Bei Gewittern mit heftigen Regengüssen und kräftigen Sturmböen sind am Abend und in der Nacht drei Menschen getötet worden. Besonders in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland verursachten Unwetter zahlreiche Schäden. Vielerorts musste die Feuerwehr ausrücken, um umgestürzte Bäume zu beseitigen oder voll gelaufene Keller auszupumpen.



Auto wickelte sich um einen Baum
In Bielefeld kamen zwei Menschen bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der 20-jährige Autofahrer war in die Gewitterfront geraten und hatte auf der regennassen Straße die Kontrolle über den Kleinwagen verloren. Das Auto prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum. Die beiden Insassen wurden eingeklemmt, da sich der Wagen komplett um die fast 90 Zentimeter starke Buche wickelte. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Insassen feststellen.



Blitz trifft Motorradfahrer
Ein 37-jährige Motorradfahrer wurde in der Nähe von Filderstadt in Baden-Württemberg vom Blitz getroffen. Der Mann war auf der Bundesstraße 27 im Landkreis Esslingen unterwegs, als das Unglück geschah. In Offenbach und in Hamburg wurde je eine Frau von einem umherfliegenden Gegenstand leicht verletzt. In Frankfurt beschädigten herabfallende Äste mehr als 30 Autos. In Erzhausen bei Darmstadt fiel eine Stunde lang der Strom aus.

Lüneburger Rathaus abgedeckt
Auch in Teilen Niedersachsens tobten Gewitter mit heftigen Sturmböen. Das Dach des Lüneburger Rathauses wurde teilweise abgedeckt. Dachziegel fielen auf die Straße, wie die Polizei mitteilte. In Lüneburg und Umgebung stürzten Bäume um, mindestens drei Autos wurden beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Dachstühle brannten aus
Während Hamburg in der Unfall-Bilanz weitgehend ungeschoren davonkam, gab es größere Blitzschäden in Schleswig-Holstein. Dort brannten in Neumünster und Schönwalde zwei Dachstühle aus. In Neumünster entstand dabei ein Schaden von rund 120.000 Euro. Im nördlichen Schleswig-Holstein verursachte ein Hagelschauer auf einigen Camping-Plätzen leichte Schäden.


Segler in Seenot
Auf dem Bodensee gerieten 14 Segelboote während einer Nachtregatta in Seenot. Unterstützt von Rettungskräften aus der Schweiz und Österreich konnte die deutsche Wasserschutzpolizei die Besatzungen bergen. Bei mehreren Schiffen waren die Masten gebrochen, etliche liefen in Ufernähe auf Grund. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Rund 100 der etwa 450 Boote mussten die Regatta abbrechen.

Wechselhaftes Wetter mit Gewittergefahr
Am Wochenende bleibt das Wetter wechselhaft. Zwischen Wolken zeigt sich immer wieder die Sonne, die Tageshöchstwerte liegen zwischen 15 und 20 Grad. Im Westen Deutschlands besteht weiterhin Unwettergefahr. Bundesweit muss mit Schauern und Gewittern gerechnet werden.