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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 472.430 Aufrufe

  1. #5901

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Balta Beitrag anzeigen
    Das die Ukrainische Streitkräfte so schlecht ausgerüstet sind liegt Hauptsächlich an Janukowitsch der Pro Russisch ist und für die Abrüstung des Militärs sorgte.
    Gott sei Dank ist solch ein gutgläubiger Idiot kein Präsident mehr und wurde zum Teufel geschickt. Mit Russland als Nachbarn ist nicht gut Kirschen essen, wie man ja auch hier wieder eindrucksvoll sieht.

  2. #5902

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    Stimmt es das Putin von schon von Neurussland redet? hat er diesen Terminus benutzt?

  3. #5903
    Avatar von Aviator

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    Zitat Zitat von Balta Beitrag anzeigen
    Das die Ukrainische Streitkräfte so schlecht ausgerüstet sind liegt Hauptsächlich an Janukowitsch der Pro Russisch ist und für die Abrüstung des Militärs sorgte.
    Das die ukrainischen Streitkräfte schlecht ausgerüstet sind liegt hauptsächlich daran, das man nach dem Zerfall der Sovjetunion einfach das Equipment behalten hat. 60% davon auf dem Schwarzmarkt verscheuert und nicht modernisiert hat.

    Auch das neueste Equipment welches blank poliert in Kiew spazieren gefahren wurde ist russisches.

    Vom Westen sieht man dort nichts denn dafür muss man in harter Währung blechen

    Aber die Ukrainer müssen sich keine Sorgen machen. Wenn Sie weiter so machen dann schickt Ihnen Russland noch ein paar Kugeln rüber

  4. #5904
    Avatar von skorpion

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    Ein übles Stück Zeitgeschichte, von Anfang an Scheiße gelaufen.

    Auf der einen Seite ist die Ukraine natürlich ein souveräner Staat und von Russland unabhängig, jedenfalls pro forma. In den vergangenen Jahren hat man das nicht so richtig wahrgenommen, weil immer wieder Herrscher das Land regiert haben, die es quasi als Anhang Russlands positioniert haben. Nun aber, nachdem die Bevölkerung vor allem aus dem westlichen Landesteil monatelang auf dem Majdan protestiert hat und die alte Regierung entmachtet wurde, strebt die Ukraine westwärts- zumindest ihr westlicher Teil. Das ist nachvollziehbar, Lemberg oder Kiew sind nicht weit von der EU und wer als Ukrainer Städte wie Rzeszów, Košice oder Nyíregyháza von früher kennt und heute sieht, und sie mit ukrainischen Städten gleicher Rangordnung vergleicht, der wird den Verdacht nicht los, daß sein Land nur den zweitbesten Weg beschreitet. Was liegt also näher, als ebenfalls die Annäherung an die EU zu suchen? Moskau ist schließlich weit weg.

    Auf der anderen Seite leben in der Ukraine vor allem im Osten und Süden, nicht erst seit sowjetischen Zeiten, eine Menge Menschen, die eigentlich eher ethnische Russen sind und die sich emotional eher nach Osten orientieren. Und neben dieser emotionalen Bindung gibt es auch eine ganz rationale. Die Industrie im Donbass, von der die meisten Menschen dort leben, ist wirtschaftlich eng mit Russland verflochten; auf dem (west-) europäischen Markt sind die Produkte praktisch nicht verkäuflich. Und natürlich gibt es Zukunftsängste. Möglich, daß eine Annäherung an die EU Wohlstand brächte, was aber wenn nicht? Auch wenn die Option Anbindung an Russland noch deutliche Optimierungsreserven hat, so ist sie doch eine relativ sichere Sache, da weiß man, was auf einen zukommt und eine gewisse Zukunftssicherheit ist ja nicht das Verkehrteste. Jedenfalls besser als ein weit entferntes Luftschloß im ebenso weit entfernten Brüssel.

    Und dann ist da noch Russland, dem man anläßlich der deutschen Einigung mal versprochen hat, daß der Westen sein Einflußgebiet nicht weiter nach Westen ausweiten wird. Bekanntermaßen sind weite Teile des ehemaligen Warschauer Paktes mittlerweile Mitglied in NATO und EU, mit den drei baltischen Staaten sogar Teile der ehemaligen UdSSR. Und nun also auch noch die Ukraine, die allein von ihrer Größe her schon ein ganz anderes Kaliber ist. Nicht zu vergessen, daß auf diesem Gebiet auch der Ursprung der russischen Nation liegt, die Ukraine ist also den Russen, was den Serben der Kosovo. Und anscheinend braucht Putin auch innenpolitisch ein bißchen Glanz und Gloria.

    Der Westen trägt also eine Mitschuld an den Ereignissen, die längst eine Eigendynamik entwickelt haben, die niemand mehr so richtig beherrscht. Und das ist das eigentlich besorgniserregende an der ganzen Sache. Noch wird miteinander geredet (oder zumindest aneinander vorbei) und mit Handelssanktionen agiert. Aber die Geschichte hat gelehrt, daß solche Situationen schnell eskalieren können.

    Am Ende wird die ukrainische Führung wohl doch mit den "Terroristen" verhandeln müssen. Immerhin richtete sich der Aufstand im Osten ja auch nicht gegen eine demokratisch gewählte Regierung, sondern gegen eine revolutionäre Übergangsregierung.

    Was spräche eigentlich gegen eine Teilung der Ukraine?

  5. #5905

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    Du brauchst Terroristen nicht in Anführungszeichen zu setzen.

  6. #5906

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    23.630
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    [...]Was spräche eigentlich gegen eine Teilung der Ukraine?
    Das Interesse Deutschlands am Lebensraum ... äh .. Wirtschaftsraum Ost,
    damit auch gegen das Interesse der EU, NATO & USA.

    Einst haben die USA mit den Russen gemeinsam die Nazi und Faschista bekämpft,
    nun, im Jahre 2014, haben sich die USA wohl gewandelt und unterstützen die Nazi & Faschista zu Kiew im Kampf gegen die russische Bevölkerung Neurusslands, die unter den Nazi & Faschista nicht leben möchte.

    Und Reichskanzler Merkel vornan!

  7. #5907
    Avatar von skorpion

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    Ich tue es dennoch, weil alle anderen Konfliktteilnehmer auch nicht wirklich besser sind.

  8. #5908
    Avatar von skorpion

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    In diesem Spiel sind einfach zuviele "Nazi & Faschista", wie Du sie nennst, auf allen Seiten.

  9. #5909
    Avatar von Ilios

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    817
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    Was spräche eigentlich gegen eine Teilung der Ukraine?
    Kiew würde damit wichtige industrielle Regionen, wie Donezk, endgültig abtreten - nicht, dass sie jetzt unter Kontrolle wären. Also wäre eine Spaltung gegen das Interesse Kiews.

    Eine Spaltung der Ukraine liegt weder im Interesse des "Westens", noch im Interesse Russlands.

    Die ethnographische Verteilung in der Ukraine: da sind ja immer noch die ethnischen Ukrainer im Osten des Landes. Die Tartaren haben ja schon erlebt, wie über ihre Köpfe hinweg entschieden wurde und sie jetzt Teil eines Staates sein müssen, der sie einst aus ihrer Heimat deportiert hat.

  10. #5910
    Avatar von skorpion

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    Zitat Zitat von Ilios Beitrag anzeigen
    Kiew würde damit wichtige industrielle Regionen, wie Donezk, endgültig abtreten - nicht, dass sie jetzt unter Kontrolle wären. Also wäre eine Spaltung gegen das Interesse Kiews.

    Eine Spaltung der Ukraine liegt weder im Interesse des "Westens", noch im Interesse Russlands.

    Die ethnographische Verteilung in der Ukraine: da sind ja immer noch die ethnischen Ukrainer im Osten des Landes. Die Tartaren haben ja schon erlebt, wie über ihre Köpfe hinweg entschieden wurde und sie jetzt Teil eines Staates sein müssen, der sie einst aus ihrer Heimat deportiert hat.
    Klar, idealerweise will natürlich jeder den ganzen Kuchen für sich, aber was dabei herauskommt kann man ja sehen. Wobei man eigentlich sagen muß, daß die Industriegebiete im Osten eigentlich nur für die Pro-Russland-Fraktion wirklich wertvoll sind, im Falle eines Westkurses der ganzen Ukraine würden sie eher zur Belastung, sowohl wirtschaftlich, als auch gesellschaftlich.

    Die demokratischste Lösung wäre in jedem Fall ein Volksentscheid. Und wenn die Mehrheit im Osten eben nach Russland will, dann sollte man nicht versuchen, sie zu halten. Sie werden sehen, was sie davon haben. Am Ende wird es eh so kommen, ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, daß es am Ende (sei es nach einer militärischen Niederlage oder auf Grundlage von Verhandlungen) heißen wird: "Gut, ok., dann sind wir jetzt eben alle wieder Ukrainer, wir fassen uns an der Hand, trinken zusammen ein paar Gläschen Wodka, bauen die Trümmer schnell wieder auf und dann ist alles wieder schön."

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