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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 471.358 Aufrufe

  1. #6691
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von SAmo_JoSip Beitrag anzeigen
    Westliche Staaten bzw. Regierungen belügen nicht ständig uns Bürger??
    Die Medien werden nicht beschrängt, indem sie uns nur einseitige Meinungen vorlegen und uns Propaganda um die Ohren hauen?
    Genau und alle anderen sind spinner Verschwörungstheoretiker hast du auch vergessen
    Doch, die lügen auch, aber es gibt ausreichend freie Medien, die über die Lügen auch berichten (können und dürfen). Und nicht "alle anderen" sind Spinner sondern erstmal die, die ich namentlich genannt habe.

  2. #6692

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    irgendwie traurig dass so viele russen verblendet sind von dem was putin sagt, das ganze erinnert mich stark an eine rede: "niemand darf euch schlagen...." und endete dann im zerfall eines ganzen landes.... wenns diesmal auch so wäre wenigstens..... zwar wünsch ich das russland nicht wirklich, aber die aussagen, die art und weise wie man sich international gibt, ist einfach stark nach "wir wollen wieder krieg" aus

  3. #6693

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    Zitat Zitat von Mandarinenkicker Beitrag anzeigen
    irgendwie traurig dass so viele russen verblendet sind von dem was putin sagt, das ganze erinnert mich stark an eine rede: "niemand darf euch schlagen...." und endete dann im zerfall eines ganzen landes.... wenns diesmal auch so wäre wenigstens..... zwar wünsch ich das russland nicht wirklich, aber die aussagen, die art und weise wie man sich international gibt, ist einfach stark nach "wir wollen wieder krieg" aus
    Russen verblendet, Westen verblendet. Alle verblendet

  4. #6694

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Doch, die lügen auch, aber es gibt ausreichend freie Medien, die über die Lügen auch berichten (können und dürfen). Und nicht "alle anderen" sind Spinner sondern erstmal die, die ich namentlich genannt habe.
    IP-News, Kopp-Verlag , etc. kann man wirklich getrost in die Tonne kloppen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Aber was Verschwörungstheorien betrifft;


    Washington will Krieg in der Ukraine

    Kriegsdiplomatie Trotz der Genfer Einigung verschärfen die Amerikaner ihren Eskalationskurs gegenüber Russland. Es gibt Hinweise, dass Washington Krieg will.
    Ein Nutzerbeitrag von Sönke Paulsen
    Es ist Ostern und die traditionellen Ostermärsche bringen mal bundesweit ein paar Tausend Leute auf die Straße. In Berlin waren es Tausend. Eigentlich waren es diesmal wieder die Unverdrossenen, die schon immer kamen, nicht die Millionen von Menschen, die derzeit in Deutschland verunsichert sind, ob einer Politik, die konsequent auf eine Konfrontation zusteuert.
    Eigentlich möchte es niemand so richtig glauben, was da geschieht. Die Diplomatie des Westens ist strikt an amerikanischen Bedürfnissen orientiert und diese wollen einen Sieg für den Westen in der Ukraine. Keine Deeskalation, keine friedliche Lösung, die der Ukraine gerecht wird und keine echte Zusammenarbeit mit Russland in dieser schwersten Krise seit dem Fall der Mauer. Wenn Politiker wie Gabriel russische Panzer beschwören, die jederzeit in die Ukraine einfallen können, wenn Schäuble Putin als neuen Hitler dämonisiert und die USA im Einklang mit den polnischen, baltischen und tschechischen Hardlinern ihre Truppen ostwärts verlegen, dann sind das kriegsvorbereitende Äußerungen und Handlungen.
    Fast scheint es, als wäre der Krieg mit Russland schon ausgemacht, man sucht nervös nach Vorwänden und manche konstruktiven Gespräche, erweisen sich einen Tag später als Scheindiplomatie, durch die man die eminent wichtige Frage, wer am Ende Schuld am Ausbruch eines Krieges hatte, für sich entscheiden möchte.
    Verschwörungstheorie?

    Man kann vieles auch anders erklären. Washington will sein Gesicht nicht verlieren, nachdem es sich in der Ukraine gründlich verschätzt hatte und die „Farben-Revolution“ die von amerikanisch dominierten NGOs organisiert wurde, allzu braun ausgefallen war.
    Die EU fühlt sich auf transatlantische Treue verpflichtet, obwohl ihre Interessen durch den derzeitigen amerikanischen Kurs gegen Russland mit Füßen getreten werden. Die Nato-Verbündeten des Ostens fühlen sich durch Russland bedroht und machen daher Druck in Brüssel und Berlin, wollen Sicherheitsgarantien gegen Russland.
    Die Obama-Administration ist sauer, dass die Deutschen so zögerlich gegen Putin auftreten und fühlt sich zugleich durch den von Deutschland initiierten Widerstand gegen die NSA-Überwachung in die Enge getrieben. Sie zieht deshalb auch als Reaktion auf die Deutschen ihre Truppen in den Osten, sollen doch die Querulanten gegen Amerikas Vormachtstellung in Europa sehen, wo sie bleiben. Sollen sie doch selbst in ihr Militär investieren.
    In dieser Variante, in der eine Summe von Reaktionen beschrieben ist, fehlt allerdings das Kalkül. Ist die amerikanische Politik wirklich so orientierungslos und emotional?
    Kaum zu glauben.
    Dennoch, in einer Situation in der selbst der deutsche Außenminister sagt, man solle doch mit den ständigen Sanktionsdrohungen gegen Russland aufhören und eine breite Front auch konservativer Politiker gegen den antirussischen Kurs des Westens aufbegehrt, wird die Konfrontation ungerührt fortgesetzt! Auf Kritik aus Deutschland reagieren die Amerikaner tatsächlich jetzt mit verstärkter Truppenpräsenz in Polen, Tschechien und den baltischen Staaten. Diese aktuelle „Osterbotschaft“ kommt in Deutschland wie in der Ukraine und in Russland zu einem Zeitpunkt an, an dem nach Entspannung auch aus dem Westen gerufen wird, nachdem die Regierung in Kiew einen Osterfrieden verkündet hat und die russische Regierung nicht nur deutlich erklärt hat, dass sie keine kriegerischen Absichten verfolgt, sondern auch in den Genfer Vierergesprächen die fast unlösbare Aufgabe übernommen hat, die pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine zu befrieden.
    Was also ist in Washington los?
    Es verdichten sich Hinweise, dass Washington ein Krieg in der Ukraine gar nicht so unrecht wäre. Dieser könnte zwar von den Ukrainern nicht gewonnen werden, aber die Nato könnte sich dann wesentlich härter gegen Russland positionieren. Die europäische Wirtschaftsexpansion nach Osten wäre dadurch auf absehbare Zeit beendet und die Amerikaner müssen nicht fürchten in nächster Zukunft dem weltgrößten Wirtschaftsraum, der osterweiterten EU Konzessionen zu machen, sie könnten auch hoffen, dass Russland bei einem militärischen Abenteuer in der Ukraine, in einem Bürgerkrieg mit radikalen Nationalisten versinkt, der auch andere Teile des Vielvölkerstaates anstecken könnte. Russland ließe sich auf diese Weise nachhaltig schwächen. Die russische Wirtschaft könnte erneut in eine so gravierende Schieflage geraten, wie vor dem Zusammenbruch der Sovjetunion.
    Es spricht eine ganze Menge dafür, dass Washington den Krieg in der Ukraine will! Es hätte zumindest eine Reihe von Vorteilen für die Amerikaner.
    Wer jetzt Unterstellung ruft, sollte sich die Rhetorik der Amerikaner genau anschauen. Sie weichen auch nach den Genfer Vierergesprächen von ihrem Kurs der Dämonisierung Russlands nicht ab, sie geben weiterhin zu verstehen, dass Russland nur die Sprache der Stärke verstehen würde. Sie zeigen, dass sie damit sowohl militärische Stärke, als auch Wirtschaftssanktionen meinen. Sie schließen einen Krieg nicht aus, liefern bereits militärisches Material in die Ukraine und haben es erreicht, dass sowohl in den IWF-Bedingungen für Kreditvergaben an die Ukraine, als auch im EU-Assoziierungsabkommen, dessen politischer Teil kürzlich in Brüssel unterschrieben wurde, eine enge militärische Zusammenarbeit mit der Nato festgelegt wurde.
    Washington zielt eindeutig darauf, Russland zu provozieren!
    Ein Kunstgriff der Kriegsrhetorik wie der Kriegsdiplomatie war schon immer, dem Gegner finstere Absichten zu unterstellen. So hat Hitler seinen Angriff auf Russland gerechtfertigt, in dem er ankündigte, dass ein Angriff Russlands kurz bevor stünde. Man gibt sich empört, bestellt den Botschafter ein und hofft dann auf die nächsten Eskalationsschritte.
    Der Kriegswille Washingtons ist nur in einem Punkt historisch ungewöhnlich. Die Amerikaner wollen den Krieg nicht selbst führen. Aber auch hierfür gibt es Parallelen. Im Georgienkonflikt hat ein militärisch vollkommen unterlegenes Land Russland mit einem Angriff auf Südossetien provoziert und die Quittung bekommen. Auf die Ukraine würde dieses Szenario ebenfalls passen, wenn der Osten tatsächlich zur abtrünnigen Republik würde, könnte Washington mit noch mehr Nachdruck militärische Angriffe auf die Zivilbevölkerung von der Kiewer Regierung fordern. Dann hätte man genau das in Georgien provozierte Szenario. Nur diesmal könnte das Kalkül eines zweiten Tschetscheniens aufgehen und Russland wäre tatsächlich im Kampf mit stark westlich orientierten Fanatikern.
    Die Obama-Administration schickte kürzlich ihren CIA-Chef nach Kiew, der trotz der Friedensverhandlungen, ganz offensichtlich die jetzt laufende militärische Intervention im Osten der Ukraine empfohlen hat. Braucht man noch mehr Zeichen, um die Politik Washingtons zu deuten?

    Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
    https://www.freitag.de/autoren/soenke-paulsen/washington-will-krieg-in-der-ukraine

  5. #6695
    Avatar von BlackJack

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    Was soll ich dazu sagen, Sönke Paulsen ist sicher nicht der erste und nicht der letzte, der so redet. Es wird auch seit Jahren behauptet, der Angriff von "Usrael" auf den Iran stehe kurz bevor ...

  6. #6696
    Amarok
    Putin zieht den nächsten Joker: Russland kann Staats-Pleite der Ukraine auslösen

    Deutsch Türkische Nachrichten | 13.09.14, 10:40
    Die Ukraine hat bei ihren Staatsschulden einen Passus übersehen, der es Russland ermöglichen könnte, die Staats-Pleite des Landes auszulösen. Russland ist einer der größten Gläubiger der Ukraine. Doch Präsident Wladimir Putin hat offenbar kein Interesse an einem Crash des Nachbarlandes: Denn durch das Vorpreschen der EU sind die gewaltigen Schulden der Ukraine plötzlich nicht mehr sein Problem, sondern das der europäischen Steuerzahler.




    Themen: Banken, EU, Hedge Fonds, IWF, Korruption, Krieg, Russland, Sanktionen, Schulden, Schuldenquote, Staatsanleihen, Staatsbankrott, Staatsfinanzen, Ukraine, Umschuldung, Verschuldung

    Wladimir Putin befindet sich im Streit um die Zukunft der Ukraine in einer günstigen Position: Russland ist einer der größten Gläubiger der Ukraine. Ein Passus in den Staatsanleihen erlaubt es den Russen, die Staats-Pleite in Kiew auszulösen. (Foto: Flickr/ Reading the news by Timo Kuusela CC BY 2.0)


    Die Sanktionen der EU gegen Russland könnten sich schon bald als Bumerang erweisen. Denn Putin hat sich nicht nur militärisch in der Ost-Ukraine eine gute Ausgangsbasis verschafft. Noch viel stärker ist seine Position offenbar in wirtschaftlicher Hinsicht.
    Denn die Ukraine hat sich mit ihrer hemmungslosen Schuldenmacherei in eine ziemlich missliche Lage manövriert. Ihre Gasrechnungen kann die korrupte Regierung schon lange nicht mehr zahlen. Hier hat die EU versucht, die Russen auszutricksen – worauf Moskau durch eine Drosselung der Lieferung schon einmal die Muskel spielen hat lassen. Kiew hofft, dass die EU-Steuerzahler auf absehbare Zeit einspringen – wie es der Regierung von Arseni “Jaz” Jazenjuk schließlich versprochen wurde.
    Doch auf einem anderen Kampfschauplatz kann Putin so agieren wie die US-Hedgefonds gegen Argentinien: Er kann die Ukraine mit wenigen juristischen Kniffen in die Staatspleite zwingen. Dann werden die Garantien der EU und hier vornehmlich der deutschen Steuerzahler schlagend.
    Denn die Ukraine bewegt sich hinsichtlich ihrer Staatsschulden auf äußerst unsicherem Terrain. Nicht nur, dass die Wirtschaft eklatant einbricht, das Land auf Kredite des IWF, der EU, Großbritanniens, der USA und Deutschlands angewiesen ist, damit quasi zum „Griechenland des Ostens“ und voraussichtlich zum sprichwörtlichen Fass ohne Boden wird. Sondern auch, weil sie ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber Russland nicht einhalten kann.
    Dies macht sich daran bemerkbar, dass das Land Staatsanleihen an Russland verkauft hat, jedoch nun offenbar dabei ist, eine schwere Pflichtverletzung hinsichtlich vereinbarter Bedingungen zu begehen. Schlicht und einfach deshalb, weil das Land eine wesentliche Verschlechterung der Staatsfinanzen und der Schuldenquote erlebt, was im Zusammenhang mit den verheerenden Auswirkungen wegen des Kriegs auf die ukrainische Wirtschaft steht.
    Aus einer Analyse des IWF geht hervor, dass die Wirtschaftsleistung bis Ende 2014 um bis zu 6,5 Prozent einbrechen und der Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt auf zwischen 67,6 und 68,9 Prozent steigen wird. In 2013 lag die Staatsschuldenquote noch bei relativ geringen 41 Prozent. Die Differenz der Verschuldungsquote zwischen 2013 und 2014 hat sich damit um etwa 28 Prozent erhöht.
    Diese knallharte Erkenntnis, nämlich die extreme Verschlechterung der Wirtschaftsleistung bzw. die Erhöhung Schuldenstands dürfte daher maßgeblich sein für den wahren Grund der Waffenruhe.
    Die voraussichtliche, eklatante Erhöhung der Staatsschulden der Ukraine hat jedoch noch einen pikanten Nebeneffekt. Denn die Ukraine hatte noch im Dezember 2013 eine Staatsanleihe mit zwei Jahren Laufzeit im Wert von 3 Milliarden US-Dollar an Russland verkauft.
    Eine Klausel besagt jedoch, dass, „so lange die Schuld als ausstehend bestehen bleibt, der Emittent (also die Ukraine) sicher stellt, dass das Volumen der gesamten Staatsverschuldung bzw. der staatlich garantierten Schulden zu keinem Zeitpunkt die Höhe von 60 Prozent des jährlichen nominalen Bruttoinlandsprodukt der Ukraine überschreiten dürfe“, wie die International Financing Review berichtet.
    Analysten gehen nun davon aus, dass, falls Russland sein Geld zurück verlangt, sich die Ukraine auf einen Bankrott einstellen müsste, sollte es die Ansprüche gegenüber Russland nicht erfüllen
    „Wenn Russland (aufgrund der genannten Klausel, Anm.) nun eine vorzeitige Rückzahlung verlangt, müsste die Ukraine eine ,Euroclearable‘-Anleihe zeichnen mit einer nach dem Völkerrecht enthaltenen Pari-Passu-Klausel. Ansonsten würde sie effektiv mit ihren ausstehenden Schulden in Verzug geraten“, betonte David Spegel, Leiter der Forschung und Strategie bei BNP Paribas.
    Das wäre der Credit Event, oder auf Deutsch: Die offizielle Pleite, wie sie nach Definition der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) festzustellen wäre.
    Doch könne die Kiewer Regierung einwenden, so Spegel weiter, „dass das Verhältnis der Schulden zum Bruttoinlandsprodukt dem Umstand geschuldet ist, dass es durch die Abtrennung der Krim und den Schäden für die Wirtschaft des Landes durch die Rebellen im industriellen Kernland von Donezk und Luhansk verursacht wurde“.
    Rechtlich hat diese Sicht kaum eine Chance.
    Die Verschlechterung der Staatsfinanzen hat nach Ansicht des IWF die Forderung nach einer weiteren externen Kreditaufnahme erhöht. Der letzten Einschätzung des IWF zufolge benötigt die Ukraine zusätzliche 19 Milliarden US Dollar, falls sich die Kämpfe ins kommende Jahr hinziehen.
    Der IWF hatte zuletzt ein 17 Milliarden US Dollar-Programm bewilligt. Rechnet man diese 17 Milliarden US Dollar bereits bewilligter Tranchen mit den 19 Milliarden erneutem Bedarf zusammen, kommt man auf die Summe von 36 Milliarden US Dollar.
    Zur Erinnerung: die Ukraine hatte bereits Ende Februar zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit und der Bezahlung lebenswichtiger Importe ein Hilfspaket von 35 Milliarden US Dollar angefordert. Dies sei der Bedarf für das laufende und das kommende Jahr, sagte der ukrainische Finanzminister Juri Kolobow.
    Doch das dürfte nicht ausreichen. Ohne den russischen Absatzmarkt wird die Ukraine dauerhaft auf die Alimentierung des Westens angewiesen sein.
    Anfang September verkündete der IWF noch, wenn die Kämpfe im Osten länger dauerten, brauche die Ukraine mindestens zwei Milliarden Dollar mehr an Krediten.
    Darüber hinaus dürften die „Hilfstranchen“ des IWF jedoch auch dazu dienen, den internationalen Banken den Ausstieg aus den ukrainischen Staatsanleihen zu finanzieren – wie vormals in Griechenland.
    Fest steht, bis Ende 2018 kommen in der Ukraine zu den fälligen 49 Milliarden Altschulden noch 40 Milliarden US Dollar neue hinzu.
    Ähnlich wie in Griechenland machen die Hilfspakete des IWF den Weg frei für zusätzliche Hilfsprogramme, etwa der EU oder Deutschlands. Deutschland hatte zuletzt 500 Millionen Euro Kreditgarantien für die Ukraine zur Verfügung gestellt. Wegen der noch immer herrschenden Korruption ist jedoch völlig unklar, wo die Gelder versickern. Zuletzt hatte die Korruptionsbeauftragte Tetjana Schronowil ihren Job an den Nagel gehängt.
    Indessen verkündete der IWF, dass die Ukraine noch in diesem Jahr eine 1,1 Milliarden-schwere Staatsanleihe auf dem internationalen Markt auflegen wird, um vorerst das Staatsdefizit auszugleichen. Das dürfte Investoren wie Hedgefonds freuen, die wie damals in Griechenland einen Haufen Geld verdienten. Und wissen, dass der Ukraine in jedem Fall der Westen zu Hilfe kommt.
    „Der IWF in lebt in einem Wolkenkuckucksheim, wenn er jetzt schon über den Marktzugang für die Ukraine in diesem Jahr redet“, sagte ein mit der Materie vertrauter Analyst. „Die wichtigste Frage von Investoren ist nicht, wann die Ukraine auf den Markt kommen kann, sondern ob sie zu einer Neustrukturierung ihrer Schulden gezwungen sein wird“.
    Dazu braucht es jedoch Russland. Der stellvertretende russische Finanzminister Sergej Storchak sagte unlängst, Russland werde sich auf einen Schulden-Umbau nur in einem bilateralen Abkommen mit der Ukraine einlassen.
    Russland ist einer der größten Gläubiger des Landes. Ohne ein Entgegenkommen des russischen Präsidenten Putin bei den Verhandlungen zu einer Schuldenrestrukturierung lässt sich ein Staatsbankrott kaum vermeiden. Doch Putin hat entgegen der ihm unterstellten Absichten offenbar kein Interesse an einem Crash in der Ukraine: Am Mittwoch wies er seine Minister an, bei den Verhandlungen um das umstrittene Freihandelsabkommen mit der EU einen Kompromiss zu suchen und Flexibilität zu zeigen. Am Freitag einigten sich die EU und Russland überraschend auf einen Fahrplan für das weitere Vorgehen bei dem Assoziierungsabkommen.

  7. #6697

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Was soll ich dazu sagen, Sönke Paulsen ist sicher nicht der erste und nicht der letzte, der so redet. Es wird auch seit Jahren behauptet, der Angriff von "Usrael" auf den Iran stehe kurz bevor ...
    Abwarten.Man findet immer wieder was.Massenvernichtungswaffen,möglicher Angriff auf Israel,Menschenrechte verteidigen
    Aber das bleibt mein Liebling

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  8. #6698
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von SAmo_JoSip Beitrag anzeigen
    Abwarten.Man findet immer wieder was.Massenvernichtungswaffen,möglicher Angriff auf Israel,Menschenrechte verteidigen
    Aber das bleibt mein Liebling

    Netanyahu-1.jpg
    Dass Israel angreift behauptet ihr hier seit Jahren

  9. #6699

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Dass Israel angreift behauptet ihr hier seit Jahren
    Warte es doch ab.Die Geduldigen werden belohnt

  10. #6700
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von SAmo_JoSip Beitrag anzeigen
    Warte es doch ab.Die Geduldigen werden belohnt
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