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Türkei Sammelthread

Erstellt von Stevan, 09.11.2004, 23:39 Uhr · 1.174 Antworten · 43.970 Aufrufe

  1. #461
    Avatar von absolut-relativ

    Registriert seit
    17.03.2006
    Beiträge
    10.378

    türkische soldaten ...

    Truppe vor Gericht
    Türkische Soldaten vergewaltigten eine Kurdin – jetzt sind 405 Armeeangehörige angeklagt

    Von Susanne Güsten, Istanbul

    Nur an seine grünen Augen kann sie sich erinnern. Hünenhaft und grünäugig sei der Offizier gewesen, der sie als erster vergewaltigte: Soviel ist der 31-jährigen S. E. noch davon gewärtig, was sich vor zehn Jahren in der südosttürkischen Provinz Mardin zutrug. „Bedient euch“, sagte der Offizier zu seinen Soldaten; nach der zweiten oder dritten Vergewaltigung wurde S. E. ohnmächtig. Fünf Jahre dauerte es, bis die junge Frau durch eine Informationsveranstaltung in Deutschland den Mut fand, ihre Peiniger anzuzeigen, weitere fünf Jahre, bis der Fall vor Gericht kam. Zehn Jahre nach der Folter und Vergewaltigung der jungen Kurdin begann am Freitag in Mardin der Prozess gegen die Tatverdächtigen. Weil ihre Identität nicht geklärt werden konnte, klagt die Staatsanwaltschaft alle 405 Soldaten an, die zur fraglichen Zeit dort ihren Dienst versahen.

    Der Krieg zwischen der türkischen Armee und der kurdischen Rebellengruppe PKK, der den Südosten der Türkei jahrelang zum rechtsfreien Raum für Folter, Vergewaltigung und Tötungen machte, ist zwar fast vorbei; die Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen aber hat kaum begonnen.

    Das Märtyrium von S. E., die heute in Herne bei Bochum lebt, begann ihrer Erinnerung nach Ende 1993, als rings um ihr Dorf Cayköyü erbitterte Kämpfe zwischen PKK und Armee tobten. Soldaten kamen in das Dorf, trieben die Bewohner zusammen und schleiften die damals 21-Jährige auf die Wache. Dort zogen die Soldaten sie nackt aus, stießen ihr einen Stock in die Vagina und zwangen sie, so stehen zu bleiben. Eine Woche lang wurde sie mit Elektroschocks und kaltem Wasser gequält und mal an den Armen, mal an den Füßen aufgehängt.

    Vier Monate später kamen die Soldaten wieder nach Cayköyü. „Derselbe Offizier wie beim ersten Mal nahm mich wieder an sich“, erinnerte S. E. sich im Interview einer türkischen Zeitung. „Als sie mich (nach zwei Wochen) freiließen, drohten sie, dass sie auch meine kleinen Schwestern vergewaltigen und mich umbringen würden, wenn ich etwas sage.“ Bei der Feldarbeit erwischten die Soldaten S. E. im September 1994 zum dritten Mal, schleppten sie in ein leerstehendes Haus und vergewaltigten sie auf Einladung des grünäugigen Offiziers serienweise. Weil S. E. danach nicht mehr sprechen konnte und dauernd ohnmächtig wurde, kam sie 1995 beim Folterbehandlungszentrum der Türkischen Menschenrechtsstiftung in Izmir in Behandlung. 1997 floh sie nach Deutschland, wo sich das Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin ihrer annahm. Trotzdem konnte S. E. nicht darüber sprechen, was ihr widerfahren war – bis sie 1998 in Bochum die türkische Menschenrechtlerin Eren Keskin sprechen hörte. Unter Tränen berichtete sie der Anwältin von ihrem Schicksal. Keskin erstattete eine Strafanzeige, die von der Staatsanwaltschaft wegen Mangels an Beweisen niedergeschlagen wurde.

    Erst auf einen gerichtlichen Einspruch hin, den Keskin mit Gutachten beider Folterbehandlungszentren untermauern konnte, eröffnete die Staatsanwältin Yesim Dogan Kar 1999 ein Ermittlungsverfahren. Um den Fall angesichts der Beweisschwierigkeiten überhaupt vor Gericht bringen zu können, klagte sie kurzerhand alle damaligen Soldaten des Dienstbezirkes an. Mindestens 31 Jahre Haft fordert die Anklägerin für jeden Täter - doch die müssen erst noch überführt werden. Menschenrechtlern gilt der Prozess dennoch als Meilenstein. „Alleine dass das Verfahren eröffnet wurde, bedeutet einen Fortschritt“, sagt die Anwältin Keskin.

    ----------------------------

    Quelle: Tagesspigel.de

  2. #462
    Lopov
    menschen können echt grausam sein

  3. #463

    Registriert seit
    23.11.2006
    Beiträge
    617
    Völlig egal welcher Nation angehörig: Was gibt es den Männern eine wehrlose Frau zu vergewaltigen??? Wie kann man eine solche Tat begehen? Wie animalisch muss man veranlagt sein??

    Es zieht sich durch alle Nationen durch und immer wieder werden Soldaten zu unnötigen Tätern!!!!

    Der Mensch bleibt ein Tier!

  4. #464

    Registriert seit
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    100

    Armenischer Journalist Hrant Dink in der Türkei erschossen

    Was sind das für Menschen??? Haben die tatsächlich gedacht, dass sie damit jemanden den Mund verbieten? Das ist das wahre Gesicht der Türkei. Ein Mensch, ein Armenier, der Genozid beim Namen nannte, wird vor den Türen seiner Redaktion erschossen. Ihr seid so erbärmlich...

    Ich bin sprachlos, wütend und traurig.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...460942,00.html

  5. #465

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    100
    Mordanschlag in Istanbul
    Kritischer türkisch-armenischer Journalist erschossen

    Der kritische türkisch-armenische Journalist Hrant Dink ist erschossen worden. Unbekannte feuerten vor dem Büro seiner Wochenzeitung in Istanbul mehrere Schüsse auf ihn ab, wie ein türkischer Fernsehsender und ein Kollege Dinks berichteten. Die Polizei sucht laut Medienberichten nach einem jungen Mann zwischen 18 und 19 Jahren, der eine Jeansjacke und eine weiße Kappe trug. Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt.
    http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...F1_BAB,00.html

    Das ist die türkische Jugend. Wenn das türkische Zukunft ist, dann weiß ich auch nicht...

    Aber, warum wundets mich? Wenn Türken in der Lage sind, eigene Familienmitglieder zu ermorden (Mutter, Schwester, Tochter), was ist schon ein Armenier-Leben? Nichts, das haben die auch 1915 gezeigt...

    So etwas ist echt zum Kotzen. Und in türkischen Foren (dunya) freuen und lachen sie noch darüber... Ich sage ja, so etwas kann man nicht Mensch nennen...

  6. #466
    Avatar von Koma

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    21.136
    shame on you...

  7. #467

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    35
    Türken sind eine Pestnation

  8. #468
    Avatar von albaner

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    3.862
    Zitat Zitat von tamtam
    Aber, warum wundets mich? Wenn Türken in der Lage sind, eigene Familienmitglieder zu ermorden (Mutter, Schwester, Tochter), was ist schon ein Armenier-Leben? Nichts, das haben die auch 1915 gezeigt...
    man kann es auch übertreiben du affe , als ob sowas alle türken machen würden

  9. #469
    Gast829627
    möge seine seele in friedn ruhen :!:



    wir lebn in einer kack hass welt.......die hölle und das paradies zugleich :!:

  10. #470
    Avatar von Grizzly

    Registriert seit
    23.04.2006
    Beiträge
    4.314
    Der türkisch-armenische Chefredakteur Hrant Dink wird in Istanbul auf offener Straße erschossen. Ministerpräsident Tayyip Erdogan: "Anschlag auf die Demokratie"

    BERLIN taz
    Ein schweres politisches Attentat hat gestern Nachmittag die Türkei erschüttert. Hrant Dink, Chefredakteur und Herausgeber der armenisch-türkischen Wochenzeitung Agos, wurde durch zwei Schüsse ermordet, als er gerade das Gebäude seiner Zeitung in Istanbul verließ und zu seinem Auto gehen wollte. Dink war sofort tot. Noch ist unklar, ob das Attentat von einem oder von mehreren Tätern verübt wurde. Augenzeugen wollen zumindestens einen jungen Mann, der um die 20 Jahre alt sein soll, gesehen haben.

    Obwohl über den Hintergrund des oder der Täter noch nichts bekannt ist, muss man doch davon ausgehen, dass das Attentat einen nationalistischen, faschistischen Hintergrund hat. Hrant Dink war der bekannteste Sprecher der armenischen Gemeinde in der Türkei. Seit Jahren setzte er sich dafür ein, dass die türkische Gesellschaft sich mit dem Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges auseinandersetzt.

    Durch sein Engagement war er zur Hassfigur aller türkischen Faschisten geworden. Zweimal war er in den letzten Jahren wegen "Beleidigung des Türkentums" angeklagt und in einem Fall auch zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Ein weiterer Prozess gegen ihn war anhängig, weil er in einem Interview explizit von einem Völkermord gesprochen hatte.

    Der Mord an Hrant Dink, auf den in ersten Reaktionen in den türkischen Nachrichtenkanälen alle Kommentatoren mit großer Bestürzung reagierten, ist das letzte sichtbare Zeichen für einen in den letzten ein bis zwei Jahren stetig eskalierenden, immer aggressiver agierenden Nationalismus.
    Weiter


    Wer in Deutschland den Massenmord an den Juden in Europa durch die NS-Faschisten öffentlich leugnet,
    bekommt es mit dem Staatsanwalt zu tun, und das ist richtig so.
    Wer in der Türkei den Massenmord an 1 - 1,5 Millionen Armeniern 1915 öffentlich
    als Massenmord bezeichnet,
    riskiert das gleiche - wegen "Beleidigung des Türkentums".
    Und der oben erwähnte Regierungschef Erdogan samt seiner Partei
    (einer Art islamisch-türkischer CDU mit freundschaftlichen Beziehungen zu derselben)
    denkt gar nicht daran ...
    Insofern hat er die Bedingungen, unter denen dieser Mord möglich wurde.
    zumindestens mit herbeigeführt.

    -Grizzly-


    P.S.
    Ich halte allerdings überhaupt nichts
    von Pauschalverunglimpfungen der Türken als "Abschaum" u.ä. -
    die Gegner des Nationalismus/Faschismus in der Türkei selbst
    brauchen gerade jetzt unsere Unterstützung.

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