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Wohin steuert die Ukraine?

Erstellt von frank3, 02.12.2013, 21:46 Uhr · 9.045 Antworten · 471.950 Aufrufe

  1. #6841

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Alter ... wie diese beiden Putin-Bots die Offenheit und Vielfalt der westlichen Medien versuchen für ihre Interessen auszuschlachten dass einem langsam schlecht wird. Alleine die Tatsache, dass Kabarettisten einigen Journalisten Parteinahme wegen Mitgliedschaft in "Atlantik-Brücke" unterstellen (dann auch noch rein spekulativ mit "wodurch ein Interessenskonflikt in der Berichterstattung entstehen kann") muss einen sofort aufhorchen lassen.
    Also wenn man als Journalist nicht dort sein will, wo dann
    In UdSSR könnte auch niemand als Journalist arbeten ohne Mitglied in der Kom. Partei zu sein
    Zu der Berichterstattung über die Ukrainekrise, da kann man eher von Einfalt statt Vielfalt sprechen, weil die Lügen von Ukromedien, Pressesprechern oder Regierungsmitglieder einfach 1:1 übernommen wurden.

    PS:
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    ...wie diese beiden Putin-Bots
    erinnert auch an UdSSR/DDR, wer sich traute die Presse(un)freiheit zu kritisieren der wurde als Agent des Westens abgestempelt und manchmal auch denunziert von solchen regimetreuen Zombies wie du

  2. #6842

    Registriert seit
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    • Aufständische: 4.000 Zivilisten durch Krieg getötet
    "Seit Beginn des Ukraine-Konflikts sind im Osten des Landes rund 4000 Zivilisten getötet worden. Das erklärte der Vizeregierungschef der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Andrej Purgin, am Montag.
    „Die genaue Zahl wird später bekannt gegeben. Bei intensiven Kämpfen mussten die Leichen ohne Identifizierung beigesetzt werden… Fast alle Toten unter den Zivilisten – fast 99 Prozent - sind Opfer des Artilleriefeuers. Gerade durch die Artillerie wurde bei uns auch die Infrastruktur zerstört.“ Purgin zufolge richtet die ukrainische Armee ihre schweren Waffen in 90 Prozent der Fälle nicht gegen die Militärs, sondern gegen friedliche Einwohner.
    Nach UN-Angaben starben seit Beginn des Konflikts in der Ostukraine fast 3200 Zivilisten. Mehr als 8000 seien verletzt worden." (RIA Novosti, 22.9.14)



    • EU-Abgeordneter: Russische Truppen in der Ostukraine
    "Die Europäische Union und die Nato haben Beweise dafür, dass die regelmäßigen russischen Truppen an militärischen Operationen in der Ostukraine beteiligt sind, obwohl der Kreml das leugnet. Das erzählte im Interview mit DW das Mitglied des Europäischen Parlaments von den Niederlanden, Johannes Cornelis van Baalen.
    „Wir haben Satellitenaufnahmen. Von dem Kreml haben wir bereits gehört: es gibt keine russischen Truppen auf der Krim und jetzt gibt es sie „nicht“ im Osten der Ukraine. Aber alle wissen doch, dass das eine Lüge ist. Die EU hat Beweise, die Nato hat Beweise, aber Putin wird sie trotzdem leugnen und bestreiten. Aber wenn es keine russischen Truppen in der Ukraine gibt, woher sind dann die Leichen von russischen Soldaten? Woher werden die Verwundeten in die Krankenhäuser von Rostow und St. Petersburg eingeliefert? Das ist ein Unding“, erklärte van Baalen.
    Nach der Auffassung des Politikers treibt die russische Regierung die Propaganda, der viele glauben, und Putin wird weiterhin das tun, was er will: Truppen schicken oder abziehen. ...
    „Die Vereinigten Staaten und die Europäische Kommission müssen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko vertraulich kommunizieren und bei ihm herausfinden, was die Ukraine selbst will und wie sie ihr dabei helfen können. Denn die Kompromisse mit dem russischen Präsidenten Putin bedeuten werden, dass Putin gewonnen hat“, meint van Baalen. ..." (Ukrinform, 22.9.14)



    • Aufständische rechnen mit langwierigem Friedensprozess
    "In der krisengeschüttelten Ostukraine erwarten die prorussischen Separatisten keine rasche Umsetzung der vereinbarten Schritte für eine Lösung des Konflikts. Das Memorandum über die Schaffung einer 30 Kilometer breiten entmilitarisierten Zone erfordere viele technische Schritte, sagte der Separatistenführer Andrej Purgin am Montag.
    Straßenblockaden müssten abgebaut, Gebiete entmint, Militärtechnik und Kampfverbände zurückgezogen werden. Das alles dauere seine Zeit, sagte er.
    Vertreter der Aufständischen und der Regierung in Kiew hatten unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Samstag ein Memorandum unterzeichnet. "Wir sind bereit, alles zu tun. Das Wichtigste ist aber, dass niemand diese Arbeit stört", sagte Purgin. Der ukrainische Sicherheitsrat hatte betont, die Regierungstruppen nur zeitgleich mit den Separatisten 15 Kilometer hinter die Frontlinie zurückzuziehen. ..." (Der Standard online, 22.9.14)



    • Kiews Verhältnis zur Wahrheit
    ... ist Thema eines Beitrages ausgerechnet in der Tageszeitung Die Welt, online veröffentlicht am 22.9.14:
    "Über Falschmeldungen aus Moskau wundert sich inzwischen niemand mehr. Doch auch die Ukraine nimmt es im Konflikt mit den Separatisten mit Wahrheit und Pressefreiheit offenbar nicht so genau.
    In einem Konflikt, in dem die Rollen zwischen Gut und Böse klar verteilt schienen, wirft Kiews zweifelhafter Umgang mit der Wahrheit Fragen auf. Es zeigt sich immer deutlicher: Nicht nur der Kreml verbreitet im Ringen um die Ostukraine Propaganda. Auch die Ukraine kämpft mit allen Mitteln um die öffentliche Meinung, streut bewusst Desinformationen und Halbwahrheiten – und konnte sich bisher noch stets der Unterstützung aus dem Westen sicher sein. ...
    Verlautbarungen der Armee übernehmen ukrainische Medien meist ungeprüft. Der Informationskrieg beginnt bereits mit der Sprache. Wie nennt man die bewaffneten Kämpfer in der Ostukraine? Sind es Separatisten, Aufständische oder Terroristen? Als Letztere bezeichnet die Regierung die Milizen – und fast alle Zeitungen und TV-Sender übernehmen diese Wortwahl.
    Auch Militärinformationen über gefallene Soldaten, getötete Rebellen und Stellungen der Armee landen meist eins zu eins in der Presse. ...
    Viele Militärnachrichten kommen von Dmitri Timtschuk, einem ukrainischen Ex-Militär, den auch westliche Medien häufig zitieren. Timtschuk betreibt in Kiew das "Zentrum für Gegeninformation" und berichtet meist sehr detailliert über die Kämpfe in der Ostukraine. Woher allerdings Timtschuk seine Informationen bezieht, ist unklar. Die Vermutung liegt nahe, dass Timtschuk von Kiew benutzt wird, um Informationen an die Öffentlichkeit zu lancieren. ...
    Die Ukraine mag sich im Informationskrieg ähnlicher Waffen wie Russland bedienen. Doch für die Pressearbeit in eigener Sache hat man in Kiew entschieden weniger Geld. Das Pressezentrum im Hotel "Ukraina", wo Oberst Lysenko jeden Tag über die militärische Lage spricht, wird privat finanziert. ..."



    • Polnische Waffen für Kiewer Truppen nach großen Materialverlusten?
    "Die ukrainischen Regierungstruppen haben im Verlauf ihrer Einsätze gegen die Separatisten im Osten des Landes schwere Verluste an Material erlitten. "Es wurde zwischen 60 und 65 Prozent der Militärtechnik zerstört", beschrieb Präsident Petro Poroschenko am Sonntagabend im ukrainischen Fernsehen die Verluste an Panzern und schwerem Gerät.
    Mit dem vereinbarten partiellen Rückzug der Kampftruppen beider Konfliktparteien und der Bildung von Pufferzonen habe die Ukraine nunmehr die Gelegenheit, die Einheiten aufzufrischen, die lange Zeit im Kampf gestanden hatten. "In einer dieser Einheiten hat mein Sohn gekämpft", zitierte die russische Agentur Ria Nowosti den ukrainischen Staatschef.
    In dem Interview betonte Poroschenko, dass sein Land den Frieden brauche. Er selbst wolle alles unternehmen, "um den Friedensplan umzusetzen".
    Polen will Waffen an die Ukraine verkaufen
    Das Nato-Mitglied Polen hat sich zu Waffenverkäufen an die Ukraine bereiterklärt. Wenn das Nachbarland Rüstungsgüter kaufen wolle, sei die polnische Rüstungsindustrie nur zu gerne bereit, diese zu liefern, sagte Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak am Montag dem Privatsender Zet. ..." (Der Standard online, 22.9.14)



    • Kiewer Truppen erhalten "nichttödliche" Waffen
    "Die Ukraine wird laut Präsident Pjotr Poroschenko von den USA und einigen anderen Ländern nichttödliche Waffen erhalten, die dem Land helfen werden, seine Verteidigung zu festigen.
    „Wir müssen Aufklärungs-, Radar- und andere Defensivwaffen erhalten, die es uns ermöglichen werden, die Effektivität unserer Waffen um ein Zehnfaches zu steigern und sie zu modernisieren“, sagte Poroschenko in einem Interview für ukrainische TV-Sender am Sonntagabend.
    Er berichtete auch, dass der US-Präsident ihm bereits einen recht hohen Status der Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine versichert hatte, in dessen Lichte Kiew keinen Sonderstatus des amerikanischen Partners benötige.
    „Bei dem Treffen mit mir sagte er, dass die Ukraine den höchsten Status der Verteidigungszusammenarbeit mit den USA unter allen Ländern hat, die nicht Nato-Mitglieder sind“, so der ukrainische Präsident. ..." (RIA Novosti, 22.9.14)



    • NATO dehnt sich aus und erklärt Russland zum Aggressor
    In einem am 22.9.14 von den Nachdenkseiten veröffentlichten Interview äußert sich der Friedensforscher Daniele Ganser u.a. zur Frage, ob Russland der Aggressor im Ukraine-Konflikt ist:
    "... Ich glaube nicht, dass Russland Westeuropa bedroht oder erobern möchte. Das stimmt nicht. Es kommt in der Geschichte immer sehr darauf an, wo man die Schnittstelle legt, ob man mit der Annexion der Krim anfängt, oder mit der Vorgeschichte, etwa dem Sturz von Janukowitsch im Februar 2014, oder mit der Vorgeschichte der Vorgeschichte, also beispielsweise dem Entscheid der NATO 2008, die Ukraine und Georgien in das Militärbündnis zu integrieren.
    Für mich liegt die Wurzel des jetzigen Konfliktes in diesem Entscheid der NATO, der war gefährlich und falsch. Der US-Botschafter hatte schon damals erkannt, damit trete man auf einen „rohen Nerv“ der Russen. Die USA wussten also, dass dies Moskau sehr irritieren würde. Trotzdem hat die frühere US-Botschafterin bei der NATO, Victoria Nuland, aktiv am Sturz der Regierung Janukowitsch mitgewirkt. Nuland, das ist übrigens jene, die mit dem wenig schmeichelhaften Zitat „Fuck the EU“ bekannt geworden ist.
    Nach dem Sturz von Janukowitsch und der Installierung des NATO-freundlichen neuen Präsidenten Poroschenko hat Putin dann sehr schnell reagiert und mit Truppen die Krim und den Osten der Ukraine übernommen. Dies verdeutlicht: Die Russen wollen nicht, dass die NATO sie umzingelt, sie wollen nicht, dass die Ukraine in die NATO aufgenommen wird. ...
    Russlands Verhalten war also nicht nur folgerichtig, sondern sogar vorhersehbar?
    Nun, ich denke John Mearsheimer, Professor in Chicago, hat recht, wenn er sagt, der Westen trägt die Hauptschuld am Krieg in der Ukraine, weil er die NATO immer weiter ausdehnt. Mearsheimer hat das gut so zusammengefasst: „Man stelle sich die Empörung in Washington vor, wenn China ein mächtiges Militärbündnis schmiedete und versuchte, Kanada und Mexiko dafür zu gewinnen“ ...
    Wie kommt es, dass von all dem in unseren Medien kaum die Rede ist? Wieso geht die NATO offenbar so eindeutig als Sieger aus der aktuellen „Propagandaschlacht“ hervor? Und gelingt es ihr offenbar, massenweise Desinformationen zu verbreiten?

    Nun, die NATO hat in verschiedenen Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz befreundete Journalisten, welche immer im Sinne der NATO schreiben. Das nennt man Information Warfare. Das ist Teil des Krieges. Nur geht es hier um die „Heimatfront“: Die Bürger zu Hause vor dem Bildschirm oder vor der Zeitung. Das überlässt man natürlich nicht dem Zufall. Seit Vietnam haben die USA gelernt, dass die Heimatfront ganz wichtig ist. Daher verfolgt man die einfache Technik: Den Gegner, in diesem Fall Putin, dämonisieren, Chaos schüren und die eigene Gewalt verdecken und Spuren verwischen. ...
    Nur ganz wenige Politiker stellen mitunter kritische Fragen zu den NATO-Kriegen oder den NATO-Geheimarmeen. Diese Fragen werden dann aber von der Exekutive mit Verweis auf die militärische Geheimhaltungspflicht nicht oder nur oberflächlich beantwortet. Sowohl die Bürger wie auch die Parlamente in den 28 NATO-Staaten haben leider zunehmend aufgehört, kritisch über die NATO zu diskutieren und ihre dunkle Seite zu durchleuchten. Wir wollen den Balken in unserem Auge nicht sehen. Dabei ist die Bilanz der NATO wirklich trostlos. Sie ist tief in der Gewaltspirale verstrickt, und wenn sie nicht mehr weiter weiß, fordert sie noch mehr Rüstungsausgaben."
    Kommentar: Auch das erinnert an die Vorgänge vor 100 Jahren: "Ein Leitfaden der Politik Bethmanns in der Julikrise war es, die anderen Mächte den ersten Schritt tun zu lassen, damit diese als Aggressoren erschienen."
    Und: "Die Besprechungen in Potsdam [am 27. Juli 1914 – HS] fasste Moritz von Lyncker, der Chef des kaiserlichen Militärkabinetts, wie folgt zusammen: ‚Unsere Politik sei darauf gerichtet, Russland in die Rolle des Provozierenden zu drängen. ...'"



    • Timoschenko: Frieden nutzt Putin
    "Die Anführerin der „Batjkiwschtschyna“-Partei Julia Timoschenko ist davon überzeugt, das Ziel des Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin bestehe in der Entwaffnung ukrainischer Armee sowie in der Eroberung ukrainischen Territoriums mit Hilfe von Friedensvereinbarungen. Das hat Julia Timoschenko am Sonntag in der Live-Sendung „Podrobnosti nedeli“ des „Inter“-TV-Senders erklärt.
    „Man darf dem Putin nicht glauben, denn jedes mal, wenn er die Pausen anbietet, wenn er durch fremde Hände verschiedene Friedenspläne anbietet, verstärkt er seine militärische Präsenz an unseren Grenzen sowie auf unserem Gelände… Putins Strategie besteht in Zubindung uns durch falsche Friedensabkommen und in Eroberung Schritt für Schritt unserer Erde“, - kündigte Timoschenko an.
    Ihren Worten nach seien die in Minsk unterzeichneten Dokumente „eine Lüge zu Zweck einer Entwaffnung unserer Armee, einer Neutralisierung unserer Verteidigung, im Tun so, dass die Europäische Union und die Vereinigten Staaten Sanktionen (gegen Russland – red.) schwächer machen oder sie überhaupt aufheben werden“. ..." (Ukrinform, 22.9.14)



    • Krimtataren-Organisation unter Druck
    "Zuerst stürmten Geheimdienstmitarbeiter das Hauptquartier der Medschlis - der Organisation der Krimtataren, einer Volksgruppe, die 12 bis 14 Prozent der Gesamtbevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel stellt. Elf Stunden dauerte die Durchsuchung. Dabei wurden Computer-Festplatten, Dokumente, das neueste Buch von Krimtataren-Führer Mustafa Dschemilew sowie Teile der Auflage von »Avdet«, der Zeitung der Krimtataren, beschlagnahmt. Auch der Safe, in dem Dschemilew persönliche Dinge verwahrt, wurde geknackt, Augenzeugen berichteten, dass dabei auch Geld verschwunden sei.
    Kaum waren die Geheimdienstler gegangen, kamen Gerichtsvollzieher und verlasen in Begleitung Schwerbewaffneter einen Vollstreckungsbeschluss des Stadtgerichts von Simferopol, der Hauptstadt der Krim. Damit werden die Medschlis und deren Unterorganisationen - darunter die karitative Stiftung Krim - beauflagt, das ihnen gehörende Gebäude binnen 24 Stunden zu räumen.
    Das war vergangenen Dienstag. Am Donnerstag kamen die Gerichtsvollzieher wieder und hatten erneut nichts Gutes zu verkünden. Das Vermögen der Stiftung - darunter sieben Immobilen - sei gesperrt, die Eigentümer dürften darüber nicht mehr verfügen.
    Razzien fanden dieser Tage auch in mehreren Moscheen statt. In Fontany, einem Vorort von Simferopol, sogar während des Gebets. Daneben wurden zahlreiche Privatwohnungen und eine krimtatarische Schule durchsucht. Der amtierende Republikchef Sergei Aksjonow hatte die »Maßnahme« mit »Hinweisen« begründet, wonach die Medschlis verbotene Literatur vertreibe und ihre Stiftung sich auch mit Drogen- und Waffenhandel finanziere. Die Beweislage ist allerdings sehr dürftig. Den Fahndern, die laut Augenzeugen mit Panzerfahrzeugen und Maschinengewehren anrückten, fielen lediglich drei religiöse Bücher in die Hände, die in Russland auf dem Index stehen. ..." (Neues Deutschland, 22.9.14)



    • Foltervorwürfe gegen Kiewer Truppen
    "Die Aufständischen im Donbass haben schwere Foltervorwürfe an die Adresse der ukrainischen Freiwilligenbataillone gerichtet. Auf einem ehemaligen Golfplatz bei Lugansk, der in den letzten Monaten als Standort des Bataillons »Aidar« genutzt wurde, seien mehrere Leichen mit Mißhandlungs- und Hinrichtungsspuren entdeckt worden. Ein ins Netz gestelltes Video zeigt Tote, die aus einem kleinen See auf dem Gelände des Golfplatzes geborgen worden seien. Den Leichen, darunter die einer Frau, fehlten Zehen und Finger. Sie waren mit Steinen an den gefesselten Füßen in dem Gewässer versenkt worden. Ob sie zu diesem Zeitpunkt noch lebten, ist unklar. Gegen das Bataillon »Aidar« hatte auch Amnesty International vor einigen Tagen Foltervorwürfe erhoben. Die nördlich von Lugansk eingesetzte Truppe ist auch unter Anwohnern für Plünderungen und Mißhandlungen mutmaßlicher »Separatisten« berüchtigt. Sie hatte die Position im Zuge der erfolgreichen Gegenoffensive der Aufständischen Anfang September räumen müssen.
    Foltervorwürfe gegen den »Rechten Sektor« erhob unabhängig davon der mehrfache Europameister im Karate und Medaillengewinner für die Ukraine, Pjotr Giljow. Wie der im Zuge eines Gefangenenaustausches freigekommene Giljow dieser Tage russischen Zeitungen berichtete, sei er Ende Juni an einem Kontrollpunkt von Angehörigen dieser faschistischen Miliz aus einem Autobus heraus festgenommen und tagelang verprügelt, getreten und mit Stuhlbeinen und anderen Gegenständen traktiert worden. Angesichts seiner Prominenz habe der Sicherheitsdienst der Ukraine vom »Rechten Sektor« verlangt, ihn herauszugeben. Die Ermittlungsrichterin habe es angesichts seines körperlichen Zustands abgelehnt, ein Verfahren gegen ihn zu eröffnen. Giljow sagte, er habe die Torturen nur überlebt, weil er als professioneller Karatekämpfer gewohnt sei, Schmerz auszuhalten. ..." (junge Welt, 22.9.14)



    • Das traditionsreiche Wirken der CIA in der Ukraine
    ... beschreibt Paul Schreyer in der Ausgabe der Tageszeitung junge Welt vom 22.9.14:
    "... Nachdem die Nazis bei ihrem Vormarsch gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg bereits auf die Unterstützung ukrainischer Nationalisten unter Stepan Bandera gesetzt hatten, nahm nach dem Krieg die CIA Banderas Sicherheitschef Mikola Lebid unter ihre Fittiche. Lebid wurde in internen Dokumenten von den Amerikanern als »bekannter Sadist und Kollaborateur der Deutschen« mit »hinterhältigem Charakter« beschrieben, und man wußte von ihm, daß die Gestapo ihn ausgebildet hatte. Lebid wurde zum wichtigsten Mann der CIA, um im Kalten Krieg Einfluß auf die Ukraine zu nehmen. Ab etwa 1950 war dies die Aufgabe der CIA-Operation »Aerodynamic«, zu deren Schlüsselfigur Lebid aufstieg. Es wurden Agenten in die Ukraine ein- und ausgeschleust und das Untergrundnetzwerk des Landes in jeder Hinsicht unterstützt. Ebenso wie heute ging es dabei im Kern um die Schwächung Moskaus. ...
    Mitte der 1950er Jahre allerdings, nachdem es der Sowjetunion schließlich gelungen war, das Netzwerk von Mikola Lebid in der Ukraine zu infiltrieren, endete die aggressive Phase des CIA-Programms »Aerodynamic«. Das Ein- und Ausschleusen von Agenten und militanten Widerstandskämpfern war erst einmal passé.
    In der Folge verlegte man sich auf den nicht weniger bedeutsamen verdeckten ideologischen Kampf. Unter Lebids Führung wurde in New York eine Art »Kulturprogramm« gestartet. Die CIA gründete dazu eine private Organisation namens »Prolog Research Corporation«, die ukrainische Zeitungen und Bücher herausgab sowie Radioprogramme produzierte. Parallel wurde eine Außenstelle in München namens »Ukrainische Gesellschaft für Auslandsstudien« geschaffen, wo die meisten »Prolog«-Veröffentlichungen entstanden. Die Corporation bezahlte eine ganze Reihe von ukrainischen Schriftstellern im Exil, von denen die meisten nichts vom CIA-Hintergrund der Organisation wußten. Die schönen Künste wurden zur Propagandawaffe. Das Geheimdienstprogramm unterstützte in den 1970er Jahren sogar Ausstellungen ukrainischer Kunst in den USA, wobei der Schwerpunkt auf Arbeiten von Dissidenten lag, die in der Ukraine verboten waren. ...
    In den 1960er und 1970er Jahren beeinflußte »Prolog« eine ganze neue Generation von Ukrainern, die weder ahnten, daß die USA der Zahlmeister vieler ihrer Ideengeber waren, noch, daß diese Unterstützung ihres nationalen kulturellen Selbstbewußtseins nur ein Mittel zu einem größeren imperialen Zweck sein sollte.
    Lebid setzte sich 1975 zur Ruhe, blieb aber weiterhin Berater von »Prolog«. Ende der 1970er Jahre weitete Zbigniew Brzezinski, damals Nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident James Carter, das Programm weiter aus, da er von dessen Erfolg überzeugt war. Sein familiärer Hintergrund spielte wohl ebenso eine Rolle – Brzezinskis Vater, ein polnischer Diplomat, war im Gebiet der späteren Ukraine aufgewachsen. In den 1980er Jahren wurde das Programm auf weitere Nationalitäten innerhalb der Sowjetunion ausgedehnt und galt letztlich als eines der erfolgreichsten dieser Art für die CIA. ...
    Und so führt der rote Faden von den militanten 1940er Nachkriegsjahren und dem Elitenberater Allan W. Dulles über die Zusammenarbeit mit ukrainischen Nazikollaborateuren wie Mikola Lebid bis hin zur waffenlosen »Soft power« der Intellektuellenförderung durch CIA wie NED und nun zu einer wieder militanten Gegenwart mit CIA-Beratern beim »Antiterror«-Krieg in der Ostukraine. Dazu passen auch die aktuellen Aussagen von Semjon Semjontschenko, dem Anführer des rechtsnationalen ukrainischen Bataillons »Donbass«, der eigenen Angaben zufolge derzeit in Washington weilt, um Gespräche mit US-Politikern zu führen und ein Training seiner Kämpfer durch die US-Armee zu vereinbaren. ..."

  3. #6843
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von R25-300 Beitrag anzeigen
    In UdSSR könnte auch niemand als Journalist arbeten ohne Mitglied in der Kom. Partei zu sein
    Zu der Berichterstattung über die Ukrainekrise, da kann man eher von Einfalt statt Vielfalt sprechen, weil die Lügen von Ukromedien, Pressesprechern oder Regierungsmitglieder einfach 1:1 übernommen wurden.
    Atlantik-Brücke ist keine Partei du Propagandaminister

    erinnert auch an UdSSR/DDR, wer sich traute die Presse(un)freiheit zu kritisieren der wurde als Agent des Westens abgestempelt und manchmal auch denunziert von solchen regimetreuen Zombies wie du
    Du lebst immer noch gedanklich in diesem Konstrukt wo soll ich dich Putin-Bot denn hier im Westen denunzieren?

    Bezahlt man euch Bots eigentlich für euren Scheiß hier?

    - - - Aktualisiert - - -

    Meine Güte, Lubenica ist ja ein noch effektiverer Bot ...
    Purgin ("Vizeregierungschef der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk") zufolge richtet die ukrainische Armee ihre schweren Waffen in 90 Prozent der Fälle nicht gegen die Militärs, sondern gegen friedliche Einwohner.
    ja genau, Purgin ist vermutlich die Ausgeburt der Wahrheit

  4. #6844
    Avatar von Triglav

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    Europa begründet seine Sanktionen ja mit dem Einmarsch der Russen. Es sollen ja eigentlich nur Russen für die Rebellen kämpfen. Angeblich sind das alles keine Menschen aus dem Donbass, die sich gegen Kiew wehren. Jetzt wurden tagelang Gefangene ausgetauscht. Wenn Kiew aber hunderte Gefangene gemacht hat, warum wurden denn dabei keine russischen Soldaten gefangen, die man als Beweis der UNO oder OSZE hätte zeigen können? Schon komisch das Ganze, kein russischer Soldat gefangen, die OSZE vor Ort hat auch noch keine gesehen. Also bestand die russische Invasion aus den 10 verirrten russischen Soldaten.Leute,Leute das stinkt zum Himmel,aber gewaltig!



  5. #6845

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen

    Meine Güte, Lubenica ist ja ein noch effektiverer Bot ...
    ja genau, Purgin ist vermutlich die Ausgeburt der Wahrheit
    Die ganzen Videos und Fotos von den Städten zeigen die ganze Zerstörung . Es ist alles dokumentiert und es wurde ja in den Berichten der OSCE und von Human Rights Watch bestätigt. Die vielen Leichen, die teils zerstückelt und teils bis zur unkenntlichkeit verbrannt sind waren keine Puppen. Die Zahl der Flüchtlinge, über eine Million , spricht für sich.

  6. #6846
    Avatar von Arbeiter

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    Hehe

    Ukraine: Minister erntet Spott für Bericht über Atomschlag - SPIEGEL ONLINE

    Das war dann doch zu viel der Propaganda: Der ukrainische Verteidigungsminister behauptete, Luhansk sei von russischen Atomgranaten getroffen worden. Auch aus den eigenen Reihen musste er sich Belehrungen über Waffentechnik gefallen lassen.

    Kiew - "Der ukrainische Verteidigungsminister ist scheinbar nicht mehr bei Sinnen", schreibt der Moskauer Außenpolitiker Alexej Puschkow auf Facebook. Moskaus Verteidigungsministerium wettert, der ukrainische Verteidigungsminister leide unter "Verfolgungswahn". Der Grund für die heftige Reaktion: Minister Walerij Geletej hatte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa über einen mutmaßlichen Angriff im Konfliktgebiet Luhansk gesprochen. Dabei seien russische Atomwaffen eingesetzt worden.

    Konkret hatte Geletej im Gespräch mit Journalisten behauptet, der Flughafen der ostukrainischen Stadt sei möglicherweise mit nuklearen Gefechtsköpfen von einem Granatwerfer des Typs "2S4 Tjulpan" beschossen worden. Nicht nur in Russland, auch im eigenen Land wurde er dafür scharf kritisiert: Ein Mitarbeiter des Kiewer Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, machte sich öffentlich Sorgen, dass sich die Ukraine vor aller Welt lächerlich mache.

    (...)
    Wann kommt die kiewer Meldung (die immer wahrheitsgetreu ist), dass die Russen einen Atomkrieg gegen Europa gestartet haben


  7. #6847
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von Arbeiter Beitrag anzeigen
    Hehe

    Ukraine: Minister erntet Spott für Bericht über Atomschlag - SPIEGEL ONLINE



    Wann kommt die kiewer Meldung (die immer wahrheitsgetreu ist), dass die Russen einen Atomkrieg gegen Europa gestartet haben



    ::: zu lustig! Und wie gut, dass man sie nicht mehr ernst nehmen kann. Stellt euch bloß vor?!

  8. #6848
    Avatar von Damien

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    Deutsche Landwirtschaften müssen wegen Russlands Lebensmittel-Boykott dicht machen - Zeitung



    Wegen der sinkenden Preise nach dem russischen Einfuhrstopp für westliche Lebensmittel müssen deutsche Obst- und Gemüsebauer diesen Herbst dichtmachen, berichtet die Zeitung „Der Tagesspiegel“ am Montag.

    Das eigentliche Problem der deutschen Gemüse- und Obstbauern sei dabei nicht, dass sie nicht mehr nach Russland liefern können. Denn die Menge an Lebensmitteln, die von Deutschland nach Russland geht, sei auch schon vor dem Embargo vergleichsweise gering gewesen. Das Ergebnis seien sinkende Preise.

    Für ein Kilogramm Äpfel bekamen Obstbauern vor einem Jahr noch etwa 40 Cent. „Diesen Herbst wird es etwa die Hälfte sein“, zitiert die Zeitung Thomas Bröcker, der einen Bauernhof in Frankfurt an der Oder hat „Ich schätze, dass zurzeit etwa 1,2 Millionen Tonnen Äpfel zu viel auf dem Markt sind.“ Der Deutsche Fruchthandelsverband geht zudem von einer Rekordernte in diesem Jahr aus.

    Wie stark das russische Embargo die Apfelpreise beeinflusst, wird Bröcker erst in den kommenden Wochen erfahren, wenn die Hauptvermarktungszeit beginnt, betont die Zeitung. Er befürchte einen harten Winter. „Wer kein Polster hat, muss diesen Herbst dichtmachen“, sagt der Obstbauer und erinnert an zwei seiner Kollegen, die ihren Hof aufgeben werden.

    Neben den Obst- und Gemüsebauern werden auch die Milchbauern von dem verstärkten innereuropäischen Wettbewerb unter Druck gesetzt, heißt es weiter. Europäische Milchproduzenten wenden sich verstärkt dem inneren Markt zu, um Absatzverluste in Russland auszugleichen. Das Überangebot macht der Einzelhandel sich zunutze. Anfang September senkte Aldi den Preis für Butter bereits um 14 Prozent, demnächst stehen Verhandlungen zum Käse- und Joghurtpreis an.

    Im Laufe der Woche will die EU-Kommission sich zu weiteren Hilfen für die vom russischen Boykott gebeutelten Landwirte äußern. 125 Millionen Euro sollen dem Bundeslandwirtschaftsministerium zufolge europäische Obst- und Gemüsebauern erhalten, um die Einkommensausfälle abzufedern. Schon ein paar Wochen nach der Ankündigung legte die EU die Subventionen allerdings wieder auf Eis. Grund dafür war, dass allein aus Polen eine Flut aus Anträgen einging. Die Aussicht für deutsche Landwirte, etwas von den Geldern zu erhalten, ist aber ohnehin gering, da sie hauptsächlich indirekt von dem Embargo betroffen sind.

    Deutsche Landwirtschaften müssen wegen Russlands Lebensmittel-Boykott dicht machen - Zeitung | Politik | RIA Novosti

    Haben nicht mal Deutsche Zeitungen das Maul weit aufgerissen das die Russischen Sanktionen Deutschland sowieso nicht so treffen weil der Handel gering ist?
    Tja aber dabei haben sie das überangebot in der EU eben ganz ausgeblendet.
    Daran kann man sehen was so für wirtschaftsexperten in manch einer Redaktion sitzen.

  9. #6849
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Die ganzen Videos und Fotos von den Städten zeigen die ganze Zerstörung . Es ist alles dokumentiert und es wurde ja in den Berichten der OSCE und von Human Rights Watch bestätigt. Die vielen Leichen, die teils zerstückelt und teils bis zur unkenntlichkeit verbrannt sind waren keine Puppen. Die Zahl der Flüchtlinge, über eine Million , spricht für sich.
    ach, aber deine "Bürgerwehr" hat nicht geschossen, die haben nur mit Bonbons geworfen?

  10. #6850

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