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Der Ukraine Sammelthread

Erstellt von Zurich, 18.09.2014, 09:20 Uhr · 3.224 Antworten · 143.055 Aufrufe

  1. #2901

    Registriert seit
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    Irgendwann wird man sich versöhnen so wie es in solchen Fällen eben passiert, dazu genügt einen Blick nach hinten zu werfen: vor 100 Jahren gab es in Russland einen schrecklichen Bürgerkrieg: Bruder gegen Bruder, Sohn gegen Vater, Millionen wurden getötet, nach 20 Jahren kam der 2 Weltkrieg wo ein Teil für die Heimat und der andere für den Hitler kämpfte. Die Zeit ist der beste Heiler, nach 30 Jahren werden die Wunden verheilen, die Alten die den Krieg erlebt haben langsam aussterben, neue Generation wird aufwachsen, was und wie sie über diesen Krieg denken wird, hängt davon ab wie sie erzogen wird. Und das hängt davon ab was aus Ukraine und Russland bis dahin wird. Ob es noch überhapt solche Länder so wie wir sie heute kennen geben wird
    Wenn gemäß dem Minsker Abkommen demnächst Donbass in die Ukraine eingegliedert wird dann wird die Volkswehr entwaffnet, die Kontrolle über die Grenze dem Kiew übergeben, die Aktivisten und ein Teil der Bevölkerung werden fliehen, die "Patrioten" und die SBU werden rein gehen und Donbass säubern, manche die nicht rechtzeitig geflohen sind werden spurlos verschwinden, der Westen wird davon nichts merken, die Übriggebliebenen werden sich anpassen, die Schule und der Fernseher werden neue Ukrainer erziehen, so siehts für mich aus

    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Kann man miteinander reden, wo geschossen wird?
    Wie Stanko hat auch er vor Kurzem erfahren, dass man mit der Suche nach einem Dialog leicht den Mob gegen sich aufhetzen kann. Nachdem Schadan im Dezember eine umstrittene Lugansker Dichterin zu einer (übrigens von mehreren deutschen Stiftungen organisierten) Veranstaltung nach Charkiw eingeladen hatte, fand er sich selbst plötzlich einem Shitstorm ausgesetzt.
    Ukraine: Kann man miteinander reden, wo geschossen wird? - DIE WELT

    Die Dichterin ist übrigens Jelena Saslawskaja

    auch sehr lesenswert.
    Reise in die Ukraine: Das Gift des Krieges - Ukraine - derStandard.at ? International
    am 12 Dezember 2015 fand in Charkow die Konferenz "Debates on Europe" statt, aus Deutschland kam der Wissenschaftler Bruno Schoch und der Schriftsteller Ingo Schulze, aus Ukraine Schriftsteller Segej Schadan und eine Dichterin aus Lugansk (Donbass) Saslawskaja die vomn Schadan eingeladen wurde

    nach dem Treffen fragen Männer aus dem Rechter Sektor in Militäruniform Sergej Schadan wer Saslawskaja eingeladen hat und wieso wurde sie von dem Gehimdienst SBU nicht verhaftet worden?
    Schadan spricht den RS1 der offenbar Andrej heissst wie einen alten Kumpel mit "Andrücha" an:

    ab 2:55

    RS1 "Andrücha": "...haben eine Separatistin hierher gebracht, haben gezeigt das bei uns SBU nicht funktioniert! Sie ist ukrainische Staatsbürgerin, wieso lies man sie laufen?"

    Schadan: Andrücha, warum fragst du mich? Frag doch die SBU, geh doch zu SBU und frag sie

    RS2: Ich sag dir warum er sie eingeladen hat, weil er Übermorgen nach Lugansk fährt

    Schadan: Nein, ich werde wirklich am 18 und 19 zu eueren Basen kommen (an die Frontlinie wo der Freikorps des Rechten Sektor stationiert ist)

    RS2: Nein du willst nach Lugansk fahren...



    na, alles klar mit Schadan?

  2. #2902
    Avatar von Izdajnik

    Registriert seit
    02.04.2015
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    16.316
    Zitat Zitat von R25-300 Beitrag anzeigen
    Irgendwann wird man sich versöhnen so wie es in solchen Fällen eben passiert, dazu genügt einen Blick nach hinten zu werfen: vor 100 Jahren gab es in Russland einen schrecklichen Bürgerkrieg: Bruder gegen Bruder, Sohn gegen Vater, Millionen wurden getötet, nach 20 Jahren kam der 2 Weltkrieg wo ein Teil für die Heimat und der andere für den Hitler kämpfte. Die Zeit ist der beste Heiler, nach 30 Jahren werden die Wunden verheilen, die Alten die den Krieg erlebt haben langsam aussterben, neue Generation wird aufwachsen, was und wie sie über diesen Krieg denken wird, hängt davon ab wie sie erzogen wird. Und das hängt davon ab was aus Ukraine und Russland bis dahin wird. Ob es noch überhapt solche Länder so wie wir sie heute kennen geben wird
    Wenn gemäß dem Minsker Abkommen demnächst Donbass in die Ukraine eingegliedert wird dann wird die Volkswehr entwaffnet, die Kontrolle über die Grenze dem Kiew übergeben, die Aktivisten und ein Teil der Bevölkerung werden fliehen, die "Patrioten" und die SBU werden rein gehen und Donbass säubern, manche die nicht rechtzeitig geflohen sind werden spurlos verschwinden, der Westen wird davon nichts merken, die Übriggebliebenen werden sich anpassen, die Schule und der Fernseher werden neue Ukrainer erziehen, so siehts für mich aus



    am 12 Dezember 2015 fand in Charkow die Konferenz "Debates on Europe" statt, aus Deutschland kam der Wissenschaftler Bruno Schoch und der Schriftsteller Ingo Schulze, aus Ukraine Schriftsteller Segej Schadan und eine Dichterin aus Lugansk (Donbass) Saslawskaja die vomn Schadan eingeladen wurde

    nach dem Treffen fragen Männer aus dem Rechter Sektor in Militäruniform Sergej Schadan wer Saslawskaja eingeladen hat und wieso wurde sie von dem Gehimdienst SBU nicht verhaftet worden?
    Schadan spricht den RS1 der offenbar Andrej heissst wie einen alten Kumpel mit "Andrücha" an:

    ab 2:55

    RS1 "Andrücha": "...haben eine Separatistin hierher gebracht, haben gezeigt das bei uns SBU nicht funktioniert! Sie ist ukrainische Staatsbürgerin, wieso lies man sie laufen?"

    Schadan: Andrücha, warum fragst du mich? Frag doch die SBU, geh doch zu SBU und frag sie

    RS2: Ich sag dir warum er sie eingeladen hat, weil er Übermorgen nach Lugansk fährt

    Schadan: Nein, ich werde wirklich am 18 und 19 zu eueren Basen kommen (an die Frontlinie wo der Freikorps des Rechten Sektor stationiert ist)

    RS2: Nein du willst nach Lugansk fahren...



    na, alles klar mit Schadan?
    Klar ist irgendwie nichts. Aber ich finde gut, dass du mir das übersetzt, weil ich so gut, wie nichts fundiertes über ihn finde.

    Ich habe all seine Bücher gelesen, nicht erst durch den Konflikt, sondern davor. Deswegen kann ich mir nicht so richtig vorstellen, dass er tatsächlich so abdriftet. Er ist schon ein Patriot, das merkt man auch in "Anarchy in the UKR" aber eben abseits der Politiker und des Staates. Er war ja auch bei der orangenen Revolution dabei, wo es ja auch schon zu rechten Demonstrationen kam. Hast du vielleicht Informationen, wie er sich dazu verhalten hat? Ist ja schon einige Jahre her.

    Aus meiner naiven Sicht ist er schon negativ zu Russland eingestellt, was ich bisher auch unter der ganzen Machno-Sache verbuchen konnte. Ich sehe auch, dass ihm sein Land und seine Leute am Herzen liegen. Persönlich habe ich kein Verständnis dafür, dass er überhaupt mit den Rechten diskutiert und noch weniger dafür, dass er sie besucht. Meine Hoffnung ist, dass er versucht ein verbindendes Glied zu sein oder dass er so dumm ist zu glauben, dass er schlichten kann. Leider keine eindeutige Aussage finden, die konkret die Rechten kritisiert, zwar distanziert er sich hier und da und betont, dass die Rechten nur ein Teil der Bevölkerung sind, aber im nächsten Augenblick besucht er sie. Auch zu Odessa oder anderen Fällen konnte ich keine Aussage von ihm finden, aber es wird auch nicht alles geliefert und die Berichterstattung über kritische Ukrainer ist sehr bescheiden.

    Fakt ist ja, dass er sie eingeladen hat. Aber warum drückt er sich so feige um eine klare Aussage gegenüber diesen Spinnern... Ich denke sehr literaturlastig, daher finde ich natürlich gerade die Diskussion um eine neue Sprache für diesen Konflikt interessant und natürlich was in diesem Konflikt literarisch entsteht.

    Es muss doch in der Ukraine Schriftsteller/Intellektuelle geben, die klar gegen diese Rechten Spinner sind. Als es bei uns abging, gab es sehr viele kritische Stimmen, sehr viele Schriftsteller sind auf die Barrikaden gegangen, einige sind aus Protest aus Serben abgehauen und auch aus Kroatien. Egal ob Bosniake, Kroate oder Serbe, es gab die vernünftigen Stimmen und ihre Kritik richtete sich gegen die Politiker, die das Land/die Länder in den Abgrund manövrierten. Es gab auch untereinander eine Verbindung, da ein Bosniake zb bei einem Verlag in Zagreb veröffentlichte, sie hielten zusammen. Und gerade in Kroatien gab es einen sehr harten Kern, der in die Kriegsgebiete fuhr und vor allem die Verbrechen der eigenen Leute an die Öffentlichkeit brachte. Da spielte sicher die Nazivergangenheit eine Rolle. Und auch sie wurden massiv bekämpft. Bei Schadan sehe ich nicht, dass er von der Regierung in Kiew attackiert wird..

  3. #2903
    Avatar von Lubenica

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    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Vermutlich waren genau aus diesem Grund Leute aus Lugansk und Donbass da. Lugansker Dichterin sagt doch eigentlich alles.



    Ich hatte es sogar fett markiert Im Standard-Artikel wird darüber noch ausführlich berichtet. Den hatte ich genau deswegen noch angefügt, weil es eben genau darum ging. Wenn du dir die beschissenen Scheißartikel nicht durchliest, ist klar warum du so hysterisch am Rad drehst.
    Schau mal, das heißt nichts. Was bedeutet das denn? Es ist eine Luganska, sie kommt aus Lugansk, dass bedeutet aber nicht , dass sie direkt betroffen ist und selbst Kriegsopfer wurde. Sie kann auch indirekt betroffen sein. Hört sich für dich jetzt vielleicht komisch an aber sie muss schon lange nicht mehr in Lugansk gewohnt haben etc. Das ist nichts, was du irgendwie als tolles Argument hier aufführen könntest. Außerdem bin ich keineswegs hysterisch. Habe eher den Eindruck, dass du hier hysterisch bist, zumindest kommst du jetzt so rüber.

    Alter, dir sollte jetzt langsam mal klar werden, dass so ne paar Hansels, die da ein paar Gedichte schreiben, bei den Leuten im Donbass und in Lugansk ersma nich so viel Aufmerksamkeit bekommen werden. Erst recht haben die Leute dort mit Sicherheit kein Bock auf so haselnußbraune Pseudoliteraten wie Schadan, der mit seiner Zunge tief im Arsch der ukrainischen Nationalisten und Nazis steckt.

    Ich hab mir diesen beschissenen Scheißartikel eben genau durchgelesen und er bleibt für mich ein heuchlerischer Artikel, der an der Realität vorbei gleitet, genau wie du, in dem ein Zynismus zum Ausdruck gebracht wird, der die ganzen Kriegsopfer im Donbass und in Lugansk und die Opfer der Massaker , die durch die ukrainischen Faschisten begangen wurden, verhöhnt. Dieser Drecksartikel ist einfach nur reaktionär und heuchlerisch. Und dann birgt er noch die Aussage den oder die Schuldigen zu bestimmen. So einen Bericht kann man nicht ernst nehmen, wenn es um das Thema "Versöhnung" geht, in dem der Text vorheuchelt, einen positiven und konstruktiven Bezu darauf zu nehmen. Und da du so vehement auf den Text eingehst, ihn hier präsentierst und verteidigst und so viel dummes Zeug da reininterpretierst, bist du nicht nur ein dreckiger Heuchler , du bist auch einfach scheissenblöde!

  4. #2904
    Avatar von naturalflavor

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    Mich wundert es das man ihn nicht als Verräter verprügelt hat, ein Direktor von einem ukrainischen Fernsehsender wurde mal vom mob Krankenhaus geprügelt weil er über die Krim unpatriotisch gesendet hat.

  5. #2905
    Avatar von Izdajnik

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Schau mal, das heißt nichts. Was bedeutet das denn? Es ist eine Luganska, sie kommt aus Lugansk, dass bedeutet aber nicht , dass sie direkt betroffen ist und selbst Kriegsopfer wurde. Sie kann auch indirekt betroffen sein. Hört sich für dich jetzt vielleicht komisch an aber sie muss schon lange nicht mehr in Lugansk gewohnt haben etc. Das ist nichts, was du irgendwie als tolles Argument hier aufführen könntest. Außerdem bin ich keineswegs hysterisch. Habe eher den Eindruck, dass du hier hysterisch bist, zumindest kommst du jetzt so rüber.

    Alter, dir sollte jetzt langsam mal klar werden, dass so ne paar Hansels, die da ein paar Gedichte schreiben, bei den Leuten im Donbass und in Lugansk ersma nich so viel Aufmerksamkeit bekommen werden. Erst recht haben die Leute dort mit Sicherheit kein Bock auf so haselnußbraune Pseudoliteraten wie Schadan, der mit seiner Zunge tief im Arsch der ukrainischen Nationalisten und Nazis steckt.

    Ich hab mir diesen beschissenen Scheißartikel eben genau durchgelesen und er bleibt für mich ein heuchlerischer Artikel, der an der Realität vorbei gleitet, genau wie du, in dem ein Zynismus zum Ausdruck gebracht wird, der die ganzen Kriegsopfer im Donbass und in Lugansk und die Opfer der Massaker , die durch die ukrainischen Faschisten begangen wurden, verhöhnt. Dieser Drecksartikel ist einfach nur reaktionär und heuchlerisch. Und dann birgt er noch die Aussage den oder die Schuldigen zu bestimmen. So einen Bericht kann man nicht ernst nehmen, wenn es um das Thema "Versöhnung" geht, in dem der Text vorheuchelt, einen positiven und konstruktiven Bezu darauf zu nehmen. Und da du so vehement auf den Text eingehst, ihn hier präsentierst und verteidigst und so viel dummes Zeug da reininterpretierst, bist du nicht nur ein dreckiger Heuchler , du bist auch einfach scheissenblöde!
    Sie ist nicht irgendjemand...


    Nicht alles ist verloren | M&R

    DIE DICHTERIN JELENA SASLAWSKAJA ÜBER DIE KULTURLANDSCHAFT IN DEN »VOLKSREPUBLIKEN« LUGANSK UND DONEZK

    Die Dichterin und Spoken-Word-Künstlerin Jelena Saslawskaja ist Mitglied der Union der Schriftsteller der nicht anerkannten »Volksrepublik« Lugansk (LNR). Im Dezember vergangenen Jahres reiste sie nach Charkow in die Ukraine, um an dem Kongress »Debate on Europe: Reden über Zukunft. Perspektiven des Zusammenlebens in Konfliktregionen« teilzunehmen, der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung mit organisiert worden war. M&R bat sie um ein Interview.

    Ihre Gegner behaupten, kulturelle Entwicklung sei in den »Volksrepubliken« Donezk und Lugansk gar nicht mehr möglich. Stimmt das?

    Das ist leider ein sehr verbreiteter Mythos. Er setzt die Hassrhetorik fort, die schon lange vor dem Krieg begann. Die ukrainische Intelligenz meint, die meisten klugen, kreativen und begabten Menschen hätten Donezk verlassen. Wir erleben hier zwar nicht gerade eine kulturelle Renaissance, die Behauptung einer völligen Abwesenheit von Kultur dient aber dazu, die Bevölkerung von Donezk zu entmenschlichen. Unsere Theater sind voll, die bildenden Künstler malen, die Schriftsteller veröffentlichen Bücher, die Museen und Bibliotheken haben versucht, ihre Archive zu retten.

    Vielleicht meinen Ihre Kritiker damit aber auch, dass die Zensur und die Risiken für die Kulturschaffenden die Kunst unterdrücken.

    Es gibt wirklich Risiken. Sie wissen vielleicht von den »mysteriösen« Morden an oppositionellen Kommandeuren wie Alexej Mozgovoi von der Brigade Prisrak in der LNR. Zugleich sind die meisten von uns überzeugt, dass Kritik im Innern in die Hände unserer Feinde spielt. Wir werden von außen mit so viel Schmutz beworfen – da schreckt man davor zurück, zu kritisieren, was hier passiert. Sicher hatten wir Hoffnungen, die sich nicht erfüllt haben. Aber wir sind in einem Ausnahmezustand: Wir hatten einen Krieg genau hier; zum normalen politischen Aktivismus überzugehen erschiene daher im Moment unangemessen.

    Einige Ihrer Argumente sind denen ukrainischer Künstler sehr ähnlich, die es vorziehen, Putin statt der eigenen Politiker zu kritisieren. Was ist Ihrer Ansicht nach der Hauptunterschied zwischen diesen ukrainischen Künstlern und denen der LNR?

    In erster Linie schüren wir keinen Hass auf die Ukraine und die Ukrainer. Wir betreiben keine Kampagne der Dehumanisierung. Ukrainische Künstler dagegen tragen leider gravierend zur Eskalation der Hetze gegen die Menschen unserer Republiken bei.

    Gibt es irgendeinen Erfolg zu verzeichnen in den Bestrebungen, mit Ihren Kollegen aus der Ukraine in einen Dialog zu treten?

    Schon im Sommer 2014 habe ich zwei ukrainische Schriftsteller getroffen, Serhij Schadan, einen der führenden Köpfe des Maidan in Charkow, und Jurij Andruchowitsch, einen Maidan-Unterstützer. Das war im Rahmen des Thementags »Die Dichter vom Maidan« auf dem Poesie-Festival der Literaturwerkstatt Berlin. »Dialog« kann man das aber kaum nennen. Die sehr emotional geführte Diskussion bestand vor allem aus Vorwürfen und Anschuldigungen. Bei meinem letzten Besuch in Charkow anlässlich der »Debate on Europe«-Veranstaltung bemerkte ich einige Veränderungen zum Positiven. Die Tatsache, dass Schadan mich eingeladen hat, heißt schon etwas. Einige, wie der Schriftsteller Ingo Schulze und die ukrainische Fotografin Evgenia Belorusets, zeigten sogar den Willen, uns zu besuchen, um sich anzusehen, was hier wirklich vor sich geht.
    Nachdem ich nach Hause zurückgekehrt war und die Berichte der ukrainischen Presse über die Veranstaltung las, war ich schockiert und dachte, dass all meine Anstrengungen und die Risiken, die ich auf mich genommen hatte, vergeblich gewesen waren: So viele Lügen! Doch schon bald bekam ich ein riesiges Feedback – auch viele Zuschriften von Menschen aus der Ukraine, die meine Arbeit unterstützen. Ich denke, nicht alles ist verloren, und hoffe, dass der Gipfel der Eskalation des Hasses überwunden ist.

    Ich finde, dass sie ihren Standpunkt sehr gut klar macht. Sie übt sehr scharfe Kritik.

  6. #2906

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    zu dem Schadan
    Sergei (Serhii) Schadan kommt aus Donbass er ist in Starobelsk, Gebiet Lugansk geboren wo vor 20 Jahren nur 10 Prozent der Bevölkerung Ukrainisch sprechen konnten. In Starobelsk sprach er wie alle "Surschik" (Surrogat) - das ist Russisch mit ukrainischem Akzent und einigen ukrainischen Wörtern.
    Nachdem er nach Kharkiv ging und am Pädagogischen Institut Ukrainische Philologie studierte wurde die ukrainische Sprache zu seiner Arbeitssprache. Er schreibt nur auf Ukrainisch und gibt Interviews fasst ausschliesslich auf Ukrainisch

    Noch in der Sovietzeit im jahr 1990 hat er mit zwei seinen Kameraden In Lugansk über dem Rathaus die ukrainische Fahne gehisst
    Er war Aktivist der "Orangenen Revolution" und "der Revolution der Würde" 2014. Zusammen mit 200 Maidan-Aktivisten und 50 Aktivisten des Rechten Sektors, von denen wie er selber sagt, 150 bewaffnet mit Schlagstöcken waren, stürmten sie die Gebietsverwaltung von Charkiw am 1 März 2014. Auf dem Platz vor der Gebietsverwaltung versammelten sich 15.000 Maidangegner die dann die Gebietsverwaltung gestürmt und die Maidanisten virtrieben haben. In der Handgenmenge wurde Schadan am Kopf verletzt und kam ins Krankenhaus, danach fluchtete er aus Charkow und zeigte sich eine Zeit lang nicht in der Stadt.





    es war nicht ganz leicht konkrete aussagen von ihm zu finden, er weicht aus oder windet sich ist glatt wie ein Aal, hier einige Auszüge aus seinen Interview's an verschiedene ukrainische Zeitungen:

    Schadan: "Ich bin davon überzeugt, dass der Donbass ein Bestandteil der Ukraine ist. In einer solchen Situation sich von ihm abgzurenzen und die Menschen die dort leben zu vergessen ist am einfachsten. Es ist einfach die Menschen dort Verräter, Abtrünnige zu nennen und alle Schuld auf sie zu verschieben. Man kann sie aber auch anders betrachten: sie sind Geiseln die auf einem besetzten Gebiet leben, die für einen politischen Zweck missbraucht werden, ohne dass ihre Meinung dazu gefragt wurde.
    Ich bin davon überzeugt dass man eine gemeinsame Basis finden kann die ausreichend wäre so dass wir den Krieg stoppen könnten und Russland Donbass verlassen hätte."

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    - Die wichtigste Frage: Wie kann man das Land versöhnen?

    - Schadan: Wissen Sie einige Leute in Kharkov halten mich für einen Faschisten obwohl dieser ganze Rechtsradikalismus für mich fremd ist und ich habe es nie verheimlicht. Aber ich glaube an die warmherzigkeit der Ukrainer... sich gegenseitig zu hassen ist am einfachsten.
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    - Schadan: Ich erinnere mich wie ich und meine Freunde Ende April 2014 in Lugansk waren und in der Nähe der SBU all diese Separatisten mit Kalaschnikows standen, es war eine Handvoll von einheimischen Jungs.

    - Und sie konnten sehr leicht vertrieben/zerstreut werden?

    - Schadan: Sie sollten zerstreut werden! Was benötigt wurde, war nur der Wille. So wie das schließlich in Charkow geschah. Aber aus irgendeinem Grund wurde das in Donbass nicht getan.
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    - Schadan: "Vieles gefällt mir in diesem Land nicht aber ich möchte die Integrität des Landes bewahren .... ich wähle zwischen dem dass meine Eltern in der Ukraine oder dass sie in einem Teil des russischen Reiches leben werden. Deshalb werde ich für die Einheit bis zum Letzten auch mit Menschen die meine Ansichten nicht teilen zusammen stehen"
    Ñåðã³é Æàäàí: Íàø âîðîã - âëàäà | Óêðà¿íñüêà ïðàâäà _Æèòòÿ

    - Wer ist für dich ein Held?

    - Schadan: "Ein Verwandter von mir war Polizist in Lugansk. Als der Krieg begann flieh er mit seiner Familie, er hat die Wohnung und alle Sachen die dort waren gelassen. Und jetzt kämpft er für die Ukraine. Der Mann verzichtete auf materielle Dinge um mit seiner Heimat zu sein. Davor war bei ihm keine übermäßiges nationales Bewusstsein, keine demonstrative Liebe für sein Land zu beobachten. Solche Menschen sind für mich Helden"
    ?????: ?????? ?? ?????? ? ??????????? ???????? / ??????


    Über seine Position zum Massaker von Odessa habe ich nirgendwo etwas gefunden nur das hier:



    Drei Monate nach dem Massaker im August 2014 fand in Odessa eine öffentliche Diskussion "Kultur während des Krieges" statt, Schadan und andere ukrainische Schriftsteller sind gekommen, es wurde viel über Literatur allgemein geredet nicht aber über dass wichtigste Ereignis das nicht nur die Odessiten bewegte und erst drei Monate zurück lag, nur am Ende erwähnte die Schriftstellerin Maria Galina kurz das Massaker, nannte es eine Tragödie beschuldigte dabei gleichzeitig die prorussischen Aktivisten selbst, sie haben als erste das Feuer eröffnet, sagte sie
    «?????? ????? ???!» | Colta.ru

    Wie man sieht schweigte Schadan, das ist auch eine Position. Beschuss der Städte durch die ukrainische Armee, der Tod von Zivilisten unter Bomben und Granaten in Donbass, darüber schweigt er auch. Der von den radikalen Nationalisten ermordete ukrainische Schriftsteller Oles Busina sagte einmal "Wenn ich von der ukrainischen Intelligenzija höre sucht meine Hand die Fliegenklatsche"

    über Busina
    https://de.wikipedia.org/wiki/Oles_Busyna

  7. #2907

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    Soldaten des berüchtigten Freibat "Aidar" feierten gestern sein zweijähriges Jubiläum, einer von ihnen befragt die anderen zum Thema Vergebung und Versöhnung mit dem Donbass, er stellte ihnen 3 Fragen:

    - "Sind sie bereit für die Versöhnung mit dem Donbass?" Die Meisten antworten mit "Ja"

    - "Sind sie bereit denen Separatisten die zu den Waffen gegriffen haben zu vergeben und sich mit ihnen zu versöhnen?" Mehr als die Hälfte antwortet mit "Nein"

    - "Sind sie bereit den Zivilisten in Donbass zu vergeben und sich mit ihnen zu versöhnen auch denen die den Bewaffneten Separatisten geholfen haben?" Fast alle antworten mit "Ja"


  8. #2908

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    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Reise in die Ukraine: Das Gift des Krieges - Ukraine - derStandard.at ? International

    Diesen Artikel habe ich mit dem Hinweis auf die erwähnte Dichterin gepostet.
    Schon mal neutraler als was die Welt veranstaltet.

    "Als Außenstehender hatte man den Eindruck, dass die Dichterin als eine Art Antenne für die tragischen Geschichten fungieren sollte, die eben über Saslawskaja nach Luhank gefunkt werden sollten."

    Jetzt könnte man ja mal auf den Gedanken kommen, dass die Menschen in Luhansk ebenso tragische Gesichten erlebt haben, die sie gerne nach Kiew, Berlin und Brüssel funken würden.

  9. #2909

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    das Regiment "Asow" feierte heute zweijähriges Entstehungsjubiläum



    Gründer und Regimentskommandeur Andrej Bilezki genannt "der Weiße Führer"




  10. #2910
    Avatar von Amarok

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    Deutsche Steuerzahler müssen Propaganda-Sender in der Ukraine finanzieren

    Der ukrainische TV-Sender Hromadske.TV wird von westlichen Regierungsbehörden und Unternehmen unterstützt. Der Sender hat sich auf Propaganda gegen Russland spezialisiert. Wie hoch die Summen sind, die die deutschen Steuerzahler für das Unterfangen berappen müssen, ist nicht bekannt.

    Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat die Unternehmen und Regierungsbehörden aufgelistet, die den in Kiew ansässigen Sender Hromadske.TV finanzieren. Die größten Geldgeber kämen demnach aus Europa und Kanada. Die Amerikaner seien die kleinsten Spender. Unter den Geldgebern soll sich auch die deutsche Botschaft in der Ukraine befinden.

    Forbes zufolge gehören rund ein Dutzend ausländische Unternehmen und Regierungsbehörden zu den Hromadske.TV-Unterstützern. Einige engagierten sich langfristig, andere nur einmalig, heißt es. Im Finanzbericht aus dem Jahr 2015 ufgeführt werden die Folgenden:


    • die Canada International Development Agency (CIDA)
    • die Botschaft der Niederlande in der Ukraine
    • eine kanadische Wohltätigkeitsorganisation namens „Ukrainian World Foundation“
    • das unabhängige in Washington ansässige Unternehmen „Pact World
    • die US-Botschaft des Ukraine Media Development Fund
    • das kalifornische Internews Network
    • das Swiss Cooperation Office und die Swiss International Development Agency, die zum Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten gehört
    • eBay Gründer Pierre Omidyar, der einer der größten Spender ist
    • das Swedish International Liberal Center
    • die Thomson Foundation
    • die deutsche Bundesregierung über die Botschaft in der Ukraine
    • das ukrainische Delegationsbüro der Europäischen Union sei insgesamt der größte Spender


    „Die Amerikaner sind der kleinste Spender, während Institutionen der europäischen und kanadischen Regierung die größten Geldgeber sind“, so Forbes.

    Hromadske.TV ist nach Einschätzung von Forbes „das Symbol für die Informations-Kriege zwischen Moskau und der westlichen Welt“. Einem Krieg, von dem der Westen behaupte, ihn an Moskau zu verlieren. Offenbar seien die Europäer, Kanadier und Amerikaner derart besorgt, dass die Russen sie in ihrem eigenen Spiel schlagen könnten, dass sie nun dieses Unternehmen finanzieren würden, heißt es weiter.
    Der Internet-Fernsehsender hat seinen Betrieb am 22. November 2013 aufgenommen. Im Zuge des „Euromaidan“ solidarisierte sich der Kanal mit den Demonstranten und stieg in der Folgezeit zu einem der beliebtesten Sender auf. Seit September 2014 gibt es zudem den englischsprachigen Ableger „Hromadske International“.

    Heute gebe es etwa 100 Mitarbeiter. Mustafa Najem, Mitbegründer von Hromadske und einer der Initiatoren der Euromaidan-Proteste, gab im Tagesspiegel zu Protokoll, dass eine neutrale Berichterstattung nicht die Aufgabe des Senders sei: „Wir berichteten von Beginn an nicht ausgewogen, aber ehrlich.“ Versuche von Seiten der ausländischen Geldgeber, die Arbeit der Redaktion wie auch immer zu beeinflussen, gebe es aber nicht, zitiert das Blatt die Redakteurin Angelina Kariakina.

    http://www.deutsch-tuerkische-nachri...e-finanzieren/