomtests, den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen, die Konvention über das Verbot von biologischen Waffen sowie das START-II-Abkommen ratifiziert. Leider folgten nicht alle NATO-Länder unserem Beispiel.
    Da wir angefangen haben, von der Sicherheit zu sprechen, müssen wir uns zuerst klar machen, vor wem und wie wir uns schützen müssen. In diesem Zusammenhang kann ich die Katastrophe, die am 11. September in den Vereinigten Staaten geschehen ist, nicht unerwähnt lassen. Menschen in der ganzen Welt fragen sich, wie es dazu kommen konnte und wer daran schuld ist. Ich möchte diese Fragen beantworten. Ich finde, dass wir alle daran schuld sind, vor allem wir, die Politiker, denen einfache Bürger in unseren Staaten ihre Sicherheit anvertraut haben. Die Katastrophe geschah vor allem darum, weil wir es immer noch nicht geschafft haben, die Veränderungen zu erkennen, die in der Welt in den letzten zehn Jahren stattgefunden haben.
    Wir leben weiterhin im alten Wertesystem. Wir sprechen von einer Partnerschaft. In Wirklichkeit haben wir aber immer noch nicht gelernt, einander zu vertrauen. Trotz der vielen süßen Reden leisten wir weiterhin heimlich Widerstand. Mal verlangen wir Loyalität zur NATO, mal streiten wir uns über die Zweckmäßigkeit ihrer Ausbreitung. Wir können uns immer noch nicht über die Probleme im Zusammenhang mit dem Raketenabwehrsystem einigen usw.
    Tatsächlich lebte die Welt im Laufe vieler Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts unter den Bedingungen der Konfrontation zweier Systeme, welche die ganze Menschheit mehrmals fast vernichtet hätte. Das war so furchterregend und wir haben uns so daran gewöhnt, in diesem Count-Down-System zu leben, dass wir die heutigen Veränderungen in der Welt immer noch nicht verstehen können, als ob wir nicht bemerken würden, dass die Welt nicht mehr in zwei feindliche Lager geteilt ist. Die Welt ist sehr viel komplizierter geworden.
    (Beifall)
    Wir wollen oder können nicht erkennen, dass die Sicherheitsstruktur, die wir in den vorigen Jahrzehnten geschaffen haben und welche die alten Bedrohungen effektiv neutralisierte, heute nicht mehr in der Lage ist, den neuen Be-drohungen zu widerstehen. Oft streiten wir uns weiterhin über Fragen, die unserer Meinung nach noch wichtig sind. Wahrscheinlich sind sie noch wichtig. Aber währenddessen erkennen wir die neuen realen Bedrohungen nicht und übersehen die Möglichkeit von Anschlägen - und von was für brutalen Anschlägen!
    Infolge von Explosionen bewohnter Häuser in Moskau und in anderen großen Städten Russlands kamen Hunderte friedlicher Menschen ums Leben. Religiöse Fanatiker begannen einen unverschämten und großräumigen bewaffneten Angriff auf die benachbarte Republik Dagestan, nachdem sie die Macht in Tschetschenien ergriffen und einfache Bürger zu Geiseln gemacht hatten. Internationale Terroristen haben offen - ganz offen - ihre Absichten über die Schaffung eines neuen fundamentalistischen Staates zwischen dem Schwarzen und Kaspischen Meer angekündigt, des so genannten Halifat oder der Vereinigten Staaten des Islam.
    Ich will gleich hervorheben: Ich finde es unzulässig, über einen Zivilisationskrieg zu sprechen. Fehlerhaft wäre es, ein Gleichheitszeichen zwischen Moslems im Generellen und religiösen Fanatikern zu setzen. Bei uns zum Beispiel sagte man im Jahre 1999: Die Niederlage der Aggressoren beruht auf der mutigen und harten Antwort der Bewohner Dagestans - und die sind zu 100 Prozent Moslems.
    Kurz vor meiner Abfahrt nach Berlin habe ich mich mit den geistlichen Führern der Moslems in Russland getroffen. Sie haben die Initiative ergriffen und eine internationale Konferenz in Moskau unter der Losung durchgeführt: Islam gegen Terror. Ich finde, wir sollten diese Initiative unterstützen.
    (Beifall)
    Heutzutage verschärfen sich nicht nur die Probleme, die wir schon kennen, sondern es entstehen auch neue Gefahren. In der Tat baut Russland zusammen mit einigen GUS-Ländern eine reale Barriere gegen Drogenschmuggel, organisiertes Verbrechen und Fundamentalismus aus Afghanistan wie auch aus Zentralasien und dem Kaukasus in Richtung Europa auf. Terrorismus, nationaler Hass, Separatismus und religiöser Extremismus haben überall dieselben Wurzeln und bringen dieselben giftigen Früchte hervor. Darum sollten auch die Kampfmittel gegen diese Probleme universal sein. Aber zuerst sollten wir uns in einigen grundlegenden Fragen einigen. Wir sollten uns nicht scheuen, die Probleme beim Namen zu nennen. Sehr wichtig ist es, zu begreifen, dass Untaten politischen Zielen nicht dienen können, wie gut diese Ziele auch sein mögen.
    (Beifall)
    Natürlich soll das Böse bestraft werden; ich bin damit einverstanden. Doch wir müssen verstehen, dass Gegenschläge den vollständigen, zielstrebigen und gut koordinierten Kampf gegen den Terrorismus nicht ersetzen können. In diesem Sinne bin ich voll und ganz mit dem amerikanischen Präsidenten einverstanden.
    (Beifall)
    Ich bin der Meinung, dass die Bereitschaft unserer Partner, gemeinsam Kräfte zu bündeln, um diese realen Gefahren, die nicht erdacht sind, zu bekämpfen, zeigt, wie ernst und zuverlässig unsere Partner sind. Diese Gefahren können von fernen Grenzen unseres Kontinents in die Mitte des Herzens von Europa stechen. Ich habe schon mehrmals darüber gesprochen. Aber nach den Ereignissen in den USA brauche ich es nicht mehr zu beweisen.
    Was fehlt heute, um zu einer effektiven Zusammenarbeit zu gelangen? Trotz allem Positiven, das in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurde, haben wir es bisher nicht geschafft, einen effektiven Mechanismus der Zusammenarbeit auszuarbeiten. Die bisher ausgebauten Koordinationsorgane geben Russland keine realen Möglichkeiten, bei der Vorbereitung der Beschlussfassung mitzuwirken. Heutzutage werden Entscheidungen manchmal überhaupt ohne uns getroffen. Wir werden dann nachdrücklich gebeten, sie zu bestätigen. Dann spricht man wieder von der Loyalität gegenüber der NATO. Es wird sogar gesagt, ohne Russland sei es unmöglich, diese Entscheidungen zu verwirklichen. - Wir sollten uns fragen, ob das normal ist, ob das eine echte Partnerschaft ist.
    Die Verwirklichung demokratischer Prinzipien in den internationalen Beziehungen, die Fähigkeit, richtige Beschlüsse zu fassen, und die Bereitschaft zu einem Kompromiss - das ist eine schwierige Sache. Es waren aber ausgerechnet Europäer, die als Erste verstanden haben, wie wichtig es ist, nach einheitlichen Beschlüssen zu suchen und nationalen Egoismus zu überwinden. Wir sind einverstanden; dies sind gute Ideen. Die Qualität der Beschlussfassungen, deren Effizienz und letzten Endes die europäische und die internationale Sicherheit hängen im Großen und Ganzen davon ab, inwiefern wir diese klaren Grundsätze heute in praktische Politik umsetzen können.
    Noch vor kurzem schien es so, als würde auf dem Kontinent bald ein richtiges gemeinsames Haus entstehen, in welchem Europäer nicht in östliche und westliche, in nördliche und südliche geteilt werden. Solche Trennungslinien bleiben aber erhalten, und zwar deswegen, weil wir uns bis jetzt noch nicht endgültig von vielen Stereotypen und ideologischen Klischees des Kalten Krieges befreit haben.
    Heute müssen wir mit Bestimmtheit und endgültig erklären: Der Kalte Krieg ist vorbei.
    (Beifall)
    Die Welt befindet sich in einer neuen Etappe ihrer Entwicklung. Wir verstehen: Ohne eine moderne, dauerhafte und standfeste internationale Sicherheitsarchitektur schaffen wir auf diesem Kontinent nie ein Vertrauensklima und ohne dieses Vertrauensklima ist kein einheitliches Großeuropa möglich. Heute sind wir verpflichtet, zu sagen, dass wir uns von unseren Stereotypen und Ambitionen trennen sollten, um die Sicherheit der Bevölkerung Europas und die der ganzen Welt zusammen zu gewährleisten.
    Liebe Freunde, Gott sei Dank wird Russland in Europa heutzutage nicht nur im Zusammenhang mit Oligarchen, Korruption und Mafia erwähnt. Aber nach wie vor herrscht ein großer Mangel an objektiver Information über Russland. Ich kann mit Zuversicht sagen: Das Hauptziel der Innenpolitik Russlands ist vor allem die Gewährleistung der demokratischen Rechte und der Freiheit, die Verbesserung des Lebensstandards und der Sicherheit des Volkes.
    Aber, verehrte Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie mich einen Rückblick auf die jüngsten Ereignisse werfen: Russland ist den schmerzhaften Weg der Reformen gegangen. Zu den Maßstäben und Aufgaben, die wir zu lösen hatten, gibt es in der Geschichte keine Analogien. Natürlich wurden viele Fehler gemacht. Nicht alle Probleme sind gelöst. Aber zurzeit ist Russland ein äußerst dynamischer Teil des europäischen Kontinents. Dabei ist das Wort "dynamisch" nicht nur im politischen, sondern auch im wirtschaftlichen Sinne gemeint, was besonders hoffnungsvoll zu sein scheint.
    Die politische Stabilität in Russland wird dank mehrerer Wirtschaftsfaktoren sichergestellt, nicht zuletzt auch dank eines der liberalsten Steuersysteme in der Welt. Mit einer Einkommensteuer von 13 Prozent und einer Gewinnsteuer von 24 Prozent ist das wirklich so!
    (Heiterkeit und Beifall)
    Das Wirtschaftswachstum betrug im vorigen Jahr 8,3 Prozent. Für dieses Jahr ging man von nur 4 Prozent aus. Herauskommen wird höchstwahrscheinlich ein Wachstum von ungefähr 6 Prozent; sagen wir 5,5 bzw. 5,7 Prozent, mal sehen.
    Gleichzeitig bin ich davon überzeugt: Nur eine umfangreiche und gleichberechtigte gesamteuropäische Zusammenarbeit kann einen qualitativen Fortschritt bei der Lösung solcher Probleme wie Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung und vieler anderer bewirken. Wir sind auf eine enge Handels- und Wirtschaftszusammenarbeit eingestellt. Wir haben die Absicht, in unmittelbarer Zukunft zum Mitglied der Welthandelsorganisation zu werden. Wir rechnen damit, dass uns die internationalen und die europäischen Organisationen dabei unterstützen.
    (Beifall)
    Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf solche Dinge lenken, die Sie als Abgeordnete dieses Parlamentes sicher besser einschätzen können und die nicht in den Bereich der Propaganda gehören. Im Grunde genommen hat sich in unserem Staat ein Prioritäten- und Wertewandel vollzogen. Im Haushalt 2002 nehmen die Sozialausgaben den ersten Platz ein. Ich möchte besonders betonen, dass zum ersten Mal in der Geschichte Russlands die Ausbildungsausgaben die Verteidigungsausgaben übertreffen.
    (Beifall)
    Verehrte Kolleginnen und Kollegen, erlauben Sie mir, ein paar Worte zu den deutsch-russischen Beziehungen zu sagen - ich möchte das gesondert betrachten -: Die russisch-deutschen Beziehungen sind ebenso alt wie unsere Länder. Die ersten Germanen erschienen Ende des ersten Jahrhunderts in Russland. Am Ende des 19. Jahrhunderts lag die Zahl der Deutschen in Russland an neunter Stelle. Aber nicht nur die Zahl ist wichtig, sondern natürlich auch die Rolle, die diese Menschen in der Landesentwicklung und im deutsch-russischen Verhältnis gespielt haben: Das waren Bauern, Kaufleute, die Intelligenz, das Militär und die Politiker. Zwischen Russland und Amerika liegen Ozeane. Zwischen Russland und Deutschland liegt die große Geschichte.
    Das schrieb der deutsche Historiker Michael Stürmer. - Ich möchte dazu feststellen, dass die Geschichte genauso wie die Ozeane nicht nur trennt, sondern auch verbindet.
    (Beifall)
    Es ist wichtig, diese Geschichte richtig zu deuten. Wie ein guter westlicher Nachbar verkörperte Deutschland für Russen oft Europa, die europäische Kultur, das technische Denkvermögen und kaufmännisches Geschick. Nicht zufällig wurden früher alle Europäer in Russland Deutsche genannt, die europäische Siedlung in Moskau zum Beispiel "deutscher Vorort".
    Natürlich war der kulturelle Einfluss beider Völker gegenseitig. Viele Generationen von Deutschen und Russen studierten und genießen auch heute Werke von Goethe, Dostojewskij und Leo Tolstoj. Unsere beiden Völker verstehen die Mentalität des jeweils anderen Volkes sehr gut. Ein gutes Beispiel dafür sind fabelhafte russische Übersetzungen deutscher Autoren. Diese sind sehr nahe an den Texten, erhalten den Rhythmus, die Stimmung und die Schönheit der Originale. Boris Pasternaks Übersetzung des "Faust" ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen.
    Meine Damen und Herren, in unserer gemeinsamen Geschichte hatten wir verschiedene Seiten, manchmal auch schmerzhafte, besonders im 20. Jahrhundert. Aber früher waren wir sehr oft Verbündete. Die Beziehungen zwischen unseren beiden Völkern wurden immer durch enge Abstimmung und durch die Dynastien unterstützt.
    Überhaupt spielten Frauen in unserer Geschichte eine besondere Rolle.
    (Heiterkeit und Beifall)
    Erinnern Sie sich zum Beispiel an die Tochter Ludwigs IV., des Fürsten von Hessen-Darmstadt: Sie ist in Russland als Fürstin Elisabeth bekannt. Sie hatte ein wirklich tragisches Schicksal. Nach dem Mord an ihren Mann gründete sie ein Nonnenkloster. Während des Ersten Weltkrieges pflegte sie russische und deutsche Verletzte. Im Jahre 1918 wurde sie von Bolschewisten hingerichtet. Ihr galt eine allgemeine Verehrung. Vor kurzem wurde ihr Wirken anerkannt und sie wurde heilig gesprochen. Ein Denkmal für sie steht heute im Zentrum Moskaus.
    Vergessen wir auch nicht die Prinzessin von Anhalt-Zerbst. Sie hieß Sophie Auguste Friederike. Sie leistete einen einzigartigen Beitrag zur russi-schen Geschichte. Einfache russische Menschen nannten sie Mutter. Aber in die Weltgeschichte ging sie als russische Zarin Katharina die Große ein.
    Heutzutage ist Deutschland der wichtigste Wirtschaftspartner Russlands, unser bedeutsamster Gläubiger, einer der Hauptinvestoren und maßgeblicher außenpolitischer Gesprächspartner. Um ein Beispiel zu nennen: Im vorigen Jahr erreichte der Warenumsatz zwischen unseren Staaten die Rekordhöhe von 41,5 Milliarden DM. Das ist vergleichbar mit dem Gesamtwarenumsatz zwischen den beiden ehemaligen deutschen Staaten und der Sowjetunion. Ich glaube nicht, dass man sich damit zufrieden geben kann und hier Halt machen darf. Es bleibt noch genug Spielraum für die deutsch-russische Zusammenarbeit.
    (Beifall)
    Ich bin überzeugt: Wir schlagen heute eine neue Seite in der Geschichte unserer bilateralen Beziehungen auf und wir leisten damit unseren gemeinsamen Beitrag zum Aufbau des europäischen Hauses.
    (Beifall)
    Zum Schluss will ich die Aussagen, mit denen Deutschland und seine Hauptstadt vor einiger Zeit charakterisiert wurden, auf Russland beziehen: Wir sind natürlich am Anfang des Aufbaus einer demokratischen Gesellschaft und einer Marktwirtschaft. Auf diesem Wege haben wir viele Hürden und Hindernisse zu überwinden. Aber abgesehen von den objektiven Problemen und trotz mancher - ganz aufrichtig und ehrlich gesagt - Ungeschicktheit schlägt unter allem das starke und lebendige Herz Russlands, welches für eine vollwertige Zusammenarbeit und Partnerschaft geöffnet ist.
    Ich bedanke mich.
    (Anhaltender Beifall - Die Abgeordneten erheben sich)
    (Schluss: 15.47 Uhr)

  6. #4516
    Jezersko
    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Na herzlichen glückwunsch zu dieser erkenntnis.
    Darum ging es schon von anfang an. ....
    ... nur du hast es nicht begriffen und nur EINE (deine) Seite gesehen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Wortprotokoll der Rede Wladimir Putins im Deutschen Bundestag am 25.09.2001

    Wladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation:
    Wortprotokoll der Rede am 25. September 2001 vor dem Deutschen Bundestag
    ...
    Vor 13 (!) Jahren! Damals hatte Putin noch nicht soviel Macht und war noch Welten davon entfernt, sein wahres Gesicht zu zeigen. Ich wiederhoile mich ungern: Nicht was Putin SAGT zählt, sondern was er TUT! Und das sind grundsätzlich zwei Paar Schuhe.

  7. #4517

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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    ... nur du hast es nicht begriffen und nur EINE (deine) Seite gesehen.

    Vor 13 (!) Jahren! Damals hatte Putin noch nicht soviel Macht und war noch Welten davon entfernt, sein wahres Gesicht zu zeigen. Ich wiederhoile mich ungern: Nicht was Putin SAGT zählt, sondern was er TUT! Und das sind grundsätzlich zwei Paar Schuhe.

    Da merkt man mal wieder was du für einen Stuss erzählst. Putin ist oberster Repräsentant der russischen Regierung und des russischen Volkes. Oh, du redest von Macht, interessant! Wenn die New York Times Angela Merkel zur mächtigsten Frau auf der Welt tituliert, was sagt dir das dann, wenn man im Gegenzug zu ihr "Putin`s Macht" unter die Lupe nimmt? In deinen Augen ist Putin vielleicht so etwas wie ein Diktator und natürlich schwebt er in einer riesen großen Seifenblase, völlig abgekoppelt von der Regierung, der Duma, den Abgeordneten, den Menschen, über Mütterchen Russland und er entscheidet selbstverständlich alles allein? Was ist mit Merkel? Was ist das für ein Diktat, dass Griechenland auferlegt wurde? War sie das allein? Nach deinem Verständnis muss sie das ja allein entschieden haben. Was für eine Diktatorin die Merkel doch ist! Und ganz nebenbei, wie der Markt in Griechenland mit deutschen Produkten überschwemmt und sozusagen übernommen wurde. Naja, die Kampfjets und andere Kriegsausrüstung musste Gr ja auch noch in die Kiste packen, war ja so abgemacht! Jezo, was sind 13 Jahre? Ein Furz im Winde! Hör bitte auf den Leuten und dir selber etwas vorzumachen.
    Ach ja, und Russland, tschuldigung, PUTIN, hatte natürlich großes Interesse die Ukraine wirtschaftlich zu boykottieren und kaputt zu machen.

  8. #4518

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    Poroschenko kündigt Vergeltung für Raketenangriffe an



    Rückschlag für ukrainische Armee
    Es war einer der bislang folgenschwersten Angriffe auf die vorrückenden ukrainischen Soldaten: in der Region Luhansk starben nach Angaben der Regierung in Kiew 19 Soldaten und vier Grenzbeamte bei einem Raketenbeschuss der prorussischen Rebellen. Zudem habe es fast 100 Verletzte gegeben. Die ukrainische Führung sprach von einem der verlustreichsten Tage der Armee seit Beginn der Kämpfe im April. Die Separatisten attackierten erneut Sicherheitskräfte rund um die Flughäfen von Luhansk und Donezk. Dabei setzten sie schwere Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge ein.
    Die Reaktion des ukrainischen Präsidenten folgte prompt. Auf seiner Internetseite kündigte Petro Poroschenko massive Vergeltung an. "Für das Leben jedes Soldaten werden die Aufständischen mit Dutzenden und Hunderten ihrer Leben bezahlen", erklärte Poroschenko.
    Viele Menschen fliehen aus Donezk
    Damit scheint Poroschenkos jüngstes Angebot einer Waffenruhe in der Ostukraine auf Eis gelegt. Die Separatisten hatten dieses zuvor ohnehin abgelehnt. Sie haben im Osten des Landes unabhängige Volksrepubliken ausgerufen. Die Armee vertrieb sie am vergangenen Wochenende aus Slawjansk. Außerdem beschoss sie Stellungen der Separatisten nahe Luhansk aus der Luft. Bis zu 100 Separatisten seien allein in den vergangenen 24 Stunden getötet worden, sagte Militärsprecher Wladislaw Selesnjow.
    Die Regierungstruppen rücken seit Tagen immer näher an Donezk heran, wo sich große Rebellenverbände verschanzt haben. In der ostukrainischen Industriestadt leben etwa 900.000 Menschen. Viele versuchen, der drohenden Erstürmung der Stadt durch Regierungstruppen aus Kiew zu entkommen. Am Hauptbahnhof bildeten sich lange Schlangen vor den Ticketschaltern. Viele Bürger standen stundenlang Schlage, um Bahnfahrtkarten zu ergattern und den Kämpfen zu entfliehen.
    Immer mehr Zivilisten geraten zwischen die Fronten
    Angesichts des Vorrückens auf Donezk hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Präsident Poroschenko aufgerufen, die Verhältnismäßigkeit zu wahren und die Zivilbevölkerung zu schützen. Poroschenko sagte zu, bei dem Vorrücken auf Donzek auf Luftangriffe und Artilleriebeschuss zu verzichten. Die Armee kündigte allerdings zugleich an, sie bereite eine "böse Überraschung" für die Rebellen vor.
    Unterdessen geraten immer mehr Zivilisten zwischen die Fronten. Den ukrainischen Behörden zufolge wurden seit Mitte April rund 500 Zivilisten getötet und 1400 verletzt. Auch am Freitag gab es zivile Todesopfer. Im Raum Luhansk starben vier Bergarbeiter, als ihr Bus von einer Granate der Separatisten getroffen wurde.
    Flüchtlingsstrom in Richtung Russland
    Angesichts der Gewalt in der Ostukraine beklagt Russland eine zunehmende Zahl an Flüchtlingen. Nach Angaben russischer Behörden sind die Flüchtlingscamps im ukrainisch-russischen Grenzgebiet bereits überfüllt. Einige Lager mussten offenbar wegen Raketeneinschlägen verlegt oder geschlossen werden.
    Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin forderte die Führung in Kiew zu einer sofortigen Feuerpause auf. "Unter dem Deckmantel eines Friedensplans zieht Präsident Poroschenko unbarmherzig eine Militäraktion gegen die eigene Bevölkerung durch", sagte er. Die Ukraine wiederum macht Russland den Vorwurf, über die ukrainisch-russsische Grenze Kriegsgerät für die Rebellen durchzulassen.
    Dreiergespräche über Assoziierungsabkommen
    Dennoch sprechen Vertreter beider Staaten auf anderer Ebene miteinander. Gemeinsam mit der EU vereinbarten Russland und die Ukraine bei einem Treffen in Brüssel weitere Gespräche über die Folgen des neuen Handelsabkommens zwischen der Ukraine und der Europäischen Union. Die Unterredung solle im September stattfinden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Russland befürchtet durch den Zustrom billiger EU-Güter über die Ukraine negative Auswirkungen auf seine Wirtschaft.
    Der politische Teil des Assoziierungsabkommens wurde schon Ende März unterzeichnet, vor zwei Wochen unterschrieb der ukrainische Präsident Petro Poroschenko den wirtschaftlichen Abschnitt.
    cw/ml (rtr, afp, dpa) Poroschenko kündigt Vergeltung für Raketenangriffe an | DW.DE | 11.07.2014

  9. #4519
    Jezersko
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Da merkt man mal wieder was du für einen Stuss erzählst. Putin ist oberster Repräsentant der russischen Regierung und des russischen Volkes. Oh, du redest von Macht, interessant! Wenn die New York Times Angela Merkel zur mächtigsten Frau auf der Welt tituliert, was sagt dir das dann, wenn man im Gegenzug zu ihr "Putin`s Macht" unter die Lupe nimmt? In deinen Augen ist Putin vielleicht so etwas wie ein Diktator und natürlich schwebt er in einer riesen großen Seifenblase, völlig abgekoppelt von der Regierung, der Duma, den Abgeordneten, den Menschen, über Mütterchen Russland und er entscheidet selbstverständlich alles allein? Was ist mit Merkel? Was ist das für ein Diktat, dass Griechenland auferlegt wurde? War sie das allein? Nach deinem Verständnis muss sie das ja allein entschieden haben. Was für eine Diktatorin die Merkel doch ist! Und ganz nebenbei, wie der Markt in Griechenland mit deutschen Produkten überschwemmt und sozusagen übernommen wurde. Naja, die Kampfjets und andere Kriegsausrüstung musste Gr ja auch noch in die Kiste packen, war ja so abgemacht! Jezo, was sind 13 Jahre? Ein Furz im Winde! Hör bitte auf den Leuten und dir selber etwas vorzumachen.
    Ach ja, und Russland, tschuldigung, PUTIN, hatte natürlich großes Interesse die Ukraine wirtschaftlich zu boykottieren und kaputt zu machen.

    Da merkt man mal wieder was du für einen Stuss erzählst.

  10. #4520
    Avatar von Damien

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    Schusswechsel: Russische Soldaten erwidern Beschuss an ukrainischer Grenze



    Eine russische Grenzpatrouille ist am Samstag an der Grenze zur Ukraine vom ukrainischen Gebiet aus beschossen worden. Die Grenzsoldaten haben nach Angaben des russischen Militärs die Schüsse erwidert.

    Der Schusswechsel ereignete sich in den frühen Morgenstunden in der Nähe des Grenzüberganges zwischen Marinowka (Ukraine) und Kujbyschewo, wie Wassili Malajew, Sprecher des Grenzschutzes im Gebiet Rostow, RIA Novosti mitteilte. „Die Grenzsoldaten schossen zurück, woraufhin der Beschuss aufhörte.“ Auf der russischen Seite sei niemand verletzt worden.

    Seit Beginn des ukrainischen Militäreinsatzes gegen Regierungsgegner im Osten des Landes sind bereits mehrere Granaten und Artilleriegeschosse in angrenzenden russischen Gebieten eingeschlagen. Am Donnerstag nahm das ukrainische Militär den russischen Grenzposten Gukowo unter Artilleriebeschuss.

    Schusswechsel: Russische Soldaten erwidern Beschuss an ukrainischer Grenze | Politik | RIA Novosti

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    ... nur du hast es nicht begriffen und nur EINE (deine) Seite gesehen.
    Das war mir schon von anfang an klar.

    schließe nicht von dir auf andere... Als ob du jemals eine andere seite außer deine eigene gesehen hättest.

    - - - Aktualisiert - - -

    Drohungen aus Kiew lassen Krim kalt: „Wir wollen keinen Krieg“



    Die Krim, die sich im März von der Ukraine abgespaltet und mit Russland wiedervereinigt hat, nimmt Drohungen aus Kiew nicht ernst. Der Republikchef Sergej Aksjonow glaubt an die Fähigkeit Russlands, die Halbinsel zu schützen.

    Der neue ukrainische Verteidigungsminister Valeri Geletej hatte in der vorigen Woche gedroht, eine ukrainische „Siegesparade in Sewastopol", der größten Stadt der Krim, durchzuführen. Medien berichteten, dass die ukrainische Armee Kriegstechnik an der Grenze zur Krim zusammenziehe. Spekulationen über einen möglichen Militäreinsatz Kiews auf der Krim setzten ein.

    „Ich bin überzeugt: Sowohl die Kirm-Bevölkerung als auch die Russische Föderation sind in der Lage, ihre Unabhängigkeit zu verteidigen“, kommentierte Aksjonow am Samstag in Simferopol. Wer sich für „Dummheiten“ entscheiden sollte, der würde eine „starke Abfuhr“ erhalten. „Wir wollen kategorisch keinen Krieg. Und ich bin überzeugt, dass es auch keinen geben wird“, betonte Aksjonow. Er appellierte an das ukrainische Volk, „gesunden Menschenverstand“ an den Tag zu legen. „Es wäre unnatürlich und dumm, verbrecherische Befehle zu erfüllen, die sich gegen den Willen der Krim-Bevölkerung richten, die ihre Wahl getroffen haben.“

    Die Krim hatte seit 1783 zu Russland gehört, bevor der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow 1954 die Halbinsel symbolisch von der Russischen Sowjetrepublik an die Ukrainische Sowjetrepublik – beide im Bestand der Sowjetunion – „schenkte“. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 blieb die von Russen dominierte Krim automatisch in der Ukraine.

    Am 16. März 2014 stimmte die Krim-Bevölkerung in einem Referendum mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine und für eine Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation. Zwei Tage später unterzeichneten der russische Präsident Wladimir Putin und die Regierung der Krim einen Vertrag über die Aufnahme dieser ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel und der Stadt Sewastopol in die Russische Föderation. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte.

    Die Regierung in Kiew betrachtet die Krim noch immer als ihr Hoheitsgebiet. Der neue Präsident Pjotr Poroschenko versprach nach seinem Wahlsieg im Mai die Halbinsel in die Ukraine zurückzuholen.

    http://de.ria.ru/politics/20140712/268991995.html

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