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Türkei: "Wir bitten um Entschuldigung"

Erstellt von Der_Buchhalter, 17.12.2008, 11:10 Uhr · 45 Antworten · 2.090 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    20.12.2004
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    6.421

    Türkei: "Wir bitten um Entschuldigung"

    [h1]"Wir bitten um Entschuldigung" [/h1]
    [h2]Türkische Intellektuelle haben sich für das Massaker an Armeniern im Ersten Weltkrieg entschuldigt - Jeder Türke kann sich der Aktion im Internet anschließen[/h2]
    6500 haben das bereits am Dienstag getan.





    ***
    Was der türkische Staat den Opfern und den Nachfahren der 1915 im Osmanischen Reich massakrierten und vertriebenen Armeniern immer noch verweigert, machen Intellektuelle jetzt für jeden Staatsbürger möglich: sich bei seinen armenischen Mitbürgern und den Armeniern weltweit öffentlich zu entschuldigen und um Verzeihung zu bitten. Unter dem Titel, „Ich bitte um Entschuldigung", haben sie am Montag eine Website mit folgendem Aufruf ins Internet gestellt: „Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, dass man der großen Katastrophe, die 1915 den osmanischen Armeniern widerfuhr, bisher so teilnahmslos gegenüberstand, ja dass diese gar geleugnet wird. Ich lehne diese Ungerechtigkeit ab und teile die Gefühle und das Leid meiner armenischen Mitmenschen und bitte sie um Verzeihung."
    Der mit Spannung erwartete Beginn der Kampagne hat gleich am ersten Tag alle Erwartungen übertroffen. Schon in den ersten Stunden trugen sich mehr als 2000 Menschen ein und machten damit auch deutlich, dass den meisten türkischen Intellektuellen die offizielle Position der Regierung gegenüber dem Genozid an den Armeniern schon lange peinlich ist. Bis Dienstagnachmittag waren es bereits 6500 Unterzeichner.


    Wut der Nationalisten

    Initiiert wurde der Aufruf von vier Intellektuellen, den Professoren Baskin Oran, Ahmet Insel, Cengiz Aktar und dem Journalisten Ali Bayramoglu. Unterzeichnet haben 200 der bekanntesten Personen aus dem linken und dem liberalen Lager. Ahmet Insel erklärte zu der Kampagne: „Unabhängig von der offiziellen Politik haben wir als türkische Bürger das Recht, unsere Meinung über unsere eigene Geschichte kundzutun. Wir hoffen, dass die Kampagne nicht für andere politische Zwecke missbraucht wird." Cengiz Aktar ergänzte: „Uns geht es um die individuelle Stimme. Wer will, entschuldigt sich, wer nicht, eben nicht."
    Doch auch das schützte die Verfasser nicht vor der Wut der Nationalisten. Devlet Bahceli, Chef der rechtsextremen Partei MHP, sagte: „Wir Türken brauchen uns für nichts zu entschuldigen, im Gegenteil, die Armenier haben damals ihre türkischen Mitbürger massakriert und später türkische Diplomaten weltweit getötet." Am Dienstag wurde eine Gegenkampagne gestartet, die den Initiatoren des Aufrufs im Internet „Verrat" vorwirft und eine Entschuldigung Armeniens für die Rachebrigade fordert, die türkische Auslandsvertretungen angegriffen hatten.
    Doch diese seit Jahrzehnten propagierte Selbstgerechtigkeit ist erkennbar auf dem Rückzug. Denn der Aufruf der Intellektuellen ist Teil einer Debatte, in der seit Jahren die Tabuisierung des Genozids Schritt für Schritt aufgeweicht wird. (Jürgen Gottschlich aus Istanbul, DER STANDARD, Printausgabe, 17.12.2008)


    derstandard.at




    Finde ich gut.

  2. #2

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    1.967
    lustig......

  3. #3

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    2.317
    Die werden jetzt angeklagt wegen Hochverrats

  4. #4
    Avatar von Mazedonier/Makedonier

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    2.045
    Bei den Armeniern entschuldgen sie sich bei meinen Großvettern nicht Typisch.........

    ZHTO O PONTOS

  5. #5
    pqrs
    Zitat Zitat von Mazedonier/Makedonier Beitrag anzeigen
    Bei den Armeniern entschuldgen sie sich bei meinen Großvettern nicht Typisch.........

    ZHTO O PONTOS
    Find dich ab, die Deutschen und die Bulgaren entschuldigen sich auch nicht bei meinen Grosseltern.

  6. #6

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    1.967
    warum entschuldigen für etwas was man nie gemacht hat, die das gemacht haben sind eh alle tot

  7. #7

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    2.317
    Zitat Zitat von kiwi Beitrag anzeigen
    warum entschuldigen für etwas was man nie gemacht hat, die das gemacht haben sind eh alle tot
    Genau, mann sind die Deutschen bloed sich immer noch zu entschuldigen was sie den Juden angetan haben?
    Sind sie Tuerke oder Kroate?

  8. #8
    Avatar von Pashaga

    Registriert seit
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    1.245
    Zitat Zitat von Šljivovica Beitrag anzeigen
    [h1]"Wir bitten um Entschuldigung" [/h1]
    [h2]Türkische Intellektuelle haben sich für das Massaker an Armeniern im Ersten Weltkrieg entschuldigt - Jeder Türke kann sich der Aktion im Internet anschließen[/h2]
    6500 haben das bereits am Dienstag getan.






    ***

    Was der türkische Staat den Opfern und den Nachfahren der 1915 im Osmanischen Reich massakrierten und vertriebenen Armeniern immer noch verweigert, machen Intellektuelle jetzt für jeden Staatsbürger möglich: sich bei seinen armenischen Mitbürgern und den Armeniern weltweit öffentlich zu entschuldigen und um Verzeihung zu bitten. Unter dem Titel, „Ich bitte um Entschuldigung", haben sie am Montag eine Website mit folgendem Aufruf ins Internet gestellt: „Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, dass man der großen Katastrophe, die 1915 den osmanischen Armeniern widerfuhr, bisher so teilnahmslos gegenüberstand, ja dass diese gar geleugnet wird. Ich lehne diese Ungerechtigkeit ab und teile die Gefühle und das Leid meiner armenischen Mitmenschen und bitte sie um Verzeihung."
    Der mit Spannung erwartete Beginn der Kampagne hat gleich am ersten Tag alle Erwartungen übertroffen. Schon in den ersten Stunden trugen sich mehr als 2000 Menschen ein und machten damit auch deutlich, dass den meisten türkischen Intellektuellen die offizielle Position der Regierung gegenüber dem Genozid an den Armeniern schon lange peinlich ist. Bis Dienstagnachmittag waren es bereits 6500 Unterzeichner.


    Wut der Nationalisten

    Initiiert wurde der Aufruf von vier Intellektuellen, den Professoren Baskin Oran, Ahmet Insel, Cengiz Aktar und dem Journalisten Ali Bayramoglu. Unterzeichnet haben 200 der bekanntesten Personen aus dem linken und dem liberalen Lager. Ahmet Insel erklärte zu der Kampagne: „Unabhängig von der offiziellen Politik haben wir als türkische Bürger das Recht, unsere Meinung über unsere eigene Geschichte kundzutun. Wir hoffen, dass die Kampagne nicht für andere politische Zwecke missbraucht wird." Cengiz Aktar ergänzte: „Uns geht es um die individuelle Stimme. Wer will, entschuldigt sich, wer nicht, eben nicht."
    Doch auch das schützte die Verfasser nicht vor der Wut der Nationalisten. Devlet Bahceli, Chef der rechtsextremen Partei MHP, sagte: „Wir Türken brauchen uns für nichts zu entschuldigen, im Gegenteil, die Armenier haben damals ihre türkischen Mitbürger massakriert und später türkische Diplomaten weltweit getötet." Am Dienstag wurde eine Gegenkampagne gestartet, die den Initiatoren des Aufrufs im Internet „Verrat" vorwirft und eine Entschuldigung Armeniens für die Rachebrigade fordert, die türkische Auslandsvertretungen angegriffen hatten.
    Doch diese seit Jahrzehnten propagierte Selbstgerechtigkeit ist erkennbar auf dem Rückzug. Denn der Aufruf der Intellektuellen ist Teil einer Debatte, in der seit Jahren die Tabuisierung des Genozids Schritt für Schritt aufgeweicht wird. (Jürgen Gottschlich aus Istanbul, DER STANDARD, Printausgabe, 17.12.2008)


    derstandard.at




    Finde ich gut.

    Und wann entschuldigen sich die Serben bei den Opfern vom Srebrenica?

  9. #9
    Avatar von Der_Freak

    Registriert seit
    24.07.2008
    Beiträge
    4.351
    finde ich sehr angemessen.

  10. #10
    Lucky Luke

    Daumen hoch

    Zitat Zitat von Šljivovica Beitrag anzeigen
    [h1]"Wir bitten um Entschuldigung" [/h1]
    [h2]Türkische Intellektuelle haben sich für das Massaker an Armeniern im Ersten Weltkrieg entschuldigt - Jeder Türke kann sich der Aktion im Internet anschließen[/h2]
    6500 haben das bereits am Dienstag getan.





    ***
    Was der türkische Staat den Opfern und den Nachfahren der 1915 im Osmanischen Reich massakrierten und vertriebenen Armeniern immer noch verweigert, machen Intellektuelle jetzt für jeden Staatsbürger möglich: sich bei seinen armenischen Mitbürgern und den Armeniern weltweit öffentlich zu entschuldigen und um Verzeihung zu bitten. Unter dem Titel, „Ich bitte um Entschuldigung", haben sie am Montag eine Website mit folgendem Aufruf ins Internet gestellt: „Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, dass man der großen Katastrophe, die 1915 den osmanischen Armeniern widerfuhr, bisher so teilnahmslos gegenüberstand, ja dass diese gar geleugnet wird. Ich lehne diese Ungerechtigkeit ab und teile die Gefühle und das Leid meiner armenischen Mitmenschen und bitte sie um Verzeihung."
    Der mit Spannung erwartete Beginn der Kampagne hat gleich am ersten Tag alle Erwartungen übertroffen. Schon in den ersten Stunden trugen sich mehr als 2000 Menschen ein und machten damit auch deutlich, dass den meisten türkischen Intellektuellen die offizielle Position der Regierung gegenüber dem Genozid an den Armeniern schon lange peinlich ist. Bis Dienstagnachmittag waren es bereits 6500 Unterzeichner.


    Wut der Nationalisten

    Initiiert wurde der Aufruf von vier Intellektuellen, den Professoren Baskin Oran, Ahmet Insel, Cengiz Aktar und dem Journalisten Ali Bayramoglu. Unterzeichnet haben 200 der bekanntesten Personen aus dem linken und dem liberalen Lager. Ahmet Insel erklärte zu der Kampagne: „Unabhängig von der offiziellen Politik haben wir als türkische Bürger das Recht, unsere Meinung über unsere eigene Geschichte kundzutun. Wir hoffen, dass die Kampagne nicht für andere politische Zwecke missbraucht wird." Cengiz Aktar ergänzte: „Uns geht es um die individuelle Stimme. Wer will, entschuldigt sich, wer nicht, eben nicht."
    Doch auch das schützte die Verfasser nicht vor der Wut der Nationalisten. Devlet Bahceli, Chef der rechtsextremen Partei MHP, sagte: „Wir Türken brauchen uns für nichts zu entschuldigen, im Gegenteil, die Armenier haben damals ihre türkischen Mitbürger massakriert und später türkische Diplomaten weltweit getötet." Am Dienstag wurde eine Gegenkampagne gestartet, die den Initiatoren des Aufrufs im Internet „Verrat" vorwirft und eine Entschuldigung Armeniens für die Rachebrigade fordert, die türkische Auslandsvertretungen angegriffen hatten.
    Doch diese seit Jahrzehnten propagierte Selbstgerechtigkeit ist erkennbar auf dem Rückzug. Denn der Aufruf der Intellektuellen ist Teil einer Debatte, in der seit Jahren die Tabuisierung des Genozids Schritt für Schritt aufgeweicht wird. (Jürgen Gottschlich aus Istanbul, DER STANDARD, Printausgabe, 17.12.2008)


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