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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 470.922 Aufrufe

  1. #5661

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Im übrigen haben die Balten nicht um russische Einwohner gebeten, sondern die wurden schon zu Stalins Zeiten nach 1945 dort angesiedelt, gegen den Willen der Balten, da wird es also nichts mit "Neu-Russland".
    In Lettland leben übrigens russische Familien, deren russische Vorfahren bereits vor der Oktoberrevolution dort gelebt haben. Also nix von wegen Stalin hat ALLE angesiedelt und jetzt werden die deswegen diskriminiert. Auch diese diskriminiert der lettische Staat (und mit ihm die EU, da sie nicht dagegen vorgeht), in dem er ihnen keine Bürger- und Wahlrechte gewährt.

    Und, wie hier schon gesagt, außer ein bisschen "DuDuDu" unternimmt die EU garnichts.

    Im übrigen: die Russen, die von Stalin angesiedelt wurden, können ja auch nichts für Stalin, würde ich sagen. Wenn man so argumentiert, könnte man ja auch sagen: da haben die Südstaaten bis in die 70er hinein die Schwarzen diskriminiert, da drehen wir jetzt mal den Spiess um und alle weissen Amerikaner müssen jetzt mal den Schwarzen als Sklaven dienen für die nächsten 100 Jahre.

  2. #5662
    Jezersko
    Zitat Zitat von 2hands1blatt Beitrag anzeigen
    In Lettland leben übrigens russische Familien, deren russische Vorfahren bereits vor der Oktoberrevolution dort gelebt haben. Also nix von wegen Stalin hat ALLE angesiedelt und jetzt werden die deswegen diskriminiert. Auch diese diskriminiert der lettische Staat (und mit ihm die EU, da sie nicht dagegen vorgeht), in dem er ihnen keine Bürger- und Wahlrechte gewährt.

    Und, wie hier schon gesagt, außer ein bisschen "DuDuDu" unternimmt die EU garnichts.

    ...
    Jaja, der übliche Reflex: Wer nicht FÜR mich ist, ist GEGEN mich...

    Warum soll sich auf einmal "die EU" um jeden Pipifax kümmern, wo du doch selbst so eine Abneigung gegen die EU (und "den Westen") hast? Wäre ja ein Eingriff in innerstaatliche Angelegenheiten. Will man ja auch nicht wenn es das Land betreffen würde, in dem DU lebst, oder?

  3. #5663
    Avatar von Damien

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    OSZE-Beobachter: Keine Waffen aus Russland in die Ukraine transportiert



    Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die die Grenze zwischen Russland und der Ukraine überwachen, haben laut Missionschef Paul Picard bislang keine Waffentransporte über die Grenze registriert.

    „Waffen haben wir nie gesehen“, sagte Picard am Dienstag auf einer Pressekonferenz im südrussischen Gebiet Rostow. Auf die Frage, ob die Beobachter militärische Fahrzeuge gesichtet hätten, antwortete Picard. „Gestern haben wir an zwei Grenzübergängen keine Militärfahrzeuge beim Passieren der Grenze gesehen.“ In der vergangenen Woche seien russische Militärhubschrauber intensiver als sonst in Grenznähe gekreist, ohne jedoch die Grenze verletzt zu haben, so der OSZE-Missionschef weiter. „All diese Hubschrauber flogen in den Luftraum der Ukraine nicht ein und waren immer auf der Seite der Russischen Föderation; die Flüge fanden in Sichtweite der Beobachter statt.“

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte das Truppenaufgebot im russischen Grenzgebiet als Sicherheitsmaßnahme im Zusammenhang mit den andauernden Kämpfen in der Ost-Ukraine bezeichnet. „Vorsicht kann nie überflüssig sein. Wir müssen wachsam bleiben, denn jenseits der Grenze ein regelrechter Krieg mit Artillerie, Luftwaffe und Mehrfachraketenwerfern stattfindet.“

    Westliche Medien hatten in der vergangenen Woche berichtet, dass russische Kampffahrzeuge über die ukrainische Grenze gefahren seien. Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko berichtete dem britischen Premierminister David Cameron am Telefon über die Zerschlagung einer „russischen Militärkolonne“. Das russische Militär wies diese Behauptungen als „Phantasien“ zurück. Auch die OSZE-Beobachter teilten mit, keine Militärkolonne beim Überqueren der Grenze gesichtet zu haben. Am Freitagabend teilte Caitlin Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA (NSC) mit, dass die Vereinigten Staaten die Berichte über einen Einmarsch russischer Militärfahrzeuge in der Ukraine nicht bestätigen könnten.

    OSZE-Beobachter: Keine Waffen aus Russland in die Ukraine transportiert | Politik | RIA Novosti

    Wie passt das jetzt wohl nur zu den behauptungen von Kiew, der EU, der USA und zu den Westlichen hetz Blättern?

  4. #5664

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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Jaja, der übliche Reflex: Wer nicht FÜR mich ist, ist GEGEN mich...

    Warum soll sich auf einmal "die EU" um jeden Pipifax kümmern, wo du doch selbst so eine Abneigung gegen die EU (und "den Westen") hast? Wäre ja ein Eingriff in innerstaatliche Angelegenheiten. Will man ja auch nicht wenn es das Land betreffen würde, in dem DU lebst, oder?
    Für EU-Mitgliedstaaten sollte doch die EU-Grundrechtecharta gelten, findest Du nicht?

    Das Diskriminierungsverbot aus selbiger gilt nicht nur bzgl. sexueller Neigungen, sondern auch bzgl. ethnischer Herkunft.

    Natürlich zeigt es sich einfacher mit dem Finger auf andere Staaten, anstatt mal die Gesetze im eigenen Einflussbereich durchzusetzen. Während wegen der "Homo-Gesetze" in RU ein Aufriss gemacht wird (sicher nicht zu unrecht), wird die Diskriminierung der im Baltikum lebenden Russen unter den Teppich gekehrt. Obwohl hier ebenfalls Grundrechte verletzt werden.

    Du nennst es Pipifax, ich nenne es Doppelstandard.

    ps: wie kommst Du denn darauf, dass ich eine Abneigung gegen "den Westen" habe? Ich habe vielleicht eine Abneigung gegen die Politiker, die mich vertreten. Ich mag "den Westen", sogar Ösi-Land, auch wenn es dort immer noch "Negerküsse" beim Bäcker gibt

  5. #5665
    Jezersko
    Zitat Zitat von 2hands1blatt Beitrag anzeigen
    Für EU-Mitgliedstaaten sollte doch die EU-Grundrechtecharta gelten, findest Du nicht?

    Das Diskriminierungsverbot aus selbiger gilt nicht nur bzgl. sexueller Neigungen, sondern auch bzgl. ethnischer Herkunft.

    Natürlich zeigt es sich einfacher mit dem Finger auf andere Staaten, anstatt mal die Gesetze im eigenen Einflussbereich durchzusetzen. Während wegen der "Homo-Gesetze" in RU ein Aufriss gemacht wird (sicher nicht zu unrecht), wird die Diskriminierung der im Baltikum lebenden Russen unter den Teppich gekehrt. Obwohl hier ebenfalls Grundrechte verletzt werden.

    Du nennst es Pipifax, ich nenne es Doppelstandard.

    ps: wie kommst Du denn darauf, dass ich eine Abneigung gegen "den Westen" habe? Ich habe vielleicht eine Abneigung gegen die Politiker, die mich vertreten. Ich mag "den Westen", sogar Ösi-Land, auch wenn es dort immer noch "Negerküsse" beim Bäcker gibt
    Sorry, wenn ich vielleicht mit der Einschätzung Deiner Meinung in punkto EU etwas "übers Ziel geschossen" (was für ein Ausdruck?!?) habe. Wir wissen inzwischen Alle, dass es "EINE EU" nicht gibt. Es ist eine (politische und wirtschaftliche) Union von souveränen Staaten. Diese reicht vertraglich nicht bis zu GEMEINSAMER Außen- und Verteidigungspolitik. Vielleicht wird es das eines Tages... Fakt ist aber derzeit, dass es EINE Stimme der EU schon alleine Organisatorisch nicht geben kann. Man kann sich also nicht ein Auftreten a la USA erwarten. Wer das tut, hat von Politik keine Ahnung!

    PS: Es gibt sogar "Neger-Bier"! (Weil der Eigentümer der Brauerei mit Familienname "Neger" heißt.)
    PPS: Ich habe mich dazu entschlossen, hier in diesem Forum nicht mehr zu diskutieren, sondern bestenfalls noch zu "kommentieren". Ich würde mich aber über Diskussionen auf "privaten" Kanälen mit Dir freuen.

  6. #5666
    Avatar von NovaKula

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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Sorry, wenn ich vielleicht mit der Einschätzung Deiner Meinung in punkto EU etwas "übers Ziel geschossen" (was für ein Ausdruck?!?) habe. Wir wissen inzwischen Alle, dass es "EINE EU" nicht gibt. Es ist eine (politische und wirtschaftliche) Union von souveränen Staaten. Diese reicht vertraglich nicht bis zu GEMEINSAMER Außen- und Verteidigungspolitik. Vielleicht wird es das eines Tages... Fakt ist aber derzeit, dass es EINE Stimme der EU schon alleine Organisatorisch nicht geben kann. Man kann sich also nicht ein Auftreten a la USA erwarten. Wer das tut, hat von Politik keine Ahnung!

    PS: Es gibt sogar "Neger-Bier"! (Weil der Eigentümer der Brauerei mit Familienname "Neger" heißt.)
    PPS: Ich habe mich dazu entschlossen, hier in diesem Forum nicht mehr zu diskutieren, sondern bestenfalls noch zu "kommentieren". Ich würde mich aber über Diskussionen auf "privaten" Kanälen mit Dir freuen.

    na videz

  7. #5667
    Avatar von Damien

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    6.948
    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Sehr interessantes Video mit Soldaten der Ukrainischen Armee
    Das zeigt das die Verluste wohl viel größer sind als von der Ukraine bisher behauptet.



    Kameramann: Wer hat nach Wasser gefragt?

    Soldat:
    Danke Männer.

    Kameramann: Wie ist es da an der Front Männer?

    Soldat: Gefickt!

    Kameramann: konkreter Jungs?

    Soldat:
    Die Russen ficken uns (Rebellen).

    Kameramann: Und was macht der Generalstab?

    Soldat:
    Nen Fick auf den Generalstab! Da sind alle Schwuchteln die nen schwanz entscheiden.
    Entschieden haben alles unsere Befehlshaber

    Kameramann: Und gibt es Verluste?

    Soldat:
    Bis zum Schwanz gibt es verluste. 3 Brigaden haben sie uns Zerschlagen.

    Kameramann: Eine Brigade wie viel ist das?

    Soldat:
    Eine Brigade das ist bis zum Schwanz das sind 1500 Leute.

    Anderer Soldat:
    Eine Brigade? Das sind doch 4500 Mann.

    Soldat:
    ach ja 4500 Mann

    Kameramann:
    Was heist das also. Ihr habt mehr als 10.000 Mann verloren?

    Schweigen.....

    Anderer Soldat:
    Bei unserer Brigade sind 4500 Mann

    Soldat:
    Das ist unsere Brigade

    Kameramann: Welche Nummern hatten die Brigaden?

    Soldat: 72, 79, 24

    Anderer Soldat:
    Und noch die 25'ste existieren nicht mehr.

    Kameramann: Nun das ist eine große Summe.
    Noch eine Weniger

    Volkswehr von Donezk: Ukrainische Brigade zerschlagen – Vize-Kommandeur gefangen genommen



    Die Volkswehr der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR) hat die 30. selbständige mechanisierte Brigade zerschlagen und viele Soldaten, darunter den Vize-Kommandeur, gefangen genommen, teilte der Volkswehr-Stab RIA Novosti mit.

    Dem Stab zufolge versuchte die Brigade, die Einkreisung beim Dorf Stepanowka an der Grenze zu Russland zu durchbrechen.

    Laut dem DVR-Kommandeur im Rang eines Generalmajors, der die Operation der Volkswehr-Milizen geleitet hatte und den der Volkswehr-Stab zitiert, konnten die eingekesselten Soldaten „einen Artilleriebeschuss im Laufe von zwei Tagen nicht aushalten und brachen aus Stepanowka in Richtung des Dorfes Amwrossijewka los“. „Da sie die Landkarte nicht lesen können und nach einem Navigationsgerät gehen mussten, stießen sie auf unseren Blockposten in der Stadt Tores, wo sie zwei Gefechtsfahrzeuge verloren und sich danach zurückziehen mussten. Ihnen gelang es, die Stadt Sneschnoje nahe Amwrossijewka zu erreichen. Aber dort vernichtete unser Blockposten die Kolonne vollständig“, so der Generalmajor mit dem Codenamen „Schlechter Soldat“.

    „Es gibt so viele gefangene Soldaten, dass es an der Zeit ist, Lager für Kriegsgefangene zu bauen“, sagte der General.

    Volkswehr von Donezk: Ukrainische Brigade zerschlagen ? Vize-Kommandeur gefangen genommen | Politik | RIA Novosti


















  8. #5668

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    Kämpfer UNA-UNSO (ukrainische rechtsextreme, nationalistische Partei) und Rechter Sektor in der Antiterroroperation




    UNA-UNSO

    Die UNA-UNSO ist eine ukrainische rechtsextreme, nationalistische Partei. Gegründet wurde sie am 30. Juni 1990 in Lemberg von nationalorientierten Jugendlichen. Sie besteht aus der Ukrainischen Nationalversammlung UNA und deren paramilitärischem Arm, Ukrainische Nationale Selbstverteidigung UNSO. UNA-UNSO zeichnet sich politisch durch eine radikal antisemitische und antirussische Haltung aus; so wird die historische Existenz des Holocaust in Publikationen der Organisation angezweifelt.

    Konflikte
    Während des Bergkarabachkonfliktes kämpfte die UNA-UNSO auf Seiten Aserbaidschans, im ersten Tschetschenienkrieg auf Seite der tschetschenischen Separatisten und im Transnistrien-Konflikt auf transnistrischer Seite; während des Südossetien-Krieges 2008 kämpften 200 UNA-UNSO-Mitglieder auf Seiten der Georgier gegen Russland.
    Während des Euromaidan schloss sich die Partei der ultranationalistischen paramilitärisch auftretenden Gruppe Prawyj Sektor (deutsche Übersetzung: Rechter Sektor) an. Führende Mitglieder des UNA-UNSO beteiligten sich an gewaltsamen Übergriffen, Einschüchterungen und Willkürmaßnahmen. So erschien Alexander Musitschko am 24. Februar 2014 mit einem Sturmgewehr im Regionalparlament der Oblast Riwne und befahl, den Familien von Demonstranten bevorzugt Wohnungen zu geben.
    https://de.wikipedia.org/wiki/UNA-UNSO

    Alexander Musitschko



  9. #5669
    Avatar von Lilith

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    Am 25.08. wird es in Minsk ein Treffen zwischen Poroschenko und Putin geben. Vielleicht kommt man voran, wäre sehr zu hoffen.

  10. #5670
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Yashar Beitrag anzeigen
    Bezüglich denen hab' ich mal eine Doku geschaut. Dort hiess es glaub ich sogar, dass die Rechtsradikalen eigene Parteien eröffnen und öffentlich mit Hackenkreuzen etc. werben dürfen, da dies in Russland nicht verboten sei. Die Skinhead Szene soll angeblich auch die ausgeprägteste auf der ganzen Welt sein. Wie sieht es aber allgm. bei der Mentalität der Russen aus? Sind viele etwas komisch gegenüber Muslimen eingestellt?

    Ich mag Russland (Die Regierung ausgenommen) und habe einige Freunde von dort. Mich stört es einfach extrem, dass so viele einen auf "Orthodox Brotherhood", machen oder immernoch panslawische Vorstellungen haben und deswegen automatisch Serbien unterstützt was die Republik von Kosovë angeht. Mich regt dieses "Die Serben sind unsere Brüder, deswegen werden wir Ihnen helfen!"-Scheisse total auf.
    Denken viele so oder gibt es bei euch auch viele, die die Politiker öffentlich kritisieren?

    Jetzt etwas vom Thema abgeschweift. Hoffe aber du kannst mir antworten.



    Hier die Doku, die ich angesprochen habe.

    - - - Aktualisiert - - -

    Ich weiss aber auch, dass es in den Grossstädten Russlands einen Zuwachs an Muslimen gab.

    Ich sah' ein Video wo man (angeblich 1'000'000) Moslems in Moskau am beten sah. Das war echt Gänsehaut.

    Hi, die Doku ist wirklich sehr interessant. Zum Thema Skinheadszene, Rechtsradikalismus werde ich mal bei Gelegenheit einen Thread erwärmen oder erstellen. Harput hatte auch danach gefragt.

    Zum Thema Einstellung zu Muslimen in der Breite der russischen Gesellschaft. Nun ja, leider gab es im Gegensatz zum ersten Tschetschenienkrieg aus dem zweiten nicht so viel Berichterstattung. Auch bewusst. Weswegen der "IwanNormalRusse" auch weniger von den Grauen und Schrecken des Krieges, von den Kriegsverbrechen mitbekommen haben mag. Im Gegensatz dazu aber zu Nordost und Beslan zu Zeiten des Krieges den Anschlägen Schwarzer Witwen in Moskau, Wladikawkas, als letztes, ja schon Jahre nach dem Krieg, in Wolgograd zu Neujahr. (Das wäre wie in Mitteleuropa zu Weihnachten oder für Muslime vielleicht zu Bayram.) Das hat, denke ich schon, jahrelang natürlich gewisse Vorbehalte geprägt. Auch so allgemein die Stimmung seit dem 11. September Radikale, Islamisten, Terroristen... Alles, was so an Shitstorm aufgekommen ist, hat auch vor Russland nicht halt gemacht. Mancher mag auch noch historisch geprägte Ressentiments haben, Stichwort "Tatarenjoch"....
    Die meisten, die ich kenne, werden auf jeden Fall aber Gewalt ablehnen. Viele haben kein besonderes Interesse am Islam. Aber ich denke, am ehesten die Tendenz "Leben und leben lassen". Wenn es etwa darum geht, sollen sie doch ihre Moscheen haben, um zu beten usw. Dabei spielt vielleicht auch hinein, dass Russen im Grundsatz ja quasi "gewohnt" sind, eben im eigenen Land mit Angehörigen verschiendenster Hintergründe und Lebensstile zu tun zu haben.

    Zum Thema Brotherhood, Serbien und Kosovo. Hm, ob es um Panslawismus geht, kP. Oder auch um "Brotherhood" im eigentlichen Sinn. Aber ja, in der Tendenz fühlen sich die meisten Russen den Serben wohl verbunden, begegnen ihnen mit Sympathie. Sicher hat das gewisse Gründe in sprachlichen wie auch religiös-kulturellen Gemeinsamkeiten, die natürlich auch verbinden. Eher als etwa mit muslimischen Albanern. Da braucht man nicht drumherum zu reden. Was ich denke auch wichtig ist ist auch das Gefühl, wie umgekehrt jemand einem begegnet, welches Feedback man bekommt. Und da ist es tendenziell ja auch eher so, dass Serben uns Russen um einiges mehr verbunden oder uns mit weniger Ressentiments begegnen als viele andere Völker. Zu "Kosovopolitik" Russlands denke ich, es ist trotz allem und nach wie vor eher nach dem Credo, was serbische Politik entscheidet hat unsere Zustimmung. Und das deckt sich, glaube ich zumindest, mit der Einstellung der meisten Russen.
    .
    Ich möchte betonen, dass das alles mein sehr persönlicher Eindruck ist, keine empirisch belegte Sozialforschung^^. Und Sichtweisen, die man nicht teilen braucht oder gutheißen muss. Aber eben aus dem russischen Blickwinkel herrühren.

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