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Tote bei Luftangriff in der Türkei

Erstellt von Ego, 29.12.2011, 09:49 Uhr · 283 Antworten · 18.576 Aufrufe

  1. #281
    Avatar von Sivan

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    Zitat Zitat von Barbaros Beitrag anzeigen
    das sagt gerade einer der einen kafir namens skenderbeg verehrt
    Du unterstützt ein paar Jungs die von deinem Propheten als "pädophilen" Sprechen und hast was gegen einen anderen weil er einen "bösen" Kafir verehrt?

    Die schizophrene Welt von geistesgestörten Atatürk-Verehrer wannabe Islamist-Kemalisten. Wer soll sie verstehen.

  2. #282
    Avatar von kewell

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    Zitat Zitat von Sivan Beitrag anzeigen
    Neueste Untersuchungen haben ergeben das die 35 Schmuggler vom Militär an einem Punkt gesammelt wurden bevor man sie bombadierte. Die Schmuggler sind normalerweise in kleinere Gruppen geteilt damit es eine größere Erfolgschance gibt. Es handelt sich bei diesem Anschlag eindeutig um eine Provokation und passierte nur Tage nachdem ein Abgeordneter der AKP preis gab, dass man im neuen Grundgesetzt die Kurden als Ethnie akzeptieren wird. Das Militär versucht durch solche Provokationen die Kurden zu kriminalisieren. Ein alter Trick.

    Türkische Opposition: „Uludere war geplantes Massaker“

    Deutsch Türkische Nachrichten | Veröffentlicht: 03.01.12, 13:38 | Aktualisiert: 03.01.12, 15:06 | 11 Kommentare


    Regierung und Militär behandeln den Luftangriff in Şırnak als Kollateralschaden im Kampf gegen den Terror. Abgeordnete der Oppositionspartei bewerten den Vorfall als vorsätzlichen Mord.


    Nach dem Kemal Kılıçdaroğlu die Familien der 35 Opfer des Luftangriffs in dem Ort Uludere in der Provinz Şırnak besucht hatte, hat eine Delegation von sechs Mitgliedern der CHP ebenfalls die Region besucht.

    Nachdem sie mit Servet Encü – einer Überlebenden – und einigen der Dorfbewohner, die den Vorfall beobachtet hatten, gesprochen hatten, kamen sie zu dem Schluss, dass es sich bei dem Vorfall um ein geplantes Massaker handelt. „Zu sagen, es handle sich um einen Unfall oder eine Fahrlässigkeit würde das Geschehen herabwürdigen“, so CHP-Vize-Chef Sezgin Tanrıkulu.
    Die sechs CHP-Mitglieder, die von Kılıçdaroğlu mit der Untersuchung des Vorfalls beauftragt worden waren, sind Veli Ağbaba, Hasan Ören, Nurettin Demir, İdris Yıldız, Salih Fırat und Hüseyin Aygün. Neben den Familien der Opfer in dem Dorf Gülyazı, traf sich die Delegation mit dem Landrat und dem Gouverneur von Şırnak. In den nächsten Jahren wollen die Delegierten ihren Bericht der Partei vorlegen. Außerdem werden sie beim Parlament (TBMM) einen Antrag stellen, die Vorfälle zu untersuchen.
    Der Abgeordnete der CHP von Tunceli, Hüseyin Aygün, machte dabei umstrittene Aussagen. Während er die Vorfälle als „Massaker“ bewertete, gab er den Vorfall, wie er ihn von Servet Encü erfahren hatte, wieder: „So wie mir der Vorfall berichtet wurde, haben die Soldaten die Schmuggler daran gehindert, ins Dorf zurückzukehren. Daraufhin kontaktierten die Schmuggler die Dorfbewohner und teilten ihnen die Situation mit. Diese wiederrum waren in Kontakt mit dem Militär und informierten den Adjutanten von Tugay und nach einer Stunde kamen die F-16 und begannen mit der Bombardierung“.
    Leider müsse er sagen, dass er zu dem Schluss gekommen sei, es handle sich um ein organisiertes Massaker und einen geplanten Mord, so Aygün. Auch die anderen Delegierten seien einer Meinung mit ihm.
    Der Abgeordnete von Malatya, Veli Ağbaba, äußerte, er sei der Überzeugung, dass es sich um einen „bewussten und beabsichtigten“ Angriff gehandelt habe. „Keiner von ihnen ist von der PKK. Die Dorfbewohner glauben, dass es eine organisierte Sache war, das können wir aber derzeit noch nicht mit Gewissheit sagen“. Er forderte, dass eine Untersuchungskommission errichtet wird“.

    Bülent Arınç: Angehörige der Opfer bekommen Entschädigung
    Regierungssprecher Bülent Arınç erklärte, die Regierung sei sich im Fall Uludere ihrer Verantwortung bewusst und werde alles mögliche tun, um die den trauernden Angehörigen beizustehen. Innerhalb weniger Tage würden Entschädigungszahlungen an die Angehörigen der Opfer in die Wege geleitet. Auch wenn das den Schmerz nicht erleichtern könne.

    Türkische Opposition:
    Zeugen berichten davon, dass diese "Schmuggler", Menschen also, die ihre Familien ernähren, nun für ihren eigenen Tod verantwortlich gemacht werden, aber von Wachen des Grenzpostens des Weges zu ihren Dörfern verwiesen wurden und deshalb diesen anderen Weg nehmen mussten, wo sie anschließend bombardiert wurden!
    Es handelt sich bei diesem Anschlag eindeutig um eine Provokation und passierte nur Tage nachdem ein Abgeordneter der AKP preis gab, dass man im neuen Grundgesetzt die Kurden als Ethnie akzeptieren wird. Das Militär versucht durch solche Provokationen die Kurden zu kriminalisieren. Ein alter Trick.
    Vize-Premier Bülent Arınç

  3. #283
    Avatar von Sivan

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    721
    Da gibt es nicht viel hinzu zufügen. Und leider werden diese Dorfbewohner für ihren Tod selber verantwortlich gemacht. Man sagt, "sie seien selber Schuld hätten den Weg nicht benutzen sollen oder sie hätten dem Wachposten in der Nähe bescheid sagen sollen (was sie vergeblich taten)"

  4. #284
    Avatar von kewell

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    Trotz Luftangriff: Türken und Kurden halten zusammen

    Deutsch Türkische Nachrichten | Veröffentlicht: 08.01.12, 18:32 | Aktualisiert: 09.01.12, 16:13 | 19 Kommentare
    Die Tragödie an der türkisch-irakischen Grenze, die kurz vor dem Jahreswechsel 35 Schmugglern das Leben kostete, weil sie mit PKK-Terroristen verwechselt wurden, hat nicht nur weltweites Entsetzen hervorgerufen, sondern auch gezeigt, wie sehr die türkischen und kurdischen Communities noch immer emotional wie psychologisch miteinander verbunden sind.



    Die Trauer über den Tod von 35 jungen Leute hat das ganze Land erfasst. (Foto: DTN)

    Es war ein wahrer Feuerhagel, der am späten Abend des 29. Dezembers auf die zwölf bis 17-jährigen jungen Männer herabregnete. Sie wollten Diesel aus dem Irak in die Türkei schmuggeln. Für sie offenbar die einzige Möglichkeit, in dieser von Armut geprägten Gegend zu überleben. Als sie die Grenze nahe ihres Heimatdorfes Uludere erreichten, war alles zu spät. Das türkische Militär startete seinen Luftangriff. Die Teenager starben, die meisten von ihnen waren miteinander verwandt. Nur wenige Stunden später gestanden sowohl das Militär als auch die türkische Regierung ihren Fehler ein (Zweifel an den Methoden kamen auf – mehr hier). Eigentlich habe man PKK-Terroristen, die für gewöhnlich die selbe Route nehmen, um über die Grenze zu kommen, treffen wollen. Dass es nun junge Leute, fast noch Kinder getroffen hat, bedauere man sehr.


    Die betroffenen Familien waren am Boden zerstört (auch Prominente meldeten sich zu Wort – mehr hier). Die pro-kurdische BDP machte der Regierung schwere Vorwürfe. Nicht wenige sprachen von einem “geplanten Massaker”. Die Regierung kündigte Entschädigungen an. Sowohl das Militär als auch die zivile Staatsanwaltschaft leiteten Untersuchungen des Vorfalls ein (auch eine Untersuchung durch die UN wurde gefordert – mehr hier und hier). Von offizieller Seite wurde versprochen, diejenigen zu bestrafen, die für diese Katastrophe verantwortlich seien.
    Frust und Leid werden auf Twitter geteilt

    Die türkischen Bürger trauerten in dieser Zeit geschlossen im ganzen Land (einige wurden von ihrer Trauer auch übermannt – mehr hier). Die Wut, Scham und Trauer war in den westlichen Metropolen der Türkei nicht geringer als der Schmerz, den die Menschen im Südosten verspürt wurden. Viele teilten ihre Empörung und Frustration über Twitter mit. Die Geschehnisse von Uludere zeigten, auch der Terrorismus konnte sie nicht entzweien.


    Der kurdische Intellektuelle und Autor Orhan Miroğlu erklärte, dass die türkische Gesellschaft bereits mehrere solcher schlimmen Vorfälle erlebt hätte: “Es ist wahr, man kann von verschiedenen psychologischen Wahrnehmungen [in den beiden Communities] sprechen. Allerdings würde ich in diesem Fall gerne eine andere Lesart vorschlagen. Die Türken fühlten wegen der Vorkommnisse in Uludere großen Kummer. Sowohl die Türken als auch die Kurden hatten das Gefühl, dass ihre Seelen verletzt worden sind. Viele türkische Freunde haben das so empfunden. Erst in der vergangenen Nacht war ich mit einem türkischen Freund aus. Er weinte um die Toten von Uludere. Und so sollten wir es sehen.” Miroğlu ist überzeugt, dass es hier einen gemeinsamen, geteilten Schmerz gebe. Die Äußerungen einzelner rassistischer Gruppen auf beiden Seiten würden nicht die wahre Geschichte wiederspiegeln.


    Wie schon zuvor, so hatten sich auch diesmal türkische Nationalisten innerhalb Sozialer Netzwerke zu Wort gemeldet und dort befremdliche Kommentare hinterlassen. Darin erklärten sie, dass sie über die den Tod der 35 Männer keine Trauer empfinden würden. Einige führten an, dass ihre Erlöse aus dem Schmuggeln ohnehin an die PKK fließen würden.


    Kurdischer Autor appelliert an die Politik

    Der kurdische Autor Ümit Fırat erklärt, dass es eine seit langem bestehende Spaltung zwischen beiden Gruppen gäbe. “Es gibt einen Prozess der Trennung. Schon vor zwanzig Jahren, habe ich gesagt, dass die [politischen] Differenzen zwischen türkischen und kurdischen Gemeinden in eine soziale Kluft führen könnten. Heute gibt es eine Menge Wut [auf der türkischen Seite], vor allem auf Grund von Medienberichten. Der einzige Weg, um zu garantieren, dass das Geld in den Taschen der Leute bleibt, ist ihnen Sicherheit zu garantieren. Vor 100 Jahren gab es keine PKK. Die Menschen arbeiteten in dieser Region und verdienten sich im Gegensatz zu heute ihren Lebensunterhalt mit gewöhnlichen Berufen. Die einzige Möglichkeit, Menschen vor Erpressung oder Drohungen zu schützen, ist sicherzustellen, dass sie nicht gezwungen werden an eine Organisation zu zahlen, die keine rechtliche Grundlage besitzt. Er stellte ferner fest, Grenzschmuggel wie dieser nirgends auf der Welt ohne eine stillschweigende Zustimmung erfolgen könne. In den meisten Fällen gibt es eine Kooperation mit dem Staat und den Sicherheitskräften. “Die Spaltung muss nicht so weitergehen. Eine Politik, die auf die Vereinigung und Integration von Menschen abzielt, kann das verhindern.”


    Solange die Menschen nicht auf die Justiz vertrauen und solange Rechtsverstöße nicht aufgedeckt werden, können die Menschen auch keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft haben. “Und wenn das der Fall ist, müssen sie eine andere Zukunft für sich selbst erschaffen.”


    Auf einen bemerkenswerten Schritt in der Zeit nach der Tragödie, wies übrigens der Soziologe Yasin Oktay hin. Die türkischen Streitkräfte hatten ihre Feierlichkeiten zu Silvester abgesagt. “Vor Jahren hätten sie dazu nicht mal eine Erklärung abgegeben. Das ist eine große Veränderung.”


    Trotz Luftangriff: Türken und Kurden halten zusammen | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN

    Allaha cok sükür insanlik ölmemis..

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