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USA's Konservative platzen vor Wut!

Erstellt von Zurich, 23.03.2010, 17:52 Uhr · 17 Antworten · 975 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
    05.02.2007
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    18.089

    Daumen runter USA's Konservative platzen vor Wut!

    Die Lage in den USA ist sehr dramatisch bei den Koservativen. Es ging sogar so weit, dass sie am Abstimmungssonntag das Regierungsgebäude stürmen wollten.
    Die Wut nimmt immer drastischere Anzüge an, dass sogar jedes Mittel recht ist, um diesen Entscheid um die Gesundheitsreform zu nichte zu machen. Die ganz Rechten bedienen sich sogar mit Todesdrohungen.

    In vielen Zeitungen wird als Motiv für die Wut mit Wörtern wie "unamerikanisch", "Zu viel Staat", "Sozialismus",...etc... beschrieben.

    Gerade die Tea Party um Sarah Palin sitzt an der Spitze deiser Bewegung.

    Komisch, dass ausgechnet die Rechten bzw. Konservativen, dessen Anhänger sehr christlich sind, und welche Anhänger der Kreationslehre sind und Feinde der darwinischen Evolutionstheorie, ausgerechnet sich mit Händen und Füssen gegen die Nächstenliebe wehren, und ihnen amerikanische Tradition wichtiger ist, als dass unzählige Leute in den USA an Krankheiten sterben, die sie mit mehr Geld hätten behandeln können, was wiederum bedeutet, dass sie ein Motto vertreten a la "Wer leben will, muss Geld haben".

    Das amerikanische Volk ist tief gespalten, was die Gesundheits-Reform angehet.




    Hier ein interessanter Artikel:
    USA: Die „Tea Party“ schwört Rache für Obamas Gesundheitsreform - Weitere Meldungen - FOCUS Online

    Die „Tea Party“ schwört Rache für Obamas Gesundheitsreform

    Kochend vor Zorn über Barack Obamas Gesundheitsreform haben Anhänger der konservativen Protestbewegung in den USA Rache geschworen. Laut ihr ist die Diskussion um Obamas Reform noch nicht beendet. Nun will die Protestbewegung sogar Verfassungsklagen gegen die Gesundheitsreform unterstützen. Der Name der Protestbewegung, „Tea Party“, ist angelehnt an die historische „Boston Tea Party“ in den USA.

    Die Tea Party kocht vor Wut. Die Anhänger der konservativen Protestbewegung in den USA sind außer sich vor Zorn über die große Gesundheitsreform, die Präsident Barack Obama mit den Demokraten zustande gebracht hat, und schwören Rache. Für sie ist mit der Verabschiedung des Gesetzes die Diskussion noch nicht beendet, im Gegenteil. Sie wollen Verfassungsklagen unterstützen, sie fordern, das Vorhaben zurückzunehmen oder nicht zu finanzieren. Und sie wollen alle gewählten Volksvertreter, die dafür waren, aus dem Amt jagen.

    Die oppositionelle Sammlungsbewegung bezieht sich mit ihrem Namen auf die historische „Boston Tea Party“ 1773, als amerikanische Siedler britische Schiffe im Hafen von Boston enterten und Teeladungen ins Meer kippten, um gegen von Großbritannien verhängte Importzölle zu protestieren. Die Aktion gilt als Meilenstein auf dem Weg zur Unabhängigkeit der USA 1776. Während des Protests gegen Obamas milliardenschweres Konjunkturprogramm vor einem Jahr hatten Demonstranten die Devise der damaligen Rebellen aufgegriffen, dass man keine Steuern zahlen wolle, solange man kein Mitspracherecht über deren Verwendung habe.


    Rebellen gegen zu viel Staat

    Seitdem finden sich immer mehr Gruppen zusammen. Viele Anhänger waren vorher nicht politisch aktiv und sind als ausgesprochen unabhängige Geister nicht immer leicht zu organisieren. Die meisten eint die Überzeugung, dass der Staat sich nicht übermäßig einzumischen und seine Ausgaben im Zaum zu halten habe. Die Bewegung hat bislang ihren rebellischen Basischarakter betont und ist auf Distanz zum politischen Establishment geblieben. Einige Organisatoren jedoch halten die Gesundheitsreform für einen Anlass, der die Anhänger noch weiter mobilisieren und bei den Zwischenwahlen in diesem Jahr zum Thema werden könnte.

    Schon jetzt planen Tea-Party-Gruppen in verschiedenen US-Staaten Protestaktionen und wollen sich alle Kongressmitglieder vorknöpfen, die für das Gesetz gestimmt haben. „Das wird einen großen Anlauf für eine Attacke am Wahltag geben“, sagt der PR-Berater Michael Caputo voraus. „Die Gesundheitsreform war von Anfang an ein Aufregerthema für die Tea-Party-Organisationen. Die Niederlage wird sie noch mehr in Wallung bringen.“


    Anlauf zu stärkerer Organisation

    In einer Telefonkonferenz am Montag skizzierte der Aktivist und Spendensammler Eric Odom ehrgeizige Pläne, die Bewegung in den Einzelstaaten zu organisieren, online Wähler anzusprechen und Geld aufzutreiben mit dem Ziel, Befürworter des Gesetzes abzuwählen. Die Abstimmung werde der Bewegung landesweit Zulauf bringen, sagte er. Die Regierung „hat unserer Lebensweise den Krieg erklärt“, wetterte er. „Es ist an der Zeit, sie aus dem Amt zu kicken.“

    In Florida etwa zählt die Bewegung nach Angaben des Führungsmitglieds Everett Wilkinson 85 Gruppen mit rund 100.000 Leuten, die ab Dienstag Protestkundgebungen planen. „Wir werden entschlossener sein denn je, dafür zu sorgen, dass dieses Land so regiert wird, wie es die Verfassung will“, erklärt auch die Aktivistin Brenda Bowen aus Alabama. „Wir kriegen jetzt alle die zweite Luft. Und dann passt bloß auf.“


    „Das ist erst der Anfang“

    In Milwaukee wollen Anhänger auf eine Änderung der Landesverfassung dringen, die es untersagen würde, Bürger zum Abschluss einer Krankenversicherung zu zwingen. Ein entsprechender Antrag wurde im Parlament des Bundesstaats bereits von den oppositionellen Republikanern eingebracht. Ähnliches haben die Republikaner in Florida vor, wo sie die Mehrheit stellen.

    Ob und wie die Protestler sich stärker organisieren, dürfte von Staat zu Staat unterschiedlich sein. „Die Leute in der Tea-Party-Bewegung sind äußerst individualistisch. Sie wollen nicht gesagt bekommen, was sie zu tun haben“, erklärt Chad Capps aus Alabama. Der Politikwissenschaftler Matthew Corrigan ist „noch nicht überzeugt, dass sie wahlentscheidend sein könnten“. Doch könne die Protestbewegung an Einfluss gewinnen, wenn sie sich mit den Republikanern gegen die Demokraten verbünde.
    Reformbefürworter abzuwählen, wäre für Wilkinson noch lange nicht genug. „Wenn sie aus dem Amt scheiden, werden wir dafür sorgen, dass die Privatwirtschaft weiß, wer sie sind, und wir werden es ihnen unmöglich machen, einen Job zu finden“, ereifert sich der Aktivist aus Florida. „Wo sie auch hingehen, wir werden da sein. Wir hören nicht auf. Wir verschwinden nicht. Das ist erst der Anfang.“

  2. #2
    Lance Uppercut
    Sollen sie schwören was sie wollen, 30 Mio Menschen werden eine Krankenversicherung bekommen. Gegen die Eingriffe im Finanzmarkt hat ja auch so mancher Redneck protestiert und was is jetzt? Auf einmal sind alle zufrieden.

  3. #3

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    Scheiss auf Yarak Obama
    und den USA

  4. #4
    Avatar von Furyc

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    18.580
    Obama hat Geschichte geschrieben, die schon lange dringend nötig war. Meine beste Freundin ist nach sieben Jahren in Amerika nur aus gesundheitlichen Gründen wieder nach Deutschland zurück gekommen: sie konnte sich die Behandlung ihres Gebärmuttertumors nicht leisten, litt jahrelang unter starken Schmerzen und wurde hier in Deutschland schließlich "komplett geräumt", ohne Garantie. Für jemanden wie uns, die wir in einem Sozialstaat leben, ist der Gedanke schier unvorstellbar bei einem körperlichen Leiden KEINE Behandlung zu erfahren.

    Was den "christlichen Glauben" der Amerikaner angeht (vor allem um so Köpfe wie Sarah Palin und Kosorten) sieht es meist so aus: Gott wird verstaatlicht, d.h. nicht selten kann man unter den Rechten dort hören: "Wenn Amerika dies und das nicht tut, wird Gott in ein anderes Land gehen " ( ) Kurzum: die haben ne mächtige Schraube locker.

  5. #5
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von Lance Uppercut Beitrag anzeigen
    Sollen sie schwören was sie wollen, 30 Mio Menschen werden eine Krankenversicherung bekommen. Gegen die Eingriffe im Finanzmarkt hat ja auch so mancher Redneck protestiert und was is jetzt? Auf einmal sind alle zufrieden.
    In Europa funktioniert Soziale Marktwirtschaft ausgezeichnet und die Lebensstandards sind höher als in den USA. Ich verstehe wirklich nicht, wofür die hälfte der amerikanischen Bevölkerung Angst hat.

    Ich denke, es gibt so gewisse Prinzipien, die dem Ami heilig sind, koste es was es wolle und egal wie kontraproduktiv es auch sein möge.

    - So beharren viele auf der totalen Marktwirtschaft, wo der Staat nichts zu sagen hat und zugleich es keinen Sozialstaat gibt => Jeder kämpft ums eigene Überleben.
    - Die Freiheit eine Waffe zu besitzen
    - CO2-Verschwendung in Übermassen, wiel das nun mal auch eine Freiheit des Menschen ist.
    - Null Sozialprojekte für die Verminderung der Kriminalität, dafür härtere Strafen und die Todesstrafe (=> Trotzdem: USA = Sehr hohe Kriminalität, seeehr effizient )
    - ..etc...etc....




    Ja... das Wort "Freiheit" wird halt zu gross geschrieben in den USA und ist zu gleich zu sehr missverstanden.

  6. #6
    ökörtilos
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    - Die Freiheit eine Waffe zu besitzen
    .


    Ok aber das hat ja auch plausible Gründe.
    Z.B. wäre man unbewaffnet könnte der König von England einfach so in die Bude reinstürmen und einen herumkommandieren.

  7. #7
    Avatar von Furyc

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    Zitat Zitat von ökörtilos Beitrag anzeigen
    Ok aber das hat ja auch plausible Gründe.
    Z.B. wäre man unbewaffnet könnte der König von England einfach so in die Bude reinstürmen und einen herumkommandieren.
    Ach, die alte Krücke kriegt man auch locker mit ein bisschen Martial Arts in den Griff. Da braucht´s keine Handfeuerwaffen

  8. #8
    phαηtom
    kann mir hier ein politik-versierter User mit Stichpunkten erklären, warum die Konservativen so dagegen sind..

  9. #9
    ökörtilos
    Zitat Zitat von αρτεmi Beitrag anzeigen
    kann mir hier ein politik-versierter User mit Stichpunkten erklären, warum die Konservativen so dagegen sind..


    -Weil es die Demokraten machen(?)

  10. #10

    Registriert seit
    27.03.2009
    Beiträge
    8.286
    Zitat Zitat von αρτεmi Beitrag anzeigen
    kann mir hier ein politik-versierter User mit Stichpunkten erklären, warum die Konservativen so dagegen sind..
    Weil sie politisch praktisch nutzlos geworden sind und nur mit solchen populistischen Aktionen einigermaßen Simmen fangen können bei einäugigen Getreidefarmern aus Nevada und Hilfssheriffs aus Texas.

    Diese Reform ist ein großer Schritt für die USA, Deutschland hat sowas schon seit den 60ern.

    Viele sagen die Amerikaner seien anders und wollen nicht, dass sich der Staat in privates einmischt, der Staat solle nur Kriege gewinnen sonst nichts.

    Ich halte das für Schwachsinn, die Tea Party Bewegung ist nicht ernstzunehmen.

    Diese Reform ist auch ein großer Schritt gegen Diskrimination von Afroamerikaner, die oftmals zu arm sind um sich med. Behandlung leisten zu können.

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