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Umfrageergebnis anzeigen: Wer sollte US-Präsident werden???

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41. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Obama

    19 46,34%
  • Romney

    5 12,20%
  • Geht mir am Arsch vorbei...

    17 41,46%
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Ergebnis 71 bis 80 von 149

US-Wahlen 2012

Erstellt von papodidi, 19.09.2012, 12:44 Uhr · 148 Antworten · 6.030 Aufrufe

  1. #71

    Registriert seit
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    Die amerikanischen Präsidentschaftswahlen finde ich nicht so interessant. Ich verstehe auch nicht, warum die Medien so viel Wert darauf legen. Als ob es für die Welt so einen großen Unterschied machen würde.

    2008 hatte ich noch eine kleine Hoffnung mit Obama. Also, im Vergleich zu Bush Junior war er natürlich eine Verbesserung, das ist aber kein normaler Maßstab. Obama hat den brutalen Krieg in Afghanistan und Pakistan fortgeführt, und man sagt, dass er aus Guantanamo noch weniger Gefangener entlassen hat als Bush. Auf Israel hat er auch keinen Druck ausgeübt. Man kann behaupten, dass er in seiner Außenpolitik im Allgemeinen zurückgehalten und weniger kriegsbereit war, ist das aber wegen einer anderen Mentalität oder einfach weil die USA jetzt sowieso nicht so stark sind wie früher?

    Im Innenpolitik ist Obama vielleicht in Bereichen wie soziale Gerechtigkeit und Gesundheitsversorgung besser. Wenn ich in den USA leben würde, würde ich wahrscheinlich ihn wählen, weil es keine bessere Alternative gibt. Für die Welt macht es aber keinen großen Unterschied. Es sei denn, Romney will wirklich einen Krieg gegen den Iran führen bzw. zulassen. Glaube ich nicht, in diesem Fall aber, muss man schon hoffen, dass Obama gewählt wird.

  2. #72

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    Die europäischen Leitmedien sind immer für die Demokraten und dämonisieren die Republikaner, aber mit Obama 2008 das war schön peinlich, da es schon Richtung religiöse Verehrung ging.
    Was die außenpolitik angeht geb ich afro Recht, es macht keinen Unterschied ob Republikaner oder Demokrat im weißen Haus, außer in der Darstellung unserer Medien.

  3. #73
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Die amerikanischen Präsidentschaftswahlen finde ich nicht so interessant. Ich verstehe auch nicht, warum die Medien so viel Wert darauf legen. Als ob es für die Welt so einen großen Unterschied machen würde.

    2008 hatte ich noch eine kleine Hoffnung mit Obama. Also, im Vergleich zu Bush Junior war er natürlich eine Verbesserung, das ist aber kein normaler Maßstab. Obama hat den brutalen Krieg in Afghanistan und Pakistan fortgeführt, und man sagt, dass er aus Guantanamo noch weniger Gefangener entlassen hat als Bush. Auf Israel hat er auch keinen Druck ausgeübt. Man kann behaupten, dass er in seiner Außenpolitik im Allgemeinen zurückgehalten und weniger kriegsbereit war, ist das aber wegen einer anderen Mentalität oder einfach weil die USA jetzt sowieso nicht so stark sind wie früher?

    Im Innenpolitik ist Obama vielleicht in Bereichen wie soziale Gerechtigkeit und Gesundheitsversorgung besser. Wenn ich in den USA leben würde, würde ich wahrscheinlich ihn wählen, weil es keine bessere Alternative gibt. Für die Welt macht es aber keinen großen Unterschied. Es sei denn, Romney will wirklich einen Krieg gegen den Iran führen bzw. zulassen. Glaube ich nicht, in diesem Fall aber, muss man schon hoffen, dass Obama gewählt wird.
    Es gibt vielleicht keine gigantischen Unterschiede aber trotzdem ein paar große. Obama hat z.B. ein sehr viel freundschaftlicheres Verhältnis zu Russland als es McCain gehabt hätte mit dem Kompromiss beim Raketenschirms und Abrüstungsverträgen. Und McCain hätte vielleicht nicht den Iran besetzt, aber einen Militärschlag hätte es sicherlich schon gegeben und wird es unter Romney geben, während Obama mehr daraufsetzt das Land mit Sanktionen auszuhungern und dann darauf zu warten, bis das Volk die Regierung selber umwirft. Das war übrigens auch sein Standpunkt zum Irakkrieg. Er hat lediglich gemeint, dass man das irakische Volk mit noch ein paar mehr Sanktionen drangsalieren sollte, damit sie selber Saddam stürzen. Außerdem wäre natürlich unter McCain der Irak noch unter amerikanischer Besatzung.

    Die Ziele der Außenpolitik sind zwar die gleichen, die Methoden unterscheiden sich aber schon, und das ist gerade für die Völker wichtig, die unmittelbar davon betroffen wären, aber auch für uns weil selbst ein kleiner Kurswechsel in den USA indirekt auch bei uns hohe Wellen schlägt.

    Ich weiss nicht, warum Leute immer glauben eine Wahl würde sich nur lohnen, wenn man zwischen zwei Extremen wählt.

  4. #74

    Registriert seit
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    3.353
    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Es gibt vielleicht keine gigantischen Unterschiede aber trotzdem ein paar große. Obama hat z.B. ein sehr viel freundschaftlicheres Verhältnis zu Russland als es McCain gehabt hätte mit dem Kompromiss beim Raketenschirms und Abrüstungsverträgen. Und McCain hätte vielleicht nicht den Iran besetzt, aber einen Militärschlag hätte es sicherlich schon gegeben und wird es unter Romney geben, während Obama mehr daraufsetzt das Land mit Sanktionen auszuhungern und dann darauf zu warten, bis das Volk die Regierung selber umwirft. Das war übrigens auch sein Standpunkt zum Irakkrieg. Er hat lediglich gemeint, dass man das irakische Volk mit noch ein paar mehr Sanktionen drangsalieren sollte, damit sie selber Saddam stürzen. Außerdem wäre natürlich unter McCain der Irak noch unter amerikanischer Besatzung.

    Die Ziele der Außenpolitik sind zwar die gleichen, die Methoden unterscheiden sich aber schon, und das ist gerade für die Völker wichtig, die unmittelbar davon betroffen wären, aber auch für uns weil selbst ein kleiner Kurswechsel in den USA indirekt auch bei uns hohe Wellen schlägt.

    Ich weiss nicht, warum Leute immer glauben eine Wahl würde sich nur lohnen, wenn man zwischen zwei Extremen wählt.
    Das meiste von was du sagst kann ich nicht wirklich bestreiten. Trotzdem, muss man auch merken, dass es in vielen der wichtigsten Außenpolitik-Bereichen, Afghanistan, Pakistan, Guantanamo, und vielleicht noch das Palästina-Konflikt, keine nennenswerte Verbesserung gab. Und was der Iran-Frage angeht, bin ich nicht sicher ob die Sanktionen für die Bevölkerung wirklich so viel besser als ein Krieg sind - gerade wenn man dabei an das irakische Beispiel denkt.

    Was ich auch bezweifele, ist ob ein kleiner Kurswechsel in den USA die Situation in der übrigen Welt so viel bestimmen kann. Mein Gefühl ist, dass der amerikanische Einfluss immer weniger wird, und das weil die Schwachpunkte des US-Imperiums jetzt viel deutlicher geworden sind. Damit wird auch das Ergebnis der amerikanischen Wahlen weniger wichtig, gerade wenn die Unterschiede zwischen den Kandidaten nicht so groß sind.

  5. #75
    Avatar von Katana

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    3.543
    So Leute, jetzt ist Endspurt angesagt. Ab Morgen gehen die Wahlen los.

    Wer ist ein Tag vor den Wahlen Euer neuer/alter Favorit? denkt Ihr dass schon längst feststeht und egal ist, wer US-Präsident wird?

  6. #76
    Avatar von Lilith

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    Ich hoffe trotz vieler Enttäuschungen auf Obama. Innenpolitisch vetritt er im Groben wohl doch eine "Sozialere" Linie. Ich lehne den absoluten Neoliberalismus ab. In diese Richtung verstehe ich viele Republikaner und Romney insbesondere.

    Außenpolitisch wird es für Europa kaum gravierende Unterschiede geben. Ansonsten scheint Romney eher so 80er-Nostalgiestimmung und Reaganphilosophien zu vertreten, auch was Machtansprüche und die unbestritten führende Rolle der USA in der Welt betrifft. Obama hat eher Einnfühlungsvermögen für die Sicht und Belange anderer. Und scheinbar auch den Willen, wenn natürlich nicht amerikanische Interessen unterzuordnen, abzustellen, so doch Verantwortungen eher zu teilen. U

  7. #77
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Also nach "Realclearpolitics" liegt Obama knapp vorn:

    RealClearPolitics - Election 2012 - General Election: Romney vs. Obama

    Hoffe auch, dass er gewinnt...

  8. #78
    Avatar von Baba Jula

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    ist doch egal wer`s wird, alles nur Show Business - die Musik spielt in der Wall Street

    ^^

    Pozdrav
    Baba

  9. #79
    Avatar von Katana

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    Wieder mal ein richtig netter Artikel von Augstein. Obwohl mir seine Schwarz-Weiß Malerei auf die Nerven geht, hat er meiner Meinung nach mit seiner Einschätzung in diesem Artikel Recht. Es ist belanglos wer die Präsidentschaft gewinnt, weil der Kapitalismus die Politik diktiert. Was witzig ist und viele vergessen, die Republikaner sind Abraham Lincolns Partei, welcher die Sklaverei abschaffen ließ und "Demokraten" haben sich zu dieser Zeit für die Sklaverei eingesetzt.





    Untergang des amerikanischen Imperiums


    Romney als Kandidat der Reichen und Obama als Kandidat des Volks - die Deutschen neigen dazu, die US-Wahl als eine zwischen Gut und Böse zu sehen. Das ist ein Irrtum. Egal wer Präsident ist, in Amerika herrscht der totale Kapitalismus. Er hat die Macht, das Land zu zerstören.

    Die amerikanische Armee entwickelt eine Waffe, mit der innerhalb einer Stunde jeder Punkt der Welt erreicht - und zerstört - werden kann. Gleichzeitig hängen in Brooklyn, Queens und New Jersey die Stromkabel an Holzpfeilern über der Straße. Der Sturm hat sie fortgerissen, wie in vielen Orten an der Ostküste, und Millionen Menschen sind ohne Strom. Das ist Amerika: Hightech für die Eliten. Entwicklungsland für den Rest. Kein Land hat mehr Nobelpreisträger hervorgebracht als die USA. Aber in New York mussten Krankenhäuser evakuiert werden, weil die Notstromaggregate nicht ansprangen.

    Wer das für einen Widerspruch hält, hat nicht begriffen, dass Amerika das Land des totalen Kapitalismus ist. Für dessen Funktionieren sind öffentliche Krankenhäuser nicht notwendig und die Energieversorgung privater Haushalte auch nicht. Die Eliten verfügen über ihre eigene Infrastruktur. Der totale Kapitalismus hat die amerikanische Gesellschaft zerfallen lassen und die Regierung gelähmt. Das Schicksal Amerikas ist kein Betriebsunfall des Systems. Es ist seine Konsequenz. Obama konnte daran nichts ändern. Romney würde daran nichts ändern. Europa irrt, wenn es die Wahl zwischen den beiden als eine Wahl zwischen Gut und Böse betrachtet. Und eine "Richtungswahl", wie in manchen Zeitungen zu lesen, ist dies gewiss nicht.
    Präsident ohne Macht
    Romney, der schwerreiche Investmentbanker, und Obama, der kultivierte Menschenrechtsanwalt, sind zwei Gesichter eines politischen Systems, das mit Demokratie, so wie wir sie verstehen, nicht mehr viel zu tun hat. Zur Demokratie gehört die Wahl. Aber eine Wahl haben die Amerikaner gar nicht. Obama lieferte den Beweis. Als er vor fast vier Jahren sein Amt antrat, schien das wie ein amerikanischer Neuanfang. Aber das war ein Missverständnis. Obama hat das Lager in Guantanamo nicht geschlossen, er hat die Immunität der mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus der Bush-Administration nicht aufgehoben, er hat die Finanzmärkte nicht reguliert, und vom Klima war im Wahlkampf kaum mehr die Rede. Das Militär, der Apparat, die Banken, die Industrie - gegen ihre Macht ist alle Macht des Volkes nichts, und gegen sie ist auch der Präsident ohnmächtig.
    Vermutlich ist es so, dass Obama mehr wollte aber nicht mehr konnte. Doch welche Rolle spielt das?
    Wir wollen glauben, dass Obama an den Rechten im eigenen Land gescheitert ist. Und tatsächlich: die Fanatiker, von denen Mitt Romney sich abhängig gemacht hat, haben alles über Bord geworfen, was den Westen ausgezeichnet hat: Wissenschaft und Logik, Vernunft und Mäßigung oder einfach Anstand. Sie hassen die Schwulen, die Schwachen und den Staat, sie unterdrücken die Frauen und verfolgen die Einwanderer, und ihr Abtreibungsmoralismus macht auch vor den Opfern von Vergewaltigung nicht halt. Sie sind die Taliban des Westens.
    Für Europa ist es egal, wer die Wahl gewinnt
    Aber sie sind das Symptom des amerikanischen Scheiterns. Nicht seine Ursache. In Wahrheit haben in den USA weder die Idealisten der Demokraten noch die nützlichen Idioten der Tea Party Macht über die Verhältnisse.
    Aus europäischer Sicht ist es gleichgültig, wer diese Wahl gewinnt. Für uns zählt die amerikanische Außenpolitik. Und da ist Obama keine Taube und Romney kein Falke. Der amtierende Präsident führt seine Kriege zwar lieber mit Drohnen als mit Truppen. Aber den Opfern dürfte es egal sein, ob sie von Menschen oder Maschinen getötet werden. Der Herausforderer seinerseits wird trotz allen Geredes nicht an der Seite Israels in einen Krieg gegen Iran ziehen, den sich die USA nun wirklich nicht mehr leisten können.

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    Ohnehin ist es falsch, die Republikaner als Partei des Krieges zu bezeichnen und die Demokraten als Partei des Friedens - oder gar als linke Partei. Es waren die Demokraten Harry S. Truman, John F. Kennedy und Lyndon Johnson, die in Korea und Indochina Kriege begonnen haben. Und es waren die Republikaner Dwight D. Eisenhower und Richard Nixon, die diese Kriege beendeten. Und Ronald Reagan, der aus der Sicht europäischer Linker gleichzeitig für das Böse und das Lächerliche der amerikanischen Politik steht, war nach den Maßstäben, an die wir uns inzwischen gewöhnt haben, ein friedlicher Mann. Er hat nur Grenada erobert. Die Wahrheit ist, dass wir Amerika nicht mehr verstehen. Wenn wir von Deutschland aus dorthin blicken, von Europa aus, sehen wir eine fremde Kultur. Das politische System ist in der Hand des Kapitals und seiner Lobbyisten. Die Checks and Balances haben versagt. Und eine perverse Mischung aus Verantwortungslosigkeit, Profitgier und religiösem Eiferertum beherrscht die öffentliche Meinung.
    Der Untergang des amerikanischen Imperiums hat begonnen. Es kann sein, dass ihn die Amerikaner trotz aller Mühe nicht aufhalten können. Aber sie versuchen es nicht einmal. US-Wahl: Wie der Kapitalismus das Land zerstört - SPIEGEL ONLINE

  10. #80

    Registriert seit
    29.01.2012
    Beiträge
    4.579
    Dass RTL die Wahlen überträgt sagt doch schon alles.

    Wer bei dieser Parodie auf eine Demokratie gewinnt ist mir sowas von egal, beide Kandidaten sind für die Tonne und werden nicht meine Freunde.

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