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Der Ukraine Sammelthread

Erstellt von Zurich, 18.09.2014, 09:20 Uhr · 3.227 Antworten · 143.176 Aufrufe

  1. #1301

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    Zitat Zitat von 2hands1blatt Beitrag anzeigen
    Man könnte ja mal die Mutter in Ulan Ude ausfindig machen. Nachprüfen, ob sie die Angaben zur Person (Name, Schule usw.) bestätigt. Als nächstes fragt man sie, wo ihr Sohn ist. Wenn sie ihn tatsächlich in Donezk besucht hat, und bestätigt, dass er das ist, dann sollte man als nächstes den Soldaten fragen, und zwar auf Video, ob er tatsächlich in einem Panzer nach Donezk gekommen ist und wie viel andere Panzer mit ihm waren.
    Kann doch nicht so schwer sein.
    das dachte ich auch, vielleicht wird das noch geschehen, oder nicht... den gewünschten Effekt hat man in den Medien erzielt, wenn wird die Wiederlegung interessieren?

    - - - Aktualisiert - - -

    Rechter Sektor in Odessa wolte ein Spielcasino dicht machen hat aber auf die Mütze bekommen



    Gleichzeitig explodierte eine Bombe in seinem Hauptquartier in Odessa


  2. #1302
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von R25-300 Beitrag anzeigen
    das dachte ich auch, vielleicht wird das noch geschehen, oder nicht... den gewünschten Effekt hat man in den westlichen Medien erzielt, wenn wird die Wiederlegung interessieren?
    Es ist inzwischen sonnenklar, wer die "Separatisten" völkerrechtswidrig unterstützt, also...

    Das vermeintliche "Linke" diesen imperialistischen Scheiß unterstützen, das macht mir Sorgen - aber macht weiter, ein autoritärer Staat mit oligarchischer Führung ist wohl das höchste der Gefühle...Viel Glück!!!

  3. #1303

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    Bitte das lesen:

    ??????????? ?????? ? ????????? ??????????????? ????????? | ????????? ?

    Und das:

    ???????? ????????? - ????? ???????? ????

    - - - Aktualisiert - - -
    Ich vermute mal, Костюченко war gar nicht in Donezk und hat demzufolge auch kein Interview mit dem Burijaten geführt. Würde man sie überhaupt nach Donezk lassen?

    Besonders krass finde ich, dass die Zeit Online diese Story einfach mal ungeprüft übernimmt. Theoretisch arbeiten da hochgebildete Leute, Absolventen der Henri Nannen, ehemalige Assistenten von Jürgen Habermas - wie können die sich für sowas hergeben? Alles nur Hass auf die Russen???

    Eigentlich ein Fall für die russischen Behörden. Sie sollten prüfen, ob Костюченко überhaupt an dem Tag in Donbass war um das Interview zu führen, und dann abgleichen, was der Burijate ihr erzählt hat.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von 2hands1blatt Beitrag anzeigen
    Bitte das lesen:

    ??????????? ?????? ? ????????? ??????????????? ????????? | ????????? ?

    Und das:

    ???????? ????????? - ????? ???????? ????

    - - - Aktualisiert - - -
    Ich vermute mal, Костюченко war gar nicht in Donezk und hat demzufolge auch kein Interview mit dem Burijaten geführt. Würde man sie überhaupt nach Donezk lassen?

    Besonders krass finde ich, dass die Zeit Online diese Story einfach mal ungeprüft übernimmt. Theoretisch arbeiten da hochgebildete Leute, Absolventen der Henri Nannen, ehemalige Assistenten von Jürgen Habermas - wie können die sich für sowas hergeben? Alles nur Hass auf die Russen???

    Eigentlich ein Fall für die russischen Behörden. Sie sollten prüfen, ob Костюченко überhaupt an dem Tag in Donbass war um das Interview zu führen, und dann abgleichen, was der Burijate ihr erzählt hat.
    Ich überlege, mal in dem Krankenhaus anzurufen und zu fragen, ob die Tante tatsächlich an dem Tag dort gewesen ist.

  4. #1304

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Es ist inzwischen sonnenklar, wer die "Separatisten" völkerrechtswidrig unterstützt, also...

    Das vermeintliche "Linke" diesen imperialistischen Scheiß unterstützen, das macht mir Sorgen - aber macht weiter, ein autoritärer Staat mit oligarchischer Führung ist wohl das höchste der Gefühle...Viel Glück!!!
    aber das die Ukraine von Oligarchen regiert wird findest du OK

    Der Führer der Fraktion "Block Poroschenko" Jurij Luzenko: In 2 Monaten werden die Kämpfe sehr wahrscheinlich wieder aufgenommen
    ???? ???????: ????? 2 ?????? ???????? ????????????? ??????? ???????? | euronews, ???

    Parlament beschließt Gesetz über Aufstockung der Armee



    Das ukrainische Parlament hat am Donnerstag ein Gesetz über eine Aufstockung der ukrainischen Armee verabschiedet. Für das Gesetz „Über die Gesamtstärke der ukrainischen Streitkräfte“ stimmten 270 Parlamentarier. Das vom Präsidenten Poroschenko vorgeschlagene Gesetz sieht die Aufstockung der Streitkräfte auf maximal 250.000 Personen, darunter „204.000 Militärs“ vor.
    Diese Soldatenzahl solle den rechtzeitigen Aufmarsch der Truppen zur Verteidigung, Abwehr der Aggression und Liquidierung (Lokalisierung, Neutralisierung) des bewaffneten Konflikts gewährleisten, heißt es im Denkschritt zum Gesetz.
    Gemäß dem Gesetz wird die Armee in einer „Sonderperiode“ um die Zahl der eingezogenen Reservisten erhöht.
    Das Gesetz tritt am nächsten Tag nach seiner Veröffentlichung in Kraft.
    Parlament beschließt Gesetz über Aufstockung der Armee

  5. #1305

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Es ist inzwischen sonnenklar, wer die "Separatisten" völkerrechtswidrig unterstützt, also...

    Das vermeintliche "Linke" diesen imperialistischen Scheiß unterstützen, das macht mir Sorgen - aber macht weiter, ein autoritärer Staat mit oligarchischer Führung ist wohl das höchste der Gefühle...Viel Glück!!!
    hier ist mal gar nichts klar - ganz im Gegenteil

  6. #1306
    Avatar von Damien

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Es ist inzwischen sonnenklar, wer die "Separatisten" völkerrechtswidrig unterstützt, also...

    Das vermeintliche "Linke" diesen imperialistischen Scheiß unterstützen, das macht mir Sorgen - aber macht weiter, ein autoritärer Staat mit oligarchischer Führung ist wohl das höchste der Gefühle...Viel Glück!!!
    Na wenn alles so klar ist.

    Ist es wohl auch klar, wer einen völkerrechtswidrigen Putsch in der Ukraine unterstützt hat.

    Wer ein Regime unterstützt das die Zivilbevölkerung in Städte mit Artillerie unter beschuss nimmt.
    Das die meinungsfreiheit einschränkt und Journalisten ferhaften lässt.

    Und bei menschenrechtsverletzungen von bestimmten parteien einfach wegsieht.

    Wer hier von Völkerrechtsverletzungen spricht. Aber selbst all die jahre Völkerrecht gebrochen hat.

    Und wer die Unterstützung von Rebellen anprangert aber in Syrien und Libyen selbst Waffen an Rebellen liefert weil es seinen interessen entspricht.

    Es ist klar wer hier doppelte standard ansetzt.

  7. #1307

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    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Na wenn alles so klar ist.

    Ist es wohl auch klar, wer einen völkerrechtswidrigen Putsch in der Ukraine unterstützt hat.

    Wer ein Regime unterstützt das die Zivilbevölkerung in Städte mit Artillerie unter beschuss nimmt.
    Das die meinungsfreiheit einschränkt und Journalisten ferhaften lässt.

    Und bei menschenrechtsverletzungen von bestimmten parteien einfach wegsieht.

    Wer hier von Völkerrechtsverletzungen spricht. Aber selbst all die jahre Völkerrecht gebrochen hat.

    Und wer die Unterstützung von Rebellen anprangert aber in Syrien und Libyen selbst Waffen an Rebellen liefert weil es seinen interessen entspricht.

    Es ist klar wer hier doppelte standard ansetzt.
    In Vietnam leiden über 1 Million Menschen an den Spätfolgen von Agent Orange. Jemand haftbar gemacht? Fehlanzeige! Selbst eine Klage von US-Veteranen wurde abgelehnt, Agent Orange sei "keine chemische Kriegsführung". Aha. Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen.....

  8. #1308
    Avatar von Damien

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    Krieg im Donbass
    Flüchtlinge berichten von Übergriffen ukrainischer Freiwilligenbataillone




    Zivilisten beklagen Übergriffe der ukrainischen Freiwilligenbataillone, die von Kiew nicht in den Griff zu bekommen sind. Amnesty International dokumentierte zahlreiche Fälle - doch es geschieht nichts.

    Gut 30 Frauen und ein paar vereinzelte Männer haben sich vor Garage Nummer 6 im Innenhof des Hotels „Slowjansk“ angestellt. Die lokale Nichtregierungsorganisation „Slowjansker Wiedergeburt“ verteilt Essenspakete. Jeder bekommt fünf Kilo Graupen, Reis, Teigwaren und eine Fleischkonserve. Die Wartenden sind wenig gesprächig, die Blicke gesenkt, viele schämen sich, dass sie an diesem kalten Vormittag um Almosen anstehen müssen. Wohl die meisten haben rund 80 Kilometer südlich von hier, im weiteren Umland von Donezk, Einfamilienhäuser zurückgelassen. Manche davon sind inzwischen völlig zerschossen, wie das hübsche grüne Häuschen von Alla.

    Auf ihrem alten Mobiltelefon zeigt sie die letzten Fotos, die sie im Dezember davon gemacht hat. Verzweifelt sagt die knapp 40-jährige Landwirtin aus Peski: „Alles ist hin! Wieso bloß schießen sie auf uns?“

    Das ukrainische Dorf südöstlich von Donezk gehörte bis vor Kurzem neben Debalzewe zu den meistumkämpften strategischen Zielen der prorussischen Kämpfer. Denn von Peski aus kann der Donezker Flughafen beschossen werden. Dort hatten sich monatelang ukrainische Truppen verschanzt, gedeckt wurden sie teils von Einheiten in Peski. Opfer der Kämpfe wurden die etwas mehr als 3000 zivilen Einwohner des Dorfes.

    Im Sommer hat sich Alla dem Druck der ukrainischen Truppen ergeben und sich Hals über Kopf aus Peski evakuieren lassen. „Wir bekamen 15 Minuten Zeit und durften nur zwei Plastiktaschen mitnehmen“, erzählt sie. Statt wie versprochen nach wenigen Tagen wieder zurückzudürfen, sei ihr dies nach mehreren Versuchen erst im Dezember gelungen. Da sei ihr Haus dann aber schon zerstört gewesen. Die wenigen Straßen im Dorf hätten die jeweiligen Freiwilligenbataillone unter sich aufgeteilt. Nur die regulären Truppen der ukrainischen Armee hätten sich anständig verhalten, ja, sie hätten ihr sogar geholfen, noch ein paar Sachen aus dem Haus zu retten, erzählt Alla weiter. „Im Fernsehen heißt es immer, der ukrainische Staat schütze uns; was ich in Peski erlebt habe, ist indes genau das Gegenteil.“

    Auch Allas jüngere Kollegin Lena berichtet Schreckliches. Die zweifache Mutter stammt aus der nahe Peski gelegenen Kleinstadt Awdijewka. „Die Separatisten räumten unsere Stadt im Sommer freiwillig, erst als sie weg waren, kamen die Ukrainer und schossen wie wild um sich“, behauptet Lena. In ihrem Wohnblock hätten die Regierungstruppen danach viele Wohnungen durchsucht. „Angeblich suchten sie Waffen, doch bei mir wurden einfach Kinderkleider mitgenommen“, sagt Lena. Ob die Übeltäter Soldaten von Freiwilligenbataillonen oder reguläre Soldaten waren, weiß sie nicht.


    Wer nicht aus den Rebellengebieten stammt, gilt nicht als Flüchtling

    Die beiden Frauen gehören zu den offiziell 25 000 Flüchtlingen im Bezirk Slowjansk, rund 60 Kilometer nördlich der aktuellen Frontlinie zwischen Kiewer Regierungstruppen und den von Russland unterstützten Kämpfern. Viele seien auf der Durchreise, heißt es im Rathaus. Niemand kennt die genaue Zahl, und überall fehlt es an Wohnraum und Geld für die Grundbedürfnisse der Kriegsflüchtlinge. Erschwerend kommt dazu, dass jene, die nicht aus den von den russischen Rebellen besetzten Gebieten stammen, über keinen Flüchtlingsstatus verfügen und damit auch keine staatliche Unterstützung bekommen. Private und religiöse Organisationen müssen hier einspringen.

    Im zwischen Fichten gelegenen Kurpark angelangt, erzählt ein betagtes Geschwisterpaar aus Peski ganz andere Horrorgeschichten. Elena und Maria sind die ganze Zeit im Dorf geblieben und waren der Herrschaft der Freiwilligenbataillone täglich ausgesetzt. „Nachbarn wurden aus dem Haus gejagt, einer von ihnen ist krankenhausreif geschlagen worden“, erzählt Maria. Welches Freiwilligenbataillon für welche Übeltat im Dorf verantwortlich ist, weiß sie indes nicht. „Sie hatten alle rot-schwarze Wappen an der Uniform“, sagt sie nur.

    In der Kiewer Zentrale von Amnesty International (ai) ist das Problem der Übergriffe gegen Zivilisten durch die Freiwilligenbataillone nicht unbekannt. Wegen Personalnot stamme der letzte Bericht dazu jedoch vom September 2014, sagt Pressesprecher Bogdan Owartschuk. Amnesty hatte damals das Treiben des Freiwilligenbataillons „Aidar“ dokumentiert. 35 Strafuntersuchungen seien daraufhin eröffnet worden, heißt es. „Doch Untersuchungen eröffnen bedeutet leider nicht, dass auch wirklich untersucht wird“, sagt Owartschuk resigniert. Das Verteidigungsministerium habe offensichtlich Probleme mit den Freiwilligen. Doch ein klarer politischer Wille, diese anzupacken, sei nicht erkennbar.

    Krieg im Donbass: Flüchtlinge berichten von Übergriffen ukrainischer Freiwilligenbataillone - Politik - Tagesspiegel

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    Jetzt machen schon deutsche medien russland Propaganda

    - - - Aktualisiert - - -

    US-Experte: Ukraine wird ihren Boden an Westen verkaufen müssen



    Die Ukraine wird ihr Land und Boden an westliche Unternehmen verkaufen müssen, um IWF-Kredite zu begleichen, so der US-Politologe und Analyst Paul Craig Roberts.

    Um aus der Wirtschaftskrise herauszukommen, wird die Ukraine Sozialleistungen – Auszahlung von Altersrenten und Unterstützungen für Tschernobyl-Betroffene sowie die Finanzierung von Schulen und Krankenhäusern — drastisch einschränken müssen. Nationale Aktiva und Ackerflächen werde Kiew an die transnationale Gesellschaft Monsanto verkaufen müssen, die genetisch modifiziertes Saatgut produziert. Die Einnahmen würden für die Deckung der IWF-Kredite gebraucht.

    Auf diesem Weg verwandle sich die Ukraine in eine Kolonie des Westens, so der ehemalige Wirtschaftsberater von US-Präsident Ronald Reagan. „All die ukrainischen Unternehmen, Naturressourcen, Ackerflächen – all das wird dem Westen gehören“, äußerte er in einem RT-Interview. Der IWF-Gouverneursrat wird am 11. März über ein neues Hilfspaket für die Ukraine in Höhe von 17,5 Mrd. Dollar beraten.

    http://de.sputniknews.com/wirtschaft...301395606.html

  9. #1309
    Avatar von Damien

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    „Für Modernisierung der Ukraine“: Europäer unterstützen Oligarchen-Projekt



    Eine „Agentur für die Modernisierung der Ukraine“ ist diese Woche in Wien gegründet worden. Finanziert wird die Institution von den größten ukrainischen Oligarchen. Der Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann (CDU), einer der Initiatoren der Agentur, meint: „Russland sollte eingebunden werden".

    Der britische Oberhausabgeordnete Lord Risby, der französische Schriftsteller Bernard Levy und der Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann bilden den Trägerverein der „Agentur für die Modernisierung der Ukraine“. Ihnen angeschlossen ist ein Beratergremium aus acht europäischen Persönlichkeiten. Mit dabei ist auch der einstige Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Bis September will man einen Modernisierungsplan für die Ukraine vorlegen. Die Arbeitsgebiete der Agentur sind Verfassung und Justizsystem, Steuern und Finanzen, Law Enforcement (Polizei und Staatsanwaltschaft) sowie Gesundheit, Wirtschaft und Antikorruption. Das Ziel ist es, eine Art Marschallplan für die Ukraine zu entwickeln.

    Nun hat sich die ukrainische Regierung bisher eher als reformresistent erwiesen. Sollten ausgerechnet Ausländer da mehr erreichen können? In einem Interview mit Sputnik-Korrespondent Armin Siebert sagte Wellmann: "Die Initiative kommt aus der Ukraine. Das ist eine Initiative der ukrainischen Gewerkschaften und des Arbeitgeberverbandes, die nicht davon ausgehen, dass die ukrainische Regierung und das Parlament mit den nötigen Reformen zurechtkommen. In Minsk wurde ja im Februar auch beschlossen, dass bis Ende des Jahres eine neue Verfassung verabschiedet werden soll, wo die Rechte der einzelnen Regionen, insbesondere im Osten, gewahrt werden. Und dabei können wir helfen. Wir meinen, dass das deutsche Modell kein schlechtes Modell für die Ukraine wäre."

    Finanziert wird die Agentur jedoch zunächst von den größten ukrainischen Oligarchen Viktor Pintschuk, Rinat Achmetow und Dmitri Firtasch. Besonders Firtasch ist in der Ukraine stark umstritten. Letztes Jahr wurde er in Wien von FBI-Kräften verhaftet und kam nur gegen Kaution von 125 Millionen Euro wieder auf freien Fuß. Über eine Auslieferung an die USA muss noch entschieden werden.

    Wellmann interpretiert dies folgendermaßen: "Die Geschäftsleute in der Ukraine wissen ja am besten, dass das Land den Bach runtergeht, wenn jetzt nichts passiert. Und die Oligarchen würden so am meisten verlieren. Und so sagen wir auch, dass Leute, die in den letzten 20-25 Jahren reich geworden sind, sich jetzt an der Konsolidierung des Landes beteiligen sollen. In ihrem eigenen Interesse. Bevor wir zum europäischen Steuerzahler gehen, wollen wir, dass diese Leute selbst ihren Beitrag leisten. Wir haben allerdings zur Bedingung gemacht, dass sie keinen Einfluss haben in der Agentur. Ich denke, das können wir vorerst gewährleisten. Sollte es uns gelingen, eine Finanzierung durch die EU zu bekommen, was uns am liebsten wäre, könnte man das ersetzen."

    In der Ukraine reagiert man bisher eher skeptisch bis empört auf die Gründung dieser Agentur. Schließlich waren die Oligarchen ja ein Hauptgrund der ursprünglichen Maidan-Proteste. Wellmann gibt zu: "Ja, der Hauptgrund war das korrupte und kleptokratische Janukowitsch-Regime. Aber es hat jetzt keinen Sinn, in die Vergangenheit zu gucken, denn da gibt es zu viele Problempunkte. Wir müssen in die Zukunft schauen. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie das in der Öffentlichkeit ankommt. Ich weiß nur, dass der Präsident seinen Segen gegeben hat.“
    Allerdings geht selbst Premier Arseni Jazenjuk auf Distanz. Er sprach gar von "Feinden, die unsere Reformpläne und unsere Abmachungen mit dem Internationalen Währungsfonds stören wollen".

    Die Oligarchen allein werden die Ukraine nicht retten können. Wellmann dazu: "Wir haben gesagt, die Ukraine wird sehr viel Geld brauchen. Das werden internationale Geldgeber sein. Wir hoffen, auch Russland gehört dazu. Russland sollte eingebunden werden. Voraussetzung ist aber, dass die Reformen das Land soweit umstrukturiert haben, dass man wirklich Geld hineingeben kann, ohne, dass es durch Korruption gleich wieder dezimiert wird."

    Auf die Nachfrage, warum dann keine russischen Experten Mitglieder dieser Agentur sind, erklärte der CDU-Politiker: "Darüber kann man reden. Aus meiner Sicht wäre ein Beitrag Russlands sinnvoll. Es gibt ja große ukrainisch-russische Gemeinschaftsunternehmen, gerade im Osten der Ukraine. Da wäre meine Wunschvorstellung, dass man gemeinsam an die Arbeit geht und möglicherweise eine trilaterale Zusammenarbeit vereinbart. Russland hat ja auch große Bankforderungen laufen gegen ukrainische Unternehmen. Russland hat also vielleicht auch ökonomisches Interesse daran, dass die ukrainische Wirtschaft wieder auf die Beine kommt, so dass die Kredite zukünftig wieder bedient werden können."

    ?Für Modernisierung der Ukraine?: Europäer unterstützen Oligarchen-Projekt / Sputnik Deutschland - Nachrichten, Meinung, Radio

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    Lawrow und Steinmeier für Verlängerung der OSZE-Mission in der Ukraine



    Die Außenminister Russlands und Deutschlands, Sergej Lawrow und Frank-Walter Steinmeier, haben sich für eine operative Verlängerung der OSZE-Mission in der Ukraine ausgesprochen. Das teilte das russische Außenamt am Freitag nach einem Telefonat der beiden Politiker mit.

    Zudem sollte das Personal der Mission auf 1000 Mann aufgestockt werden, erklärten die Minister. Das gültige Mandat der Mission läuft am 23. März dieses Jahres aus. Während des Gesprächs wurde ein Fortschritt bei der Einhaltung der Waffenruhe und beim Abzug schwerer Kampftechnik von der Trennlinie durch die rivalisierenden Seiten festgestellt. Lawrow und Steinmeier wiesen auf die Notwendigkeit hin, Anstrengungen der Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zur Gewährleistung einer wirksamen Kontrolle über die Erfüllung der von den Kiewer Behörden und der Volkswehr übernommenen Verpflichtungen gemäß den am 12. Februar 2015 in Minsk erzielten Vereinbarungen zu intensivieren.

    Die Minister plädierten ferner für eine schnelle Vorbereitung der Kommunalwahlen in der Ukraine und für unaufschiebbare Schritte zur Realisierung der Verfassungsreform.

    http://de.sputniknews.com/politik/20...301397404.html

  10. #1310

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    NATO: Oberbefehlshaber Philip Breedlove irritiert Allierte - SPIEGEL ONLINE

    "Äußerungen des Nato-Oberbefehlshabers in Europa zum Ukraine-Konflikt stoßen bei mehreren Alliierten, darunter Deutschland, auf Kritik. General Philip Breedlove wird nach SPIEGEL-Informationen aus den Hauptstädten vorgeworfen, die militärische Rolle Russlands in der Ostukraine seit Ausbruch der Krise übertrieben dargestellt zu haben. Im Kanzleramt ist sogar von "gefährlicher Propaganda" die Rede. Außenminister Frank-Walter Steinmeier intervenierte deswegen persönlich bei Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg."

    Moment mal, die Bundesregierung sagt, die NATO macht gefährliche Propaganda? Stellt die Beteiligung Russlands völlig übertrieben dar? Was ist denn da los? Hat denen jemand Wahrheitsserum in den Tee gemischt?