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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 470.965 Aufrufe

  1. #5361
    Avatar von Damien

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    Ich glaube auch nicht das selbst wenn mal die Sanktionen aufgehoben werden. Das wir dann den Brasilianern oder den Türken dann sagen em danke aber wir kaufen jetzt doch wieder in der EU.
    Die exportzahlen wird die EU wohl so schnell nach Russland nicht mehr erreichen können wie früher.

    Diesen Markt haben sie jetzt erst mal zum großen teil verloren und das auf lange zeit.

    Dazu müsten sie mit den Preisen runter gehen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Diese sind aber teurer, und/oder von schlechterer Qualität, sonst hätten sie ja von vornherein dort gekauft. Damit entsteht Schaden für die russische Wirtschaft.

    Außerdem gibt es die meisten high-tech Waren nur im Westen.
    Ach die Brasilianer und die anderen Länder haben versichert das sie die Standarts die Russland hat einhalten werden.

    High-Tech Äpfel oder wie?

    Wir reden ja immer noch vom Obst und Gemüse. Fleisch etc....

  2. #5362
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Was ist eigentlich der Sinn, wenn als Bsp. ein einziges T-Shirt allein schon im ganzen Herstellungsprozess bis zum Verkauf eigentlich irrsinnige Wege zurück legt. Dort kommt der Stoff her, dann wirds zum Färben 1000 km weit geflogen, wo du umweltschädigendes Kerosin verbrauchst. Um es dann weitere 1000 km zu karren, wo genäht wird usw.

    Was habe ich davon, wenn Rinder, Schweine tausende Kilometer gekarrt werden, weil in Polen das Schlachten billiger ist, wo ich wieder Autotransportwege, Benzin etc. habe? Abgesehen davon, was es den Tieren an Stress bringt, was die Fleischqualität nicht unbedingt steigert.

    Ich bin früher ohne holländische Gurken und Tomaten ausgekommen, warum soll das nicht gehen. Ich habe früher unseren Buchweizengries gekauft, warum brauch ich den jetzt aus China? Gerade bei Lebensmitteln finde ich das Setzen auf regionale Erzeuger und auf deren frische Erzeugnisse eh am besten.


    Am "Fortschritt" von tausenden Kilometern hin und hergekarrten bzw. geflogenen Lebensmitteln, Textilien usw. habe ich ohnehin und generell so meine starken Zweifel, Ich rede nicht von Dingen, die vielleicht aus klimatischen Bedingungen her nicht bei uns wachsen und die dann vielleicht eingeführt werden. So hat die Welt in der Tat schon sehr lange gearbeitet und funktioniert. Darum geht es auch nicht. Um übrigen funktioniert so ein Weltmarkt auch nur gerecht, wenn die Kräfte auch einigermaßen gleich verteilt sind. Was allerdings nicht der Fall ist.
    Ausbeutung im Welthandel bekämpft man aber nicht durch Autarkie, das vergrößert das Leid nur. Gegen Ausbeutung im Welthandel hilft nur bewusstes konsumieren (Kauf von fair trade Produkten) oder politischer Druck.

  3. #5363
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Diese sind aber teurer, und/oder von schlechterer Qualität, sonst hätten sie ja von vornherein dort gekauft. Damit entsteht Schaden für die russische Wirtschaft.

    Außerdem gibt es die meisten high-tech Waren nur im Westen.
    Teurer sicher. Wird man sehen. Erst mal geht es um Übergang. Alle anderen Geschäfte werden sich sicher "einpegeln". Glaube aber auch, dass selbst nach Beendigung der Sanktionsspirale gewisse Geschäftskontakte sich generell verschieben werden.

    Und Qualität: Also wer in Südamerika mal Fleisch gegessen hat, der wird in mitteleuropäischen Breiten nur bedauernd den Kopf schütteln. Ist so. Aber schaun mer mal.

  4. #5364
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch nicht das selbst wenn mal die Sanktionen aufgehoben werden. Das wir dann den Brasilianern oder den Türken dann sagen em danke aber wir kaufen jetzt doch wieder in der EU.
    Die exportzahlen wird die EU wohl so schnell nach Russland nicht mehr erreichen können wie früher.

    Diesen Markt haben sie jetzt erst mal zum großen teil verloren und das auf lange zeit.

    Dazu müsten sie mit den Preisen runter gehen.
    Wieso denn? Die EU ist bei vielen Agrarprodukten was Preis/Leistung angeht konkurenzlos billig. So billig, das selbst nach Afrika exportiert wird. Die europäischen Agrarprodukte sind so billig, weil hier einerseits die Bedingungen sehr gut sind, und andererseits die Betriebe sehr modern und dazu noch von der EU subventioniert werden. Deswegen kann billig produziert werden. Warum sollten Russen mehr für ihre Lebensmittel zahlen müssen, obwohl der politische Streit schon vorbei ist?

    Aber schon klug von Putin, diese Sanktionen treffen ja eigentlich nur die Süd-EU-Länder, also die, die eh schon wirtschaftlich angeschlagen sind.


    Ach die Brasilianer und die anderen Länder haben versichert das sie die Standarts die Russland hat einhalten werden.

    High-Tech Äpfel oder wie?

    Wir reden ja immer noch vom Obst und Gemüse. Fleisch etc....
    Ja, da hatte ich was verwechselt.

  5. #5365
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Wieso denn? Die EU ist bei vielen Agrarprodukten was Preis/Leistung angeht konkurenzlos billig. So billig, das selbst nach Afrika exportiert wird. Die europäischen Agrarprodukte sind so billig, weil hier einerseits die Bedingungen sehr gut sind, und andererseits die Betriebe sehr modern und dazu noch von der EU subventioniert werden. Deswegen kann billig produziert werden. Warum sollten Russen mehr für ihre Lebensmittel zahlen müssen, obwohl der politische Streit schon vorbei ist?

    Aber schon klug von Putin, diese Sanktionen treffen ja eigentlich nur die Süd-EU-Länder, also die, die eh schon wirtschaftlich angeschlagen sind.




    Ja, da hatte ich was verwechselt.
    Mit Leistung, wie gesagt, ist so eine Sache. Ein wenig stärker werden die Südeuropäer betroffen sein, was mir sehr leid tut. Weil sie es ohnehin schon so schwer haben. Aber innerhalb der EU in nicht unbedeutendem, sogar teils noch stärkerem Maße auch baltische Staaten wie Litauen, Finnland sehr und auch Polen etwa.

    Eigentlich alles richtig besch... Aber ja, die Geschäftsbeziehungen werden sich sehr wahrscheinlich auseinader dividieren, nichtdestotrotz.

  6. #5366
    Avatar von -Troy-

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    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch nicht das selbst wenn mal die Sanktionen aufgehoben werden. Das wir dann den Brasilianern oder den Türken dann sagen em danke aber wir kaufen jetzt doch wieder in der EU.
    Die exportzahlen wird die EU wohl so schnell nach Russland nicht mehr erreichen können wie früher.

    Diesen Markt haben sie jetzt erst mal zum großen teil verloren und das auf lange zeit.

    Dazu müsten sie mit den Preisen runter gehen.

    - - - Aktualisiert - - -



    Ach die Brasilianer und die anderen Länder haben versichert das sie die Standarts die Russland hat einhalten werden.

    High-Tech Äpfel oder wie?

    Wir reden ja immer noch vom Obst und Gemüse. Fleisch etc....
    Die ganze Sache ist völlig anders als du glaubst. Viele Produkte können überhaupt nicht aus Südamerika oder China kompensiert werden. Das Embargo ist von einem Tag zum anderen eingesetzt worden und andere Länder haben gar nicht die Produktionsmittel um jetzt einfach so Russland mit zu bedienen, wenn sie dies tun sollen muss Russland ihnen mehr zahlen als andere und das machen die Russen auch jetzt schon nicht. Also sind sie gezwungen Produkte zu höheren Preisen zu kaufen als sie ohne Embargo bereit sind zu zahlen.
    In einem Artikel in dem sich Russen über das Embargo geäußert haben geht es auch vor allem um Waren, die andere Länder nicht ersetzen können. Besonders Restaurantbetreiber sehen größere Schwierigkeiten und ein Nachlassen der Qualität ihrer Gerichte.
    Es geht um Wein aus Frankreich oder Italien. Salami oder Schinken aus Italien. Käse aus Frankreich, Italien oder Holland. Bier aus Belgien oder Deutschland. Olivenöl aus Spanien, Italien oder Griechenland.
    Alles Qualitätsprodukte, die russische Restaurants ihren Gästen anbieten wollen, aber sobald die Vorräte aufgebracht sind nicht mehr können. Bald müssen seltsame Ersatzprodukte herhalten wie zu Sowjetzeiten.

  7. #5367
    Avatar von Damien

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    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Die ganze Sache ist völlig anders als du glaubst. Viele Produkte können überhaupt nicht aus Südamerika oder China kompensiert werden. Das Embargo ist von einem Tag zum anderen eingesetzt worden und andere Länder haben gar nicht die Produktionsmittel um jetzt einfach so Russland mit zu bedienen, wenn sie dies tun sollen muss Russland ihnen mehr zahlen als andere und das machen die Russen auch jetzt schon nicht. Also sind sie gezwungen Produkte zu höheren Preisen zu kaufen als sie ohne Embargo bereit sind zu zahlen.
    In einem Artikel in dem sich Russen über das Embargo geäußert haben geht es auch vor allem um Waren, die andere Länder nicht ersetzen können. Besonders Restaurantbetreiber sehen größere Schwierigkeiten und ein Nachlassen der Qualität ihrer Gerichte.
    Es geht um Wein aus Frankreich oder Italien. Salami oder Schinken aus Italien. Käse aus Frankreich, Italien oder Holland. Bier aus Belgien oder Deutschland. Olivenöl aus Spanien, Italien oder Griechenland.
    Alles Qualitätsprodukte, die russische Restaurants ihren Gästen anbieten wollen, aber sobald die Vorräte aufgebracht sind nicht mehr können. Bald müssen seltsame Ersatzprodukte herhalten wie zu Sowjetzeiten.
    Fleisch aus der EU wird schon seit einigen Monaten nicht mehr nach Russland eingeführt. Noch vor der Ukraine Kriese.
    Auch wird soweit ich weiß kein Wein oder Bier Sanktioniert. Es werden ja nicht alle Lebensmittel Sanktioniert.

    Das einjährige Einfuhrverbot gilt unter anderem für Rind- und Schweinefleisch, Obst, Geflügel, Käse und andere Milchprodukte.
    Bei der Sanktionslieste wurde darauf geachtet nur das zu Sanktionieren was Russland unter anderem auch selber herstellt.

    Ich habe nichts gegen EU produkte. Esse sie oft genug auch selbst.

    Man muß jetzt abwarten wie sich das ganze in der Ukraine weiter entwickelt. Und wenn die Seperatisten geschlagen werden können von der Ukrainischen Armee.
    Was wird die EU.. USA dann machen? Die Sanktionen aufrechterhalten?

    Oder sie nutzen um Russland weiter seinen Aussenpolitischen kurs zu Diktieren?

    Die Zeit wird es zeigen.

  8. #5368
    Avatar von SLO_CH86

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    unter-feuer-ein-mann-fluechtet-aus-einem-von-granaten-zerstoerten-haus-in-donezk.jpg


    Ukrainische Artillerie gegen das Volk > EU-Sanktionen gegen Russland.

    Ich schlage hiermit die EU für den Heuchler-Nobelpreis vor.

  9. #5369
    Avatar von Ademus Papa

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  10. #5370
    Avatar von Damien

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    Ostukraine: Gefahr einer Öko-Katastrophe durch Beschuss von Gorlowka



    Eine Fortsetzung des Beschusses der Stadt Gorlowka und des Werkes Stirol, einer der größten Chemiebetriebe in der Ukraine, kann laut seinem Sprecher Pawel Brykow eine ökologische Katastrophe heraufbeschwören.

    Seinen Worten nach werden Einwohner der Ukraine, Russlands und Weißrusslands durch das verantwortungslose Handeln der ukrainischen Armee täglich dem tödlichen Risiko einer Umweltkatastrophe ausgesetzt, deren Folgen sich nicht voraussagen lassen.

    „Eine Havarie in Stirol würde einen Austritt von Mononitrochlorbenzol (‚Blutgift‘) im Chemiebetrieb in Gorlowka herbeiführen, wo es bis jetzt gelagert wird. Der minimale Wirkungsradius würde dabei mindestens 300 Kilometer betragen“, hieß es weiter.

    „In den letzten drei Wochen werden Gorlowka und insbesondere das Gelände des Werkes Stirol bombardiert und beschossen. Die ukrainische Armee setzt Mehrfachraketenwerfer Grad und Uragan ein“, so Brykow.
    Seit Ende Juli versucht das ukrainische Militär, der Volkswehr die Stadt Gorlowka abzuringen, wo sich das Werk Stirol befindet.

    Ostukraine: Gefahr einer Öko-Katastrophe durch Beschuss von Gorlowka | Politik | RIA Novosti

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